Es ist immer noch viel geheimnisvoller, mit Film zu fotografieren: niemand kann vor morgen sehen, was Du aufnimmst.

— Marc Horn

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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Kleinbild kontra Mittelformat (aktualisiert)

Wir haben uns das digitale Kleinbild und Mittelformat einmal ganz praktisch und genau angesehen. Gibt es qualitative Unterschiede? Und falls ja – wie groß sind sie wirklich?

Einleitend sei vorausgeschickt, dass dieser Vergleich exemplarisch anhand der beiden Modelle Leica S2 und Nikon D3x durchgeführt wird. Das soll aber kein Vergleich Leica kontra Nikon sein; können doch beide mit Fug und Recht stellvertretend für eine ganze Gattung stehen. Interessiert hat uns nicht der Markenvergleich, sondern der Formatvergleich: Was hat das digitale Mittelformat dem digitalen Kleinbild voraus?

Vorbemerkung: Während Kleinbildkameras ihr „Vollformat“ 24x36 mm vor einigen Jahren auch im Digitalen erreichten – die EOS-1Ds von Canon war 2002 die erste digitale Kleinbild-Vollformatkamera – Nikon und Sony folgten ein paar Jahre später, hat das Mittelformat bezüglich der Sensorgrößen bislang nicht zu den analogen Mittelformaten (4,5x6, 6x6, 6x7) aufgeschlossen und es deutet auch nichts darauf hin, dass sich das in Zukunft ändern wird. Im Gegenteil setzen die Hersteller eher auf neue Systeme, bei denen Gehäuse und Objektive auf die - im Vergleich zum „klassischen“ Mittelformat – kleineren Sensoren abgestimmt sind: Hasselblad mit der HD-Serie, Leica mit der S2.

Hier ein Überblick über gängige bzw. vergangene Aufnahme- / Sensorformate:
 

  Format effektiv Bilddiagonale
(= ca. Normalbrennweite)
Formatfaktor*
(des Kleinbilds bezogen auf dieses Format; gerundet)
Kleinbild 24x36 mm 43 1
4,5x6 45x55 mm 71 1,6
6x6 55x55 mm 78 1,8
S2-Format 30x45 mm 54 1,25
Hasselblad H4D-40 33,1x44,2 mm 55 1,3
Hasselblad H3D 36x48 mm 60 1,4
Leaf Aptus II-8 33x44 mm 55 1,3
Leaf Aptus-II 10R 36x56 mm 60 1,4
Mamiya M22 36,7x48,9 mm 61 1,4
Pentax 645D 33x44 mm 55 1,3
Phase One P65+ 40,4x53,9 mm 67 1,6

 
* Formatfaktor: Durch diesen Wert müssen Sie die jeweilige Brennweite teilen, um die kleinbild-äquivalente Brennweite zu erhalten. Beispiel: 80 mm an H4D-40 = 80 / 1,28 = 63. Das 80-mm-Objektiv an der H4D-40 zeigt ungefähr denselben Motivausschnitt wie ein 63-mm-Objektiv an Kleinbild.
 
 
In medias res

Mit der folgenden Reihe hatten wir den Test der Leica S2 beschlossen:
 

Foto: Georg N. Nyman

Gesamtmotiv Mariahilfer Kirche; S2 mit Summarit-S 2,5/70 mm Asph.
 
 
Foto: Georg N. Nyman

Bildmitte - Bildrand bei Blende 5,6: S2 mit Summarit-S 2,5/70 mm Asph.
 
 
Vergleichsreihe: Georg N. Nyman

Bildmitte - Bildrand bei Blende 5,6: D3x mit AF-S 1,4/50 mm G

 
Wie man sieht: die Nikon D3x bzw. eben Kleinbild schlägt sich wacker. Auch nicht uninteressant, da wir schon dabei sind, der Vergleich mit dem analogen Mittelformat:
 

Vergleichsreihe: Georg N. Nyman

Mamiya RZ67 Pro II mit 4,5/75 mm Shift bei Blende 5,6 auf Fuji Velvia 50. Die feinen Details der Altarkrone gehen im Korn und in der Dicke der Emulsion unter, wohingegen die nicht so feinen Details der Wand noch sehr gut wiedergegeben werden. Eine nachfolgende Untersuchung der Dias unter einem Stereomikroskop hat diesen Umstand dann bestätigt – es sind tatsächlich nicht viel mehr Details vorhanden. Der Vergleich macht deutlich, dass sowhl die digitale Mittelformat- wie auch die digitale Kleinbildkamera dem Film überlegen sind. Zwar kann man noch ein wenig mehr aus den Dias ktizeln, wenn man statt eines guten Scanners der oberen Mittelklasse (hier Nikon ED8000) einen Spitzenscanner (z.B. einen Heidelberg-Trommelscanner) nimmt - aber viel Gewinn ist es nicht.

 
Hier soll es nun weitergehen mit dem Vergleich der Systeme. Ich habe eine ganze Serie von Aufnahmen parallel gemacht – also S2 gegen D3x, beide mit dem Normalobjektiv bestückt. Die S2 mit dem 2,5/70 mm Asph. und die D3x mit dem AF-S 1,4/50 mm G. Als Vergleichsblenden habe ich 2,8 sowie 5,6 und 8 gewählt.

Grundsätzlich habe ich alle Aufnahmen im jeweiligen RAW-Format gemacht (also die Leica in DNG, die Nikon im NEF-Format), dann in den RAW-Converter geladen (Leica in Adobe Camera Raw , Nikon in Capture NX2) und anschließend in Photoshop CS4 importiert. Dort wurden die Fotos möglichst identisch optimiert. Die hier gleich gezeigten Beispiele sind zum Teil (deutlich) runterskaliert, zum Teil leicht geschärft und Web-optimiert - also mit möglichst kleiner Dateigröße bei noch akzeptabler Qualität – gespeichert. Dabei wurde darauf geachtet, dass sie möglichst aussagekräftig bleiben. Sie stehen aber keinesfalls für die absolute Qualität der Kameras bzw. der Fotos, sondern sollen bestimmte Aspekte anschaulich machen.
 

Foto: Georg N. Nyman

Hier die Übersichtsaufnahme. Enstanden beim Vienna International Center, aufgenommen mit der Nikon D3x mit dem AF-S 1,4/50 mm G bei Blende 4
 
 
Foto: Georg N. Nyman
 
 
Foto: Georg N. Nyman

 
Die Detailausschnitte stammen aus einem Bereich oberhalb der Mitte, links. Bei einer 100-%-Ansicht am Monitor erscheint das Detail der Leica-S2-Aufnahme etwas besser definiert, sie zeigt eine etwas höhere Auflösung und ein etwas geringeres Rauschen.

Es folgt eine weitere Aufnahme, die mehr Details zeigt. Auch hier wählte ich wiederum einen kleinen Ausschnitt – in diesem Fall links außen, dort, wo der vertikale rote Schriftzug der Strabag zu erkennen ist. Wieder beide Kameras bei Blende 4 mit denselben Objektiven wie eben:
 

Foto: Georg N. Nyman
 
 
Foto: Georg N. Nyman
 
 
Foto: Georg N. Nyman

 
Dasselbe Ergebnis wie eben: nur geringfügige Unterschiede, bei der D3x ist ein etwas intensiveres Rauschen zu erkennen.

Da die beiden Sensoren unterschiedlich groß sind, wurde das Detail der Nikon etwas stärker nachvergrößert. Im Original ist das Verhältnis so wie hier abgebildet:
 

Foto: Georg N. Nyman

 
Diese Gegenüberstellung führt zu einer wichtigen Aussage: die Pixeldichte und damit die grundlegende Bildqualität der beiden Kameras mag sich sehr ähnlich sein, der größere Sensor der S2 (und vergleichbarer Mittelformatkameras) hat aber Vorteile, die sich direkt auf die Bildqualität auswirken: Da der Sensor größer ist, braucht man eine geringere „Nachvergrößerung“ des digitalen Bildes, um eine bestimmte Bildgröße bei einer gegebenen Druckauflösung zu erreichen.

Ein Beispiel dazu: Ich möchte einen Druck in der Größe 60x90 cm bei 240 dpi machen. Dann muss ich für Aufnahmen mit der Nikon D3x eine stärkere Bildvergrößerung einstellen als für Aufnahmen mit der S2. Das wirkt sich dahingehend aus, dass die feinen Details aus der D3x zwar auch vergrößert werden, nur werden sie weniger bildrelevanten Inhalt haben als die gleichen Details von der S2. Das war ja bereits auf den Detailaufnahmen in der Mariahilfer Kirche (siehe oben) zu sehen. Hier noch ein sehr anschauliches Beispiel:
 

Foto: Georg N. Nyman

Das Motiv in der Übersicht
 
 
Foto: Georg N. Nyman

Vergleichs-Detail aus der Bildmitte: Links D3x, rechts S2 – keine Bildoptimierung

 
Beide Aufnahmen wurden in Adobe Camera Raw 5.4 ohne irgendeine Optimierung entwickelt und in Photoshop CS4 importiert. Dann wurden beide Aufnahmen auf 60x90 cm bei 240 dpi skaliert und bei 200-%-Ansicht wurde ein Bildschirmfoto des Ausschnitts gemacht. Man erkennt jetzt eindeutig den Größenvorteil des Sensors der S2 (gleiches gilt natürlich für alle Mittelformatkameras mit vergleichbar großem Sensor).

Die relative Dichte beider Sensoren, also die Megapixel pro Flächeneinheit, ist praktisch identisch, aber das Ausgangsformat der S2 ist etwas größer, daher brauche ich etwas weniger leere Nachvergrößerung, um ein gegebenes großes Format zu erreichen. Solange aber die Pixeldichte bezogen auf gleiche Fläche nicht höher wird, ist der Vorteil der Mittelformatdigitalfotografie sehr limitiert und für viele Anwendungen kein entscheidender Vorteil. Erst wenn diese Pixeldichte höher wird – und dafür gibt es bei einem größeren Aufnahmeformat genügend Reserven – dann wird das digitale Mittelformat einen entscheidenden Vorteil gegenüber den 24+Megapixel-Kameras bringen; dann wird die Bildqualität deutlich sichtbar besser sein. Das sollte etwa bei der neuen H4-Serie von Hasselblad gegeben sein; vorausgesetzt, man hat auch die dazu passenden Objektive in entsprechender Qualität, denn sonst zeigen sich auch die optischen Fehler und Grenzen der Objektive noch deutlicher.
 

Foto: Georg N. Nyman

Eine noch höhere Vergrößerung (400 % in Photoshop CS4) eines Details (in der Gesamtaufnahme oben durch einen kleinen roten Pfeil angedeutet) mit nachfolgender Nachvergrößerung beider Ausschnitte – daher mit einer Interpolation der Pixel durch Photoshop. Links der Screenshot der S2, rechts der von der D3x ohne Angleichung der unterschiedlichen Ausgangsformate. Es sei dem Leser überlassen, den Qualitätsunterschied zu bewerten.

 
Noch ein letztes Beispiel, entstanden bei Blende 8. Beide Aufnahmen wurden in Photoshop CS4 geladen, farblich angeglichen, und dann wurden die Ausschnitte gewählt und ohne weitere Bearbeitung zusammenmontiert.
 

Foto: Georg N. Nyman

Blick auf die Neue Donau und die Hügel des Wienerwalds. Im Hintergrund im rechten Bildteil – kaum zu erkennen – das auf dem Leopoldsberg liegende Kloster. Und etwa in der Mitte ein Hochhaus. Beide Details wurden für eine Detailvergrößerung verwendet.
 
 
Foto: Georg N. Nyman

200-%-Ausschnitt ist aus einem Bereich nahe der Bildmitte. Deutlich zu erkennen: die bessere Detailwiedergabe der S2, wobei das Ergebnis der D3x beachtlich ist.
 
 
Foto: Georg N. Nyman

Der 400-%-Ausschnitt aus dem rechten Bildrandbereich zeigt deutlich die Reserven des Mittelformats im Vergleich zum Kleinbild.

 
(Georg N. Nyman / thoMas)
 

Nachtrag (6.4.2010; 20:00 Uhr): Irrtümlich hatten wir in der Bildunterschrift zur Mamiya-Aufnahme einen „Provia 50“ erfunden, den es gar nicht gibt. Richtig ist: „Velvia 50“; und das wurde oben so berichtigt.
 

Danke für den Test!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 11:24

Ist immer schwierig zu beurteilen, wenn Bilder nachberabeitet werden. Eins wird aber sehr deutlich, dass die Unterschiede zwischen Kleinbild und sog. Mittelformat sehr gering sind. Wenn man sich die Bilder betrachtet, hält das Vollvormat der Nikon sehr gut mit, jedenfalls rechtfertigt er keinen Aufpreis von 10000 Euro für die Leica. Danke für den Vergleich mit analog Mittelformat. Ich denke, die Ausage das digatales Vollformat das analoge Mittelformat überholt hat, ist gerechtfertigt! Wer hätte das noch vor 5 Jahren gedacht?

Danke für den Vergleich

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 11:30

Interessant wäre später derselbe Vergleich mit der Pentax 645, damit man sieht, ob der kleine aber gut sichtbare Unterschied auch ohne die hochgelobten Leica-Objektive sichtbar ist, also auf einen MF-Sensor zurückzuführen ist.

OhWeh

Interessanter Vergleich

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 12:18

Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen (Pentax 645).
Ja, ein Trommelscan im Vergleich wäre interessant.
Fuji Provia 50? Ist mir neu...

Sorry, mein Fehler - !

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:48
Gast schrieb:

Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen (Pentax 645).
Ja, ein Trommelscan im Vergleich wäre interessant.
Fuji Provia 50? Ist mir neu...

Tut mir leid, das war mein Fehler - es war ein VELVIA 50, davon habe ich noch einiges eingefroren!

Georg N.Nyman

Wozu?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 12:57
OhWeh schrieb:

Interessant wäre später derselbe Vergleich mit der Pentax 645, damit man sieht, ob der kleine aber gut sichtbare Unterschied auch ohne die hochgelobten Leica-Objektive sichtbar ist, also auf einen MF-Sensor zurückzuführen ist.

OhWeh

Die Antwort gibst Du Dir doch im Prinzip schon selbst:

Mit Sicherheit werden die Pentax-Objektive nicht das Leica-Niveau erreichen, irgendwo macht sich der Preisunterschied dann schon bemerkbar, auch wenn er zum Teil nur aus dem roten Punkt besteht!
Auf der anderen Seite macht sich aber auch das Format bei solchen Auflösungen immer bemerkbar und Pentax hätte nach so langem hin und her die 645D wohl kaum auf die Bänder gelegt, wenn sie denn in Tests einer D3x nicht überlegen wäre.

Ergo: die 645D wird da irgendwo dazwischen spielen!

Wenn ich mir allerdings die Crops im Vergleich zu den ganzen Bildern ansehe, dann wird schon der Unterschied S2 zu D3x nur noch auf Plakatwänden relevant und dürfte selbst auf 60x90cm-Postern kaum noch zu sehen sein.

Mit D3x/A900 und entsprechenden Objektiven hat KB da einfach eine Hausnummer erreicht, die selbst unter Berufsfotografen mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen die Sinnfrage nach noch mehr Auflösung stellt und letztlich nur noch nutzlosen Datenmüll erzeugt.

Wer außer einer Hand voll Starfotografen hat denn schon Aufträge in Aussicht, wo dieses kleine Plus an Auflösung gefordert und auch entsprechend gut bezahlt wird? Und ähnlich selbst unter den finanzkräftigsten Edel-Amateuren: Wer von denen belichtet seine Bilder schon über 1 Meter groß aus um da überhaupt einen Unterschied sehen zu können, mal ganz abgesehen davon, dass man derart große Poster doch niemals aus nächster Nähe betrachtet?

In so fern ist dieser Vergleich hier äußerst eindrucksvoll und interessant.

Wenn ich mir allerdings die

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 14:53

Wenn ich mir allerdings die Crops im Vergleich zu den ganzen Bildern ansehe, dann wird schon der Unterschied S2 zu D3x nur noch auf Plakatwänden relevant und dürfte selbst auf 60x90cm-Postern kaum noch zu sehen sein.

Genau das soll ihnen dieser Test ja auch suggerieren!

Leica S2 Vs. Nikon D3X

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 11. April 2010 - 09:08
der Profi schrieb:

Wenn ich mir allerdings die Crops im Vergleich zu den ganzen Bildern ansehe, dann wird schon der Unterschied S2 zu D3x nur noch auf Plakatwänden relevant und dürfte selbst auf 60x90cm-Postern kaum noch zu sehen sein.

Genau das soll ihnen dieser Test ja auch suggerieren!

Vor einiger Zeit habe ich in einer Sparkasse großformatige Bilder (ca. 80x120cm) von Luftbildaufnahmen gesehen, die mit einer Canon 1DsMkIII gemacht wurden. Aus einem normalen Betrachtungsabstand, waren die Fotos durchaus sehenswert, aber man durfte sie nicht näher betrachten. Ob das an dem Objektiv(en) gelegen hat? Mit meiner 645 Kamera und entsprechendem Film-Material, traue ich mir zu, eine bessere Qualität zu produzieren.

Hubraum

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:52
Gast schrieb:

Mit D3x/A900 und entsprechenden Objektiven hat KB da einfach eine Hausnummer erreicht, die selbst unter Berufsfotografen mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen die Sinnfrage nach noch mehr Auflösung stellt und letztlich nur noch nutzlosen Datenmüll erzeugt.

Wer außer einer Hand voll Starfotografen hat denn schon Aufträge in Aussicht, wo dieses kleine Plus an Auflösung gefordert und auch entsprechend gut bezahlt wird? Und ähnlich selbst unter den finanzkräftigsten Edel-Amateuren: Wer von denen belichtet seine Bilder schon über 1 Meter groß aus um da überhaupt einen Unterschied sehen zu können, mal ganz abgesehen davon, dass man derart große Poster doch niemals aus nächster Nähe betrachtet?

Man muss ja nicht gleich quadratmeterweise Ausdrucken. Allein beim Ausdruck auf A4 sieht man schon einen Unterschied, ob da 12 MP oder 24 MP auf dem Papier verteilt sind. Aber abgesehen davon: Die 24,7 MP der D3X/A900 geben noch reichlich Ausschnittsreserven, wenn man sie braucht. Wo die MFT Fraktion sich so ein pseudo-shift-objektiv bastelt, kann man sich bei den Architekturaufnahmen immer noch die unliebsame Strasse im Vordergrund wegschnippeln -- und hat dann immer noch 18 MP im Bild. Oder, Beispielbild von gestern: Eigentlich sollte es eine Totalaufnahme eines Blütenzweigs geben. Aber eine Hummel kam grade im Anflug auf eine Blüte: Also hab ich nachträglich eine Macroaufnahme "Hummel im Anflug auf Blüte" draus gemacht, mit immer noch genug Pixeln um sie auf A4 auszudrucken.

Ein ganz anderer wichtiger Aspekt, der hier im Text überhaupt nicht zur Sprache kam, ist die physikalische Größe des Sensors: Je größer der Sensor, desto länger die Brennweite, um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten. Oder umgekehrt: Je größer der Sensor, desto mehr Bildwinkel kriegt man bei gleicher Brennweite (nützlich bei Landschaftsaufnahmen). Und das hat wieder einen EInfluß auf die minimal erreichbare Schärfentiefe und, ja, die Abbildungsqualität des Objektivs: Je länger die Brennweite ist, desto geringer fallen die Abbildungsfehler aus und desto "einfacher" ist es, selbige unter Kontrolle zu kriegen. Also: An den detailreicheren Aufnahmen der S2 ist nicht nur die höhere Anzahl Pixel schuld, sondern auch die 70 mm Brennweite bei der S2 gegenüber den 50 mm bei der D3X --ganz unabhängig davon, ob da nun ein roter Punkt drauf ist oder Nikkor oder Pentax, oder was auch immer drauf steht...

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 07. April 2010 - 14:23
Gast schrieb:

Man muss ja nicht gleich quadratmeterweise Ausdrucken. Allein beim Ausdruck auf A4 sieht man schon einen Unterschied, ob da 12 MP oder 24 MP auf dem Papier verteilt sind. Aber abgesehen davon: Die 24,7 MP der D3X/A900 geben noch reichlich Ausschnittsreserven, wenn man sie braucht. Wo die MFT Fraktion sich so ein pseudo-shift-objektiv bastelt, kann man sich bei den Architekturaufnahmen immer noch die unliebsame Strasse im Vordergrund wegschnippeln -- und hat dann immer noch 18 MP im Bild. Oder, Beispielbild von gestern: Eigentlich sollte es eine Totalaufnahme eines Blütenzweigs geben. Aber eine Hummel kam grade im Anflug auf eine Blüte: Also hab ich nachträglich eine Macroaufnahme "Hummel im Anflug auf Blüte" draus gemacht, mit immer noch genug Pixeln um sie auf A4 auszudrucken.

«Wegschnippeln» … so funktioniert «Architekturfotografie» bei Dir. Aha. Und natürlich siehst Du auf einem A4-Print den Unterschied zwischen 12 und 24MP. Aha. Mich würde mal interessieren, auf welchen Rip Du setzt, zumal die Druckersoftware ohne grosse Beeinflussungsmöglichketi auf die Papiergrösse entsprechend auf oder runterskaliert.

Bleib doch einfach bei Deiner Bienchen- und Blümchen-Fotografie.

Bist doch nur neidisch!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 17. April 2010 - 20:52

Bist doch nur neidisch, weil Du mit Deinem 4/3µ Krempel keine Blüte freistellen kannst. Und mit einer gestochen scharfen Biene im freien Anflug schonmal gar nicht!

Und immer dran denken: Es ist Frühling, die Hormone marschieren!

Danke

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 11:46

beide digitale kameras hauen mich vom sockel, unglaubliche deteils. auch das ergebnis vom film ist sehr gut. hierbei sollte man immer bedenken, dass der film eigentlich ja das größte format hat, indem ja das ganze 6x7cm negativ ausgenutzt wird.
betrachtet man die preise der jeweiligen kameras, dann ist das preis-schärfeverhältnis vom analogen weitaus besser als in der digitalen oberklasse. das wird meines erachtens oft vergessen. zwar ist der workflow langsamer, jedoch ist auch heute noch der film eine preisgünstige alternative, wenn man nicht direkt über die bilder verfügen muss.
viele sagen, es sei nicht mehr zeitgemäß einen film einzulegen. das muss jeder für sich entscheiden. es soll kein film vs. digitalkampf sein da ich finde, dass jedes medium hat seine berechtigung und vorteile hat.

Danke für den Vergleich

PS: Es gibt keinen Fuji Provia 50 ;)

Nochmals sorry...

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:51
Gast schrieb:

beide digitale kameras hauen mich vom sockel, unglaubliche deteils. auch das ergebnis vom film ist sehr gut. hierbei sollte man immer bedenken, dass der film eigentlich ja das größte format hat, indem ja das ganze 6x7cm negativ ausgenutzt wird.
betrachtet man die preise der jeweiligen kameras, dann ist das preis-schärfeverhältnis vom analogen weitaus besser als in der digitalen oberklasse. das wird meines erachtens oft vergessen. zwar ist der workflow langsamer, jedoch ist auch heute noch der film eine preisgünstige alternative, wenn man nicht direkt über die bilder verfügen muss.
viele sagen, es sei nicht mehr zeitgemäß einen film einzulegen. das muss jeder für sich entscheiden. es soll kein film vs. digitalkampf sein da ich finde, dass jedes medium hat seine berechtigung und vorteile hat.

Danke für den Vergleich

PS: Es gibt keinen Fuji Provia 50 ;)

Ja, Sie haben Recht - mein Fehler, es war ein VELVIA 50! Trotz Durchlesen und wieder Durchlesen schleichen sich leider immer wieder Fehler ein....

Georg N. Nyman

Bei aller Liebe, aber ich finde den Test absolut entbehrlich!

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 12:34

Ein weiters bezahltes Plädoyer für die Marktbeherrschenden Hersteller?

Das Problem liegt genau in den von euch angeführten Vergleichsverfahren.
Die Optimierung für das Internet produziert enorme Jpeg Artefakte in den Mittelformat Dateien, die man in der Praxis nie in Kauf nehmen würde. Dadurch reduziert sich der Qualitätsabstand zu FF enorm. Ein weiteres Problem stellt die Bearbeitung der Bilder da. Die Cmos Dateien der D3X sind bei weitem nicht so gut zu Schärfen wie die MF Dateien. Tut man es nicht, verliert man weiter an Abstand zu FF.

Dann zu argumentieren, Das FF würde sich wacker schlagen, ist meiner Ansicht nach Tendenziös und nicht Ehrlich.
Der Abstand ist meiner Erfahrung nach gewaltig!
Warum wird das MF eigentlich immer wieder in seiner Leistungsfähigkeit relativiert?
Der Marktanteil ist so gering das er den Marktführern niemals gefährlich werden kann.
Oder geht es darum, das Mittelformat endgültig vom Markt zu verdrängen damit niemand mehr den Qualitätsunterschied ergründen kann?

Ich rate jeden, der in eine Ausrüstung in dieser Qualitätsklasse investieren will, unbedingt selbst die Tests unter eigenen praktischen Gegebenheiten durchzuführen.

Ich glaube mittlerweile keinen Test mehr!

Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich der Canon EOS-1D Mark 4 mit der Nikon D3s zeigte kann man den Vergleichen der Fachmedien kein Wort mehr glauben.
Auch auf auf die Gefahr hin, dass mich Markenfanatiker dafür Kreuzigen muss ich es einfach einmal aufzeigen.
Zum besseren Verständnis. Ich bin derzeit absolut Markenunabhängig und für mich zählt nur die Bildqualität.
Im Test konnte die so hoch gelobte Canon keinen einzigen Punkt gegen die Nikon für sich gewinnen.
Bei der Bildfrequenz lagen sie in der Praxis immer gleichauf, nur manchmal konnte die Nikon bei einer durchgehenden Anzahl von 20 Bildern ein oder zwei Bilder mehr schaffen, was möglicher Weise am präziseren Autofokus lag. Interessanter Weise Hat die Nikon den wesentlich größeren Spiegel zu schleppen und hat damit kein Problem.
Das Sucherbild der Nikon ist ebenfalls besser und größer.
Das Rauschniveau ist überhaupt nicht zu vergleichen. Alle einheitlichen Flächen werden von der Canon Signalaufbereitung perfekt glattgebügelt, kommt es jedoch zu schwierigen dunklen Mustern, steigt die Canon schon bei 100 ASA aus und produziert ein Rauschen das für mich absolut Inakzeptabel ist.
Die Nikon ist beim Rauschniveau unter „nicht Laborbedingungen“ meilenweit Überlegen.
Ein weiterer Punkt ist der Cropfaktor von 1,3 der Canon. Damit wird ein 14 mm Weitwinkel zum 18,2 mm Weitwinkel. Mehr gibt es nicht, weil es kein einziges auf Crop 1,3 gerechnetes Objektiv im Canon Sortiment gibt und die Objektive, die für 1,5 Gerechnet sind, können an der 1D nicht verwendet werden.
Auch die Verarbeitung der Canon konnte mich nicht überzeugen. Die Einstellräder klappern so laut, das ich jedes mal das Gefühl habe, sie könnten stecken bleiben.
Fragen sie mich nicht wie Canon das gemacht hat. Wie sie die Mehrheit der Fachmedien auf Lienie bringen konnten.

Meiner Meinung nach hat die Canon keinen „Gold Award“ verdient. Für mich ist sie für ihre Leistung gut 1000 Euro zu teuer und reiner Kundennepp.

"Wie ein von mir selbst

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 12:56

"Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich der Canon EOS-1D Mark 4 mit der Nikon D3s zeigte kann man den Vergleichen der Fachmedien kein Wort mehr glauben."

Dann schauen Sie mal, welchen Stuss man über Sonys a900 liest! Die ist im Bereich von ISO 100-400 deutlich besser als die Nikon D3x. Trotzdem zieht man über die Kamera her, nur weil es keine Nikon oder Canon ist. Fakt ist: Egal welcher Hersteller, die Digitalfotografie hat in jeder Beziehung die analoge überholt. Die Bildqualität der etablierten Hersteller liegt so eng beeinander, das es kaum noch großartige Unterschiede gibt. Wer die RAW's der Sony mit Adobes neuester Lightroom Version bearbeitet, wird schnell zu anderen Schlüssen kommen!

Der Test ist gut, da er den Unterschied zu analogem Vollformat demonstriert. Der aktuelle Stand der Technik zum alten System ist wichtig, nicht ob ein paar mehr Pixel auch mehr Qualität versprechen. Ich finde das sich das Vollformat super schlägt. Der geringe Qualitätsunterschied rechtfertigt nicht den Preis für eine Leica! Obedrauf kommen noch Datenmengen, die irgendwann kaum mehr händelbar sind. Das sollte man auch bedenken, wenn man das digitale Mittelformat lobt. Wer macht im übrigen ständig Abzüge von 1 Meter mal 1 Meter????

Gast schrieb: "Wie ein von

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:51
Gast schrieb:

"Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich der Canon EOS-1D Mark 4 mit der Nikon D3s zeigte kann man den Vergleichen der Fachmedien kein Wort mehr glauben."

Dann schauen Sie mal, welchen Stuss man über Sonys a900 liest! Die ist im Bereich von ISO 100-400 deutlich besser als die Nikon D3x. Trotzdem zieht man über die Kamera her, nur weil es keine Nikon oder Canon ist. Fakt ist: Egal welcher Hersteller, die Digitalfotografie hat in jeder Beziehung die analoge überholt. Die Bildqualität der etablierten Hersteller liegt so eng beeinander, das es kaum noch großartige Unterschiede gibt. Wer die RAW's der Sony mit Adobes neuester Lightroom Version bearbeitet, wird schnell zu anderen Schlüssen kommen!

Der Test ist gut, da er den Unterschied zu analogem Vollformat demonstriert. Der aktuelle Stand der Technik zum alten System ist wichtig, nicht ob ein paar mehr Pixel auch mehr Qualität versprechen. Ich finde das sich das Vollformat super schlägt. Der geringe Qualitätsunterschied rechtfertigt nicht den Preis für eine Leica! Obedrauf kommen noch Datenmengen, die irgendwann kaum mehr händelbar sind. Das sollte man auch bedenken, wenn man das digitale Mittelformat lobt. Wer macht im übrigen ständig Abzüge von 1 Meter mal 1 Meter????

Sie haben recht. Ich muss unbedingt die Sony mal einen kleinen Test unterziehen. Wer weiß, wo sie in der Bildqualität wirklich liegt. Bis jetzt habe ich nur miserable Bewertungen gelesen. Scheint mir verdächtig.
Mit den Dateien haben sie auch Recht. Ich weiß jetzt nicht wie groß eine a900 RAW Datei ist, aber sicher kleiner als meine 80MB Hassi-datei!
Ohne meinen 8-Core Mac wäre ich sowieso Hilflos.

Die Sony Alpha900

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:58

Also, ich habe die Kamera eine Woche lang gehabt und kann auch sagen, dass die Bildqualität bei ISO Einstellungen bis etwa 200 sehr sehr gut ist - vorausgesetzt man nimmt Zeiss Objektive und einen guten Raw Konverter. Die Sony Software war etwas enttäuschend, soll aber besser geworden sein. Die a900 wird dann nicht mehr beeindruckend, wenn man bei der ISO Einstellung hinaufgeht - über ISO 400 wird es nicht mehr schön und über ISO 800 recht schlecht. Mir gefällt die Kamera sehr gut und sie ist noch bezahlbar.
Georg N. Nyman

A900

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 20:16
gnnyman schrieb:

Also, ich habe die Kamera eine Woche lang gehabt und kann auch sagen, dass die Bildqualität bei ISO Einstellungen bis etwa 200 sehr sehr gut ist - vorausgesetzt man nimmt Zeiss Objektive und einen guten Raw Konverter. Die Sony Software war etwas enttäuschend, soll aber besser geworden sein. Die a900 wird dann nicht mehr beeindruckend, wenn man bei der ISO Einstellung hinaufgeht - über ISO 400 wird es nicht mehr schön und über ISO 800 recht schlecht. Mir gefällt die Kamera sehr gut und sie ist noch bezahlbar.
Georg N. Nyman

Das, was Sony softwaretechnisch abliefert, ist leider wirklich mehr als bescheiden. Wenn man die Rohdaten aber in Capture One 5.1.1 konvertiert, sieht die Welt dagegen ganz ganz anders aus. Die Bildqualität ist dann wirklich allererste Sahne. Und wer noch weniger Rauschen (und weniger BQ) braucht, kann die Daten auch durch L3-Beta2 durchschicken. Da rauscht dann auch bei 6400 ASA nix mehr.

Merke: Rauschen ist Physik. Rauschen loszuwerden ist Software und hat nichts mit der Kamera selber zu tun.

Sony a900

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 10:24

Möchte allen Vorschreibern zustimmen. Eigentlich ist es unglaublich. Sony bringt eine exzellente Kamera auf den Markt, mit TOP-Zeiss-Linsen und einer super Ausstattung für einen unschlagbar günstigen Preis und sie liefern diese Kamera mit einer Sofware aus, die allenfals an das Niveau der Digitalkameras von vor 10 Jahren heranreicht. Der super Witz ist der neue RAW-Konverter 3.2, der genauso Schrott ist, wie sein Vorgänger! Firmware Updats-Fehlanzeige. Sony ist lieber damit beschäftigt, die Playstation wöchentlich zu updaten. Die RAW-Software ist ein absolutes Armutszeugnis für einen Weltkonzern wie Sony. Wer jedoch einen guten RAW-Konverter nimmt, der wird die a900 von einer anderen Seite kennenlernen. Mit Adobes neuster Lightroom Version, kann die Kamera locker mit Nikons Pendant mithalten, auch in High-ISO-Bereichen. Plötzlich wendet sich das Blatt! Wäre auch gelacht!. Nikon hat ähnlich Technik, die verstehen aber die Signalaufbereitung besser. Ich kann allen Kritikern der a900 raten, sich mal besser und intensiver mit der Kamera zu beschäftigen. Die Ergebnisse sind verblüffend. Sony kann man nur raten, die Softwareentwickler schnell in den Ruhestand zu schicken. Stattdessen könnte man sich ja bei Adobe einkaufen, das DNG-Format übernehmen und man hätte zu den exzellenten Kameras auch eine super Bildqualität, an der sich dann Canon und Nikon messen lassen müssten. Ist einfach unglaublich wie Sony die Arbeit seiner Kameraentwickler mit solcher Software zerstört!!!!

Ich fürchte

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 11:12

an Ihrer Diagnose ist viel Wahres dran.
Dazu kommt dann noch ein wenig professionelles Grundverständnis von Sony, was den Kamera- vom Unterhaltungsmarkt unterscheidet.

Hervorragend...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 12:30

...was Sie da schreiben, treffender kann man es nicht formulieren!!

Vor allem sind es zwei Dinge, die besonders ärgerlich sind: Der deutsche "Blätterwald" der "Fachzeitschriften" mit ihren lächerlichen Testberichten und SONY selbst, die am liebsten so tun würden, als hätten sie die Kamera nie entwickelt! Für MINOLTA war einmal bezeichnend, daß zu jeder Kamera zusätzliche Literatur verfügbar war, je höherwertig die Modelle waren, desto schneller wurde auf zusätzliche Veröffentlichungen geschaut. SONY schaut vor allem darauf, daß für die Billigtypen genügend Lesestoff vorhanden ist.

Kameraliteratur

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 12:54
Gast schrieb:

SONY selbst, die am liebsten so tun würden, als hätten sie die Kamera nie entwickelt! Für MINOLTA war einmal bezeichnend, daß zu jeder Kamera zusätzliche Literatur verfügbar war, je höherwertig die Modelle waren, desto schneller wurde auf zusätzliche Veröffentlichungen geschaut. SONY schaut vor allem darauf, daß für die Billigtypen genügend Lesestoff vorhanden ist.

Verstehe ich nicht. Schreibt Sony Deutschland die Kamerabücher über die Alpha 100, 200, 230, 300, 330, 350, 380, 450, 500, 550 und 700 selbst? Meines Wissens sind es Autoren wie Josef und Robert Scheibel, Frank Exner und Frank Späth, die diese Bücher schreiben. Bezahlt werden die von den Verlagen, nicht von Sony Deutschland.

Ihr Wissen...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 11:50

...scheint überwältigend zu sein...

Bücher für höherwertige Kameras

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 13:06
Gast schrieb:

Für MINOLTA war einmal bezeichnend, daß zu jeder Kamera zusätzliche Literatur verfügbar war, je höherwertig die Modelle waren, desto schneller wurde auf zusätzliche Veröffentlichungen geschaut.

Hmm. Ich finde kein Buch zu einer der Hasselblad-H-Modelle. Auch zur D3 und D3X scheint noch nichts erschienen zu sein. Kann es daran liegen, dass unter den Anwendern bestimmter Kameramodelle kein so großer Markt für die sogenannten Profi-Handbücher besteht?

Sony a 900 ein Drama!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 15:09

Die Kamera ist in Verbindung mit den Zeiss Linsen das Beste am Markt! Integrierter Verwacklungsschutz, integrierte Staubentfernung, Top-Optiken von Zeiss und ein selbst entwickelter neuer Sensor, der eigentlich für eine exzellente Bildqualität sorgt, wie wir seit Lightrooms neuester Beta wissen. Die Kamera ist Grundsolide, es sind keine Ausfälle und Rückrufaktionen bekannt, soweit alles TOP! Nur hat sich Sony gesagt, wir wollen nicht die Nummer 1 bei Vollformat sein und eine Software in die Kamera integriert, die der Kamera völlig zu unrecht in Kritik bringt. Leider denken viele Schreiber nicht nach! Eines der größten deutschen Fotomagazine attestierte der Nikon D3x gar, es sei die Beste Nikon aller Zeiten! Nun sind wir alle seit wenigen Tagen erstaunt, wie gut die Bildqualität der Sony wirklich ist und das für 4000 Euro weniger, als das gleichwertige Modell von Nikon. Eigentlich ist es ein Drama, was sich Sony mit der wohl innovativsten Kamera erlaubt!

Profihandbücher

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 15:14
Gast schrieb:

Hmm. Ich finde kein Buch zu einer der Hasselblad-H-Modelle. Auch zur D3 und D3X scheint noch nichts erschienen zu sein. Kann es daran liegen, dass unter den Anwendern bestimmter Kameramodelle kein so großer Markt für die sogenannten Profi-Handbücher besteht?

Stimmt schon, dass man sich so eine Kamera nur kauft, wenn man schon "ein wenig" Ahnung von Kameras im Allgemeinen hat. Allerdings läßt das Handbuch der a900 noch sehr viele Fragen offen, wie z.B. was der Unterschied zwischen dem RAW und dem cRAW Format ist. Das Handbuch sagt da nur sowas wie "Verwenden Sie cRAW wenn Sie viele Bilder aufnehmen möchten" -- welchen Preis ich dafür zahlen muss steht nicht dabei. Oder: Dass man tunlichst nicht unter 200 ASA gehen sollte, wenn einem die Bildqualität auch nur irgendwas bedeutet. Wenn man mit Film aufgewachsen ist, ist die Regel "je geringer die Empfindlichkeit, desto besser die Bildqualität" fest verdrahtet im Hirn. Stimmt aber bei der a900 nicht mehr: Die beste BQ gibt's bei 200 ASA. Oder: High-ISO Rauschunterdrückung unbedingt abschalten -- ansonsten spachtelt die Kamera bereits bei den Rohdaten die Details unwiederbringlich zu. Und so weiter, und so weiter... Alles Dinge, bei denen sich das Handbuch ausschweigt. Selbst jetzt, 10 Monate und 12000 Frames später bin ich noch am Ausprobieren von verschiedenen Einstellungen...

Buch zur Alpha 900

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 18:55
Gast schrieb:

Allerdings läßt das Handbuch der a900 noch sehr viele Fragen offen, wie z.B. was der Unterschied zwischen dem RAW und dem cRAW Format ist. Das Handbuch sagt da nur sowas wie "Verwenden Sie cRAW wenn Sie viele Bilder aufnehmen möchten" -- welchen Preis ich dafür zahlen muss steht nicht dabei. Oder: Dass man tunlichst nicht unter 200 ASA gehen sollte, wenn einem die Bildqualität auch nur irgendwas bedeutet. Wenn man mit Film aufgewachsen ist, ist die Regel "je geringer die Empfindlichkeit, desto besser die Bildqualität" fest verdrahtet im Hirn. Stimmt aber bei der a900 nicht mehr: Die beste BQ gibt's bei 200 ASA. Oder: High-ISO Rauschunterdrückung unbedingt abschalten -- ansonsten spachtelt die Kamera bereits bei den Rohdaten die Details unwiederbringlich zu. Und so weiter, und so weiter... Alles Dinge, bei denen sich das Handbuch ausschweigt. Selbst jetzt, 10 Monate und 12000 Frames später bin ich noch am Ausprobieren von verschiedenen Einstellungen...

Dann schreiben Sie doch das Buch! Oder eine Website, eine Wiki etc....
Stimmt, die Bedienungsanleitungen sparen häufig mit Hintergrundinformationen. Das ist aber bei den Modellen der anderen Hersteller überwiegend auch so.

Simple Rechnung

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 00:39
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Für MINOLTA war einmal bezeichnend, daß zu jeder Kamera zusätzliche Literatur verfügbar war, je höherwertig die Modelle waren, desto schneller wurde auf zusätzliche Veröffentlichungen geschaut.

Hmm. Ich finde kein Buch zu einer der Hasselblad-H-Modelle. Auch zur D3 und D3X scheint noch nichts erschienen zu sein. Kann es daran liegen, dass unter den Anwendern bestimmter Kameramodelle kein so großer Markt für die sogenannten Profi-Handbücher besteht?

Nein, das Fehlen von Literatur für die Kameraoberklasse ist das Ergebnis schlichter Kalkulation der Autoren. Bei der Menge an verkauften Hasselblads und D3/X-Modellen lohnt es sich nicht, Bücher zu schreiben. Bei Kamera-Volumenmodellen lassen sich aufgrund der erheblich weiteren Verbreitung einfach mehr Bücher absetzen. Wenn ich mir allerdings so ansehe, was sogenannte Profifotografen oft an lausiger Qualität abliefern, weil sie nicht mal einen zuverlässigen Weißabgleich hinkriegen (!), so würde so manchem von ihnen ein gut gemachtes Buch durchaus weiterhelfen...

Prinzipiell richtig

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 12:00
Gast schrieb:

Nein, das Fehlen von Literatur für die Kameraoberklasse ist das Ergebnis schlichter Kalkulation der Autoren.

Das Prinzip ist schon klar und aus der Sicht der Autoren auch verständlich! Gerade deshalb muß man als solventer Hersteller seinem Neuprodukt mit zusätzlicher und eigens organisierter Unterstützung zum Durchbruch verhelfen! Eine A850 "nachzuschieben" scheint diesbezüglich regelrecht stümperhaft.

Und für die, die - wie immer - alles ja schon wissen: Fast jede Kamera hat so viel verdeckte Feinheiten, die durchaus mitunter nützlich sind, sie zu wissen, daß sich ein ordentliches Handbuch immer lohnt. Sicherlich braucht man für diese Käuferschichten den Begriff "Fotografie" nicht unbedingt zu erläutern...

Danke für den Tip mit den

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Mittwoch, 07. April 2010 - 19:41

Danke für den Tip mit den RAW Konvertern. Ich denke ich werde Lightroom und Capture One ausprobieren. Ich bin einfach gespannt was man aus der a900 rausholen kann.
Kann mir jemand sagen warum man die manuellen Zeiss Optiken nicht mit Sony Anschluss kriegt?
Das wäre zumindest für mich ein unwiderstehliches Kaufargument.

High-ISO Rauschunterdürckung abschalten!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 21:21
der Profi schrieb:

Danke für den Tip mit den RAW Konvertern. Ich denke ich werde Lightroom und Capture One ausprobieren. Ich bin einfach gespannt was man aus der a900 rausholen kann.

Aber nicht vergessen: Die High-ISO Rauschunterdrückung in der Kamera unbedingt abschalten!!! Die versaubeutelt Dir sonst die Raw-Dateien und dann nützt Dir auch der beste Rawconverter nichts mehr...

der Profi schrieb:

Kann mir jemand sagen warum man die manuellen Zeiss Optiken nicht mit Sony Anschluss kriegt?
Das wäre zumindest für mich ein unwiderstehliches Kaufargument.

Weil die ZA Serie noch besser ist. Keine Sorge, mit den ZA Linsen kann man auch hervorragend manuell scharfstellen... Die Frage lautet also umgekehrt: Kann mir jemand sagen, warum man die ZA Objektive nicht auch mit Nikonanschluss kriegt.

Für mich auch!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 10:01

Die a900 ist von der Hardware (Sensor)im Grunde genommen das gleiche wie die Nikon. Das High-Iso Rauschen kann also nichts mit einem schlechten Sensor zu tun haben, sondern mit der Signalaufbereitung, die Sony nicht beherrscht. Erstaunlicherweise liefert sie aber im Berech von 100-400 ISO bessere Ergebnisse, als die Nikon. Adobe scheint sich offensichtlich des Themas erstmalig intensiver angenommen zu haben, die Ergebnisse jedenfalls sind verblüffend. Ich habe einige Test RAW von der D3x mit 1600 und 6400 ISO. Di sind alle mehr oder weniger glattgebügelt, so dass die Sony Bilder inzwischen mit Adobe konvertiert sogar leicht besser sein dürften! Es liegt also nicht an der Kamera, sondern am RAW-Konverter! Wenn die ganze Fachpresse mal nachdenken würde, hätten Sie die Software von Sony kritisiert und nicht die Kamera. Hinzu kommen noch die Zeiss-Linsen, über die es wohl nur wenig zu meckern geben dürfte! Warum die Festbrennweiten 1,4/50 mm nicht für die Sony angeboten werden, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben!

Sony a900

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 11:23

RAW-Datei, bei Sony ARW ca. 38-40 MB!

cRAW

Bild von fotoni
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fotoni
(Inventar)
am Mittwoch, 07. April 2010 - 22:32

Man kann natürlich auch cRAW (also die RAWs komprimiert gespeichert) mit meist gut 25MB verwenden...

Preis von cRAW

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 22:42
fotoni schrieb:

Man kann natürlich auch cRAW (also die RAWs komprimiert gespeichert) mit meist gut 25MB verwenden...

Ja, zum Preis von Detailreichtum. Kommt mir daher nicht in die Tüte.

Wie funktioniert das?

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Freitag, 14. Mai 2010 - 20:42

Kann das jemand bestätigen?
Eine RAW-Datei sollte doch immer alle Informationen vom Sensor beinhalten und daher natürlich nur soweit komprimiert sein, wie dies einem verlustfreien Verfahren möglich ist.
Ich hab's nie verglichen, da ich einfach davon ausgehe, daß man RAWs nicht verkrüppelt...
Und die Kompressionsrate legt diese Vermutung ebenfalls nahe.
Nachteilig könnte halt die zum Komprimieren benötigte Zeit sein. Bei einer langsamen Karte dürfte sich der Effekt aber eher umkehren...

Mit dem größeren Sensor

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:00

hat das nur insofern zu tun, als die S2 natürlich mehr Auflösungsvermögen mitbringt. Und es würde geradezu verwundern, wenn man das nicht sehen könnte. Und ansonsten hält sich die überragende Qualität, die den Griff zum größeren Sensor rechtfertigte, in engen Grenzen.
Vor allem, wenn man nutzbare Lichtstärken und Empfindlichkeiten mit in Betracht zieht, kommt man zum Schluss, dass dieses "Mittelformat", inklusive seines exorbitanten Aufpreises, ziemlich obsolet ist.

Gast schrieb: hat das nur

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der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 14:38
Gast schrieb:

hat das nur insofern zu tun, als die S2 natürlich mehr Auflösungsvermögen mitbringt. Und es würde geradezu verwundern, wenn man das nicht sehen könnte. Und ansonsten hält sich die überragende Qualität, die den Griff zum größeren Sensor rechtfertigte, in engen Grenzen.
Vor allem, wenn man nutzbare Lichtstärken und Empfindlichkeiten mit in Betracht zieht, kommt man zum Schluss, dass dieses "Mittelformat", inklusive seines exorbitanten Aufpreises, ziemlich obsolet ist.

Ich muss sie leider Korrigieren. Der Unterschied liegt nicht in der Auflösung allein, es ist der gesamte Bildeindruck. Es macht einen Unterschied ob man ohne Signalaufbereitung und ohne Tiefpassfilter arbeitet, oder mit aggressiver Signalaufbereitung und TP Filter.
Der Unterschied ist selbst in kleinen Bildgrössen sichtbar. Wenn ich ein MF Bild optimal verarbeite brauche ich es nicht mehr auf 400% Vergrössern um einen Qualitätsvorteil zu erkennen.

Jetzt allerdings meine Frage. Warum ist es ihnen so wichtig das Mittelformat als unnötig zu qualifizieren?
Wenn es sei für sie nicht lohnt, ist das für mich Argument genug. Auch ich spiele immer wieder mit dem Gedanken nur noch in FF zu arbeiten, weil die meisten Kunden den Unterschied ohnehin nicht sehen. Aber ich sehe ihn und ich muss mit meinen Fotos zufrieden sein. Deshalb ist es für mich ein Horror, wenn ich solche Vergleiche sehe. Wenn das Mittelformat ausstirbt ist es vorbei mit astreinen Bilddateien.

Aber wie ich sehe, hat die unkritische Masse bereits die kritische Masse erreicht!

Wenn schon

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 15:32

Mittelformat, dann bitte gleich richtig - und dafür wäre schon mal eine deutlich (!) größere Fläche und vielleicht auch noch ein Aufnahmequadrat kein Fehler.
Darum nochmals: Für DIESES Mittelformat lohnt weder Aufwand noch Preis, vor allem, wenn man es den oben genannten Vorteilen des KB gegenüberstellt.

Gast schrieb: Mittelformat,

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der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:55
Gast schrieb:

Mittelformat, dann bitte gleich richtig - und dafür wäre schon mal eine deutlich (!) größere Fläche und vielleicht auch noch ein Aufnahmequadrat kein Fehler.
Darum nochmals: Für DIESES Mittelformat lohnt weder Aufwand noch Preis, vor allem, wenn man es den oben genannten Vorteilen des KB gegenüberstellt.

Phase One hat da irgend was am Köcheln.
Man will einen größeren Sensor und es ausserdem mit einem Cmos versuchen.
Das wäre sicher auch interessant, wenn der Mittelformat Markt nicht vorher getötet wurde!

Dass

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:58

CMOS seine Stärken auch im Mittelformat ausspielen wird können - das wird uns vielleicht die erste 6x6-Kamera belegen können, deren Lichtschacht einen hochauflösenden OLED-Bildschirm umfasst, und somit der LiveView einen Mittelformat-würdigen Einstand bekommt ... ;-)

Wenn das Mittelformat ausstirbt

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:01

- was ich nicht wirklich glaube - dann verdankt sich sein Niedergang (das schon) wohl im Wesentlichen zwei Umständen, die ich hier kurz skizzieren möchte:

1. Eine willkürliche Verkleinerung der Aufnahmefläche, die den Unterschied zum nächstkleineren Format, eben dem Kleinbild, auf relativ unwesentliche Größen schrumpfen ließ. Und dadurch, dass das kleinere Format darüber hinaus auch wesentlich mehr Reserven hinsichtlich der Empfindlichkeitsausnutzung bietet, wesentlich handlicher im Gebrauch, und mit hochlichtstarken Optiken bestückbar ist, wurde hier eine weiteres Argumentationsfeld gegen das Mittelformat eröffnet.

2. erfuhr das Mittelformat gleichzeitig eine Preisspirale nach oben, die diesen Unterschied zum Kleinbild überproportional, und für Viele nicht mehr vernünftig nachvollziehbar, ins Kraut schießen ließ. Nicht, dass nicht auch schon zu Analog-Zeiten ein Gefälle in den Preisen dagewesen wäre - dort durch die deutlicheren Qualitätsunterschiede nachvollziehbarer -, aber die heutigen Systempreise sprengen (ok, sprengten, inzwischen bewegt sich da ja auch manches - nach unten) vielerorten die Grenzen einer vernünftigen Kalkulation.

Auch wenn der oft genannte Preis-Leistungs-Vergleich manchen (Herstellern) nicht gefällt, aber eine Produktpolitik so abseits der fotografischen Realitäten (ja, diese Branche hat sich auch sehr nachhaltig, nicht unbedingt zum Besseren, gewandelt), die rächt sich halt früher oder später in einer nachhaltigen Marginalisiereung - wenn der Kunde zur Erkenntnis gelangt, dass hier Aufwand und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zueinander stehen.

Eigentest

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:37

Da ich selbst mit Vollformat und manchmal mit digitalen Rückteilen aus dem Rent Service an der Fachkamera arbeite muss ich leider feststellen das Hubraum immer noch besser als Drehzahl ist.

Seit einiger Zeit bilde ich Rücklagen um mir nach der Photokina in Köln ein neues Rückteil selbst leisten zu können. Welche Kamera / Objektive vorne montiert sind wird sich nach einem ausführlichen Test im eigenen Studio entscheiden.

Wenn es um Geschwindigkeit geht führt kein Weg an der Vollformat vorbei. Wenn es um absolute Qualität geht ist nach wie vor Hubraum gefragt. Und noch etwas kommt dazu: Das wunderbare, große, helle Mattscheibenbild mit optischer Lupe am Wechselschlitten oder im Prisma der Mittelformat. Da kann ich auf ein Live Bild aber locker verzichten.

Für mich persönlich wird der Hubraum das zukünftige Ziel sein.

Gast schrieb: Da ich selbst

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Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 14:43
Gast schrieb:

Da ich selbst mit Vollformat und manchmal mit digitalen Rückteilen aus dem Rent Service an der Fachkamera arbeite muss ich leider feststellen das Hubraum immer noch besser als Drehzahl ist.

Seit einiger Zeit bilde ich Rücklagen um mir nach der Photokina in Köln ein neues Rückteil selbst leisten zu können. Welche Kamera / Objektive vorne montiert sind wird sich nach einem ausführlichen Test im eigenen Studio entscheiden.

Wenn es um Geschwindigkeit geht führt kein Weg an der Vollformat vorbei. Wenn es um absolute Qualität geht ist nach wie vor Hubraum gefragt. Und noch etwas kommt dazu: Das wunderbare, große, helle Mattscheibenbild mit optischer Lupe am Wechselschlitten oder im Prisma der Mittelformat. Da kann ich auf ein Live Bild aber locker verzichten.

Für mich persönlich wird der Hubraum das zukünftige Ziel sein.

Wie ich sehe, können nur diejenigen das MF auch schätzen, die damit auch Erfahrung haben.

Das

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:47

mit dem wundervoll großen und hellen Mattscheibenbild muss ich - ganz entgegen meinen diesbezüglichen Erwartungen - nach dem Blick durch den Sucher der S2 leider relativieren:
Groß ist es naturgemäß schon, aber hell (und nicht zuletzt, farbtreu) ist was anderes ...

Der Sucher...

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Dienstag, 06. April 2010 - 20:01
Gast schrieb:

mit dem wundervoll großen und hellen Mattscheibenbild muss ich - ganz entgegen meinen diesbezüglichen Erwartungen - nach dem Blick durch den Sucher der S2 leider relativieren:
Groß ist es naturgemäß schon, aber hell (und nicht zuletzt, farbtreu) ist was anderes ...

Naja, vielleicht hatte ich eine Supersonderspezialsucherkamera - der Sucher war aber für mich schon deutlich besser als der von der H3 - oder sollte ich eine Zitrone gehabt haben?
Georg N. Nyman

Verzeihung

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 21:27

Aber meine Maßstäbe dazu sind Nikon und Canon VF - und genau darauf bezieht sich mein Vergleich hinsichtlich Größe, Helligkeit und Farbtreue.
Von Leica kannte ich den R8-Sucher mit seiner eher kühlen Bilddarstellung. Was meine Verblüffung über den deutlichen Gelbstich des S2-Suchers noch deutlicher ausfallen hat lassen ...

Welche Fachmedien?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:55
der Profi schrieb:

Ein weiters bezahltes Plädoyer für die Marktbeherrschenden Hersteller?

Das Problem liegt genau in den von euch angeführten Vergleichsverfahren.
Die Optimierung für das Internet produziert enorme Jpeg Artefakte in den Mittelformat Dateien, die man in der Praxis nie in Kauf nehmen würde. Dadurch reduziert sich der Qualitätsabstand zu FF enorm. Ein weiteres Problem stellt die Bearbeitung der Bilder da. Die Cmos Dateien der D3X sind bei weitem nicht so gut zu Schärfen wie die MF Dateien. Tut man es nicht, verliert man weiter an Abstand zu FF.

Dann zu argumentieren, Das FF würde sich wacker schlagen, ist meiner Ansicht nach Tendenziös und nicht Ehrlich.
Der Abstand ist meiner Erfahrung nach gewaltig!
Warum wird das MF eigentlich immer wieder in seiner Leistungsfähigkeit relativiert?
Der Marktanteil ist so gering das er den Marktführern niemals gefährlich werden kann.
Oder geht es darum, das Mittelformat endgültig vom Markt zu verdrängen damit niemand mehr den Qualitätsunterschied ergründen kann?

Ich rate jeden, der in eine Ausrüstung in dieser Qualitätsklasse investieren will, unbedingt selbst die Tests unter eigenen praktischen Gegebenheiten durchzuführen.

Ich glaube mittlerweile keinen Test mehr!

Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich der Canon EOS-1D Mark 4 mit der Nikon D3s zeigte kann man den Vergleichen der Fachmedien kein Wort mehr glauben.
Auch auf auf die Gefahr hin, dass mich Markenfanatiker dafür Kreuzigen muss ich es einfach einmal aufzeigen.
Zum besseren Verständnis. Ich bin derzeit absolut Markenunabhängig und für mich zählt nur die Bildqualität.
Im Test konnte die so hoch gelobte Canon keinen einzigen Punkt gegen die Nikon für sich gewinnen.
Bei der Bildfrequenz lagen sie in der Praxis immer gleichauf, nur manchmal konnte die Nikon bei einer durchgehenden Anzahl von 20 Bildern ein oder zwei Bilder mehr schaffen, was möglicher Weise am präziseren Autofokus lag. Interessanter Weise Hat die Nikon den wesentlich größeren Spiegel zu schleppen und hat damit kein Problem.
Das Sucherbild der Nikon ist ebenfalls besser und größer.
Das Rauschniveau ist überhaupt nicht zu vergleichen. Alle einheitlichen Flächen werden von der Canon Signalaufbereitung perfekt glattgebügelt, kommt es jedoch zu schwierigen dunklen Mustern, steigt die Canon schon bei 100 ASA aus und produziert ein Rauschen das für mich absolut Inakzeptabel ist.
Die Nikon ist beim Rauschniveau unter „nicht Laborbedingungen“ meilenweit Überlegen.
Ein weiterer Punkt ist der Cropfaktor von 1,3 der Canon. Damit wird ein 14 mm Weitwinkel zum 18,2 mm Weitwinkel. Mehr gibt es nicht, weil es kein einziges auf Crop 1,3 gerechnetes Objektiv im Canon Sortiment gibt und die Objektive, die für 1,5 Gerechnet sind, können an der 1D nicht verwendet werden.
Auch die Verarbeitung der Canon konnte mich nicht überzeugen. Die Einstellräder klappern so laut, das ich jedes mal das Gefühl habe, sie könnten stecken bleiben.
Fragen sie mich nicht wie Canon das gemacht hat. Wie sie die Mehrheit der Fachmedien auf Lienie bringen konnten.

Meiner Meinung nach hat die Canon keinen „Gold Award“ verdient. Für mich ist sie für ihre Leistung gut 1000 Euro zu teuer und reiner Kundennepp.

Woher die Aufregung und warum schon wieder die große Weltverschwörung? Die Jungs von Fotomagazin und PHOTOGRAPHIE haben klar die Überlegenheit der Nikon D3s im Vergleich zur Canon festgestellt. Sind das keine "Fachmedien"? Wer also ist gekauft?

„Photographie“ ist

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:36

„Photographie“ ist wirklich eine angenehme Ausnahme. Die haben auch das enorme Potential der S2 erkannt und gut beschrieben. Die wirklich schwarzen Schafe möchte ich hier gar nicht nennen. Es sind auch zu viele.
Was die Weltverschwörung betrifft, so kann ich aus Erfahrung sagen, das alle Zeitschriften mit denen ich gearbeitet habe gekauft waren. Das ging so weit das ich selbst für Unternehmen Artikel geschrieben habe, die dann als PR von Fachzeitschriften unters Volk gebracht wurden.
Ich wollte vor Jahren selbst ein Zeitschrift herausgeben. Als ich jedoch hinter die Kulissen sah, verging mir schnell die Lust.

Überall wo es um Geld geht, wird auch geschmiert und gemauschelt und überall wo es um noch mehr Geld geht, wird noch mehr...

Pseudo-Insider-Gewäsch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 23:22
der Profi schrieb:

„Photographie“ ist wirklich eine angenehme Ausnahme. Die haben auch das enorme Potential der S2 erkannt und gut beschrieben. Die wirklich schwarzen Schafe möchte ich hier gar nicht nennen. Es sind auch zu viele.
Was die Weltverschwörung betrifft, so kann ich aus Erfahrung sagen, das alle Zeitschriften mit denen ich gearbeitet habe gekauft waren. Das ging so weit das ich selbst für Unternehmen Artikel geschrieben habe, die dann als PR von Fachzeitschriften unters Volk gebracht wurden.
Ich wollte vor Jahren selbst ein Zeitschrift herausgeben. Als ich jedoch hinter die Kulissen sah, verging mir schnell die Lust.

Überall wo es um Geld geht, wird auch geschmiert und gemauschelt und überall wo es um noch mehr Geld geht, wird noch mehr...

Na, solche Sprüche liebe ich vielleicht! Kräftig mit Dreck schmeißen, aber den Schwanz einziehen, wenn es darum geht, Ross und Reiter zu nennen - nicht mal anonym. Das ist ein armseliges Stück Schmierentheater, das Sie hier abliefern! Wer soll denn Ihre hohlen Sprüche ernst nehmen?

Dass man bei "Foto Hits" alles kaufen kann, ist in der Branche hinlänglich bekannt. Wer zählt denn sonst noch zu den Bösen?

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 07. April 2010 - 14:30

Auffallend war das Abschneiden der 1D MkIV in der Profifoto: Die haben die Eindrücke und die Faziti der Konkurrenzblätter einfach umgekehrt, und schon stand die Canon als Siegerin fest. Kein Wunder, ist Canon doch der Hauptsponsor des hauseigenen Nachwuchsförderpreises – mit so guten und spendablen «Kollegen» möchte man es sich nicht verscherzen.

Siehe Impressum

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 00:43
odysseus schrieb:

Auffallend war das Abschneiden der 1D MkIV in der Profifoto: Die haben die Eindrücke und die Faziti der Konkurrenzblätter einfach umgekehrt, und schon stand die Canon als Siegerin fest. Kein Wunder, ist Canon doch der Hauptsponsor des hauseigenen Nachwuchsförderpreises – mit so guten und spendablen «Kollegen» möchte man es sich nicht verscherzen.

Schon mal geschaut, wer Foto Hits und Profifoto herausgibt?

Ja was jetzt?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 17:06

"Ich glaube mittlerweile keinen Test mehr!"

"Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich..."

Widerspricht sich selbst

"Ich bin derzeit absolut Markenunabhängig..."

Keine Kamera im Haus?

Gast schrieb: "Ich glaube

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:37
Gast schrieb:

"Ich glaube mittlerweile keinen Test mehr!"

"Wie ein von mir selbst durchgeführter Vergleich..."

Widerspricht sich selbst

"Ich bin derzeit absolut Markenunabhängig..."

Keine Kamera im Haus?

Naja, mir selbst vertraue ich schon noch ;-)

Nur 400% Detailansicht?

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 12:42

Da geht doch noch was! Das das Auflösevermögen der S2 Dank des großen Sensors deutlich höher ist, das wußten die meisten schon vorher! Aber manche wissen mit Ihrer Freizeit nichts besseres an zu stellen als solch einen überflüssigen Test zu fabrizieren!

Pflaumen mit Bananen vergleichen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:03

Was dieser Test aufzeigen soll, wurde doch anfangs im Text beschrieben. Test dieser Art haben immer etwas von der Art Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Aber ich verstehe, was der Autor sagen möchte und glaube, dass das auch so rüberkommt. Etwas begucken, mal nach ungewöhnlichen Parametern vergleichen, eine andere Perspektive einnehmen....
Wer das nicht versteht und nichts zur Sache beiträgt, sorry, da ist eben mal Fresse halten angesagt!
Und - verdammt, liebe Gemeinde - ich WILL manchmal auch Äpfel mit Birnen vergleichen... oder Pflaumen mit Bananen... Kirschen mit Apfelsinen

Gast schrieb: Was dieser

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 14:50
Gast schrieb:

Was dieser Test aufzeigen soll, wurde doch anfangs im Text beschrieben. Test dieser Art haben immer etwas von der Art Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Aber ich verstehe, was der Autor sagen möchte und glaube, dass das auch so rüberkommt. Etwas begucken, mal nach ungewöhnlichen Parametern vergleichen, eine andere Perspektive einnehmen....
Wer das nicht versteht und nichts zur Sache beiträgt, sorry, da ist eben mal Fresse halten angesagt!
Und - verdammt, liebe Gemeinde - ich WILL manchmal auch Äpfel mit Birnen vergleichen... oder Pflaumen mit Bananen... Kirschen mit Apfelsinen

Der Vergleich mit Äpfel und Birnen triff die Sache recht gut.

Das Fazit lautet jedoch: Eigentlich gibt es kaum einen Unterschied zwischen Äpfel und Birnen, denn der Fruchtzuckergehalt ist beinahe derselbe.

PS: Woher wissen sie, das ihr Vorredner während des Schreibens die „Fresse“ offen hatte? :-)

Zitat: Der Vergleich mit

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 17:34
Zitat:

Der Vergleich mit Äpfel und Birnen triff die Sache recht gut.

Das Fazit lautet jedoch: Eigentlich gibt es kaum einen Unterschied zwischen Äpfel und Birnen, denn der Fruchtzuckergehalt ist beinahe derselbe.

PS: Woher wissen sie, das ihr Vorredner während des Schreibens die „Fresse“ offen hatte? :-)

Woher ich das weiß?
Na, mit 'ner Supervergrößerung von 1000% werden auch solche Details sichtbar.
...habe zwanzig Jahre als optischer Fruchtzuckergehaltmesser in einer Saftfabrik gearbeitet :-)

Der Test bestätigte meine Vermutung, was ich - und viele andere sicherlich auch - schon immer ahnte: Der Unterschied zwischen digitalem MF und KB-Vollformat ist bei Vergrößerungen dieser Art vernachlässigbar. Wie ein Vorredner sagte: Eine Sony tut's eigentlich auch.
Und wie schon vergangene Tests gezeigt haben: Ausgedruckt als Bild und dann live betrachtet, kann keiner mehr diese Unterschiede feststellen.
Die digitalen KB-Teile könnten meiner Meinung nach noch ein paar MP mehr haben, damit man auch mal großformatiger drucken könnte, das waren aber auch schon alle Wünsche.

Guckt euch mal die Worldpressfotogewinner mit ihren Bildern an, die Geschichten erzählen sollen. Hochemotional, aber technisch unter aller Sau. Sogar die Reportagen, die als Dokumentationen mit mehr Zeit (und damit evtl. auch mal MF-Equipment gemacht wurden, so hofft man jedenfalls :-)

Was stimmt, ist allerdings die Sache mit der Bildanmutung.
Ich habe bei Monochrom letztes Jahr einen Blick auf das Testergebnis zwischen analogem 6x9 S/W-Bild und diesem 60 MP-Back-Ausdruck geworfen.
Beides saht gut aus, im Endergebnis eben nur noch eine Geschmacksfrage: sichtbares Korn, weiches Bild oder härterer Gesamteindruck, bzw. den süßeren Apfel oder die festere Birne.

...schreibt einer, der immer noch konsequent mit 6x9 Film unterwegs ist.

6X9 Analog!

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:40

Sehen sie?!

Sie haben auch diese besondere Vorliebe. Ich wünsche ihnen, dass sie noch lange Rollfilm kaufen können!

Diese Vorliebe

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:52

erklärt sich vielleicht auch dadurch, dass das digitale Mittelformat noch nicht mal annähernd 6x9-Dimensionen erreicht ...

Sorry

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:21

sind Sie blond? Sie erkennen ja nicht einmal Sarkasmus!

Je nachdem....

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:13
Hififan schrieb:

Nur 400% Detailansicht? Da geht doch noch was! Das das Auflösevermögen der S2 Dank des großen Sensors deutlich höher ist, das wußten die meisten schon vorher! Aber manche wissen mit Ihrer Freizeit nichts besseres an zu stellen als solch einen überflüssigen Test zu fabrizieren!

Klasse Beispiel!

Sie regen sich darüber auf, dass hier ein Unterschied hochgezogen wird der in der Praxis nie zu erkennen sein wird, ihr Vorredner echauffiert sich in ellenlanger Ausführung darüber, dass hier ein Unterschied künstlich verkleinert wird, der über Lambda-Ausbelichter in der Praxis angeblich viel größer sei.

Beide völlig gegensätzlichen Ansichten haben jedoch eines gemein: Der Unterschied ist in der Praxis offensichtlich so gering, dass schon die Art der EBV und Darstellung herangezogen werden muss um seine eigene Weltanschauung zu untermauern.

Das wiederum zeigt nur zu deutlich, dass für (geschätzte) 99,98% aller Fotografen der Unterschied in keinster Relation zu Preisen und Handling des digitalen MF steht, während für die restlichen Plakatwandfotografen jeder noch so kleine Unterschied wichtig ist.

Und wer hat nun Recht?

Beide!

Kameratests deutlich überflüssig

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:45

die Unterschiede sind in meiner Wahrnehmung so gering und unbedeutend,
das es gleich ist mit welchen System man arbeitet.
Entscheidend ist, welches Objektiv der Fotograf wählt, wie er seine Kamera stabilisiert
und was er am Ende mit den Dateien anstellen will!
Das wichtigste ist der Fotograf!
Kameras sind jetzt wieder deutlich überschätzt und eine Gechmackssache, ganz gleich ob FT, APS, Vollformat, Mittelformat!
Tests sind nur noch bei Objektiven wichtig, denn da liegen gewaltige Unterschiede, vor allem wenn sie häufig verwendet werden, lassen viel überraschend schnell in ihrer Leistung nach - da macht sich hochwertige Mechanik dann bezahlt.

Da liegen Sie absolut richtig

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:49
Hififan schrieb:

Da geht doch noch was! Das das Auflösevermögen der S2 Dank des großen Sensors deutlich höher ist, das wußten die meisten schon vorher! Aber manche wissen mit Ihrer Freizeit nichts besseres an zu stellen als solch einen überflüssigen Test zu fabrizieren!

Aber vielleicht diente dieser Vergleich mit seinem "völlig überraschenden Ausgang" ja auch nur zu Beruhigung von S2-Kaufinteressenten, dass sie die richtige Entscheidung treffen und endlich mal selbst mit Leica vor Nikon und Canon liegen?

;-)

Noch was wichtiges

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 17:00

Noch ein kleiner Hinweis. Es sind doch einige ach so gute, geniale „Vergrößerungs“ Plugin für mehrere hundert Euro zu haben. Da wäre jeder bescheuert der sich eine Vollformat- oder Mittelformat Kamera für viel Geld kauft wo doch diese Programme versprechen aus eine 3 MB jpg Datei ein werbe fähiges Plakat machen zu können.

Hört sich eben so gut an wie ein Wahlversprechen x-beliebiger Parteien die Steuern zu senken.

Es soll in Indien auch Plakatmaler geben die preiswert arbeiten. Noch preiswerter als Fotografen und Drucker. Die malen dann vom Handy Display ab. Das Fotohandy bekommt jeder zum Vertragsabschluss geschenkt.

Test - was mir noch so auffiel

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 13:10

Interessanter Vergleich. Der Unterschied zwischen der S2 und FF-KB ist etwa der selbe wie zwischen FF-KB und crop-KB. Besonders das übervergrösserte letzte Beispiel zeigt das deutlich (auch den guten Kontrast des Leica Objektivs). Auch wenn in den Tests immer nicht nachverarbeitete Bilder gezeigt werden, wäre es interessant, mal zu sehen, wie die Dateien auf ein optimale, angepasste, nicht zu heftige Nachschärfung (mit kleinem Schärfungskreis von 0,3...0,4) und milde Entrauschung (also maximale Bildoptimierung) reagieren - so wollen wir die Bilder ja am Ende sehen.

Die Frage ist, wer diese sehr teure und schwere Leica Ausrüstung mit sich rumschleppen will.

Im Handling und im Objektivangebot (gute Zooms und Superweitwinkel, aber auch schnelle AF-Teles) kann sie mit FF-KB nicht leider mithalten. Der hier in den Leserkommentaren auch erwähnte Vergleich zwischen Nikon FF und Canon 1D4 ist unpassend, da die Canon ja kein Vollvormat aufweist und rein auf Geschwindigkeit ausgelegt ist - eine Sport-Reportagekamera eben.

Dafür scheinen insbesondere die neuen Leica Optiken brilliant zu sein. Schade, dass der sich aufdrängende Vergleich mit der neuen Pentax 645D oder auch den Highendmodellen von PO oder Leaf noch nicht möglich ist. Das wäre sehr interessant, da die MF Objektive von Pentax trotz des attraktiven Preises immer hervorragend waren (ich hatte eine Pentax 67 Ausrüstung).

Gruss
Possi
www.possi.de

Seltsame Objektivwahl

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:40
Gast schrieb:

Der Unterschied zwischen der S2 und FF-KB ist etwa der selbe wie zwischen FF-KB und crop-KB. Besonders das übervergrösserte letzte Beispiel zeigt das deutlich (auch den guten Kontrast des Leica Objektivs).

Vor allem würde ich gerne mal die gezeigten Bildausschnitte sehen, wenn sie mit einem der Leica-Optik ebenbürtigen Spitzenobjektiv aufgenommen werden! Das AF-Nikkor 1,4/50 mm - egal, ob in seiner alten oder neuen Ausführung - ist für derartige Auflösungsuntersuchungen nun wirklich nicht der qualitative Knaller an der D3X.
Unabhängig davon, dürften 99,9 Prozent der Amateure mit der D3X und ihrer Bildqualität bereits den absoluten Overkill erleben, da bedarf es gar keiner S2. Ob nun die paar Profis von Hasselblad auf Leica umsteigen, bleibt abzuwarten und ist völlig schnurzegal. Letztlich ist das genauso unerheblich wie die Frage, wie gut nun Pentax im Vergleich zu Hasselblad und Leica ist.

Wieviel

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 06:43

von den sichtbaren Unterschieden aufs Konto der Kamera (des Sensors) geht, und wieviel davon die (sicher bessere Leica-)Optik für sich verbuchen kann, das wäre des Hinterfragens wohl wert.
Schon die "alten" R-Optiken konnten auf Canons und Nikons oft deutlich überzeugen. Sollte mich wundern, wenn es hier anders wäre (gilt auch für eine genaue Betrachtung der M9-Qualitäten).

M9 besser als S2! ???

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 14:30

Interessant! Laut dieses Vergleichstests der M9 mit D3x und Canons sowie Sonys Boliden hier lässt die M9 ihre Konkurrenten beinah im Regen stehen. Ist also nach diesem Test die D3x fast so gut wie die S2, die M9 aber besser als die D3x folgt daraus am Ende:

Die M9 ist besser als die S2!

Damit hätten wir also wie in den guten alten Leicafelx/R-Zeiten belegt, dass Messsucher besser sind als SLRs! Seltsam nur: wieso hat Leica bei diesem kaum vorhandenen Unterschied überhaupt die S2 entwickelt?

Danke für diesen netten Test, langsam aber überlege ich ernsthaft, photoscala zu verlassen! … oder war dieser Artikel für den 01.04. bestimmt?

Gast schrieb: Interessant!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:25
Gast schrieb:

Interessant! Laut dieses Vergleichstests der M9 mit D3x und Canons sowie Sonys Boliden hier lässt die M9 ihre Konkurrenten beinah im Regen stehen. Ist also nach diesem Test die D3x fast so gut wie die S2, die M9 aber besser als die D3x folgt daraus am Ende:

Aha... ich sehe da keinen Regen.
Ich sehe einen "Vergleich" mit unklaren Bedingungen.
Welche Settings von dcraw wurden verwendet?
Wieso sind die Bilder alle gleich gross, obwohl die Aufloesungen unterschiedlich sind?
Wie wurde das erziehlt?
Dieser "Test" benutzt ca 1m Aufnahmeabstand, der hiesige unendlich.
Also daraus kann ich wirklich nix ableiten.
Klar sieht die M9 da nicht schlecht aus, hat ja keinen AA Filter.
Aber die S2 hat auch keinen, und wuerde evtl noch viel besser aussehen.
Was fuer ein Gelaber...

Gast schrieb: Interessant!

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:10
Gast schrieb:

Interessant! Laut dieses Vergleichstests der M9 mit D3x und Canons sowie Sonys Boliden hier lässt die M9 ihre Konkurrenten beinah im Regen stehen. Ist also nach diesem Test die D3x fast so gut wie die S2, die M9 aber besser als die D3x folgt daraus am Ende:

Die M9 ist besser als die S2!

Damit hätten wir also wie in den guten alten Leicafelx/R-Zeiten belegt, dass Messsucher besser sind als SLRs! Seltsam nur: wieso hat Leica bei diesem kaum vorhandenen Unterschied überhaupt die S2 entwickelt?

Danke für diesen netten Test, langsam aber überlege ich ernsthaft, photoscala zu verlassen! … oder war dieser Artikel für den 01.04. bestimmt?

Danke für diesen Link!

Ich bin erleichtert! Uff!
Ich hatte schon den Glauben an die Menschheit verloren. ;-)
Das ist der erste Test, der meinen eigenen Erfahrungen nahe kommt.

Die unglaublich verwaschenen Dateien der Eos im Vergleich zur knackscharfen M9 sind genau der Unterschied den ich auch festgestellt habe. Ich konnte die Dateien der Canon nicht mal Schärfen, weil durch die Signalaufbereitung jede Kante abhanden gekommen ist.

Die M9 und die S2 haben übrigens den selben Bildcharakter. Der Unterschied liegt nur im größeren Chip und den mehr an Pixeln. Wenn sie perfekte Bilder wollen und die Reserven der S2 nicht brauchen, befinden sie sich bereits mit der M9 am Ende der Fahnenstange.

Ich lach mich schlapp

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 23:31
der Profi schrieb:
Gast schrieb:

Interessant! Laut dieses Vergleichstests der M9 mit D3x und Canons sowie Sonys Boliden hier lässt die M9 ihre Konkurrenten beinah im Regen stehen. Ist also nach diesem Test die D3x fast so gut wie die S2, die M9 aber besser als die D3x folgt daraus am Ende:

Die M9 ist besser als die S2!

Damit hätten wir also wie in den guten alten Leicafelx/R-Zeiten belegt, dass Messsucher besser sind als SLRs! Seltsam nur: wieso hat Leica bei diesem kaum vorhandenen Unterschied überhaupt die S2 entwickelt?

Danke für diesen netten Test, langsam aber überlege ich ernsthaft, photoscala zu verlassen! … oder war dieser Artikel für den 01.04. bestimmt?

Die unglaublich verwaschenen Dateien der Eos im Vergleich zur knackscharfen M9 sind genau der Unterschied den ich auch festgestellt habe. Ich konnte die Dateien der Canon nicht mal Schärfen, weil durch die Signalaufbereitung jede Kante abhanden gekommen ist.

"Verwaschene Dateien der EOS und knackscharfe M9"? LOL! Sie zum Augenarzt zu schicken, hat wohl wenig Sinn. Gehen Sie ruhig weiter in die Kirche, denn der Glaube versetzt ja bekanntlicherweise Berge...

Der Glaube

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 11:05

des Menschen ist sein Himmelreich ... ;-)

M9 als Profikamera - war doch wohl nicht ernsthaft gemeint

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 22:51

Was sollen denn Fotografen, die mit der Fotografie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, ernsthaft mit dieser veralteten Leica-Kiste vom Typ M9 anfangen? Die "längste" Brennweite ist hier 90 mm, vielleicht noch 135 mm, das reicht für schöne Knipsbildchen im Familienkreis, aber bei wichtigen Veranstaltungen, die weitreichend abgesperrt werden, ist das auch nicht annäherend ausreichend. Da fängt es erst bei 200 Millimetern an, spannend zu werden. Im Weitwinkelbereich müssen wir dann durch diesen dusseligen Aufstecksucher glotzen (hat sich seit den Fünfziger Jahren bei Leitz nicht wesentlich verändert) - und bei Reportagen sollten wir die fotografierenden Personen bitten, sich doch nicht allzu hektisch zu bewegen, denn sonst kommen wir mit der Scharfstellerei nicht so schnell nach. Das sind Wunschträume der typischen Leica-Klientel: Überall nach der eigenen Einschätzung ist ihr "mühselig digital angepasster Oldtimer" die beste Kamera, aber von den Profis möchte sie wirklich keiner haben. Was sollen wir auch damit? Zur Beruhigung: Für den Urlaub und die Enten auf dem Stadtparkteich ist die M9 durchaus brauchbar, wenn die Erwartungen an eine gute Fotoserie nicht allzu hoch liegen! Seid doch froh, dass Leitz mit der Neuentwicklung S2 wieder Anschluß an die Spitzenmodelle Nikon D3 und EOS-1 gefunden hat. Vielleicht wird das eine erfolgreich Studiokamera. Gefällt mir jedenfalls besser, als diese japanisch-chinesische Hasselblad. Bin schon froh, dass ich mir eine sehr gute Nikon-Ausrüstung leisten kann (mit deren Zuverlässigkeit und der Objektivauswahl ich 1a zufrieden bin). Der S2 gönne ich trotzdem den Erfolg.

Gast schrieb:

Interessant! Laut dieses Vergleichstests der M9 mit D3x und Canons sowie Sonys Boliden hier lässt die M9 ihre Konkurrenten beinah im Regen stehen. Ist also nach diesem Test die D3x fast so gut wie die S2, die M9 aber besser als die D3x folgt daraus am Ende:

Die M9 ist besser als die S2!

Damit hätten wir also wie in den guten alten Leicafelx/R-Zeiten belegt, dass Messsucher besser sind als SLRs! Seltsam nur: wieso hat Leica bei diesem kaum vorhandenen Unterschied überhaupt die S2 entwickelt?

Danke für diesen netten Test, langsam aber überlege ich ernsthaft, photoscala zu verlassen! … oder war dieser Artikel für den 01.04. bestimmt?

Vergleichbarkeit

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:05

Leider ist der Test nicht wirklich gut. Für die Beurteilung der Schärfe hätte man das Mittelformatobjektiv von Mamiya stärker abblenden müssen - mindestens auf Blende 8 oder 11. Fast alle Objektive bringen die beste Leistung bei zwei- dreimaliger Abblendung!

Wer sich jetzt noch eine S2 leistet...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:14

...ist selber schuld.

Der Auflösungsunterschied ist marginal und dürfte in der Praxis überhaupt keine Rolle spielen.

Dafür ist das Nikon System günstiger, vielseitiger, schneller und hat den vielfach größeren Objektivpark inklusive riesigem Gebrauchtmarkt.

einmal Tele, einmal Weitwinkel

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 16:28

Beim Vergleich mit dem analogen Mittelformat:

Die Mamiya hat ein 75mm Objektiv, was eigentlich schon ein leichtes Weitwinkel ist (Negativdiagonale ca. 85mm, (Brennweite / Diagonale = 0,88), während die D3 und die S2 ein leichtes Tele montiert hatten (D3: Brennweite 50mm / Diagonale 43mm = 1,16; S2 f 70mm / 54mm Diagonale = 1,30) Für ceteris paribus Bedingungen für einen Vergleich S2 mit der Mamiya hätten der Mamiya also (rein rechnerisch) ein 110mm Objektiv montiert werden müssen, oder der Leica (wieder rein rechnerisch) ein 47mm Objektiv. Das macht schon einiges aus...

BTW: Korrekte bzw. geläufige Bezeichnungen für Film, Objektiv (bei der Mamiya) und Scanner würden dem Bericht auch nicht schaden.

Ja, ja, so ist das mit den feinen Tests!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 17:01

KB schlägt sich gegenüber MF wacker. Und APS-C schlägt sich gegenüber KB wacker. Und FT schlägt sich gegenüber APS-C wacker. Und halber Daumennagel in'er G11 schlägt sich gegenüber FT wacker............Am Ende reicht mir mein Fotohandy! Mann'o'mann!!

Leider nur Architektur fotografiert

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 17:32

Leider hat der Autor des Vergleichstests nur Architekturmotive für seinen Vergleich herangezogen. Architektur bedeuted: relativ große, unstrukturierte Flächen im Motiv, die von scharfen Kanten begrenzt werden. Hier kann der große Mittelformatsensor seine Vorteile nur begrenzt ausspielen. Ein Naturfoto mit viel feinen Details hätte mit Sicherheit größere Qualitätsunterschiede an den Tag gebracht.

Die Unterschiede in der Farbwiedergabe lassen sich an den verwendeten Motiven ebenfalls nur ansatzweise beurteilen. Die Leica scheint eine größere Farbtiefe und eine bessere Farbwiedergabe zu bringen. Für Mode, People, Portrait, Beaty ein wichtiges Kriterium, das an solchen Motiven getestet werden sollte.

Größtes Manko der Leica ist meiner Meinung weder der hohe Preis, der im Vergleich zu den sonstigen Kosten eines professionellen Shootings keine große Rolle spielen dürfte, noch das geringere Objektivangebot. Mittelformatfotografen besitzen selten eine große Objektivpalette. Nein, das größte Problem sehe ich momentan in der geringen Auswahl an Software.

Wobei hier

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 18:40

eher ein Scanner als der 6x7 Film getestet wurde. Ein projiziertes 6x7 Dia wird hier Testsieger sein ;-)

Bildreserven

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:23

Mit Verlaub, ich sehe ausschließlich schlechte Bildqualitäten - aber, wer überspannt denn den Bogen derart wirklich, dass er zig-prozentige Vergrößerungen aus einer "Normal"-brennweite macht, dass ist doch Unsinn, bestenfalls technische Spielerei, sagt aber doch nichts über die Praktikabilität diverser Formate aus. Gerade das letzte Bildbeispiel zeigt 2 Murksaufnahmen - wenn ich wirklich die Kirche aus dieser Entfernung aufnehmen will, möchte oder muss, würde ich natürlich eine völlig andere Brennweite wählen oder aber versuchen um den Faktor 400 näher an das Objekt heran zu gelangen - das ist alles nur etwas für Technikfetischisten - für bildmäßiges Fotografieren ist das völlig unerheblich, dafür war lediglich ein annehmbares Foto dabei und es handelte sich dabei nicht um einen aufgeblasenen Ausschnitt.

Gruß p-o

Also, ganz ehrlich:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 19:57

so direkt bin ich mit den Schlussfolgerungen des Autors nicht einverstanden. Die Aussage, dass die Nikon gegenüber der S2 kaum schlechter da steht, ist mir - gelinde gesagt - etwas zu schwach. Eher vermute ich da, dass der Autor gegenüber den üblichen Markenverfechtern jetzt nicht Öl ins Feuer gießen, sondern neutral bleiben wollte.

Beim Blick auf die Bildresultate ist das aber schlicht nicht zu halten. Allein der Ausschnitt aus der Mariahilferkirche zeigt schon einiges auf. Die Hintergrundobjekte hinter den "Strahlen" sind bei der S2 klar und deutlich erkennbar abgebildet, bei der Nikon ist das nicht identifizierbarer Hintergrund mit etwas Struktur. Darüber hinaus sind die Reflexionen auf der Kugel in der Mitte und den Details drum herum sehr klar und deutlich dargestellt, bei der Nikon sind da schon sehr heftige Abstriche bei der Durchzeichnung.

Auch bei den Architekturbildern ist die S2 mit einer klaren Flächen- und Kantendarstellung deutlich besser. Vor allem, wenn man auf die üblichen wulstigen Kanten schaut, die bei CMOS-Sensoren durch Kantenschärfung/Kontrastregelung fast immer auftreten. Und final ist die S2 schlicht durch die höhere Auflösung weit im Vorteil. Das hinkt der Rest vom Laden immer noch weit hinterher. Weniger geht immer, aber mehr ist schwierig, da hat sich seit analogen Zeiten nichts geändert. Damals hatten die Scanner mit KB so ihre Schwierigkeiten.

Etwas anderes ist es allerdings, wenn man sich die finanziellen Verhältnisse im Vergleich zu den Bildergebnissen anschaut. Da darf man dann allerdings schon Zweifel haben, ob das die Ausgabe rechtfertigt für Kunden, die eigentlich in erster Linie eher einfaches, bezahlbares und nichtambitioniertes Bildmaterial brauchen (und das sind doch eher die Mehrzahl).

Für Fotografen, die allerdings selbst die kleinsten Details wahrnehmbar werden lassen wollen bei höchstem Qualitätsanspruch, ist die S2 (und ihre noch größeren KollegInnen) die glasklar bessere Alternative.

Für mich ist eines ganz klar....

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 01:19

was dieser Test soll!?

Leute mit zu viel Zeit dazu bewegen, hier zu diskutieren, weil Photoscala von diesen Diskussionen lebt... (siehe bspw. den "Test" des Retro-Polaroidfilms... usw.

Jeder schaut hier gern vorbei, wenn sich Otto (15 Leicas in der Vitrine) und Normalo (Canon, Nikon, Sony oder Pentax etc. APS-C-Kamera nutzende oder gar vollformatig fotografierende Gesichter) virtuell die Köppe über Kameratechnik einschlagen. Ist doch immer wieder ein Spaß, was da so bei rum kommt... Da lässt man gern mal einen Alfred E. Neumann zum Fotoshooting in die Kirche gehen und gibt ihm Hightechknipsen mit auf den Weg... Oder xyz Fotografiert mit dem völlig überteuerten Retro-Polaroidfilm seine 70er Deckenlampe.

Alles für den Dackel (Teckel)- Alles für den Club...

Und wenn dann Leute mit einer kompakten, egal von welchem Hersteller (ein gewisses brauchbares Niveau haben sie alle erreicht) spannende, lebendige, dokumentarisch gute, nachdenkliche oder schöne Bilder machen, guckt die ganze Fraktion der Techniktester und Nostalgie-Fotografen blöd aus der Wäsche.

Klar, für den speziellen Einsatzzweck braucht es eine spezielle Kamera, keine Frage. Aber ich muss, wenn ich eine solche Kamera benötige, mich nicht dafür rechtfertigen wenn ich sie einsetze oder gar den Hersteller vor der Welt in Schutz nehmen... Ich nutze sie einfach...

Gute Bilder macht eh der Fotograf, steht die Kamera in der Vitrine, gibts weder gute noch schlechte Bilder ;-)

Na, dann viel Glück, Leica

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. April 2010 - 23:49

Betrachte ich diese unsinnige Pixel-Peeping-Orgie hier, dann muss ich angesichts der "enormen" Qualitätsunterschiede zwischen der 20.000-Euro-S2 und der 7000-Euro-D3X lachen. Das absolut identische D3X-Ergebnis ist mit einer EOS 5D MkII für 2300 Euro zu erreichen. Man muss also nicht mal 7000 Euro in die Hand nehmen, ein Drittel davon reichen für ein Spitzenergebnis völlig aus. Angesichts dieser Preisdiskrepanz wirkt der kleine Qualitätsgewinn der S2 noch alberner... Bin gespannt, wie sich Leicas neuer Heilsbringer verkauft.

Roter Punkt

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 22:18
Gast schrieb:

Betrachte ich diese unsinnige Pixel-Peeping-Orgie hier, dann muss ich angesichts der "enormen" Qualitätsunterschiede zwischen der 20.000-Euro-S2 und der 7000-Euro-D3X lachen. Das absolut identische D3X-Ergebnis ist mit einer EOS 5D MkII für 2300 Euro zu erreichen. Man muss also nicht mal 7000 Euro in die Hand nehmen, ein Drittel davon reichen für ein Spitzenergebnis völlig aus. Angesichts dieser Preisdiskrepanz wirkt der kleine Qualitätsgewinn der S2 noch alberner... Bin gespannt, wie sich Leicas neuer Heilsbringer verkauft.

Na na, jetzt vergessen Sie aber Leicas wichtigstes Verkaufsargument: Der Rote Punkt. Ist genauso wie bei Apfelkomputern: Rückständig und überteuert. Die Leute kaufen sie aber wie wild und liefern sich Gefechte bis auf's Blut... Dabei haben die für Photos ach so hoch gelobten Apples noch nicht mal einen CompactFlash-Slot eingebaut... BluRay Brenner sind auch noch nicht gesichtet worden...

Danke für den Bericht

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 00:17

Ich fand die Gegenüberstellung ganz informativ für den momentanen Sachstand im Vergleich VF-MF. Ich fand sie auch nicht manipulativ, sondern eher objektiv. Die Bildbeispiele muss jeder selbst für sich auswerten. Machen Sie sich nichts draus, dass sich auch wieder jede Menge Wichtigtuer melden, die irgend was zu meckern haben. Es gibt auch eine Menge Leser, die solche Artikel lesenswert finden. Die melden sich nur meist nicht.
Peter

Gast schrieb: Ich fand die

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Freitag, 09. April 2010 - 18:21
Gast schrieb:

Ich fand die Gegenüberstellung ganz informativ für den momentanen Sachstand im Vergleich VF-MF. Ich fand sie auch nicht manipulativ, sondern eher objektiv. Die Bildbeispiele muss jeder selbst für sich auswerten. Machen Sie sich nichts draus, dass sich auch wieder jede Menge Wichtigtuer melden, die irgend was zu meckern haben. Es gibt auch eine Menge Leser, die solche Artikel lesenswert finden. Die melden sich nur meist nicht.
Peter

Danke, das tut gut! Ich frage mich, wer diese anonymen Schreiber sind, die so voll von "Wissen" und "Erfahrung" ihren Senf verbreiten und alles besser wissen. Sollen die doch einmal sich die Mühe machen und statt anonym an der Gürtellinie herumzukritikastern, einen Vergleich mit zwei Kameras, Objektiven etc. machen. Ich bin offen für konstruktive Kritik und andere Meinungen, die auch komplett diametral zu der von mir sein kann, aber dann sollte man sich auch dazu bekennen, indem man sich deklariert - einloggt und sich mit Namen (ohne Pseudonym) bekennt und sachlich die andere Meinung vertritt. Alles andere ist für mich Feigheit und zeigt von Neidkomplexen.
Kein Vergleich, kein Test ist komplett und jeder ist irgendwie subjektiv. Leider habe ich meistens weder die Kameras noch die Objektive lange genug um die meisten interessanten Aspekte zu untersuchen. Ich arbeite unabhängig, bekomme von keinem Hersteller etwas geschenkt und bin keinem Hersteller verpflichtet.
Erst heute habe ich wieder von einer mir bekannten Person aus der Photoszene erfahren, dass diese ein 17mm Tilt/Shift Canon der neuesten Generation zu einem Spottschnäppchenpreis kaufen konnte - so gut geht es jemanden, der sich für ein bestimmtes Unternehmen ins Zeug legt...mir leider nicht.

Bin ja gespannt - auf diesen Kommentar wird sicher wieder ein Aufschrei von einigen der Anonymos kommen...
Georg N. Nyman

Wofür rechtfertigen sie sich?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 09. April 2010 - 18:44

Legen sie's drauf an, die Aufschreie der Anonymos zu provozieren?
Der Vergleich (und eben kein Test) ist doch selbsterklärend genug, auch wenn er in Details (z.B. der Objektivwahl) hätte stimmiger sein können.

Sie haben einen Punkt

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Freitag, 09. April 2010 - 19:25

Sie haben einen Punkt angeführt, der eigentlich alles aussagt.
„Jeder Test ist irgendwie subjektiv“
Ich denke deshalb gibt es auch so viele verschiedene Meinungen. Die Arbeitsweisen sind so Grundverschieden, das man einen Test nie wirklich auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Die meisten Fotozeitschriften testen überhaupt mit Jpeg`s. Für einen RAW Fotografen sind die Ergebnisse unbrauchbar, für die Masse der Jpeg User aber sicher eine Orientierungshilfe. Dazu kommen noch die verschieden Abhängigkeiten der Medien. Man baut Partnerschaften und sogar Freundschaften mit den Herstellern auf, und überlegt sich daher lieber zweimal, ob man einen langjährigen Kunden in den Rücken fällt.
Am Besten ist es in jedem Fall, einen Vergleichstest immer ein wenig skeptisch gegenüber zu stehen und im Zweifelsfall selbst zu testen.
Eines hat ihre Test auf jeden Fall erreicht.
Ein der angeregtesten Diskussionen der letzten Zeit und dass ist nie schlecht. :-)

PS: Ich bin Registriert. Meine E-Mail liegt bei der Redaktion auf.

Bitte nicht so dünnhäutig...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Mai 2010 - 12:11
gnnyman schrieb:

Danke, das tut gut! Ich frage mich, wer diese anonymen Schreiber sind, die so voll von "Wissen" und "Erfahrung" ihren Senf verbreiten und alles besser wissen.

Hallo Herr Nyman,

nicht so dünnhäutig, bitte.... Wer diese anonymen Schreiber sind? Nun, aus dem Inhalt der Kommentare zu schließen, eine ganze Reihe von Leuten, die eine Menge Fachwissen aus den verschiedenen Ecken mitbringen (wenn wir mal von den paar Fanboys absehen)... Ich selber bin Physiker und seit über 30 Jahren mit der Kamera "verheiratet".

Ich denke, wir alle hier haben uns über Ihren Beitrag gefreut. Grade weil man sich die S2 und die D3X sich nicht mal eben schnell kaufen kann und mit der BQ der eigenen Kamera vergleichen kann. Von daher ist Ihr Beitrag ein gutes Stück "Allgemeinbildung".

Andererseits vergleichen Sie hier Äpfel mit Birnen, einen Ferrari mit einem Trecker. Jeder hat seinen Einsatzbereich, keiner vermag den anderen zu ersetzen. Auf der Straße ist der Ferrari schneller, auf dem Acker der Trecker. Sie haben eigentlich nur die vier Räder, das Lenkrad und einen eingebauten Motor gemeinsam.

Ihren Vergleich beschränken Sie auf "Auflösung" -- der Weg dorthin ist aber vollkommen unterschiedlich und nicht vergleichbar. Und man darf doch (als Wissenschaftler, wie Sie es ja auch sind, muss man es es gar) der Frage nachgehen, was wäre wenn...

... die Objektive die gleiche Brennweite gehabt hätten?
... die Objektive die gleiche Qualitätsklasse gehabt hätten?
... wenn das Leica-Objektiv an die D3X bzw. das D3X Objektiv an die S2 angeflanscht gewesen wäre?
... wenn der Film auf einem Trommelscanner eingescannt gewesen wäre?
... wenn der Sony-Sensor in der D3X ohne AA-Filter daherkäme?
... wenn beide Rohdaten durch den selben Konverter geschickt worden wären?
...
...
...

und so weiter, und so weiter und so weiter... Alles wichtige signifikante Einflüsse auf die Auflösung, an denen Sie alle gleichzeitig gedreht haben, bzw. drehen mussten, weil Sie z.B. den AA Filter nicht vom Sensor kratzen konnten, es keinen Adapter für die Objektive gibt, etc. Von daher werden wir die meisten Fragen nicht beantwortet bekommen. Aber man kann sich trotzdem mal Gedanken darüber machen, welche Einflüsse die Umstände auf das Bildergebnis haben...

Kurz: Ich würde mich freuen, weiterhin Vergleiche von Ihnen zu lesen. Und vielleicht diskustieren Sie das nächste mal bereits in Ihrem Beitrag die verschiedenen Einflüsse? Dann gibt's vielleicht weniger "Ja, aber, so geht das nicht" in den Kommentaren...

Danke für den Test! Meine Meinung ist

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 00:54

die Rolle der Kamera nimmt einen viel zu großen Stellenwert bei vielen Fotografen ein.Wenn Du kein aussagekräftiges Motiv hast nützt Dir auch ne S2 nix.
Fotografier ne hübsche Frau mit ner Scherbe und ne Gesichtsschabracke mit ner H4D.Wer hat wohl die meisten Klicks?
Ein echter Fotograf kauft sich nicht auf ein Niveau sondern setzt seine Phantasie durch und macht dann ein Foto davon.

Mit freundlichen Grüßen,
Die Stimme der Vernunft

"Schöne Frauen"

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 07:57

Das stimmt! Bei Amateuren ist immer ganz wichtig: Schärfe 100 Prozent. Die Motive von diesen "Starfotografen" sind dann eher langweilig. Eines hat der Test auch bewiesen, mit einer guten D3 ist der Besitzer immer auf der sicheren Seite. Wichtig sind auch ein sehr schneller Blitz mit zusätzlichem Batterieteil und eine hohe Motorfrequenz. Einige Situationen sind eben nicht wiederholbar. Weiterhin vermute ich: Mit einem Superobjektiv wie dem Nikkor 2,8/24-70 mm hätte sich der Abstand zur S2 noch weiter minimiert. Zum Schluß noch eine kritische Anmerkung: Diese Frauenfeindlichkeit in Ihrem Beitrag hat mir nicht gefallen. Westerwelle, Rüttgers und Roland Koch sind auch nicht fotogen, leider tauchen die ab und zu im Sucher meiner Nikon auf - auch kein schöner Anblick (und dann reden die auch noch).

Gast schrieb:

die Rolle der Kamera nimmt einen viel zu großen Stellenwert bei vielen Fotografen ein.Wenn Du kein aussagekräftiges Motiv hast nützt Dir auch ne S2 nix.
Fotografier ne hübsche Frau mit ner Scherbe und ne Gesichtsschabracke mit ner H4D.Wer hat wohl die meisten Klicks?
Ein echter Fotograf kauft sich nicht auf ein Niveau sondern setzt seine Phantasie durch und macht dann ein Foto davon.

Mit freundlichen Grüßen,
Die Stimme der Vernunft

Diese hier publizierten Ergebnisse

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 07:45

werfen auch die Frage auf, ob das Beharren auf einer Sensortechnologie, die außer dem Primärvorteil Schärfe - und das auch nur unter Idealbedingungen, wie Stativ oder Blitzanlage - keinerlei Vorteile bietet, noch Zukunft hat ...
Die über reine Schärfe hinausreichenden Möglichkeiten der CMOS-Technologie werden wohl auch die spezifischen Vorteile des Mittelformats besser - und auch kostengünstiger - zur Geltung kommen lassen; bis hin zur LiveView-Fähigkeit, die an der Mittelformat ihre Vorzüge noch wesentlich deutlicher wird ausspielen können.

Auflösungsvorsprung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 07:53

Dafür brauch es kein schwarz auf weiss belegbaren Test, da reicht ein kurzer Blick auf einem guten Monitor und wenn ich auch nur ein wenig den Anspruch habe, Bilder zu machen, die ein Maximum an Qualität bieten, dann habe ich mit Mittelformat mein Werkzeug gefunden und muss mich vor den Kunden nicht blamieren oder bangen, ob denn die gelieferte Qualiät den technischen Anforderungen auch gerecht wird. Ich fotografiere mit beiden Systemen (39Mp MF+ 12Mp VB), je nach Anforderung und Einsatzzweck, aber wann immer es möglich ist, greife ich zum MF, das "mehr" an Qualität hat noch selten geschadet.

...nach Pixeldichte,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 08:46

...nach Pixeldichte, Cropfilter, Rauschen, L3-Beta 2, Signalaufbereitung, Tiefpaßfilter, TP_Filter u.ä. stellt sich bei mir immer wieder die Frage: weiß eigentlich noch jemand wie man mit einfachen Mitteln ein gutes Bild macht???.
Wir beschäftigen uns nur noch mit der Technik. Tage, Stunden und Monate und merken eigentlich gar nicht mehr daß wir am wesentlichen vorbei rauschen: am Bild gestalten, an der Komposition, am wesentlichen der Fotografie und zwar mit unseren eigenen Augen. Siehst Du nichts, brauchst auch keine S2 ,x5 oder xyz

Bildvergleiche Kleinbild /MF Digital

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 09:23

Der Vergleich ist nachvollziehbar und insgesamt hervorragend. Gratulation! Aus der Darstellung lassen sich etliche Dinge ableiten: Der Film gehört ins Museum; meine ganze Mittelformat-Armada steht schon seit längerem auf der Vitrine - Rolleiflex, Bronica S2, Pentax 645 - und wird nur noch selten genutzt. Die Zukunft ist digital, wobei wir noch nicht am Ende der Entwicklung stehen (Stichwort "schwarzes Silizium", 3d-Sensoren, anderes, effektiveres Layout der Sensoren, usw.). Diese Fakten haben wir zu akzeptieren, ob wir wollen oder nicht. Wir sind mitten in einem Umbruch, genauso, wie vor 120 Jahren das Auto den Pferdewagen ersetzt hat. Dazu gehört auch, dass wir bequem zu Hause mit einem A3+ - Fotodrucker wunderbare 30x45 cm Ausdrucke selbst herstellen können, die locker mit einem Abzug aus dem Fotoladen mithalten können und preislich ebenfalls konkurrenzfähig sind. Das bessere ist des Guten Feind, so ist es nun mal.
Noch einige Anmerkungen zum Vergleich: das verwendete Nikon-Objektiv ist nicht gerade ein Erguss der Optik-Ingenieurskunst, in diesem Brennweitenbereich gibt es bessere Alternativen (etwa das Makro), so dass evtl. noch etwas mehr Leistung "herauszukitzeln" wäre. Erstaunlich ist für mich das schwache Abschneiden des "oberen Film-Mittelformats". Ich würde gerne Teile des Vergleichs für unsere Foto-Vereinszeitung verwenden, um den alten Herren mal den Fortschritt der Technik zu demonstrieren.
R. Opitz

Recht haben Sie!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 11:14

Der Vergleich hätte nicht lauten sollen "Digitales Vollformat gegen digitales Mittelformat", sondern "digitales Vollformat gegen analoges Mittelformat". Jetzt wissen wir, wo wir stehen! Als Objektiv würde ich mal ein Zeiss empfehlen, gibt es ja auch mit Nikon-Bajonett, ansonsten einfach mal eine a900 mit Zeiss probieren, wird dann noch besser!

Na ja, sauber ist das nun wirklich nicht

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 12:01
Gast schrieb:

Erstaunlich ist für mich das schwache Abschneiden des "oberen Film-Mittelformats". Ich würde gerne Teile des Vergleichs für unsere Foto-Vereinszeitung verwenden, um den alten Herren mal den Fortschritt der Technik zu demonstrieren.

Tun Sie das besser nicht, die alten Herren könnten Ihnen entgegnen, dass man das Mamyia 4,5/75 mm ja auch deutlich weiter als nur bis 1:5,6 abblenden muss, um Topergebnisse zu bekommen - und die alten Herren haben damit völlig Recht! Bei diesem Shift ist mindestens Blende 11 bis 16 angesagt, aber mit Sicherheit nicht die Beinahe-Offenblende... (Abgesehen davon, haben Sie selbst schon mal ausprobiert, was für Riesenformate sich vom ach so veralteten 6x7-Dia nach sorgfältigem Scan in Topqualität drucken lassen? Ich glaube kaum.)
Dieser Objektiv-Film-Fauxpas und die ungegeignete Objektivwahl bei der Nikon D3X qualifizieren diesen "Test" für mich als schludrigen Knipser-Vergleich. Oder wie soll man das Ergebnis angesichts der beiden "Objektivpannen" anders bewerten? Ich bezweifle nicht, dass die S2 generell etwas mehr Details zeigt, doch wäre bei geeigneter Objektivwahl bei den Konkurrenten der sichtbare Vorsprung für die S2 nicht so schön deutlich ausgefallen...

Stimmt. Und ich kann einem

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 17:23

Stimmt. Und ich kann einem der vorherigen Poster nur beipflichten: Das 75er entspricht vom Bildwinkel eher dem 35er der S2. Also entweder ihr seid für die Aufnahme mit der Mamiya doppelt so nah ran gegangen, oder der Vergleich ist reichlich unfair. Zumal der Velvia 50 auch nicht (mehr) der feinstkörnige Film ist. Velvia 100, 100f oder Kodak Ektar würden hier sicher noch ein Quentchen mehr auflösen.

Ich verstehe die Aufregung nicht.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 12:58

Seit ihr auf der Suche nach dem heiligen Pixel? Macht doch einfach mal gute Bilder! Dann erübrigt sich so manche Zeile hier.

Gast schrieb: Seit ihr auf

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 16:10
Gast schrieb:

Seit ihr auf der Suche nach dem heiligen Pixel? Macht doch einfach mal gute Bilder! Dann erübrigt sich so manche Zeile hier.

Stimmt! Für die Fotos ist es auch völlig egal welche Kamera - einfach ab in den digitalen Papierkorb.

Oha, der Vereinsfritze hat gesprochen!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 07. April 2010 - 16:14
Gast schrieb:

Diese Fakten haben wir zu akzeptieren, ob wir wollen oder nicht.

Nein, haben wir nicht. Ich akzeptiere, dass im Bereich der Bildaufnahmeverfahren technische Fortschritte erzielt werden, und ich mache sie mir auch zunutze, wenn ich für meine Art der Fotografie einen Vorteil sehe. Aber die Wahl der fotografischen Mittel bleibt meine persönliche Entscheidung. Ob ich nun ein photochemisches oder ein numerisches Verfahren verwende oder nicht, da hat mir ein Vereinsfritze nichts reinzureden.

Impulsgeber in der Fotografie ist der künstlerische Bereich, und da speziell der Nachwuchs: Die jungen Leute beherrschen beide Arten der Fotografie und verlieren sich nicht in dümmlichen Diskussionen. Denn es geht nicht um pro oder contra Technologie oder Anwendung, sondern um die Fähigkeit, konzeptionell zu arbeiten, das Bildermachen als bewussten Prozess zu nachzuvollziehen, und Bildgeschichten in Serien aufbauen zu können. Nur so ensteht ernsthafte Fotografie, die gesellschaftlich als wertschafferische Leistung anerkannt wird.

Fotografie gehört vom Bild her gedacht - und nicht vom Equipment bzw. dem technologischen Entwicklungsstand!

Das "Wort zum Sonntag"

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 19:31

"Das Wort zum Sonntag", diesmal unter den treuglaubenden Schäfchen verbreitet von Stadtpfarrer Pater Joseph Besserwisser. Amen!

odysseus schrieb:
Gast schrieb:

Diese Fakten haben wir zu akzeptieren, ob wir wollen oder nicht.

Nein, haben wir nicht. Ich akzeptiere, dass im Bereich der Bildaufnahmeverfahren technische Fortschritte erzielt werden, und ich mache sie mir auch zunutze, wenn ich für meine Art der Fotografie einen Vorteil sehe. Aber die Wahl der fotografischen Mittel bleibt meine persönliche Entscheidung. Ob ich nun ein photochemisches oder ein numerisches Verfahren verwende oder nicht, da hat mir ein Vereinsfritze nichts reinzureden.

Impulsgeber in der Fotografie ist der künstlerische Bereich, und da speziell der Nachwuchs: Die jungen Leute beherrschen beide Arten der Fotografie und verlieren sich nicht in dümmlichen Diskussionen. Denn es geht nicht um pro oder contra Technologie oder Anwendung, sondern um die Fähigkeit, konzeptionell zu arbeiten, das Bildermachen als bewussten Prozess zu nachzuvollziehen, und Bildgeschichten in Serien aufbauen zu können. Nur so ensteht ernsthafte Fotografie, die gesellschaftlich als wertschafferische Leistung anerkannt wird.

Fotografie gehört vom Bild her gedacht - und nicht vom Equipment bzw. dem technologischen Entwicklungsstand!

Gast schrieb: "Das Wort zum

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 09:16
Gast schrieb:

"Das Wort zum Sonntag", diesmal unter den treuglaubenden Schäfchen verbreitet von Stadtpfarrer Pater Joseph Besserwisser. Amen!

odysseus schrieb:
Gast schrieb:

Diese Fakten haben wir zu akzeptieren, ob wir wollen oder nicht.

Nein, haben wir nicht. Ich akzeptiere, dass im Bereich der Bildaufnahmeverfahren technische Fortschritte erzielt werden, und ich mache sie mir auch zunutze, wenn ich für meine Art der Fotografie einen Vorteil sehe. Aber die Wahl der fotografischen Mittel bleibt meine persönliche Entscheidung. Ob ich nun ein photochemisches oder ein numerisches Verfahren verwende oder nicht, da hat mir ein Vereinsfritze nichts reinzureden.

Impulsgeber in der Fotografie ist der künstlerische Bereich, und da speziell der Nachwuchs: Die jungen Leute beherrschen beide Arten der Fotografie und verlieren sich nicht in dümmlichen Diskussionen. Denn es geht nicht um pro oder contra Technologie oder Anwendung, sondern um die Fähigkeit, konzeptionell zu arbeiten, das Bildermachen als bewussten Prozess zu nachzuvollziehen, und Bildgeschichten in Serien aufbauen zu können. Nur so ensteht ernsthafte Fotografie, die gesellschaftlich als wertschafferische Leistung anerkannt wird.

Fotografie gehört vom Bild her gedacht - und nicht vom Equipment bzw. dem technologischen Entwicklungsstand!

Ich verstehe die teilweise bissigen Kommentare zu meinem Post nicht. Der erwähnte Test stellte die verschiedenen Medien nebeneinander. Dass eine 100%-ige Übereinstimmung bei der Auswahl der Geräte im Über-Kreuz-Vergleich nur schwer machbar ist, steht außer Frage. Einige kritiker weiter oben haben eine Sache übersehen: auch bei einer Analyse per Mikroskop steht der Film gegenüber dem Sensor auf der Verliererstraße. Das ist so, Punkt. Dass ferner ein "gutes Foto" vom Gefühl des Fotografen bestimmt wird und nicht nur von der Technik, dürfte auch unbestritten sein. Ein Foto mag technisch sauber sein, aber von der Bildaussage nichtssagend - oder auch umgekehrt. Auch Frauen fotografieren "anders" als Männer. Die Technik ist Hilfsmittel und dieses ist eben im Moment im Umbruch. Was man daraus macht, ob man die neue Technologie annimmt oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Gast schrieb: Der Vergleich

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 09. April 2010 - 15:16
Gast schrieb:

Der Vergleich ist nachvollziehbar und insgesamt hervorragend. Gratulation! Aus der Darstellung lassen sich etliche Dinge ableiten: Der Film gehört ins Museum; .....

Zustimmung: der Vergleich ist informativ und aufschlussreich, besser als die meisten Vergleichstests, die meist nur dem Selbstzweck dienen.

Ablehnung: der Film gehört nicht ins Museum!!

Es gibt bis heute für die Diaprojektion noch keine vernünftige Alternative. Selbst so ein 10.000,--EUR Leica Projektor kann in der Auflösung dem KB(!)-Dia nicht das Wasser reichen, von meinen 6x6Dias ganz zu schweigen. Die Projektion im Vergleich zeigt erhebliche Unterschiede. Der einzige, aber gewichtige Vorteil für digitale Photographie: der einfachere Workflow bei Diashows.

Sehr interessanter Test,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 18:22

werde aber meine 6x6 Ausrüstung trotzdem nicht verkaufen, auch wenn angeblich das digitale das manuelle Format überholt hat. Mit meiner MF-Kamera überlege ich mir schon zweimal, ob ich auslöse oder nicht. Und egal ob digital oder nicht, es sollte der Spaß am fotografieren im Vordergrund stehen und nicht wie scharf oder wie fein meine Kamera auflöst.

Ganz ruhig bleiben, die Kugel dreht sich weiter!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 18:47

Leute was regt ihr euch über diesen “Test“ der keiner sein kann auf? Da hat halt jemand die S2 und eine D3x in die Hand bekommen. Wer nur ein klein wenig Berufserfahrung in der Fotografie hat lacht sich über den „Testablauf“ kaputt. Das ist so wie wenn ich, der weiß wo in der Küche der Lichtschalter ist, über das Braten von Fleisch berichten würde.

Es ist egal ob jemand mit Farbe und Pinsel oder im 3D Programm ein Bild erzeugt. Es muss gefallen. Einer soll es kaufen, an die Wand hängen und sich daran erfreuen. Dann hat der Künstler/Fotograf/Computerdesigner alles richtig gemacht. Denn er hat Erfolg gehabt. Pixel hin oder her.

Merkwürdig

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 21:15

Ich finde die Kommentare etwas merkwürdig. Besonders die ersten und letzten Bildbeispiele zeigen die sehr deutliche Überlegenheit der Leica. Die allgemein negative Reaktion liegt wohl eher daran, dass sich die Mehrzahl der Leser die Leica wohl nicht leisten können.
Mich würde ein anderer Vergleich deutlich mehr interessieren. Ein Kameramodell, z. B. die Nikon D3x und unterschiedliche Objektive, bei identischen Motiven. Nicht die Kamera macht das Bild, sondern das System Kamera-Objektiv-EBV. Dies dürfte dann auch der Grund dafür sein, dass die Mehrzahl der Kameratests in den Fachzeitschriften, in der Praxis, nicht nachvollziebar sind. Denn in den Tests werden fast immer die besten Objektive benutzt. Neuestes Beispiel die Canon 7D, was bleibt da wohl von den 18 Mpx wenn ich kein Makroobjektiv benutze ? Nicht so besonders viel, schätze ich mal. Genau da werden dann die Tests der Fachzetschriften unsinnig.

Widerlicher Vergleichstest

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 22:59

Das ist doch nichts anderes als der amerikanische Kapitalismus, der keine Seele, sondern nur die Dollar kennt. So ist es auch hier. Es zählen die Pixel und nicht die Atmosphäre eines Bildes. Der Charme, die Wärme eines analogen Bildes kann durch keine
Pixel ersetzt werden. Das ist wie die Liebe zwischen zwei Partnern,bei dieser werden keine Pixel, sondern Seelen ausgetauscht. Ein analoges Mittelformatsbild kann Seele haben, Pixel haben diese nie.
Ebenso hinkt der Vergleich mit zu stark reduzierte JPQ-Qualität im Mittelformat gegenüber weniger reduziertem KB-Format. Hat da die digiatale Kleinbildindustrie ein paar Scheine springen lassen?

Interessanter Test

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 08:51

- allerdings bringt er wenig neue Erkenntnisse - denn es ist wohl klar, dass ein KB-Format einem (halben) Mittelformat unterlegen sein muss. Man kann ja auch nicht Vollformat mit Micro-4/3 vergleichen. Oder Micro-4/3 mit Kleinstsensor.
Das deutlich bessere Objektiv der Leica (siehe Kloster, letzte Aufnahme) tut dann ein übriges, um die Nikon alt aussehen zu lassen.
Wirklich vergleichbar sind beide Kameras also nicht.
Der Test-Film allerdings ... der hätte hier wegfallen müssen: denn wenn schon, dann muss ein wirklich guter Scanner (Flextight) verwendet werden. Der Unterschied zu einem Coolscan ist nämlich wirklich deutlich.

Vergleich digital-digital und digital-analog

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 12:33
Gast schrieb:

- allerdings bringt er wenig neue Erkenntnisse - denn es ist wohl klar, dass ein KB-Format einem (halben) Mittelformat unterlegen sein muss. Man kann ja auch nicht Vollformat mit Micro-4/3 vergleichen. Oder Micro-4/3 mit Kleinstsensor.

Wirklich vergleichbar sind beide Kameras also nicht.
Der Test-Film allerdings ... der hätte hier wegfallen müssen: denn wenn schon, dann muss ein wirklich guter Scanner (Flextight) verwendet werden. Der Unterschied zu einem Coolscan ist nämlich wirklich deutlich.

Na ja, es geht ja nicht um einen direkten Vergleich im engen Sinne, sondern nur darum, dass der Tester zeigen wollte, wo die S2 steht und wo eine anerkannt gute Vollformat-SLR. Die Umsetzung ging halt in die Hose...

Apropos Scan: Wenn ich mir so ansehe, was die S2 kostet und was z.B. eine Mamiya 6x7 mit Spitzenobjektiv, dann kann ich schon verdammt lang auf Film fotografieren und diese anschließend von einem Dienstleister mit dem Flextight-Scanner digitalisieren lassen, bis ich den S2-Preis erreiche....

:-)

Was sich über das Thema hinaus sagen lässt.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 11:57

Wer sich im Zusammenhang Vollformat und Mittelformat über jpg Dateien äußert hat sich bereits disqualifiziert. Es macht keinen Sinn zu antworten, weil man bei Adam und Eva anfangen müsste. Die meisten Schreiber sind „Firmenknippser“ die ihrem Hobby frönen. Ist auch gut so.

Jedes System, selbst gute Compakte, haben ihren speziellen Einsatznutzen. Die Eier legende Wollmilchsau hat noch keiner erfunden. Was dem Bergsteiger wichtig ist, lässt den Surfer kalt. So ist es auch bei den Fotogeräten.

Die Optik der Fotogeräte, die interne Signalverarbeitung, sind das eigentliche Kriterium für die Bildqualität. Die Sensorhersteller kann man in ihrer Menge an den Fingern abzählen. Es kommt also darauf an die gegebenen Voraussetzungen best möglich zu nutzen.

Um Umsatz und Gewinne zu generieren wird in den APSC / Vollformat Kameras ein akzeptables jpg Bild innerhalb des Gerätes gerechnet. Bei Firmeneigenen Objektiven werden sogar ohne das der Kunde es merkt Fehler heraus gerechnet. Das dabei mindestens 40% der Sensorinformationen verloren gehen ist für die meisten Anwendungen egal.

Bei den Rückteilen, oder den verbauten Sensoren in der Mittelformatliga ist nur die nötige RAW Verarbeitung wichtig. Die eigentliche „Entwicklung“ des Bildes findet außerhalb des Gerätes im Konverter statt. Dort findet man auch Möglichkeiten eventuelle Objektivfehler die durch das verstellen der Optik- Bildebene entstanden sind zu entfernen. Der Fotograf kann sein Wissen an dieser Stelle einbringen. Hier werden die Stimmungen die vor Ort herrschten verstärkt oder ausgeglichen. So wie der Fotograf es individuell vor Augen hatte.

Das ist einer der entscheidenden Unterschiede. Die Freiheit zu haben die „Entwicklung“ von Anfang an selbst zu bestimmen. Natürlich reicht auch eine Vollformatdatei für alles was man braucht. Selbst APSC reicht in vielen Fällen.

Aber darum geht es auch nicht. Es geht um die reine Bildgestaltung neben der Sensortechnologie, um Verstellmöglichkeiten und um die absolute Eingriffsmöglichkeit in der Bildverarbeitung. Es geht um die Bildkontrolle, um sonst gar nichts. Und die hat der Fotograf im Mittelformat.

... und natürlich auch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 08. April 2010 - 19:37

im Kleinbild-Format. Darum sind ja die Unterschiede so minimal, dass sie in der Praxis (und Plakate gehören hier nur zu einer verschwindend geringen Praxis ...) als kaum relevant erscheinen. Und darum werden andere Faktoren als mindestens genau so wichtig, und für die Praxis wichtig, eingestuft: wie eben die nutzbaren Empfindlichkeiten und/oder auch die Lichtstärken der Optiken. Will ich hingegen NUR Auflösung und Schärfe, dann grreife ich natürlich zum (noch) größeren Sensor, mit all seinen Reserven und auch Kompromisslosigkeiten im technischen Aufbau. Nur sollte diese Wahl dann schon deutlich größer ausfallen, als das, was uns heute als "Mittelformat" verkauft wird. Schon allein, um den Abstand zum Kleinbild auch wirklich überzeugend herauszuarbeiten. Und nicht zuletzt sollte das Ganze auch noch zu einem Preis verfügbar sein, der einen nicht zwangsläufig an Abzocke denken läßt ...

Einfach mal ein Danke

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 09. April 2010 - 03:22

Ich möchte mich lediglich für einen gut gestalteten Test bedanken. Jeder zieht sicher seine eigenen persönlichen Rückschlüsse aus dem Test. Für jeden ist sicher auch etwas anderes wichtig. Was ich mich nur beim lesen der Kommentare gefragt habe. Wieviel Toleranz hier manche zur Meinung anderer haben, oder ob sie hier nur Ihre Meinung lesen möchten.
Bilder macht im übrigen der Fotograf dachte immer.

Kein Test, höchstens vergleichende Fotografie

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 09. April 2010 - 12:12

Mag so sein das manche gerne ihre eigene Meinung veröffentlicht sehen, ob falsch oder nicht richtig, völlig schräg, oder auch überflüssig, in Foren wie diesen oder in der politischen Öffentlichkeit darf bei uns jeder die Selbe äußern.

Andere nutzen diese Möglichkeit um Informationen einzubringen. Was für den Leser nützlich ist. Leider sind etliche Schreiber nicht „relaxt“ oder können die Meinung anderer nicht respektieren.

Was mich nervt ist die Möglichkeit mit Zitat zu kommentieren. Dadurch muss der Leser mit dem Finger ewig lange am Scrollrädchen drehen bis er alles gesehen hat.

Nun zum Test der keiner sein kann. Erstens ist er nicht reproduzierbar, weil die Voraussetzungen nie wieder so sein werden. Zweitens wurde mit unterschiedlichen Objektiven getestet. Ein sehr gutes Referenz Objektiv hätte für beide Sensoren verwendet werden müssen. Drittens fand keine Vermessung der an der optischen Bank statt.

Vergleichende Fotografie kommt im höchsten Fall für die Bilder in Frage. Ein Test ist das aber noch lange nicht.

Kein Test...

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Freitag, 09. April 2010 - 16:36
Gast schrieb:

...... Ein Test ist das aber noch lange nicht.

Nein, es ist kein echter Test, das ist schon richtig. Ich mache echte Tests in meinem Testlabor und wenn ich die Leistung von Optiken allein kennen lernen möchte, dann ab auf eine optische Bank. Aber was bringt so ein "Test", der voll von Daten und Diagrammen ist, die ohnedies nur ganz wenige Leser wirklich richtig lesen können (obwohl es sicher anders behauptet wird)?
Das hier ist ein Vergleich zweier Kameras der jeweils obersten Klasse - die Nikon D3x ist sicher eine der besten DSLR im Vollformat und die Leica will ja so etwas im (was es immer auch ist) Mittelformat sein - auch vielleicht ein Vergleich von ..was erhalte ich mit einer Investition von 21000 Euro im Vergleich zu einer von 7000 Euro. Ja, es sind Äpfel mit Birnen, aber beide Kompotte schmecken doch gut, oder?
Die unterschiedlichen Objektive - nun beide Objektive werden von den Herstellern als "Standardobjektive" angesehen - das 70mm Leica und auch das 50mm Nikon. Es gibt ein optisch besseres Objektiv von Nikon, das neue 60er Makro, aber der Vergleich würde dann noch mehr hinken, denke ich.
Wozu soll ich denn auch ein "gutes Referenzobjektiv" nehmen - das habe zwar dann ich, aber keiner der Verwender - ich dachte mir, ich nehme einfach die "Standardobjektive", das sind diejenigen, die man als Normalbrennweite kaufen kann und vergleiche dann damit.
Es ist richtig, die Szenerie ist nicht reproduzierbar - meine Testtafeln sind es - aber welcher Leser will schon Punkte, Striche, Linien und viele viele Zahlen sehen...noch weniger als die, die ein Bild sehen können. Und es ist doch egal was ich mache (so wie es jedem geht, der etwas testet und darüber schreibt) - es passt ohnedies der Hälfte der Leser nicht, was geschrieben, gemacht und als Schluss gefolgert wurde - oder irre ich mich da? Wenn ja, dann wird es sehr bald hier einen neuen Eintrag geben, der mir widerspricht...
Georg N.Nyman

Da spricht mir der "Tester"

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 09. April 2010 - 17:36

Da spricht mir der "Tester" aus dem Herzen....(nein, ist so wirklich gemeint!). Ich betrachte diese Foren schon seit längerem als schlechtes "Witzblatt", wo wirklich immer alles "zerpflückt" wird, aber manchmal kann ich mich dann mit Kommentar doch nicht zurück halten. Herr Nyman, weiter so!
(einer, der schon seit 25 Jahren im Fotoverkauf arbeitet)

Praxisrelevanz ...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 10. April 2010 - 01:39

Ich sehe diesen Test ebenfalls als praxisrelevant an.

Tests mit Mustern und Linien lassen sich recht einfach mit der Kamera-Software optimieren,
und sagen nichts über Tiefenschärfe, Bokeh und Farbränder (Bokeh Fringing / Longitudinal Chromatic Aberrations) aus.

Etwas, was mir in vielen Tests von Fachzeitschriften nicht beachtet wird - leider.

Es wäre interessant, ob sich hier die Leica (und auch Hasselblad, Mamiya und bald auch Pentax 645D) gegenüber FX absetzen kann.

Vielleicht können Sie so etwas noch bei photoscala online stellen!

gnnyman schrieb: ...... Ein

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 11. April 2010 - 08:56
gnnyman][/quote=Gast schrieb:

... Ein Test ist das aber noch lange nicht.

Nein, es ist kein echter Test, das ist schon richtig. Ich mache echte Tests in meinem Testlabor und wenn ich die Leistung von Optiken allein kennen lernen möchte, dann ab auf eine optische Bank. Aber was bringt so ein "Test", der voll von Daten und Diagrammen ist, die ohnedies nur ganz wenige Leser wirklich richtig lesen können (obwohl es sicher anders behauptet wird)?
Das hier ist ein Vergleich zweier Kameras der jeweils obersten Klasse - die Nikon D3x ist sicher eine der besten DSLR im Vollformat und die Leica will ja so etwas im (was es immer auch ist) Mittelformat sein - auch vielleicht ein Vergleich von ..was erhalte ich mit einer Investition von 21000 Euro im Vergleich zu einer von 7000 Euro. Ja, es sind Äpfel mit Birnen, aber beide Kompotte schmecken doch gut, oder?
Die unterschiedlichen Objektive - nun beide Objektive werden von den Herstellern als "Standardobjektive" angesehen - das 70mm Leica und auch das 50mm Nikon. Es gibt ein optisch besseres Objektiv von Nikon, das neue 60er Makro, aber der Vergleich würde dann noch mehr hinken, denke ich.
Wozu soll ich denn auch ein "gutes Referenzobjektiv" nehmen - das habe zwar dann ich, aber keiner der Verwender - ich dachte mir, ich nehme einfach die "Standardobjektive", das sind diejenigen, die man als Normalbrennweite kaufen kann und vergleiche dann damit.
Es ist richtig, die Szenerie ist nicht reproduzierbar - meine Testtafeln sind es - aber welcher Leser will schon Punkte, Striche, Linien und viele viele Zahlen sehen...noch weniger als die, die ein Bild sehen können. Und es ist doch egal was ich mache (so wie es jedem geht, der etwas testet und darüber schreibt) - es passt ohnedies der Hälfte der Leser nicht, was geschrieben, gemacht und als Schluss gefolgert wurde - oder irre ich mich da? Wenn ja, dann wird es sehr bald hier einen neuen Eintrag geben, der mir widerspricht...
Georg N.Nyman[/quote]Der Test ergibt im Prinzip das Gleiche, was ja auch schon vom Film bekannt ist! Ein 8-Zyl. Motor läuft kraftvoller, wie ein 4-Zyl. Motor! Bloß, möchte ich die beiden Standard-Objektive nicht gleichstellen, das Leica-Objektiv dürfte wesentlich besser sein, wie das preiswertere Nikon-Objektiv.

Viele Leser dieses Testberichts äußern dabei auch den Verdacht, dass Sie hier sehr stark Reklame für Nikon machen. Ihre Nähe zu Nikon ist ja bekannt! Ich persönlich, sehe das aber nicht so! Machen Sie bitte weiter mit ihren interessanten Tests, aber bitte mit anderen Test-Motiven.

Ich sehe das relativ einfach:

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 11. April 2010 - 20:07

Jenseits von Testcharts und weiß nicht was gibt es eine relative einfache Methode. Wenn man obige Bilder vergleichsweise nüchtern und vergleichend anschaut, erkennt man unschwer die Unterschiede der beiden verwendeten Systeme. Die S2 zeigt schlicht Dinge her, in klarer Form, mit geringen Schärfungskanten und klaren Farben, was die D3x nicht herzeigt, oder nur unscharf, verschwommen und mit den bekannten Schärfungswulsten aus Kameras bis zu dieser Klasse.

So einfach ist das.

Letztendlich entscheidet nur der visuelle Eindruck. Isolierte Einzelbedingungen führen nicht zum gewünschten (messtechnischen) Resultat, weil Kameras und Objektive immer auf einen (zurecht) Gesamteindruck hin getrimmt werden. Wer Reprografie betreiben will, greift da sicher besser zu anderen Geräten. Ansonsten spielen bei der Bildumsetzung in einer Digitalkamera eine Menge Faktoren eine Rolle, nicht nur der Sensor und das Objektiv. Auch die Größe an sich scheint mir nicht unbedingt der entscheidende Faktor zu sein. Die Frage scheint mir viel eher zu sein, auf welchen Verwendungszweck ein Kamerasystem getrimmt worden ist. Wer beispielsweise ein auf hohe ISO-Werte getrimmtes System verwendet, darf sich am Ende nicht wundern, wenn die Kamera im Low-ISO-Bereich eher mangelhafte, für Stills nicht brauchbare Bilder liefert, weil viel zu hohe Gradtion die Bilder wie gemeiselt aussehen lässt, oder im anderen Fall, alles glatt bügelt und dann nachher alles wieder mit einer höheren Nachschärfung bearbeiten muss, damits gefällig aussieht. Die Nikon möchte zuviel von beidem. Sie möchte hohe ISOs anbieten und gleichzeitig auch im Stillbereich brillieren. Das wird so nicht funktionieren. Jedenfalls nicht, wenn man strenge Maßstäbe anlegt. Die S2 hat sich gleich entschieden. Sie ist eine Stillkamera reinsten Wassers und mit höchster Performance. Wer hohe ISOs sucht, ist hier fehl am Platze.

Aber, vielleicht steigt ja Nikon nach einer langen Innovationsabstinenz nun endlich auch in das digitale MF ein. Schön wäre es!

Die Frage ist dann, wie man

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 11. April 2010 - 20:11

Die Frage ist dann, wie man einen fairen Test gestaltet ...
Nikon bietet leider kein besseres 50mm F 1.4 und das 1.8er ist wohl nicht besser - das 1.8er würde aber vergleichbarer mit dem 70mm F 2.5 (umgerechnet 56mm F 2.0) sein.

In diesem Fall ist - denke ich - das Gesamtsystem gezeigt worden: Was leistet ein das Standard-Objektiv (welches es käuflich gibt) an Leica S2 oder Nikon D3x.

Natürlich könnte man den Vergleich auch mit optimalen Objektiven durchführen - das 60er von Nikon wäre da bestimmt besser, das Leica Makro sollte das 70er aber ebenfalls übertreffen.

Ein System ist halt nur so gut wie alle seine Einzelteile.

Aber zu mindestens sieht man mal grob, was das Leica S-System leisten kann.

Eigentlich vermisse ich - sowohl bei bekannten Internet-Seiten und Fachzeitschriften - themenbezogene Vergleiche und Tests.
So wäre es bestimmt interessant zu sehen, wie sich verschiedene FX & MF Systeme (Canon, Hasselblad, Mamiya, Nikon, Pentax, Sony) zu Themen, wie Makro, Portrait, etc. schlagen.

Schade, dass man kaum diese Gegenüberstellungen findet ...
... das "50er" Thema hier war eine der wenigen.

Dazu bräuchte man

Eingetragen von
Gast
am Montag, 12. April 2010 - 21:48

beschlagene Fotografen, die in diversen Sujets zuhause sind. Das haben die Fotozeitschriften aber nicht. Außer mehr oder minder talentosen Redakteuren (meist extern angeheuerte Lohnschreiber), die vielleicht jede Menge Angelesenes repitieren (so wie Fußballredakteure über Fußball reden/schreiben, selber aber garantiert keinen einzigen Ball geradeaus bekommen), sind redaktionelle Beiträge i. d. Regel weit jenseits von praxisgerechten Inhalten und aus dem Leben geschrieben. Deshalb ja auch diese alberne Zahlengläubigkeit. Lediglich wenige Publikationen schaffen es, den Interessenten gutes, anschauliches Bildmaterial zu vermitteln, das es schafft, sich einen praxisgerechten Eindruck von einem Kamerasystem zu machen, gerade auch im Vergleich. Statt dessen wird lieber die übliche Markenpräferenz ohne kritische Hinterfragung penetriert. Das bringt ja schließlich auch Anzeigenumsatz.

Da ist dpreview schon so einigermaßen eine gute Sache. Auch wenn die Samplebilder manchmal etwas einseitig ausgerichtet sind, hat man hier wenigsten die Möglichkeit, zu sehen, wie ein System sich unter bestimmten Bedingungen verhält und welche Ergebnisse produziert. Diese Messcharts usw. kann man sich eigentlich weitgehend sparen. Entscheidend ist, was für einen effektiv visuellen Eindruck anhand konkreter Bildbeispiele eine Kamera, ein Objektiv produziert. Je nachdem wie nüchtern und unvoreingenommen man da drauf schaut, kann man doch sehr schnell entdecken, was das gut kommt und was Probleme bringt. Wobei man auch das kritisch bleiben muss, weil man immer wieder feststellen muss, dass der Testfotograf offensichlich nicht mit den Einstellungen der Kamera wirklich zurecht gekommen ist. Ist ja manchmal auch erst einiges an Voreinstellarbeiten in Form von Ausprobieren usw. notwendig.

Praxisrelevanz ist gefragt...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 12. April 2010 - 15:30

Ausgelöst durch die These "20 Megapixel sind genug", gab es an dieser Stelle vor gut einem Jahr eine ähnlich geführte Diskussion. Ich zitiere daraus meinen Beitrag:

"Jeden Fotografen wird es mit Freude und Stolz erfüllen, seine Bilder auf Titelseiten oder doppelseitig im Mittelteil angesehener Illustrierten gedruckt zu sehen. Eine Rasterweite von 60l/cm ist Standard. Höhere Rasterweiten sind realisierbar, aber nicht unproblematisch. Bedingt durch die Notwendigkeit der Rasterwinkelung werden Bildauflösungen von 120l/cm benötigt. Nicht mehr und nicht weniger.

Scannen wir ein analoges 6x9 cm großes Farbdia auf die maximal erforderlichen 5040x3564 Pixel ein, werden wir mehr Details erkennen, bei 3,6x2,4 cm großen KB-Dias entsprechend weniger. Die Kamerahersteller, die den 6x9 Effekt erzielen, werden die Nase vorne haben!"

Dieser Aussage ist eigentlich nicht viel hinzu zufügen, den Rahmenbedingungen der Printmedien ist nun mal Rechnung zu tragen.

Unter analogen Produktionsbedingungen ist durch die notwendige Projektion vom Ausgangsformat zum Endformat, der Qualitätsgewinn durch den Einsatz von MF offensichtlich.

Dieser "6x9-Effekt" ist bei der digitalen Bilderzeugung nicht direkt übertragbar. Einzig die Qualität der Signalverarbeitung ist entscheidend. Die Sensorgrösse spielt dabei gewiss auch eine Rolle, aber das "Filmformat-Denken" hat nun mal endgültig ausgedient!

Die von Herrn Nyman zur Verfügung gestellten Bildbeispiele belegen dies eindeutig. Statt Kritik an seiner Vorgehensweise zu üben, können sich ja Berufene selbst an die Arbeit machen und wenn es ihnen gelingt, neue Erkenntnisse zu Tage zu fördern,sollten sie diese hier veröffentlichen.

Z.B. arrangiere man ein detailreiches Motiv, belichte es unter optimalen Bedingungen mit den aktuellen professionellen und semiprofessionellen Kameras, gerne auch zum Vergleich analog im Format 6x9 cm und top gescannt, skaliere die Bildgröße auf 5040x3564 Pixel und lasse die Dateien im Format A3 mit 60er Raster drucken. Auf das Resümee können wir alle gespannt sein!

12 oder 24 MP auf A4 - was bringen Details und Auflösung?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. Mai 2010 - 21:27

Hallo,

weiter unten geht die Diskussion um die Frage, ob man einen Unterschied zum Beispiel von 12 oder 24 MP bei einem A4-Druck bemerkt. Meine Aussage: eindeutig JA. Es kommt aber darauf an, womit man druckt. :-) Will meinen: der Tintenstrahldruck neigt allgemein dazu, Dateien "charmant" zu reproduzieren - viele kleine Details, Artefakte etc. sind hier in der Praxis zum Teil deutlich weniger stark zu sehen als in einem hochwertigen Offsetdruck. EBV für Offset ist mein Job - also einmal eine kleine Rechnung: mit den üblichen 304,8 dpi (Auflösung für "Industriestandard" 60er Druckraster) habe ich auf der kurzen Seite von A4 21cm/2,54inch*304,8dpi=2520px, kommen umlaufend 3mm Anschnitt hinzu = 2.592px, ergibt im KB-Seitenverhältnis 3888*2592px, also sehr exakt 10MP. Wenn ich keine Ausschnitte brauche, reichen also nominell die genannten 12 MP.

Aber welcher Profi möchte seine Bilder heute noch im 60er Raster reproduziert sehen? 80er ist in vielen Druckereien bereits unterer Standard, Heidelberger hat ein System mit einem 160er Raster auf dem Markt (und wir sprechen hier NICHT von 160lpi, sondern wirklich von 160lpcm!!!). Dieser Raster ist so fein, dass ich in Bildern mit 300dpi an härteren Kanten die Pixel erkenne, Scharfzeichnereffekte als solche sichtbar werden etc. Hier sind definitiv feinere Daten erforderlich - ich habe selber für diesen Raster bereits Bilder mit einer Auflösung von 508dpi geliefert und gehe davon aus, dass bei WIRKLICH hochwertigen Drucken und kontrastreichen Bildern auch noch etwas mehr erforderlich sein könnte, um sichtbare Pixel etc. in jedem Fall zu umgehen. Wahrscheinlich dürften rund 600dpi hier grob die Grenze bilden, weil irgendwann die Auflösungsfähigkeit des Auges ohne Hilfsmittel erreicht ist.

Klar ist aber: es ist schlicht Unwissenheit, Auflösungen jenseits von 25 bis 30 MP als überflüssig abzutun. Nochmal die Rechnung von vorhin, jetzt für 500 und 600dpi: 21,6/2,54*508=4320px, also im Verhältnis 3:2 6480x4320=28MP, im 600dpi-Bereich sogar 40 MP.

Ich kann hier nicht sagen, ob die oben festgestellten Unterschiede zwischen der S2 und der D3x selbst im 160er Raster bereits auf A4 sichtbar wären - spätestens ab A3 (=56 bzw. 80 MP) würde das Thema aber mit Sicherheit relevant, da die Daten beider Kameras bereits deutlich zu klein sind und ich bereits vergrößere. Die Herausforderung sind gar nicht Großflächenplakate - niemand schaut da genau hin. Die echte Herausforderung sind z. B. Magazindoppelseiten oder gar Ausklapper, die man in normalem Betrachtungsabstand ansieht, und deren Druckqualität in den nächsten Jahren sukzessive noch deutlich steigen wird. Da zählt jeder Fizzel Qualität, den man erwischen kann - zumindest DAS spricht für die S2. Und für alle anderen Kameras, die die Qualitätsstandards nach oben verschieben.

BTW: Sehr interessant, mal auf Wikipedia das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem nachzulesen (Grundlage für die in der Praxis verlustfreie Umsetzung analoger in digitale Daten). Demnach muss die Auflösung der digitalen Abtastung mehr als 2 mal so hoch sein, wie die Auflösung der abzutastenden analogen Information. Siehe Audio-CD: Abtastung 44,1 kHz, um 20 kHz einwandfrei wiedergeben zu können, Faktor ca. 2,2. Ganz platt und oberflächlich gesagt: Solange man zum Beispiel auf Testbildern die Linien zum Test des Auflösungsvermögens in Interferenzmustern auslaufen sieht anstatt einfach in Grau, ist offensichtlich die Auflösung des Sensors zu gering, die vom Objektiv gelieferte Information verlustfrei zu reproduzieren. :-)

Viele Grüße, Jorgos

Sieht man einen Unterschied zwischen S2 und D3x

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. Mai 2010 - 13:44

Hallo,

also für mich wirkt auf den ersten Blick - auf die Ausschnitte, das Ergebnis der S2 um einiges besser. Weil, die Motive erscheinen fast räumlich!

Ob das jemand nun benötigt, ist eine andere Frage. Trotzdem habe ich kürzlich eine D3x bestellt. Weil sie mir den Rückgriff auf ein für mich noch bezahlbares, und vor allem auch breiteres System bietet. Die S2 ist eher Spezialist. In ihrem Spezialgebiet allerdings besser.

Theoretisch interessant wäre natürlich auch ein Vergleich zwischen den verschiedenen Mittelformatsystemen. Allerdings nur in der Theorie, weil zumindest für mich so etwas eh´nicht mehr bezahlbar wäre.

Ob selbst 24 MP bei der D3x überhaupt sinnvoll sind? Für denjenigen der sehr hohe Qualtität sucht, sicher. Und bei noch sehr guter Qualität bis 1000/1600 ASA ist sie auch keine reine Spezialkamera, weil zu langsam - wie so viele immer behaupten.
Oder anders gesagt: Wer benötigt nun dauernd über 25.000 ASA! - außer der Spezialist!

Es ist zwar hier nur ein

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 23. September 2010 - 09:46

Es ist zwar hier nur ein Nebenschauplatz, aber: Was mir zuallerserst auffällt (wie bei bisher allen Digital-Analog-Vergleichen), und zwar bei BEIDEN Digitalaufnahmen des ersten Beispiels, sind treppenförmige Kanten. Wenn selbst Systeme dieser Preislage nicht in der Lage sind, das zu vermeiden, dann weiss ich, warum ich immer noch analog fotografiere.
Ausserdem: Warum wird für solche Vergleiche eigentlich immer Diafilm genommen? Diafilm ist für die Projektion optimiert, nicht zum Scannen. Nehmt mal Kodak Ektar oder Fuji Reala, dann weden Euch die Augen rausfallen (von der besseren Tonwertwiedergabe mal ganz abgesehen)...

Gratulation

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 23. September 2010 - 15:48

Bei 400% keine Ecken und Kanten zu sehen, das wär' eine Kunst ...

Dunst und Außenaufnahmen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. März 2011 - 13:56

Ohne alle bisherigen Kommentare gelesen zu haben fällt mir dazu folgendes ein:

Die Außenaufnahmen sind wohl nicht unter dunstfreien Bedingungen als Fernaufnahmen zustande gekommen. Wie sollen Unterschiede in der Detailauflösung auf diesem Niveau sichtbar werden, wenn das sehr diffuse Licht die Kontraste begrenzt und der offenbar vorhandene Dunst letztlich hinsichtlich der Detailauflösung bereits der limitierende Faktor ist?

Man sieht dann eventuell den Dunst "schärfer".

Für aussagekräftige Vergleichsbilder sollte man Bedingungen wählen, unter denen tatsächlich die Leistungsfähigkeit hinsichtlich Kontrast, Gradation und Detailauflösung abgerufen werden kann.

Ansonsten kann man sich den Aufwand sparen.

Zudem sind Unterschiede in der Auflösung aufgrund der unterschiedlichen Seitenverhältnisse und des größeren Auflagemaßes von MF nicht zuletzt im Randbereich des Bildkreises zu erwarten. Die sieht man nur bei entsprechenden Motiven und Ausschnitten aus dem Randbereich.

flecke

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 23. Februar 2012 - 21:30

ist hier schon jemandem aufgefallen, das bei den beiden bildausschnitten-(Hier die Übersichtsaufnahme. Enstanden beim Vienna International Center, aufgenommen mit der Nikon D3x mit dem AF-S 1,4/50 mm G bei Blende 4)- ziemlich identische flecken vorhanden sind???

Flecken...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Freitag, 24. Februar 2012 - 17:11

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was da mit Flecken gemeint sein soll.
Aber wahrscheinlich geht's um die Lampen???
Wäre schon peinlich, wenn die nur auf einem Bild sichtbar wären...