Das Wichtige ist nicht die Kamera, sondern das Auge.

— Alfred Eisenstaedt

Am 26.6.

  • 1935: Anmeldung des Firmennamens „Canon“

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Hasselblad wieder in Göteborg - Design Center in Treviso geschlossen

Logo HasselbladDas 1941 im schwedischen Göteborg gegründete Unternehmen Hasselblad hat seinen Hauptsitz nach einem Ausflug nach Dänemark wieder nach Göteborg verlagert und will dort wohl alle Bereiche konzentrieren. Das Hasselblad Design Centre im italienischen Treviso wurde geschlossen:

Foto Hasselblad H5D Als Hasselblad noch zur Hongkonger Shriro-Gruppe zählte, hatte diese mit dem Kauf des dänischen Hersteller Imacon und der nachfolgenden Fusion den schwedischen Hersteller mit digitalem Know-how ausgestattet. In der Folge wurde die schwedische Fabrik aufgegeben und der Hauptsitz des Unternehmens wanderte als Hasselblad A/S nach Dänemark. Die Objektive und die Kameragehäuse der H-Serie wurden in Kooperation mit dem japanischen Hersteller Fujifilm entwickelt und produziert.

Foto Hasselblad HV Seit 2011 ist der Ventizz Capital Fund IV L.P. Eigentümer der Hasselblad-Gruppe. Im gleichen Jahr startete offensichtlich auch ein Bereich „New Business Development“, was dann zur Gründung des Hasselblad Design Centres in Treviso und der Zusammenarbeit mit Sony führte. Die Lunar, Stellar und HV genannten Modelle sind gepimpte Sony-Kameras, die sich in erster Linie durch die Applikation von Holzgriffen und durch hohe Preise auszeichnen. Die Haptik dieser Kameras kann durchaus überzeugen, das Design ist Geschmacksache und der Preis offensichtlich zumindest in Deutschland eher abschreckend.

In der Konsequenz wurde im Mai 2014 die italienische Filiale in der Viale Felissent 84/i in Treviso geschlossen und das interkulturelle Designexperiment beendet. Als Victor Hasselblad AB firmiert das Unternehmen heute wieder mit schwedischem Hauptsitz und die neue H5-Mittelformatkamera trägt wie die Digitalrückteile ein „Made in Sweden“. Auf den Sony-Derivaten steht teils „Made in Sweden“, teils „Made in Japan“.

Mitarbeiter des italienischen Design Centers haben im Juni die Firma 4V Design gegründet, die sich neuem Zubehör für Kameras und Smartphones widmen will.
 

(Christoph Jehle)
 

Victor rotiert im Grab

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 11:39

von mir aus können sie tun und lassen was sie wollten. Aber "Victor Hasselblad" sollten sie im Firmennamen keinesfalls führen dürfen ... so viel Totenruhe sollte ihm vergönnt sein. Sein guter Name hat das echt nicht verdient.

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 11:57

Hasselblad wanderte von Eigentümerhand zu Eigentümerhand und irrte in der Welt umher. Nun ist es mal wieder Göteborg (weil das Leben und Arbeiten in Schweden ja so preiswert und die Besteuerung so niedrig ist). Der Umzug macht die Kameras weder besser noch preiswerter. Und was für eine Kamera als Preis aufgerufen wird, ist mehr als abschreckend. Und da reden wir noch gar nicht davon, dass der professionell arbeitende Fotograf (mindestens) zwei Gehäuse benötigt. Dann kommen die Objektive und das Zubehör dazu - und fertig ist der nagelneue Mittelklasse-PKW.

Dann die gepimpten Sony-Kameras: Wer kauft die überhaupt - potthässlich und sauteuer bzw. überteuert.

Mal sehen, wie lang es Hasselblad noch aus Schweden gibt. Zumal Pentax im Mittelformat zur Zeit den Preis vorgibt. Und deren 645Z könnte auch gut und gerne eine höhere Auflage und damit wesentlich preiswerter sein. Ansonsten bleibt der Ärger, dass Mittelformat im digitalen Zeitalter nur etwas grösser als Kleinbild ist. Vom analogen Idealformat ist man da so weit weg wie die Sonne vom Mond.

Schade!

Bild von Sudel Eddi
Eingetragen von
Sudel Eddi
(Inventar)
am Donnerstag, 06. November 2014 - 13:42

Hatte mich so auf eine Nachfolgerin der Lunar gefreut! Das Bordelldesign war kaum zu toppen...

Sudel Eddi.

Was unterscheidet einen Bekloppten von einem Vollidioten? Der Bekloppte ist geringfügig klüger, damit er dem Vollidioten seine Dummheit erklären kann!

Preise

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 14:17
Gast schrieb:

Und was für eine Kamera als Preis aufgerufen wird, ist mehr als abschreckend.

War eine Hasselblad jemals billig?

Billig nicht, aber zu Victors Zeiten preiswert.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 19:33
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Und was für eine Kamera als Preis aufgerufen wird, ist mehr als abschreckend.

War eine Hasselblad jemals billig?

Billig nicht, aber zu Victors Zeiten immer ihren Preis wert. Und immens werthaltig.

Was heute als Hasselblad verkauft wird, taugt nicht mal mehr für einen schlechten Witz.

Preiswert

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 06:22

ist eine Vokabel, die heute vielerorts nicht mehr verstanden wird.

Vor allem

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Freitag, 07. November 2014 - 08:50

ist es eine Vokabel, deren Bedeutung von einst herausragenden Produkten heute oft verhöhnt wird. Hoher Preis, und letztlich keine adäquate Qualität, das erzeugt automatisch ein Gefühl von Unwert.
Jene Kameras, die tatsächlich ihren Preis wert sind, sind zwar hochpreisig, nicht aber überteuert - eben "preiswert". Nur für Viele, jedenfalls für Durchschnittskonsumenten, trotzdem zu teuer. Das war aber früher auch schon so.
Werthaltigkeit mag in Digitalzeiten relativ sein, aber dann muss auch der Preis diese Verhältnisse angemessen widerspiegeln.
Wer billig kauft, kauft meist teuer. So weit stimmt's nach wie vor. Aber wer nur teuer kauft, der kauft heute kaum preiswert. Dieser früher selbstverständliche Zusammenhang ist heute sichtbar verloren gegangen.

Hasselblad analog - geht im Preis auch nach unten!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 00:51

Werthaltig? Hasselblad? Empfehle einen Blick auf das Hasselblad-Angebot bei Fotobörsen und im Internet. Wer hier noch kauft, sind die "Made-in-Germany-Sammler" (die kaufen auch Leica, Rollei und Contax). Von der aktiven Fotografie wenig Ahnung, suchen die gezielt nur Kameras und Objektive, die "wie neu" aussehen müssen. Finden die auch nur einen Kratzer, geht der Preis radikal in den Keller!

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Und was für eine Kamera als Preis aufgerufen wird, ist mehr als abschreckend.

War eine Hasselblad jemals billig?

Billig nicht, aber zu Victors Zeiten immer ihren Preis wert. Und immens werthaltig.

Was heute als Hasselblad verkauft wird, taugt nicht mal mehr für einen schlechten Witz.

Gast schrieb: Billig nicht,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 10:43
Gast schrieb:

Billig nicht, aber zu Victors Zeiten immer ihren Preis wert. Und immens werthaltig.
Was heute als Hasselblad verkauft wird, taugt nicht mal mehr für einen schlechten Witz.

Das ist eine sehr subjektive Einschätzung.

Gast schrieb: und die

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 19:29
Gast schrieb:

und die Besteuerung so niedrig ist

Falls Sie das unironisch meinen, haben Sie recht. Ansonsten sollten Sie sich informieren: Diverse große Konzerne versteuern in Schweden, weil "die Besteuerung so niedrig ist".

Also Ikea

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 07:27

eher in Luxemburg.

Das ist vollkommen falsch und entspricht nicht den

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 15:11
Gast schrieb:

eher in Luxemburg.

Tatsachen: IKEA wird versteuert in den Niederlanden. Luxemburg ist keineswegs mehr der Platz, wo für die Pfeffersäcke Milch und Honig fliessen.

Das sehen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 16:11

einige Medien seit gestern aber anders.

Vielleicht

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 12:35

kehrt wieder Vernunft ein. Die Designmätzchen für Bling-Bling-Millionäre haben scheinbar doch nicht den erwarteten Gewinn abgeworfen.

HV positiv?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 14:53
Gast schrieb:

kehrt wieder Vernunft ein. Die Designmätzchen für Bling-Bling-Millionäre haben scheinbar doch nicht den erwarteten Gewinn abgeworfen.

Es gibt Produkte, da fragt man sich, wer die für das aufgerufene Geld kauft - insbesondere, wenn ständig aus einem Lämmchen ein stattlicher Wolf mutieren soll (Panasonic/Leica; Sony/Hasselblad). Sonys DSLR-Kameras kommen auf zwei Krücken daher und werden abverkauft. Was kann dann ein anderes Unternehmen dazu veranlassen, eine dieser DSLRs als Hasselblad HV für noch mehr Pekiniäres auf den Markt zu schmeissen?

Hasselblad hat überhaupt keine Zeit mehr, dass Vernunft einkehren könnte. Und Sony wird auf keinen Fall besser, nur weil Hasselblad drauf steht. Aber vielleicht geht Hasselblad an den Ort der Geburt zurück, um da das Zeitliche zu segnen. RIP.

Designcenter

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 13:27

war in dem Zusammenhang auch ein Euphemismus ... 8-)

Und wenn man ...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 13:52

... den Kram einfach unter dem Namen verkaufen würde der ihn herstellt, zB. Fujifilm, könnte man den Namen Hasselblad in Würde zu Grabe tragen.

Sehr gute Idee:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 15:57
Gast schrieb:

... den Kram einfach unter dem Namen verkaufen würde der ihn herstellt, zB. Fujifilm, könnte man den Namen Hasselblad in Würde zu Grabe tragen.

Und den Preis erst mal auf das Pentax 645Z Niveau. Hasselblad trägt sich gerade selbst zu Grabe.

Und?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 16:10
Gast schrieb:

Und den Preis erst mal auf das Pentax 645Z Niveau.

Warum? Andere "Systeme" im Mittelformat mit vergleichsweise niedrigen Preisen gab's doch immer schon. Aber weil jedes System inkompatibel zum Rest der Welt war (und immer noch ist) muß man genau hinschauen, ob es das kann, was man braucht/sucht.

Naja

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 16:53
Gast schrieb:

... den Kram einfach unter dem Namen verkaufen würde der ihn herstellt, zB. Fujifilm,

Fujifilm produziert Bodies und Objektive und hatte den Kram zu analogen Zeiten auch unter eigenem Namen verkauft als Fuji GX645. Aber das wirklich teure Element -das Digiback- stammt nicht von Fuji, sondern von Hasselblad.

Der aktuelle H5-Body

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Freitag, 07. November 2014 - 17:46

scheint nicht mehr in Gänze von Fujifilm zu stammen, sondern ist Made in Sweden.

Ja, so wie die Leicas

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 18:24

Made in Germany.

Wenn Sie belegen können, dass die Aussage falsch ist

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Samstag, 08. November 2014 - 17:55

und Sie als Wettbewerber dadurch einen Nachteil erfahren, können Sie ja gegen Leica klagen. Das deutsche Wettbewerbsrecht lässt dies zu. Im Gegensatz zu Swiss made und Made in France, ist das Made in Germany nicht näher definiert. Hier fehlen einfach die gestzlichen Vorgaben.

War nur

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 18:20

eine Feststellung, und ein deutsch-schwedischer Vergleich.

Was ist passiert...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 16:12

...daß Hasselblad keine Kameras mehr baut, sondern nur noch Spielzeuge?

Zu teuer ist es nicht

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 16:54

Zu teuer ist Hasselblad nicht unbedingt. Wenn ich als Metallbaubetrieb eine 5-Achsen-CNC anschaffe, liege ich irgendwo zwischen 100.000 und 200.000 Euro. So muss man das auch bei Kameras sehen.

Nur hat Hasselblad den 'alten' Würfel über Bord geworfen und somit seine Tradition. So gut die Objektive waren, so traurig waren die Digibacks und die mangelnde Option für Filmrückteile.

Qualitativ hat PhaseOne die Führung erreicht. Ob sie damit glücklich werden, steht noch in den Sternen.

Klar ist nur: Eine derartige Ausrüstung lässt sich heute nur noch sehr schlecht amortisieren. Solange es noch Diafilm gibt, setze ich meine GF ein. Qualitativ der Hasselblad überlegen, von den Kosten her sowieso, weil das Ding schon lange bezahlt ist. OK, ist nix für Fashion im Studio, aber da reicht eine 24 MP Kamera allemal aus, denn grösser als A3 (page spread oder Doppelseite) wird heute kaum noch gedruckt.

Ach ja, Hasselblad fehlt noch der wirkliche Kundenservice. Was die sich mit den Imacon Scannern erlaubt haben, grenzt an Betrug. Es gibt bis heute keine Schnittstelle für Thunderbolt, und jede Frickelei mit Adaptern ist erfolglos. Für fast 20.000 Euro ein absolutes Trauerspiel.

Also, Hasselblad, nun macht mal Nägel mit Köpfen, es ist ein sehr langer und steiniger Weg, bis das Image wieder an alte Zeiten anknüpfen kann.

Gast schrieb: Was die sich

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 16:14
Gast schrieb:

Was die sich mit den Imacon Scannern erlaubt haben, grenzt an Betrug. Es gibt bis heute keine Schnittstelle für Thunderbolt, und jede Frickelei mit Adaptern ist erfolglos.

Die Frage, warum nach der fehlenden Firewire-Schnittstelle würde ich eher an Apple richten. Warum sollte Hasselblad einen gängigen etablierten Anschluß (Firewire) durch einen Exoten (Thunderbolt) ersetzen?

Hasselblad baut schon erstklassige Kameras,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 19:20

bei meiner H3D 39 steht auch made in Sweden unten drauf, obwohl schon 7 jahre alt ist die immer noch deutlich besser als die Pentax 645 und Leica S beide konnte ich dieses Jahr für jeweils einen Tag Testen.Aber der Sensor sollte schon mindesten 36,7x49,1 mm groß sein bei Hasselblad gibst ja 3 verschiedene Sensor Größen zur Außwahl mit den kleinen Sensor wie auch bei den Mitbewerbern kommt einfach der Typiche Mittelformat 3D Lock nicht rüber, meine 500 el von 1967 steht im Studio immer noch als Deko und macht da auch ne gute Figur.

Baute

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 07:26

sic!

Nachfrage

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 07:29

Ihre Analyse ist so präzise, wie Ihre Rechtschreibung. Wieso ist Ihre alte Hasselblad "deutlich besser", als die Leica S und die hochmoderne Pentax 645? Übrigens: Eine 500EL hatte ich auch einmal, nach vierzehn Tagen schnell wieder verkauft, an Unzuverlässigkeit war diese Kamera nicht zu überbieten, das lag vor allem an den Akkus, das bekam Hasselblad erst mit dem Nachfolgemodell so langsam in den Griff. Kaufte mir dann die Mamiya RB67 mit Motorkassette, die läuft immer noch (ohne Aussetzer)!

Gast schrieb:

bei meiner H3D 39 steht auch made in Sweden unten drauf, obwohl schon 7 jahre alt ist die immer noch deutlich besser als die Pentax 645 und Leica S beide konnte ich dieses Jahr für jeweils einen Tag Testen.Aber der Sensor sollte schon mindesten 36,7x49,1 mm groß sein bei Hasselblad gibst ja 3 verschiedene Sensor Größen zur Außwahl mit den kleinen Sensor wie auch bei den Mitbewerbern kommt einfach der Typiche Mittelformat 3D Lock nicht rüber, meine 500 el von 1967 steht im Studio immer noch als Deko und macht da auch ne gute Figur.

Überbieten.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 10:35
Gast schrieb:

... 500EL .. an Unzuverlässigkeit .. nicht zu überbieten, ... Kaufte mir dann die Mamiya RB67 mit Motorkassette, die läuft immer noch ...

Falsche Kamera. Wenn Sie eine Mamiya suchen, die an Unzuverlässigkeit nicht zu überbieten ist, müssen Sie die RZ67 nehmen.

Mamiya: Zuverlässigkeit zählt!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 19:44

Die verwendete ein Kollege, ist immer noch sehr damit zufrieden - tolle Kamera! Gibt es dafür eigentlich digitale Rückteile? Das wäre es, vor allem bestechen die Mamiya-Sekore durch extreme Schärfe, mein Tipp, das Makro 140 mm.

Gast schrieb:
Gast schrieb:

... 500EL .. an Unzuverlässigkeit .. nicht zu überbieten, ... Kaufte mir dann die Mamiya RB67 mit Motorkassette, die läuft immer noch ...

Falsche Kamera. Wenn Sie eine Mamiya suchen, die an Unzuverlässigkeit nicht zu überbieten ist, müssen Sie die RZ67 nehmen.

Gute Kamera. Schlechte Kamera.

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 01:10
Ich schrieb:

Falsche Kamera!

Er schrieb:

Tolle Kamera!

Glückwunsch an den Kollegen.

Bei mir hatte das 140mm einen Defekt am Verschluss, der dazu führte, dass sich dieser irgendwann halb auf Langzeitbelichtung stellte und die Kamera bei offenen Verschluss munter weiter fotografierte, als wäre alles in Ordnung. Darauf durfte ich selbst kommen, nachdem ich die Kamera vom Service unrepariert und mit einem kostenlosen psychiatrischen Gutachten zurück erhalten hatte, weil angeblich auf dem "Testfilm" nichts feststellbar war. Die selbe Werkstätte übrigens, die meine 2 M645 1000s etliche Male repariert hatte, ohne die Datenübertragung zwischen Gehäuse und Sucher wirklich sicher stellen zu können. Der Winder hatte ständige Kontaktfehler am Batteriefach. Bei einem Magazin war die Verriegelung des Schiebers schlampig entgratet, sodass sich das Magazin abnehmen ließ, obwohl der Schieber nicht drin war. Das 37mm Fisheye war so schlecht, dass einem übel wurde. Ein Vergleichsobjektiv mit weit auseinander liegender Seriennummer hätte pixelgleiche Bilder geliefert, wenn es damals schon Pixel gegeben hätte. Auch nicht besonders, wenn auch besser, war das 500mm f/8, alte Ausführung ohne APO.

Er schrieb:

Das wäre es, vor allem bestechen die Mamiya-Sekore durch extreme Schärfe, mein Tipp, das Makro 140 mm.

Der Tipp ist richtig. Detto hervorragend war das 90mm f/3.5. Den Rest kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, da ich nach dem Fiasko das System aufgegeben habe. Wenn die Kiste aber mal funktioniert hat, dann waren die Ergebnisse herausragend, auch nach heutigen Maßstäben. Schade um das viele Geld und um die guten Motive.

Er schrieb:

Gibt es dafür eigentlich digitale Rückteile?

Zu empfehlen wäre eine Kameraversion mit einem D am Ende. Da passen alle Rückteile für die M645AF. Optional auch diverse Scanrückteile für Großformat. Die haben meist so um die 7x10cm aktive Fläche, sind also für 6x7 etwas oversized, sodass man nicht die volle Auflösung zur Verfügung hat. Dafür nutzt man die Objektive voll aus, was bei Digibacks mit 33x44mm bis 42x56mm kleinen Sensoren nicht der Fall ist. Da bleibt vom Weitwinkel nicht viel übrig.

Kokolores: Wir verwenden die RZ67Professional seit

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 06:54
Gast schrieb:
Gast schrieb:

... 500EL .. an Unzuverlässigkeit .. nicht zu überbieten, ... Kaufte mir dann die Mamiya RB67 mit Motorkassette, die läuft immer noch ...

Falsche Kamera. Wenn Sie eine Mamiya suchen, die an Unzuverlässigkeit nicht zu überbieten ist, müssen Sie die RZ67 nehmen.

Jahrzehnten. Es ist eine ausgesprochen zuverlässige Kamera, auf die man eben Jahrzehnte bauen kann. Was für die Hasselblad nie galt; die meisten Hasselblads waren ständig beim Service. Ihre Aussage kann auch nicht stimmen, weil Mamiya schon anno dunnemals die Studios mit der RB und RZ eroberte, wesentlich preiswerter und zuverlässiger war als Hasselblad, ein Drehrückteil hatte, was für verschiedene Formate ideal war und mit der in drei Mittelformaten (4,5x6, 6x6, 6x7) fotografiert werden konnte.

Kann ja sein, dass Sie das einzige Ausreissermodell unter Tausenden hatten; vielleicht können Sie die Kamera auch nicht bedienen; vielleicht sind Sie aber nur Opportunist und frustiert, weil Sie eine Hasselblad haben und sich eine RZ wünschten.

Gute Antwort

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 14:12

Ha-ha, diese Antwort war gut. Ist auch problematisch, wenn sich Amateure eine Mittelformat zulegen. Die Aussagen des Mamiya-Kritikers können schon deshalb nicht stimmen, weil er das Mamiya-Fischauge als "optisch schlecht" bezeichnete. Die Mamiya-Sekore waren alle exzellent - aber vermutlich hatte er übersehen, dass eine RB oder RZ jeweils seitlich ein Drehrad zur Scharfstellung besitzt?! Vorne am Objektiv "iss nich!" Übrigens: Völlig der Horror ist die 2000 FC/M - eine gute Idee, leider schlecht umgesetzt!

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

... 500EL .. an Unzuverlässigkeit .. nicht zu überbieten, ... Kaufte mir dann die Mamiya RB67 mit Motorkassette, die läuft immer noch ...

Falsche Kamera. Wenn Sie eine Mamiya suchen, die an Unzuverlässigkeit nicht zu überbieten ist, müssen Sie die RZ67 nehmen.

Jahrzehnten. Es ist eine ausgesprochen zuverlässige Kamera, auf die man eben Jahrzehnte bauen kann. Was für die Hasselblad nie galt; die meisten Hasselblads waren ständig beim Service. Ihre Aussage kann auch nicht stimmen, weil Mamiya schon anno dunnemals die Studios mit der RB und RZ eroberte, wesentlich preiswerter und zuverlässiger war als Hasselblad, ein Drehrückteil hatte, was für verschiedene Formate ideal war und mit der in drei Mittelformaten (4,5x6, 6x6, 6x7) fotografiert werden konnte.

Kann ja sein, dass Sie das einzige Ausreissermodell unter Tausenden hatten; vielleicht können Sie die Kamera auch nicht bedienen; vielleicht sind Sie aber nur Opportunist und frustiert, weil Sie eine Hasselblad haben und sich eine RZ wünschten.

Image-Verlust

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. November 2014 - 21:14

Der Image-Verlust, den Hasselblad durch die prostituierten SONY-Kameras eingefahren hat, dürfte kaum mehr gutzumachen sein. "Nimm eine Sony NEX-7, mache einen wulstigen Holzgriff dran und Plastikdiamanten auf die Buttons und verkaufe das Ganze dann zum 6-fachen Preis."

Und es ist ja noch schlimmer:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 06:45
Gast schrieb:

Der Image-Verlust, den Hasselblad durch die prostituierten SONY-Kameras eingefahren hat, dürfte kaum mehr gutzumachen sein. "Nimm eine Sony NEX-7, mache einen wulstigen Holzgriff dran und Plastikdiamanten auf die Buttons und verkaufe das Ganze dann zum 6-fachen Preis."

Während bei Sony die NEX-Serie schon weiter geführt wurde in eine AlphaX000-Serie, verharrt Hasselblad noch in der Vergangenheit; kann auch nicht so schnell wechseln, was schon allein daran liegt, dass die südhaft teuren Hasselblad Sonys sich nicht einfach und vor allem schnell verkaufen lassen.

Noch unverständlicher ist, dass sich Sony von den DSLRs mehr und mehr verabschiedet. Die Vollformat dümpelt in den Regalen von Sony und deren Händlern dahin, keiner will sie haben. Ausserdem ist das Modell in die Jahre gekommen. Will sagen, die Modellpflege lässt zu wünschen übrig. Und da geht Hasselblad hin und will das Teil zum zigfachen Preis als Hasselblad losv schlagen. Ja hält man denn inzwischen alle Kunden für doof.

Was auch nervt, sind Homepages, die auf der ersten Seite in deutscher Sprache anfangen, dann aber sehr schnell auf die englische Sprache umsteigen. Auf manchen Seiten gibt es dann einen Mischmasch aus Deutsch-Englisch und umgekehrt. Wenn der deutsche Vertrieb so hochwertigen Kameras es nicht für nötig hält, Infos in Landessprache überkommen zu lassen, zeigt das eins, er hat kein Interesse an seinen Kunden. Ebenso wie ein Verkäufer, der ständig während eines Verkaufsgesprächs zum Handy greift, absolut kein Interesse an diesem Verkaufsgespräch hat.

Die Sonys wurden ja nur in das Hasselblad-Programm integriert, weil Mittelformat nicht läuft. Da war man dann so geschickt, dass jetzt offensichtlich nichts mehr läuft.

Und dass der Service bei Hasselblad zu wünschen übrig lässt, war ja schon in der analogen Welt so, wo man mindestens drei Hasselblads brauchte, eine zum Fotografieren und die anderen beim Service. (Drei Kreuze, dass wir in der analogen Welt viel Geld mit Fotografie und ausschliesslich mit Mamiya Mittelformatkameras RB, RZ, C330S, verdienten.) Merke: Auch zu Hasselblad gibt es Alternativen!

Habe gerade mal bei Idealo vorbei geschaut:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 06:52
Gast schrieb:

Der Image-Verlust, den Hasselblad durch die prostituierten SONY-Kameras eingefahren hat, dürfte kaum mehr gutzumachen sein. "Nimm eine Sony NEX-7, mache einen wulstigen Holzgriff dran und Plastikdiamanten auf die Buttons und verkaufe das Ganze dann zum 6-fachen Preis."

Calumet offeriert die Hasselblad HV mit 2,8/24-70 mm für satte 10.115,00 €. Beim Teutates, da spinnen nicht nur die Römer. Für eine Sony, die es im letzten weihnachtsgeschäft zum Super-Sonderpreis unter 2.000 Euronen gab, teilweise mit Objektiv. Und als 'Hasselblad' ein Preis, den ich selbst nicht zahlen würde, wäre die Badewanne voller Geld. Na ja, jetzt sind sie ja zum Sterben in die Kälte gezogen.

Man muss mal gesehen haben, wie die deutsche

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 07:39
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Der Image-Verlust, den Hasselblad durch die prostituierten SONY-Kameras eingefahren hat, dürfte kaum mehr gutzumachen sein. "Nimm eine Sony NEX-7, mache einen wulstigen Holzgriff dran und Plastikdiamanten auf die Buttons und verkaufe das Ganze dann zum 6-fachen Preis."

Calumet offeriert die Hasselblad HV mit 2,8/24-70 mm für satte 10.115,00 €. Beim Teutates, da spinnen nicht nur die Römer. Für eine Sony, die es im letzten weihnachtsgeschäft zum Super-Sonderpreis unter 2.000 Euronen gab, teilweise mit Objektiv. Und als 'Hasselblad' ein Preis, den ich selbst nicht zahlen würde, wäre die Badewanne voller Geld. Na ja, jetzt sind sie ja zum Sterben in die Kälte gezogen.

Niederlassung residiert - besser haust. Da kommt keiner auf die Idee, dass hier Fotogeräte in Gold aufgewogen werden müssen. In einem Nest namens Ahrensburg in Schleswig-Holstein; in einem Gewerbegebiet, das werktäglich nur stündlich Anbindung durch einen Bus hat; wo das Internet so langsam ist, dass Schnecken als Sprinter gelten können; wo die Fluktuation der Mieter gigantisch und ebenso der Leerstand ist (weil die Nachbargemeinde gewerbliche Mieten so ab 3,50 €/qm für Neubauten nimmt); ganze Strassenzüge verrotten da. Und eben da haust Hasselblad.

Idealo? Warum nicht gleich die Bildzeitung?

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Freitag, 07. November 2014 - 17:55

Beide kommen aus dem gleichen Haus und sind genauso seriös.

Ist ja praktisch identisch

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. November 2014 - 18:22

das Publikum für die Luden-Hasselblad.

Es ist Wochenende, daran zu erkennen,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 07:12
Gast schrieb:

das Publikum für die Luden-Hasselblad.

die Prolls posten wieder.

Besser

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 08:59

doch, als wenn er schrübe, die Dinger schauen ziemlich schwul aus ... so verleiht er ihnen eine gewisse Restpotenz. 8-)

Versuchen Sie's mal mit kalten Umständen:

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 06:57
Shitop schrieb:

Beide kommen aus dem gleichen Haus und sind genauso seriös.

Auch wenn die Quelle wechselt, bleibt der Preis der selbe. So Postings gehören in der Tat unter Shitop abgelegt.

Sie wissen hoffentlich wie idealo-Preise generiert werden

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Samstag, 08. November 2014 - 18:04

Nicht jeder Händler wird in idealo berücksichtigt und damit sind die Preisangaben bei idealo nicht wirklich repräsentativ.

Es ist eigentlich egal

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 18:22
Shitop schrieb:

Nicht jeder Händler wird in idealo berücksichtigt und damit sind die Preisangaben bei idealo nicht wirklich repräsentativ.

Das Hasselblad-Unding ist aus jeder Perspektive zu teuer.

Mann, Shitop, Idealo wurde nur zur Bekanntgabe eines

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 19:41
Shitop schrieb:

Nicht jeder Händler wird in idealo berücksichtigt und damit sind die Preisangaben bei idealo nicht wirklich repräsentativ.

Preises kontaktiert. Ob dieser um 1.000 Euro hin- und herschwankt ist vollkommen wurscht: Eine Sony zur Hasselblad mutieren zu lassen, um diese für das fünffache verkaufen zu wollen, darum ging es. Keineswegs um die Entfachung eines Krieges zwischen Erbsen- und Linsenzähler.

Abgesehen davon

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Freitag, 07. November 2014 - 07:53

dass es heute schwierig ist, überzeugende Argumente für's Mittelformat zu finden - weil es inzwischen kaum noch richtiges Mittelformat ist, und darüber hinaus überproportional teuer daher kommt - war ich immer der Meinung, dass eine Hasselblad nicht allein irgendeine Mittelformat war, sondern dass sie vor allem ein geniales Kamerakonzept repräsentierte, das ihr Kultstatus eintrug, allein vergleichbar mit der M von Leica.

Dieses Konzept mit der Digitalisierung über Bord geworfen, dazu über weite Strecken das Format geschrumpft zu haben, das hat nicht nur das Mittelformat misskreditiert, sondern auch massiv den Hasselblad-"Mythos" beschädigt. Selbst wenn sich, wie manche argumentieren, quadratische Sensoren nicht "rechnen" mögen, so war es dennoch ein Fehler, nicht trotzdem auf einen Kamerawürfel zu setzen - und sei es nur, um den Gebrauch der Kamera über Drehrückteile ergonomisch einfach zu gestalten. Und sehr wohl auch die Option auf einen 6x6-Format-Sensor zu wahren. Für eine Generation von Geschäftemachern, die über kleinkarriertes Rationalisierungsdenken hinaus, auch noch mit der Emotionalität eines konsumgesättigten Publikums zu rechnen vermögen.

Nicht quatschen, sondern machen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 10:50

Das ist deine Chance, als Startup den Markt von hinten aufzurollen. Du baust einfach deine Kamera mit Quadratsensor und der Markterfolgt sagt uns, ob die Kunden sie wirklich wollten.

Ich roll gar nichts auf

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Samstag, 08. November 2014 - 13:05
Gast schrieb:

Das ist deine Chance, als Startup den Markt von hinten aufzurollen. Du baust einfach deine Kamera mit Quadratsensor und der Markterfolgt sagt uns, ob die Kunden sie wirklich wollten.

Ich fotografiere. Und vom Konsumrausch hab ich mich auch schon lang ausgeschlafen. Also kriegt meinen Zuschlag jener Hersteller, der seine (!) Hausaufgaben macht - Kameras nach Kundeninteresse zu entwerfen und zu bauen. Und wenn nicht, sollen sie's halt bleiben lassen. Ein Gedenkstein mehr oder weniger - who cares.

chris h schrieb: Und wenn

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Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 16:16
chris h schrieb:

Und wenn nicht, sollen sie's halt bleiben lassen.

Genau das tun sie.

Genau so

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chris h
(Inventar)
am Sonntag, 09. November 2014 - 07:09

abgesandelt schaut der Fotomarkt denn auch aus: Ohne überzeugende Kaufanreize, eine Dauereinladung zum Sparen. Seit Jahren ersetze ich nur noch das, was durch übermäßigen Gebrauch entweder in die Jahre gekommen ist, oder evolutionäre Verbesserung erfährt.

Mittelformat scheiterte bis zum Erscheinen der Pentax 645 vorrangig am Preis, die Pentax selbst an ihren wenig überzeugenden Proportionen (Maße wie Sensor), Überladenheit bei der Bedienung und am fehlenden modularen Konzept, das analogem MF so eindrucksvoll zu Eigen war.

Zu diesen Zeiten gab's bei mir übrigens noch eine feine Bronica-SQ-Ausrüstung - zu einem Neupreis, inkl. 3er Objektive und Kleinzeugs, um die umgerechnet 3000 Euro herum (damals etwa so viel, wie eine Hasselblad mit einem Objektiv allein). Nur damit der Leie auch einmal sehen kann, woran digitales MF hauptsächlich krankt. Und wie besch...eiden dumm Aufforderungen zum Selbstbau von Kameras bei mir ankommen.

Genau das ist der saublöde Vorschlag, dem die

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Gast
am Samstag, 08. November 2014 - 15:05
Gast schrieb:

Das ist deine Chance, als Startup den Markt von hinten aufzurollen. Du baust einfach deine Kamera mit Quadratsensor und der Markterfolgt sagt uns, ob die Kunden sie wirklich wollten.

Fotoindustrie unisono nachgeht.

Ich kaufe das Produkt, das meinen Vorstellungen in Qualität und Preiswürdigkeit am nächsten kommt.

Und bevor (!!!) ich etwas produziere, mache ich mich kundig, was die Kunden wollen. Ich produziere doch nicht etwas, von dem ich annehme, dass die Kunden das wollen - damit fällt die Industrie ja tagtäglich auf die Nase.

Dann kalkuliere ich das Ganze: Ist das dann vertretbar, produziere ich, oder lasse es sein.

Zusätzlich würde ich bei allen Profifotografen (oder über photoscala etc.) nachfragen, ob ein Kauf möglich ist:
Also gibt es demnächst eine digitale Mittelformat mit quadratischem 6x6 Sensor und Drehrückteil, die in der Lage ist, in den Formaten 24x36, 4,5x6 und 6x6 zu fotografieren, im Hochformat einfach durch Drehung des Rückteils.

Bei 100 Bestellungungen wird die Kamera dann 5.999,00 Euro zuzüglich MWST kosten (alle Zahlen aus dem hohlen Bauch). Und da gebe ich Rabatt sofort auf alle Vorausbestellungen, die eintreffen und eine entsprechende Anzahlung leisten.

Je nach Reaktion und Marktforschungsergebnissen produziere ich das Teil auch, wenn ich selbst vollkommen dahinter stehe und dafür Sorge trage, dass die Wünsche der Kunden erfüllt werden - auch AFTER SALES (!!!) und das vor allem.

Gut, die Zeiten haben sich geändert: Nur den produzierten Müll dürft Ihr von der Fotoindustrie gerne behalten oder Cashback-Aktionen für den Edelschrott ins Leben rufen. Das Allerschönste an der freien Marktwirtschaft ist doch immer wieder, dass ich die Ware nicht kaufen muss!

Oder mit den Worten B. Shaws gesagt, der einem Verleger mitteilte, dass dieser nur ein geringes Honorar zahlen könne, weil der Verlag noch jung sei: "ICH KANN WARTEN, BIS SIE ALT GEWORDEN SIND!"

Wunderbare Idee

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Gast
am Montag, 10. November 2014 - 08:32
Gast schrieb:

Und bevor (!!!) ich etwas produziere, mache ich mich kundig, was die Kunden wollen.

So macht es die Industrie, weil sie verkaufen und verdienen wollen.

Gast schrieb:

Zusätzlich würde ich bei allen Profifotografen (oder über photoscala etc.) nachfragen

Bei photoscala? Wunderbare Idee.

Heraus kommen wird die individuelle Idealkamera (von jedem Kommentator eine andere) mit den persönlichen Wunschfeatures, die natürlich weniger kosten darf als eine Standardkamera. Maximalforderungen zum Minimalpreis, bei garantierter Stückzahl 1. Die Industrie wird jubeln über solch wertvolle Marketingerkenntnisse, mit deren Hilfe es endlich wird es wieder aufwärts gehen wird.

Also

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chris h
(Inventar)
am Montag, 10. November 2014 - 13:05

ich bezweifle sehr, dass wir aktuelle Kameras intensiven Kundenbefragungen verdanken (Verbesserungsvorschläge hingegen finden schon mal Gehör, dort wo sie von Profis einfließen, also dort, wo vorrangig Profis zu den Kunden zählen), sondern ich meine, dass weitgehend die Wunschlisten und Phantasien von, hauptsächlich dem Programmieren und Kostendenken verpflichteten, Konstrukteuren abgearbeitet werden.

Eine langfristige Perspektive (auch!) für die Fotoindustrie sehe ich letztlich nur in drastisch veränderten Produktionsbedingungen, wo sich nicht mehr die Industrie selbstherrlich über prosumtive Kunden erhebt, sondern wo die Prinzipien von Handwerk und Industrie in einer, nennen wir's, individualisierten Großfertigung tatsächliche Kundenbedürfnisse zu befriedigen vermag.

Klingt noch ein wenig utopisch, aber angedacht ist es schon längst. Und auch die Werkzeuge dafür stünden schon bereit. Allein der wirtschaftliche Druck erscheint noch nicht ausreichend groß, solch "unerhörten" Gedanken zum Durchbruch zu verhelfen.

Deine Vorstellungen, wie die

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Gast
am Montag, 10. November 2014 - 13:23

Deine Vorstellungen, wie die Industrie jetzt arbeitet, haben rein gar nichts mit der Realität zu tun. Die Hersteller versuchen schon sehr genau, bei der Produktdefinition auf die Kunden zu hören. Also auf die, die tatsächlich relevanten Umsatz zu generieren vermögen. Einzelmeinungen sind dabei aber unwichtig, es geht um mehrheitsfähige Wünsche/Features.

If you ask monkeys

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Gast
am Montag, 10. November 2014 - 17:11

they want peanuts ... always.

Was ist so offensichtlich verloren gegangen, gegenüber früher, wo die Hersteller einfach gute Kameras gebaut haben? Na ja, bei den richtigen Kameraherstellern eh nicht so viel, außer ein bissl Anbiederung an den Zeitgeist. Bei den anderen ganz offensichtlich das Verständnis dafür, was eine Kamera braucht, und was nicht. Dafür hat das Wissen darüber zugenommen, wie man Unbedarfte wie die Martinigänse ausnimmt. 8-)

Wenn's danach ginge

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chris h
(Inventar)
am Montag, 10. November 2014 - 17:42

müßten die Hersteller nur noch Box-Kameras bauen - was sie ja mit den Handys gewisser Maßen auch tun. Und weil ich das weiß, ist es mir inzwischen auch egal, was sie (nicht) tun. Wenigstens so lange, wie die Erbsenzähler und Besitzstandwahrer noch brauchen, ihr ohnehin bröckelndes Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Wenn dann vielleicht nachhaltigeres, nicht allein am schnellen Geld orientiertes Wirtschaften angesagt sein sollte, dann reden wir weiter.

"Mehrheitsfähig" waren übrigens noch vor einem Jahr Kameras rund um die 1000 Euro. Inzwischen verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass schon 500 Euro die Schmerzgrenze beim Kamerakonsum bilden. Objektiven im höheren dreistelligen Bereich schlägt vielerorts schon deutliche Reserviertheit entgegen. Nur so als kleine Nachdenkhilfe, warum Mehrheiten nicht unbedingt das Überleben sichern. Und wohin es führt, wenn man in der Wirtschaft eine beinharte Verdummungsstrategie fährt.

Genau

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Gast
am Dienstag, 11. November 2014 - 09:16
chris h schrieb:

Wenigstens so lange, wie die Erbsenzähler und Besitzstandwahrer noch brauchen, ihr ohnehin bröckelndes Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. (...) Und wohin es führt, wenn man in der Wirtschaft eine beinharte Verdummungsstrategie fährt.

Genau so wird es sein. Alle doof außer ChrisH.

Nicht doof

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chris h
(Inventar)
am Dienstag, 11. November 2014 - 14:13

Aber systematisch für doof verkauft. Aber auch nicht alle, außer mir, sondern viele, außer mir - und noch mehr anderen, die diesem unreflektierten Konsumdenken entsagt haben.

Kennen Sie das Gleichnis von den Seerosen? - Ein See braucht ein Jahr lang, bis er zur Hälfte mit Seerosen zugewachsen ist, wobei sich die zugewachsene Fläche täglich verdoppelt hat. Wie lang dauert es noch, bis der See ganz zugewachsen ist? - Mit dem Kameramarkt unmitttelbar hat das zwar nichts zu tun, sehr wohl aber damit, wie schnell ein System kippen kann, wenn man seine Dynamik missachtet.

Sie meinen aber nicht jene Hersteller

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Gast
am Montag, 10. November 2014 - 21:24

die nur noch beim Großkapital am Strich gehen? Weil abgesehen von den Edelnutten schreiben nur noch Canon und Nikon Gewinne. Der Rest röchelt mehrheitlich an seinen Umsatzträgern.

Dass Canon und Nikon Gewinne schreiben, hat wenig

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Shitop
(Inventar)
am Mittwoch, 12. November 2014 - 22:27

mit der Fotografie zu tun. Zum Glück hat vor Allem Canon als Büromaschinenhersteller ein mächtiges zweites Bein und ist nicht von deer Fototechnik abhängig.

Und trotzdem

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Gast
am Mittwoch, 12. November 2014 - 23:26

setzen die ihre Investitionen in die Fototechnik nicht in den Sand. Noch nicht mal Masse statt Klasse kann man denen ernsthaft nachsagen. Masse und Klasse, so stimmts.

Was Ihren Bauch betrifft

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Shitop
(Inventar)
am Montag, 10. November 2014 - 12:13

haben Sie sich mit dem Ansatz

"Bei 100 Bestellungungen wird die Kamera dann 5.999,00 Euro zuzüglich MWST kosten"

im Preis ziemlich verhoben. Zu dem Preis könnten Sie eine Analogkamera bekommen, aber keine digitale. Und Rabatt auf Vorbestellungen können Sie ebenfalls knicken. Vorkasse wird für solche Kameras ebenso üblich werden, wie das Erreichen einer Mindestauflage und 2 Jahre Lieferzeit.

Die meisten Agenturfotos entstehen heute mit einem Smartphone oder einem Tablet oder "Zweihandhandy".

Wohl nicht ernst gemeint?!

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Gast
am Montag, 10. November 2014 - 19:43

Die meisten Agenturfotos entstehen immer noch mit Canon- und Nikon-Vollformat - die Kollegen machen sich doch nicht lächerlich oder setzen ihren Job auf`s Spiel. Was Sie bei der Silberhochzeit von Tante Anna verwenden oder ihr Nachwuchs auf Halloween-Feiern ist eine andere Geschichte, dafür eigen sich diese Knipskisten durchaus!

Shitop schrieb:

haben Sie sich mit dem Ansatz

"Bei 100 Bestellungungen wird die Kamera dann 5.999,00 Euro zuzüglich MWST kosten"

im Preis ziemlich verhoben. Zu dem Preis könnten Sie eine Analogkamera bekommen, aber keine digitale. Und Rabatt auf Vorbestellungen können Sie ebenfalls knicken. Vorkasse wird für solche Kameras ebenso üblich werden, wie das Erreichen einer Mindestauflage und 2 Jahre Lieferzeit.

Die meisten Agenturfotos entstehen heute mit einem Smartphone oder einem Tablet oder "Zweihandhandy".

Fragen Sie doch mal bei großen Agenturen nach

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Shitop
(Inventar)
am Mittwoch, 12. November 2014 - 22:30

Sie werden sich die Augen reiben, mit welchem Equipment die Bilder aufgenommen wurden.

Ich hoffe

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Gast
am Mittwoch, 12. November 2014 - 23:23

Sie meinen nicht die Stock-Agenturen ...

Fern jeglicher Realität!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. November 2014 - 22:30

Amateurgelaber!

Shitop schrieb:

Sie werden sich die Augen reiben, mit welchem Equipment die Bilder aufgenommen wurden.

Shitop - Sie machen sich jetzt besser einen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. November 2014 - 09:07
Shitop schrieb:

haben Sie sich mit dem Ansatz

"Bei 100 Bestellungungen wird die Kamera dann 5.999,00 Euro zuzüglich MWST kosten"

im Preis ziemlich verhoben. Zu dem Preis könnten Sie eine Analogkamera bekommen, aber keine digitale. Und Rabatt auf Vorbestellungen können Sie ebenfalls knicken. Vorkasse wird für solche Kameras ebenso üblich werden, wie das Erreichen einer Mindestauflage und 2 Jahre Lieferzeit.

Die meisten Agenturfotos entstehen heute mit einem Smartphone oder einem Tablet oder "Zweihandhandy".

warmen Wickel aus Shit und legen ihn dann mal zwei drei Stunden op Ihren Kopf, in dem klackert offensichtlich ein viel zu kleines Hirn ständig gegen seine Behausung. Und dann noch schreiben: "...Die meisten Agenturfotos ..." entstünden mit dem Handy.

600T€ ?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 10. November 2014 - 13:27
Gast schrieb:

Bei 100 Bestellungungen wird die Kamera dann 5.999,00 Euro zuzüglich MWST kosten

Davon kann man 10 Konstrukteure (Anfänger frisch von der Uni) für ein Jahr bezahlen. Aber nur, wenn die Herstellung der Kamera nichts kostet und der Handel sie ohne Gewinn durchreicht. Verwaltung und Marketing darf ebenfalls nichts kosten. Alles in allem: super kalkuliert, ganz dicht am wahren Leben.