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Jenoptik: Ausstieg bei Mittelformatkameras belastet Halbjahresergebnis (aktualisiert)
Der Jenoptik-Konzern verbucht im ersten Halbjahr 2009 einen Millionen-Verlust. Das Ergebnis des Konzerns, der sich zur Zeit beim Bund um Staatsgarantien für Kredite bemüht, wird durch Sondereinflüsse infolge des Rückzugs aus dem Kamerageschäft mit der Hy6 - „wir haben uns von einer defizitären Randaktivität getrennt“ - negativ beeinflusst:
Der Jenoptik-Konzern wird von der Wirtschaftskrise in zwei seiner drei Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr 2009 (Januar bis Juni) stark getroffen (siehe Zwischenberichtdes Jenoptik-Konzerns über die Monate Januar bis Juni 2009; PDF-Datei). Die Umsätze sind um 12,6 % und der Auftragseingang um 18,5 % gegenüber dem Vorjahresniveau rückläufig. Die Krise in der Halbleiter- und Automobilindustrie trifft Jenoptik in den Sparten „Laser & Optische Systeme“ und „Messtechnik“. Einzig die Geschäftsentwicklung im Segment „Verteidigung & Zivile Systeme“ ist positiv.
Der Jahresfehlbetrag (Ebit, vor Steuern) in Höhe von 4,6 Mio. € wird vor allem durch Aufwendungen infolge des Rückzugs aus dem Geschäft mit Mittelformatkameras hervorgerufen (wir berichteten: Jenoptik und Sinar ziehen sich aus dem Mittelformat zurück). Jenoptik beziffert diese Sondereffekte, die komplett im zweiten Quartal 2009 eingerechnet werden, mit 7,9 Mio. €. Darin enthalten sind rund 1 Mio. € laufende Verluste aus dem aufgegebenen Geschäft. Ohne diese Sondereinflüsse hätte der Konzern ein Millionen-Plus ausweisen können. Der konzernweite Verlust (nach Steuern) beträgt 11,1 Mio. €, nach einem Gewinn von 6,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Mertin kommentiert den Rückzug aus dem Geschäft mit Mittelformatkameras: „wir haben uns von einer defizitären Randaktivität getrennt und damit den Konzern weiter auf seine Kernkompetenzen fokussiert“. Weitere Auswirkungen der Geschäftsaufgabe, insbesondere durch die eingeleitete Schließung des Standortes Gießen auf die Mitarbeiterzahl, werden im zweiten Halbjahr 2009 wirksam werden. Der Konzern beschäftigt per 30. Juni 2009 insgesamt 3.354 Mitarbeiter, davon sind 687 Mitarbeiter mit einer Arbeitszeitreduzierung zwischen 10 und 25 % in Kurzarbeit.
Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns weist eine leicht gesunkene Verschuldung auf. Dabei soll ein Teil der Schulden von kurzfristig auf langfristige Darlehen umgestellt werden. Der Konzern schätzt die Finanzierungsrisiken für Unternehmenskredite als weiterhin problematisch ein (will heißen: die Banken geben nur zögernd Unternehmenskredite). Zur Absicherung der langfristigen Finanzierung hat der Jenoptik-Konzern eine Staatsbürgschaft für Kredite beim Bund beantragt. Der Konzern benennt als Finanzierungsziel, dass der Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 80 % erhöht werden soll. Zur Zeit bestehen fast Zweidrittel der Schulden aus kurzfristigen Krediten.
Jenoptik rechnet, trotz des Erreichens der Talsohle in einigen Branchen, nicht mit dem Erreichen des Umsatzes und Ergebnisses des Vorjahres im laufenden Geschäftsjahr. Der Konzern konnte in 2008 einen Jahresüberschuss von 37 Mio. € erzielen. Für 2009 rechnet Jenoptik aber mit einem positiven Betriebsergebnis vor Verrechnung von Sondereffekten (die u.a. aus dem Geschäftsrückzug entstehen). Neben der strategischen Konzern-Neuausrichtung wird Jenoptik auch weiterhin Maßnahmen zur Kostensenkung ergreifen.
(agün)
Nachtrag (13.82009; 20:20 Uhr): In der Einleitung wurde „mit der Hy6“ eingefügt, denn darum geht es.
Zum Thema:
- Sinar wieder bei Jenoptik
- Jenoptik und Sinar ziehen sich aus dem Mittelformat zurück
- Sic transit gloria mundi
- photokina 2006: Leica kauft Sinar (aktualisiert)
- Petition für die Leaf AFi
- photokina 2006: Neue High-End-Mittelformat-Digitalkamera
- Jenoptiks flotte Mikroskopkameras ProgRes SpeedXT core
- Leica: 1000+x
- Die wechselvolle Geschichte der Marke Jenoptik
- Sinar Hy6 / Leaf AFi kurz vor Serienreife
- Stratosphärenpingong: Jenoptik spielt mit Leica (aktualisiert)
- Sic transit gloria mundi





Ja, Digibacks
bzw. hybrides Mittelformat mit digitalem Bildaufnehmer sind wohl ein Auslaufmodell.
Da haben sich das die Hersteller im Prinzip zu einfach gemacht. Anstatt gleich ein angepasstes, mit einem kleineren, aber deutlich leistungsfähigerem Sensor ausgestattetes Kamerasystem mit exakt bereichneten Objektiven und voll ausgebauter Digitalstruktur auf min. Basis DSLR auf die Beine zu stellen, wollte man den "Profis" ein Zusatzteil anbieten, dass nur die Kleinigkeit von einem Irrwitz kostet. Dass das begrenzt, bzw. von denen, die sowas überhaupt nachfragen, jetzt deutlich gesättigt ist, ist klar. Da wächst nichts mehr nach. Außer wenigen Anwendern, die an die optische Bank ein Digiback dran hängen, wenn sie nicht ohnehin gleich mit der Platte arbeiten, gibts da jetzt so gut wie niemanden mehr, der sich so ein Teil antut. Nicht zu dem Preis und schon gleich gar nicht mit den rudimentären Funktionalitäten.
Zeit, was Ordentliches auf die Füße zu stellen!
Ganz Richtig !!
jetzt sollten nur auch die hinterletzten endlich begreifen , daß es nur noch eine richtige Lösung gibt: eine Vollformater DSLR von den führenden Anbietern Canon und Nikon !! Nur diese zwei Hersteller sind dank ihrer unereichten Innovationskraft in der Lage, ambitionierten Hobbyfotografen aber auch den tüchtigen Berufsfbelichtern in aller herren Länder jene Ausrüstung zu Verfügung zu stellen , die sie all ihrer Wünsche befriedigt. Wohl nicht umsonst sind Canon und Nikon unangefochtene Markt-Führer im Bereich der Fotografie !! und sie werden es bleiben !! Behauptungen das diese zwei Hersteller ihren Marktanteil nur mit Marketingtricks erlangt haben , verdienen nicht gehört zu werden weil Testsiege in unabhängigen Fachpublikationen zeigen immer wieder wo der Hammer hängt !! Egal ob Olympus Panasonic , oder Sony: sie alle müßen sich brav hinter Canon und Nikon ein reihen. Zu recht wie ich finde !! Von vernachläßigbaren Randerscheinungen wie Fuji oder Samsung und Sigma brauchen wir hier nicht zu sprechen und auch Pentax ist nur ein schatten seiner selbst und Leica die größte Lachplate aller Zeiten !! Aber die Neider sind überall !! Alle die die sich auch hier auf dieser Seite ( besonders gerne !! ) tummeln , man denke nur mal an all die ungezählten Anwender des aberwitzigen 3/4-Systems, Analogverfechter und Hasselblad Romantiker wie dieser Odysseus, oder der Wal mit seiner hinlänglich bekannten Alpha Krücke , werden bald einsehen , daß sie mit ihren kostspieligen Sonderläufen auf dem Ast sägen auf dem sie sitzen. Noch aber machen sich diese Herrschaften wie in einem anderen Artikel geschehen zb. über einen Berufsfotografen lustig , nur weil er mit seiner Wahl auf eine Nikon D700 nichts als nur vernünftig gehandelt hat. Unvergessen ist auch der Architektur Fotograf , der von seiner Plaubel auf eine 5D MarkII mit TS-E Objektiv umgestiegen ist und hier nur Gespött ertragen mußte !! Und was ist schon Jenoptik , daran wird in einem halben sich niemand mehr erinnern !!
Gast schrieb: jWohl nicht
jWohl nicht umsonst sind Canon und Nikon unangefochtene Markt-Führer im Bereich der Fotografie !! und sie werden es bleiben !! B
Ja und? Sie sind es deswegen, weil die Masse der Amateure sich nichts besseres leisten kann, als die Einsteigermodelle dieser beiden Firmen. Und im Profibereich sind sie die einzigen, welche eine passende Ausrüstung für die Klientel der Kampf- und Sportreporter liefern können.
Aber was hat das alles mit digitalem Mittelformat zu tun?
Digitales Mittelformat
Ja wer braucht den das ? Mittelformatkameras sind groß , träge , schwer zu bedienen und sie machen trotzdem viel schlechtere Bilder als zB. eine D3X. Hast du schon mal ein Bild gesehen von einem Phase One Back ? Da lach ich mir einen Schranzen !! Schon bei Iso100 ist die Quali so schlecht , daß kannst du in die Tonne schmeissen !! Etwas brauchbares kriegst du nur hin, wenn du Stunden lang im Photoshop arbeitest.. bei Canon und Nikon ist der Bearbeitungsaufwand dagegen minim und die Bildquali von anfang an top. Also der ambitionierte Amateur hat schon hervorragende Bildqualität mit der 5D MarkII , sogar Profis benutzen diese Kamera. Und wenn Canon die 50MPx Wumme in die Ds baut , dann kannst du Tschüß sagen zu Pana , Oly, Mamiya , Hasselblad und wie die Bastelbuden alle heissen. Leica wird dann schon pleite sein und muss sich zum Glück die Qual nicht mehr antun von Canon und Nikon gnadenlos an die Wand gefahren zu werden !!
Gast schrieb: Ja wer
Ja wer braucht den das ? Mittelformatkameras sind groß , träge , schwer zu bedienen und sie machen trotzdem viel schlechtere Bilder als zB. eine D3X. Hast du schon mal ein Bild gesehen von einem Phase One Back ?
Ja, habe ich, und ich weiß auch, wie man eine Mittelformatkamera bedient und wozu man sie benutzt. Ich brauche daher nicht jeden Bullshit zu glauben, der im Netz über diese Themen verbreitet wird.
Des Pudels Kern:
In ihren Ausführungen ist viel wahres dran. Jedes Forum hat seinen Stamm von Hooligens, die ihre Meinungen durch Geschrei, Pöbeleien und Herabwürdigung anderer Meinungen durchdrücken wollen oder schlicht nur ihre Sichtweise als die allein seelig machende ansehen.
Allein der Markt spricht eine deutliche andere Sprache: Da müssen diese Schreihälse feststellen, dass sie offensichtlich die Masse nicht erreichen - noch nicht einmal in homoöphatischen Dosen.
Mister FT und DingDongDilli können die MFT/FT-Systeme noch so beschwören, der Wal Sony noch so in den Himmel loben, die Masse bleibt (vorerst) bei Nikon und Canon in dieser Reihenfolge. Und Odysseus kommt mit seinem Schiff immer vorbei, wenn die Leiche Leica hin- und hergetragen wird.
DingDongDilly, der im Austeilen besser als im Einstecken ist (sonst müsste photoscala nicht soviel in den Antworten zu dessen Ausführungen soviel zensieren), weiss sowieso nicht was er tut: Als Möchtegern-Journalist und gescheiterte Existenz beschimpft er seine 'Leserschaft' inklusive und demontiert sich mit jedem Thread als das, was er sein will: ein Journalist. Bin mal gespannt, wer dem aus der Fotobranche überhaupt Aufträge zuschustert.
Nikon D3X und D700 bleiben derweil die Favoriten. Da spricht der Markt eine deutliche Sprache. Für Semi-Professionelle auch noch die D90 und die D300/D300s.
Gast schrieb: jetzt sollten
jetzt sollten nur auch die hinterletzten endlich begreifen , daß es nur noch eine richtige Lösung gibt: eine Vollformater DSLR von den führenden Anbietern Canon und Nikon !! Nur diese zwei Hersteller sind dank ihrer unereichten Innovationskraft in der Lage, ambitionierten Hobbyfotografen aber auch den tüchtigen Berufsfbelichtern in aller herren Länder jene Ausrüstung zu Verfügung zu stellen , die sie all ihrer Wünsche befriedigt. Wohl nicht umsonst sind Canon und Nikon unangefochtene Markt-Führer im Bereich der Fotografie !! und sie werden es bleiben !! Behauptungen das diese zwei Hersteller ihren Marktanteil nur mit Marketingtricks erlangt haben , verdienen nicht gehört zu werden weil Testsiege in unabhängigen Fachpublikationen zeigen immer wieder wo der Hammer hängt !! Egal ob Olympus Panasonic , oder Sony: sie alle müßen sich brav hinter Canon und Nikon ein reihen. Zu recht wie ich finde !! Von vernachläßigbaren Randerscheinungen wie Fuji oder Samsung und Sigma brauchen wir hier nicht zu sprechen und auch Pentax ist nur ein schatten seiner selbst und Leica die größte Lachplate aller Zeiten !! Aber die Neider sind überall !! Alle die die sich auch hier auf dieser Seite ( besonders gerne !! ) tummeln , man denke nur mal an all die ungezählten Anwender des aberwitzigen 3/4-Systems, Analogverfechter und Hasselblad Romantiker wie dieser Odysseus, oder der Wal mit seiner hinlänglich bekannten Alpha Krücke , werden bald einsehen , daß sie mit ihren kostspieligen Sonderläufen auf dem Ast sägen auf dem sie sitzen. Noch aber machen sich diese Herrschaften wie in einem anderen Artikel geschehen zb. über einen Berufsfotografen lustig , nur weil er mit seiner Wahl auf eine Nikon D700 nichts als nur vernünftig gehandelt hat. Unvergessen ist auch der Architektur Fotograf , der von seiner Plaubel auf eine 5D MarkII mit TS-E Objektiv umgestiegen ist und hier nur Gespött ertragen mußte !! Und was ist schon Jenoptik , daran wird in einem halben sich niemand mehr erinnern !!
Man, Sie müssen wirklich viel Zeit haben. Fragen Sie doch bei Ihren zuständigem Jobcenter mal nach angemessenen, geringfügigen Tätigkeiten.
Kappes
Außer wenigen Anwendern, die an die optische Bank ein Digiback dran hängen, wenn sie nicht ohnehin gleich mit der Platte arbeiten, gibts da jetzt so gut wie niemanden mehr, der sich so ein Teil antut. Nicht zu dem Preis und schon gleich gar nicht mit den rudimentären Funktionalitäten.
Zeit, was Ordentliches auf die Füße zu stellen!
Sprach's und kaufte Nikon und wußte nicht, was ihm entging.
"Was Ordentliches" ist nun gerade die Großformatkamera ("optische Bank" u.a.), weil damit Aufnahmen möglich sind, die kein anderes System bietet. - Auch TS-E Objektive nicht, so sehr ich sie schätze.
Was sich die "wenigen Anwender" der Großformatkameras wünschen, sind größere Sensoren, nicht aber eingebaute Sensoren.
Aber wie erklärt man das jemandem, der Kameras nur nach der Anzahl der AF- und Belichtungsmessfelder beurteilt?
Der Konzern für Sondertechnik
erleidet Sonderverluste durch Sondereinflüsse.
Finde ich voll ok, wenn Waffenbauer mal eins auf die Mütze kriegen. Am Krieg verdienen sollte noch viel schwerer gemacht werden.
Man stelle sich vor: Die machen Gewinne aus dem Rüstungsgeschäft, also aus Steuergeldern.
Mit dem mickrigen Anteil ziviler Güter (Hier der Hy6) machen sie Verluste, und dafür soll wieder der Steuerzahler bürgen.
Das ist nun wirklich ein Staatsunternehmen der miesesten Sorte.
"Randaktivität"
Ja, genau so sah's auch aus. Womit sich dann Fragen nach Sinn und Zweck, Schuld und Sühne gleich auch erübrigen.
Wenn das Pferd tot ist, muss der Reiter absteigen.
Schon seit Vorstellung der Hy6 wies ich darauf hin, dass es sich um eine Totgeburt handelt, die die beteiligten Unternehmen nicht wuppen werden. Herzlichen Glückwunsch an alle, die in des toten Mann's Kiste investierten. Buchen Sie es am besten unter Lehrgeld ab.
Sinar, Deutschland fluchtartig verlassend, versucht es jetzt von der Schweiz ausserhalb der Jenoptik. Viel Glück - vielleicht haltet Ihr ja noch bis Ende des Jahres durch,vielleicht auch noch bis zur nächsten photokina. Glauben tue ich dies allerdings nicht.
Hasselblad kämpft auch ums Überleben wie ein auf den Rücken gelegter Käfer. Mamiya dürfte in Sachen digitales Mittelformat wohl am längsten den Markt erfreuen.
Der Exitus kommt unweigerlich (für das digitale Mittelformat), wenn nicht endlich bezahlbare Rückteile zur Verfügung gestellt werden. Ansonsten bleiben als Alternative nur die Nikon D3X und die Nikon D700, bis das Gute durch etwas besseres ersetzt wird.
Gast schrieb: Der Exitus
Der Exitus kommt unweigerlich (für das digitale Mittelformat), wenn nicht endlich bezahlbare Rückteile zur Verfügung gestellt werden. Ansonsten bleiben als Alternative nur die Nikon D3X und die Nikon D700, bis das Gute durch etwas besseres ersetzt wird.
Ich bin zwar kein Profi im klassischen Sinne, mache kein Geld mit Fotos. Ich nutze aber jede erdenkliche Möglichkeit um diese Welt besser kennenzulernen. Da gibt es schon einen riesen Unterschied zwischen einer d3x/d700 und digitales Mittelformat. Schon allein das Handling der Kleinbildner nervt unglaublich nach längerem arbeiten. Und ich spreche nicht von Actionfotografie, da sind die "Kleinen" spitze und unersetzlich.(Ich fotografiere schließlich nur mit Kleinbild) Doch wenn man im Studio ist, wird man alleine schon wegen der leichteren Arbeitsweise die Großen vorziehen. Es war ätzend als ich mal mit Kleinbild solch ein "Arbeitstag" machen durfte, die Augen wollten etwas größeres als den kleinen Sucher. Als ich dann wechseln durfte war es wie eine Befreiung. Klar, dass ich die Bedienung nicht perfekt beherrschte, aber ich merkte, es war entspannter zu arbeiten.
Ach ja, zum Thema aus einem Guss. Stimmt, man hätte mehr erwarten dürfen als diese langjährigen Provisorien. Da schauen wir mal, wie sich das bei der S2 von Leica entwickelt.
In der Not frisst der Teufel Fliegen!
Will sagen: Wenn im digitalen Mittelformat hapert, sucht man sich notabene Ersatzlösungen - zum Beispiel in der Nikon D3X/D700. Dass das fürs Studio und die Fachfotografie nur eine Notlösung sein kann, dürfte keiner ernsthaft bestreiten.
Zu Beginn des digitalen Mittelformat wollte man wohl kräftig absahnen, was in die Hose ging, weil keiner bereit war oder sein konnte, diese ausserirdischen Preise zu zahlen.
Dann kam der Slogan von der digitalen Mittelformat aus einem Guss, wo man im günstigsten Fall ein sündhaft teures Digiback kaufen sollte und die Kamera dazu bekam man geschenkt. Fiel auch keine nennenswerte Gruppe drauf rein - vielmehr so wenige, dass sich der Exitus einstellte oder zumindest ankündigte - alles weitere liegt in Agonie.
Drauf zu warten, wie sich Leica entwickelt, können nur die, die mit Fotografie nicht ihr Geld verdienen müssen und wollen. Abgehobene Preise, ein unerträglich arrogantes Auftreten und eine Kamera, die sich erst mal in der Praxis bewähren muss und die Frage, wer hält länger durch: LeicaCamera oder die S2 oder verschwindet beides gleichzeitig in der Versenkung?
LeicaCamera trat mit der S2 in die Fussstapfen von Rollei/Franke+Heidecke und den Gang zur Gruft an. Mal sehen, wieviele Schwachmaten ihr Geld in dieses System investieren? Am Ende jammern die wieder: "Und es hätte eine so schöne Kamera werden können."
Zutreffende Analyse!
Vom Mittelformat oder gar Großformat steigt man nicht mit dem Gefühl "Boah, ist das toll hier!" auf Kleinbildkameras um, sondern weil entweder die vormals anspruchsvollen Kunden nur noch Monitorauflösung bezahlen wollen, oder weil das digitalisierte Preis-/Leisungsgefüge der etablierten Mittelformathersteller schlicht unakzeptabel ist.
Wo sich der Sportreporter dann über die maximal mögliche Anzahl an Automatiken freut, bemerkt der vorherige Nutzer größerer Formate vor allem Einschränkungen.
Die Leica S2 wendet sich an den noch zu schaffenden Typus des "agilen Modefotografen" im Mittelformat. Wer aber mit diesen Stil bisher schon im Geschäft war, der konnte seine Bilder auch mit der 20-Megapixel-Klasse der Kleinbildkameras verkaufen. Und, wie gesagt, die Kunden werden zu Zeit nicht anspruchsvoller, sondern sparsamer. Für wen soll die S2 da wirkliche Vorteile bringen?
Die vollformatige M9 wäre die Nische gewesen, die Leica als Nische und Biotop erfolgreich hätte besetzen können, um zu überleben. Denn dafür ist, oder war, zahlreiche Nachfrage vorhanden. So sehr "war", daß es für die M9 aus dem Dunkeln und Munkeln vielleicht schon zu spät ist. Schon die Gerüchte um die vollformatige digitale Zeiss Ikon werden Leica jedes M-Preisniveau verhageln.
Welche Gerüchte um die vollformatige digitale Zeiss Ikon
kennen Sie denn? Da würde ich gerne etwas mehr wissen. Dass Cosina einen neuen Ausflug in die digitale Welt vorhat, erscheint mir äußerst gewagt.
Wußten Sie schon,
daß es Google jetzt auch auf Deutsch gibt?
Probieren Sie es mal aus, es lohnt sich!
Es lohnt sich nicht wirklich.
Alles Wunschträume. Nicht mal im Ansatz ein Gerücht mit einem realistischen Kern.
Gerüchte
Welche Gerüchte um die vollformatige digitale Zeiss Ikon kennen Sie denn? Da würde ich gerne etwas mehr wissen.
Alberne Gerüchte gibt es viele. Gerne verbreite ich auch noch ein paar, wenn Sie keine finden. Aber wie Sie selbst schreiben:
Dass Cosina einen neuen Ausflug in die digitale Welt vorhat, erscheint mir äußerst gewagt.
Keine Ahnung, ob sie den vorhaben. Jedenfalls gibt es wenig Anzeichen, dass sie den Ausflug kurz- oder mittelfristig starten können.
Und warum irgendwelche Träumereien von irgendwelchen digitalen Ikon-Modellen Leica die Preise einer M9 (egal, ob und wann die zu welchen Konditionen kommt) verhageln sollen, vermag ich nicht zu erkennen. Es empfielt sich, zwischen Gerüchten und seriösen Quellen zu unterscheiden.
Bis heute
ist die Leica S2 auch nur ein Gerücht. Darauf aufbauend, ist ihre Praxistauglichkeit noch weniger als eine bloße Behauptung.
Da ist doch klar, wenn richtige Männer von einer richtigen M9 träumen.
Und das wissen auch richtige Kamerahersteller.
Nein.
Die Leica S2 gibt es. Viele von uns haben sie zumindest schon ausprobiert. Die Produktion läuft, im September kommt sie in den Handel.
Kannst Du das beweisen?
Viele von uns haben sie zumindest schon ausprobiert.
In Bielefeld?
Gast schrieb: Der Exitus
Der Exitus kommt unweigerlich (für das digitale Mittelformat), wenn nicht endlich bezahlbare Rückteile zur Verfügung gestellt werden. Ansonsten bleiben als Alternative nur die Nikon D3X und die Nikon D700, bis das Gute durch etwas besseres ersetzt wird.
Von Hasselblad gibt es inzwischen digitale Rückteile für unter 10.000 EUR. Chip mit doppeltem Kleinbildformat und doppelter Kleinbild-Auflösung. Die D3X ist eine schöne Kamera für vermögende Amateure, die aus ihrer Kleinbildausrüstung das Maximale herausholen wollen, oder für Naturfotografen, die lange Brennweiten brauchen, welche es für eine Hasselblad nicht gibt. Für den Kampf- und Sportreporter ist die D3 das richtige Werkzeug, und der nicht ganz so vermögende Amateur mag sich an der D700 erfreuen. Wenn jedoch Spitzenergebnisse gefragt sind, ist ab jetzt wieder Hasselblad angesagt. Die von der Kleinbildkamera abgeleiteten Digitalsysteme sind am Ende der Fahnenstange angekommen.
Und immer schön an die a900...
...denken, gel? Die ist nämlich genauso gut wie die D3x und auch noch bezahlbar!!!
Bei A900 denkt man an den WAL und einen nicht vorhandenen
Service bei Sony. Da nützt Bezahlbarkeit auch nichts, zumal die A900 kein Schnäppchen ist; man kann das Geld auch gleich zum Fenster raus oder ins Klo werfen.
Was schreibst du da ?!?
Weil also die a900 ist sicher nicht so gut wie die D3X !! ich habe beide Kameras probiert und ich kann dir versichern , die D3X zersägt die a900 !!
Na komm, erzähl schon!
Wie hat die Nikon die Sony fertiggemacht?
Tja eigentlich schade.
Ich fand das hybride Konzept sehr interessant. Nicht, daß ich die Kamera mittelfristig gekauft hätte. Bin mit der 6008af voll und ganz versorgt. Wird man in Zukunft wohl mindestens zwei Kameras brauchen. Eine digitale und eine für Film. Oder ich muss mir den ganzen Komfort der Rollei schenken und auf so etwas wie Alpha umsteigen. Schnuckelig ist die ja, aber für Telebrennweiten nicht so geeignet. ja doof.