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Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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photokina 2006: Kodak forciert analog (ein bißchen)

Kodak hat im Vorfeld der photokina mit neuen Filmen, den Professional Portra Filmen, ein analoges Signal gesetzt. Und ganz im Gegensatz zur letzten photokina hat Kodak diese Filme auch intensiv beworben; inklusive einer Podiumsdiskussion mit Profifotografen:






(Klick aufs Bild!)

Siehe auch: Kodak Professional Portra Filme.

Das Interview führte Julius Heinemann. Den Film hat Clemens Krüger gedreht und geschnitten. Danke.

(thoMas)

Film...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. September 2006 - 18:47

Irgendwie reizt es mich ja schon mal wieder analog zu fotografieren. Nur fehlt mir der Weg vom belichteten Film zum digitalen Bild. Kann mir jemand einen Tip geben, wo ich einen Film professionell entwickeln und scannen lassen kann. Ich rede ausdrücklich nicht von Photo-CDs in Drogerien. Was würde mich am Ende ein Film kosten?

Film

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. September 2006 - 20:38

It depends where you live. In Munich there are 2 so-called profi labs - very expensive of course. There are a few specialists
like myself (but I do not want the work) who still develop BW films by hand. There are also masters like Wolfgang Mörsch who could certainly help. With a correctly exposed and developed film the rest is easy:-)
Good luck,
George E. Todd
www.photo-todd.de

Thanks George, Ich wohne in

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 10:03

Thanks George,

Ich wohne in Leipzig. Gestern habe ich mich mal selbst auf der Webseite von Kodak informiert. Dort sind ein paar Pro Labs verzeichnet. keines in Leipzig. Die anderen verlangen für die Entwicklung eines Farbnegativfilms mit Scan ca. 30 Euro. Allerdings erhalte ich selbst bei diesen Highend Scans nur 6 Megapixel Daten. Der Spass ist mir dann insg. zu teuer.

Alex

Der Spass ist mir dann insg. zu teuer.

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 30. September 2006 - 12:16

Alex - in good English, you hit the nail on the head. Just think how many films you could develop for 30 Euros:-)
Back to the darkroom I say!
Have a nice weekend in Leipzig - great city, great music history
George

Labor in Lpz

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 10. Oktober 2007 - 20:51
Gast schrieb:

Thanks George,

Ich wohne in Leipzig. Gestern habe ich mich mal selbst auf der Webseite von Kodak informiert. Dort sind ein paar Pro Labs verzeichnet. keines in Leipzig. Die anderen verlangen für die Entwicklung eines Farbnegativfilms mit Scan ca. 30 Euro. Allerdings erhalte ich selbst bei diesen Highend Scans nur 6 Megapixel Daten. Der Spass ist mir dann insg. zu teuer.

Alex

hallo, es gibt in Leipzig doch das FFL unter dem Dach vom Günther Gromke in der Wachsmutstraße 3 (Hinter Conrad-Electronik). Das sind dort sehr kompetente Leute, von denen ich bisher nur erstklssige Arbeiten bekam. Ist mir nur immer bis nach Leipzig ein bischen zu weit, daher habe ich mir notgedrungener Weise das wesentliche selbst angeschafft,

Viele Grüße

Thomas

Applaus auf Bestellung?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. September 2006 - 18:55

Wenn ein Hersteller auf der größten Fachmesse der Branche (in englischer Sprache sehr treffen als Trade Show bezeichnet) über seine neuen Produkte "diskutieren" lässt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass hier objektiv Argumente ausgetauscht werden doch verschwindend gering. Wenn doch, gehört der Markting-Chef gefeuert.

Für mich sieht es eher so aus: Der immer noch in mehr oder weniger dramatischer Schieflage befindliche, weltgrößte Filmhersteller stellt neue Filme vor und hat den Applaus gleich mitgebracht. Ein Podium und ein paar bestellte Stühledrücker machen noch lange keine Diskussion.

Nur im analogen Markt

Eingetragen von
Adrian Ahlhaus
(Hausfreund)
am Donnerstag, 28. September 2006 - 21:26

kann man gesunde Gewinne realisieren. Digitale Produkte erbringen eine Gewinnmarge von 3 - 4 %, analoge Filme im Qualitätssegment über 50 %. Trotz dessen, Kodak entwickelt das Diamaterial nicht mehr selbst, sondern lässt über einen Drittanbieter entwickeln.
Einige 'professionelle' Labore in Deutschland entwickeln mittlerweile so wenig Filmmaterial, dass die Prozesse nicht mehr ausgelastet auch nicht wirklich kontrollierbar sind - Das entnahm ich jüngst aus einem Testzyklus einer jener Foto-Zeitschriften, die seltener etwas negatives finden möchten.

Gewinn ist nicht gleich Marge!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 08:38
Adrian Ahlhaus schrieb:

... kann man gesunde Gewinne realisieren. Digitale Produkte erbringen eine Gewinnmarge von 3 - 4 %,
analoge Filme im Qualitätssegment über 50 %.

Wobei eine Marge nur dann zum "Gewinn" wird, wenn man sie auch realisieren kann. Die Probleme aller großen Filmhersteller rühren ja gerade daher, dass die Zahl der Käufer Jahr für Jahr immer weiter zurückgeht. Davon unmittelbar betroffen sind zwangsläufig auch die Großfinisher und natürlich die vielen Minilab-Betreiber.

Seit dem Jahr 2000 ist der Markt für Fotofilme laut Untersuchungen von Fuji um rund 60 Prozent eingebrochen. Der Absatzrückgang hat sich seit Beginn des laufenden Jahres zwar etwas verlangsamt, er hält aber weiterhin an. Sollte sich die Entwicklung mit dem heutigen Tempo fortsetzen, dann gibt es irgendwo zwischen den Jahren 2010 bis 2015 überhaupt keinen für eine industrielle Produktion relevanten Markt für Filme mehr. Der Fotofilm wird das Schicksal des Super-8-Films nach Markteinführung der elektronischen Videokamera teilen.

Der Umbruch hat begonnen und ist nicht mehr aufzuhalten. Die einzige Frage ist, ob es nur noch 5 oder evtl. 10 Jahre braucht, bis er agbeschlossen ist.

In Zukunft keine Filme mehr?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 09:21

Ihre Prognose scheint mir sehr unwahrscheinlich. Dies aus drei Gründen:

- Zum einen kann man im Bereiche der Schwarzweiss-Fotografie seit Beginn dieses Jahres einen zwar nur leichten (aber immerhin) Zuwachs der Anzahl verkaufter Filmpatronen beobachten.

- Zum anderen sind selbst die von Ihnen erwähnten Super-8 Filme nach wie vor erhältlich. Zwar nicht im Supermarkt um die Ecke, aber in jedem etwas besseren Fotogeschäft.

- Selbst extrem exotische analoge Filme (etwa Planfilme im Format 8 x 11 Inch) werden seit Jahren produziert. Deren Marktanteil dürfte schon in der prä-digital Ära bei deutlich unter einem Promille gelegen haben.

M.T.

Totgesagte leben länger

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 13:16

Die Prognose, dass Film nicht überleben wird, wird sich als genauso falsch herausstellen, wie zahlreiche andere Untergangsszenarien.
- Als der Farbfilm aufkam, wurde der Schwarzweissfotografie der Untergang vorhergesagt. Aber was passierte? 1980 erreichte der Verkauf von Schwarzweißfilmen sein tiefstes Niveau und stieg dann sogar wieder deutlich an. Mehr noch: Die größten Innovationen im SW-Bereich kamen nach 1980: Neue Kristallstrukturen in den Filmen (T- und Delta-Kristalle), die zu enormen Steigerungen bei Schärfe und Feinkörnigkeit führten, erheblich verbesserte Gradationwandelpapiere, Chromogene SW-Filme, und in jüngster Zeit die hochauflösenden Spezialfilme auf Mikrofilmbasis. Der SW-Bereich hat sich auf stabilem Niveau als eigenständige fotografische Ausdrucksform etabliert, allen früheren Untergangsszenarien zum Trotz.
- Mit Aufkommen der CD wurde den konventionellen Schallplatten der Untergang vorhergesagt. Doch was passierte? Es werden wieder immer mehr Neuerscheinungen auch wieder als Vinyl-Platte angeboten. Die Hersteller von klassischen Plattenspielern haben zahlreiche neue Modelle auf den Markt gebracht.
Das sind nur zwei Beispiele für nicht eingetroffene Untergangaszenarien. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Wir erleben im Fotomarkt derzeit zweifellos einen rasanten Strukturwandel. Strukturwandel bedeutet aber nicht zwangsläufig den Untergang aller bisherigen Strukturen. Es bedeutet vielmehr Anpassung, Neuausrichtung und Weiterentwicklung. Und das macht die Filmindustrie. Produktionskapazitäten werden der veränderten Nachfrage angepasst und neue Produkte werden entwickelt (siehe Kodak Portra, die neuen Fuji-Diafilme, Spur Orthopan, die neuen Maco/Rollei Filme etc.). Technisch hat Film noch erhebliches Entwicklungspotential, das wird in der aktuellen Diskussion meist übersehen. Genauso wie die zahlreichen qualitativen Vorteile, die Film nach wie vor gegenüber digitalen Aufnahmen hat (Langzeitarchivierung, besserer Dynamikumfang, keine Probleme mit Moires, Aliasing und Artefakten, weniger Problme mit chromatischen Aberrationen, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis etc.)
Es gibt aktuell über 400 Millionen Fotografen weltweit. Selbst wenn man nun sehr pessimistisch annehmen würde, dass in ein paar Jahren nur noch zehn Prozent davon analog fotografieren würden, wären das immer noch 40 Millionen Nachfrager nach Film weltweit. Wer nun prognostiziert, dass Film untergeht, behauptet damit, dass sich für 40 Millionen Nachfrager kein Anbieter mehr finden würde. Das wäre in der Wirtschaftsgeschichte wirklich ein absolutes Novum und kann zweifellos als ausgeschlossen angesehen werden.
Warum hat Kodak seine neuen Filme auf den Markt gebracht? Weil ihre Marktforschung als Ergebnis hatte, dass zwar der Großteil der Profis mittlerweile digital fotografiert, aber eben nicht ausschließlich digital, sondern oft auch Filme einsetzt, wenn damit bessere Ergebnisse zu erzielen sind. Beide Aufnahmemedien können sich eben sehr gut ergänzen.

gewinn ist nicht gleich marge! schreiber

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 14. Dezember 2006 - 22:16

film wird es auch nach 2010-15 geben weil archive damit arbeiten usw. und selbst hollywood belichtet seine filme für die kinos auf film aus.
weil das medium tod ist :-) wenn du dich ein wenig informieren würdest, kannst du feststellen es gibt nicht nur noch super 8 sondern sogar normal 8 filme und 16mm usw und die werden sogar häufig verkauft für doku und kunst.

der umbruch sollte ja laut industrie und medien schon 2004 abgeschlossen sein und nun ist bald 2007 filme gibt es immer noch, mehr als in den 60ern oder 70ern also schreibe keinen quatsch. film wird deine digitale kamera eh überleben - weil film ist ein variables aufzeichungsmedium es kennt keine abgrennzungen wie digital und das weiss auch die industie daher gibt es ja noch so viele nutzer was wegfällt iist der consumer-markt

Pseudo-Test

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 13:49

Sie spielen bei Ihrer Bemerkung über den Testzyklus sicherlich auf den jüngst in der "Profi-Foto" veröffentlichten Vergleich zwischen digital und analog an. Dieser sogenannte "Test" weist so zahlreiche gravierende Mängel auf, dass man daraus überhaupt keine belastbaren Aussagen ableiten kann.
Nur als Beispiele für die lange Mängelliste: Die zum Vergleich herangezogenen Diafilme wurden nachweislich falsch entwickelt (Farbstich), wie die Autoren selbst ausgeführt haben. Dennoch wurden sie zum Vergleich mit den Digitalaufnahmen herangezogen mit dem Ergebnis, dass die Farbwiedergabe der Digitalaufnahmen besser sei! Dann kann ich auch zwei Autos im Beschleunigungstest gegeneinander antreten lassen und bei dem einen Auto die Luft aus den Reifen lassen. Kein Wunder, dass das andere dann schneller ist.
Nur weil die Autoren mit einem Labor negative Erfahrungen gemacht haben, daraus dann gleich zu schließen, dass generell die meisten Labore in D Probleme mit der Prozesskonstanz haben, grenzt ja schon an Rufschädigung. Es gibt genügend hervorragende Labore in D., wo die Prozesskonstanz gewährleistet ist. Ich habe meine Diafilme immer korrekt entwickelt zurück bekommen, in mehreren Laboren.
Ein weiter Mangel dieses sogenannten Tests: Die angegeben Dynamikumfänge widersprechen allen wissenschaftlichen Testergebnissen. Noch nicht einmal Canon selbst(!) gibt für seine Digitalkameras derart hohe Dynamikumfänge an. Wenn die Kameras das wirklich bringen würden, wäre Canon sicherlich der erste, der damit Werbung machen würde.
Und was nun absolut unsinnig ist, das als Vergleichsfilm für Portraitaufnahmen der Fuji Velvia genommen wurde, der für seine eher unnatürliche Hauttonwiedergabe bekannt ist und dafür auch nicht empfohlen wird. Sein Anwendungsgebiet ist die Landschaftsfotografie. Für Portrait und Mode gibt es spezielle Filme wie den Fuji Astia oder die Kodak Portras. Aus einem Vergleich mit dem Velvia und Digitalkameras bei Portraitaufnahmen nun eine generell bessere Farbwiedergabe bei digitalen Aufnahmen abzuleiten ist nun wirklich hanebüchener Unsinn.

Film hat Bestand

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 12:27

Einen sehr interessanten Beitrag zur Entwicklung auf dem Filmmarkt gibt es bei der FTD unter http://www.ftd.de/technik/medien_internet/117302.html

Die Diskussion ob man besser

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 19:25

Die Diskussion ob man besser Analog oder Digital fotografiere, wurde schon vor 5 Jahren geführt.

Mittlerweile dürfte die Antwort wohl klar sein: Analog UND Digital

... wird entsprechend so enden:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. September 2006 - 22:53

2001 war die analoge Fotografie in jeder Hisicht überlegen.
2006 hat jede Technologie ihre Stärken bzw. Schwächen.
2011 ist die digitale Fotografie in JEDER Hinsicht überlegen.

"Film" ist dann sowas wie heute 'Bromöldruck' oder 'Heliogravure'.
_ _ _

P.S.:
Dann werde ich endlich bei eBay für 1 Euro die Geräte kaufen können,
von denen ich in meiner Jugend träumte:

Rollei 600x
Plaubel Makina
Sinar P
Schneider Super-Angulon
u.v.m.

Gewagte Prognose

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 01. Oktober 2006 - 17:11

Die Prognose, dass 2011 die digitale Fotografie der analogen in jeder Hinsicht überlegen sein wird, ist sehr gewagt. Denn die Physik kann man nicht überlisten, und sie setzt auch der Sensorentwicklung gewisse Grenzen. Die bisherigen Fortschritte in der Digitalfotografie einfach linear in die Zukunft fortzuschreiben und zu vernachlässigen, dass die Filmtechnologie ebenfalls weiterentwickelt wird, ist aus wissenschaftlicher Sicht fragwürdig.
Hierzu nur kurz einige Anmerkungen:
1. Die digitalen Sensoren sind bereits in der Nähe ihres theoretischen Limits. Eine Qualitätsverbesserung im Sinne von höherer Auflösung kann in erster Linie dadurch erreicht werden, dass man die Anzahl der Sensorelemente pro Sensor erhöht. Es ist kaum noch möglich, das einzelne Sensorelement an sich empfindlicher zu machen (!). Diese Entwicklung beobachten wir in allen Segmenten, nämlich mehr Megapixel pro Flächeneinheit. Aber eben mit dem Problem des stärkeren Rauschens aufgrund der mangelnden Empfindlichkeit. Die aktuellen 8 - 10 Megapixel Kompaktkameras haben schließlich nur noch bei ISO 100 eine gute Bildqualität. Bei höheren Empfindlichkeiten liefert jede analoge Kompaktkamera eine bessere Bildqualität ab, weil bei den digitalen Kompaktkameras im Vergleich dazu das Rauschen zu stark hervortritt. Eine Nachfolgerin der Eos 1 Ds Mk II mit beispielsweise 24 MP wäre mit Sicherheit nicht rauschfreier zu konstruieren als das aktuelle Modell. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Kamera mit den besten Rauschwerten die Nikon D2Hs ist, welche dies aber auch nur erreichen kann, weil sie sich auf 4 MP und einen großen Pixelabstand beschränkt. There is no free lunch, auch in der Sensortechnik nicht. Die (Rausch)Probleme bei höheren Empfindlichkeiten bei Mittelformatrückteilen sind nur zu gut bekannt.
Beim Silberhalogenidfilm jedoch lässt sich nach Ansicht der Forscher in den nächsten Jahren noch eine Steigerung um den Faktor 8 - 10 erreichen. Die neuen höher empfindlichen Emulsionen (Portra 400, Provia 400x) lassen so einige Digitalkameras bei gleicher Empfindlichkeit hinter sich zurück. Das Entwicklungspotential von Film wird in der öffentlichen Diskussion entweder überhaupt nicht mehr wahrgenommen, oder stark unterschätzt. Die Emulsionen auf Mikrofilmbasis beispielsweise, die jüngst auf den Markt gekommen sind (Adox CMS 20, Spur Orthopan) liefern eine Bildqualität, die deutlich über den besten derzeit verfügbaren Sensoren liegt.
2. Einschränkungen der Bildqualität bei digitalen Sensoren wir Moirés und Aliasing sind physikalisch bedingt und lassen sich nur durch Maßnahmen mildern, die wiederum negative Begleiterscheinungen haben (z.B. geringere Auflösung).
3. Computer gibt es bereits seit mehreren Jahrzehnten. Dennoch ist das Problem einer langfristigen Datensicherung immer noch ungelöst, sowohl auf der Hardware-, als auch auf der Softwareseite. Sehr unwahrscheinlich, dass sich das bis 2011 geändert haben wird. Denn das Grundproblem bleibt: Die Industrie ist in der digitalen Welt darauf angewiesen, immer neue Hardware und Dateiformate in den Markt zu bringen. Bei Film besteht dieses Problem nicht. Die "Hardware" neueste Filmemulsion ist auch mit der "Hardware" Kamera von 1975 kompatibel, die Bildqualität lässt sich in diesem System um den minimalen Preis einen neuen Films updaten.

nein, realistische Prognose!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 06. Oktober 2006 - 16:48

Bleiben wird Film nur als S/W und Dia für ambitionierte Amateure.

Zitat:

1. Die digitalen Sensoren sind bereits in der Nähe ihres theoretischen Limits.

Guter Witz! 1990 haben mir auch Physiker erklärt, dass der neue 486er Prozessor mit seinen 33 MHz bereits nahe an den Grenzen des Möglichen arbeite...

Zitat:

Beim Silberhalogenidfilm jedoch lässt sich nach Ansicht der Forscher in den nächsten Jahren noch eine Steigerung um den Faktor 8 - 10 erreichen. (...) Die Emulsionen auf Mikrofilmbasis beispielsweise, die jüngst auf den Markt gekommen sind (Adox CMS 20, Spur Orthopan) liefern eine Bildqualität, die ...

... es schon vor 20 Jahren beim Kodak Technical Pan 2415 auf Polyesterdünnfilm gab. Schon damals konnte ich dessen Reserven aber nur nutzen mit Abblendung, Stativ, Spiegelvorauslösung usw.
Natürlich sind die erwähnten Film-Neuerscheinungen sehr erfreulich

Zitat:

...Problem einer langfristigen Datensicherung...

Ja, das wird eine erhebliche Disziplin in der Datensicherung verlangen und wahrscheinlich mehrfaches Umkopieren während der Lebensdauer. Wenn man die aufbringt, ist es digital allerdings sowohl sicherer als auch qualitativ besser.

Grenzen der Sensorentwicklung

Eingetragen von
Gast
am Montag, 09. Oktober 2006 - 14:21

Bitte lesen sie doch genau, was in dem Posting steht, auf das Sie sich beziehen. Dort steht, dass das einzelne Sensorelement, aus dem der Gesamtsensor besteht, nicht mehr wesentlich in seiner Lichtempfindlichkeit gesteigert werden kann. Dem ist so, hier bewegen wir uns derzeit schon sehr nah am theoretischen Limit. Die Physik setzt hier halt Grenzen. Genau das beobachten wir derzeit bei den Digitalkameras. Dagegen kann die Lichtempfindlichkeit der Silgerhalogenidkristalle in Filmen noch deutlich gesteigert werden (hier setzt die Physik noch keine Grenzen). Auch das beobachten wir derzeit, siehe die neuen Filme von Kodak und Fuji.
Ich halte es für einen Fehler, die bisherigen Fortschritte der Sensortechnologie einfach linear in die Zukunft fortzuschreiben. Eine APS-C DSLR mit 20 MP und dem (Rekord)Rauschverhalten einer Nikon D2Hs wird es wohl nicht geben können. Viele haben aber mittlerweile eine solche Erwartungshaltung.

Was den Kodak Technical Pan anbelangt: Mit ihm habe ich lange Zeit gearbeitet. Genauso wie mit den neuen Filmen, z.B. dem Spur Orthopan. Und der Spur Orthopan bietet zusammen mit seinem speziellen Entwickler doch eine deutlich höhere Bildqualität. Hier ist ein echter Fortschritt zu verzeichnen. Und mit Abblendung, Stativ und Spiegelvorauslösung muss ich bei der digitalen Fotografie ganz genauso arbeiten, wenn ich das Maximum aus meinem System herausholen will.

Und was die Datensicherung anbelangt: die Praxis sieht doch (leider) so aus, dass die wenigsten Menschen diese Disziplin aufbringen, schon gar nicht über Jahrzehnte. Aber wenn ich heute ein Negativ mit Bildern aus meinen Kindertagen nehme (welche auch schon ein paar Jahrzehnte zurückliegen), kann ich davon immer noch einen schönen Abzug erstellen. Und meine Kinder werden es mit ihren Negativen/Bildern genauso handhaben können.

und vakkum-rückteil

Eingetragen von
Gast
am Montag, 18. Dezember 2006 - 07:09
Gast schrieb:

Bleiben wird Film nur als S/W und Dia für ambitionierte Amateure.

Zitat:

1. Die digitalen Sensoren sind bereits in der Nähe ihres theoretischen Limits.

Guter Witz! 1990 haben mir auch Physiker erklärt, dass der neue 486er Prozessor mit seinen 33 MHz bereits nahe an den Grenzen des Möglichen arbeite...

Zitat:

Beim Silberhalogenidfilm jedoch lässt sich nach Ansicht der Forscher in den nächsten Jahren noch eine Steigerung um den Faktor 8 - 10 erreichen. (...) Die Emulsionen auf Mikrofilmbasis beispielsweise, die jüngst auf den Markt gekommen sind (Adox CMS 20, Spur Orthopan) liefern eine Bildqualität, die ...

... es schon vor 20 Jahren beim Kodak Technical Pan 2415 auf Polyesterdünnfilm gab. Schon damals konnte ich dessen Reserven aber nur nutzen mit Abblendung, Stativ, Spiegelvorauslösung usw.

und vakuum-rückteil, gell?

analog fotografieren? ja gerne, aber mit welchem Gehäuse bitte?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 04. Oktober 2006 - 15:37

Der Film ist nicht tot, und hat nach meiner Einschätzung noch ein langes Leben vor sich.
Aber: ich fotografiere mit Nikon, und Nikon hat nur noch zwei teure Profi-Gehäuse im analogen Verkaufsprogramm, und auch hier bin ich nicht sicher, wie lange noch?
Und: was dann? Umsteigen auf ein anderes System, das noch ein komplettes analoges System anbietet?
Also: jede Menge Fragezeichen!

Alois

analoges Gehäuse

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 04. Oktober 2006 - 22:22

Gestern ging bei ebay eine Nikon F5 (!) - aus meiner Sicht neben den R-Leicas das beste, was man sich an analogen SLRs gönnen kann - in wohl sehr gutem Zustand (nicht aus Profihand) für unglaubliche € 496.- weg! Daher mein Tip: decken Sie sich auf dem Gebrauchtmarkt mit erstklassigem analogen Gerät ein; die Sachen werden derzeit von voreiligen Digitalwechslern zum Teil für sehr kleines Geld verscherbelt. Eine F5 wird auch in 20 Jahren noch funktionieren und auch dann noch eine erstklassige Kamera sein.

Gruß

Josef

Analoge Gehäuse halten ewig

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 05. Oktober 2006 - 12:57

Über die analoge Hardware, sprich Kameragehäuse, braucht man sich sicherlich keine Gedanken machen, schon gar nicht als Nikon Fotograf:
1. Bietet Nikon mit der F6 aktuell sicherlich die höchstentwickelte Kleinbild-Spiegelreflex. Wenn sie sich die kaufen, werden Sie in den nächsten 20 - 30 Jahren, wahrscheinlich sogar länger, eine zuverlässige Begleiterein haben. Alle Benutzer, die ich bisher gesprochen habe, waren begeistert.
2. Bietet der Gebrauchtmarkt ein riesiges Angebot an hervorragend erhaltenen Gehäusen zu Tiefpreisen, viele nur 1 - 3 Jahre alt, von Digitalkameraumsteigern vorzeitig verkauft, damit sie sich die hohen Preise für ihr Digitalequipment überhaupt leisten konnten.
Meine Nikon FM tut nun seit 25 Jahren klaglos ihren Dienst, ob in der israelischen Negev-Wüste, der Kälte Sibiriens oder den Sandstürmen in China. Eine Digitalkamera hätte unter den Einsatzbedingungen wahrscheinlich schon den Geist aufgegeben. Meine FM wird wahrscheinlich noch mich überleben.

ich fotografiere immer mit vorhandenen kameras.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 18. Dezember 2006 - 07:11
Gast schrieb:

Der Film ist nicht tot, und hat nach meiner Einschätzung noch ein langes Leben vor sich.
Aber: ich fotografiere mit Nikon, und Nikon hat nur noch zwei teure Profi-Gehäuse im analogen Verkaufsprogramm, und auch hier bin ich nicht sicher, wie lange noch?
Und: was dann? Umsteigen auf ein anderes System, das noch ein komplettes analoges System anbietet?
Also: jede Menge Fragezeichen!

Alois

nicht mehr erhältlich lassen mich kalt....