Bislang war Jobo vor allem als Ausstatter für das (heimische) Fotolabor bekannt. Jetzt eröffnet das traditionsreiche Unternehmen ein Fachlabor am Firmensitz in Gummersbach. Es wendet sich vor allem an „ambitionierte Amateurphotographen“, die keine Zeit haben, ihre Filme selber zu entwickeln.

Im Jobo-Labor ist die Vergrößerung noch reine Handarbeit, ausbelichtet wird auf Barytpapier. Ein Abzug kostet je nach Größe ab 20 Euro. Filme entwickelt Jobo bis zum Format 8×10“ – neben Schwarzweiß auch E-& und C-41.

Weiterführende Informationen: Jobo Labor Service.

Pressemitteilung der JOBO International GmbH:

JOBO artisan bietet Labor Service an: Filmentwicklung, Fine Printing, Scan-Service

Bereits auf der Photokina 2018 angekündigt, macht JOBO nun ernst mit dem Angebot des analogen Finishing. Ab sofort können Freunde des Analogfilms Ihre latenten Bildern nicht nur der JOBO-Trommel anvertrauen, sondern direkt im Labor bei JOBO in Gummersbach die Fachentwicklung machen lassen.

Natürlich wünscht sich JOBO in erster Linie Photofreunde, die selber ihre Filme entwickeln. Aber nicht immer findet der ambitionierte Analogphotograph die Zeit dazu. Neben der Filmentwicklung bietet JOBO auch Scanservice und natürlich Vergrößerungen vom SW-Negativ auf Barytpapier an. Ein echtes Fine Print, mit Licht und nicht mit Tinte gedruckt.

Das Photographieren mit der Kamera bildet die Basis. Hier wird das Entscheidende richtig oder falsch gemacht: Bildkomposition und Belichtung. Der Analogphotograph kennt noch die Spannung des Wartens auf das Sichtbarwerden des latenten Bildes. Die Wahl des analogen Werkzeugs zwingt den Photographen dazu, überhaupt erst einmal zu gucken, um danach erst den Auslöser zu bedienen. Wie Bruce Barnmbaum kommentiert, hat das digitale Photographieren diesen Vorgang für die Mehrzahl der Photographen umgekehrt: Allermeist wird erst ausgelöst, dann die Szene (auf dem Bildschirm) betrachtet…

Ist das Bild also nun auf dem Film, dann sollte dieser möglichst präzise entwickelt werden. Kaum ein Photograph würde sein digitales RAW mit der billigsten Freeware entpacken, denn der Weg zurück zum RAW ist nicht mehr möglich. Nicht weniger bedeutend ist das „Entpacken“ des latenten Bildes durch einen präzisen Entwicklungsprozess. Die (Fehl-)entwicklung ist unumkehrbar. Die Filmentwicklung ist einer der wenigen Arbeitsschritte, wo nicht Kreativität sondern Präzision gefordert werden. John SEXTON prägte hier das Motto: „PROCESS FILM WITH PRECISION…PRINT WITH PASSION!”. Besonders die technisch hochentwickelten Filmemulsionen (Delta-Korn) wie KODAK Tmax oder ILFORD Delta reagieren sehr sensibel auf Schwankungen in Agitation, Temperatur und Entwicklungszeit. Die Entwicklung in der Rotation ist aber nicht nur für die Reproduzierbarkeit einer exakten Entwicklung von Vorteil, sondern sorgt zugleich für gleichmäßige und schlierenfreie Ergebnisse, sogar bei Großformataufnahmen.

So berichtet z.B. der berühmte Photograph Hiroshi SUGIMOTO, wie er sich über 10 Jahre lang abgemüht hat, eine gleichmäßige Entwicklung gleichmäßiger Flächen ohne Schlieren zu erzeugen, bis er endlich die ideale Lösung gefunden hat mit einem JOBO Processor und der Expert Drum. (www.youtube.com/watch?v=XVPo2fa7AUE). Denselben Anspruch erfüllt das JOBO-System selbstverständlich auch für Farbdia- und Farbnegativfilm von Kleinbild bis zum Planfilm in 8×10“.

Das eingesendete Filmmaterial wird nicht nur gutem Equipment anvertraut, sondern wird von Detlef Grosspietsch persönlich entwickelt, einem Photographen mit Meisterbrief, der noch bei Foto-Sander das Handwerk gelernt hat und auf jahrzehntelange Erfahrung in der Photographie, Filmentwicklung und im Fine Printing zurückblickt.