Nur Künstler und Kinder sehen das Leben wie es ist.

— Hugo von Hofmannsthal

Am 20.5.

  • 1870: * Arthur Korn (+ 1945); deutscher Physiker (Bildtelegrafie)
  • 1906: * Ellen Auerbach (+ 2004); deutsch-amerikanische Fotografin

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Hasselblad und Sony kooperieren

Grafik Hasselblads DSLR-KonzeptWährend Hasselblad im Mittelformat seit einigen Jahren mit Fujifilm kooperiert, will das schwedische Unternehmen bei der Ausweitung seines Produktspektrums in den Bereich der ambitionierten und vermögenden Amateure den Weg gemeinsam mit Sony gehen – der Kooperation könnte in 2013 u.a. auch eine digitale Spiegelreflexkamera (wohl mit Sonys SLT-Technik) entspringen:

Während die Kameras der früheren Hasselblad-V-Serie unbestritten den Nimbus des professionellen Handwerkszeugs besaßen, wurden sie in der Mehrzahl doch von ambitionierten Amateuren gekauft. Mit der digitalen H-Serie verschob sich der Kundenkreis allerdings hauptsächlich zu den professionellen Anwendern. Von diesem Segment alleine kann aber heute kaum noch ein Hersteller leben.

Die Wende in der alleinigen Ausrichtung auf den professionellen Sektor deutete sich nach der Übernahme von Hasselblad durch die Düsseldorfer Ventizz Capital Partners an. Der gleiche Investor ist seit einigen Jahren schon Eigentümer der Braunschweiger Zett Optics, die ehedem neben Diaprojektoren der Marken Zeiss Ikon, Zett und Leica auch den Hasselblad-Diaprojektor produziert hatten.
 

Grafik Hasselblad-DSLR-Konzept

Hasselblads DSLR-Konzept

 

Die jetzige Zuwendung zu Sony geht offensichtlich auf bestehende persönliche Kontakte und Ambitionen von Dr. Larry Hansen, Chairman und CEO von Hasselblad zurück. Er war früher für Carl Zeiss in Japan mit der Kooperation zwischen Carl Zeiss und Kyocera befasst. Er suchte damals beispielsweise mit der Contax 645 den Wettbewerb mit den Schweden und beabsichtigte mit der Contax G-Reihe die Etablierung einer aktuellen Version des alten Contax-Rivalen mit dem roten Punkt.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen Kyocera und Zeiss, der engeren Kooperation von Sony und Carl Zeiss, sowie dem Wechsel von Dr. Hansen zu Hasselblad, kam es zum intensiveren Ideenaustausch mit Sony. Im ersten Schritt greift die Kooperation auf die Sony Nex-7 zurück, deren Hasselblad-Version vor dem Hintergrund der 50-jährigen Weltraum-Geschichte von Hasselblad den Namen Lunar erhielt. An der Lunar sollen die Sony-Objektive mit E-Bajonett nutzbar sein. Hasselblad zeigt jedoch konsequenterweise eigene, mit der Marke Hasselblad versehene, Objektive vor, die offensichtlich über ein modifiziertes Gehäuse mit einem höheren Metall-Anteil verfügen.

In der Konsequenz der Zusammenarbeit mit Sony wird das Hasselblad Design Center in der Nähe von Venedig gegründet und die eigene Firma Hasselblad Japan.
 

Foto Hasselblad Lunar

Hasselblad Lunar

 

Für 2013 wird eine weitere Sortimentserweiterung angekündigt. So will man neben einer Kamera aus dem Bereich der DSLRs (digitale Spiegelreflexkamera), wir gehen von einer SLT aus, einer Kamera mit teildurchlässigem Spiegel, auch eine Kompaktkamera, Taschen, Stative und eine eigene Zubehörlinie anbieten.
 
 
Hier die gemeinsame Presseerklärung von Sony und Hasselblad:

Kopenhagen, 18. September 2012

Hasselblad und Sony gehen zur Erweiterung der Produktangebote eine Partnerschaft ein

Hasselblad und Sony leiten mit einer langfristigen Partnerschaft eine „neue Epoche“ ein; dadurch wird der Hersteller von High-End-Mittelformatkameras erstmals in der Lage sein, seine Produktpalette in neue Marktsegmente auszuweiten.

Das schwedische Unternehmen Hasselblad, Vorreiter und Entwickler des H Systems – des weltweit fortschrittlichsten digitalen Kamerasystems im Mittelformat, das von professionellen Spitzenfotografen in der ganzen Welt verwendet wird –, hat eine Zusammenarbeit mit der Sony Corporation beschlossen, um neue Märkte für Fotografiebegeisterte sowie Verbraucherprodukte im Bereich digitale Fotografie zu entwickeln. Hasselblad möchte unbedingt seine Produktpalette ausweiten und weiterentwickeln, um so eine neue Reihe modernster spiegelloser Kameras mit Wechselobjektiven (sog. Kompaktsystemkameras) einzuschließen, denen dann neue Produkte für die Bereiche DSLR und Kompaktkamera folgen werden.

Hasselblad und Sony haben außerdem Pläne für eine Zusammenarbeit der beiden Organisationen beschlossen, um gemeinsam technische und konzeptionelle Durchbrüche bei verschiedenen fotografietechnischen Herausforderungen zu erzielen.
Dr. Larry Hansen, Vorsitzender und CEO bei Hasselblad hierzu: „Nach Gesprächen mit Sony – dem Hauptakteur am Markt für ambitionierte Fotografen und Enthusiasten – freuen wir uns, den Beginn einer neuen Epoche für Hasselblad verkünden zu können. Durch hervorragende allerneueste Technologie von Sony sowie ein Umfeld bahnbrechender Innovationen wird uns diese Partnerschaft Zugang zu einem Bereich des Fotografiesektors verschaffen, um den wir uns noch nie zuvor bemüht haben. Der Besitz einer in Schweden hergestellten Hasselblad wird für viele Fotografiebegeisterte nicht länger nur ein Traum bleiben.“

Shigeki Ishizuka, Präsident der Sony Digital Imaging Business Group, fügte hinzu: „Dies ist eine sehr spannende Partnerschaft, da die loyalen Kunden von Hasselblad mit einer tiefen Verbundenheit zu dieser renommierten Marke im Bereich Fotografie nun auch die branchenführende Technologie von Sony kennenlernen. Wir glauben, dass wir unser Fachwissen in der Entwicklung und Herstellung im Bereich digitale Fotografie durch diese Partnerschaft weiter verbessern können und so in der Lage sein werden, unseren Kunden in den kommenden Jahren zunehmend attraktive Produkte anzubieten.“
 

(thoMas)
 

Sony

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 10:44

Wer in Zeiten wie diesen nicht mit Sony kooperiert, hat sowieso einen an der Waffel.

-O

Never change

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 10:54

a winning CEO ...

Die Artefakte

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 10:58

des Hasselblad-Würfels am zukünftigen Spiegelkasten, sind nicht nur eine schmerzliche Beleidigung des Auges, sondern müssen von Jedem, der mit Hasselblad noch Werte verbindet - und diese auch in zukünftigen Produkten gerne wiederbelebt gesehen hätte - als blanker Hohn empfunden werden.

UUUUAAAAAHHHHH!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 11:53

Ich hab echt Gänsehaut bekommen. Mich schauderts! Die Manager von irgendwelchen Investorengruppen halten uns womöglich für völlig unterbelichtet. Schade ist leider, dass wirklich gute Marken dabei drauf gehen! Diese Dinger wird Niemand kaufen! Niemand! Haben die kein Geld für anständige Designer und Produktentwickler? Was soll das? Was ist dort los?

Also mal im Ernst: Gegen eine Kooperation ist ja nix einzuwenden, aber warum entwickeln die nicht einen tollen Sensor und ein ernstzunehmendes Industriedesign, das einer Hasselblad entspricht und den Preis rechtfertigt?

Investoren

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 13:02

halten Normalsterbliche auf jeden Fall für unterbelichtet: Darum ficken sie ja auch die Welt tagein und tagaus ... 8-)

Das Ende der Fotografie!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 11:56

"...das Hasselblad Design Center in der Nähe von Venedig gegründet"

Es geht nicht mehr um die Qualität der Bilder, sondern um das Aussehen der Kamera. Danke Hasselblad für diesen Schwachsinn! Ihr habt es in 4 Jahrzehnten nicht fertiggebracht, störungsfreie Kameras zu bauen.

Wegen der Nähe....

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 15:30
Gast schrieb:

"...das Hasselblad Design Center in der Nähe von Venedig gegründet"

Es geht nicht mehr um die Qualität der Bilder, sondern um das Aussehen der Kamera. Danke Hasselblad für diesen Schwachsinn! Ihr habt es in 4 Jahrzehnten nicht fertiggebracht, störungsfreie Kameras zu bauen.

....zum Wasser (Laguna)!

Versuch wert

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 22:14

...aber mit Sony könnte es klappen, denn der Verschluss stammt glücklicherweise nicht von Compur!

Gast schrieb:

"...das Hasselblad Design Center in der Nähe von Venedig gegründet"

Es geht nicht mehr um die Qualität der Bilder, sondern um das Aussehen der Kamera. Danke Hasselblad für diesen Schwachsinn! Ihr habt es in 4 Jahrzehnten nicht fertiggebracht, störungsfreie Kameras zu bauen.

oh je

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 12:36

Hasselblad Lunar mit f3.5-5.6 Sony Objektiv, ohje!
In meinen Augen ist diese Kamera totaller Quatsch. Eine Vollformatige oder digitale XPan hätte Sinn gemacht, das ist echt Arsch auf Eimer :)

Hasselblad

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 12:51

Aber die Leute werden es kaufen, allein die Exklusivität ist vielen Verbrauchern Geld wert.
Und der Artikel hat schon recht, was sollen Qualitätsanbieter auf einem Massenmarkt tun?
Linhof ist ein gutes Beispiel, einst Weltmarktführer im professionellem Bereich, leider hielten die Kameras 50 Jahre und länger, also ist Linhof inzwischen Produzent von Sammlerkameras für den chinesischen Markt geworden...

Michael H.

Der Markt wird es richten

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 15:28

Ich denke auch, die Leute werden es kaufen. Die Fotografie und die Fotografen haben sich verändert. Das ist das Konzept der nahen Zukunft.
Die paar Leute, die wie ich noch die konventionellen DSLRs von Canon und Nikon bevorzugen werden mit der Zeit aussterben. Und mit ihnen Canon und Nikon, wenn sie nicht endlich eine agressivere Marktpolitik mit ihren DSLRs betreiben. Momentan werden gute Technologien zurückgefahren (siehe z.B. der Autofokus der Canon 6D mit nur EINEM Kreuzsensor), anstatt den Leuten was zu bieten und den Umstieg auf spiegellose Kameras zu erschweren !

Ja, ja,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. September 2012 - 22:01

der Markt hat ja schon so vieles hin gerichtet ...

Nachfrage

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 23:02

Darf ich vermuten, dass Sie eher sterben werden, als "die paar Leute", die noch die "konventionellen DSLR`s" von Canon oder Nikon bevorzugen. Und sonst in Ihrem Dorf alles in Ordnung? Erzählen Sie doch bei nächster Gelegenheit auch, wer Schützenkönig geworden ist.

Fortschritt

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. September 2012 - 08:28

Warum wollen Sie denTechnischen Fortschritt aufhalten?
Der Spiegel war mal notwendig, um den Strahlengang zu beobachten bei vorgeschalteten Filtern o.a.
Das braucht weder ein Monitor noch ein EVF.
Die Ur-Kamera hatte auch keinen Spiegel und einige Designs lehnen sich bewusst an diese Urform an.
Ich halte zwar auch lieber meine A900 in der Hand, aber moderner ist meine NEX 7 allemal.

Vertiefen Sie sich

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. September 2012 - 10:12

nochmals in den Gedanken, warum Sie lieber Ihre A900 in der Hand halten ... unsereiner geht's mit unseren Nikons und Canons genau so. Und dazu blicken wir da auch noch wesentlich lieber durch (sic!) ... 8-)

Das is so

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. September 2012 - 10:23

wie bei Mikroskopen oder Teleskopen: Heutzutage braucht da keiner mehr durchschauen, der damit arbeiten will - der Sensor an Stelle des Okulars macht das überflüssig. Schaut man dann mal mit bloßem Auge rein oder durch, dann begreift man die Bedeutung des Begriffs: Optisches Erlebnis! Und genau darauf will ich auch beim Fotografieren nicht verzichten. Weil alles andere eine Verarmung der Sinne bedeutet.

Sagen wirs kurz:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 13:25

ohne Produkte, die in einem größeren Kundensegment verankert werden können, wird das Überleben für Hasselblad schwierig. Das haben die Investoren schon richtig erkannt. Allein die Tatsache, dass Investoren die Sache aus dem Kanal ziehen müssen, spricht ja bereits Bände. Diese extreme Nische der Großsensoren dürfte sich über kurz oder lang überleben, schon allein deshalb, weil sie unter den Bedingungen der Elektronik eigentlich ein technisches Fossil darstellen, das als einziges echtes Argument die Kompatiblität zu analogen Optiken ins Feld führen kann. Mit den dafür nötigen Kosten kann man kein wirklich fundiertes Geschäftsmodell aufbauen.

Ob da allerdings ein Ital-Design hilfreich ist, größere Nutzergruppen aufzuschließen, bleibt abzuwarten. Da sieht man sich doch einer beinharten Traditionalistenliga gegenüber.

Eine schöne Sache wäre allerdings eine digitale Hasselblad wie die xpan, die jetzt eben nicht mit einem Panoramasensor, sondern mit einem FF-Sensor aufwartet. Ansonsten hat Fuji bereits im APS-C-Format mit EVF und Display vorgelegt. Mit der Blaupause für den größeren Sensor wäre das relativ klaglos transponierbar. Spätestens dann wäre auch ein echtes, neues Segment moderner, spiegelloser Systemkameras gelegt, die die Bedürfnisse vor allem anspruchsvoller Semiprofis erfüllen (die Profis als kleinste Nutzergruppe werden sich sicher nicht lange bitten lassen, wenn die Vorteile erst mal klar auf der Hand liegen) und damit ein deutlich größerer Kundenkreis erreichbar, ähnlich wie eben früher mit der Ur-Hasselblad. Da lassen sich dann evt. alte Optiken über einen 100%-funktionalen Adapter weiter nutzen.

Man kann eben nicht auf ewig mit immer den gleichen scheinbaren Erfolgsrezepten weiter machen. Ab und an muss auch ein Schnitt her.

Mit läppischen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 15:10

5000 Euros ist die Cam ja auch richtig positioniert für die große Kundenschar ...

Von der Lunar war da nicht die Rede,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 19:01

sondern von der als Zeichnung gezeigten Kamera.

Aber davon ist eigentlich auch nicht die Rede, sondern von einer Hasselblad XPan, dann aber mit Normalformat.
http://www.luminous-landscape.com/reviews/cameras/haselbla.shtml

Eine solche Kamera wird immer sehr viel teuerer sein, als eine "normale" Kamera, was aber immer noch einen Riesenunterschied zu den Mondpreisen für Digibacks ausmacht. Auch die "Vorgängerin", die C500, war gegenüber den normalen SLRs um einiges teuerer, wurde aber trotzdem in der Mehrzahl von ambitionierten Amateuren und im dem Gefolge von nicht wenigen professionellen Fotografen gekauft. Da kommen eben Mengen zusammen, die man nur mit "Profimarkt" niemals zusammen bekommt.

Gemeinsam profitiert haben beide Segmente und das ist der Witz an der Sache.

Was glauben Sie denn

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. September 2012 - 10:17

soll die als Zeichnung gezeigte Kamera denn so kosten !? - Ich interpoliere da einfach mal ... 8-)

Die auf dem Bild gezeigte Kamera

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. September 2012 - 13:28

ist eine A99 mit SLT-Technik.
Das bedeutet, dass die Technik unter der Haube weitgehend mit der A99 identisch, bzw. evtl. mit dem 36 Mpx Sensor als Mehrwert ausgerüstet ist. Damit ist eine ähnliche Schiene wie Panasonic/Leica wahrscheinlich. Die Kosten für das exaltierte Gehäuse kostet sicher einiges mehr. Usw.

Naja, da kommt schon was zusammen, wenn man die Preisdifferenz von der Luna zur Nex 7 sich anschaut.

Aber ganz ehrlich: das sehe ich nicht als effektive Zukunft von Hasselblad, für SONY eine Luxusschiene aufzumachen. Auf Dauer hilt da eher, eine weitgehend an Nutzwert und Qualität mit besonderen Features verbundene Kamera zu bauen, die über das übliche DSLR-Gewimmel hinaus geht, aber sich noch im einem Rahmen bewegt, dass sie für kleinere Ateliers, Werbeagenturen und vor allem semiprofessionelle Anwender noch verhältnismäßig stressfrei finanzierbar ist. Also im Prinzip das, wofür früher das Mittelformat mit der C500 oder eine Mamiya 645 beispielsweise gestanden haben. Davon ist die Branche heute meilenweit entfernt und damit abgeschnitten von einem nachhaltigen Erfolg.

Nachhaltigkeit

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. September 2012 - 21:27

ist ein Konzept, das der Industrie generell fehlt.

Ins Schwarze getroffen!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 16:24

Das haben Sie wirklich schön gesagt. Sie sollten Hasselblad beraten, denn sie sprechen vielen Fotografen aus der Seele. Ich hätte eigentlich genau das, was sie beschreiben erwartet. Es könnte hierbei auch eine neue Sensorklasse entstehen. Zum Beispiel im Format der LEICA S, aber im Gehäuse, ähnlich einer X-PAN. Als spiegellose Sucherkamera, möglichst handlich. Naja, das Problem sind die Investoren, die irgendwelche Kumpels auftreiben, die mal was von Industriedesign gehört haben. Man sieht aber an den Kritiken der Mondkamera, dass die Nutzer sehr wohl auf Gestaltung reagieren.

Nein

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. September 2012 - 21:38

bitte nicht noch eine Sensorklasse - nen klasse Kleinbildsensor, und gut iss.

Hat sich noch nicht

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. September 2012 - 11:07
Gast schrieb:

bitte nicht noch eine Sensorklasse - nen klasse Kleinbildsensor, und gut iss.

bis zu den Herstellern herumgebeamt, dass es auf Dauer auch ökonomischen Harakiri bedeutet, wenn man für ein halbes Dutzend unterschiedlicher Sensorformate die "Infrastruktur" bereitstellen muss: Ein halbes Dutzend Objektivlinien mag ja die Phantasien der Marketingler bei Sigma oder Zeiss beflügeln, bedeutet aber letztlich, dass es zwar viele verschiedene Objektive für viele unterschiedliche Systeme geben wird, der Systemgedanke als solcher dabei aber auf der Strecke bleibt. Was man ja inzwischen auch gut beobachten kann, wenn man die Fülle der angekündigten Objektive daraufhin abklopft: Jede Menge Doppelgleisigkeiten, Banalitäten, aber kaum etwas, wo man guten Gewissens (längerfristig) drauf aufbauen möchte.

Das ist eine alte Strategie

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. September 2012 - 14:01

der Hersteller, mit proprietären Schnittstellen bei Systemen die Kunden ausschließlich mit den eigenen Komponenten zu keilen.

Das war auch ein Wettlauf bei der Computerindustrie, mit dem eigenen "Standard" den Rest der Branche zu dominieren. Genauso geht das auch bei der Fotoindustrie. Und die Anwender machen klaglos diese "Markenstrategie" durch unhinterfragte Produktgläubigkeit mit.

Das geht los mit der Ausstattung der Kameras mit proprietärer Software, die unter der Haube mit Sicherheit letztendlich aus ein und der selben Quelle stammt, aber jeweils für den fraglichen Hersteller zugerichtet wird. Das Ganze erinnert einen ziemlich frapant an Symbian für die Handys und Smartphones von Nokia und ist inwischen genauso hinterkünftig. Besser wäre es, wenn die Fotografen die Hersteller zwingen, ein offenes System wie Android zu verwenden, mit offenen Schnittstellen und austauschbaren Komponenten auf der Basis einer professionellen Oberfläche. SONY und Samsung sind da auf einem guten Weg, soweit man das erkennen kann, Panasonic wird sicher folgen.

Inzwischen kann man eine deutliche Auskristallisation der Formate erkennen: 1" = Kompaktkameras mit hoher Performance, APS-C = kompakte spiegellose Kameras mit hoher Auflösung (hier wäre es besser, sich gleich auf Super 35 zu einigen, das schafft Synergieen mit der Filmbranche), FF = digitales Mittelformat, wobei es die Frage ist, ob ein etwas kleinerer Sensor im Format APS-F die besseren digitalen Eigenschaften hätte. Aber mit Sicht auf alte Kompatiblitäten und einer weit über APS-C liegenden Auflösung, wäre sicher ein Sensor etwas größer als FF eine Überlegung wert.

Egal wie man das sieht, wäre es jedenfalls auf die nächste Zukunft entscheidend, dass sich die Kameraindustrie bei den entscheidenden Formaten auf ein einheitliches Schnittstellenkonzept einigt, ähnlich dem FT-Konsortium, mit Offenlegung der wichtigsten Schnittstellenspezifikationen. Aufgrund der ausufernden Konverter lässt sich ohnehin fast an jede Kamera alles Mögliche dran flanschen, mit mehr oder minder guter elektronischer Anbindung. Das alte Argument für ausschließlicher Verwendung eigener Optiken fällt zusehends flach. Damit wäre es Zeit, auch mal über diese Problematik verschärft nachzudenken.