Im Winter 1949 las Walter Chandoha eine zitternde Katze in den Straßen New Yorks auf. Loco, wie er den Stubentiger nannte, sollte das Leben des vormaligen Kriegsfotografen entscheidend verändern: Fortan wurden Katzen sein wichtigstes Sujet, sie machten Walter Chandoha zum wohl berühmtesten Katzenfotografen der Welt. Anfang des Jahres ist der „Master of Miau“ verstorben. Der Taschen-Verlag würdigt sein Werk nun mit einem schlicht Cats betitelten Bildband.

Die schicksalhafte Begegnung mit einer frierenden Katze im Winter 1949 war für Walter Chandoha der Beginn einer wundersamen Karriere, die ihn zum gefragtesten und bekanntesten Katzenfotografen der Welt werden ließ. In den mehr als siebzig Jahren seines Dienstes an Felis silvestris catus hat er weit über dreißig Bücher veröffentlicht, rund 300 Zeitschriftencover und Tausende von Werbekampagnen mit seinen samtpfotigen Heldinnen und Helden bebildert. Hier sind die tollsten von ihnen.

Buchbeschreibung des Verlags:

Master of Miau

Walter Chandoha, Godfather der Katzenfotografie

In einer New Yorker Winternacht des Jahres 1949 erspähte der junge Marketing-Student und angehende Fotograf Walter Chandoha eine streunende Katze im Schnee, packte sie in seinen Mantel und nahm sie mit nach Hause. Er konnte damals noch nicht ahnen, dass er gerade der Muse begegnet war, die den weiteren Verlauf seines Lebens bestimmen sollte. Chandoha richtete seine Kamera auf seinen neuen Freund, den er Loco nannte, und war von den Ergebnissen so angetan, dass er begann, Kätzchen aus einem örtlichen Tierheim zu fotografieren. Diese Bilder legten den Grundstein für eine außerordentliche Karriere, die sich schon über sieben Jahrzehnte erstreckt.

Lange vor dem Internet und #catsofinstagram entzückte Chandoha die Öffentlichkeit mit seinen flauschigen Freunden. Von Werbeanzeigen bis Grußkarten, von Puzzles bis Tierfutterverpackungen verknüpften seine Bilder eine echte Zuneigung zu den Geschöpfen, eine starke Arbeitsethik und eine tadellose Technik. Chandohas glamouröse Beleuchtungsweise, die das Fell einer jeden Katze in einem scharfen Relief abbildet, sollte für Generationen die Bildsprache der Tierporträtkunst prägenund auch Meister wie Andy Warhol inspirieren, der sich in seinem eigenen illustrierten Katzenbuch von Chandohas anmutigen Porträts beflügeln ließ.

 
Cats. Photographs 1942–2018 taucht in das Archiv dieses Künstlers ein, der ein ganzes Genre definiert hat. Mit farbigen Atelier- und Außenaufnahmen, Schwarzweiß-Straßenfotos, Bildern von alten Katzenschauen und mehr ist dieser Band nicht nur eine verdiente Hommage an diese betörenden Kreaturen, sondern auch den kürzlich im Alter von 98 Jahren verstorbenen alten Fotografen, dessen Mitgefühl und Verständnis für Tiere in jedem seiner Bilder zu spüren ist.

Der Fotograf

Walter Chandoha (1920–2019) war Kriegsfotograf im Zweiten Weltkrieg, bevor ihn die zufällige Begegnung mit einer Katze auf einen völlig neuen Weg brachte. Die Bilder des „Vaters der Katzenfotografie“ erschienen auf über 300 Zeitschriftencovern und in Tausenden von Werbeanzeigen, auf Plakaten und T‑Shirts ebenso wie als riesiges Kodak-Colorama im New Yorker Bahnhof Grand Central.

Die Autorin

Susan Michals ist die Gründerin von CatCon und der Cat Art Show, den beiden größten kulturellen Veranstaltungen der Welt zum Thema Katzen. Sie hat als Fernsehproduzentin und Journalistin gearbeitet, ihre Artikel sind unter anderem im Wall Street Journal, den artnet News, im Observer und in Vanity Fair erschienen.

Der Herausgeber

Reuel Golden war Chefredakteur des British Journal of Photography. Für TASCHEN hat er unter anderem die Titel Capitol Records, Mick Rock: The Rise of David Bowie, die Bände zu London und New York aus der Reihe Porträt einer Stadt, Andy Warhol. Polaroids, The Rolling Stones, Her Majesty, The Beautiful Game. Fußball in den 1970ern, die Bildbände zu National Geographic sowie den David Bailey SUMO herausgegeben.

Walter Chandoha. Cats.
Photographs 1942–2018

Walter Chandoha, Susan Michals, Reuel Golden
Hardcover, 23,7 x 31,6 cm, 296 Seiten€ 40 / CHF 55

Bildergalerie: Walter Chandoha. Cats.