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Vom Leben der Anderen
Nathalie Mohadjers Fotografien erzählen von Freude und Schmerz, von höchster Ausgelassenheit und tiefster Verzweiflung:
2006 und 2010 hat Nathalie Mohadjer jeweils über mehrere Monate hinweg im Obdachlosenheim Weimar fotografiert, hat mit den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Zeit verbracht um zuzuhören, zu reden und schließlich zu fotografieren.
Dabei war sich Mohadjer immer ihrer Rolle als Besucherin bewusst; ihre Fotografien erzählen vom Leben der Anderen. Von Freude und Schmerz, höchster Ausgelassenheit und tiefster Verzweiflung. Die im Moment entstandenen, vorsichtig inszenierten Bilder sind von einer Poesie, die erst auf den zweiten Blick verstört.

Der Titel „Zwei Bier für Haiti“ bezieht sich auf die gleichnamige Spendenaktion der Bewohner des Obdachlosenheims für die Erdbebenopfer auf Haiti 2010.
Erstmals in Deutschland zeigt die Stadt Weimar unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters und in Kooperation mit dem Stadtmuseum sowie mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Silke Opitz nun diese Fotografien in der Kunsthalle am Goetheplatz.
Nathalie Mohadjer wurde an der Bauhaus-Universität Weimar ausgebildet und lebt heute in Paris. Für diese Arbeit wurde die Künstlerin 2011 mit dem Abilsag-Tüllmann-Preis für Fotografie ausgezeichnet.
Ausstellung:
Nathalie Mohadjer Zwei Bier für Haiti
17.12.2011 15.01.2012
Kunsthalle Harry Graf Kessler
Goetheplatz 9
99423 Weimar
Öffnungszeiten Di-So, 10-17 Uhr
Die auf besondere Weise „ortsspezifische“ Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm mit Filmen im lichthaus Kino sowie Veranstaltungen in der Kunsthalle begleitet.
Buch:
2012 erscheint im Kehrer-Verlag ein Buch, das sämtliche Fotografien der Werkgruppe „Zwei Bier für Haiti“ von Nathalie Mohadjer enthält.
Künstlerin:
Nathalie Mohadjer
(thoMas)
Zum Thema:
- Zwei Bier für Haiti - Nathalie Mohadjer; Weimar
- Ralf Meyer: Architektonische Nachhut. Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus; Stuttgart
- Ré Soupault – Wiederentdeckung einer Wegbereiterin der Avantgarde, Retrospektive; Mannheim
- Hans-Christian Schink - Fotografien 1980 bis 2010; Duisburg
- Ich möchte so sehen wie Du
- I want to see how you see - Julia Stoschek Collection; Hamburg
- Foto-Frisch. Neues von der Fotokunst. #12-11
- Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus
- Aufbruch zu Neuem: Die Avantgarde-Künstlerin Ré Soupault
- Roger Ballen. Fotografien 1969-2009; München
- Andreas Feininger: New York in the Forties; Berlin
- Wenn der Vorhang fällt: Fotografien von Margarita Broich





verstört
Um den Kommentar oben aufzugreifen: Mich verstören die Bilder schon beim ersten Blick.
Glückwunsch zur Arbeit und zum Preis! - Ich persönlich finde die Bilder jedoch gestellt und plakativ. Und irgendwie kommen mir die Menschen vor wie Clowns im Käfig - alles für die Sache des Goldenen Schnitts...
MfG
_________________________________
Wissen ist Macht.
[Francis Bacon, 1561 - 1626]
Ja? Findest Du?
Also unsere Katzen verhalten sich immer so unauffällig ... 8-)
Wie anders
sollte man auf solch gestörte Bilder sonst reagieren - als mit einer Preiswürdigung ... :-/
Mehr
gestört als verstörend ... aber als preiswürdig geadelt (was wieder mal nix Gutes über Preise aussagt).
...mich verstört hier
...mich verstört hier nichts. Das sind manierierte und auch handwerklich belanglose Bilder. Wie das in eine Ausstellung gelangen kann, ist mir schleierhaft. Nur ein Thema allein sollte dafür nicht reichen.
hpa
Richtig
mehr gestört als verstörend ...
Erbärmlich
Entrechtet. Entwürdigt. Abfotografiert. Ausgepreist ...
Gast schrieb: Entrechtet.
Entrechtet. Entwürdigt. Abfotografiert. Ausgepreist ...
Besser als Klischees gucken.
Das hier
SIND Klischees. Genauer: Das frivole Spiel damit.
Gast schrieb: SIND
SIND Klischees. Genauer: Das frivole Spiel damit.
Quark. Wenn etwas aussieht wie Spaß, ist es meist auch Spaß.
Witzig
...