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Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern.
Am 19.5.
- 1924: * Chargesheimer (Carl-Heinz Hargesheimer, + 1971); deutscher Fotograf
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Olympus-Fotosparte verliert weiter an Gewicht
Das Geschäftsjahr 2011/12 verlief alles andere als rund und rosig für die japanische Olympus Corporation. Beim Endkunden vor allem für Digitalkameras bekannt, ist längst die Medizinsparte die Stütze des Unternehmens. So wundert es nicht, dass die Fotosparte an Gewicht verliert. Olympus will aber mehr Digitalkameras verkauft haben:
Die skandalgebeutelte Olympus Corporation schließt mit dem vierten Geschäftsquartal 2011/12 das letzte Geschäftsjahr zum 31. März 2012 ab: Consolidated Financial Results for the Fiscal Year Ended March 31, 2012 (PDF-Datei). Die Konzernumsätze bleiben mit 848,5 Mrd. Yen (ca. 8,5 Mrd. €) fast unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn sinkt auf 35,5 Mrd. Yen (ca. 356 Mio. €). Anstelle eines Nettogewinns tritt ein Nettoverlust in Höhe von rund 49 Mrd. Yen (ca. 491 Mio. €). Dieser hängt vor allem mit außerordentlichen Verlusten aus alten Übernahmen (quasi die Nachwehen aus dem Bilanzbetrug mit Verschleierung überhöhter Kaufpreise) und mit hohen Abschreibungen und Restrukturierungskosten zusammen.
Olympus macht einen Großteil seines Geschäfts mittlerweile im Geschäftsbereich „Medical Systems“, hier vor allem mit Endoskopen. Dieser Geschäftsbereich erzielt fast 350 Mrd. Yen (ca. 3,5 Mrd. €) Umsatz und trägt 68 Mrd. Yen (ca. 682 Mio. €) zum operativen Gewinn bei. Diese Sparte hat demnach einen Umsatzanteil von über 40 % am Konzernumsatz.
Der Geschäftsbereich „Imaging“ liegt mit 128,5 Mrd. Yen (ca. 1,3 Mrd. €) Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Der operative Verlust verbessert sich gegenüber dem Vorjahr auf 10,76 Mrd. Yen (ca. 108 Mio. €). Olympus beziffert den negativen Einfluss der Thailand-Flut auf die Sparte „Imaging“ auf 6,5 Mrd. Yen (ca. 65 Mio. €) Fehlumsatz und auf 4 Mrd. Yen (ca. 40 Mio. €) fehlenden operativen Gewinn.
Die Fotosparte will mehr Digitalkameras verkauft haben als im Vorjahr. Insgesamt sollen es 8,15 Mio. Digitalkameras sein ein Plus von 0,6 %. Der Marktanteil soll nach eigenen Angaben weiterhin 7 % betragen.
Olympus sieht sich noch nicht in der Lage, eine Prognose für das neue Geschäftsjahr abzugeben.
(agün)
| Zeitraum |
Sparten-Umsatz „Imaging“ in Mrd. Yen |
Operativer Gewinn „Imaging“ in Mrd. Yen |
Umsatz Digitalkameras in Mrd. Yen |
Siehe auch |
| April-Juni 2008 | 72,12 | 9,77 | Keine Angaben | |
| Juli-Sept. 2008 | 68,17 | 2,00 | 129,06 für das 1. Halbjahr | Olympus mit fast 90 % weniger Gewinn |
| Okt.-Dez. 2008 | 48,28 | -8,07 | 43,60 | Olympus bestätigt den Abwärtstrend |
| Jan.-März 2009 | 35,89 | -8,83 | 32,26 | Olympus mit Rekordverlust |
| Geschäftsjahr 08/09 | 224,46 | -5,13 | 204,92 | |
| April-Juni 2009 | 41,21 | 0,37 | 37,57 | Olympus schreibt wieder schwarze Zahlen |
| Juli-Sept. 2009 | 46,60 | 1,37 | 37,49 | Olympus verzehnfacht den Nettogewinn |
| Okt.-Dez. 2009 | 48,16 | 1,84 | 48,91 | Olympus wird 20 % weniger Digitalkameras verkaufen |
| Jan.-März 2010 | 38,95 | -0,27 | 34,90 | Olympus verfehlt geplanten Kamera-Umsatz knapp |
| Geschäftsjahr 09/10 | 174,92 | 3,31 | 158,87 | |
| April-Juni 2010 | 34,55 | -0,91 | 30,84 | Olympus mit sinkenden Digitalkamera-Umsätzen |
| Juli-Sept. 2010 | 33,63 | -2,47 | 30,05 | Olympus verliert Kamera-Umsätze in Europa und anderswo |
| Okt.-Dez. 2010 | 34,83 | -4,35 | 30,84 | Olympus: Neuer Chef soll es richten |
| Jan.-März 2011 | 28,42 | -7,29 | 25,13 | Olympus: Medizin stark - Foto schwach |
| Geschäftsjahr 10/11 | 131,43 | -15,02 | 116,86 | |
| April-Juni 2011 | 34,26 | 0,37 | 30,85 | Olympus: Medizin stark - Foto schwach |
| Juli-Sept. 2011 | 36,84 | -0,61 | 33,60 | |
| Okt.-Dez. 2011 | 33,70 | -3,56 | 30,11 | |
| Jan.-März 2012 | 23,76 | -6,96 | 20,68 | |
| Geschäftsjahr 11/12 | 128,56 | -10,76 | 115,24 |
Siehe auch: Geschäftsberichte lesen und verstehen
Zum Thema:
- Standardzoom 2,8/28-75 mm SAM von Sony
- Transporter bei Bilora
- Biloras Stativserie Blue Mag Line
- NX-Adapter von Novoflex
- Zeiss-Softare im Sonderangebot
- Digitalkameras: Sony ist Canon dicht auf den Fersen
- Tokina 3,5-5,6/16-135 DX kommt im April
- M.Zuiko Digital ED 4-5,6/40-150 mm von Olympus
- CP+ 2011: Pentax K-5 „Limited Silver“ samt passender Objektive
- M.Zuiko Digital ED 4,8-6,7/75-300 mm von Olympus
- Bilora-Stative der Perfect-Pro-Serie
- Canon-Cash-Back für EOS 700D, 60D und 7D und mehr





"Olympus-Fotosparte verliert weiter an Gewicht"
Ja, Gewichtsersparnis war ja auch der Sinn von MicroFourThirds!
Gewogen
und für zu leicht befunden.
mene mene tekel peres ...
und für zu leicht befunden.
Danke Andrea!
Nicht nur für diesen, sondern auch für die anderen Wirtschaftsartikel. Schön, dass Sie am Ball bleiben und so langfristige Entwicklungen aufzeigen.
Wenn man das Ergebnis mit den "Großen" wie Sony und Panasonic vergleicht ist es gar nicht so schlecht - konzernbezogen meine ich. Medizin und Industrie ist halt doch stabiler als Konsum.
Die Kamerastückzahlen sollten ja in Zukunft sinken, wenn man die Aussagen vom neuen Vorstand richtig interpretiert hat. Fokus auf Systemkameras, weg von zu vielen nicht unterscheidbaren 08/15-Kompaktknipsen.
OhWeh
So schlecht nicht......
Wenn man bedenkt was Olympus verkraften muss, dann sind die Zahlen gar nicht so schlecht. Von Interesse ist für mich auch die Gerichtssache. Wie läuft eigentlich der Prozess gegen die Ganoven aus dem Vorstand?
Das ist ein internationaler Konzern
mit in etwa 8 Milliarden € Umsatz, wenn ich das richtig gelesen habe.
Die Fotosparte war da von Anfang an die kleinere Veranstaltung. Dass so ein Konzern nach Manipulationen etwas hustet, kann man annehmen. Aber das hat es auch in vergleichbaren deutschen Unternehmen gegeben.
Dass das Olympus auf Dauer in Bedrängnis bringt, war nicht zu erwarten. Eher ist es so, dass, nach Beseitigung der Altlasten, die Company wieder richtig los legt.
Die wollen
FT beseitigen ?!?
Mit Altlasten war gemeint
Organisationsstruktur und Führung usw.
Es kann allerdings auch sein, dass, um die Sparte näher an gewinnbringendere Zonen heranzurücken, das Format entweder erweitert (eine Art Mega-FT), oder aber auch schlicht verlassen wird (unwahrscheinlich). Vermutlich wird das Olympusmanagement jedoch sicher auf Dauer einges tun, um sich aus dem unter 10% Marktanteil-Ghetto heraus zu arbeiten. Vom Potential her ist Olympus jedenfalls deutlich mehr.
Wenn Mega-FT
für Kleinbild steht, dann wär' das wohl DER Witz des Jahres ... :-)))
mFT auf 38,85mm...
...abbilden und der Witz steht auf dem Sensor, dh. ca. 40mm Bildkreis und bei Auflagemass von 38,85mm ist das fast quadratisch. Natürlich FT-Bajonett und kein mFT-Bajonett. Was Fujifilm auf APS-C bei deutlich kürzerem Auflagemass und Festbrennweiten gelingt funktioniert dann eben auf Mega-FT bei 38,85mm.
FT ist tot
m a u s e t o t .
Man muss nur
an die Wiedergeburt glauben - und sei's als Bigfoot ... 8-)
Die Untoten
leben in Form von hervorragenden Objektiven weiter. Wenn auch derzeit in aktueller Form nur mit einem schicken Konverter.
FT
ist schon untot zur Welt gekommen ... 8-)
Kleinbild
ist ein willkürliches Maß, dass sich aus der Verdoppelung des Filmstreifens mit Perforation ergeben hat und von einigen Herstellern als Grundmaß für Sensoren übernommen worden ist, um bestehende Objektivprogramme nicht zu entwerten. Das ist erst einmal alles.
Während FT der alten Videonorm und dem Seitenverhältnis früherer Fernseher entspricht.
Weder das Eine noch das Andere muss man jetzt als insgesamt für die Digitalisierung der Fotografie besonders logisch empfinden. 4:3 ist fast quadratisch, 3:2 mehr rechteckig, aber noch hochformatverträglich. Alle anderen Formate sind eher fernsehertauglich, aber nicht hochformattauglich, also mehr was für Videografie. Bleibt noch das Qusdrat.
Was bei FT insgesamt als limitierend wirkt ist die Auflösung in Bezug auf die verfügbare Fläche. Während APS-C im 3:2 Format wie man sieht, locker 24 Mpx verträgt, wird es wohl bei FT bei 20 Mpx bleiben, wenn man von den derzeit erkennbaren Möglichkeiten ausgeht. Damit ergibt sich auf Dauer für das Konsortium die Frage, wie man diese Auflösungsgrenze überschreiten kann. Wenn auf Dauer APS-C Kameras an die 20 bis 24 Mpx oder noch mehr als Auflösung anbieten, wird das Konsortium wohl etwas tun müssen, um eine gleichförmig hohe Auflösung anbieten zu können, bei vergleichbarer (oder sogar besserer) Bildqualität.
In sofern ist ein wie auch immer gearteetes Mega-FT mit allen Schnittstellendefinitionen klar in der Zukunft erwartbar.
Ehrlich gesagt
"Kleinbild" ist halt einfach ein historischer Begriff, der für eine bestimmte Qualität der Aufnahme und der MOBILEN Fotografie steht.
Was aber dabei wirklich zählt, ist nicht das "zufällige" Seitenverhältnis, sondern schlicht die AufnahmeFLÄCHE - die letztlich durch den Bildkreis der Objektive definiert ist.
Wie immer Sie ein Format auf (annähernd) dieser Basis nennen wollen - es ist so oder so "Kleinbildlike".
Auch wenn Sie dabei kotzen müssen ... 8-)
Für Lithografen
und Scanneroperatoren war KB immmer das "ungeliebte" Format beim Film. Zu klein für größere Bilder, mit zu wenig Durchzeichnung für anspruchsvolle Repros. Deshalb gabs ja vor allem MF.
KB ist nur für (manche) Fotografen der Königsweg, nicht für die, die Bilder nachbearbeiten - Schnee von gestern.
Heute werden Bilder nach Pixelbreite und -höhe bemessen. Welcher Sensor die eingefangen hat, spielt erst mal keine Rolle. Ob ein Bild das ca. 5.000 Pixel in der Breite hat, von einer D800, einer 5D oder von einer Sony Nex 7 stammt, ist erst mal schlicht egal. Was deutlich eher zählt, ob man und wie sich das Bild korrigieren lässt, Korn oder Rauschen, Farbangleichungen usw. das interessiert. Oft ist da viel zu viel Zeichnung drin, das wird mit Filtern auskorrigiert. Ob ein Bild optisch verwertbar ist, hängt selten von einer wie auch immer gearteten Kamera ab. Ein Bild, das nicht in den geforderten Bereichen scharf ist, bekommt da schon viel schneller die Kurve. Unscharf kriegt man alles hin. Um es kurz zu machen: Der Fotograf ist nur ein Glied in der Kette der Verarbeiter, es sei denn, er ist auch der Endzweckbestimmer, also quasi Künstler, und das ist er in den seltensten Fällen.
Wer bei Formatfragen das "Kotzen" kriegt, weil er/sie in Formatglaubensfragen verfangen ist, hat da eigentlich nichts verloren.
Die "Formatfrage"
treibt hier eigentlich nur Einen um - was mit entsprechenden Kommentaren durchaus steigerungsfähig ist - aber der ist eh schon lang jenseits von Gut und Böse ... 8-)
Ihnen
ist aber schon klar, dass das dann nur ein megapeinlicher Umweg zurück zu einst selbstverständlicher Größe wäre !?
Megapeinlich?
Sie sagen es: zurück zu einst selbstverständlicher Größe, zurück zu gewohnten Größen, muss man wohl sagen.
Die Strukturverhältnisse von Film ist auf molekularer Ebene, die bei Sensoren auf atomarer Ebene. Das ist ungefähr so wie von Mond zur Sonne. Ein gewaltiger Unterschied, der sich auch in unterschiedlichen Größenordnungen bemerkbar macht. Ein Sensor muss nicht automatisch die gleiche Größe haben, wie Film, das macht physikalisch erst mal keinen Sinn.
KB wurde nur wieder ausgegraben, weil es so viele Altobjektive gibt, die wieder eingesetzt werden sollten. Was sich allerdings in der meisten Fällen als eher grenzwertig heraus gestellt hat. Das Gleiche gilt ja auch für MF, wobei da von vorneherein ein Cropfaktor die gängige Praxis war, um die Sensoren nicht zu gigantisch werden zu lassen.
Allein wenn man Faktoren wie Auslesegeschwindigkeit, Erwärmung bei LiveView usw. bei MF betrachtet, spricht heute nicht mehr sehr viel für MF. Da wäre es auf Dauer besser, ein definiertes kleineres Format zu wählen, das diese Faktoren berücksichtigt, eine hohe Pixelpackung bei einem kleineren Bildkreis realisiert, aber deutlich bessere Bildergebnisse produziert, als das derzeit gängige KB. U. U. sogar KB und MF auf einer Plattform assimiliert (per Adapterlösung) und somit in der Lage ist, weit höhere Stückzahlen zu generieren, als das derzeit der Fall ist. Ein universelleres Format also, bei einer Auflösungsgröße ca. 60-80 Mpx.
Bei normaltragbaren Kameras wird sich analog KB-Größe eine Pixelpackung von ca. 40 Mpx als Zielgröße definieren, bei maximal möglicher Bildqualität versteht sich. Das reicht auch für die meisten professionellen Ansprüche vollkommen.
Bei den kleineren, superhandigen Kameras, mit Senorgrößen um APS-C oder FT wird sich auf Dauer eine Zielgröße um die 20-25 Mpx bei optimaler Bildqualität heraus kristallisieren. Gut genug, um Bilder mit hohen, z. T. höchsten Ansprüchen realisieren zu können. Aber eben auch klein genug, um unterwegs keinen Klotz mit sich herum schleppen zu müssen.
Bei der Sorte Kameras wird wohl trotz allem der Hauptanteil an generierbarem Umsatz für die Kamerahersteller liegen und deshalb bei der Entwicklungsarbeit höchste Priorität haben.
Was kann also bei der Formatfrage da peinlich sein?
Sie übertölpeln
sich auch nur noch selber ...
Aha,
da passt wohl nicht ins selbstgezimmerte Weltbild.
Die Flächenmaße
und die damit verbundenen, technischen Rahmendaten des Kleinbilds passen sehr gut in mein Weltbild.
Nur, wie sie diese von den Formatjongleure der jüngeren Vergangenheit wieder passend hingebogen werden müssen, das erfüllt mich mit gelassener Heiterkeit.
Altobjektive ...
Im Moment ist hauptsächlich der Trend zu beobachten, dass 1. Neuobjektive natürlich auf Kleinbild gerechnet werden, und 2. die KB-Altobjektive als qualitätsvolle (sic) Adapterlösungen auf Kleinformatkameras gepappt werden sollen ...
Auch
wenn's nur für APS stünde, wär's megatrollig ... 8-)
Ach so, ich dachte mit
Ach so, ich dachte mit Altltasten meinen Sie MicroFourThirds an sich. Denn das scheint ja (siehe Zahlen) auch keine Kohle zu bringen.
Keine Ahnung,
wo das stehen soll.
MFT im Gesamten "scheint" mir jedenfalls deutlich mehr Umsatz zu generieren, als der Gesamtmarkt KB-VF zustande bringt. Hier reden wir mit Sicherheit von einer kleinen Insel. Aber da redet ja auch keiner von einer unlukrativen Resterampe.
Außerdem kann einem das ja als Anwender total egal sein, wenn man sonst mit dem System gut leben kann und will. Nur Menschen mit autoritären Grundeinstellungen müssen ständig danach leben, dass sie auch ja schön im großen Päckchen laufen und nicht aus der Reihe tanzen.