Photographieren, das ist eine Art zu schreien, sich zu befreien… Es ist eine Art zu leben.

— Henri Cartier-Bresson

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Maschinen sehen

Foto: Christoph OeschgerDie Karlsruher Ausstellung „Maschinensehen“ gibt Einblicke in die aktuelle Praxis der totalen Vermessung der Welt:

Presseinformation

MASCHINENSEHEN

Feldforschung in den Räumen bildgebender Technologien

Eine Ausstellung der HfG | Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in Kooperation mit dem ZKM

Die Ausstellung gibt Einblick in die aktuelle Praxis der totalen Vermessung der Welt durch elektronische Sensoren. Die auf diese Weise erzeugten Daten dienen schon lange nicht mehr allein der wissenschaftlichen Erkenntnis. Sie sind die Basis zahlreicher Entscheidungen in Medizin, Industrie und Politik, beim Militär und der Polizei, mit weitreichenden Folgen für das Individuum und die Gesellschaft. In Form von künstlerischen, filmischen Essays und Fotografien präsentiert MASCHINENSEHEN die Ergebnisse einer dreijährigen Feldforschung in jenen Labors und Instituten, in denen die Vermessungs- und Visualisierungstechnologien entwickelt und getestet werden, die unsere Welt, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, verändern.

MASCHINENSEHEN ist ein Kooperationsprojekt der Fachbereiche „Medienkunst – Fotografie“ und „Ausstellungsdesign und Szenografie“ der HfG Karlsruhe mit dem ZKM.
 

Foto: Lisa Bergmann

Das Erdbebenbeobachtungszentrum der GEOS in Matera, Italien. Dort werden Daten sowohl optischer als auch radarbasierter Satellitenmissionen empfangen und distribuiert. Fotografie, 2010
© Lisa Bergmann, Foto: Lisa Bergmann
 
 
Foto: Lisa Bergmann

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover/ Deutschland, Lager- und Maschinenhalle: Sidescan-Sonar, Gerät zur bathymetrischen Erfassung der Oberfläche des Meeresbodens durch akustische Signale. Fotografie, 2012
© Lisa Bergmann, Foto: Lisa Bergmann

 
Unzählige Kameraaugen und Sensoren sind heute auf die Welt gerichtet. Sie erfassen Landmassen und Meeresböden, die Oberflächen von Pflanzen, menschlichen und tierischen Körpern sowie die Beschaffenheit der Atmosphäre. Durch aufwendige Rechenprozesse werden die so gewonnenen Messdaten für das menschliche Auge in Bilder übersetzt oder direkt in die automatisierte Steuerung von Maschinen transformiert.

„Ziel war es, die aktuellsten fotografischen bzw. bildgrafischen Verfahren zu erkunden, und zwar an jenen Orten, an denen sie entwickelt und angewendet werden. Die Dokumentation in unterschiedlichsten Formaten – Film, Fotografie, Zeichnung, Schrift – sollte helfen zu verstehen, welche Veränderungen diese neuen Verfahren für unsere Gesellschaft mit sich bringen. Die Hoffnung war, eine Ästhetik im Entstehen beobachten zu können, während sie sich industriell oder kommerziell verbreitet und bevor sie in das Vokabular der Künste integriert wird.“
(Prof. Armin Linke, HfG Karlsruhe)

Die StudentInnen dokumentierten vor Ort die Geräte, Räumlichkeiten, Personen, wissenschaftliche Modelle und Fachbegriffe, die im Prozess der Produktion und Analyse von Sensordaten zusammenwirken. Sie beobachteten Forscher, Entwickler und Anwender bei der Vermessung unterschiedlichster Objekte: bei der Erfassung der Erdatmosphäre, der Grenzen von Küstenstaaten, der Abläufe im Gehirn, der Struktur von Leichnamen und der räumlichen Lage der Euter von Milchkühen. Wie ist die Atmosphäre zusammengesetzt, wo verläuft der Festlandsockel, was geschieht physisch, wenn wir eine Entscheidung fällen, wie ist das Individuum zu Tode gekommen und wie kann ein Melkroboter die Zitzen finden?
 

Foto: Daniel Neumann

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover/ Deutschland: Visualisierung der seismischen Vermessung der Sedimentschichten des Meeresbodens. Videostill, 2012
© Daniel Neumann, Foto: Daniel Neumann

 
 
Ausstellung:
MASCHINENSEHEN
Feldforschung in den Räumen bildgebender Technologien
02.03.–19.05.2013

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe

KünstlerInnen: Henning Arnecke (Kunstwissenschaft), Lisa Bergmann (Medienkunst), Susan Funk (Kunstwissenschaft), Felix Mittelberger (Kunstwissenschaft), Daniel Neumann (Kunstwissenschaft), Christoph Oeschger (Medienkunst), Elke Reinhuber (Medienkunst)

Publikation:
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Beiträgen von Anselm Franke, Inge Hinterwaldner, Bruno Latour, Margarete Pratschke, Margit Rosen, Henning Schmidgen sowie Henning Arnecke, Lisa Bergmann, Felix Mittelberger, Christoph Oeschger und Elke Reinhuber.

MASCHINENSEHEN. Feldforschung in den Räumen bildgebender Technologien, hrsg. von Felix Mittelberger, Sebastian Pelz, Margit Rosen und Anselm Franke, Leipzig: Spector Books, 2013
 

Foto: Christoph Oeschger

Institut für Rechtsmedizin, Universität Zürich, Abteilung Forensische Medizin & Bildgebung (Virtopsy): Visualisierung der weichen und festen Bestandteile des Körpers. Videostill, 2012
© Christoph Oeschger, Foto: Christoph Oeschger

 
(thoMas)
 

Naja,....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 08. März 2013 - 15:21

...zumindest die geizeigten (ersten beiden) Bilder sind technisch-gestalterisch nicht gerade der Hammer. Aber was heutzutage nicht so alles als Fotokunst durchgeht....!

Naja...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 08. März 2013 - 16:35

wenn ich das richtig verstanden habe, geht es hier weniger um die Bildgestaltung als um die Dokumentation von neuen bildgebenden Verfahren -- wie die letzten beiden Bilder. Also: Wie sieht ein Kunststudent (also Nichtwissenschaftler) dass, was Physiker, (Rechts)mediziner, Biologen, Astronomen, Ozeanographen so den ganzen lieben langen Tag lang machen bzw. mit welchen Maschinenaugen sie ihre Umwelt/Forschungsobjekt sehen.

Wer lesen kann

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Freitag, 08. März 2013 - 17:02
Gast schrieb:

...zumindest die geizeigten (ersten beiden) Bilder sind technisch-gestalterisch nicht gerade der Hammer. Aber was heutzutage nicht so alles als Fotokunst durchgeht....!

ist klar im Vorteil.

Was...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 08. März 2013 - 16:48

... soll das?

Hochwertige

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 08. März 2013 - 21:10

Industrie- und Wissenschaftsfotografie ist wohl endgültig zur Entsorgung freigegeben ... 8-)

Also sprach die 8

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 09. März 2013 - 10:58
Gast schrieb:

Industrie- und Wissenschaftsfotografie ist wohl endgültig zur Entsorgung freigegeben ... 8-)

Zeig doch mal ein paar Beispiele damit alle was lernen können.

Perlen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 09. März 2013 - 22:28

vor die Säue ...? 8-)

Also sprach die 8 ..............................................

Eingetragen von
Gast
am Montag, 11. März 2013 - 10:20
Gast schrieb:

Perlen... vor die Säue ...? 8-)

Was jetzt? Auch eine von den Säuen oder nur pure Überheblichkeit?

Ich habe das schon ernst gemeint. Du musst ja keine deiner eigenen Superwerke zeigen wenn du dich nicht traust. Ein Link zu einem guten Bild wäre auch hilfreich.

Links

Eingetragen von
Gast
am Montag, 11. März 2013 - 20:22

zu guten Industrie- und Wissenschaftsfotos? Machen Sie Witze?
Broschüren und das Internet sind voll davon (womit ich übrigens weniger dienen kann; bei mir müßten Sie u.a. mit guten Architekturbildern vorlieb nehmen) ... 8-)

Also sprach die 8 --------

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 12. März 2013 - 21:36
Gast schrieb:

zu guten Industrie- und Wissenschaftsfotos? Machen Sie Witze?
Broschüren und das Internet sind voll davon (womit ich übrigens weniger dienen kann; bei mir müßten Sie u.a. mit guten Architekturbildern vorlieb nehmen) ... 8-)

Ich sehe im Internet natürlich viele Bilder. Manche halte ich für gut andere für schlecht.
Ich wollte ja nur deine Sichtweise kennen lernen.
Aber du musst ja nicht. Schade.

Das wär' mir einfach

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 13. März 2013 - 12:15

zu persönlich ... 8-)

Also sprach die 8 ..............................................

Eingetragen von
Gast
am Montag, 11. März 2013 - 10:21
Gast schrieb:

Perlen... vor die Säue ...? 8-)

Was jetzt? Auch eine von den Säuen oder nur pure Überheblichkeit?

Ich habe das schon ernst gemeint. Du musst ja keine deiner eigenen Superwerke zeigen wenn du dich nicht traust. Ein Link zu einem guten Bild wäre auch hilfreich.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 11. März 2013 - 10:26

Knochen für die Hunde ... ;-)