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Werksbesichtigung bei Franke & Heidecke
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- Franke & Heidecke: Der Kunde ist König (aktualisiert)





Alles Schnee von gestern
Wo bleiben die zukunftsweisenden Bilder?
P.S: Irgendwie passt beim Video die Soft-Porno-Musik nicht ganz zum O-Ton.
uiuiuiuiuiui...
.... da ist aber jemand dem Herrn K. ganz ordentlich auf den Leim gegangen...
Werksbesichtigung Franke & Heidecke
Betriebsmittel und Sauberkeit mögen für die Reparatur chinesicher Rollei-Nachbauten evtl. ausreichen. Für die Fertigung von vergleichbaren High-Tech-Produkten gelten weltweit andere Standards. Hier möchte ich mal eine Zertifizierung erleben. Ihre Veröffentlichung deckt sicherlich ungewollt ein trauriges Kapitel der wechselvollen Rollei-Geschichte auf.
Maschinen sind nicht alles
Die Erfahrungen eines unter Umständen seit Jahrzehnten angestellten Mitarbeiters sind viel mehr wert. Zumal bei der Handarbeit auch bestimmt eher ein Fehler entdeckt wird - bei Massenproduktion findet ihn der Kunde oder es werden Rückrufaktionen eingeleitet. Das Ergebnis kann sich doch sehen lassen - oder schon mal von Qualitätsproblemen einer 2,8 FX gehört? (ok, die Preispolitik ist eine andere Geschichte)
Ich gehe mal stark davon aus, dass z.B. die elektronischen Bauteile unter anderen Bedingungen gefertigt werden - das hier gezeigte ist doch eher die Montageabteilung, oder?
"die elektronischen Bauteile unter anderen Bedingungen..."
Ja,
seit eh und je bei externen Zulieferern von sehr unterschiedlicher Güte (dieselben, die dann so geduldig auf Bezahlung warten).
Gehen Sie davon aus, das Sie anhand dieser Bilder etwa 80% der Nichtglas-Bearbeitungsweise für alle Modelle kennen bzw schlussfolgern können.
Die Optik und Objektivnontage sieht zwangsläufig etwas anders aus.
Kennen Sie die Rückrufquote von F+H?
Eben.
Wenn man den gesamten Kundenstamm binnen eines Vormittages abtelefonieren kann, wird sowas auch nicht publik/gemacht, oder ?
Sie können SÄMTLICHE Bilder ruhig
Ihrem launigen Rückblick auf die Photokina 1956 hinzufügen.
So "aktuell" ist ein Werksbesuch Ende 2006 leider.
Wobei die gezeigten 2äugigen erstmal das Leistungsvermögen der Damaligen erreichen müssen.
Größere Geheimnisse hat FH leider gar nicht zu verbergen, deshalb ist die Impression vollständiger als man glauben sollte.
Danke dennoch.
.
Was sollen uns diese Bilder sagen?
Das Franke und Heidecke dringend Investoren braucht?
Das deutsche Unternehmen Investionsträge sind?
Das in manchen Fabriken die Zeit still zu stehen scheint?
"Manufakturfertigung"...
...spätestens dank diesen Bildern ist ersichtlich was sich dahinter vergbirgt. Fertigung auf allerschlechtestem Niveu, das durch die Erfahrung der Mitarbeiter wieder wettgemacht wird. Doch egal was die Bilder sagen, so schlimm wirds nicht werden. Wollen Leaf und die ganzen anderen Konosorten diese Kamera haben, so werden sie auch dafür sorgen (evtl. mit Kapitalmitteln), dass sie gebaut wird. Wenn nicht, dann nicht. Ich persönlich wünsche F&H, wie jedem anderen Kleinbetrieb in D, den Mut nicht zu verlieren und weiterzumachen. Nicht jeder wirds schaffen, aber mit Engagement geht doch so einiges. Die fetten Jahre sind vorbeit, doch was wurde während der fetten Jahre schon groß getan?!?!
Rod
Erschreckend...
sind nicht die Bilder, die wahrscheinlich dem Einen oder Anderen überhaupt erst ein mal einen Einblick in die Wirklichkeit eines mechanichen Fertigungsbetriebes geben.
Vielmehr geben mir die Kommentare zu denken. Da wird gerade ein neues Produkt entwickelt oder weiterentwickelt und schon wird "genölt" und demontiert!
Sicherlich sieht eine neu eingerichtete Fertigungsstätte anders aus; und mit Sicherheit glänzen die Fertigungstätten auf den Pressefotos der übrigen Hersteller unter "Reinstraumbedingunen". Sollte sich Ihnen mal die Möglichkeit bieten die Arbeitsbedingungen asiatischer Zulieferer zu besichtigen, Sie würden sich mit Grausen abwenden. Wohlgemerkt, ich rede von mechanischen Fertigungen und nicht den Vorzeigebetrieben der Chip-Industrie.
Übrigens an denn Vorredner : die Zertifizierung nach DIN ISO 9000 ff. garantiert nur das ihre Abläufe den jeweiligen Vorgaben entsprechen, prinzipiell können Sie auch als zertifizierter Betrieb den größten Schrott produzieren.
Ein Hinweis auf Qualität geben da eher die auch auf älteren Meßmitteln vorhandenen Kalibriernachweise (s. Foto des Mikrometers).
Den Mitarbeitern von F&H jedenfalls wünsche ich viel Erfolg für die Zukunft und bei der Entwicklung der HY6 - Entscheidend ist was hinten raus kommt. - Glückauf!
Erschreckend...
ist hier bestenfalls der Versuch eine mangelhafte Fertigung, gezeigt in Bildern und Film, als allgemeine Wirklichkeit darzustellen.
Dargeboten wird die Montage von Hochpreiskameras (inkl. elektronischer Baugruppen) bei der auf den Fotos nicht einmal ansatzweise die Beachtung von ESD-Richtlinien zu erkennen ist. ESD-Schutz z.B. durch Potentialgleichheit von Lötkolben, Arbeitsplatten/-Aufnahmen und Werker (Hangelenkband) ist bei Einsatz musealer Betriebsmittel auch kaum zu erreichen. Ein besonderes Tollstück ist in dem Filmchen das Handling der Verschluß-/Blendensteuerungs-Einheit (?). Weitere Detailhinweise verkneife ich mir.
Über Reinraumbedingungen sollte man bei diesem Bild-/Filmangebot wohl kaum zu reden. Vielleicht reicht es für den Anfang ja schon Schutzverkleidungen an Polierböcken nicht mit Tape zu sichern und für eine gewisse Grundsauberkeit zu sorgen. Die Fotos mit der "kalibrierten" Mikrometerschraube und der Messuhr mit Halter bieten sich hier an.
Sicherlich ist auch trotz Zertifizierung Schrott zu produzieren. Aber immerhin wird durch systematische Hinterfragung und resultierenden präzisen Vorgaben, auch im Qualitätsbereich, der Weg hierzu schwer gemacht.
Im übrigen reden wir hier nicht über asiatische Zulieferer sondern über "deutsche Präzisionshersteller".
Nach einigen Jahrzehnten an verantwortlicher Stelle für Produktionstechnik (Mechanik / Elektronik) und der Kenntnis von Fertigungsstätten internationaler Konzerne maße ich mir schon ein Urteil an.
Leider hat der Rest unserer Kameraindustrie im Gegensatz zu unserer Autoindustrie den Weg in die Zukunft nicht gefunden.
Erschreckend
ist hier bestenfalls der Versuch eine mangelhafte Fertigung, gezeigt in Bildern und Film, als allgemeine Wirklichkeit darzustellen...
mal abgesehen von einigen profitablen Industriezweigen - dazu zähle ich auch die deutsche Automobilindustrie, deren Kunden beim aktuellen Portfolio der Hersteller offensichtlich bereit sind jeden Preis zu zahlen - hat in den letzen 10 Jahren in den mir bekannten metall- und kunststoffverarbeitenden Betrieben (100-500 Mitarbeiter)eine Wandlung stattgefunden. Durch Kostendruck, reduzierte I+R (Invest- und Reparatur)Etats, "outgesourcten" Instandhaltungspersonals und ähnlichen kostensenkenden oder profitsteigernden Maßnahmen (je nach Standpunkt)wird das Arbeitsumfeld nicht mehr so instandgehalten, wie es erforderlich ist. Und so wird mit Tape gesichert und improvisiert, weil auf die Schnelle keine ordungsgemäße Reparatur möglich ist. Durchgeführt wird dies noch von motivierten Mitarbeiter, die trotz aller Widrigkeiten sehr gute Produkte herstellen wollen und ein Interesse am Überleben ihrer Betriebe haben.
Ich möchte Ihre jahrzehntelange Erfahrung nicht in Abrede stellen, aber zumindest für einen Teil der Klein- und Mittelbetriebe ist dies "globalisierte" Wirklichkeit.
Ehrlichkeit
Ganz klar, das ist eine Firma zwischen gestern (aktuelle Fertigungspalette) und hoffentlich morgen (Hy6). Erstaunlich ist die Offenheit (siehe auch die Fischer-Rede http://www.photoscala.de/node/2434), und zu sehen ist eine Manufaktur, d.h. eher kleine Stückzahlen vorwiegend in Handarbeit. Sicher nicht zu vergleichen mit Reinräumen (da wird auch anderes gefertigt), aber auch nicht mit China-Produktion. Ich erinnere an die Debatte zu Apple und Foxconn (http://www.heise.de/newsticker/meldung/76992) oder an die Kinderarbeit („"Made in China" ist meist gleichzusetzen mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit“ - http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/spielzeug.htm).
Wenn ich sehe, wie kundig und sorgfältig hier Teile (von Hand!) poliert und montiert werden, ist das zwar weit entfernt von einer "Roboterfabrik", aber mein Vertrauen in die Produkte erschüttert das in keinster Weise, ganz im Gegenteil.
der besucher
Nicht ganz so schlimm ....
Ich habe F&H mehrmals besucht. Leider kann man nur die Produktionsstätte für Metallteile und die alte Endmontage der Zweiäugigen besuchen. Die Zweiäugigen werden noch genau so montiert wie in den fünfziger Jahren. Das stimmt. Die modernen Reinräume der Objektivfertigung und 6000-Endmontage sind leider aus verständlichen Gründen unzugänglich. Dort kann man nicht filmen oder photographieren. Wenn man sich nur den Film und die Fotos anseht, bekommt man einen falschen Eindruck.
Ferdi,
Drachten, Holland.