Nie wurde so viel fotogra­fiert, wie in den vergangenen Jahren. Die überwie­gende Mehrzahl der Aufnahmen fristet aller­dings ein digitales Dasein und wird besten­falls auf einem Display zur Anzeige gebracht. Jetzt deutet sich aller­dings an, dass das Papierbild wieder im Kommen ist.


Zuerst war es nur ein Trend in Japan und Asien, doch jetzt zeichnet sich auch in den USA ab: Immer häufiger wird wieder analog fotogra­fiert, bevorzugt mit einer Sofort­bild­kamera, etwa einer Instax-Kamera von Fujifilm. Das jeden­falls ergibt sich aus einer Pressemeldung, die Amazon USA zum diesjäh­rigen Weihnacht­ge­schäft veröf­fent­licht hat. Demnach war das meist­ge­or­derte Fotoprodukt das „Fujifilm INSTAX Mini Instant Film Twin Pack“. Am zweit­häu­figsten wurde übrigens die Actioncam „GoPro HERO4 Silver“ gekauft – auch Actioncams erfreuen sich also zunehmender Beliebtheit.

Aber nicht nur das analoge Sofortbild liegt bei den „digital natives“ im Trend, auch der klassische Papier­abzug erfährt eine Renais­sance – das jeden­falls will die britische Unter­neh­mens­be­ratung „Future­source Consulting“ herausgefunden haben. Die Markt­for­scher hatten bereits Anfang 2015 in Großbri­tannien, Frank­reich und Deutschland 1500 Besitzer eines Smart­phones wie auch einer Digital­kamera befragt und kommen zu dem Schluss: Gegenüber 2013 hat sich im vergan­genen Jahr die Zahl der Konsu­menten verdoppelt, die Fotoabzüge und andere Fotopro­dukte direkt von ihrem Smart­phone aus bestellt haben.

(Martin Vieten)