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— Unbekannt

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

Metz stellt Insolvenzantrag, will aber weitermachen

Metz LogoDie fränkische Firma Metz, bekannt für hochwertige Blitz- und Fernsehgeräte „Made in Germany“, hat heute beim Amtsgericht Fürth Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen, über das Insolvenzverfahren will man sich sanieren:

Der schwierige TV-Markt, unter dem auch andere zu leiden haben, und Investitionen in neue TV-Geräte und -Serien, die zur IFA 2014 vorgestellt wurden, haben das mittelständische Unternehmen offensichtlich finanziell an den Rand des Bezahlbaren gebracht. Über das Insolvenverfahren soll nun entweder mit einem Insolvenzplan oder auch über den Einstieg eines Investors alles zur Sanierung des Unternehmens versucht werden.

Die Presseinformation dazu:

Metz: Sanierung über ein Insolvenzverfahren

Zirndorf, 19. November 2014. Der bekannte deutsche TV-Premiumhersteller Metz will sich über ein Insolvenzverfahren sanieren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Insolvenzgericht Rechtsanwalt Joachim Exner, Partner der Kanzlei Dr. Beck & Partner. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens mit rund 540 Mitarbeitern läuft ohne Einschränkungen weiter.

Exner hat sich heute sofort nach seiner Bestellung zum Sitz des Unternehmens in Zirndorf bei Fürth begeben und macht sich zurzeit ein Bild der Lage. Bereits am Donnerstag wird die Geschäftsleitung die Mitarbeiter über die Situation und die nächsten Schritte informieren. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate bis Ende Januar 2015 gesichert. Exner wird sich überdies um eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bemühen, damit die Mitarbeiter ihre Zahlungen wie gewohnt erhalten.

„Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte Exner heute in Zirndorf. „Die Chancen dafür stehen gut: Metz verfügt über eine renommierte Marke, eine wettbewerbsfähige Technologie und hochqualifizierte Mitarbeiter!“ In den kommenden Wochen wird Exner gemeinsam mit der Geschäftsführung die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen prüfen. Denkbar ist sowohl ein Insolvenzplan als auch die Sanierung des Unternehmens über den Einstieg eines Investors.

„Der Geschäftsbetrieb wird im vorläufigen Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgeführt“, unterstrich Dr. Norbert Kotzbauer Geschäftsführer der Metz-Werke GmbH & Co KG. „Unsere Partner können sich auch künftig auf Metz als zuverlässigen und serviceorientierten Premium-Anbieter verlassen!“

„Trotz des Insolvenzverfahrens sind Produktion und Lieferfähigkeit von Metz umfassend gesichert“, ergänzte Geschäftsführer Manfred Billenstein. „Unsere Handelspartner können sich auf die gewohnte schnelle Lieferung von Waren weiterhin voll verlassen. Auch der bewährte Metz-Kundendienst (Hotline, Ersatzteile etc.) ist gesichert.“

Wie andere europäische Hersteller auch hatte die TV-Sparte von Metz seit Jahren unter den andauernden Strukturproblemen der TV-Geräte-Branche zu leiden. Zwar hat sich Metz u.a. durch eine Änderung der Sortimentsstruktur frühzeitig auf die Krise eingestellt, und das durchaus mit Erfolg: Mit einem wertmäßigen Marktanteil von ca. 16% im Oktober 2014 hat sich die Marke Metz im Handel nach den Rückgängen der letzten Jahre wieder stabilisiert. Die dafür nötigen Investitionen haben jedoch an der Substanz des Unternehmens gezehrt. Deshalb hat Metz frühzeitig auch nach Möglichkeiten gesucht, durch eine Investorenlösung den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dieses Ziel soll im Insolvenzverfahren nun weiter verfolgt werden.
 
 
Siehe auch: 75 Jahre Metz (1938-2013)
 

(thoMas)
 

Man kann das stereotype Blabla der Insolventen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 20:21

inzwischen nicht mehr lesen und nicht mehr hören. Es war schon längere Zeit ab zu sehen, dass Metz auf dem letzten Loch pfeift. Keiner kommt hinter dem Ofen hervor, um einen überteuerten Metz-Fernseher im hausbackenen Design zu kaufen, nur mit den Argumenten, die Teile würden hier vor Ort und für die Zukunft gebaut und wären besserr, als alles andere auf dem Markt. Wären sie das, gäbe es ja keine Insolvenz.

Auch im Fotobereich war zuletzt alles zappenduster. Anfragen bei Metz wurden auf extrem unhöfliche Art abgewimmelt. Das SCA-System wurde aufgegeben, ebenso der Bereich der Stabblitzgeräte (bis auf ein sündhaft teurers Modell).

Dann die Aufmachung der Prospekte und die Werbung. Alles im Stil längst vergangener Tage. Na ja, das Unternehmen wird den üblichen Weg nehmen: die Marke wird bei einem Investor, der den Harveristen für den symbolischen 1 Euro übernimmt, untergebuttert; ggf. gibt es auch dritt- und viertklassige Ware unter Metz. Wie auch immer, das Ende ist nahe: siehe auch Telefunken, Grundig, Saab, Nordmende u.v.a.m. Trotz aller Beteuerungen: Ich käme im Albtraum nicht auf die Idee, noch irgend etwas von Metz zu kaufen. R.I.P.

Fragwürdige Kritik

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 23:30
Gast schrieb:

Dann die Aufmachung der Prospekte und die Werbung. Alles im Stil längst vergangener Tage.

Kann ich nicht nachvollziehen. War gerade eben auf der Metz Website.

Metz...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 00:26

...agiert in 2 schwierigen Märkten.
TV und Foto.
Pentax..."Alles Scheisse" müßte es lauten?! Pentax holte ein Investor aus den Untiefen benannter Scheisse. Nun geht es Pentax besser, hat mit diversen Ricoh-Foto-Apparaten dann wohl noch mehr von besagter Scheisse an der Backe???!!!
Sony wurde von seiner PS4 aus der Patsche geholfen und deren Produktqualität (mit Ausnahme der letzten Vaio-Geräte jenseits der Tablets und Phablets die ja eh auf Xperia hören) ist alles andere als Scheisse, v.a. bei TVs.
Wohl eher erdrücken die Süd-Koreaner den Markt und mit WebOS bei Smart-TVs rollt LG ein ganz schweres Geschütz auf den Markt. Zwar konnte WebOS selbst mit HP als Rückendeckung weder AndroidOS noch iOS erträgliche Marktanteile wegschnappen aber WebOS ist alles andere als benannte Scheisse.
Metz hat es verpaßt Produkte wie Apple auszurollen. Dafür fehlt aber die Manpower und mit der mittelständischen Firma Wortmann ist mind. 1 Mitspieler zuviel unterwegs.
Bei Apple treffen sich wieder die Wege. Der Walkman war eine Erfindung eines ehem. SABA-Mitarbeiters (wer kennt noch die Fa. SABA??? Alles Scheiße...oder was?). Wurde offiziell in einer auf der ISPO in München vorgestellten Variante als "Bogner Skifly" vorgestellt. Nur Trend-Scouts einer japanischen Firma wurden blass. Alle anderen hat das Ding nicht interessiert. Wg. Bogner's James-Bond-Auftritten meinte man wohl es wäre ein PR-Gag incl. "Q"-Hokuspokus. Sony nannten seine Kopie einfach Walkman. Nicht jeder fährt Alpin-Ski, noch weniger mit teuren Bogner-Klamotten und selbst im Rollstuhl ist ein Walkman nicht fehl am Platz.
HP hatte 2 PDA-Linien. Eine für mobiles Windoof-Abgerocke und eine andere sollte die multimedialen Talente mit PalmOS auf die Plätze verweisen. Eine HP-eigene Multimedia-PDA-Platform war fertig aber HP verwarf die Pläne und verkaufte alles an Apple. Der Apple iPod entstand daraus. Hatte deshalb in der Unterwäsche etwas versteckt Fähigkeiten Termine, Kontakte, etc. zu verwalten. Palm Inc. entwickelte dann WebOS, brachte talentierte WebOS-Smartphones heraus, jedoch mit Mängeln bei Material und Software. HP stieg als Investor ein und HP Pre 2 und HP Touchpad liesen die sehr weit entwickelten iOS-Geräte von Apple recht blass aussehen. Marktanteile entschieden. Palm Inc war mit seinem WebOS zu spät fertig geworden (mangels Manpower und Geld) und HP zu spät eingestiegen.

Hoffen wir einmal, dass es für Metz nicht zu spät ist, das ein starker Investor einsteigt, denn Metz ist einer der wenigen, welcher die Asiaten recht blass aussehen läßt.

Ja dem trauere ich auch hinterher!

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:20
Gast schrieb:

Das SCA-System wurde aufgegeben

War schön nach Bedarf den Adapter oder den Blitz zu wechseln! Nur leider hat man damit bei Metz wohl kein Geld verdient und Nachhaltigkeit ist auf dem Weltmarkt nicht gefragt!

Schlaumeier mit Wissensdefizit

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:42
Gast schrieb:

Das SCA-System wurde aufgegeben, ebenso der Bereich der Stabblitzgeräte (bis auf ein sündhaft teurers Modell).

Auch wenn es Lieschen Müller sich kaum vorstellen kann: Das in analogen Zeiten wunderbar funktionierende Konzept der einfach austauschbaren Blitzgerät-Füße lässt sich nicht ins Digitalzeitalter übertragen. Wenn ein Unternehmen merkt, dass für bestimmte Produkte - hier ein Stabblitz - keine Nachfrage mehr besteht, wäre es bekloppt, diese Produkte weiter im Programm zu halten.
Ich habe mit bereits vor vielen Jahren von meinem tadellos funktionierenden Metz 45CT4 getrennt und inzwischen den zweiten kräftigen Metz-Aufsteckblitz, der wesentlich handlicher ist und dabei erheblich mehr Möglichkeiten bietet, die ich auch nutze (HSS, drahtloses TTL-Blitzen, etc.)
Ich hoffe, Metz schafft es, weil ich von deren Blitzgeräten überzeugt bin.

Forderung

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 11. Dezember 2014 - 00:26

ich habe noch eine kleine Forderung an die Firma Metz als Lieferant vom März des Jahres.
Die Rechnung wurde einfach nicht mehr bezahlt und jetzt tut man sich ebenfalls schwer.

Meinen Namen werde ich hier jetzt nicht nennen.

Schwieriger TV-Markt?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 20:33

Man wundert sich nicht nur bei der Selbstdarstellung. In den letzten 10 Jahren hat sich unser Planet mit Flachbildschirmen komplett neu versorgt. Nur bekam Metz von dem gigantischen Kuchen lediglich ein paar Krümel ab. Bei den Kunden und dem Markt werden also die Schuldigen gesucht. Durch Innovative und attraktive Produkte hat Metz in den letzten Jahren jedenfalls nicht geglänzt. Nur liegt das wohl weniger an schwierigen Märkten und Kunden, sondern eher daran, dass Marktchancen verschlafen wurden und Innovation anderen überlassen wird. Ein Blitz mit Klicki-Bunti-Touch-Display ist es jedenfalls nicht, was der Markt noch braucht. Hier liefen die Produktplaner der Realität um Jahre hinterher. Und dann wundert man sich, dass die ausgeschlafene Konkurrenz in Asien alles schneller, besser und billiger kann.

Kein Hersteller von TV-Geräten

Bild von Shitop
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Shitop
(Inventar)
am Mittwoch, 19. November 2014 - 22:36

verdient in diesem Segment inzwischen noch Geld. Das Grundproblem besteht darin, dass ein TV-Gerät heute in 3 Jahren technisch überholt ist und daher auch nur noch 3 Jahre halten soll. Dafür will der Kunde aber auch nur noch ein Fünftel des Preises bezahlen, den ein Gerät kostet, das 15 Jahre hält. Für die Entwicklung und Produktion solcher Geräte sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr gegeben.

Das wirkliche Problem

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 22:59

der TV-Geräte-Hersteller liegt noch nicht mal in deren Bereich ... das Programm ist einfach Sch...., sogar auf 4k. 8-)

Wo werden eigentlich Produkte wie...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 00:38

...Garmin PNAs oder der HP Sproud entwickelt? In U.S.A., in Mexico direkt an der Grenze zu Texas oder vermarkten beide Firmen nur noch die Geräte und lassen einfach Garmin und HP drauf kleben?
Okay HPs Sproud lebt von Technologien die Nvidia mit ausgerollt hat und Nvidia ist wohl ein Sprössling des bekannten Silicon Valleys incl. der Region in denen sich Geschichten wie Bell Labs bis hin zu den Blue Knights von Mattel Electronics abspielten.

Sowas wäre in Deutschland ebenso möglich.

Früher...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 01:38

...als Fußball-WM oder Olympiade war standen die Händler vor den Auslieferungslagern am Grundig-Werk Schlange soviel Nachfrage gab es.
Das ist heute vorbei. Man kauft das was laut Werbung der absolute Trend ist und man haben muss. Das geht im Rhythmus/Zyklus von 6 Monaten und nicht 2 bzw. 4 Jahren. Z.B. alle 6 Monaten ein neues iPhone oder neues 3D-Smart-TV-Gerät.
Qualitativ taugt das dann nur wenig. Ist kein Netzstecker dran weil es portabel ist geht es mächtig nach hinten los. Siehe Smartphones die jeden Abend aufgeladen werden müssen und dank eingebautem Akku nach 6 Monaten es nichtmal bis zu Mittagspause schaffen. Aber "4K"-Video-Aufnahmen machen kann man damit und auf dem "Quad HD"-Display des Smartphones abspielen.
Naja, wenn Tesla erstmal seine Mega-Fabrik fertig hat mangelt es eh an Rohstoffen für den Li-Ion-Zellen-Typ wie dieser für Smartphone, Notebooks u. Elektroautos von Tesla verwendet wird.

Am Ende sieht es so aus wie alles anfing, s. http://www.greenpanda.de/philips-porty-iphone-killer.html
("Philips Porty" Developed and Produced by PKI (Philips Kommunikations Industrie) im "fränkischen" Nürnberg.)
Mangels Li-Ion-Zellen für Smartphones schließt man sein Smartphone an eine tragbare Blei-Säure-Batterie in Calcium-Calcium-Technologie an, während Tesla Li-Ion-Zellen mitten in der Wüste "massenweise" für mind. 500.000 Teslas/Jahr produziert. Mehr geben die Rohstoffminen weltweit für's Erste mal nicht her.
500.000 Autos/Jahr. Die magische Zahl. Toyota verkaufte soviele Prius-Hybride v.a. an VIPs und Leute mit etwas größerem Geldbeutel v.a. in den U.S.A.. Dieser "El...sonstwas-Musk" will halt da mithalten. Tja, jeder muß wohl bei Smartphones dank diesem "...Musk" bzw. den Tesla-Käufern Abstriche machen. Die Käufer eines Teslas erhalten dann ein Smartphone, Notebook, Tablet, Phablet. etc. zusammen mit dem Kauf eines Tesla's incl. Li-Ion-Akkus von Tesla. Soviel ist man seiner Kundschaft dann doch schuldig...

Warum wohl plant Apple die Fa. Tesla zu kaufen...

Sind schon soviele in einen Tesla eingestiegen. Großeinsteiger Apple hat wohl eine genügend große Kampfkasse um dort einzusteigen.

Auch so ein superkluger Spruch:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 07:40
Shitop schrieb:

verdient in diesem Segment inzwischen noch Geld. Das Grundproblem besteht darin, dass ein TV-Gerät heute in 3 Jahren technisch überholt ist und daher auch nur noch 3 Jahre halten soll. Dafür will der Kunde aber auch nur noch ein Fünftel des Preises bezahlen, den ein Gerät kostet, das 15 Jahre hält. Für die Entwicklung und Produktion solcher Geräte sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr gegeben.

Wenn man mit einer Ware kein Geld mehr verdient, muss man diese aufgeben und durch eine andere ersetzen. Und wenn Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen, muss man diese entweder schaffen oder anderswo produzieren oder sich einen entsprechenden Kooperationspartner suchen.

Wenn man Käufer/innen daran gewöhnt, dass sich Produkte selbst schnellstens überholen, will er natürlich nur einen Bruchteil des Kaufpreises eines hochwertigen, langlebigen Produktes zahlen. Zu einem langlebigen Produkt gehört aber auch ein Kundenservice, ein funktionierendes Beschwerdemanagement und eine gute, schnelle und preiswerte Reparaturabteilung. Das gibt's kaum noch oder man muss danach suchen, wie nach der Stecknadel im bekannten Heuhaufen - und die findet man schneller.

Der Kunde soll ohne jedwede Beratung wählen, das Produkt nehmen, vor allem zahlen und - bis auf einen Neukauf - möglichst nie wieder kommen. Im Zweifelsfall kriegt er sein Geld zurück. Die Probe in der Realität:

Vor zwei Jahren wurde im Discount-Markt X das aufblasbare Gästebett Y zum Preis von Z gekauft, der Bon wurde aufgehoben, zwecks Nachweis des Bezuges über den Discountmarkt X und des gezahlten Betrages Z. Kurz vor Ablauf der Garantiezeit wird das Ventil leck. Wir begeben uns mit der Ware und dem Bon in den Markt und bitten um Umtausch oder Reparatur. Geht nicht, sagt die Verkäuferin, dass war seinerzeit ein Sonderpostenverkauf, von dem es keine Artikel mehr gibt. Reparieren ist auch nicht mehr drin, da das Vertriebsunternehmen längst pleite sei. Sie nimmt das defekte Gästebett und den Bon und zahlt den seinerzeitigen Kaufpreis zu 100% aus.

Ich werde von einem Mitarbeiter einer längst verblichenen Kaufhauskette zum Müll im Keller geführt. Dort stehen Grosscontainer voll mit Handys und Elektrogeräten. Wir haben Anweisung, sagte der Verkäufer, Geräte, die innerhalb der Garantiezeit defekt gehen und Reparaturkosten über einen Betrag X hinaus gehen, sofort zu vermüllen und gegen gegen Neuware um zu tauschen (wenn's das Gerät plötzlich nicht mehr gibt gegen ein gleichwertiges nach Wahl des Kunden). Hier gab's allerdings kein Geld zurück, sondern lediglich ein Einkaufsschein für andere Ware/n des Kaufhauses.

Langer Rede, kurzer Sinn: Einkaufen macht in den seltestens Fällen noch Spass. Langlebige Produkte sind ausgesprochene Mangelware geworden. Der Kunde ist förmlich dazu erzogen worden, zum preisgünstigsten Angebot (zum Zeitpunkt des erfolgenden Kaufes) zu kaufen. Dazu kommt, dass es nirgendwo auf der Welt soviele Schnäppchenjäger/innen wie in Deutschland gibt und nirgendwo soviel Ware, bei denen der angebliche höhere Verkaufspreis erst mal auf das Normalniveau herab gesetzt wurde.

Was hat das aufblasbare Gästebett jetzt mit Metz zu tun?

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Stammgast)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 13:49

Metz hat über viele Jahre erfolgreich über den Fachhandel verkauft und ist inzwischen von zwei Seiten in die Enge getrieben worden. Der Fachhandel für Rundfunk- und Fernsehgeräte verliert zunehmend an Boden. Selbst die frühere Branchenmesse IFA widmet sich immer stärker den Hausgeräten. Und auf der anderen Seite verfügt die angestammte älterere Kundschaft nicht mehr über das notwendige Kleingeld oder hat sich komplett vom TV abgewandt.

Unabhängig, dass da eins zum anderen kommt,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. November 2014 - 07:44
Christoph Jehle schrieb:

Metz hat über viele Jahre erfolgreich über den Fachhandel verkauft und ist inzwischen von zwei Seiten in die Enge getrieben worden. Der Fachhandel für Rundfunk- und Fernsehgeräte verliert zunehmend an Boden. Selbst die frühere Branchenmesse IFA widmet sich immer stärker den Hausgeräten. Und auf der anderen Seite verfügt die angestammte älterere Kundschaft nicht mehr über das notwendige Kleingeld oder hat sich komplett vom TV abgewandt.

ist Ihre Aussage korrekt. Metz konnte nur solange noch mehr oder weniger erfolgreich sein, bis die Mitbewerber mit Hochleistungs-Systemblitzern daher kamen und Metz nichts dagegen zu halten wusste.

Das Geld zum Besuch der photokina/Ifa kann man sich sparen. Ältere Leute winken schon ab, wenn man zum Besuch einer dieser Messen einlädt. Das Ausstellen von Produkten, die sich selbst in vier Wochen überholen, nie auf den Markt kommen oder die Abgabe von Willenserklärungen für die Zukunft rechtfertigt eine solche Messe und deren Besuch nicht mehr. Die IFA ist zudem auf dem Weg, eine Messe für Haushaltsgeräte zu werden. Dazu kommt, dass oft (grosse) Aussteller ausbleiben und solche Messen an Magnetkraft im Quadrat verlieren.Und, wenn man auf breiter Fläche - wie auf der photokina - nichts mehr anzubieten hat, was einen noch hinterm Ofen hervor locken könnte, dann bleibt man eh besser zuhause.

Richtig ist auch, dass die ältere Kundschaft (die nächstes Jahr statistisch die Oberhand gewinnt) nicht mehr über das notwendige Kleingeld verfügt und sich von den techniküberlasteten Neugeräten abwendet. Dazu gehöre ich auch: Ich kann gut und gerne auf filmende Fotoapparate verzichten, ebenso auf mehrfach belegte Funktionstasten u.v.a.m. Meine DSLR oder auch spiegellose Systemkamera soll einzig und allein gute Bildergebnisse erzielen.

Und der Fernseher soll ein exzellentes Bild und einen exzellenten Ton liefern - nicht mehr und nicht weniger. Ich setze mich doch nicht mit einer bescheuerten Brille vors Gerät, um dann nach zehn Minuten Kopfschmerzen vom 3D-Geflimmer zu haben. Kommen Gäste, soll ich auch noch für die Brillen bereit halten. Und wer über TV ins Internet geht, hat sowieso einen an der Waffel.

Zum Schluss kommt noch dazu, dass der deutsche Michel erst ein neues Fernsehgerät kauft, wenn das alte seinen Geist aufgibt (also schon jahrelang farbstiche Bilder lieferte; gleiches gilt für die Kamera.

Und die Youngster haben in ihrem geliebten Handy/Smartphone (fast) alles, was sie zum Leben haben wollen.

Wer sich auf die Änderungen in unserer Gesellschaft nicht ein zu stellen weiss, ist eben weg vom Fenster. Und unsere Gesellschaft vergreist im Quadrat. 1- bis 400-Euro-Jobber nehmen überhand und sind froh, wenn's für das Handy langt. Andere hangeln sich von befristetem Arbeitsvertrag zum nächsten befristeten Arbeitsvertrag, immer in Angst, die Raten für's Haus auch noch in drei Jahren zahlen zu können. Bei den Alten reichen die Renten nicht mehr und es ist in Masse Aufstockung angesagt. Wo bitte, soll dann das Geld für Luxusartikel herkommen.

Und die Topmanager, deren Verdienst zum Beispiel darin bestand, einen eingeführten Namen wie Karstadt in Arcandor um zu benennen, sind eh am Ende der Fahnenstange angelangt und sind allenfalls im Gefängnis besser aufgehoben. Da ist Middelhof das beste Beispiel: 0 Unrechtsbewusstsein, sich immer noch für den Grössten haltend, einen milden Richter für dumm verkaufend (z.B. in dem ein abgelaufener Pass abgegeben wurde)und jetzt noch hoffend, dass die Berufung bzw. Revision es richten würde. Vor so Managern muss die Gesellschaft geschützt werden, sonst haben SIE morgen keinen Arbeitsplatz mehr. Hoffentlich verurteilt die nächste Instanz Middelhoff zu 12 Jahren ohne Bewährung mit anschliessender Sicherheitsverfahrung. Und Vorsicht: Bei dem Mann besteht Fluchtgefahr,sogar über die Dächer des Gerichtes.

Der deutsche Markt ist gerade im Fotobereich keinesfalls

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Stammgast)
am Montag, 24. November 2014 - 17:55

mehr die treibende Kraft. Man mag das bedauern. Es ist jedoch nicht mehr zu ändern. Ob andere Regionen diese Aufgabe übernehmen oder ob die bildmäßige Fotografie den Weg der Postkutschen und Pferdestaßenbahnen geht und nur noch für Historiker von Bedeutung sein wird, ist derzeit völlig offen.

Korrekt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:45
Shitop schrieb:

verdient in diesem Segment inzwischen noch Geld. Das Grundproblem besteht darin, dass ein TV-Gerät heute in 3 Jahren technisch überholt ist und daher auch nur noch 3 Jahre halten soll. Dafür will der Kunde aber auch nur noch ein Fünftel des Preises bezahlen, den ein Gerät kostet, das 15 Jahre hält. Für die Entwicklung und Produktion solcher Geräte sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr gegeben.

Wie wahr! Schicker und für die selbst ernannten Foren-Allwissenden ist jedoch die Mär vom doofen deutschen Unternehmen, dessen Führung einfach alles verschläft...

Offensichtlich alles verschlafen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 18:42
Gast schrieb:
Shitop schrieb:

verdient in diesem Segment inzwischen noch Geld. Das Grundproblem besteht darin, dass ein TV-Gerät heute in 3 Jahren technisch überholt ist und daher auch nur noch 3 Jahre halten soll. Dafür will der Kunde aber auch nur noch ein Fünftel des Preises bezahlen, den ein Gerät kostet, das 15 Jahre hält. Für die Entwicklung und Produktion solcher Geräte sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht mehr gegeben.

Wie wahr! Schicker und für die selbst ernannten Foren-Allwissenden ist jedoch die Mär vom doofen deutschen Unternehmen, dessen Führung einfach alles verschläft...

Wenn's doch sogar schon die Foren-Allwisser seit Jahren von der Tastatur pfeifen. Oder horcht man bei Metz nur auf verschlafene Kundschaft? Das waren die Nachtigallen, nicht die Lerchen ... 8-)

Warum wundert das mich jetzt nicht sehr?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 20:43

Ach ja, weil ich die letzten Monate ein paar mal die erschreckend minderwertig wirkenden Neu-Blitzgeräte des Herstellers in der Hand hatte.

Schlaumeier ohne Erfahrung

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 11:04

Vielleicht hätten Sie mal mit dem Blitz fotografieren und ihn nicht nur in der Hand halten sollen. Als freier Bildjournalist muss ich seit über 30 Jahren für die Erfolge meiner Arbeit einstehen und deswegen die richtige Ausrüstung bei der Umsetzung von Aufträgen einsetzen. Der 52 AF-1 Blitz von Metz liefert dafür auf ergonomische Weise all die technischen Voraussetzungen und Bildergebnisse, wofür ich bei den Originalgeräten der bekannten Kamerahersteller das Doppelte zahlen müsste.

Die Orginalblitze tuns auch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 11:44

Und wenn sogar der Händler eher vermittelt, lieber Hände weg, hilft das sehr bei der Entscheidungsfindung (vor allem auch, wenn man selbst noch die Qualitäten der Vergangenheit gewärtig hat).

Die Händler stehen unter massivem Druck

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Stammgast)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 13:39

der Kamerahersteller, ein bestimmtes Umsatzvolumen zu erreichen, sonst fällt ihre Marge leicht unter 0. Es gibt Händlerpreislisten, bei welchen der Händler-EK plus die 19 % MwSt. einen Preis ergibt, der über dem UVP liegt, der den Endkunden genannt wird. Dass solch ein Händler eher den "Originalblitz" verkauft, ist verständlich.

DER Händler sicher nicht

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:36

der hat ja auch alles von Metz lagernd - aber offensichtliche Deffizite kann er gegenüber sachkundigem Publikum auch nur schwer argumentieren.

Geht gar nicht!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:49
Gast schrieb:

Vielleicht hätten Sie mal mit dem Blitz fotografieren und ihn nicht nur in der Hand halten sollen. Als freier Bildjournalist muss ich seit über 30 Jahren für die Erfolge meiner Arbeit einstehen und deswegen die richtige Ausrüstung bei der Umsetzung von Aufträgen einsetzen. Der 52 AF-1 Blitz von Metz liefert dafür auf ergonomische Weise all die technischen Voraussetzungen und Bildergebnisse, wofür ich bei den Originalgeräten der bekannten Kamerahersteller das Doppelte zahlen müsste.

He, Sie, Ihre Praxiserfahrungen stören hier nur. Machen Sie mal nicht die schönen Vorurteile der "Profis" hier kaputt!

Und als

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 17:54
Gast schrieb:

Vielleicht hätten Sie mal mit dem Blitz fotografieren und ihn nicht nur in der Hand halten sollen. Als freier Bildjournalist muss ich seit über 30 Jahren für die Erfolge meiner Arbeit einstehen und deswegen die richtige Ausrüstung bei der Umsetzung von Aufträgen einsetzen. Der 52 AF-1 Blitz von Metz liefert dafür auf ergonomische Weise all die technischen Voraussetzungen und Bildergebnisse, wofür ich bei den Originalgeräten der bekannten Kamerahersteller das Doppelte zahlen müsste.

vogelfreier "Internetjournalist" brauchen Sie für gar nix einstehen. Auch schön, irgendwie.

Ehe Ihr jetzt alle über

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 21:37

Ehe Ihr jetzt alle über darüber herzieht, was Metz alles falsch gemacht hat, solltet Ihr lieber anerkennen, daß Metz von allen Fernsehherstellern hierzulande am längsten durchgehalten hat.

Der Rolleiflexer

Metz - die Blitzer waren doch OK!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 22:21

Das stimmt, eine bodenständige, gut aufgestellte Firma, die durchaus mithalten konnte. Der Metz 40CT-1 (auch der CT-2 mit Anschluss für die Nikon F2) und die Stabblitzgeräte vom Typ 45 CT-1 bis -5 erwiesen sich als robuste Standardblitzgeräte bei vielen Presseterminen, dann kam Autofokus, die Digitalfotografie - auch da mischte Metz noch mit, Braun und Agfa hatten da schon lange aufgegeben, aber gegen einen Nikon D910 mit der irrsinnigen Blitzleistung bei nur einem Akku-Batteriesatz - und das den langen Abend lang, da kam jedes Metz im Vergleich schnell an seine Grenzen. Vielleicht schafft es ein Investor, das Blitzgeschäft vom TV-Bereich abzukoppeln, denn die auf der Photokina gezeigten Metz-Studioblitzgeräte könnten das Geschäft wieder in die schwarzen Zahlen bringen, die hinterlassen einen guten Eindruck. Nachfrage: Feierten die Franken vor zwei Jahren nicht ein "rundes" Jubiläum?

Gast schrieb:

Ehe Ihr jetzt alle über darüber herzieht, was Metz alles falsch gemacht hat, solltet Ihr lieber anerkennen, daß Metz von allen Fernsehherstellern hierzulande am längsten durchgehalten hat.

Der Rolleiflexer

Metz-Studioblitzgeräte?

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 08:39

Die Dauer-Lichtprodukte von Metz wurden in Zirndorf nur für den europäischen Markt fertig entwickelt. Die Grundentwicklung und die Produktion findet in Fernost statt, Wie groß der Markt für Studioblitzgeräte ist, den die Billigangebote aus China übriglassen, ist derzeit nicht abzuschätzen.

Metz - die Blitzer waren doch OK!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 16:20

Nun die Studioblitze sind wohl nur umgelabelte Chinaimporte genau wie Wallidings und Co. sie verkaufen, das war verbranntes Geld, der Einsteigermarkt ist überflutet mit Chinaimporten, da ist nichts mehr zu verdienen, das Geld hätten sie lieber in ihre Aufsteckblitzweiterentwicklung investieren sollen bzw. Preissenkungen, die Metz Aufstecker sind und waren richtig gut. Allerdings haben Firmen wie z.B. Yongnuo und dessen Käufern Metz wohl einen sehr grossen Anteil abgenommen vom Aufsteckblitzmarkt...

Man kann die Uhr danach stellen, wann einer hier mit solch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 07:12
Gast schrieb:

Ehe Ihr jetzt alle über darüber herzieht, was Metz alles falsch gemacht hat, solltet Ihr lieber anerkennen, daß Metz von allen Fernsehherstellern hierzulande am längsten durchgehalten hat.

Der Rolleiflexer

einem Spruch wie dem ihren daher kommt. Was bitte schön, hat das Unternehmen und dessen Mitarbeiter/innen von einem solchen? Können Sie von der Anerkennung abbeissen? Da sind die Indianer schon schlauer mit ihrem Zitat: "Wenn das Pferd tot ist, muss der Reiter absteigen!" Nun ist es soweit, da man bei Metz die Entwicklung des Marktes offensichtlich verschlafen und sich nicht rechtzeitig nach Kooperationspartnern und neuen Produkten umsah. Dazu kam das Auftreten in den Selbstdarstellungen und ein nicht akzeptables gegenüber den Metz-Kunden. Ende vom Lied: Das war's mit Metz.

Es nützt auch nichts, irgendwelchen Billigmarken die mühsam aufgebaute Marke überstülpen zu wollen (Grundig/türkisch, Loewe/chinesisch etc.), da der Kunde selbsredend dann nicht mehr einen höheren Preis zu zahlen gewillt ist.

Andererseits gibt es ja auch Beispiele, wie es positiv weiter gehen kann (z.B. Volvo/schwedisch mit Geely/chinesisch).

Wenn man heute

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 21:58

selbst bei einer technisch durchschnittlichen Kamera mit ein paar tausend ISO Sensorempfindlichkeit ohne für den anwender störendes Rauschen ordentliche, vielleicht stimmungsvolle, Bilder aufnehmen kann, dann wird der Markt für Blitzgeräte ohnehin sehr dünn. Auch ich habe zwei Mecablitzgeräte der gehobenen Klasse, allerdings brauche ich sie fast nicht mehr.

Nur noch Nischen wie Makro, Produktfotos, etc. können ein Überleben im Blitzsektor sichern.

Diverse Absichten eines/des Fotografen...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 00:52

...machen es auch bei ISO 50/100/200 und kurzen Belichtungzeiten erforderlich, dass geblitzt werden muss. Es handelt sich hierbei nicht um Produkt-Fotografie.
Portrait im Gegenlicht am hellichten Tag wäre ein Beispiel hierfür.
Zeiss liefert komplette Module incl. Sensor, Linse/Objektiv und AF an Smartphone-Hersteller.
Metz hat es wohl verschlafen in den Komponenten-Markt einzusteigen.
Einst hatte Philips den gewinnbringenden Scanner- und Videokopf-Bereich von Grundig teuer verscherbelt um bei sich selbst woanders investieren zu können.
Metz hat Know-How um HighTech-Experte zu werden. Desweiteren gibt es im Ballungsgebiet Nürnberg-Erlangen-Fürth genügend Forscher- und Entwickler-Nachschub. Uni Erlangen. TH Nürnberg/"Die Ohm-FH/-TH".
Metz entwickelt und produziert ja nicht in der Pampa...aber auch nicht in Kalifornien...

Knipsers Logik

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 15:54
Gast schrieb:

selbst bei einer technisch durchschnittlichen Kamera mit ein paar tausend ISO Sensorempfindlichkeit ohne für den anwender störendes Rauschen ordentliche, vielleicht stimmungsvolle, Bilder aufnehmen kann, dann wird der Markt für Blitzgeräte ohnehin sehr dünn. Auch ich habe zwei Mecablitzgeräte der gehobenen Klasse, allerdings brauche ich sie fast nicht mehr.

Nur noch Nischen wie Makro, Produktfotos, etc. können ein Überleben im Blitzsektor sichern.

Wem bei Blitzlicht nur "Nehme ich, wenn es dunkel ist" einfällt, für den geht diese Rechnung auf. Wer kreativ ist und Blitzlicht zur GESTALTUNG MIT LICHT einsetzt, kann über den Tausende-ISO-Knipseransatz der nur lächeln.

Der Ansatz

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 17:51

ist natürliches, stimmungsvolles Licht. Knipser blitzen eher ... genauer, die Kamera tuts für sie, vollautomatisch. 8-)

Blitz und High-ISO, die optimale Kombination!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. November 2014 - 08:44

Genau - eine High-ISO-Bild ist noch lange nicht perfekt, nur weil es nicht verwackelt ist. Es kommt bei Veröffentlichungen auf klare, gut durchzeichnete Fotos an. Der Druck - auch bei Zeitungen - ist mittlerweile sehr gut, da sind alle Bildschwächen deutlich sichtbar. Erst ein gut dosierter Blitz schafft ein gut belichtestes und "aufgehelltes" Foto! Da sind - beispielsweise - die Nikon-Blitzgeräte mit ihrer i-TTL-Ausstattung nahezu ideal!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

selbst bei einer technisch durchschnittlichen Kamera mit ein paar tausend ISO Sensorempfindlichkeit ohne für den anwender störendes Rauschen ordentliche, vielleicht stimmungsvolle, Bilder aufnehmen kann, dann wird der Markt für Blitzgeräte ohnehin sehr dünn. Auch ich habe zwei Mecablitzgeräte der gehobenen Klasse, allerdings brauche ich sie fast nicht mehr.

Nur noch Nischen wie Makro, Produktfotos, etc. können ein Überleben im Blitzsektor sichern.

Wem bei Blitzlicht nur "Nehme ich, wenn es dunkel ist" einfällt, für den geht diese Rechnung auf. Wer kreativ ist und Blitzlicht zur GESTALTUNG MIT LICHT einsetzt, kann über den Tausende-ISO-Knipseransatz der nur lächeln.

Warum eigentlich nicht konkurrenzfähig?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 23:33

Ich wundere mich schon... Die Lohnkosten in Südkorea und Japan sind inzwischen höher als in Deutschland. (Das merkt man auch an den aktuellen Preisen für Objektive aus Japan...)

Lohnkosten sind nicht mehr das Argument für fehlende Wettbewerbsfähigkeit. Was also läuft da falsch in Deutschland?

Japan und Korea?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 16:11
Gast schrieb:

Ich wundere mich schon... Die Lohnkosten in Südkorea und Japan sind inzwischen höher als in Deutschland. (Das merkt man auch an den aktuellen Preisen für Objektive aus Japan...)

Lohnkosten sind nicht mehr das Argument für fehlende Wettbewerbsfähigkeit. Was also läuft da falsch in Deutschland?

I. d. R. werden diese Blitzgeräte überwiegend oder vollständig in China produziert. Im aller besten Fall wird's noch in Japan oder Korea zusammengesetzt. In Deutschland läuft erheblich weniger falsch, als aktuell in Japan und Korea, bzw. ist seit vielen Jahren weniger falsch gelaufen. Fast alle großen Konzerne durchleben dort (in Japan und Korea) gerade schwere Zeiten. Die Rentabilität ist massiv eingebrochen und teilweise werden Verluste geschrieben. Allerdings ist die Kapitaldecke der großen Konzerne erheblich größer, als bei einem relativ kleinen Unternehmen, wie z. B. Metz. So wie es derzeit in der asiatischen Kameraindustrie läuft, wird es auf Dauer nicht gutgehen. Volkswirtschaftlich gesehen zeichnet sich insb. Japan durch eine extrem hohe und noch wachsende Staatsverschuldung und massive Strukturprobleme aus, ohne das aktuell Licht am Ende des Tunnels erkennbar wäre. Ganz besonders Japan ist heute weit entfernt davon, für irgend ein anderes Land noch als Vorbild durchgehen zu können.

Das einzelne Marktteilnehmer in Schwierigkeiten geraten, mag für das Unternehmen und für die Mitarbeiter ein unerfreuliches Ereignis sein, es ist aber ein Vorgang, der an sich nicht ungewöhnlich ist. Mit Deutschland vs. Japan/ Korea hat das nichts zu tun.

Bedauerliche Entwicklung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. November 2014 - 23:48

Nutze Metz Blitzgeräte für MF und KB seit einer gefühlten Ewigkeit. Bislang immer ohne Probleme und zu großer Zufriedenheit aller Abgelichteten. Ich Drücke mal die Daumen, daß es irgendwie weitergeht.

Zum Blitzgerätesektor meldet das Handelsblatt:

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Stammgast)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 13:34

Zudem gab es immer wieder Kurzarbeit; aktuell sind davon rund 100 Mitarbeiter in der Verwaltung und in der Blitzgeräte-Sparte betroffen (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/metz-die-zeit-reicht...).

Metz hörte nicht mehr auf die Wünsche der Kunden

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 14:54

In Ihrem Artikel heißt es: „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte Exner heute in Zirndorf. „Die Chancen dafür stehen gut: Metz verfügt über eine renommierte Marke, eine wettbewerbsfähige Technologie und hochqualifizierte Mitarbeiter!“

Der größte Fehler, den Metz meiner Meinung nach in den letzten Jahren zumindest im Fotobereich gemacht hat, war es, nicht mehr auf die Wünsche der Kunden zu hören und keine sinnvollen neuen Produkte mehr selbst zu entwickeln.

Leica ist es gelungen, durch marktgerechte Inovationen (S-System, T-System, Kinoobjektive und vieles andere mehr) wieder neuen Boden unter den Füßen zu gewinnen, und steht heute besser denn je da. Wünsche der Firma Metz, dass sie sich daran ein Beispiel nimmt.

Gast schrieb: Leica ist es

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Donnerstag, 20. November 2014 - 18:08
Gast schrieb:

Leica ist es gelungen, durch marktgerechte Inovationen (S-System, T-System, Kinoobjektive und vieles andere mehr) wieder neuen Boden unter den Füßen zu gewinnen, und steht heute besser denn je da. Wünsche der Firma Metz, dass sie sich daran ein Beispiel nimmt.

Aha. Sie sollen also Luxusblitzsysteme auf niedrigstem technischen Niveau mit geringer Haltbarkeit bauen? Aus dem vollen gefräst, handpoliert und mit exotischem Schlangenleder bezogen? Und das Unternehmen leitet dann ein ehem. Waldorflehrer und das Geld geht an eine Heuschrecke? SUPER Idee!

Wenn Heuschrecken

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 18:14

auf den Geschmack kommen, fällt ihnen sicher auch noch was ein, wie sie Metz abgrasen könnten.
Außerdem: Sind die "orginal" Leica-Blitzer nicht ohnehin von Metz?

Keine professionellen Produkte mehr

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. November 2014 - 22:52
Plaubel schrieb:

Sie sollen also Luxusblitzsysteme auf niedrigstem technischen Niveau mit geringer Haltbarkeit bauen?

Das machen sie jetzt schon (zur Haltbarkeit der neueren Blitze kann ich allerdings nichts sagen). Und das Thema Funk / Abdichtung hat Metz bei den Blitzen ganz verschlafen.

Plaubel schrieb:

Und das Unternehmen leitet dann ein ehem.
Waldorflehrer

Warum denn das?
Andreas Kaufmann jedenfalls war ein Segen für Leica. Vielleicht, weil er auch ein Fan von der Firma und deren Produkten ist. Ohne Begeisterung für eine Sache geht nichts.

Plaubel schrieb:

und das Geld geht an eine Heuschrecke? SUPER Idee!

Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit (mangelnde Liquidität) oder Überschuldung. Welches Geld soll also wohin gehen?

Ich hoffe, dass Metz den Insolvenzantrag zum Anlass nimmt, mal etwas grundsätzlich nachzudenken. Früher hat fast jeder Profifotograf wegen der hohen Qualität und Nutzbarkeit der Produkte mit Metz fotografiert. Und jetzt bietet Metz als Photokina 2014 Neuheit so ein Teil wie der
mecalight LED-72smart auf
http://www.photoscala.de/Artikel/photokina-2014-Neues-Licht-von-Metz
an, welches auch von einem billigen Lieferanten aus China hätte entwickelt werden können.

Andere bieten TTL Studioblitze oder hochentwickelte Funksysteme mit Abdichtung, hoher Reichweite und guter Bedienung. Und Metz bietet statt dessen eine LED Taschenlampe billigster Art?

ui, da ist es ja, reichlich spät

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. November 2014 - 15:55

So sicher wie in einer erhitzten Diskussion irgendwann der Hitler-Vergleich gezogen wird, so sicher beginnt bei Photoscala-Diskussionen irgendwann das Leica-Bashing. Unabhängig davon, ob Leica in irgendeinem sinnvollen Kontext zum Inhalt des erörterten Artikels steht.

Faszinierend.

Thyl

Metz - war es das jetzt?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. November 2014 - 19:16

So ganz weit hergeholt ist das nicht, Leica überlebte mit Hilfe von Minolta, später kamen die Kameras von Fuji und Panasonic, sogar ein Sigma-Zoom übernahmen sie und nannten es Elmarit. Leica existiert noch, aber auch Japaner mussten aufgeben (Minolta, Miranda, Yashica-Contax, Konica) - die fertigten sehr gute Kameras. Der Vorteil von Nikon und Canon ist beispielsweise: Die reagieren relativ schnell auf die Erfordernisse des Marktes und geben viel Geld für die Forschung aus. Ich besitze zwei Nikon SB-910, in jeder Hinsicht ein Top-Teil, wenn ein intensiver Fotoabend auf dem Programm steht, setze ich noch ein Nikon-Zusatzakkuteil dran, das ist einfach optimal! Warum sollte ich da Metz kaufen? Meine Metz-Stabgeräte verscheuerte ich auf einer Fotobörse, der Erlös hielt sich in Grenzen!

Gast schrieb:

So sicher wie in einer erhitzten Diskussion irgendwann der Hitler-Vergleich gezogen wird, so sicher beginnt bei Photoscala-Diskussionen irgendwann das Leica-Bashing. Unabhängig davon, ob Leica in irgendeinem sinnvollen Kontext zum Inhalt des erörterten Artikels steht.

Faszinierend.

Thyl

Gast schrieb: Leica ist es

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. November 2014 - 18:22
Gast schrieb:

Leica ist es gelungen, durch marktgerechte Inovationen (S-System, T-System, Kinoobjektive und vieles andere mehr) wieder neuen Boden unter den Füßen zu gewinnen, und steht heute besser denn je da. Wünsche der Firma Metz, dass sie sich daran ein Beispiel nimmt.

Das Hauptproblem Deiner Idee ist es, ebenfalls einen Lehrer zu finden, der hunderte Millionen erbt, und einen Teil davon in die Firma Metz investiert.

Das wird kaum gelingen, denn im Gegensatz zu Leica- oder Märklinprodukten, haben Metzprodukte keinen Kultstatus.

Der Rolleiflexer

Wünsche den 550 Metz Beschäftigten trotz Insolvenz eine Zukunft.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. November 2014 - 22:09
Gast schrieb:

Das Hauptproblem Deiner Idee ist es, ebenfalls einen Lehrer zu finden,

Nein, das war nicht meine Idee. Was jetzt zu tun ist, weiß ich nicht. Und auch nicht, ob die Insolvenz alleine im TV-Bereich ihre Ursache hatte oder / und im Geschäftsbereich Aufnahmelicht.

Von meiner Sicht als ehemaliger Anwender von Metz-Produkten im Fotobereich hätte ich mir in der Vergangenheit andere Produkte gewünscht. Da diese nicht gekommen sind, bin ich jetzt auf andere Blitz-Hersteller umgestiegen. Wünsche der Firma Metz und deren Mitarbeitern trotzdem eine gute Zukunft.

Es sei denn, sie trügen einen roten Punkt

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Stammgast)
am Samstag, 22. November 2014 - 10:36
Gast schrieb:

im Gegensatz zu Leica- oder Märklinprodukten, haben Metzprodukte keinen Kultstatus.

Der Rolleiflexer

Metz produziert offensichtlich auch Blitzgeräte für Leica Camera. Zumindest die haben Teil am Kult aus Wetzlar.

Christoph Jehle schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 03. Dezember 2014 - 15:44
Christoph Jehle schrieb:

Metz produziert offensichtlich auch Blitzgeräte für Leica Camera. Zumindest die haben Teil am Kult aus Wetzlar.

Bleibt die Frage, wie viele Blitze Metz für Leica verkauft und wie viele für andere Hersteller.

Den Service von Metz fand ich immer einmalig und die Produkte sehr hochwertig. Gerade der digitale Fotomarkt ist sehr schnelllebig und umfangreich.

Nicht anders sieht es in der Fernsehsparte aus. Hochpreisige Produkte wie von Metz, Loewe oder B&O sind heute weniger gefragt. Waren diese Geräte in den 90ger noch ein Möbel, ein Aushängeschild in der Wohnung, so sieht das heute anders aus. Schicke Fernseher bekomme ich auch von anderen Herstellern und da man sowieso alle 5-6 Jahre neu kauft, legt man nicht mehr so viel Wert auf langlebige Designqualität.

Insolvenz und Forderungen der Gläubiger

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 14. Januar 2015 - 20:24

Schön, dass die Firma Metz weitermachen will. Aber die Altforderungen der Gäubiger von vor der Insolvenzanmeldung sind erst einmal zweitrangig.
Dumm gelaufen, wenn man dann leer ausgeht.
Und noch dümmer, dass Metz bis dahin von den Lieferanten erwartet/erhofft, sie würden Metz weiterbeliefern, denn die Hoffnung stirbt ja zuletzt.
Heißt die Lieferanten sollen liefern und auf Zahlungen warten....

Insolvenzverfahren

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 06. März 2015 - 13:20

Das Insolvenzverfahren wird die Tage eröffnet und nun kann gewartet werden, zu welcher Quotelung es kommt - und ob überhaupt noch ein paar Cent an die Gläubiger geleistet werden...

weitermachen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2015 - 13:13

wird die Firma Metz wahrscheinlich nicht mehr, denn seltsamerweise wurden schon vor der Insolvenz nicht mehr alle Zahlungen geleistet. So habe ich noch eine offene Forderung an die Firma Metz und bin erstaunt über das öminose Verschwinden unserer Rechnung.