Bezeichne Dich nicht als „Kunst-Fotograf“ und fordere das Lachen von „Kunst-Malern“ und „Kunst-Bildhauern“ heraus. Nenne Dich Fotograf und warte, bis Künstler Dich Bruder nennen.

— Ralph Waldo Emerson

BENUTZERANMELDUNG

Focus on Imaging: ALPA zeigt 12 MAX

Foto der ALPA 12 MAX

Auf der Fotomesse „Focus of Imaging“ in Birmingham (24.-27.2.2008) zeigt ALPA den Prototypen der Fachkamera 12 MAX, die besonders große Verschiebewege hat:

So kurz nach den Messen CES und PMA (Las Vegas, USA) mit ihrem Neuheitenfeuerwerk stand kaum zu erwarten, dass auf der „Focus of Imaging“ in Birmingham, Großbritannien, Neues zu sehen sein würde. Die großen Hersteller zeigen denn auch tatsächlich nichts Neues auf dieser kleinen Fotomesse, die mit 32.000 Besuchern (Angabe des Veranstalters) mehr lokale den überregionale Bedeutung hat. Anders der so kleine wie feine schweizer Hersteller ALPA, dessen Prototyp der neuen ALPA 12 MAX dort zu sehen ist.

Foto des ALPA-Standes auf der Focus on Imaging

Foto der ALPA 12 MAX

Foto der ALPA 12 MAX

Foto der ALPA 12 MAX

(Mit Dank an ALPA für die Fotos)

Der Verkauf der ALPA 12 MAX soll im späten Frühling 2008 anlaufen; der Preis wird bei 6500 US-Dollar liegen. Mehr Impressionen und Informationen hier: ALPA @ Focus on imaging

Spezifikationen 12 MAX

Gewicht

ca. 1000 g (nur Gehäuse)
Abmessungen (HxBxT) 206x177x31 mm
Vertikalshift aufwärts 25 mm
Vertikalshift abwärts 18 mm
Horizontalshift links 18 mm
Horizontalshift rechts 18 mm
Shift mit fester Objektivposition möglich

(thoMas)

Wart nur,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Februar 2008 - 15:23

dich krieg ich!

Und die xyDz-Fraktion weiß größtenteils nicht mal, warum.

Ein brutal kleverer

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Februar 2008 - 18:03

Mensch, Konstrukteur, Marketer, bringt jetzt, angeflanscht an die ALPA 12 (nix max), ein Digiback heraus mit einem MX/FF-Sensor und entsprechenden Adaptern für Nikon/Canon-Optiken. Inkl. Steuerungsmodul für den Aufofokus und einem schönen Klappdisplay und einem EVF der Spitzenklasse am Sensormodul. Der VF sieht ja bezaubernd aus, ist aber in Zeiten von Bit und Bytes eher ein Schmarrn, sorry liebe ALPA-Leute.

Und das zu einem Drittel der Kosten für ein Digiback heute gültiger Kosten bittschön. Dann kriegt man ein multivariables, relativ leichtes und kleines System mit Maximalperformance zum vernünftigen Preis. Und ein in jede Richtung offenes, ausbaubares Sytem für viele Anwendungsbereiche, ohne dass man sich gleich den Wolf abschleppt. Hau wech die DSLR!

Steuerungsmodul für

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Februar 2008 - 19:47

Steuerungsmodul für Autofokus? Dafür muss man aber schon fast mehr als nur etwas clever sein. Und über gute Anwälte verfügen, so einfach lassen die Grossen ihre Bajonette und Schnittstellen nicht einfach kopieren.
Und zur Qualität von EVF's: Du hast wohl noch nie durch einen Alpa Sucher geschaut (oder eine einfache Hasselblad 500 Mattscheibe tuts auch). Traurig, was einem in Zeiten von Bits und Bytes da als Sucher zugemutet wird. Die analogen Sucher mögen ja alt sein, aber bis da irgendwas elektronisches rankommt, wirds noch sehr lange dauern.

Schöne Kamera.

Eingetragen von
ROG
(Stammgast)
am Montag, 25. Februar 2008 - 20:03

Eine Perle in der Flut von Pseudo-Neuheiten (siehe Sony), die doch nur immer wieder den gleichen Massenstandard mit irgendwelchen Gimmicks aufpeppen oder gleich dreist 13,6 Megapixel auf einen 1/1,7" CCD quetschen und das Ganze dann noch besonders Einsteigern empfehlen. Da ist das Fototool von Alpa doch ein Lichtblick. Leider auch ein teurer Lichtblick, denn bei den ca. 6000 € bleibt es nicht. Da kommen noch die Objektive dazu. Zwischen 2000 bis 5000 € (pro Optik versteht sich) plus dem Digi-back ab 10 000 € (in der Economy Ausführung) es können auch gerne 20 oder 30 000 € sein. Den Film-back wird sich ja wohl niemand antun wollen. Ach ja, der Sucher kostet auch noch extra. Von der Vorstellung dort Nikon oder Canon, meinetwegen auch Zeis bzw. Leica Optiken anzuschließen, sollte man sich besser schnell verabschieden, da ist die 1Ds Mark III oder der erwartete Nikon Nachfolger mit 24 Mp die allemal bessere, schnellere und preiswertere Lösung. Dafür ist die Alpa nicht gemacht, sondern für Aufnahmen mit Sensorshift um, je nach Back zwischen 60 und 120 Megapixel Auflösung zu generieren. KB Objektive sind dafür nicht geeignet.
ROG

Ich bin mir ziemlich sicher,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Februar 2008 - 07:38

dass das geht. Und 24 Mpx sind für das meiste locker ausreichend.
Ein Rolleiflansch hat das Ding auch. Also geht das auch für alle möglichen Optiken. Und der EVF? Naja, der fehlt noch, sicher. Aber für das Geld von dem Optiksucher lässt sich auch was Hochwertiges elektronisches bauen. ALPA wäre sicher gut beraten, da mal über einen größeren Markt nachzudenken, der sich da auftun könnte, anstatt der paar tausend Kameras, die die pro Jahr verkaufen.

Die WOLLEN und KÖNNEN Qualität bauen, die wollen nicht Masse.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Februar 2008 - 10:45
Gast schrieb:

ALPA wäre sicher gut beraten, da mal über einen größeren Markt nachzudenken, der sich da auftun könnte, anstatt der paar tausend Kameras, die die pro Jahr verkaufen.

Um so zu enden wie Leica, die ihre Namensklebeschildchen aus Restbeständen großer Jahre heute auf japanische Sucherbilligkameras zu kleben?

Nee, nee, laß Alpa mal schön so viele Kameras bauen, wie sie können, und der Rest der Kunden muß eben warten. Ihr Erfolg gibt ihnen schließlich uneingeschränkt Recht. Sie tun das, was sie am besten können. Da liegt die nächste, noch präzisere Drehmaschine bestimmt näher, als eine Fernbedienung via Spielekonsole.

Paar tausend?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 27. Februar 2008 - 16:05

Paar hundert – vielleicht aber nur!

ROG schrieb: Eine Perle in

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Februar 2008 - 09:53
ROG schrieb:

Eine Perle in der Flut von Pseudo-Neuheiten . . . KB Objektive sind dafür nicht geeignet.
ROG

ja leider :-/

Im Gunde wäre das die Kamera meiner Wahl wenn da nicht ein zwei Dinge entgegen stehen würden.

1.) Ich habe schon eine 13 x 18 cm Grossfromat Ausrüstung und einen exquisiten Scanner => 120 super scharfe MPixel sind da eher die Utnergrenze ;-)

2.) Wenn ich wieder in Equipment investiere dann bitte etwas ultra-portables zum Mitnehmen (was meine 20 kg+ Ausrüstung leider nicht zulässt)

Die Alpa steht auf meinem Photo-Wunschzettel neben der Horseman gleichen Prinzips hinter einer potenziellen Nikon mit 24 MPixel - warum? - Gaaanz einfach - mit dem neuen Shift Objektiv und einer hoffentlich ausgereiften 24 MPixel Nikon habe ich ähnliches wie eine Alpa nur eben für einen Bruchteil der Kosten und transportabel.

Zusätzlich nutze ich meine Fachkamera weiter und die 30 bis 50 Bilder im Jahr die diese Qualität brauchen schlagen zum Glück trotz hoher Filmkosten kaum zu Buche im Vergleich zu einer Alpa - Schneider-Kreuznach hat hervorragende Linsen für Grossformat gebaut und da gab es echtes Weitwinkel - mein Super-Angulon XL 5,6 72 ist vom Bildwinkel im Digitalbereich unerreicht - leider!!

Gruss jo-1

Genau das ist das Thema:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Februar 2008 - 15:05

"hoffentlich ausgereiften 24 MPixel Nikon habe ich ähnliches wie eine Alpa nur eben für einen Bruchteil der Kosten und transportabel"

Was habe ich von einer Kamera, die ich nur mit Gewalt über die Bühne bekomme und nie dabei ist, weil die einfach zu heftig aufträgt.

Eine ALPA ist, vom Prinzip her, sogar eher deutlich leichter, als eine zukünftige Nikon mit 24 Mpx. Und schön handlich und kompakt. Damit wirbt ALPA ja auch. Auch mit einem 24 Mpx-Back, das ja ruhig alle Steuerelemente wie bei einer Nikon haben soll. Und das man, wenn was höher auflösenderes kommt, auch mal einfach austauscht.

Denn das ist ja das entscheidende an der Sache, dass so eine Kamera im Prinzip beliebig ausbaubar ist. Den "Body" gibts dann praktisch nicht mehr, sondern nur noch ein Brückenelement, an dem alles, vom Sucher, dem Back, dem Objektiv samt Multiflansch, den Griffen usw. alles auf sehr kompakte, variable Weise angedockt werden kann. Im Grunde ist das das Ideal-Modell für eine zukünftige Systemkamera. DSLR braucht dann keiner mehr.

Gast schrieb: . . . DSLR

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. Februar 2008 - 07:33
Gast schrieb:

. . . DSLR braucht dann keiner mehr.

na - da wäre ich mir nicht sooo sicher!

Ich photographiere seit Jahren mit SLRs und MF und Grossformat und jede dieser Ausprägungen hat seine Berechtigung. MF ist bei mir vor Jahren "aussortiert" worden wegen dem Gewicht und weil dieser Zwischenschritt zum Grossformat nicht die erhoffte Bildqualität brachte und eine herbe Einschränkung im Super-Weitwinkelbereich hatte - Weitwinkel heisst bei mir bei >100° Bildwinkel los (also 15 mm Kleinbild äquivalent) oder ein theoretisches 23 mm Objektiv im Mittelformat (das es leider nicht gibt)

Im Grossformat erfüllt diesen Wunsch das 72 XL von Schneider-Kreuznach in Bestform und ich habe eiens der letzten aus der Serienproduktion neuer ergattert!!

Bezogen auf Digitalphotographie bin ich mir nicht so sicher ob eine Alpa meine Wünsche erfüllen würde. Flexibilität und Freiheit der Gestaltung sehe ich eher bei einer Linhof M679 oder etwas ähnlichen - dort hab ich dann alle Verstellmöglichkeiten wie beim Grossformat - Wenn es nur um's Shiften und Scheimpflug geht sollte ein Shift-Objektiv für unterwegs genauso brauchbare Ergebnisse liefern können.

Als Grossfromat-Fan ist für mich die Einschränkung einer Alpa eher zu gross - da nehme ich dann lieber gleich ne optische Bank und auch das etwas höhere Gewicht in Kauf.

Ich erkenne wohl den Ansatz von Alpa - nicht aber den grossen Nutzen für mich in meiner Photographie. Wenn Stativ, dann gleich ne optische Bank mit ALLEN Verstellmöglichkeiten und ohne jegliche Einschränkung was Brennweite und Linsenauswahl anlangt. Rodenstock (sorry Linos) hat ein paar heftige Objektive vorgestellt und auch Schneider-Kreuznach machen super digitaltaugliche Linsen. Da möchte ich mich nicht durch Alpa einschränken lassen sondern hole mir das beste von den Herstellern direkt.

Die Alpa ist sicher ein gelungenes Kozept - leider dürfte der Markt hierfür sehr klein sein - echte Architektur-Fans werden meiner Meinung nach fast zwangsläufig zur optischen Bank greifen.

Gruss jo-1

Versteht sich!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. Februar 2008 - 18:40

Aber wer hat schon solche Anforderungen?

Dass in der Architektur oder im Macrobereich nur die optische Bank, als schlechterer Ersatz eine Laufbodenkamera was bringt, steht außer Frage. Aber danach ist dann auch schon Schluss.

Also, wenn man wie die Mehrzahl der Leute mit einer Standardknipse, egal ob 300 oder 3.000 EUR teuer unterwegs ist, dann ist das überhaupt keine Option. Bei einfacheren Anforderungen im Architekturbereich reicht auch ein Nikon-Shift. Wenn man was haben will, das über diese Anforderungen hinaus geht, dann ist die ALPA als Digitalknipse schon die beste Wahl. Was allerdings nicht optimal ist, ist immer die Zwitteranlage Film bis 6x9 einerseits und die digitale Anpassung an dieses Format zwangsweise andererseits.

Da wäre es für meine Begriffe für ALPA deutlich besser, einen Rahmen für ein kleineres Format wie MX oder FF zu bauen, mit Objektiven für diesen Schnittkegel. Dann beißt es allerdings vermutlich heftig aus - noch gibt es kein Digiback mit einem MX-FF-Sensor. Was für meine Begriffe allerdings nur noch eine Frage der Zeit, bis so ein Teil rüber kommt, weil am Ende doch die Kosten entscheiden. Bzw. wäre es ja vielleicht für ALPA nicht schlecht, sich einen Digiback-Partner zu suchen, der das Geschäft mit der Digitalisierung versteht und bereit ist, eine neue Klasse von Kameras einzuführen. Multivariabel, multiflexibel, voll sytemfähig, mit hohem Anspruch an das Bildergebnis.

Und - Vorteil - das Dingens ist vor allem deutlich kleiner und handlicher also so mancher DSLR-Kloben heutiger Bauart. Aber die werden ja eh vor allem für Leute gebaut, die sich mit sonnem Teil dicke machen wollen.