Ihr sollt nach und nach lernen, nicht mit der Kamera, sondern mit dem Herzen zu fotografieren.

— Johannes Martin Kunder

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

BENUTZERANMELDUNG

Alte Objektive und neue Kameras

Foto Ralf JannkeMit einem „Flaschenboden“ – so die despektierliche Bezeichnung für vermeintlich schlechte Objektive – will doch keiner fotografieren? Wir schon:

Nicht erst seit Nikons Df, nein, spätestens seit den ersten „Spiegellosen“ mit ihrem geringen Auflagemaß erschließt sich dank vieler Adapter eine ganze Fülle alter Objektive, die es zwar manuell scharfzustellen gilt, die aber für ganz wenig Geld gebraucht zu bekommen sind. Und wer nicht gerade Sport und Action fotografiert, dem ist der fehlende Autofokus egal und der könnte es zum Beispiel mal mit einem gebrauchten lichtstarken 1,4/85 mm versuchen, oder sein altes Zoom, Fisheye oder Normalobjektiv reanimieren.

Wäre da nicht diese eine Sache:

„Es gibt (fast) kein Objektiv, das diesem oder jenem Sensor gerecht wird ...“

 
Diese Behauptung – allzu oft gebetsmühlenartig wiederholt – wird von den Zweiflern allzu selten auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Dabei genügt für den Test ein einfacher Rundgang mit Kamera und Objektiv, und das haben wir einfach mal gemacht: Gewählt wurden die Kleinbild-Nikon D800 mit 36 Megapixeln sowie die Nikon D7100 mit 24 Megapixeln, die eine noch höhere Pixeldichte hat: Die 24 Megapixel auf dem APS-C-/DX-Sensor der D7100 (15x23 mm) das wären, aufs 24x36-mm-Kleinbildvollformat hochgerechnet, rund 55 Megapixel. Was die Objektive angeht, wurden zwei konstruktionstechnisch sehr alte, der optischen Höchstleistung unverdächtige Zoomobjektive eingesetzt.
 

Foto Ralf Jannke

 
Einmal das gerne als „Flaschenboden“ verunglimpfte Zoom Nikkor 3,5/43-86 mm (links an der D7100), das in der Liste der „Nikon's 10 Worst Lenses“ („Die 10 schlechtesten Nikon-Objektive“) des ebenso umstrittenen wie unterhaltsamen Amerikaners Ken Rockwell gleich an erster Stelle steht. Wobei das eigene 3,5/43-86 mm anhand der Seriennummer und mit Hilfe der neuseeländischen Seite photosynthesis auf die Produktionsjahre 1977 bis 1982 datiert werden konnte. (Das 43-86 kam, nicht auswechselbar, 1961 erstmalig bei der für Nikon im Auftrag u. a. von Mamiya gefertigten „Nikkorex Zoom 35“ zum Einsatz.)
 

Foto Ralf Jannke

 
Zweiter Testkandidat war das Vivitar Serie 1 2,8/35-85 mm (beachten Sie den Zustand der Frontlinse!). Ein Zoom, das gar keins ist, denn bei jeder Brennweitenänderung muss die Entfernungseinstellung korrigiert werden: „Varioobjektiv“ ist deshalb die korrekte Bezeichnung! Das Vivitar wurde 1979 nur mit einem „zufriedenstellend“ bedacht, obwohl es eine höhere Punktzahl hatte als andere Linsen: Walter E Schön CF 1979 Standard-Zoom-Test. Mehr über dieses Objektiv auch unter Vivitar – ganz großes Kino.

Diese beiden mindestens 30 Jahre alten „Gummilinsen“ wurden also mit D800 und D7100 ausprobiert. Fotografiert wurde mit verschiedenen Brennweiten, die mangels Chip im Objektiv allerdings immer nur als einmal festgelegte Brennweite – zum Beispiel die kürzeste Brennweite 35 bzw. 43 mm – aufgezeichnet werden. Nach Festlegen der Lichtstärke des Objektivs in der Nikon-eigenen Gehäuse-Datenbank wird die verwendete Blende zuverlässig in die EXIF-Daten geschrieben.

Da zu starkes Abblenden bei den mittlerweile erreichten Pixeldichten für Beugungsunschärfen sorgt, wurden die beiden Objektive auf maximal f/11 abgeblendet. Das Gros der Bilder entstand bei f/5,6 oder f/8. Die Kameras wurden bei Zeitautomatik und mit ISO-Automatik eingesetzt.

Um die kamerainterne Schärfung der Nikon-Gehäuse außer Kraft zu setzen, wurde im Nikon-Rohformat „NEF“ gespeichert und die Bilder überwiegend mit Lightroom (LR) 5 „entwickelt“ und für die Darstellung im Internet als JPEG und maximaler Größe 8 MB gespeichert (bei 100-%-LR-JPEG-Qualität wären die 36-MP-JPEGs rund 17 MB groß). Eventuelles Rauschen wurde in Lightroom reduziert, geschärft wurde ebenfalls mit Lightroom bei 1:1-Wiedergabe nach visuellem Empfinden. An Kontrast und Farbe wurde kaum etwas korrigiert.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil:
 

Foto Ralf Jannke

Gesamtmotiv
 
 
Foto Ralf Jannke

(Klick aufs Bild!)

Beginnen wir mit einer Blendenreihe, die aus entsprechenden Ausschnitten montiert wurde. Sicher nicht unbedingt die Stärke des Vivitars: Fotografie im Nahbereich. Das Vario stand auf 35 mm, die Kombination D800 plus Vivitar auf dem Stativ. ISO 200, Zeitautomatik. Die NEF-Dateien wurden in diesem Fall mit dem nikoneigenen ViewNX2 konvertiert. Die Schärfung war in ViewNX2 auf Null gedreht. Auch bei der anschließenden Montage in Photoshop wurde nichts unscharf maskiert. Ein gewisser Verlust ergibt sich durch die finale Speicherung in der Photoshop-JPEG-Qualitätsstufe 8.

Das Vivitar 2,8/35-85 mm produziert bei Blende 2,8 eine Weichheit, die dem legendären Rodenstock Imagon zur Ehre gereichte.

 
Es folgen zwei Aufnahmen mit dem Nikkor 3,5/43-86 mm an der D800:
 

Foto Ralf Jannke

Aufnahme mit D800 und Nikkor 3,5/43-86 mm
Volle Auflösung 36 MP, Photoshop JPEG-Stufe 8, unscharf maskiert
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto Ralf Jannke

Aufnahme mit D800 und Nikkor 3,5/43-86 mm
Volle Auflösung 36 MP, Photoshop JPEG-Stufe 8, unscharf maskiert
(Klick aufs Bild!)

 
Und jetzt die beiden Objektive und die 24-MP-D7100:
 

Foto Ralf Jannke

Gesamtmotiv
Aufnahme mit D7100 und Nikkor 3,5/43-86 mm bei trübem Novemberwetter

 
 
Foto Ralf Jannke

Ausschnitt aus der Originalaufnahme
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto Ralf Jannke

Gesamtmotiv
Aufnahme mit D7100 und Nikkor 3,5/43-86 mm

 
 
Foto Ralf Jannke

Ausschnitt aus der Originalaufnahme
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto Ralf Jannke

Aufnahme mit D7100 und Vivitar 2,8/35-85 mm (volles Aufnahmeformat 6000x4000 Pixel)
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto Ralf Jannke

Gesamtmotiv
Aufnahme mit D7100 und Vivitar 2,8/35-85 mm bei längster Brennweite 85 mm (= 128 mm @KB)

 
 
Foto Ralf Jannke

Ausschnitt aus der Originalaufnahme
(Klick aufs Bild!)

 
Das soll als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage zu „(Fast) kein Objektiv kann diesen oder jenen Sensor bedienen...” genügen. Es geht tatsächlich mehr als das, was im Internet gerne wieder und wieder behauptet wird.

Natürlich, je weniger Megapixel, desto leichter wird es für das Objektiv. Insofern war es von Nikon nicht ganz verkehrt, sich bei seiner Retro-Idee „Df” auf 16 Megapixel zu beschränken. Da dürften Festbrennweiten ähnlichen oder gar noch höheren Alters vermutlich sogar noch besser abschneiden als die beiden hier vorgestellten Zooms. Auf einem Werbefoto zur Nikon Df sind vermutlich nicht ohne Grund das 1,2/55 mm und das erste Zoom-Nikkor 3,5/43-86 mm abgebildet.

(Ralf Jannke)
 

Kritsch sind ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 16:12
Zitat:

sogar noch besser abschneiden (...)

Kritisch sind die Bildecken und der Kontrast bei offener Blende. Das ist bei den Zooms der 70er und 80er Jahre deutlich unter heutigen Stardards, auch wenn die Ausschnitte aus der Bildmitte zunächst brauchbar wirken.

Das 43-86 wird sich seinen schlechten Ruf möglicherweise auch mit einer für damalige Verhältnisse starken Verzeichnung erworben haben (die heute weit verbreitet ist, weil leicht korrigierbar).

Man sollte also keine Perfektion erwarten. Trotzdem machen diese alten Objektive (mir) viel Spaß. Einige wenige Objektive wie das Nikon 105/2.5 Ai/AiS sind sogar nach heutigen Maßstäben optisch sehr gut.

zufriedenstellend

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 16:21

Sie schreiben "Das Vivitar wurde 1979 nur mit einem „zufriedenstellend“ bedacht, obwohl es eine höhere Punktzahl hatte als andere Linsen". In der Überschrift des verlinkten Tests heisst es aber: "kleinste Punktzahl = bestes Ergebnis".
Dann paßt es doch;-)

Gast schrieb: Sie schreiben

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 17:13
Gast schrieb:

Sie schreiben "Das Vivitar wurde 1979 nur mit einem „zufriedenstellend“ bedacht, obwohl es eine höhere Punktzahl hatte als andere Linsen". In der Überschrift des verlinkten Tests heisst es aber: "kleinste Punktzahl = bestes Ergebnis".
Dann paßt es doch;-)

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-) Habe ich glatt übersehen... DANKE!

R. Jannke

Waren derzeit Klasse

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 16:19

Habe mit beiden Linsen so einige Wettbewerbe gewonnen, auch als Amateur in von Profis dominierten.
Letztlich zählte, die Kreaktivität mehr , als die letzte Nuance von Schärfe in den Randbereichen. Erfahre ich auch heute noch, wo ich ab und zu mal was verkaufe.

Zu gut schadet nicht

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 17:26
Gast schrieb:

Letztlich zählte, die Kreaktivität mehr , als die letzte Nuance von Schärfe in den Randbereichen.

Mag sein, das es auf die technische Qualität oft nicht ankommt. An einer *zu* guten optischen Leistung des Objektivs scheitern Bilder aber selten, wenn der Rest stimmt.

Gast schrieb: An einer

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Donnerstag, 21. November 2013 - 08:04
Gast schrieb:

An einer *zu* guten optischen Leistung des Objektivs scheitern Bilder aber selten, wenn der Rest stimmt.

Leider doch, sie scheitern als inhaltslose Pixel-Pornographie.

Plaubel schrieb: Leider

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 17:17
Plaubel schrieb:

Leider doch, sie scheitern als inhaltslose Pixel-Pornographie.

Dann liegt das Problem aber hinter der Kamera, und nicht beim Objektiv.

Hurra, RETRO! Mit Vollgas nach Vorgestern!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 16:58

warum jemand noch heute mit solchen Scherben herumfummeln will, wenn es für wenig Geld exzellente, uneingeschränkt für digitale Bildsensoren geeignete AF-Objektive gibt, wird sich mir nie erschliessen.
JEDES beliebige Kit-Objektiv heute ist besser als die Teile. Und wenn im Vergleich zum Altglas von Anno Tobak geradezu fantastische technische Bildqualität bekommt man ab 160 Euro ... AF-S 50/1.8 :-)

Viel Spass mit dem Altglas und immer gut aufpassen, dass sich davon nicht der Glaspilz auf die nagelneue und dennoch so vorgestrige Nikon Df oder aktuelle Objektive überträgt! :-)

Gast schrieb: warum jemand

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 19:12
Gast schrieb:

warum jemand noch heute mit solchen Scherben herumfummeln will, wenn es für wenig Geld exzellente, uneingeschränkt für digitale Bildsensoren geeignete AF-Objektive gibt, wird sich mir nie erschliessen.

Ich versuch's trotzdem ;-)

Die alten Dinger fühlen sich SOLIDE an. Kann man als Neuware natürlich auch haben (Zeiss ZF, dann sogar mit halbwegs moderne Optik). Mein 24-70 wirkt dagegen irgendwie "billig", obwohl es natürlich auch robust ist und optisch in alle Punkten (Ausnahme: Verzeichnung) weit überlegen.

Man kann bei einem MF-Objektiv die Entfernung an den UNENDLICH-Anschlag drehen und los's geht's mit den Nachtaufnahmen. Gerade beim WW: kein AF, der hilflos im Dunkeln nach einem Ziel sucht, weil an dieser Stelle im Bild keine Lampe hängt ...

Und die alten Festbrennnweiten und einzelne Zooms wie das 25-50 AiS sind recht unempfindlich gegen Reflexe. Moderne Zooms mit 20+ Linsen zeigen im Gegenlicht eine ganze Perlenkette an Reflexen.

Aber vor allem ist's für mich Nostalgie, die alten Objektive zu nutzen, wenn ich AF nicht brauche und es nicht auf optische Höchstleistung ankommt. Die Ergebnisse, die mit den alten Objektiven herauskommen, sind durchaus charmant-unperfekt.

Oder mit einzelnen Objektive auch technisch gut: das 105/2.5 AiS ist nach meiner Erfahrung schon bei f/2.5 sichtbar besser als das auf f/2.8 abgeblendete modernere 135/2.0 AF-D

JEDES beliebige Kit-Objektiv besser?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 19:51
Gast schrieb:

....JEDES beliebige Kit-Objektiv heute ist besser als die Teile. Und wenn im Vergleich zum Altglas von Anno Tobak geradezu fantastische technische Bildqualität bekommt man ab 160 Euro ... AF-S 50/1.8 :-)

Na ja, so ganz stimmt das ja nicht ;-)
Es gibt bei vielen Herstellern "Perlen", die auch aktuelle Sensoren ohne Probleme bedienen können, hierfür gibt es z.B. im digicamclub oder in der olypedia umfangreiche Informationen.
Wenn es dann noch Spaß macht - warum nicht?

Variofokus-

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 17:06

Objektiv wäre die korrekte Bezeichnung für's Vivitar ...

Falsche Fragestellung?

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Mittwoch, 20. November 2013 - 17:51

Unzweifelhaft kann man mit solchen alten Scherben gute Fotos machen und auch verkaufen.
Unzweifelhaft sieht man aber auch an den Fotos, dass beide Objektive die hohe Pixelzahl nicht ausschöpfen können, insbesondere in den Ecken.

Und genau darum geht es doch: wer sich eine D800 kauft und die 36MP nutzen will, der braucht:
ein gutes Stativ + guten Kopf (Berlebach z.B.)
sehr gut Objektive, die auch teuer und schwer sind.

Sonst kommen halt netto nur 10 - 15 MP raus an Daten. Das stört in 99% der Fälle niemanden, aber dazu brauche ich halt auch keine D800, sondern kann z.B. genauso gut eine ach so schlechte mFT-Kamera nehmen, mit modernen Objektiven. Für ein vergleichbares Ergebnis, aber leichter und billiger.

OhWeh

Richtige Fragestellung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 19:35

Nö, die Fragestellung passt schon.

WENN man sich für die Verwendung alter Kleinbildobjektive interessiert, dann wird man sie sinnvollerweise an einer Kameras mit vollem Kleinbildformat nutzen, z.B. D600/D800. Und der sinnvollste Vergleich ist dann der Vergleich zu modernen Objektiven an ebendieser Kamera. mFT mit modernen Objektiven ist in diesem Zusammenhang weniger interessant und hat genaugenommen GAR nichts mit dem Thema zu tun.

Selber testen bringt die Aufklärung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 23:27

Ist verständlich, da versucht ein Olympus-Fan immer und immer wieder, seine mFt-Geschichte loszuwerden. Einfacher Tipp dazu: Einfach ein Motiv mit der D800 und dann mit mFT unter den gleichen Aufnahmebedingungen testen. Erst mit offener Blende, dann 5,6 und 11. Das geht einfacher, als man glaubt. Das Ergebnis fällt dann eindeutig aus. Bei Vergrößerungen über den Computermonitor steht "der Sieger" (auch mit älteren Objektiven) schnell fest, jedenfalls ist es nicht das Mini-Format!

Gast schrieb:

Nö, die Fragestellung passt schon.

WENN man sich für die Verwendung alter Kleinbildobjektive interessiert, dann wird man sie sinnvollerweise an einer Kameras mit vollem Kleinbildformat nutzen, z.B. D600/D800. Und der sinnvollste Vergleich ist dann der Vergleich zu modernen Objektiven an ebendieser Kamera. mFT mit modernen Objektiven ist in diesem Zusammenhang weniger interessant und hat genaugenommen GAR nichts mit dem Thema zu tun.

Das war

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 07:47

auch schon zu Bravo-Zeiten so ... 8-)

Immer das gleiche dösige Geschwätze,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 18:34

in der blanken Hoffnung, dass das keiner so genau nachprüft.

FT/mFT ist ein "modernes", digitales Format, das auf keinerlei Altglas zurückgreift. Es ist ausschließlich für dieses Format gerechnet. Die Bildergebnisse liegen im Vergleich mit ähnlich auflösenden Kameras in der selben Qualitätsregion, auch inzwischen bei High-ISO. Zumindest bis 16 Mpx gibt es da so gut wie keinen effektiv verifizierbaren Unterschied.

Beim Altglas an VF kommt es drauf an, ob es ein Tele oder ein WW ist. Teles sind von hausaus nicht so kritisch, weil ohnehin telezentrisch gerechnet. Kritisch wird es beim WW. Da kommt es in erster Linie drauf an, wie groß die Hinterlinse ist - je kleiner, desto schlechter, da die auftreffenden Strahlen sehr stark winkelig auftreffen. Das alte Leiden :-)

Thema verfehlt, Marketinggeblubber.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 20:29
Gast schrieb:

FT/mFT ist ein "modernes", digitales Format, das auf keinerlei Altglas zurückgreift.

Und daher: Thema verfehlt, denn hier geht es um Altglas und "Flaschenböden"

Gast schrieb:

Beim Altglas an VF kommt es drauf an, ob es ein Tele oder ein WW ist. Teles sind von hausaus nicht so kritisch, weil ohnehin telezentrisch gerechnet. Kritisch wird es beim WW. Da kommt es in erster Linie drauf an, wie groß die Hinterlinse ist - je kleiner, desto schlechter, da die auftreffenden Strahlen sehr stark winkelig auftreffen. Das alte Leiden

Ja, das alte Leiden mit diesem alten Telezentrik-Marketing-Geblubber, das für Optik-Laien so verführerisch logisch erscheint. Wie einfach könnte Optik sein, wenn's so einfach wäre. Ist aber technisch gesehen ziemlicher Unfug - weshalb das Thema auch von den damaligen Propagandisten bald wieder beerdigt wurde, als man selbst das Auflagemass verkürzte.

Ein CV 12/5.6 Ultra-WW, dessen Rücklinse nur 15mm vor dem Sensor liegt, funktioniert am Kleinbildsensor übrigens wunderbar. Die realen technischen Problemen alter WW liegen anderswo, das hat mit "Telezentrik" wenig bis gar nix zu tun.

Und jetzt bitte zurück zum Altglas, ohne FT/mFT

Man muss da kein

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 23. November 2013 - 18:22

FT-Fanboy sein, um das Phänomen zu erkennen. Lesen bildet und sich interessieren ist die Voraussetzung dafür.

Der Sensor der SONY 7/7r ist nicht aus einem albernen Grund in seiner Linsenstruktur so gebaut, dass er auf diese technische Herausforderung reagiert und die Ergebnisse sprechen für sich.

Eben.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 21:29

Immer das alte Leiden mit den MFT Fanboys, die verbreiten, dass KB auf WW nix taugen würde. Also selbst mit Sigmas 12-24 mm, ja auf KB/FX/VF (mit mini-Line hinten) und bei 12 mm Brennweite oder 122° Bildwinkel (also 6 mm MFT Equivalent), nein nicht Fischauge, habe ich nichts in den Ecken auszusetzen. Aber das weiss der MFT-Fanboy ja nicht, und will es auch gar nicht wissen, .

Zitat: "Der Wechsel vom Film mit seiner chemischen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 09:10

Bildverarbeitung zu einem digitalen Sensor mit elektronischer Bildverarbeitung bringt deutliche Veränderungen für die Verwendbarkeit der Objektive mit sich. Film zeigt sich als sehr unempfindlich gegen Änderungen der Einfallrichtung der für ihn bestimmten Lichtstrahlen. Er kann sowohl senkrechte als auch geneigte Strahlenbündel gut erfassen."

Der Nikon D800/E weisen die DxO Labs zwar 95/96 Punkte von 100 Punkten hinsichtlich der Textur zu, was jedoch nur "telezentrische" Objektive auszuschöpfen vermögen. Mit einem traditionellen Bajonettdurchmesser von nur 44 bis 48 mm können die jedoch nicht angesetzt werden. Der FourThirds Standard berücksichtigt dies seit der Einführung von Olympus/Kodak ...

Gute Farbbilder lassen sich auch mit meiner 79 DxO Lab Punkte EOS und EF Linsen bis 4"x6" auf Fujicolor Paper ausbelichten! Nur mit einer standardisierten PS-Aktion (Kompensation der Bayer Interpolationsverluste, Anhebung der Mikrokontraste/Texturen, Lichter & Schatten abwedeln bzw. nachbelichten sowie einer selektiven Farbkorrektur) per F1 Taste ...

Meine betagten KB SW-Negative (Minolta, Nikon, Carl Zeiss und Leitz) belichte ich heute noch auf Barytpapier bis 24x30 cm zur Rahmung aus ...

stimmt: das Warten hat sich gelohnt!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 10:17

ich habe seit ein paar Tagen so eine schlechte mFT - Kamera (E-M1). Und zum Glück habe ich das miese 2,8/12 - 40 genommen. Ich kann nur jedem, der sich neu orientiert, empfehlen, sich mal unvoreingenommen eine spiegellose anzuschauen. Mit Hochformatgriff stimmt die Haptik - und das Gewicht ist genau richtig. Und über die Leistung der 2,8er Optik kann man nun gleich gar nicht meckern. Oh Weh hatte Recht - das Warten hat sich in der Tat gelohnt...

Bilder

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 18:08

Die Aufnahmen sind fantastisch, Kompliment !
Es ist immer wieder schön zu sehen wie scharf die alten Objektive abbilden, wenn sie abgeblendet werden. Und genauso schön ist es zu sehen wie weich diese Objektive abbilden bei offener Blende.
Man hat quasi zwei Objektive in einem !
Das ist zwar durch die spiegellosen Kameras sehr in Mode gekommen, geht aber schon seit der Einführung der EOS-Kameras von Canon, analog wie digital. Durch das kurze Auflagemaß kann man fast alle alten Objektive von fast allen Herstellern adaptieren, selbst bestimmte Canon FD-Objektive funktionieren mit speziellen Adapter ohne Zwischenlinse ! Mit einem Adapter mit integriertem Chip sind sogar die Autofokuspunkte im Sucher sichtbar.
Objektive von Meyer-Görlitz, wie z.B. das Oreston und das Trioplan, kommen so zu neuen Ehren. Takumare von Pentax sind knackscharf an einer EOS, ebenso MD-Objektive von Olympus, oder Rokkore von Minolta.

Diskutieren?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 18:08

Über Objektive, deren Brennweiten, Zoom oder Festbrennweite, verwendetet Sensor- und Pixelgröße kann man Stundenlang diskutieren. Das Fazit kann immer nur lauten, versucht es doch einfach. Für meinen Bedarf teile ich die neuen und alten Objektive eher in Kategorien ein. Zum Beispiel „für Portrait interessant, für Nahaufnahmen gut, für Landschaften gut, für technische Aufnahmen geeignet“. Es spielen nämlich neben der Grundschärfe einer Linse auch noch das Kontrastverhalten, die Verzeichnung, und die Farbneutrale Darstellung eine wichtige Rolle. Die Superoptik gibt es leider nicht. Für mich persönlich ist es ohne Belang was auf der Kamera oder dem Objektiv als Firmen Name steht, für mich zählt das Ergebnis und ob ich es verkaufen kann. Und wenn ich das Bild nicht verkaufen kann liegt es eher an meiner eigenen Unzulänglichkeit als an der verwendeten Optik/Technik. Außerdem macht probieren richtig Spaß!

Festbrennweiten aus analoger Zeit

Bild von Bernie 2.0
Eingetragen von
Bernie 2.0
(Hausfreund)
am Donnerstag, 21. November 2013 - 16:28

So sehe ich es auch.

Das eine oder andere Objektiv, das mich früher nicht so richtig zufriedengestellt hat (z.B. MD Rokkor 2,8/28 Randlichtabfall gut 2 Blenden) finde ich an MFT-Kameras ziemlich gut und finde nicht, dass das Ergebnis (Blende 5,6-8) gegenüber aktuellen MFT-Objektiven abfällt.

Auch eine ganze Reihe von Carl Zeiss Optiken zur Praktica M42 und B sind auch nach heutigen Maßstäben ziemlich brauchbar und sehr solide gebaut (35/50/85/135/200). Das 20er Flektogon eher nicht so (etwas weich und niedriger Kontrast).

Auch die Pentacon Six-Objektive kann man durchaus noch nutzen. Hier stellt sich nur die Frage, ob es mit dem Gewicht so wirklich Freude macht.

An einer Pentax K-30 macht ein Vivitar Serie 1 70-210 richtig Spass und letztlich ist es auch eine emotionale Angelegenheit die alten Schätzchen aus der Jugendzeit sinnvoll verwenden zu können.

Ich trauere dem Film und den Nächten in der Dunkelkammer nicht nach. Mir fehlt das alles nicht.

Aber mit den alten Objektiven an modernen Kameras ist einfach viel Spass verbunden.

Auch die Objektive der alten Pentax Pocket SLR machen an einer Q richtig Spass.

Für mich sind die alten Objektive nicht unbedingt für alle Tage, aber es macht viel Vergnügen.

Gut Licht!

Festhalten kann man aber,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 19:26

Festhalten kann man aber, dass die "alten Scherben" derzeit mechanisch sehr viel besser und robuster gefertigt wurden, als der heutige windige Plastikschrott! Sonst hätten die "alten Schätzchen" ja nicht so lange überlebt.

Das

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 21:22
Gast schrieb:

Festhalten kann man aber, dass die "alten Scherben" derzeit mechanisch sehr viel besser und robuster gefertigt wurden, als der heutige windige Plastikschrott! Sonst hätten die "alten Schätzchen" ja nicht so lange überlebt.

ist in der Tat ein stichhaltiges Argument für "alte Scherben" - oder auch für Zeiss ... 8-)

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 11:34
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Festhalten kann man aber, dass die "alten Scherben" derzeit mechanisch sehr viel besser und robuster gefertigt wurden, als der heutige windige Plastikschrott! Sonst hätten die "alten Schätzchen" ja nicht so lange überlebt.

ist in der Tat ein stichhaltiges Argument für "alte Scherben" - oder auch für Zeiss ... 8-)

In der Tat, ZEISS gibt es schon seit über 120 Jahren und denen geht es besser denn je! Da können die Mitbewerber allesamt nicht gegen anstinken!

Warenaustausch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 19:38

...und Cosina geht es auch gut, ein Dankeschön an den Auftraggeber Zeiss. Motto: Billig in Japan einkaufen und für viel Geld verscherbeln! Wenn`s der Kunde nicht merkt, hat sich der Austausch doch schon gelohnt!

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Festhalten kann man aber, dass die "alten Scherben" derzeit mechanisch sehr viel besser und robuster gefertigt wurden, als der heutige windige Plastikschrott! Sonst hätten die "alten Schätzchen" ja nicht so lange überlebt.

ist in der Tat ein stichhaltiges Argument für "alte Scherben" - oder auch für Zeiss ... 8-)

In der Tat, ZEISS gibt es schon seit über 120 Jahren und denen geht es besser denn je! Da können die Mitbewerber allesamt nicht gegen anstinken!

Gast schrieb: ...und Cosina

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 15:29
Gast schrieb:

...und Cosina geht es auch gut, ein Dankeschön an den Auftraggeber Zeiss. Motto: Billig in Japan einkaufen und für viel Geld verscherbeln!

Cosina hat auch unter dem Namen "Voigtländer" ein paar interessante Objektive im Sortiment (Classic Collection und SL II). Kobayashi Hirofumi als Chef hat sich einige Spielwiesen abseits des Mainstream erlaubt.

Die Zeiss-Cosinas sind nach meiner Erfahrung besser in der Qualitätskontrolle/Serienstreuung als die preisgünstigeren Cosina-Voigtländer Produkte.

Wenn's der Kunde nicht merkt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 20:30

dann haben alle Beteiligten einen guten Job gemacht ... 8-)

Frontlinse

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 22:39

Die Frontlinse auf dem Foto des Objetivs sieht doch ganz ok aus. Viel schlimmer ist das Gespinst darunter.
Das sieht ganz nach Glaspilz aus. Habt ihr das mal überprüft ?

Pilze...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 07:34
Gast schrieb:

Die Frontlinse auf dem Foto des Objetivs sieht doch ganz ok aus. Viel schlimmer ist das Gespinst darunter.
Das sieht ganz nach Glaspilz aus. Habt ihr das mal überprüft ?

Fungus? Pilz? Nein, ist es nicht! Ist "nur" die arg ramponierte Vergütung... Sieht durch die Beleuchtung dramatischer aus, als es ist. Ich habe noch mal bei Tageslicht und zusätzlich mit einem starken LED-Strahler unter verschiedenen Winkeln reingeleuchtet und reingeschaut. Das sind keine Pilzkulturen. Den teuersten Pilzbefall hatte ich vor Jahren bei einem aktuellen 2,8/70-200 Canon L USM! 300 oder 400 Euro kostete der Austausch der verpilzten Linsengruppe :-(

RJ

Na toll

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 21:06

Jetzt erfahren wir mal wieder, dass man mit alten, verkratzten Mittelmaßlinsen doch noch tatsächlich fotografieren kann und dass sogar irgendwas dabei rauskommt. (Staun!) Ist ja logisch, sich eine moderne Kamera mit tollem, hochauflösendem Sensor zu kaufen, um dann daran ein Uraltobjektiv ohne AF und Springblende anzuschließen. Da macht Fotografie ja auch erst richtig Spaß, oder? Wenn ich mir anschaue, was mein wahrlich nicht teures Olympus Zuiko 1,8/45 mm bereits bei Offenblende leistet, dann wird bei mir kaum der Wunsch wach, mein AF-Nikkor 1,8/50 mm an der GX1 oder GX7 zu adaptieren und mit seinen Unzulänglichkeiten zu leben. Auch mein MF-Nikkor 2,8/135 mm ist an besagten Kameras für sich genommen ganz nett, allerdings kackt es optisch fürchterlich gegen ein System-(Zoom-)Objektiv von heute ab. Da ist mir die stabile Metallfassung des Nikkors herzlich egal. Und wenn man nicht bloß Butterblümchen und Siemenssternchen ab Stativ fotografiert, ist die Anzahl korrekt fokussierter Aufnahmen mit dem AF von Systemkameras auch deutlich höher und erheblich schneller zu erreichen.

Das ist auch nur

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 16:40

die Resteverwertung einer saturierten und auf geilen Geiz gepolten Spaßgesellschaft. Und die sind natürlich allesamt nicht (bl)öd, sondern unheimlich (sch)lau ... selbstredend. 8-)

springblende ist auch nicht alles...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. Dezember 2013 - 00:16

Auch ohne "Butterblümchen und Siemenssterne": bei den unumstritten hervorragenden Schneider Kreuznach Gilt-Shift Objektiven muß man mit Arbeitsblenden fotografieren!
Warum nicht doch mit Altglas: Ich habe ein Meyer Görlitz Orestegor300 geerbt und mit dem Umweg über den P6 Adapter an die Nikon D90 geschnallt und: schärfere Bilder als ich mit dem 70-300G Vr2 aufgenommen habe bekommen! Aber: Das Meyer wiegt 2,4kg u d fokussiert manuell und geht nur mit Arbeitsblende im Manuellenmodus der Nikon Digitalkamera, (bei der F100 geht wenigstens die Zeitautomatik). Aber die Haptik des Bokehmonsters gefällt!
Wer nicht nur auf einen kleinen Computerkasten drückt, sondern FOTOGRAFIERT, und weiß, wie das geht, hat viel Freude mit alten Gläsern schöne Aufnahmen zu machen!

Nikkor-Objektive älterer Bauart: Immer noch gut dabei

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Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 21:14

Die Vorstellung der Nikon Df haben sich die Marktstrategen genau überlegt. Natürlich wissen sie immer noch, dass Nikon als renommiertester Objektivhersteller der Welt in den Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahren viele sehr gute Objektive unter die Leute brachte. Mit diesen Top-Nikkoren in Verbindung mit einer Vollformatkamera "nanuell" zu fotografieren, ist nach wie vor ein "besonderes Erlebnis". Im Lauf der Zeit haben sich die Objektive in jeder Hinsicht verbessert, ein Kitobjektiv aus heutiger Produktion schlägt mit Sicherheit ein Messsucherobjektiv der Sechziger Jahre.

Ein Beispiel: Heute hatte ich endlich `mal wieder einen "ruhigen Termin", eine Theateraufführung im Auftrag des Sponsors (eine Bank). Das Nikkor 2/135 mm brachte trotz spärlicher Beleuchtung knackscharfe Bildergebnisse bis in die Bildecken, auch das betagte (und etwas unhandliche) Nikkor 2/200 IF-ED zeigte sich immer noch von seiner besten Seite.Geht doch!

Ein Tipp dazu: Wer auf Autofokus-Makro verzichten kann (bei Nahaufnahmen durchaus entbehrlich) sollte sich das altbewährte Micro-Nikkor 4/105 mm genauer ansehen: Immer noch erstaunlich, was dieses Objektiv leistet, dazu ist es leicht, verwöhnt durch einen präzisen Schneckengang und besitzt ein 52-mm-Filtergewinde. Es wird mittlerweile preisgünstig angeboten, weil der Trend zu lichtstärkeren Micros geht.

Wenn die alten Linsen so schlecht wären - dann .....

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Gast
am Mittwoch, 20. November 2013 - 23:45

Wenn die alten Linsen so schlecht wären, wie viele es behaupten, dann wundert es mich doch manchmal, was für überzogenen Preise für alte Objektive auf dem Gebrauchtmarkt verlangt werden (z.B. Minolta MD 58mm F1.2 oder Minolta Af F1.4 in der Bucht von 350 bis 400 Euro!!! - dafür bekommt man ja schon fast eine neues aktuelles Objektiv)

Selbst für die damals recht billigen M42 "Scherben" werden manchmal preis verlangt, da kann ich nur den Kopf schüttlen.
Also wenn jemand in der Bucht für ein altes Minolta MD 58mm F1.2 oder ein Minolta AF 50mm F1.4 in der Bucht von 300 euro bis zu fast 400 Euro zahlt - dann muss er das Objektiv für sehr gut halten, obwohl es für z.B Sony oder andere Kameras das neuste Sigma AF 50mm F1.4 o.ä gebraucht schon manchmal ab 300 Euro gibt.

Gute, aktuelle und relativ neue Objektive für z.B. Canon gibt es gebraucht auch oft sehr günstig, weil so viele auf dem Markt sind - so dass ich mich manchmal selbst frage: Warum hast du dir damals bloß keine Canon gekauft - da findest du alles gebraucht gut und günstig. während ich für meine Digitalkamera (kein so großer Player am Markt und bis jetzt eher ein Nischenprodukt) oft kaum was gebrauchtes zu akzeptablen Preis finde.
Bei den manchmal stark überzogenen Preisen für lichtstarke gebrauchte Objektive frage ich mich - entweder sind die wirklich so gut oder zahlen die Leute aus reiner Nostalgie so hohe Preise?

Durchgeknallte Sammler...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 10:03
Gast schrieb:

Wenn die alten Linsen so schlecht wären, wie viele es behaupten, dann wundert es mich doch manchmal, was für überzogenen Preise für alte Objektive auf dem Gebrauchtmarkt verlangt werden (z.B. Minolta MD 58mm F1.2 oder Minolta Af F1.4 in der Bucht von 350 bis 400 Euro!!! - dafür bekommt man ja schon fast eine neues aktuelles Objektiv)

Selbst für die damals recht billigen M42 "Scherben" werden manchmal preis verlangt, da kann ich nur den Kopf schüttlen.
Also wenn jemand in der Bucht für ein altes Minolta MD 58mm F1.2 oder ein Minolta AF 50mm F1.4 in der Bucht von 300 euro bis zu fast 400 Euro zahlt - dann muss er das Objektiv für sehr gut halten, obwohl es für z.B Sony oder andere Kameras das neuste Sigma AF 50mm F1.4 o.ä gebraucht schon manchmal ab 300 Euro gibt.

Gute, aktuelle und relativ neue Objektive für z.B. Canon gibt es gebraucht auch oft sehr günstig, weil so viele auf dem Markt sind - so dass ich mich manchmal selbst frage: Warum hast du dir damals bloß keine Canon gekauft - da findest du alles gebraucht gut und günstig. während ich für meine Digitalkamera (kein so großer Player am Markt und bis jetzt eher ein Nischenprodukt) oft kaum was gebrauchtes zu akzeptablen Preis finde.
Bei den manchmal stark überzogenen Preisen für lichtstarke gebrauchte Objektive frage ich mich - entweder sind die wirklich so gut oder zahlen die Leute aus reiner Nostalgie so hohe Preise?

...und Fanboys bezahlen offensichtlich jeden Preis - das hat mit einer nüchternen Qualitätsbeurteilung nichts zu tun.

Gast schrieb: dann wundert

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Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 20:39
Gast schrieb:

dann wundert es mich doch manchmal, was für überzogenen Preise für alte Objektive auf dem Gebrauchtmarkt verlangt werden (z.B. Minolta MD 58mm F1.2 oder Minolta Af F1.4 in der Bucht von 350 bis 400 Euro!!! - dafür bekommt man ja schon fast eine neues aktuelles Objektiv)

Aus eigener Erfahrung mit Nikon 50/1.2 und Nikon 55/1.2 und Leica 50/1.0, alle aus den 70er bzw. 80er Jahren:
Die Leistung bei offener Blende ist nach heutigen Massstäben sehr ernüchternd, mit weichen Kanten und relativ geringem Kontrast. Der etwas andere Look ist manchmal nett, aber als Allroundobjektiv ist man mit einem modernen 50/1.4 zweifellos besser bedient. Insoweit enthalten die Preise für die alten Lichtriesen tatsächlich einen unvernünftigen Exoten-Aufschlag, der in den letzten Jahren deutlich (+50%) gestiegen ist, seit das Adaptieren von manuellen Objektiven an diverse Gehäuse in Mode kam.

Eigentlich

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Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 22:40

könnte ein einfacher Vergleich der MTF-Kurven von damals und heute relativ rasch ernüchternd wirken - allein es stünde vollbesoffenen Marketinginteressen massiv entgegen ... 8-)

Vergesslichkeit

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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 08:38
Gast schrieb:

könnte ein einfacher Vergleich der MTF-Kurven von damals und heute relativ rasch ernüchternd wirken - allein es stünde vollbesoffenen Marketinginteressen massiv entgegen ... 8-)

Diese ganze Debatte hier läuft in eine völlig widersinnige Richtung: Ich brauche mich nur 10 - 20 Jahre zurück zu erinnern, um mir Klarheit darüber zu verschaffen, dass es auch schon zu Analogzeiten stets gute, bessere, aber auch schlechtere Objektive gegeben hat. Nur entsinne ich mich auch, dass ich schon damals in regelmäßigen Abständen - natürlich auch beruflich bedingt - meinen Objektivpark erneuert habe; nicht zuletzt, weil die Nachfolger vorhandener Brennweiten, vor allem der Zooms, in der Regel optisch stets besser überzeugen konnten, oder auch dem technischen Fortschritt huldigten (AF bspw.). Auf jeden Fall ging mit der Umrüstung auch stets ein (optischer) Qualitätsgewinn einher, nicht selten aber auch Abstriche bei der mechanischen Fertigungsqualität (weniger bei jenen Objektiven, für die ich mich meist entschieden habe - ja, auch eine Preisfrage, aber wem sag ich das).

Wenn heute diesen alten, damals aus gut nachvollziehbaren Gründen entsorgten, Optiken gehuldigt wird, dann muss ich zwangsläufig zum Schluss kommen, dass hier eine völlig unberechtigte Nostalgie und höchst vordergründige Marketinginteressen die Sinne des/der Konsumenten vernebeln - gefördert natürlich auch durch das Pushen von (System)Kameras, die es heute so leicht wie nie zuvor ermöglichen, diesem schwer nachvollziehbaren Adapterwahnsinn zu huldigen, und damit dem optischen Fortschritt nicht nur zu spotten, sondern auch mutwillig der Mittelmäßigkeit das Wort zu reden.

Objektive bilden - damals wie heute - mit den ihnen zugehörigen Kameras eine optische, mehr noch mechanische, haptische Einheit, die dem Fotografen ein Höchstmaß an optischer Leistungsfähigkeit sowie einen möglichst uneingeschränkten Zugang zur Funktionalität dieser Kamera-Objektiv-Einheit bieten sollte. Ein Zugang, der früher mal selbstverständlich zum system(at)ischen Angebot der Hersteller gehörte, heute aber, durch ein an Beliebigkeit geprägtes Marktgefüge, immer mehr ins Groteske abtriftet. Die Altglassammlung an der Highend-Digi ist da nur noch das i-Tüpfelchen.

chris h schrieb: Objektive

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 09:22
chris h schrieb:

Objektive bilden - damals wie heute - mit den ihnen zugehörigen Kameras eine optische, mehr noch mechanische, haptische Einheit, die dem Fotografen ein Höchstmaß an optischer Leistungsfähigkeit sowie einen möglichst uneingeschränkten Zugang zur Funktionalität dieser Kamera-Objektiv-Einheit bieten sollte. Ein Zugang, der früher mal selbstverständlich zum system(at)ischen Angebot der Hersteller gehörte, heute aber, durch ein an Beliebigkeit geprägtes Marktgefüge, immer mehr ins Groteske abtriftet.

Chris, warum grotesk? Das ist für mich schwer nachvollziehbar.

Ja, der optische Fortschritt ist nicht zu leugnen. Es spricht doch aber nichts dagegen, aus dem reichlichen Fundus an teils sehr billigen Altobjektive zu schöpfen und einfach mal zu experimentieren, unbelastet von ideologischen Fragen und dem Streben nach optischer Perfektion. Raus aus Photoshop und ran an die Hardware, wenn man einen anderen "Look" erzeugen möchte. Ein altes Objektiv mit Einfachvergütung im Gegenlicht - warum denn nicht?

Grotesk

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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 13:33

deswegen, weil seitens der Hersteller so viel Hirnschmalz in die Objektivherstellung geflossen ist, sodass heute selbst Optiken überzeugen können, die man einst allenfalls mit spitzen Fingern anfassen mochte. Natürlich nur dann, wenn man auch bereit ist, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Der Neigung, bewußte Verschlechterungen in meinen Bildergebnissen zu produzieren, hab' ich schon aus einem beruflichen "Ethos" heraus gern widerstanden; und ich empfinde bis heute keine rechte Freude beim Betrachten lomoesker Fotografie. Allenfalls finde ich's schade, dass das einst exzessiv ausgelebte Konstruieren aussergewöhnlicher Objektive, dem verbreiteten Einsatz elektronischer Bildverbesserung gewichen ist: Kein Problem hinsichtlich auch der von mir präferierten, hochwertigen Linsen, aber eine grundsätzliche Verarmung - auch hinsichtlich der Konstruktionsideen - in weiten Bereichen der optischen Industrie. Zugegeben, eine subjektive Wahrnehmung, die sich auch daraus speist, dass Quantität in der Objektivfertigung bestimmender ist, als das Bestreben, die Qualitätsbasis zu verbreitern: Wo denn einst eine Gauß'sche Glockenkurve bzgl. der Verteilung der Qualitäten zur Anwendung gelangen konnte, dort ragen heute allenfalls (wunderbare) Spitzen aus einem Meer an Beliebigkeiten.

chris h schrieb: weil

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Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 15:23
chris h schrieb:

weil seitens der Hersteller so viel Hirnschmalz in die Objektivherstellung geflossen ist, sodass heute selbst Optiken überzeugen können, die man einst allenfalls mit spitzen Fingern anfassen mochte.

chris h schrieb:

dass Quantität in der Objektivfertigung bestimmender ist, als das Bestreben, die Qualitätsbasis zu verbreitern

Irgendwie widersprichst du dir selbst. Liegt vielleicht daran, dass "Qualität" in vieler Hinsicht gedeutet werden kann.

Kein Widerspruch

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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 20:27

"Wo denn einst eine Gauß'sche Glockenkurve bzgl. der Verteilung der Qualitäten zur Anwendung gelangen konnte, dort ragen heute allenfalls (wunderbare) Spitzen aus einem Meer an Beliebigkeiten."

Man muss nur fertig lesen ...

Die (auch früher schon) guten Objektive sind tendenziell natürlich (viel) besser geworden - allerdings umgeben von einem Meer an Mittelmaß, das einen Großteil der Aufmerksamkeit für sich beansprucht, und die Wahrnehmung von Objektivqualitäten hauptsächlich bestimmt. Und selbst hier vermögen die Objektive zu "überzeugen" - wo sie doch allesamt von ausgefeilter Elektronik schön gebügelt werden.

chris h schrieb: dem

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Plaubel
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am Freitag, 22. November 2013 - 09:55
chris h schrieb:

dem optischen Fortschritt

Fortschritt - die Verklärung des Verramschens.

Bei aller Wertschätzung

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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 10:09

aber ernsthaft verschlechtert hätten wir's uns in den letzten Jahrzehnten bei der optischen Performance nicht wirklich. Was aber vielleicht den Kern Deiner Aussage trifft: Das Angebot am Markt ist ein inflationäres - wohingegen der Geist halt kein beliebig mehrbares Gut ist ... ;-)

chris h schrieb: aber

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Plaubel
(Ehrengast)
am Freitag, 22. November 2013 - 18:58
chris h schrieb:

aber ernsthaft verschlechtert hätten wir's uns in den letzten Jahrzehnten bei der optischen Performance nicht wirklich. Was aber vielleicht den Kern Deiner Aussage trifft: Das Angebot am Markt ist ein inflationäres - wohingegen der Geist halt kein beliebig mehrbares Gut ist ... ;-)

chris h, alter hausfreund!
megazooms vergessen?

Gelegentlich

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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 20:03

muss ich Abbitte leisten, meinem kompakten Megazoom gegenüber: Das ist immer noch um Häuser besser, als mein (damals) heiß geliebtes Tamron 3,5 / 70 - 210 ... ;-)

Gast schrieb: könnte ein

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Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 09:07
Gast schrieb:

könnte ein einfacher Vergleich der MTF-Kurven von damals und heute relativ rasch ernüchternd wirken

Stimmt, gerade die Werte bei 5 bzw. 10 LP/mm sind bei diesen Objektiven auffällig.

Sehr gerne würde ich mir die Werte auch im Vergleich zu modernen Konstruktionen anschauen, habe aber für die alten Nikkore keine Unterlagen gefunden. Und für die Neuen veröffentlich Nikon nur ein einziges Diagramm bei Offenblende. Hast du eine Quelle für ausführlichere Daten?

Festbrennweiten-JPGs genügt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 06:03

Es geht doch eher um einen objektivergleich als um feststellung wie gut eine optik sein könnte.
bin zzt am testen der eos 1000d mit alten festbrennweiten. 1. objektive kann man ganz vergessen wenn hinterlinsen sehr klein sind. 2. lichtstarke linsen-zumindest WW max. 3x abblenden. 3. gleiches motivteil in der mitte und am rand. 4. präzise scharfeinstellung, stativ nötig.

Da haben Sie sich

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 07:50

aber auch das Highlight unter den Canons vorgenommen ... 8-)

Wenn man auf das Beste aus dem Hause...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 03:35
Gast schrieb:

aber auch das Highlight unter den Canons vorgenommen ... 8-)

...Sigma warten kann dann bescheidet man sich gerne.

So tief

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 08:54
Gast schrieb:
Gast schrieb:

aber auch das Highlight unter den Canons vorgenommen ... 8-)

...Sigma warten kann dann bescheidet man sich gerne.

kann man sinken - um im Nebel schon bislang uneingelöster Versprechen zu verharren ...? 8-)

Imagon.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 08:35
photoscala schrieb:

Das Vivitar 2,8/35-85 mm produziert bei Blende 2,8 eine Weichheit, die dem legendären Rodenstock Imagon zur Ehre gereichte.

Als einer jener Fotografen, sie noch eine Sinar haben und die bei "Rodenstock" nicht an die Brille von Sofia Loren denken, lege ich Wert auf die Feststellung, dass das Rodenstock Imagon nicht einfach irgendeine unscharfe Scherbe ist. Unscharfe Scherben kann man billiger haben. Die bringen aber nicht den typischen Imagon Effekt.

Gast schrieb: photoscala

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 11:40
Gast schrieb:
photoscala schrieb:

Das Vivitar 2,8/35-85 mm produziert bei Blende 2,8 eine Weichheit, die dem legendären Rodenstock Imagon zur Ehre gereichte.

Als einer jener Fotografen, sie noch eine Sinar haben und die bei "Rodenstock" nicht an die Brille von Sofia Loren denken, lege ich Wert auf die Feststellung, dass das Rodenstock Imagon nicht einfach irgendeine unscharfe Scherbe ist. Unscharfe Scherben kann man billiger haben. Die bringen aber nicht den typischen Imagon Effekt.

Ferner gibt es da noch die Carl Zeiss SOFTARE, die eine wunderbar zarten Schmelz erzeugen und von der Bildschärfe nur wenig wegnehmen!

Bessere Alternativen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 00:12

Das schaffen andere Weichzeichner-Angebote verschiedener Hersteller auch, da ist die Auswahl groß. Was sollte beim Zeiss besser sein? Dann noch die Sprüche der Fanboys: Das Imagon legendär? Jedenfalls ist es nicht die Verarbeitung! Da lob` ich mir das Weichzeichnerobjektiv Sekor-SF 4/150m C für die Mamiya 6x7, das ist in jeder Hinsicht eine Spitzenleistung (auch beim Endergebnis)!

Gast schrieb:
Gast schrieb:
photoscala schrieb:

Das Vivitar 2,8/35-85 mm produziert bei Blende 2,8 eine Weichheit, die dem legendären Rodenstock Imagon zur Ehre gereichte.

Als einer jener Fotografen, sie noch eine Sinar haben und die bei "Rodenstock" nicht an die Brille von Sofia Loren denken, lege ich Wert auf die Feststellung, dass das Rodenstock Imagon nicht einfach irgendeine unscharfe Scherbe ist. Unscharfe Scherben kann man billiger haben. Die bringen aber nicht den typischen Imagon Effekt.

Ferner gibt es da noch die Carl Zeiss SOFTARE, die eine wunderbar zarten Schmelz erzeugen und von der Bildschärfe nur wenig wegnehmen!

Das Imagon

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Donnerstag, 21. November 2013 - 11:50

ist ein Objektiv, bei dem die sphärische Aberration bewusst nicht korrigiert wurde. Bei dem besagten Vivitar-Objektiv ist die Ursache für die sphärische Aberration bei Offenblende wohl eher im damaligen Unvermögen bzw. den Herstellungskosten zu suchen. Im Bildergebnis sind sie sich sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass das Vivitar beim Abblenden diesen Effekt verliert, während die Siebblende im Imagon diesen auch beim Abblenden erhält.
ROG

Ähnlich.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 13:44
ROG schrieb:

Im Bildergebnis sind sie sich sehr ähnlich.

Gut, dann nehme ich meine Aussage zurück. Manche unscharfe Scherben bringen doch den typischen Imagon Effekt.

ROG schrieb:

Der Unterschied ist, dass das Vivitar beim Abblenden diesen Effekt verliert, während die Siebblende im Imagon diesen auch beim Abblenden erhält.

Das würde ich sooo nicht unterschreiben. Zumindest bei den Fuji SF Objektiven für Großformat, die auch mit Siebblenden arbeiten, ist das nicht so. Wenn ich unter "Abblenden" den Einsatz der unterschiedlichen Siebblenden verstehe, dann stimmt es natürlich. Wenn ich aber am Verschluss oder an der DB-Platte eine normale Irisblende schließe, dann muss die sphärische Aberration zwangsläufig zurück gehen. Die Fehlkorrektur liegt vorwiegend im Randbereich des Objektives und den schneide ich mit einer Irisblende mehr und mehr ab.

Aber nachdem so ein altes Vivitar Objektiv am Flohmarkt keine 29 Euro kosten darf, können wir ja mal eines zerlegen und eine Siebblende einsetzen. Vielleicht bald der neue Geheimtip für spätgeborene Hamilton Epigonen.

Mamiya: Top!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 11:31

Ja, ja, sphärische Aberration, bla-bla. Das technisch einfache Imagon hatten wir im Studio für Portraitaufnahmen. In den Siebzigern waren Weichzeichnerbilder noch beliebt, heute bei Personenaufnahmen seltener gewünscht. Als Kamera wegen des Formats und der ausgezeichneten Objektive eine Mamiya RB67. Was waren wir glücklich, als Mamiya das "automatische" Sekor mit Weichzeichnerfunktion lieferte, endlich ein Top-Objektiv!

ROG schrieb:

ist ein Objektiv, bei dem die sphärische Aberration bewusst nicht korrigiert wurde. Bei dem besagten Vivitar-Objektiv ist die Ursache für die sphärische Aberration bei Offenblende wohl eher im damaligen Unvermögen bzw. den Herstellungskosten zu suchen. Im Bildergebnis sind sie sich sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass das Vivitar beim Abblenden diesen Effekt verliert, während die Siebblende im Imagon diesen auch beim Abblenden erhält.
ROG

Also

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Freitag, 22. November 2013 - 15:06

was mir heute fehlt, das sind die immer noch einmaligen Minolta-Objektive mit der variablen Bildfeldwölbung (VFC-Rokkore) - eine Funktion, die auf den heutigen Digitalsensoren unheimlich viel Sinn ergäbe. Dazu fehlt mir bis heute ein (Super)Weitwinkel, dessen zentralperspektivische Projektion hin zu einer zylindrischen Abbildung veränderlich wäre.

P.S.: Das 135er Softfocus zur Canon hätt' ich unlängst günstig erstehen können - allein die Brennweite ist mir für kreative Anwendungen des (recht schönen) Weichzeichner-Effekts etwas zu lang. Jedenfalls wäre auch hier eine Neurechnung zwischen 50 und 100 mm eine Bereicherung des Angebots.

Scharfunscharfunscharfunscharf.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 09:24

Als Besitzer einer Nikon D700 (12 Megapixel) und einer Nikon D800 (36 Megapixel), sowie einer zweistelligen Anzahl von Objektiven aus den letzten 4 Jahrzehnten, ist mir bis heute kein Objektiv bekannt geworden, welches an der D700 gut und an der D800 schlecht ist. Und ich befrage da meine Fotos und nicht irgendwelche Internetforen.

Es mag unter Smartauswischern mit einer Überdosis DxO in der Nase politisch korrekt sein, zu behaupten, dass ein Objektiv eine bestimmte Pixelanzahl perfekt bedient und bei zehn Prozent mehr Auflösung nur mehr ein unscharfes hellgraues "Leider NEIN!" auf dunkelgrauem Grund bringt. Dem ist aber nicht so. Das ist vielleicht so bei analogem Video, wo über Schaltungstricks und ekeltronische Filter in einem ursprünglich reinen Schwarzweissignal Platz für den Farbhilfsträger geschaffen werden musste. Da schneidet der Rekorder bei einer bestimmten Frequenz (und damit Auflösung) hart ab, obwohl die Kamera noch mehr zu bieten hätte.

Im Fotobereich ist es so, dass die D700 grundsätzlich ausreicht für Drucke im Quadratmeterbereich. Objektive, die an der D700 gut abschneiden, schneiden auch an der D800 gut ab, denn "genau so scharf wie auf der D700" ist immer noch sehr scharf. Echte Hochleistungsobjektive, bei denen an der D700 die Sensorauflösung das Ergebnis begrenzt, werden an der D800 noch mehr leisten. Dieses Mehr wird der Pixelspalter in der 1:1 Darstellung mit der (hoffentlich schneefreien) Nase am Monitor im direkten Vergleich feststellen, ebenso wie der Vergleich zwischen einer D800 und einem digitalen Mittelformatrückteil in dieser Weise feststellbar ist. Wobei hier "Bildqualität" und "Dateigröße" nicht das Selbe sind, aber das würde jetzt zu weit führen.

Im Übrigen behaupte ich, dass die beiden Wracks auch an einer D70 nicht wirklich besser abgeschnitten hätten. Objektive, die schon auf Agfachrome CT18 (für Spätgeborene: ISO 50 und ein Rauschen wie heute bei ISO 6400) zu Dialogen wie "Ist das Hannas neuer Hund?" - "Nein, das bin ich." geführt hatten, werden heute weder anal noch digital überzeugen können.

Wesentlich stärkeren Einfluss hat hier das Endformat. Internetbildchen im 800x600 Format kann man ohne weiters in guter Qualität aus einem HD Video schneiden. Eine moderne Kamera ist da selbst mit 80er Jahre Kuriosa mit weitgehend abgerubbelter Vergütung ziemlicher Overkill. Ebenso wie ein teures iPhone schon fast zu schade für solche Fotos ist.

Womit wir die Fragestellung geschickt von "braucht eine höchstauflösende Kamera wirklich extrem teure Hochleistungsobjektive" zu "brachen solche Fotos wirklich eine so teure Kamera" umgebogen hätten.

Es gibt einen guten Grund

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Donnerstag, 21. November 2013 - 23:20

warum hier eine D7100 als DX Kamera gewählt wurde.

Gast schrieb:

Im Übrigen behaupte ich, dass die beiden Wracks auch an einer D70 nicht wirklich besser abgeschnitten hätten.

Mit einer D70 oder auch einer aktuellen D3200 / D5300 würden diese Objektive nur Frust bedeuten. Das Bajonett passt zwar, die Belichtungsmessung spielt aber bei diesen Kameras nicht mit. An einer beliebigen Canon via Adapter ist das dagegen kein Problem.
ROG

Dieser

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 23:44

ganze Adapterunfug kann in letzter Konsequenz nur Frust bedeuten.

Spielkonsolen für Erwachsene

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 15:26

Spielkinder brauchen das - für ihre spiegellosen Spielzeugkameras!

Gast schrieb:

ganze Adapterunfug kann in letzter Konsequenz nur Frust bedeuten.

Das

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 20:13

dürfte auch weitgehend Sonys Selbstverständnis entsprechen ... 8-)

ROG schrieb: warum hier

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 09:01
ROG schrieb:

warum hier eine D7100 als DX Kamera gewählt wurde.

Na klar: wegen der voll funktionsfähigen Belichtungsmessung bei Offenblende.

Gast schrieb:

Das Bajonett passt zwar, die Belichtungsmessung spielt aber bei diesen Kameras nicht mit.

Korrekt.

Gast schrieb:

An einer beliebigen Canon via Adapter ist das dagegen kein Problem.

Naja, Offenblendenmessung und Springblende funktioniert dann natürlich nicht. Man kann die Objektive mit Arbeitsblende nutzen, was eine deutliche Einschränkung bedeutet. Das ist dann so wie in den Anfangstagen der SLR-Fotografie. Am Nikon-Gehäuse ist's schon deutlich praxistauglicher.

Grund.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 17:40
Ich schrieb:

Im Übrigen behaupte ich, dass die beiden Wracks auch an einer D70 nicht wirklich besser abgeschnitten hätten.

ROG schrieb:

Mit einer D70 oder auch einer aktuellen D3200 / D5300 würden diese Objektive nur Frust bedeuten.

Die schon. Andere Objektive dieser Zeit, wie das 28mm f/2, das Micro 105mm f/2.8 oder das 600mm f/5.6 haben für mich an der D70 nur Freude bedeutet.

Allerdings habe ich einen Handbelichtungsmesser und kann ihn bedienen. Davon abgesehen reichte oft auch eine Probemessung mit dem 18-70 und gelegentliche Kontrolle des Histogramms. Meistens ändern sich ja die Lichtverhältnisse nicht sooo andauernd. Gegenüber Adapterlösungen hatten die Nikon Objektive an der Nikon Kamera eine automatische Springblende. An der Canon bedeutet das ständig Blende auf - fokussieren - Blende zu - auslösen. Wer sich gerne lustvoll unter der Peitsche windet, kann ja mit einem Samyang Objektiv an der EOS schon mal klein anfangen. Da läuft das genau so.

Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem Dandelion Chip gemacht. Recht teuer das Ding, aber wenn man manuelle Nikon Objektive hat, von deren Qualität man überzeugt ist, macht die Anschaffung Sinn. Allerdings nur bei AI-s Objektiven. Die kann man damit auf den Standard eines Nikon AI-P bzw. Zeiss ZF.2 hieven (mit Ausnehme der Distanzübertragung). Damit kann die D5300 nicht nur die Belichtung messen, sondern auch die Blende steuern und alle Belichtungsprogramme verwenden. Sinnvollerweise schraubt man die Hasenohrengabel ab und dreht die Schrauben wieder rein, um den Blendenring bei geschlossener Blende zu fixieren. Ich verwende das allerdings nur beim Makroobjektiv, weil ich dort den AF am wenigsten vermisse.

ROG schrieb:

An einer beliebigen Canon via Adapter ist das dagegen kein Problem.

Wofür brauchen dann die Canoniere ständig irgend einen "Fokusbestätigungschip"? Egal. Wenn man schon mal am Wühltisch nach verrotteten Vivitaren für Einsneunundneunzig baggert, dann wird eine EOS-20D mit abgebrochenem Akkufachdeckel nicht so aus der Hand sein. Mehr werden wohl die Wenigsten für den sinnfreien Jux auslegen wollen.

AproPopo Vivitar: Das Macro 100mm f/2.8 (gebaut von Kiron) könnte ich sehr empfehlen. Das hat mich damals auf Film echt begeistert und das kann man heute für Nebbich kriegen.

Schlussbemerkung:
Die Einschränkungen bei den kleinen Nikons hätten nicht sein müssen. Das Pentax K-Bajonett ist weitgehend ein Nachbau des Nikon Bajonetts mit etwas anderen Abmessungen. Pentax K-Objektive können das was Nikon AI Objektive können. Aber Pentax Kameras können mehr. Die haben einen kleinen grünen Knopf. Drückt man den, schließt die Kamera die Blende und misst die Belichtung bei Arbeitsblende. Das wäre bei Nikon genau so gegangen. Wäre auch jederzeit per Firmwareupdate nachrüstbar. Etwa so: Wenn man ein Objektiv ohne Chip an der Kamera hat, die Belichtung auf M steht und die Abblendtaste gedrückt wird (oder irgend eine andere Taste, falls die Billigdinger keine Abblendtaste haben), dann schließt die Kamera die Blende, macht eine Messung und stellt die Zeit ein. Alle folgenden Aufnahmen verwenden diese Einstellung, bis man wieder eine Messung auslöst. Kostet wie gesagt einige Zeilen Programmcode in der Firmware, mehr nicht.

Allerdings halte ich eher das Szenario für wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die Umstellung von Typ G auf Typ E Nikkore breit anläuft und dass in Folge die billigen Kameras keinen manuellen Blendenhebel mehr bedienen können.

Ich will keine Quadratmeter...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 03:38
Gast schrieb:

Als Besitzer einer Nikon D700 (12 Megapixel) und einer Nikon D800 (36 Megapixel), sowie einer zweistelligen Anzahl von Objektiven aus den letzten 4 Jahrzehnten, ist mir bis heute kein Objektiv bekannt geworden, welches an der D700 gut und an der D800 schlecht ist. Und ich befrage da meine Fotos und nicht irgendwelche Internetforen.

Es mag unter Smartauswischern mit einer Überdosis DxO in der Nase politisch korrekt sein, zu behaupten, dass ein Objektiv eine bestimmte Pixelanzahl perfekt bedient und bei zehn Prozent mehr Auflösung nur mehr ein unscharfes hellgraues "Leider NEIN!" auf dunkelgrauem Grund bringt. Dem ist aber nicht so. Das ist vielleicht so bei analogem Video, wo über Schaltungstricks und ekeltronische Filter in einem ursprünglich reinen Schwarzweissignal Platz für den Farbhilfsträger geschaffen werden musste. Da schneidet der Rekorder bei einer bestimmten Frequenz (und damit Auflösung) hart ab, obwohl die Kamera noch mehr zu bieten hätte.

Im Fotobereich ist es so, dass die D700 grundsätzlich ausreicht für Drucke im Quadratmeterbereich. Objektive, die an der D700 gut abschneiden, schneiden auch an der D800 gut ab, denn "genau so scharf wie auf der D700" ist immer noch sehr scharf. Echte Hochleistungsobjektive, bei denen an der D700 die Sensorauflösung das Ergebnis begrenzt, werden an der D800 noch mehr leisten. Dieses Mehr wird der Pixelspalter in der 1:1 Darstellung mit der (hoffentlich schneefreien) Nase am Monitor im direkten Vergleich feststellen, ebenso wie der Vergleich zwischen einer D800 und einem digitalen Mittelformatrückteil in dieser Weise feststellbar ist. Wobei hier "Bildqualität" und "Dateigröße" nicht das Selbe sind, aber das würde jetzt zu weit führen.

Im Übrigen behaupte ich, dass die beiden Wracks auch an einer D70 nicht wirklich besser abgeschnitten hätten. Objektive, die schon auf Agfachrome CT18 (für Spätgeborene: ISO 50 und ein Rauschen wie heute bei ISO 6400) zu Dialogen wie "Ist das Hannas neuer Hund?" - "Nein, das bin ich." geführt hatten, werden heute weder anal noch digital überzeugen können.

Wesentlich stärkeren Einfluss hat hier das Endformat. Internetbildchen im 800x600 Format kann man ohne weiters in guter Qualität aus einem HD Video schneiden. Eine moderne Kamera ist da selbst mit 80er Jahre Kuriosa mit weitgehend abgerubbelter Vergütung ziemlicher Overkill. Ebenso wie ein teures iPhone schon fast zu schade für solche Fotos ist.

Womit wir die Fragestellung geschickt von "braucht eine höchstauflösende Kamera wirklich extrem teure Hochleistungsobjektive" zu "brachen solche Fotos wirklich eine so teure Kamera" umgebogen hätten.

...Drucke sonder Fotoposter in dieser Grösse. Da reichen die sehr guten sicher nicht mehr.

Reichen nicht.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 20:05
Gast schrieb:

Ich will keine Quadratmeter Drucke sonder Fotoposter in dieser Grösse. Da reichen die sehr guten sicher nicht mehr.

Ich darf daran erinnern, dass die Fotoposter mit James Dean und Elvis Presley der absolute Renner waren und dafür reichten Objektive, welche im Gegensatz zum Vivitar nicht einmal eine halb abgeschabte Vergütung hatten. Heute muss man seinem Auftraggeber natürlich 50+ Megapixel bringen, das ist schon klar. Die haben ja jetzt in den Redaktionen auch schon Internetzugang. Ob der Red. allerding in der Lage wäre, zu erkennen ob das aus der Phase One gefallen ist oder ob jemand eine gute D700 Aufnahme hochskaliert hat, das wäre an einer repräsentativen Auswahl an Ledersesselabnutzern zu verifizieren.

Eiajei...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 11:40

...angesichts dieser Altglasscherben vom "einzig richtigen" Hersteller gerät die erlauchte, altehrwürdige und vermutlich in Ehren ergraute gelb-schwarze Fanboy-Truppe (nix BVB, nix CDU/FDP) mal wieder ordentlich ans Sabbern - äh, sorry, ich meine natürlich: ins Schwärmen. Selbstverständlich geht dies nicht ohne m4/3-Bashing ab. Sie (die Truppe) vergisst dabei nur, dass die hier präsentierten "Kamera-Sets" gleich dreifach technisch veraltet und überholt sind. Und zwar in puncto Kamerasystem (Spiegelreflex), Kameramarke (die gelb-schwarze) und Linsen (die Schrotthändler in der Bucht reiben sich die Hände, wenn sie wieder mal eine Uraltscherbe überteuert an den Fanboy gebracht haben). So weit, so schlecht. Die Zukunft sieht anders aus.

Vivitar?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 21. November 2013 - 20:10
Gast schrieb:

...angesichts dieser Altglasscherben vom "einzig richtigen" Hersteller

Meinst du Vivitar?

Vivitar-Zeiss

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 03:44

Hab diese beiden 24mm/2.8 und 2.0 mit m42 an der 1000D getestet auf 60m.
Das 2.8er hat kleine Hinterlinse. total vergessen.
Beim 2.0 mit grösser Linse von 2 bis 4 ein leichter "Dreamagon"-Effekt. Schärfe tolerabel.
Das alte zeiss(Contax/Yashica)50/1.4 superscharf bereits wenig abgeblendet bis in die ecken. das 1.7 kommt dann auch noch dran. und andere bis 18mm hinunter. bei letzterem habe ich wegen der sehr kleinen hinterlinse wenig hoffnung.Ein 300/5.6 spiegel-richtig fokussiert mit einwandfreier schärfe wenn auch kontrastarmer

Hinterlinse

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 08:55
Gast schrieb:

bei letzterem habe ich wegen der sehr kleinen hinterlinse wenig hoffnung.

Eine kleine Hinterlinse ist nach meiner Erfahrung kein Hindernis. Was möglicherweise etwas ausgeprägter ist, das sind die Farbquerfehler, die man aber problemlos rausrechnen kann. Ich habe einige alte Nikon WW Festbrennweiten und Zooms mit kleiner Hinterlinse, die ordentliche bis gute Leistung bringen.

Gast fragte: Vivitar?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 13:11
Gast schrieb:
Gast schrieb:

...angesichts dieser Altglasscherben vom "einzig richtigen" Hersteller

Meinst du Vivitar?

Nee, den Hersteller der eingesetzten Kameras und des Bajonetts (sorry, Peter, ich mag den Namen nicht mehr schreiben/nennen), dessen Produktentwicklung mich seit drei, vier Jahren maßlos enttäuscht (u.a. das spiegellose "1"er Segment).

Oh, eine enttäuschet Liebe.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 15:18

Oh, eine enttäuschet Liebe. Wie traurig. Ich wünsche dir, dass du deinen Seelenfrieden irgendwann wiederfindest mit einem anderen Kamerakonzept.

Ergraut.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 16:34
Gast schrieb:

Selbstverständlich geht dies nicht ohne m4/3-Bashing ab.

So viel Zeit muss immer sein.

Im Übrigen macht es keinen Sinn, heute noch an Nikon herum zu nörgeln. Nikon ist schon 1980 zugrunde gegangen, nach der Abkündigung der vollmechanischen Nikon F2. Das wurde nur damals nicht so wahrgenommen, weil es noch kein Internet gab und sich das Drame mehr auf den Leserbriefseiten der Fotozeitschriften abgespielt hat. Kein ernst zu nehmender Fotograf hätte jemals eine Kamera wie die F3, vollgestopft mit unausgereifter Ekeltronik und auf Gedeih und Verderb abhängig von unzuverlässigen Batterien, mit etwas anderem angefasst als mit der Brikettzange. Klarerweise war auch die Zeitautomatik ein Affront gegen uns Richtige[tm] Fotografen. Als wären wir zu blöd, richtig zu belichten. Automatik. Sonst noch was. Und als Feigenblatt eine lächerliche 1/90 Sekunde, wenn dann der unvermeidliche Batterien-GAU eintritt. Da lobe ich mir die spiegellose Voigtländer Vitorex mit dem zuverlässigen und batterieunabhängigen Selenbelichtungsmesser. Sooo! muss Kamera.

Ah ja, das heutige Nikon Zeugs? Keine Anhnung wo das herkommt. Vermutlich bauen das die Aliens in B*e*e*e*d. Das erklärt wohl auch, warum da immer noch Spiegel drin sind. Vermutlich auf den Andromedanebel ausgerichtet, damit SIE uns von dort abhören können. Vermutlich planen SIE ohnehin schon lange eine Großinvasion. Die letzte Hoffnung wäre, dass SIE hier mitlesen. Dann würden SIE einsehen, dass auf diesem Planeten kein intelligentes Leben möglich ist.

Hahaha...

Eingetragen von
aesthet
(Stammgast)
am Freitag, 22. November 2013 - 21:35

...sehr schön!

Nikon F3HP - immer noch gut dabei!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 23. November 2013 - 13:10

Schön? Zugegeben, als die Nikon F3 auf dem Markt erschien und die Profis langsam von der extrem zuverlässigen und robusten F2 auf das neue Modell umstiegen, gab es auch kritische Stimmen. Im Lauf der Zeit konnte sich die F3 aber in den Kombitaschen etablieren, denn sie hatte eine Automatik, lag als kompakte Einheit mit dem Motor MD-4 sehr gut in der Hand und überzeugte durch auswechselbare Sucher. Vor allem der Sport- und der Lichtschachtsucher gehörten auf jeden Fall zu den wichtigen Erweiterungs-Investitionen. Was der Vorschreiber hier wirklicht nicht wissen konnte: Ein Batterieausfall bei der F3 war undenkbar, ganz im Gegenteil: Der Motor MD-4 mit seinen acht Standardbatterien (Typ AA) oder -Akkus versorgte auch die Belichtungsmessung der Kamera. Die F3 hielt dann munter durch, auch bei extremer Kälte auf dem Fußballplatz. Kein Wunder, dass die F3 unter allen Nikon-Kameras eine lange Produktionszeit vorweisen konnte. Wer sie kaufte, gab sie nicht mehr her. Meine F3HP läuft immer noch klaglos - warum auch nicht, sie ist ja erst dreissig Jahre alt! Zu Weihnachten wünscht sie sich ein Schwesterchen, es könnte eine FM3A werden.

aesthet schrieb:

...sehr schön!

Gast schrieb: und

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 23. November 2013 - 17:50
Gast schrieb:

und überzeugte durch auswechselbare Sucher. Vor allem der Sport- und der Lichtschachtsucher gehörten auf jeden Fall zu den wichtigen Erweiterungs-Investitionen.

Na, du bist ja ein Spassvogel .... der Lichtschachtsucher .... wichtig ???

Der Vollständigkeit halber habe ich einen für meine alten Nikons. Während ein Lichtschachtsucher im Mittelformat noch gut nutzbar ist, ist das Mattscheibenbild beim Kleinbildformat einfach zu klein. Der Praxisnutzen geht gegen Null. Wer von oben schauen möchte, der ist mit einem Winkelsucher weitaus besser bedient.

Nikon: Auch Spitze beim Zubehör

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 19:28

Leider hat meine digitale Nikon keinen Wechselsucher, aus dem Grund habe ich nur einen Winkelsucher im Rucksack. Trotzdem, der F3-Lichtschachtsucher war schon Spitze, den in Verbindung mit dem Zwanziger-Weitwinkel, diese Kombination verwende ich immer noch, aber er hat Konkurrenz bekommen. Konnte aus einem Nachlass einen DW-4 kaufen, das ist der F3-Vergrößerungssucher. Etwas schwer, aber sehr gut verarbeitet (Nikon-Qualität) und ein Traum bei der Scharfstellung! Nikon baute nicht nur Top-Kameras und erstklassige Objektive, sondern hatte auch beim Zubehör ein äußerst umfangreiches Angebot. Leica schaffte keine einzige Kamera mit auswechselbaren Suchern, Minolta lieferte ihnen auch keine. Minolta selber realisierte Wechselsucher erst mit der XM. Canon konnte ebenfalls Lichtschacht- und Lupensucher anbieten!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

und überzeugte durch auswechselbare Sucher. Vor allem der Sport- und der Lichtschachtsucher gehörten auf jeden Fall zu den wichtigen Erweiterungs-Investitionen.

Na, du bist ja ein Spassvogel .... der Lichtschachtsucher .... wichtig ???

Der Vollständigkeit halber habe ich einen für meine alten Nikons. Während ein Lichtschachtsucher im Mittelformat noch gut nutzbar ist, ist das Mattscheibenbild beim Kleinbildformat einfach zu klein. Der Praxisnutzen geht gegen Null. Wer von oben schauen möchte, der ist mit einem Winkelsucher weitaus besser bedient.

Ach Peter...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. November 2013 - 22:06

natürlich hatte Leica ne Reflex mit Wechselsucher,
die ersten Prototypen der Leicaflex. Man hatte sich
aber gegen eine Serienproduktion entschieden da für eine
integrierte Belichtungsmessung kein klobiger Aufsatz
mehr nötig war wie noch beí der F und für alles andere
ein Winkelsucher ausreichte. und das Märchen von den
Minoltas könntest Du auch mal ad acta legen, wahrer
wirds durch ständiges wiederholen auch nicht.

"mit Hilfe der tschechischen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. November 2013 - 21:40

"mit Hilfe der tschechischen Seite photosynthesis" -- Tschechisch, wirklich? Ich glaube .nz bedeutet New Zealand...

Sie haben Recht!!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. November 2013 - 23:40
Gast schrieb:

"mit Hilfe der tschechischen Seite photosynthesis" -- Tschechisch, wirklich? Ich glaube .nz bedeutet New Zealand...

DANKE! Seit ewigen Zeiten irritieren lassen und aus xx.co.nz immer ".cz" gelesen. Natürlich! NEUSEELAND!

RJ

Danke fürs Aufpassen. Wurde

Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Samstag, 30. November 2013 - 10:42

Danke fürs Aufpassen. Wurde stillschweigend korrigiert.

(thoMas)