Wo analoge Erinnerungsfotos in alten Schuhkartons körperlich greifbar bleiben, entschwinden viele digitale Aufnahmen im Nirwana entsorgter Festplatten und Speicherkarten. Gregory Siegals Entwurf einer „LifeMap“ will hier eine praktische Alternative aufzeigen:
Wohin mit den gewaltigen Mengen an Digitalaufnahmen, die im Leben eines Menschen inzwischen entstehen? Von der Wiege bis zur Bahre wird heute Alles als digitales Bild festgehalten. Manche dieser Aufnahmen werden als Print eine mehr oder weniger lange Zeit überleben. Manche werden in einem der digitalen Bilderrahmen ihren Lebensabend fristen, die derzeit in einer nicht enden wollenden Flut auf den Markt geworfen werden. Allein in Europa dürfte die Menge bis zum Jahr 2020 auf 155 Millionen anwachsen. Die meisten Bilder werden jedoch sicher in abgelegten oder entsorgten Festplatten den Weg ins digitale Jenseits antreten.
Einen durchaus interessanten neuen Weg für eine sortierte Ablage digitaler Aufnahmen geht der amerikanische Designer Gregory Siegal mit seinem Entwurf „LifeMap“. Die LifeMap ist eine Art Tablet-PC mit übergroßem Display und allen notwendigen Schnittstellen zur schnellen Übertragung der Bilder direkt aus der Kamera. Ausgestattet mit einem vollflächigen Touchscreen und einer Tastatur zur Dateneingabe kann die LifeMap wie ein Notebook zur Bearbeitung des Bildmaterials genutzt werden und danach als Bilderrahmen an die Wand gehängt werden. Was Siegals Idee besonders interessant macht, ist das vorgesehene Dateiablagesystem, das eine Zuordnung der Bilder zu ihrem Aufnahmezeitpunkt und -ort erleichtert. Ergänzt durch zusätzliche Verweise und Informationen lässt sich das System zu einem bebilderten Familientagebuch entwickeln, das mit der Familie wächst.
Noch handelt es sich bei der LifeMap nur um einen Entwurf, der auf seine technische Umsetzung wartet. Zahlreiche Details sind noch ungelöst, mache noch nicht einmal definiert. Um auch wirklich ein Leben aufzeichnen zu können, muss das System sich einfach an geänderte Rahmenbedingungen wie Bildformate, Schnittstellen und Speichermedien anpassen lassen. Ein Datenbackup muss ebenso einfach und sicher möglich sein wie ein Austausch der eingebauten Festplatte. Der gegenwärtige Entwurfszustand belässt noch alle Möglichkeiten, ein späteres reales Produkt zu optimieren.
(Dank an WH für den Tipp!)
(CJ)
Dinge, die die Welt nicht braucht …
Mein “Konzept”: man nehme einen beliebigen handelsüblichen PC mit ausreichend Festplattenkapazität und z.B. der Gratis Software Picasa. Leistet exakt dasselbe und ist deutlich flexibler.
Gast schrieb:
Mein
[quote=Gast]Mein “Konzept”: man nehme einen beliebigen handelsüblichen PC mit ausreichend Festplattenkapazität und z.B. der Gratis Software Picasa. Leistet exakt dasselbe und ist deutlich flexibler. [/quote]
Der selbe Gedanke kam mir auch. Wozu noch ein Gerät hinstellen, wenn die Software auf jedem handelsüblichen PC auch läuft?
Bleibt ohnehin die Frage nach Backups. Die Zukunft muss in der Anbindung an Datenserver liegen.
Mein “Konzept?
[quote=Gast]Mein “Konzept”: man nehme einen beliebigen handelsüblichen PC mit ausreichend Festplattenkapazität und z.B. der Gratis Software Picasa. Leistet exakt dasselbe und ist deutlich flexibler. [/quote]
Der hat ja gar keine Maus, ich will meine Maus wieder haben !
Und diese doofen Tasten, kann man denn mit dem Ding nicht reden? h.
Ihr Wohnzimmer möchte ich lieber nicht sehen, ……
… wo “handelsübliche PCs” an der Wand hängen.
Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.
“I love my job, it’s the work, I hate.”