Vorletzte Woche hat Sony anlässlich der Verleihung der Sony World Photo­graphy Awards völlig überra­schend sein neues Spitzen­modell präsen­tiert: die Alpha 9. Diese spiegellose Klein­bild­kamera mit 24 Megapixel Auflösung tritt an, die letzte Bastion zu schleifen, die noch von klassi­schen DSLRs gehalten wird – in die profes­sio­nelle Sport- und Action-Fotografie. Mit einer Serien­bildrate von 20 Bilder/s inklusive AF-Nachführung sowie einem unter­bre­chungs­freien Sucherbild bringt die Alpha 9 dazu auf dem Papier die besten Voraus­set­zungen mit. Doch kann sie ihre Versprechen in der Praxis auch einlösen? Ich hatte kurz Zeit, es auszu­pro­bieren.

Dass Sony irgendwann einmal eine Kamera bringen würde, die oberhalb der Alpha-7-Familie angesiedelt ist, lag seit Längerem auf der Hand. Denn bei der Nomen­klatur folgt Sony dem Bezeich­nungs­schema von Minolta (wurde 2006 von Sony übernommen) – und da markierten die Modelle mit einer „9“ in der Bezeichnung immer die Spitze in der Kamera-Riege. Daran hat sich Sony ja auch bei seinen DSLRs (Alpha 900) und später den SLT-Modellen (ab Alpha 99) gehalten. Nur bei den Spiegel­losen fehlte bislang noch eine 9er.

Die ist jetzt da in Form der Alpha 9, die Sony völlig überra­schend vorletzte Woche in London aus dem Hut gezaubert hat. Erstmals stellt Sony bei der Alpha 9 nicht die Auflösung (wie bei der Alpha 7R II) oder die Empfind­lichkeit (wie bei der Alpha 7S II) in den Vorder­grund sondern die Geschwin­digkeit. Und von ihren Eckdaten her scheint die Kamera durchaus geeignet, Sport­bo­liden vom Schlage einer Canon EOS-1D X Mark II oder Nikon D5 das Fürchten zu lehren.
Laut Sony zeichnet sich die Alpha 9 unter anderem durch folgende Merkmale aus:

  • 20 Bilder/Sekunde bei konti­nu­ier­lichem Autofokus
  • Unter­bre­chungs­freies Sucherbild ohne Dunkel­phase
  • Puffer­speicher für 362 JPEG- bezie­hungs­weise 241 RAW-Dateien
  • Ein Steck­platz für schnelle UHS-II-Speicher­karten
  • Lautloser elektro­ni­scher Verschluss mit kürzester Belich­tungszeit von 1/32.000 Sekunde.

Sony hat den in London versam­melten Fachjour­na­listen die Alpha 9 für genau eine halbe Stunde in die Hand gedrückt. Viel zu wenig, natürlich, um die Kamera ausführlich kennen­zu­lernen. Immerhin gab es drei passende Setups in einem Box-Gym, die zumindest ein Gefühl für die Leistungs­fä­higkeit der Alpha 9 vermitteln sollten.

Alpha 9 Präsentation

Sony hatte eine ausrei­chende Anzahl Alpha 9 mit nach London gebracht, sodass ich mich wenigstens für eine halbe Stunde mit der Kamera beschäf­tigen konnte.

Lautloser Verschluss

Auf jeden Fall eindrucksvoll fand ich den völlig lautlosen elektro­ni­schen Verschluss der Alpha 9. Den kannte ich zwar bereits von der Alpha 7S, aber nicht bei „Dauer­feuer“ mit einer Rate von 20 Bilder/Sekunde. Die erste Bildserie gelangte so gänzlich unbeab­sichtigt auf meine Speicher­karte – ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich die Kamera ausgelöst habe. Nur wer ganz genau hinhört, kann ein leichtes „Tick, Tick, Tick“ der Blenden­steuerung vernehmen.

Nachteil des elektro­ni­schen Kamera­ver­schluss‘ ist üblicher­weise, dass er für einen unschönen Rolling-Shutter-Effekt sorgt. Dabei werden zum Beispiel die kreisenden Rotor­blätter eines Heliko­pters sichel­förmig verbogen. Das liegt daran, dass CMOS-Sensoren Zeile für Zeile ausge­lesen werden, wodurch es zu einem minimalen zeitlichen Versatz kommt. Technisch ist es heute durchaus möglich, den gesamten Sensor­inhalt auf einen Rutsch auszu­lesen, doch diesen „Global Shutter“ bietet die Alpha 9 nicht. Sony verspricht indes, dass der Rolling-Shutter-Effekt bei der Alpha 9 stark minimiert wurde – auspro­bieren konnte ich es bislang nicht.

Rolling-Shutter-Effekt bei Alpha 99II

Rolling-Shutter-Effekt: Bei dieser Aufnahme mit der Alpha 99 II erscheinen die Rotor­blätter sichel­förmig durch­ge­bogen.

Demge­genüber steht laut Sony ein entschei­dender Vorteil: Da der elektro­nische Verschluss völlig lautlos arbeitet, darf der Sport­fo­tograf die Alpha 9 auch in solchen Situa­tionen auslösen, in denen üblicher­weise ein Fotogra­fier­verbot herrscht – etwa der Aufschlag beim Tennis oder der Abschlag beim Golf.

Einen klassi­schen mecha­ni­schen Verschluss hat die Alpha 9 übrigens weiterhin an Bord. Er wird zum Beispiel für Aufnahmen mit Blitz­licht benötigt oder für ISO-Empfind­lich­keiten jenseits der ISO 25.600. Der Schlitz­ver­schluss ist für 500.000 Auslö­sungen ausgelegt, seine kürzeste Belich­tungszeit beträgt 1/8000 Sekunde.

In der Regel wird man wohl den elektro­ni­schen Verschluss dem mecha­ni­schen vorziehen. Denn er hat noch einen weiteren Vorteil: Da er völlig ohne beweg­liche Teile auskommt, erzeugt der elektro­nische Verschluss keinerlei Vibra­tionen.

Elektronischer Sucher

Bislang hat sich bei Spiegel­losen der elektro­nische Sucher (EVF) als Achil­les­ferse für die Sport­fo­to­grafie erwiesen. Lange Dunkel­phasen zwischen den Aufnahmen oder gar das letzte Foto im Sucher anstelle eines Live-Bilds machten es schier unmöglich, das Motiv bei Mitziehern im Sucher zu halten.

Alpha 9 Beispiel Sequenz

Die Alpha 9 zeigt das Sucherbild gänzlich unter­bre­chungsfrei an. Das hilft ungemein, ein schnelles Motiv im Sucher zu halten.

Das hat Sony bei der Alpha 9 grund­legend geändert. Die Kamera zeigt selbst bei schnellen Bildserien fortwährend ein Live-Bild, ohne jegliche Unter­bre­chung oder Dunkel­phase. Das kann eine DSLR nicht, bei ihr wird der Sucher für die Dauer der Aufnahme schwarz, wenn der Spiegel hochschwingt, um dem Licht den Weg zum Sensor freizu­machen. Auch dieses völlig unter­bre­chungs­freie Sucherbild hat sicherlich seinen Beitrag dazu geleistet, dass ich meine erste Bildserie unbemerkt aufge­nommen habe. Ich hatte noch nie eine Kamera in der Hand, mit der ich (zugege­be­ner­maßen nicht sonderlich talen­tierte Action­fo­tograf) so mühelos den Bewegungen eines Sportlers folgen konnte.

Die Abbil­dungs­qua­lität des elektro­ni­schen Suchers der Alpha 9 ist kaum noch von der eines optischen Suchers zu unter­scheiden. Mit rund 3,7 Millionen Dots bezie­hungs­weise 1,2 Millionen Bildpunkten löst der EVF überaus fein auf. Die Refresh-Rate beträgt standard­mäßig 60 Hertz, bei Bedarf lässt sie sich verdoppeln – Bewegungen werden so äußerst flüssig und ohne einen Hauch von Schlieren oder Zittern darge­stellt. Das Sucherbild ist mit 0,78facher Vergrö­ßerung angenehm groß. Sony hat die Austritts­pu­pille für einen Augen­ab­stand von 23 Milli­meter berechnet, das ist weit genug, dass ich auch mit Brille problemlos in den Sucher blicken konnte.

Vorteile für einen klassi­schen DSLR-Sucher sehe ich nur noch in extrem heller Umgebung, etwa beim Winter­sport im Sonnen­licht. In diesen Situa­tionen reicht die Maximal­hel­ligkeit eines EVF meist nicht aus – wie das bei der Alpha 9 ist, konnte ich im doch recht schumm­rigen Box-Gym indes nicht auspro­bieren.

Was für den elektro­ni­schen Sucher gilt, gilt natürlich auch für das rückwärtige Display der Alpha 9. Es zeigt das Sucherbild ebenso unter­bre­chungsfrei an wie der EVF. Da sich der Monitor nach oben und unten klappen lässt, gelingen bodennahe oder Überkopf-Aufnahmen mit der Alpha 9 ohne Verren­kungen oder Sport­ein­lagen des Fotografen.

Autofokus

Eine hohe Serien­bildrate ist das eine, ein Autofokus, der da noch mithält, das andere. Die Alpha 9 schießt laut Daten­blatt bis zu 20 Bilder pro Sekunde (wie schnell sie tatsächlich ist, konnte ich nicht messen, aber sie ist auf alle Fälle sehr schnell) – da muss der Autofokus äußerst fix reagieren.

Und das tut er! Ganz gleich, ob ich das ebenfalls brandneue FE 100–400mm F4.5–5.6 GM OSS, das FE 70–200mm F2.8 GM OSS oder das 24–70mm F2.8 GM OSS an die Alpha 9 angesetzt hatte – hat der Autofokus der Alpha 9 ein Action-Motiv erst einmal erfasst, hält er es fest im Griff. Da konnten sich die Boden­turner noch so schnell auf die Kamera zu bewegen – die Anzahl meiner fehlfo­kus­sierten Fotos lässt sich fast an den Fingern einer Hand abzählen.

Alpha 9 Beispiel AF-Leistung

Der Autofokus der Alpha 9 folgt sich rasch bewegende Motive mühelos.

Das gilt jedoch wie gesagt nur mit der kleinen Einschränkung, „wenn der AF das Objekt erst einmal erfasst hat“. Es hilft der Alpha 9 ungemein, wenn man sein Motiv vor der Aufnahme ein paar Sekunden im Sucher hält und bereits fokus­siert. Das geht entweder mit halb gedrücktem Auslöser oder – und das ist in dieser Form neu bei Sony – mit einem dediziertem AF-Taster, der bequem mit dem Daumen der rechten Hand zu erreichen ist.

Alpha 9 AF-Taster

Sony hat auf der Rückseite der A9 eine dedizierte AF-Taste unter­ge­bracht, eine zweite Taste gibt’s für den Belich­tungs­speicher.

Dass der Tracking-AF der Alpha 9 so gut funktio­niert, liegt sicherlich auch daran, dass er Daten von 693 Phasen­de­tek­ti­ons­sen­soren auf dem Bildwandler erhält, die zudem noch rund 93 Prozent des Bildaus­schnitts abdecken. Sony hat bei der Präsen­tation der Alpha 9 ferner auf eine weitere Beson­derheit hinge­wiesen: Da der Bildsensor, der ja auch die Daten für das AF-System liefert, einen unter­bre­chungs­freien Daten­strom liefert, wird auch der Autofokus konti­nu­ierlich mit Daten versorgt. 60 Hertz beträgt die Taktrate, der Autofokus erhält also 60 Mal in der Sekunde Messwerte. Das ist deutlich mehr als bei einer DSLR, andere Spiegellose (etwa von Olympus) takten den Autofokus jedoch mit bis zu 240 Hertz.

Sicherlich trägt auch der Fokus­an­trieb der Objektive einen gehörigen Teil zum sehr schnellen Autofokus der Alpha 9 bei. So sind die Telezooms FE 100–400mm F4.5–5.6 GM OSS und FE 70–200mm F2.8 GM OSS mit gleich zwei Fokus­gruppen versehen, die unabhängig vonein­ander angesteuert werden – was vielleicht auch den nicht gerade günstigen Preis dieser Objektive erklärt.

Noch fehlen für die Spiegel­losen von Sony lange und licht­starke Telebrenn­weiten. Laut Sony lassen sich jedoch problemlos die entspre­chenden A-Mount-Objektive an die Alpha 9 adaptieren, etwa das 300 mm F2,8 G SSM II oder das 500 mm F4 G SSM. In diesem Fall soll der Autofokus der Alpha 9 noch schnell genug sein für 10 Bilder/Sekunde.

Handling

Auf den ersten Blick sieht die Alpha 9 aus wie die Kameras der Alpha-7II-Familie. Doch im Detail hat Sony die Alpha 9 deutlich verbessert. Vor allem gibt es bei ihr deutlich mehr dedizierte Bedien­ele­mente. Neu hinzu­ge­kommen ist zum Beispiel ein Einstellrad mit zwei Ebenen auf der linken Kamera­schulter. Hier stellt man bequem den Bildfol­ge­modus und die AF-Betriebsart – für beides geht bei der A7-Familie nur über das Schnellmenü.

Sicherlich trägt auch der Fokusantrieb der Objektive einen gehörigen Teil zum sehr schnellen Autofokus der Alpha 9 bei. So sind die Telezooms FE 100–400mm F4.5–5.6 GM OSS und FE 70–200mm F2.8 GM OSS mit gleich zwei Fokusgruppen versehen, die unabhängig voneinander angesteuert werden – was vielleicht auch den nicht gerade günstigen Preis dieser Objektive erklärt. Noch fehlen für die Spiegellosen von Sony lange und lichtstarke Telebrennweiten. Laut Sony lassen sich jedoch problemlos die entsprechenden A-Mount-Objektive an die Alpha 9 adaptieren, etwa das 300 mm F2,8 G SSM II oder das 500 mm F4 G SSM. In diesem Fall soll der Autofokus der Alpha 9 noch schnell genug sein für 10 Bilder/Sekunde. Handling Auf den ersten Blick sieht die Alpha 9 aus wie die Kameras der Alpha-7II-Familie. Doch im Detail hat Sony die Alpha 9 deutlich verbessert. Vor allem gibt es bei ihr deutlich mehr dedizierte Bedienelemente. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel ein Einstellrad mit zwei Ebenen auf der linken Kameraschulter. Hier stellt man bequem den Bildfolgemodus und die AF-Betriebsart – für beides geht bei der A7-Familie nur über das Schnellmenü. Alpha-7-II_Alpha-9_von-oben.jpg Im Gegensatz zur Alpha 7 II (links) bietet die Alpha 9 (rechts) ein Einstellrad auf der linken Kameraschulter, mit dem sich Bildfolgemodus und AF-Betriebsart rasch ändern lassen. Kräftig überarbeitet hat Sony auch die Bedienelemente auf der Rückseite. Dass es bei der Alpha 9 jeweils eine Taste für den Autofokus sowie den Messwertspeicher gibt, habe ich ja bereits angesprochen. Neu ist aber auch ein Joystick, mit dem sich zum Beispiel das AF-Feld verschieben lässt oder komfortabel durchs Hauptmenü blättern. Man kann bei der Alpha 9 jetzt das AF-Feld alternativ mit einem Fingertipper aufs Display positionieren, der Monitor ist nämlich berührungsempfindlich. Schade, dass Sony diese Funktion aufs AF-Feld beschränkt hat, Menü oder Schnellmenü reagieren nicht auf Fingertipper. Geblieben ist das kleine Wählrad. Obwohl Sony es griffiger gestaltet und es spürbarer rastet, dreht es sich für meinen Geschmack immer noch zu leicht.

Im Gegensatz zur Alpha 7 II (links) bietet die Alpha 9 (rechts) ein Einstellrad auf der linken Kamera­schulter, mit dem sich Bildfol­ge­modus und AF-Betriebsart rasch ändern lassen.

Kräftig überar­beitet hat Sony auch die Bedien­ele­mente auf der Rückseite. Dass es bei der Alpha 9 jeweils eine Taste für den Autofokus sowie den Messwert­speicher gibt, habe ich ja bereits angesprochen. Neu ist aber auch ein Joystick, mit dem sich zum Beispiel das AF-Feld verschieben lässt oder komfor­tabel durchs Hauptmenü blättern. Man kann bei der Alpha 9 jetzt das AF-Feld alter­nativ mit einem Finger­tipper aufs Display positio­nieren, der Monitor ist nämlich berüh­rungs­emp­findlich. Schade, dass Sony diese Funktion aufs AF-Feld beschränkt hat, Menü oder Schnellmenü reagieren nicht auf Finger­tipper. Geblieben ist das kleine Wählrad. Obwohl Sony es griffiger gestaltet und es spürbarer rastet, dreht es sich für meinen Geschmack immer noch zu leicht.

Alpha 7II und Alpha 9 von hinten

Neu ist auf der Rückseite der Alpha 9 (rechts) unter anderem ein kleiner Joystick, der die Platzierung des AF-Felds erleichtert.

Obwohl – oder gerade weil – die Alpha 9 so klein und leicht ist, liegt sie hervor­ragend in der Hand. Selbst mit dem FE 100–400mm F4.5–5.6 GM OSS, das mit seinen fast 1400 Gramm doppelt so viel wiegt wie die betriebs­be­reite Alpha 9. Befürch­tungen, dass derart schwere Objektive die Alpha 9 über Gebühr strapa­zieren könnten, tritt Sony mit einem besonders fest verschraubten Bajonet­t­an­schluss entgegen.

Alpha 9 von Sony Bajonett

Das Bajonett wird an der Alpha 9 von sechs Schrauben (statt üblicher­weise vier) gehalten.

Für ein noch besseres Handling, insbe­sondere bei Hochfor­mat­auf­nahmen, soll der Batte­rie­griff VG-C3EM sorgen. Auspro­bieren konnte ich es leider nicht, Sony hatte nur ein Ausstel­lungs­stück mit nach London gebracht.

Deutlich verbessert hat Sony bei der Alpha 9 das Hauptmenü. Es ist wie bereits bei der Alpha 99 II klarer struk­tu­riert. Ganz neu und damit erstmals bei einer Kamera von Sony gibt es bei der Alpha 9 zudem ein perso­na­li­sier­bares Favoriten-Menü, das bis zu 30 Einträge aufnimmt. Eine gute Idee finde ich, doch warum hat sich Sony dafür nur so viel Zeit gelassen? Bei anderen Kamera­her­stellern ist ein derar­tiges Favoriten-Menü schon seit Jahren Gang und Gäbe.

Obwohl das Gehäuse der Alpha 9 nur einen Hauch größer ist als das der Alpha-7II-Familie, hat Sony hier zwei Speicher­kar­ten­schächte unter­ge­bracht. Aller­dings nimmt nur eines davon die besonders schnellen SD-Karten nach UHS-II-Standard auf, die für schnelle Bildfolgen nahezu unabdingbar sind. Dann nämlich leert die Alpha 9 den internen Puffer derart schnell, dass ein 20- oder 30-Aufnahmen-Burst bereits wegge­schrieben ist, bis man die Kamera vom Auge genommen hat. Sollte die Alpha 9 noch Speichern, lässt sie sich glück­li­cher­weise weiter bedienen – in diesem Punkt hat Sony einen deutlichen Fortschritt gemacht.

Fotografen, die Ihre Aufnahmen vom Spiel­feldrand unver­züglich in die Bildre­daktion weiter­leiten müssen, haben mit der Alpha 9 mehrere Möglich­keiten. Zum einen ist die Kamera mit WiFi ausge­stattet, die Schnitt­stelle funkt auch nach dem neuesten Standard IEEE 802.11n, der theore­tisch eine Datenrate von 150 Mbit/S erlaubt. Zum anderen gibt es eine LAN-Buchse, über die sich die Alpha 9 mit einem Netzwerk verbinden lässt, etwa um die Aufnahmen gleich auf einen FTP-Server hochzu­laden.

Bluetooth beherrscht die Alpha 9 übrigens auch, wobei hier noch nicht klar ist, wofür Sony diese Schnitt­stelle nutzen möchte. Und dann gibt es noch eine PC-Buchse zum Anschluss von Studio­b­litz­ge­räten.

Akkulaufzeit

Eine Schwach­stelle bei spiegel­losen System­ka­meras ist ihr im Vergleich zu klassi­schen DSLR hoher Energie­bedarf. Der Bildwandler befindet sich hier ja ständig im Live-View-Modus und verbraucht Strom. Ebenso zehrt der elektro­nische Sucher am Energie­speicher. Hinzu kommt, dass die kompak­teren Gehäuse der Spiegel­losen die Akkugröße beschränken.

Gerade Sport- und Action­fo­to­grafen haben indes einen besonders hohen Energie­bedarf, schließlich entstehen am Spiel­feldrand schnell tausende Aufnahmen innerhalb kürzester Zeit. Für die Alpha 9 gibt es daher mit dem NP-FZ100 einen neuen Akku mit einer Kapazität von 2280 mAh. Er soll gemessen nach CIPA-Standard für ca. 480 Aufnahmen mit Sucher oder 650 Fotos mit dem rückwär­tigen Display reichen. Bei schnellen Aufnahme­serien schafft eine Akkuladung indes deutlich weiter. Ich habe innerhalb einer halben Stunde etwas über tausend Fotos geschossen, der Akku meiner Alpha 9 zeigte dann noch eine Restka­pa­zität von über 60 Prozent an. Nahezu verdoppeln lässt sich die Akkureich­weite mit dem Hochfor­mat­griff VG-C3EM, der zwei Akkus aufnimmt.

Alpha 9 VG mit Akkus

Der Hochfor­mat­griff VG-C3EM will nicht nur das Handling der Alpha 9 verbessern, sondern verdoppelt auch die Akkuka­pa­zität.

Sensor und Bildqualität

Sony entwi­ckelt und fertigt nicht nur Kameras, auch die Bildwandler stammen aus dem eigenen Hause. Und bei denen hat Sony heute eine große Kompetenz. Für die sehr hohe Serien­bildrate der Alpha 9 von 20 Bilder/Sekunde bei 24 Megapixel Auflösung hat Sony ein hochin­te­griertes Sensor­layout entwi­ckelt. Hier sitzt der DRAM für den Puffer­speicher als zusätz­liche Schicht direkt auf dem Bildwandler. Diese erstmals beim 1-Zoll-Sensor der RX100 IV und RX10 II einge­setzte Technik zeichnet sich durch eine sehr schnelle Anbindung der Senso­rebene an den Puffer­speicher und damit hohen Daten­raten aus.

Für die Bildqua­lität entscheidend ist indes, dass Sony beim 24-Megapixel-Sensor auf ein BSI-Design setzt. Dabei liegen die Leiter­bahnen nicht vor der licht­emp­find­lichen Schicht sondern dahinter, wodurch die Licht­aus­beute zunimmt. Maximal ISO 51.200 erlaubt die Alpha 9, im erwei­terten Modus lässt sich sogar bis ISO 204.800 hochschrauben.

Wie brauchbar die höchsten ISO-Stufen sind, konnte ich leider nicht auspro­bieren. Nach meiner Erfahrung liefern aber die meisten Kameras bis zu zwei Stufen unter der Maximal­stellung noch brauchbare Ergeb­nisse – bei der Alpha 9 wären das dann ISO 12.800. Damit dürfte die Alpha 9 auch in dunklen Sport­hallen noch ausrei­chend kurze Belich­tungs­zeiten ermög­lichen.

Alpha 9 ISO 9600

Aufnahme bei ISO 3200, Push-Entwicklung +1,5 EV (entspricht ISO 9600): Der 100%-Ausschnitt unten zeigt, dass die Rausch­un­ter­drü­ckung der Alpha 9 gut abgestimmt ist.

Wie gesagt: Es war keine Zeit, für Testbilder oder gar ISO-Reihen. Für eine aussa­ge­kräftige Beurteilung der Bildqua­lität müsste ich mich nochmals einge­hender mit der Alpha 9 beschäf­tigen.

Mein vorläufiges Fazit

Nach der OM-D E-M1 Mark II von Olympus bringt nun auch Sony mit der Alpha 9 eine spiegellose System­ka­meras, die sich unein­ge­schränkt für die Sport- und Action-Fotografie eignet. Die Serien­bildrate der Alpha 9 ist mit 20 Bilder/Sekunde noch etwas höher als bei Olympus, die Auflösung auch; vor allem aber gibt es bei der Alpha 9 einen Klein­bild­sensor. Damit bricht Sony in die letzte Bastion ein, die bislang noch von klassi­schen DSLRs gehalten werden.

der richtige Augenblick

Den entschei­denden Moment einzu­fangen, gelingt mit der Alpha 9 auch ungeübten Fotografen.

Als einen sehr großen Fortschritt im Vergleich zur Alpha-7-II-Familie empfinde ich das verbes­serte Bedien­konzept der Alpha 9 mit ihren deutlich mehr Bedien­ele­menten. Ich wünsche mir sehr, dass Sony das zweite Einstellrad, den Joystick und den Touch-AF ebenfalls in die nächste Generation der Alpha-7-Familie übernimmt.

Nach meinem ersten Eindruck gibt es an der Technik der Alpha 9 nichts zu kriti­sieren. Der Autofokus hält mühelos mit der hohen Serien­bildrate mit, der große und sehr schnelle Puffer­speicher erlaubt auch lange Bildserien. Den Sport­bo­liden von Canon und Nikon hat die Alpha 9 zudem den völlig lautlosen Verschluss sowie ein unter­bre­chungs­freies Sucherbild voraus – nicht zu vergessen den Bildsta­bi­li­sator per Sensor­chift. Einzig bei der Akkulaufzeit hinkt die Alpha 9 den DSLRs noch hinterher. Dafür ist die Alpha 9 mit einem Preis von 5300 Euro nicht nur günstiger als eine Canon EOS-1D X Mark II (Listen­preis: ca. 6300 Euro) oder Nikon D5 (ca. 7000 Euro) sondern zudem deutlich handlicher.

Sony präsentiert die Alpha 9 in Mühltal (bei Frankfurt)

Wer die neue Alpha 9 genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann am 13. Mai 2017 ab 10 Uhr bei den Sony Alpha Days in Mühltal (bei Frankfurt) vorbei­schauen. Außerdem zeigt Profi und #alphad­dicted Fotograf Alexander Heinrichs am Beispiel eines Boxshoo­tings (Bilder anbei), wie man kompli­ziertere Foto-Sets aufbaut und was es dabei zu beachten gibt. Für Porträtshoo­tings liegen alle Sony Kameras und Objektive bereit. Und wer sich für die Kameras der Alpha 7 Serie inter­es­siert, ist in passenden Workshops perfekt aufge­hoben. Nähere Infos und Anmeldung hier: www.sony-alphaday-frankfurt.eventbrite.de

Technisch gesehen bringt die Alpha 9 also alles mit, um zu einem durch­schla­gender Erfolg für Sony zu werden. Doch werden sich Agentur- und Presse­fo­to­grafen davon überzeugen lassen? Einmal ganz davon abgesehen, dass ein Wechsel der Kamera­marke stets mit empfind­lichen finan­zi­ellen Verlusten einhergeht, hat Sony noch ein anderes Problem: Profes­sio­nelle Fotografen sind von Canon und Nikon bei großen Sport­ver­an­stal­tungen eine Rundum­ver­sorgung gewohnt. So hat Canon etwa zu den Olympi­schen Spielen letztes Jahr in Rio de Janeiro 1500 Objektive und 950 DSLR-Gehäuse mitge­bracht, 70 Mitar­beiter kümmerten sich um deren Wartung und kleinere Repara­turen. Da gibt es für Sony noch viel zu tun.

cps depot room

Olympia 2016: So sieht es aus, wenn Canon „seine Fotografen” mit Equipment versorgt.

Wer auf einen derar­tigen Service verzichten kann, etwa Theater­fo­to­grafen oder Lokal­jour­na­listen, für den dürfte wiederum die Alpha 9 eine Nummer zu groß und damit zu kostspielig sein. Vielleicht hat Sony ja ein Herz für alle, die nicht gleicht 20 Bilder/Sekunde schießen müssen und überträgt die Kerntech­niken der Alpha 9 in abseh­barer Zeit auf bezahlbare Modelle.

Technische Daten: Sony Alpha 9 (ILCE-9)

OBJEKTIV
Objek­tiv­kom­pa­ti­bi­litätE-Mount-Objektive von Sony
Objek­tiv­hal­terungE-Objektiv
BILDSENSOR
Bildsei­ten­ver­hältnis3:2
Anzahl der Pixel (effektiv)Ca. 24,2 Megapixel
Anzahl der Pixel (gesamt)Ca. 28,3 Megapixel
Typ35 mm EXMOR® RS CMOS-Vollfor­mat­sensor (35,6 mm x 23,8 mm)
Anti-Staub­systemOptischer Filter mit Beschichtung zum Schutz vor Aufladung und Bildsensor-Shift-Mecha­nismus
AUFNAHME (FOTO)
Aufnah­me­formatJPEG-kompa­tibel (DCF Version 2.0, Exif Version 2.31, MPF Baseline-kompa­tibel), RAW (Sony ARW 2.3 Format)
Bildgröße (Pixel) [3:2]35-mm-Vollformat L: 6.000 x 4.000 (24 MP), M: 3.936 x 2.624 (10 MP), S: 3008 x 2000 (6,0 Mio.), APS-C L: 3936 x 2624 (10 Mio.), M: 3008 x 2000 (6,0 Mio.), S: 1968 x 1312 (2,6 Mio.)
Bildgröße (Pixel) [16:9]35-mm-Vollformat L: 6.000 x 3.376 (20 Mio.), M: 3.936 x 2.216 (8,7 Mio.), S: 3.008 x 1.688 (5,1 Mio.), APS-C L: 3.936 x 2.216 (8,7 Mio.), M: 3.008 x 1.688 (5,1 Mio.), S: 1.968 x 1.112 (2,2 Mio.)
Bildgröße (Pixel) [Schwenk­pan­orama]
Bildqua­li­tätsmodiJPEG Extra Fine, JPEG Fine, JPEG Standard, RAW, RAW und JPEG
Bildef­fektePoster (Farbe), Poster (S/W), Pop Color, Retro, Teilfarbe (R/G/B/Y), Hochkon­trast-Mono, Spiel­zeug­kamera (Normal/Kalt/Warm/Grün/Magenta), Soft High Key
Kreatives DesignStandard, Lebendig, Neutral, Clear, Deep, Light, Porträt, Landschaft, Sonnen­un­tergang, Nacht­auf­nahme, Herbst, Schwarzweiß, Sepia, Style Box (1–6), (Kontrast (Schritte von -3 bis +3), Sättigung (Schritte von -3 bis +3), Schärfe (Schritte von -3 bis +3))
Bildprofil
Funktionen des Dynamik­be­reichsAus, Dynamik­be­reich­s­op­ti­mierung (Auto/Level (1–5)), Automa­tische High Dynamic Range Funktion (Automa­tische Belich­tungs­un­ter­schiede, Belich­tungs­un­ter­schiede (Belich­tungswert 1 – 6 in Schritten von 1,0))
FarbumfangsRGB-Standard (mit sYCC-Gamut) und RGB-Standard, kompa­tibel mit TRILUMINOS Color
14bit RAWJa
Unkom­pri­miertes RAWJa
AUFNAHME (VIDEO)
Aufnah­me­format XAVC S, kompa­tibel mit AVCHD-Format Version 2.0, MP4
Video­kom­pri­mierungXAVC S: MPEG-4 AVC/H.264, AVCHD: MPEG-4 AVC/H.264, mp4: MPEG-4 AVC/H.264
Audio­auf­nah­me­formatXAVC S: LPCM, 2 Kanäle, AVCHD: Dolby® Digital (AC-3) 2 Kanäle, Dolby® Digital Stereo Creator, mp4: MPEG-4 AAC-LC 2 Kanäle
FarbumfangxvYCC Standard (x.v. Color bei Anschluss über ein HDMI Kabel) kompa­tibel mit TRILUMINOS Color
Bildef­fekte 8 Arten: Poster (Farbe), Poster (S/W), Pop Color, Retro, Teilfarbe (R/G/B/Y), Hochkon­trast-Mono, Spiel­zeug­kamera (Normal/Kalt/Warm/Grün/Magenta), Soft High Key, Rich-Tone-Mono
Kreatives DesignStandard, Lebendig, Neutral, Clear, Deep, Light, Porträt, Landschaft, Sonnen­un­tergang, Nacht­auf­nahme, Herbst, Schwarzweiß, Sepia, Style Box (1–6), (Kontrast (Schritte von -3 bis +3), Sättigung (Schritte von -3 bis +3), Schärfe (Schritte von -3 bis +3))
Bildprofil
Bildgröße (Pixel), NTSCXAVC S 4K: 3840 x 2160 (30p, 100 M), 3840 x 2160 (24p, 100 M), 3840 x 2160 (30p, 60 M), 3840 x 2160 (24p, 60 M), XAVC S HD: 1920 x 1080 (120p, 100 M), 1920 x 1080 (120p, 60 M), 1920 x 1080 (60p, 50 M), 1920 x 1080 (30p, 50 M), 1920 x 1080 (24p, 50 M), AVCHD: 1920 x 1080 (60p, 28 M, PS), 1920 x 1080 (60i, 24 M, FX), 1920 x 1080 (60i, 17 M, FH), 1920 x 1080 (24p, 24 M, FX), 1920 x 1080 (24p, 17 M, FH), AVC MP4: 1920 x 1080 (60p, 28 M), 1920 x 1080 (30p, 16 M), 1280 x 720 (30p, 6 M)
Bildgröße (Pixel), PALXAVC S 4K: 3840 x 2160 (25p, 100 M), 3840 x 2160 (25p, 60 M), XAVC S HD: 1920 x 1080 (100p, 100 M), 1920 x 1080 (100p, 60 M), 1920 x 1080 (50p, 50 M), 1920 x 1080 (25p, 50 M), AVCHD:1920 x 1080 (50p, 28 M, PS), 1920 x 1080 (50i, 24 M, FX), 1920 x 1080 (50i, 17 M, FH), 1920 x 1080 (25p, 24 M, FX), 1920 x 1080 (25p, 17 M, FH), AVC MP4:1920 x 1080 (50p, 28 M), 1920 x 1080 (25p, 16 M), 1280 x 720 (25p, 6 M)
Bildwie­der­holrateNTSC-Modus: 1, 2, 4, 8, 15, 30, 60, 120 Bilder pro Sekunde, PAL-Modus: 1, 2, 3, 6, 12, 25, 50, 100 Bilder pro Sekunde
Video­funk­tionenAudio­pe­gel­an­zeige, Audio-Aufnah­me­funktion, PAL/NTSC-Auswahlassistent, doppelte Aufnah­me­funktion, TC/UB (TC Preset/UB Preset/TC Format/TC Run/TC Make/UB Time Rec), Tracking-Dauer des Autofokus, Reakti­onszeit des Autofokus, Auto Slow Shutter, REC Control, HDMI Clean-Info. (Ein/Aus wählbar)
HDMI® Ausgang3840 x 2160 (25p), 1920 x 1080 (50p), 1920 x 1080 (50i), 1920 x 1080 (24p), 1920 x 1080 (60p), 1920 x 1080 (60i), 3840 x 2160 (30p), 3840 x 2160 (24p), YCbCr 4:2:2 8 Bit / RGB 8 Bit
AUFNAHMESYSTEM
Link mit Speicher­infor­mation vom Smart­phoneJa
Speicher­medienMemory Stick PRO Duo, Memory Stick PRO-HG Duo, Memory Stick Micro (M2), SD-Speicher­karte, SDHC-Speicher­karte (UHS-I/II-konform), SDXC-Speicher­karte (UHS-I/II-konform), microSD-Speicher­karte, microSDHC-Speicher­karte, microSDXC Speicher­karte
Speicher­kar­ten­steck­platzSTECKPLATZ1:Steckplatz für SD-Speicher­karte (kompa­tibel mit UHS-I/II), STECKPLATZ2: Mehrfach-Steck­platz für Memory Stick Duo™/SD-Speicherkarte (kompa­tibel mit UHS-I)
Aufnah­me­modus auf zwei Speicher­kartenSimulierte Aufnahme (Foto), simulierte Aufnahme (Video), simulierte Aufnahme (Foto/Video), Sortieren (JPEG/RAW), Sortieren (Foto/Video), Kopieren
RAUSCHUNTERDRÜCKUNG
Rausch­un­ter­drü­ckungLangzeit­be­lich­tungswert: Ein/Aus, verfügbar bei Verschluss­zeiten länger als 1 Sek., hohe ISO-Werte: Normal/Niedrig/Aus
Rausch­un­ter­drü­ckung mehrere Bilder
WEISSABGLEICH
Weiss­ab­gleich-ModiAutoma­tisch / Tages­licht / Schatten / Bewölkt / Kunst­licht / Neonlicht (warmweiß, weiß, Tages­lichtweiß, Tages­licht) / Blitz/ Unterwasser/Farbtemperatur (2500 bis 9900K) & Farbfilter (G7 bis M7 (57 Schritte), A7 bis B7 (29 Schritte))/ Benut­zer­de­fi­niert
AWB-Mikro­ein­stellungJa (G7 bis M7, 57-stufig) (A7 bis B7, 29-stufig)
Weißab­gleich einge­stellte PrioritätJa
Belich­tungs­reihe3 Bilder, H/L wählbar
FOKUS
FokustypSchneller Hybrid-Autofokus (AF-Phasendetektion/AF-Kontrastdetektion)1
Fokus­sensorExmor RS CMOS Sensor
Messfeld35-mm-Vollformat 693 Punkte (AF-Phasen­de­tektion), APS-C-Modus mit FF-Objektiv: 299 Punkte (AF-Phasen­de­tektion), mit APS-C-Objektiv: 221 Punkte (AF-Phasendetektion)/25 Punkte (AF-Kontrast­de­tektion)
Empfind­lich­keits­be­reich des AutofokusBelich­tungswert -3 bis 20 EV (entspricht ISO 100 mit F2,0 Objektiv)
Fokus­sier­modusAF-S (Einzelbild-Autofokus), AF-C ( Konti­nu­ier­licher AF), DMF (Direct Manual Focus), Manueller Fokus
FokusfeldWeiter AF (693 Punkte (AF-Phasen­de­tektion), 25 Punkte (AF-Kontrastdetektion)/Zonen-AF/Zentraler AF/Flexible Spot AF (S/M/L)/Erweiterter flexibler Spot/Scharfstellung per Autofokus (Weiter AF/Zonen-AF/Zentraler AF/Flexible Spot AF (S/M/L)/Erweiterter flexibler Spot)
Weitere FunktionenEye-Start-Autofokus (nur mit befes­tigtem LA-EA2 bzw. LA-EA4 (separat erhältlich)), Scharf­stellung per Autofokus, Eye-AF, AF-Mikro­ein­stellung (separat erhältlich), mit LA-EA2 bzw. LA-EA4, intel­li­gente Steuerung, Fokus­sperre, AF-Tracking-Sensor, Neigung V/H AF-Bereich, AF-Bereichs­spei­cherung
Autofokus-Hilfs­lichtJa (mit integrierter LED)
Reichw. Autofokus-Hilfs­lichtCa. 0,3 – 3,0 m (mit befes­tigtem FE 28 – 70 mm F3,5 – 5,6 OSS)
Fokustyp für LA-EA3 (separat erhältlich)Auswählbar (Phasen­de­tektion, Kontrast­de­tektion)
BELICHTUNG
Messtyp1200-Zonen-Bewer­tungs­messung
MesssensorExmor RS CMOS Sensor
Messemp­find­lichkeitEV -3 bis EV 20 (entspricht ISO 100 mit befes­tigtem F2,0 Objektiv)
MessmodusMulti-Segment, mitten­betont, Spot Standard/Groß, Durchschn. Gesamtes Display, Highlight
Belich­tungs­kom­pen­sation+/-5,0 EV (Schritte von 1/3 und 1/2 wählbar) (zusammen mit der Belich­tungs­teuerung: ±3 EV (Schritte von 1/3))
Belich­tungs­reiheBelich­tungs­reihe: Serie/Belichtungsreihe: Einzel, 3/5/9 Bilder auswählbar: Mit 3 oder 5 Bildern, in 1/3, 1/2, 2/3, 1,0, 2,0 oder 3,0 EV-Schritten, mit 9 Bildern in 1/3, 1/2, 2/3 oder 1,0 EV-Schritten.
Automa­tische Belich­tungs­sperreSperre wird aktiviert, sobald der Auslöser zur Hälfte gedrückt wird. Über AE-Sperr­taste. (Ein/Aus/Auto)
Belich­tungsmodiAUTO (iAuto), Program­mierte AE ℗, Blenden­prio­rität (A), Verschluss­zeiten-Priorität (S), Manuell (M), Video (Program­mierte AE ℗ / Blenden­prio­rität (A)/ Verschluss­zeiten-Priorität (S)/ Manuell (M) ), Zeitraffer und Zeitlupe (Program­mierte AE ℗ / Blenden­prio­rität (A) / Verschluss­zeiten-Priorität (S)/ Manuell (M) )
ISO-Empfind­lichkeit (Recom­mended Exposure Index, REI)[Fotos] Mecha­nische Verschluss­steuerung: ISO 100 – 51200 (ISO ab ISO 50 bis ISO 204800 im erwei­terten ISO-Bereich), AUTO (ISO 100 bis 6400, untere bzw. obere Grenze wählbar), Elektro­nische Verschluss­steuerung: ISO 100 bis 25600 (ISO ab ISO 50 im erwei­terten ISO-Bereich), AUTO (ISO 100 bis 6400, untere Grenze bzw. obere Grenze wählbar), [Filme] Entspricht ISO 100 bis 51200 (ISO bis ISO 102400 im erwei­terten ISO-Bereich.), AUTO (ISO 100 bis 6400, untere bzw. obere Grenze wählbar)
Anti-Flimmer-System
SUCHER
Suchertyp1,3 cm (0,5″) großer elektro­ni­scher Sucher (Farbe), Quad-VGA OLED
Anzahl der Bildpunkte3 686 400 Bildpunkte
Hellig­keits­regler (Sucher)Automatisch/Manuell (5 Stufen zwischen -2 und +2)
Steuerung der Farbtem­pe­raturManuell (5 Stufen)
Sicht­feld­ab­de­ckung1
Vergrö­ßerungca. 0,78fach (mit 50-mm-Objektiv bei unendlich, -1 m-1)
Dioptri­en­aus­gleich-4,0 bis +3,0 m-1
Eyepointca. 23 mm vom Okular, 18,5 mm vom Okular­rahmen bei -1 m-1 (CIPA-Standard)
Sucher-Bildwie­der­holrateSTD 60 Bilder pro Sekunde / HI 120 Bilder pro Sekunde
Display­in­halteAnzeige aller Infor­ma­tionen, Digital­an­zeige, Für den Sucher, Grafik-Display, Histo­gramm, Keine Anzeige von Infor­ma­tionen
LC-DISPLAY
Typ7,5 cm (3″) großes TFT
Anzahl der Bildpunkte1.440.000 Bildpunkte
Touch­screenJa
Hellig­keits­reglerManuell (5 Stufen zwischen -2 und +2 ), Sonnen­schein-Modus
Verstell­barer WinkelCa. 107 Grad nach oben, ca. 41 Grad nach unten
Display-Auswahl (Sucher/LCD)Ja (Auto/Manuell)
Anzeige der Bildanpass. in EchtzeitEin/Aus
Schnell­na­vi­gationJa
Fokus­ver­grö­ßerungJa (35-mm-Vollformat: 4,7fach, 9,4fach, APS-C: 3,1fach, 6,2fach)
ZebraJa (wählbare Stärke + Bereich oder unterer Grenzwert als benut­zer­de­fi­nierte Einstellung)
Peaking MFJa (Pegel­ein­stellung: Hoch/Mittel/Niedrig/Aus; Farbe: Weiß/Rot/Gelb)
SonstigeWhite­Magic, Grid Line (Drittel-Regel-Rasterlinie/Quadrat-Rasterlinie/Diagonale + Quadrat-Raster­linie), Movie Marker (Mitte/Aspekte/Sicherheitszone/Hilfsrahmen)
Displa­y­an­zeigeGrafik-Display, Anzeige aller Infor­ma­tionen, keine Anzeige von Infor­ma­tionen, Digital­an­zeige, Histo­gramm
WEITERE FUNKTIONEN
PlayMe­mories Camera Apps™
Clear Image ZoomFotos: ca. 2fach, Videos: ca. 2fach
DigitalzoomSmart Zoom (Fotos):35-mm-Vollformat: M: ca. 1,5fach; S: ca. 2fach, APS-C: M: ca. 1,3fach, S: ca. 2fach, Digitaler Zoom (Fotos): 35-mm-Vollformat: L: ca. 4fach, M: ca 6,1fach , S: ca. 8fach;, APS-C: L: ca. 4fach, M: ca. 5,2fach, S: ca. 8fach, Digitaler Zoom (Video): 35-mm-Vollformat: ca. 4fach, APS-C: ca. 4fach
Gesichts­er­kennungModes: Ein/Ein (Regist. Gesichter)/Aus, Gesichts­re­gis­trierung, Gesichts­auswahl, max. Anzahl erkenn­barer Gesichter: 8
Selbst­aus­löser für Selfies
SonstigeTouch-Fokus: Ja (verfügbar mit LC-Display-Betrieb), ISO AUTO Min. SS, Hellig­keits­steuerung, Dateiname festlegen, FTP-Übertra­gungsfunk., Bedien­hilfe, Bereichs­ein­stellung, Demo-Modus, Video­leuchten-Modus, Zoomring drehen
Eye-Fi fähig-[2[
VERSCHLUSS
TypElektro­nisch gesteu­erter, vertikal ablau­fender Schlitz­ver­schluss
Auslö­sertypAutomatische/Mechanische Verschlusssteuerung/Elektronische Verschluss­steuerung
Verschlusszeit[Fotos, Einzelaufnahme]3, Mecha­nische Verschlusssteuerung:1/8000 bis 30 Sek., Langzeit, AUTO: 1/32000 bis 30 Sek., Langzeit, Elektro­nische Verschluss­steuerung: 1/32000 bis 30 Sek., [Fotos, Serien­auf­nahme] [3], Mecha­nische Verschlusssteuerung:1/8000 bis 30 Sek., AUTO: 1/32000
Blitz­syn­chro­ni­sie­rungs-Geschwin­digkeit1/250 Sek. [4]
Elektro­ni­scher Front-Verschluss­vorhangJa (EIN/AUS)
Geräuschlose AufnahmeJa (elektro­nische Verschluss­steuerung)
BILDSTABILISIERUNG
TypBildsensor-Shift-Mecha­nismus mit 5-Achsen-Kompen­sation (Kompen­sation ist abhängig von den Objek­tiv­spe­zi­fi­ka­tionen)
Kompen­sa­ti­ons­effekt5,0 Schritte (basierend auf CIPA-Standard. Nur Neigen/Schwenken. Mit befes­tigtem Planar T * FE 50 mm F1.4 ZA Objektiv. Langzeit­be­lichtung NR deakti­viert.)
BLITZSTEUERUNG
Typ
Leitzahl
Blitz­be­reich
SteuerungTTL-Vorblitz [5]
Blitz­kom­pen­sationBelich­tungswert von +/-3,0 (umschaltbar zwischen 1/3- und 1/2-Schritten)
Flash-Bracketing3/5/9 Bilder auswählbar. Mit 3 oder 5 Bildern, in 1/3, 1/2, 2/3, 1,0, 2,0 oder 3,0 EV-Schritten, mit 9 Bildern in 1/3, 1/2, 2/3 1,0 EV-Schritten.
BlitzmodiBlitz aus; Automa­ti­scher Blitz, Aufhell­blitz, Langsame Synchro­ni­sierung, Synchro­ni­sierung auf 2. Vorhang, Rote-Augen-Korrektur (ein/aus wählbar), kabellose Steue­rung6, Hochge­schwin­dig­keits­syn­chro­ni­sie­rung6
Komp. mit externen Blitz­ge­rätenKompa­tibel mit Sony α Blitz­ge­räten über Multi Interface-Zubehör­schuh, Adapter­schuh für mit selbstar­re­tie­rendem Zubehör­schuh kompa­tiblen Blitz befes­tigen.
Blitz­be­lich­tungs­spei­cherungJa
Drahtlose SteuerungJa (Lichtsignal/Funksignal)
SERIENAUFNAHME
Serien­auf­nah­memodiEinzel­auf­nahme, Serien­auf­nahme (Hi/Hi/Mid/Lo wählbar), Selbst­aus­löser, Selbst­aus­löser (Serienaufn.), Belich­tungs­reihe: Einzeln, Belich­tungs­reihe: Serien­auf­nahme, Weißab­gleich, DRO-Bracketing
Konti­nu­ier­liche Treiber­ge­schwin­digkeit (ca. Max.)AUTO/Elektronische Verschluss­steuerung: Serien­auf­nahme: Hoch: max. 20 Bilder pro Sekunde, Mittel: max. 10 Bilder pro Sekunde, Niedrig: max. 5 Bilder pro Sekunde [7] [8] [9], Mecha­nische Verschluss­steuerung: Serien­auf­nahme: Hoch: max. 5 Bilder pro Sekunde, Mittel: max. 5 Bilder pro Sekunde, Niedrig: max. 2,5 Bilder pro Sekunde10:
Anzahl der aufnehm­baren Bilder (ca.)JPEG Extra Fine L: 362 Bilder [10], JPEG Fine L: 362 Bilder [10], JPEG Standard L: 362 Bilder [10], RAW: 241 Bilder [10], RAW und JPEG: 222 Bilder [10], RAW (unkom­pri­miert): 128 Bilder [10], RAW (unkom­pri­miert) und JPEG: 118 Bilder [10]
Selbst­aus­löser10 Sek. Verzögerung/5 Sek. Verzögerung/2 Sek. Verzögerung/Serienbildfolge mit Selbst­aus­löser (3 Bilder nach 10 Sek. Verzögerung/5 Bilder nach 10 Sek. Verzögerung/3 Bilder nach 5 Sek. Verzögerung/5 Bilder nach 5 Sek. Verzögerung/3 Bilder nach 2 Sek. Verzögerung/5 Bilder nach 2 Sek. Verzögerung)/Belichtungsreihe mit Selbst­aus­löser
WIEDERGABE
Fotoauf­nahmenJa
ModiEinfach (mit oder ohne Angabe der Aufnah­me­daten, RGB-Histo­gramm und Angabe zu hellen/dunklen Stellen), 9/25-Frame Indexan­zeige, Vergrö­ßerter Anzei­ge­modus (L: 15,0fach, M: 9,84fach, S: 7,52fach), Automa­tische Anzeige (10/5/2 Sek., Aus), Bildaus­richtung (Automatisch/Manuell/Aus wählbar), Diashow, Ordner­auswahl (Datum/Standbild/MP4/AVCHD/XAVC S HD/XAVC S 4K), Vor- und Zurück­spulen (Video), Löschen, Schützen
SCHNITTSTELLEN
PC-Schnitt­stelleMassen­speicher, MTP, PC Fernbe­dienung
Multi-/Micro-USB-AnschlussJa [11]
NFCJa (kompa­tibel mit Typ-3-Tag von NFC Forum), One-touch Fernbe­dienung, One-touch Sharing
Integriertes Wireless LANKompa­tibel mit Wi-Fi®, IEEE 802.11b/g/n (2,4–GHz-Band)) [12], Anzeige auf dem Smart­phone Ja, An Computer senden: Ja, Auf Fernseher anzeigen: Ja
Bluetooth®Ja (Bluetooth® Standard Ver. 4.1 (2, 4 GHz-Band))
HD-AusgangHDMI Mikrostecker (Typ D), BRAVIA Sync (Steuerung für HDMI); PhotoTV HD; 4K Video-Wiedergabe, 4K Bildwie­dergabe
Multi Interface-Zubehör­schuhJa [13]
Selbstar­re­tie­render Zubehör­schuh
Zubehör­an­schluss 2
Mikro­fon­an­schlussJa (3,5-mm-Stereo-Mini-Buchse)
Gleich­strom­an­schluss
Synchro­ni­sa­ti­ons­an­schlussJa
Kopfhö­rer­an­schlussJa (3,5-mm-Stereo-Mini-Buchse)
Anschluss für Hochfor­mat­griffJa
PC Fernbe­dienungJa
LAN-AnschlussJa
AUDIO
MikrofonIntegriertes Stereo­mi­krofon oder XLR-K2M/XLR-K1M/ECM-XYST1M (separat erhältlich)
LautsprecherIntegriert, Mono
DRUCKEN
Kompa­tible StandardsExif Print, Print Image Matching III, DPOF-Einstellung
BENUTZERDEFINIERTE FUNKTION
KameratypBenut­zer­de­fi­nierte Tasten­be­legung, Perso­na­li­siertes Menü, Program­mierbare Einstellung (Gehäuse 3 Sets/Speicherkarte 4 Sets), Speicherung benut­zer­de­fi­nierter Aufnah­me­ein­stel­lungen
OBJEKTIVKOMPENSATION
EinstellungRandschat­tierung, Abbil­dungs­fehler, Verzer­rungen
STROMVERSORGUNG
Mitge­lie­ferter AkkuEin Akkusatz NP-FZ100
Akkulaufzeit (Fotos)Ca. 480 Aufnahmen (Sucher) / ca. 650 Aufnahmen (LC-Display) (CIPA-Standard) [14]
Akkulaufzeit (Film, tatsäch­liche Aufnahme)Ca. 105 Min. (Sucher) / ca. 120 Min. (LC-Display) (gemäß CIPA-Standard) [15] [16]
Akkulaufzeit (Film, ununter­bro­chene Aufnahme)Ca. 185 Min. (Sucher) / ca. 195 Min. (LC-Display) (gemäß CIPA-Standard)1517
Interne AkkuladungJa
Externe Strom­ver­sorgung
Strom­ver­brauch mit SucherFotos: ca. 4,1W (mit FE 28–70 mm F3,5–5,6 OSS Objektiv), Videos: ca. 5,3W (mit FE 28–70 mm F3,5–5,6 OSS Objektiv), Videos:
Strom­ver­brauch mit LC-DisplayFotos: ca. 3,0 W (mit befes­tigtem FE 28–70 mm F3.5–5.6 OSS Objektiv), Videos: ca. 5,0 W (mit befes­tigtem FE 28–70 mm F3.5–5.6 OSS Objektiv)
Strom­ver­sorgung über USBJa
SONSTIGES
Betriebs­tem­pe­ratur32 – 104 Grad F / 0 – 40 Grad C
Gewicht (inklusive Akku und Speicher­karte)ca. 673 g
Abmes­sungen (BxHxT)ca. 126,9 x 95,6 x 63,0 mm
LIEFERUMFANGNetzkabel, Akku NP-FZ100, Akkula­de­gerät BC-QZ1, Kabel­schutz, Netzteil, Schul­tergurt, Gehäu­se­kappe, Blitz­schuh­kappe, Okular­kappe, Micro-USB-Kabel, Bedie­nungs­an­leitung