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Wenn niemand es wagt, fotografische Gesetze zu sprengen, werden keine neuen entstehen.
Am 24.5.
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Olympus: Das Management war im Kern korrupt
Olympus hat soeben den umfangreichen Bericht einer Untersuchungskommission vorgelegt; die sollte Bilanzierungs-Auffälligkeiten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro nachgehen. Das Ergebnis ist eine Ohrfeige für die jahrzehntelange Führungsmannschaft, aber vielleicht auch der Befreiungsschlag für eine bessere Olympus-Zukunft:
Der soeben veröffentlichte umfangreiche Bericht (PDF-Datei) versucht der Geschichte und dem Entstehen von Bilanzfälschungen nachzugehen und kommt zu folgendem Ergebnis:
„Das wurde vom Top-Mangement verantwortet und verschleiert“.
Demnach waren geschäftsführende Vorstandsmitglieder und die unmittelbare Führungsebene jahrzehntelang an den geheimen Aktionen beteiligt. Ein wirksames Risiko-Management, das solche Vergehen hätte verhindern können, habe völlig gefehlt. Der Grundstein für fatales Missmanagement und darauf folgend Bilanzfälschungen wurde um 1985 durch hochspekulative Anlagen gelegt, ab etwa 1997 begann der Ballon zu platzen bzw. die Verluste enorm zu steigen. Das wollte Olympus, namentlich Hideo Yamada und Hisashi Mori, durch Bilanzierungstricks verhindern: die Verluste wurden durch ein „loss seperation scheme“ verschleiert; durch diese von den Verantwortlichen ersonnene Methode tauchten die Verluste nicht in der Bilanz auf, sondern sie wurden aufgeteilt, verteilt und „unsichtbar“ gemacht. Verluste in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro wurden dem aktuellen Stand zufolge verschleiert, indem z.B. Ausgaben für Übernahmen und Beraterhonorare künstlich aufgebläht wurden. Ein „loss settlement scheme“ sollte sie dann buchhalterisch zum Verschwinden bringen:
Grafik der Untersuchungskommission zum „Loss Settlement Scheme“
Die Untersuchungskommission sieht dabei auch ein Problem in Unternehmenskultur und -verständnis, habe doch das Top-Management lange Zeit auf ein Ein-Mann-System gesetzt, das Kritik unterband. Transparenz und Führung fehlten, und wer widersprach, musste damit rechnen, gefeuert zu werden. Auch fehlte das Verantwortungsgefühl gegenüber den Aktionären fast völlig. Vor Problemen verschlossen alle Verantwortlichen die Augen, sie wollten Schwierigkeiten vermeiden und möglichst unbeschadet ihren Posten sichern, so der Bericht.
Der Grund, warum dieser Fall so lange nicht aufgedeckt wurde, und auch intern nicht bemerkt wurde, ist laut der Untersuchung kurz zusammengefasst darin zu sehen, dass die Vorgänge geschickt verschleiert wurden. Zudem seien auch Vorstand, Aufsichtsrat und Rechnungsprüfer ihren Aufgaben nicht nachgekommen die Unternehmensbereiche funktionierten nicht, wie sie sollten. Es habe zu viele Ja-Sager gegeben, die auch Fragliches einfach abnickten. Letztlich habe auch die mit der Buchprüfung beauftragte Firma nicht sorgfältig genug geprüft und sich stattdessen auf externe Gutachten verlassen.
Schließlich merkt der Untersuchungsbericht an, dass die Merkwürdigkeiten erst nach langer Zeit durch Woodford zur Sprache kamen und empfiehlt den Austausch des alten Magagements. Kikuwa, Yamada und Mori seien zwar bereits zurückgetreten, aber weitere Verantwortliche und Prüfer, die nichts taten, sollten auch „vollständig entfernt“ werden. Und alle Verantwortlichen sollten auch rechtlich belangt werden.
Die Kommission schlägt weitere konkrete Maßnahmen vor, allem voran ein Komitee, das die Unternehmensverantwortung neu definieren soll. Außerdem müsse sich die Einstellung eines neuen Managements ändern. Verantwortung für die Gesellschaft, eine strenge Unternehmensethik gegen schlechte Führung und Komplizenschaften, und eine offene Informationspolitik werden eingefordert.
Der Untersuchungsbericht schließt mit den Worten:
„Olympus sollte seinen bösartigen Tumor entfernen und sich sprichwörtlich erneuern“.
(thoMas)
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Sowas
"Transparenz und Führung fehlten, und wer widersprach, musste damit rechnen, gefeuert zu werden."
soll auch schon mal in deutschen Fotoforen zum gepflegten Standard gehören - nein, das ist sogar ganz konkret so. Eine der davon betroffenen Firmen ist "zufällig" Olympus ...
Stresstest........
Für mich stehen jetzt gleich mehrere Fragen an. Ist schon jemand in Untersuchungshaft? Hat schon ein Aktionär auf Schadenersatz geklagt? Sind alle japanischen Firmen so strukturiert? Was sagt der japanische Wirtschaftsminister zum Thema heimischer Aktien und deren Glaubwürdigkeit nach außen? Und nicht zuletzt, wer muss das ausbaden, die Belegschaft?
Kann sich ein Unternehmen nach solch einem Schock wieder erholen? Gott sei Dank muss Olympus nicht nur von seinen Kameras leben sondern ist breiter aufgestellt.
Was mir besonders missfällt ist der Umgang mit wirtschaftlichen und tatsächlichen Katastrophen in Japan. Leider betrifft diese Art der Nichtaufarbeitung auch den restlichen asiatischen Raum.
Mittlerweile ist der Teppich unter den alles gekehrt wird so groß und hoch das man nicht mehr darauf laufen, geschweige denn dessen Ausmaß erahnen kann.
Mir kommt da der Gedanke an einen „Stresstest“ für Börsen geführte Unternehmen weltweit. Mit solchen Prüfungen käme vielleicht etwas mehr Transparenz ins Geschehen.
Hammer
Wenn alles so geschickt verschleiert wurde, wie ist denn der Woodford darauf gestoßen. Hat ihm da jemand was "gesteckt"?
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mirrorless rules !
Das
dürfte nicht so schwierig gewesen sein. Er war halt ein neuer "Mitspieler" - der aber nicht mehr mitspielen wollte.
es war - von innen heraus - nicht so schwer zu entdecken
der Woodford hat (als Erster) einfach einmal ein paar Fragen gestellt. Dann 1+1 zusammengerechnet und dabei sind ihm - die in Relation zu den "Kaufpreisen für Firmenzukäufe" abartig hohen "Beraterhonorare" aufgestossen .. dann eben nochmals nachgefragt ... und schon wurde er in den Flughafenbus gesetzt. :-)
"Von aussen", also nur auf Basisi publizierter Bilanzen sind solche Manipulationen natürlich sehr viel schwerer zu erkennen. Die Buchprüfer hätten es aber schon hinterfragen können. ;-)
Da geht's ja zu
wie im Leica-Forum ... 8-)
Wie in Firmen-Fotoforen
Hallo!
Nun das ist im Sonyforum schon seit langem so. Kritik (vor allem fundierte!) ist umgehend Markenbashing und endkonsequenzlich mit Dauersperre "ausgepreist".
Fragen nach Kunden orientiertem Handeln der Firma, wird bestenfalls gelöscht, oder mit dem Forumsinternen "Hauptpreis" belohnt.
So ist das nun mal bei Foren, die von Firmen gesponsert werden!
Da werden die Diskussionsrichtungen vorgegeben und wer da nicht in der "richtigen" Richtung mitschwimmt, darf wo anders weiter diskutieren ;-)
wie im Leica-Forum ... 8-)
In Firmen-Fotoforen
Ja. Aber doch nicht in "unabhängigen" ... ;-)
Das Ganze
läuft unter der Rubrik "autoritäre Führungsstrukturen" und darf weltweit als ein ernstes Problem in allen menschlichen Gesellschaften gelten. Der Weg zu kriminellen Strukturen ist kurz und fließend. Das Gegengift ist maximale Öffentlichkeit, Überwachung durch Einflussnehmer von allen möglichen Seiten und Ausgleich der Ansprüche über halbwegs demokratische Verfassungen.
Wollen wir für Olympus hoffen, dass es den "bösartigen Krebs" überwindet.
wäre wünschenswert,
wenn Olympus mal wieder eine gute Kamera mal auf den Markt brächte. kein Spielzeug à la Micro-Fourthirds.
Ich weiss wofür Oly das Geld bei Seite geschafft hat
es war das Honorar für Mr.FT
-----
SENFI
Bis jetzt
es war das Honorar für Mr.FT
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SENFI
haben sie ihn vielleicht in diesem Glauben gelassen.
Wenn er die Zahlen hier ließt, beißt er sich nachträglich in den A. :-)
Schulterklopfer unter sich
Ich hab`s schon vor langer Zeit gesagt. Jeder hier im Forum hätte das Unternehmen besser geführt als diese korrupten Säcke.
...und ich hätte Olympus zum Marktführer gemacht ;-)
Im FT-System
Ich hab`s schon vor langer Zeit gesagt. Jeder hier im Forum hätte das Unternehmen besser geführt als diese korrupten Säcke.
...und ich hätte Olympus zum Marktführer gemacht ;-)
sind sie das ja auch. Unbestritten. ;-)
'Marktführer FT'? Mit FT ist Olympus derart baden gegangen,
dass die Jubelperser dafür mit Recht jetzt auf ihrem Elektronikschrott sitzen bleiben. Zumal man mit dem Kauf von FT u.a. eine kriminelle Vereinigung unterstützt/e.
Gast schrieb: dass die
dass die Jubelperser dafür mit Recht jetzt auf ihrem Elektronikschrott sitzen bleiben. Zumal man mit dem Kauf von FT u.a. eine kriminelle Vereinigung unterstützt/e.
Nein nicht allein mit FT.
Ich hätte das alte OM-System niemals sterben lassen, sondern kontinuierlich weiterverbessert (Automatische Blendenübertragung, AF...) und dann mit diesem Bajonett ins Full-Frame gehoben. FF und FT gemeinsam auf eine kompatible Plattform gestellt und später zu einem modularen System (spiegellos FT und spiellos FF) erweitert.
Dazu hätte ich immer weiter in lichtstarke Brennweiten investiert um den professionellen Status zu sichern. Dann hätte ich mir Panasonic ins Boot geholt, aber nur in dem ich mir Video Know-how zugekauft hätte.
Damit hätte Olympus heute ein vielseitiges System mit dem man von der kompakten Reportage Kamera bis zu Professionellen Fullframe inklusive aller Videofunktionen alles anbieten könnte. Den wenig lukrativen P&S Bereich hätte ich nebenbei mitlaufen lassen, aber niemals zum Hauptbroterwerb ernannt, wie es Olympus immer wieder getan hat.
Ich weiss nachher ist man immer gescheiter, aber diese Ideen hatte ich schon vor 15 Jahren.
PS: Die kriminellen Elemente hätte ich nach Samurai Art entsorgt ;-)
Diese
durchaus richtige Vorgehensweise hätt' ich auch, in ähnlicher Weise, wenigstens einem anderen Hersteller verordnet ...
Ja, ja,
das sind die ewigen Co-Trainer.
Gefürchtet wegen des missionarischen Eifers, mit dem diese Leute ihre Ideenwelt verfolgen. Meist gottseidank wirkungslos, meist nur im Hintergrund rumbelfernd, aber immer brunznervig.
Für Olympus gibt es zumindest vordergründig keinen Grund, das FT- und schon gleich gar nicht das mFT-System in den Orkus zu schicken. Aber, es wir wohl irgendwann einen Grund geben, über ein größeres Sensorformat nachzudenken, vor allem vor dem Hintergrund höherer Auflösungen, die dann noch mit KB konkurrieren können. Momentan ist das noch nicht so weit. Bei 24 Mpx auf APS-C geht bei FT immer noch 20 Mpx. Das dürfte für diese Größenklasse massiv ausreichen. Da ist es dann besser, noch mehr in Richtung System- und Ausbauverbesserung nachzudenken. Und etwas KB-artiges dürfte rein insgesamt für die Kostenrechner keine attraktives Betätigungsfeld werden. Eher was für die ewigen Prestigefreunde.
So weit ich mich entsinne
waren's stets die Haupttrainer und "Präsidenten", die immer wieder für Eigen-KOs in der Fotobranche verantwortlich zeichneten, und unter Mitnahme aller wohlverdienten (sic!) Boni die Flucht aus der Verantwortung antraten ... 8-)
Die Rechnung ist falsch
Bei 24 Mpx auf APS-C geht bei FT immer noch 20 Mpx.
Die Rechnung ist leider komplett falsch! Eine Sony mit 24MP APS-C ergibt im FF 54MP, eine Lumix G3 mit 16MP ergibt auf FF aufgeblasen 64MP! Damit hat der Panasonic Chip schon jetzt eine höhere Pixeldichte als der neue Sonychip. Somit ist das Ende der Fahnenstange bei FT/MFT wirklich langsam erreicht, wobei man sich darüber klar sein muss, wofür man solche kleinen Systeme einsetzt. Sicher nicht, um eine Mittelformatausrüstung zu ersetzen ;-)
Im matten Lichte
Bei 24 Mpx auf APS-C geht bei FT immer noch 20 Mpx.
Die Rechnung ist leider komplett falsch! Eine Sony mit 24MP APS-C ergibt im FF 54MP, eine Lumix G3 mit 16MP ergibt auf FF aufgeblasen 64MP! Damit hat der Panasonic Chip schon jetzt eine höhere Pixeldichte als der neue Sonychip. Somit ist das Ende der Fahnenstange bei FT/MFT wirklich langsam erreicht, wobei man sich darüber klar sein muss, wofür man solche kleinen Systeme einsetzt. Sicher nicht, um eine Mittelformatausrüstung zu ersetzen ;-)
der immer kleineren Sensoren in sog. Systemkameras, würde ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass FT aus manch einschlägigm Blickwinkel nicht die Rolle eines Mittelformats zuwächst ... 8-)
In der Tat: In diese Richtung hätte es besser gehen sollen.
Olympus hat mit der OM1 bis OM4 das analöoge Zeitalter auf dem Siegertreppchen beendet und hätte besser daran getan, auf diesem Erfolg das digitale Zeitalter zu starten und fort zu setzen.
Die Entscheidung für FT war ein Griff ins Klo; da half auch nichts, dass - wie Mister Ft - auf dem selben sitzend, ihrem Mundstuhlgang fröhnten.
Dass man das Objektivprogramm regelrecht kastrierte und nicht an lichtstarken, hochwertigen Objektiven festhielt, war der nächste Fehler.
Darauf folgte der nächste auf den Fuss mit den Systemkameras, wo Olympus seinem Partner Panasonic nur hinter hinken kann.
Die Entscheidungen beruhen sichtlich darauf, vielen Herren dienen zu wollen. Doch wer das tut, dient am Ende gar keinem. Und hier ist Olympus mit seiner Kamerasparte angelangt: vollkommen abgewirtschaftet. Wenn sich hier nicht in naher Zukunft Entscheidendes ändert, war's das mit Olympus-Kameras.
Also
dass die Jubelperser dafür mit Recht jetzt auf ihrem Elektronikschrott sitzen bleiben. Zumal man mit dem Kauf von FT u.a. eine kriminelle Vereinigung unterstützt/e.
SO schlimm ist das FT-Forum nun auch wieder nicht.
Das Management war im Kern korrupt
wie langweilig.
Die Kommission hat keine
Die Kommission hat keine Spuren zum organisierten Verbrechen gefunden, Spiegel online schon: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,801190,00.html
Ist ja auch egal
ob hier das organisierte Verbrechen mitgeschnitten hat, oder ob das ganz allein organisiert war ... 8-)