Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird jene schockieren, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.

— Andreas Feininger

BENUTZERANMELDUNG

Im Leica Pro Format: S2

Foto der S2 von LeicaEin weiteres digitales Format will Leica mit der S2 lancieren, größer als Kleinbild und für Berufsfotografen gedacht: Sensorgröße 30x45 mm, gut 37 Megapixel. Die S2 kommt nicht allein, sondern samt einer Objektivpalette und - tatsächlich - einem von Leica entwickelten Autofokus. Lieferbar soll sie im Sommer 2009 sein, zu einem Preis wie andere Mittelformatsysteme auch:

Wir können also wohl von 30.000 Euro plus X ausgehen, und das X könnte ein großes sein.

Doch bevor wir Leica zur S2 zu Wort kommen lassen, noch ein Wort an die R10-Besitzer: Leica-Chef Andreas Kaufmann versprach bei der Vorstellung der S2: „Die R10 kommt.“ Er wisse zwar noch nicht wann, aber sie komme.

Presseinformation von Leica:

Neue Dimensionen für den Profi:
LEICA S2 - Neuartiges digitales Spiegelreflexkamerasystem

Die Leica Camera AG, Solms, stellt mit dem Leica S-System zur photokina in Köln (23. bis 28. September 2008) ein eigenständiges, digitales Leica Spiegelreflexkamerasystem im Profi-Segment vor. Das neue Systemkonzept ist „Made in Solms“ entwickelt worden. Bereits in der Planungsphase für das Kamerakonzept sind die speziellen Bedürfnisse professioneller Anwender berücksichtigt, die in zahlreichen Gesprächen mit namhaften Profifotografen ermittelt wurden. Das Erreichen einer hohen Produktivität durch perfekte Bildergebnisse direkt aus der Kamera gehörte hierbei zu den Entwicklungsschwerpunkten.
 

Foto des S-Systems von Leica

 
Das von Grund auf neuentwickelte Leica S-System besteht aus dem Kameramodell LEICA S2 und einem sorgfältig abgestimmten Sortiment an hochwertigen AF-Objektiven. Der neue, von Kodak entwickelte Leica Pro Sensor verfügt über eine Sensorgröße von 30x45 mm, die somit das tradierte 35 mm Leica Format übertrifft und mit 37,5 Mega Pixel in vielerlei Hinsicht die Vorzüge professioneller Systeme vereint. Das kompakte und handliche Gehäuse aus Metall ist kleiner als bei vergleichbaren Produkten anderer Hersteller und dank modernster Prozessortechnologie doppelt so schnell.

Foto der S2 von Leica

Der Leica Bildprozessor „MAESTRO“ wurde mit Fujitsu gemeinsam entwickelt und stellt eine Weltneuheit im digitalen Markt dar. Er ermöglicht höchste Bildqualität und ultraschnelle Übertragungszeit bei minimalem Energieverbrauch. Alle für die Bildqualität maßgeblich bestimmenden Komponenten - CCD Sensor, Firmware und Objektive - sind eigens aufeinander abgestimmt und erzielen dadurch das bestmögliche Ergebnis.

Das trotz dieser Sensorgröße äußerst kompakte Gehäuse ist vollständig gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Ein für diese Kameraklasse präzises und schnelles Autofokus-System erleichtert das Scharfstellen. Das helle und große Sucherbild vereinfacht die Bildgestaltung. Schnelle Bildfrequenzen sind ebenso möglich, wie hohe Empfindlichkeitseinstellungen für schwierige Lichtverhältnisse.

Neue, speziell auf die Anforderungen des Leica Pro Formats gerechnete Objektive bieten eine bisher unerreichte Abbildungsqualität und definieren sich damit als neue Referenzoptiken im gesamten Kameramarkt. Das Objektiv-System zur LEICA S2 passt sich damit optimal den Bedürfnissen anspruchsvoller professioneller Fotografen an. Die Optikrechnung bezieht alle Faktoren und Erfordernisse der digitalen Technologie ein. Damit wird eine Software basierte Korrektur von Bildfehlern überflüssig.

Foto der Rückseite der S2

Die gleichbleibend hohe Bildqualität erstreckt sich bis in die Bildecken, von der Naheinstellung bis Unendlich. Selbst bei offener Blende sind maximaler Kontrast, hohe Auflösung und detaillierte Farbwiedergabe gewährleistet. Mit dem Zentralverschluss in einigen der System-Objektive wird eine Blitzsynchronisation mit schnellsten Belichtungszeiten ermöglicht. Der schnelle und präzise Autofokus der Leica S-Objektive lässt sich jederzeit manuell beeinflussen. Wie das Gehäuse der Kamera sind auch die Objektive aus Metall gefertigt und mit einem wetterfesten Abdichtungssystem versehen. Dadurch sind die Objektive besonders robust und zudem vor Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Die LEICA S2 bietet eine besonders einfache Handhabung, die Wahl der Einstellfunktionen kann nahezu intuitiv erfolgen. Ergonomisch geformt, liegt das Gehäuse sowohl im Hoch- als auch Querformat immer gut in der Hand. Das helle, hochauflösende Display der Kamera ermöglicht eine perfekte Kontrolle der Aufnahme mit schneller Zoomansicht auch bei Tageslicht. Das Kamerakonzept integriert sich nahtlos in den professionellen digitalen Workflow.

Mit dem Hauptaktionär Dr. Andreas Kaufmann an der Spitze, bricht für die Leica Camera AG ein neues Zeitalter an. Nach tiefgreifenden und erfolgreichen Umstrukturierungen kann sich das Unternehmen nun auf die Investition in neue Produkte konzentrieren. Insbesondere im Bereich der digitalen Technologie hat Leica einen Quantensprung hinter sich, der es ermöglicht, die Vorteile der mittlerweile gereiften Digitaltechnologie mit den klassischen Leica Werten in Bezug auf Optik, Mechanik und einem optimalen Bildergebnis zu kombinieren. Ergebnis ist eine kompromisslose digitale Spitzentechnologie, die mit der LEICA S2 erstmals verstärkt im digitalen Profi-Segment angeboten wird. Die LEICA S2 weist als Technologie-Träger künftigen Leica Produkten den Weg und ist grundlegend für zukünftige Produktentwicklungen bei der Leica Camera AG.
 

(thoMas)
 

Rocker

Nananah

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 00:36

30.000 Euro zahlt man Sommer 2009 für ein 50/60+ MPx-System.

Zudem ist der Sensor kleiner und nicht 56x56mm sondern 30x45mm.

Da das 2.5/70 als Profi-Objektiv dank f2.8 oder besser durchgeht aber einen nicht vom Hocker haut wird das S2 Kit wohl bei 14.999-16.999 Euro liegen. Dafür gibt es dann aber reichlich Schnick-Schnack ala Leica, dh. Pro-Version von CaptureOne aber eben auf Leica gelabelt.

Der Pixelpitch der S2 ist übrigends identisch mit der einer Sony A900. Nur eben paßt auf einen FFT CCD mehr MPx drauf, weil der Füllgrad eines nackten FFT CCD bei über 80% liegt und der Sony CMOS nackt bei ca. 40% rauskommt. Dh. aktive Sensorfläche des Kodak FFT CCD in der Leica S2 ist doppelt so groß.

Das ist dann tatsächlich der "Durchbruch" in dem Bereich der kompakten D-SLRs was Bildqualität anbelangt, denn die S2 liegt zwischen EOS 5D und 1Ds Mk III was die Gehäusegröße anbelangt.

Das sind ja Erdbeben die speziell bei Canon aktuell herrschen. Erst micro Fourthirds von unten und jetzt Leica S incl. Leica R als Technologie-Geschwister von oben. Leica R soll die Technologie mit der Leica S teilen.
Es ist eben so wenn jemand da ist der Geld vorstreckt, dann entwickelt eine Firma wie Leitz zusammen mit Partnern wie Jenoptik und Kodak etwas woran die Japaner mal wieder solange zu knabbern haben bis bei Leica die nächste Schockwelle durch eine neue Generation entsteht.

Das besondere an der Leica S2 ist jedoch, das Sie kein Clone ist sondern eine neue D-SLR-Klasse definiert. Mehr Bildqualität und zwar weitaus mehr Bildqualität bei kleinerem Gehäuse als die 1Ds Mk III.

Gast schrieb: Das

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 07:22
Gast schrieb:

Das besondere an der Leica S2 ist jedoch, das Sie kein Clone ist sondern eine neue D-SLR-Klasse definiert. Mehr Bildqualität und zwar weitaus mehr Bildqualität bei kleinerem Gehäuse als die 1Ds Mk III.

Wie willst du das wissen? Von dieser Kamera sind noch nicht einmal alle Daten bekannt, geschweige denn, Bildergebnisse. Schwätzerei, mehr nicht!

tolle Kamera, interessantes System

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:51

aber Worte sind geduldig, und was dieses neue System in der Praxis zu leisten vermag muß und wird sich erst noch zeigen. Von den Paar wenigen Starfotografen die sich das komplete System aus der Portokasse leisten können und wollen kann Leitz sicher nicht leben. Der Rest der Berufsfotografen muß mit Geld sorgsam umgehen, da überlegt man schon ziemlich genau ob zu einer anderen Marke wechselt. Hauptzielgruppe sind wohl eher betuchte Freizeitfotografen die nebenher noch " LEICA " Sammler sind

Gast schrieb: aber Worte

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. Mai 2009 - 02:32
Gast schrieb:

aber Worte sind geduldig, und was dieses neue System in der Praxis zu leisten vermag muß und wird sich erst noch zeigen. Von den Paar wenigen Starfotografen die sich das komplete System aus der Portokasse leisten können und wollen kann Leitz sicher nicht leben. Der Rest der Berufsfotografen muß mit Geld sorgsam umgehen, da überlegt man schon ziemlich genau ob zu einer anderen Marke wechselt. Hauptzielgruppe sind wohl eher betuchte Freizeitfotografen die nebenher noch " LEICA " Sammler sind

Das ist unkorrekt. Hobbyfotografen, die um die 15000 Euro für einen Body zzgl. Optik ausgeben, sind sehr rar, würde Leica auf die setzen, wären sie von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
Und was die Berufsfotografen angeht: Die S2 wird nicht nur zu kaufen sein. Im Profilager ist es durchaus üblich, ganze Ausrüstungen projektbezogen zu leasen! Das ist nicht nur billiger sondern auch effizienter. Leica baut ein entsprechendes System auf. Für Sammler wird die S2 wohl eher nichts sein. Inzwischen gibt es so viele Informationen die gesichert sind, dass jeder, der sich nur ein bisschen mit der Materie auskennt, weiss, daß hier ein sehr gutes System heranwächst. Hätte man in Solms einfach eine R10 auf Basis der R9 entwickelt, wäre Leica mal wieder belächelt worden von wegen "die rennen dem Markt hinterher". Stattdessen macht man Nägel mit Köpfen, und zäumt korrekter weise das Pferd von vorne auf: Neues Top-Modell, neueLinie, neues Format, eine dem Mittelformat in der technischen Qualität des Body ebenbürtige und von der Leistung der Optiken wohl auch überlegene Kamera im Formfaktor einer Profi DSLR! Die S2 ist ja kleiner als das aktuelle Canon Flaggschiff (aber dafür wohl auch mehr als doppelt so teuer)! Und sie hat weniger als 10 Bedienknöpfe! Eine Wohltat wenn man mal die "Profikameras" der Konkurrenz anschaut. Mäusklavier wo man hinfaßt. Und die S2 ist nicht nur Spritzwassergeschützt, sondern WasserDICHT! Das bezieht sich übrigens nicht nur auf den Body, sondern auch auf die Optiken. Der Ansatz ist also von vorneherein auf Profis ausgelegt. Wer hier mal wieder nur unkt, Bedenken trägt und negativiert, setzt sich dem Vorwurf aus, unqualifiziert eine Qualitäts-Kameraschmiede (die letzte in D!) zu "bashen". Alle die hier im Forum geäußerten Gedanken dürften unter der neuen Leitung von Leica wohl durchdacht worden sein - man produziert so ein Projekt ja nicht ins Blaue! Problematisch kann allenfals die aktuelle Weltwirtschaftskrise sein, aber auch die geht vorüber und in einem Jahr sollte die Welt wieder besser ausssehen.

Wartet doch mal ab was kommt, und seien wir mal optimistisch. Ich werde mir eine S2 auch nicht leisten (können!) aber freuen tut es mich, da ich denke, dass vieles dieser Kamera auch auf folgende Modelle für uns Amateuere abfärben dürfte.

Kodak oder DALSA FFT CCD

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 19:10

geben bzw. nehmen sich nicht recht viel. Einfach mal Aufnahmen mit der Mamiya ZD (NUR 22MPx) angucken und sich dann mal überlegen was ein neuerer FFT CCD mit über 37MPx kann. Nämlich definitiv weniger Rauschen bei erweitertem ISO-Bereich und höhere Framerates.

Saubere 37MPx vs. mikrige 21MPx oder 24 MPx mit jede Menge matschiger Bildinformation ergibt auf den ersten Blick, neben der Tatsache, dass bereits ein stinknormaler CCD bessere Farben als ein CMOS-Sensor liefert, eben die höhere Bildqualität durch mehr saubere Bild- bzw. Bild-Details-Informationen.

Kleiner als eine EOS 1DS Mark III?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 08:42

Wohl kaum. Auf dem "Normalobjektiv" 2,5/70 steht E82, und von dem Filtergewinde ausgehend kann man abschätzen wie groß das Ding tatsächlich ist, ebenso sei darauf hingewiesen dass das LCD 3" Diagonale hat.

So mancher wird noch staunen was Leica unter einem kleinen Kameragehäuse versteht ...

Na, dann lies mal hier…

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:56

«The camera is really quite compact. If you are thinking about the all-in-one Mamiya ZD, think again. It is actually smaller than a Nikon D3 or a Canon 1 series, let alone the ZD or any medium format system to date. In fact, it is about the size of a D700, which is truly remarkable engineering when you consider that the S2 has a 30x45mm sensor, 56% larger than the D700.»

Das schreibt einer, der gestern an der Präsentation dabei war ( http://dfarkas.blogspot.com/2008/09/leica-vip-launch-event-for-s2.html ), und ich bekam dies über meinen Bekannten vor Ort ebenso bestätigt.

....nicht meine Welt!

Bild von kinabalu
Eingetragen von
kinabalu
(Liebhaber)
am Dienstag, 23. September 2008 - 03:32

Als ich 30.000 Euro sah, habe ich aufgehört den Artikel zu Ende zu lesen. Das ist leider nicht meine Welt.
Aber dennoch, viel Glück damit...

Gruß L.

nette Sache

Eingetragen von
FabianHaas
(Liebhaber)
am Dienstag, 23. September 2008 - 08:01

kein Blendenring aber nur ein Einstellrad... hmm... Gab es nicht mal ne S1 als Scannerkamera ... der rueckseitige Monitor sieht relativ klein aus (was bei grossem Gehaeuse taeuschen kann). Eher also nicht zur Bildbeurteilung.

Naja vielleicht klappts ja, was ich mich Frage ist, wie lange das System tatsaechlich auf dem Markt bleibt, und das wenn der Bedarf an MF DSLR so gross ist, dass Leica und vielleicht auch Nikon nachkommt die anderen wie CONTAX verschwunden sind... Aber man muss ja nicht alles verstehen...

Anscheinden hat Mamiya mit dem ZD in DSLR Form wohl ne gute Idee gehabt die kopiert wird...

Fabian Haas
http://www.fabianhaas.de, http://www.earwigs-online.de
Nairobi, Kenia

Es täuscht wirklich!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 10:40

Die S2 hat ein hochauflösendes 3" Display.

Für wen?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:13
FabianHaas schrieb:

kein Blendenring aber nur ein Einstellrad... hmm...

Ja, kennst Du denn noch nicht die neue S-Automaik an der M8.2?
Bei Leica wird jetzt alles einfach. Nicht praktisch, aber einfach.

Tolles Design

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 08:20

Nicht, dass ich jemals was mit einer solchen Kamera anfangen könnte, aber ich finde Leica hat vor allem auch mit dem Design echt ins Schwarze getroffen. Die ganzen anderen Profi-DSLRs von Canon, Sony oder Nikon sehen doch aus, als hätte eine Kindergartengruppe mit Knete gebastelt. Hut ab vor Leica! Endlich mal wieder vorne mit dabei. Bleibt zu hoffen, dass das neue Management auch im unteren Preissegment attraktive Produkte auf den Markt bringt und damit vor allem auch der Bekanntheit von Leica außerhalb des Profi-Segments wieder alten Glanz verschafft. Ich denke da z.B. an eine modern aber doch klassische gestaltete m4/3 Kamera, die auch für Amateur- und Hobby-Fotografen bezahlbar ist.

so long
Turner

Gehäusedesign

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 20:53

Also so ein schrecklich gestaltetes Gehäuse habe ich lange nicht mehr gesehen!!! Und das im High-End-Bereich!!! Das ist genau das, was man einen Getthoblaster nennt. Auf die Kamerawelt übertragen versteht sich. Völlig unausgegorene Linienführung. Mutet fast barock an und erinnert an eine Teekanne aus den 50er Jahren. Viel Spaß beim Teekochen, wenn sich da nichts ändert, dann lieber Hasselblad.

Längeres Rohr dran...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 22:02

...und die Hassi sieht aus wie ein Laubgebläse.

Das wirklich Interessante

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 08:20

Das wirklich Interessante an dem System wurde nicht gebührend erwähnt:
- 1. Die Zentralverschlüsse (das dürfte Canon, Nikon, aber auch Mamiya erheblich Sorgen bereiten)
- 2. Das Objektiv ganz rechts im Bild: ein Tilt-/Shift-Objektiv mit einer Brennweite gleich der kurzen Sensorabmessung, denn genau so soll es sein (das dürfte allen Konkurrenten Sorgen bereiten)
Mal schauen, ob da das Nikonsche MX-Gerücht mithalten kann.

(Und: wem die zwei Argumente hier nicht wichtig sind, gehört nicht zum Zielpublikum, gleiches gilt für den Preis)

…oh, doch, doch

Bild von PKD
Eingetragen von
PKD
(Hausfreund)
am Dienstag, 23. September 2008 - 11:12

…habe es wahrgenommen.

Das einzige was noch mich von den glasigen Augen bewahrt sind die zusätzlichen Kosten für den neuen Objektivpark, der dann anstehen würde. ( und der Tatsache dass ich für mein analoges „Zeugs“ nur noch einen Bruchteil der Neuanschaffungskosten wiederbekäme )

Sonst gefällt mit die „aufgeräumte“ Gehäuseoberfläche besonders gut, mit einer Ausnahme:

Sehe keinen Knopf wo man die Messung umschalten könnte ( z. B. auf Spot )

Muss Leitz meine Hochachtung aussprechen für diesen gelungenen Coup.

Gruß

PKD

na, geht so.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 11:20

Eine 250stel oder 300stel, wie sie heute Standard sind bei KB-Schlitzverschlußkameras sind schon nicht so schlecht. Außerhalb des Studios hilft dann Highspeedsynchronisation ein gutes Stück weiter. Viel interessanter wäre eine Studioblitzsteuerung, die sich komplett, wie ein Systemblitz, von der Kamera aus steuern ließe. So etwas wird aber nur für das eine oder andere weit vebreitete Kamerasystem entwickelt werden.

Ein 24er TS-E als Tilt/Shift mit Brennweite gleich kurzer Bildseite gibt es auch schon seit mehr als fünfzehn Jahren. Da fehlt die Faszination des Neuen also auch.

Eben!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:13
Gast schrieb:

Ein 24er TS-E als Tilt/Shift ...seit mehr als fünfzehn Jahren.

Eben sind's 15 Jahre, da liegt ja genau der Hase im Pfeffer!
Das TS-E war für Film vielleicht noch eingeschränkt brauchbar, aber für alle Kameras mit "Mark" hintendran sind sie schlicht nicht mehr zumutbar.
(Ich geh natürlich davon aus, dass die Solmser sich ein bisschen mehr Mühe geben - man wird's sehen.)

Pfeffer und Salz

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:06
Gast schrieb:

Das TS-E war für Film vielleicht noch eingeschränkt brauchbar, aber für alle Kameras mit "Mark" hintendran sind sie schlicht nicht mehr zumutbar.

Nicht, daß wir nicht alle uns noch etwas Besseres wünschten, als wir schon haben. Aber ich kenne mehrere Mark III, vor denen TS-E 24er gutes Geld verdienen.

Und weder die betreffenden Fotografen, noch die Kunden sind blöd oder blind.

Blind? Blöd?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 18:35

Naja, wie auch immer: Jedenfalls, seit meine Linse auf den Namen HR statt TS-E hört, komm' ich mir nicht mehr blöd und blind vor. Also muss entweder das Objektiv oder die Qualitätskontrolle mies sein.
Ok, von wegen dem "guten Geld" müsste dann mal nochmals über die Bücher, seufz...

Mutiger Schritt und eine beeindruckende Kamera,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 08:28

doch hoffentlich nicht zu mutig. 20 bis 30 k€ Anschaffungspreis werden nur wenige Amateuer stemmen können und die Frage ist, ob wirklich viele Profis auf dieses völlig neue System mit großem Investitionsrisiko umstellen werden.

Technisch traue ich Leica inzwischen einiges zu, da gibt es sicher nix zu deuteln. Vom DMR über M8 bis zur S2 hat die Firma für ein "Startup" in diesem Bereich eine beeindruckende Entwicklung demonstriert und binnen weniger Jahre doch erstaunlich viel Boden gutgemacht.

Der Markt hätte eine kompakte FF-R mit 4-5 neuen Autofokuslinsen und voller Unterstützung des alten Glases vermutlich besser honoriert. Eine FF-M8 sowieso ;-) Aber warten wirs ab. Kaufmann scheint zwar Visionär aber definitiv kein Spinner zu sein.

Die Zeit ist auf jeden Fall reif für eine Umwälzung am Fotomarkt...ich wünsch Leica damit viel Glück!

Rod

Zu Späht !! Leica R10 ist tot !!! Ruhe in Frieden "Leica" und "R

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 09:09

"...noch ein Wort an die R10-Besitzer: Leica-Chef Andreas Kaufmann versprach bei der Vorstellung der S2: „Die R10 kommt.“ Er wisse zwar noch nicht wann, aber sie komme."

Wennn der glaubt, die Leute warten noch Jahre, dann kann ichg nur sagen,
Ruhe in Frieden "Leica" und "R"

Leica S ? Nein Danke Leica...
es gibt bereits einige sehr gute MF-Systeme mit denen es sich ausgezeichnet arbeiten lässt!
Erhofft habe ich eine R10D !!!
Da die wohl erst in "10 Jahren" kommen wird, wenn überhaupt,
versenke ich jetzt meine R-Linsen.
Und dann Tschüs Leica !!! h.

???

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:27

Sie kennen nicht die offizielle Stellungsnahme von Leica!

Aussage von Leica ist, dass Leica R und Leica S gemeinsame Technologien besitzen werden.

Es ist logisch, dass man erstmal mit 37MPx und damit mit einer S2 für Aufmerksamkeit sorgt um die preiswertere R10 mit weniger als 37MPx zu stützen. Bei derselben Sensor-Technologie und KB-VF bei einer Digital R10 kann man 24MPx erwarten nur eben auf Niveau eines Mittelformat-Digitalbacks, weil eben der Sensor ein Kodak FFT CCD wie dieser auch in Digitalbacks Verwendung findet ist.
Davon ausgehend incl. der neueren Errungenschaften von Kodak wie niedrigeres Rauschen bei erweitertem ISO-Bereich und höherer Framerate kann man die Bildqualität ableiten.

Es sieht eher so aus, dass Nikon dank für Reportage perfekte 12MPx und damit einer D3 und D700 sich weiter behaupten kann aber Canon seine 20+MPx-Modelle "eindampfen" kann. Dasselbe gilt für Sony mit 24MPx und der A900.

Eindampfen?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:15

Ich würde sagen, Canon sind die Einzigen, die eine 21MPx-Kamera im Markt haben. Übrigens seit einem Jahr. Vapourware Nikon D3x und Sony Alpha900 sind noch nicht erhältlich.

Während wir mit der Canon also schon seit 2007 das Geld nicht nur für die Nachfolgekamera verdienen, warten die Rler und die Dler immer noch auf Godot, vielleicht in 2009. Vielleicht aber auch noch später, weil erst eine Rx.2 sinnvoll nutzbar wird.
Die R-Objektive werden von dem klebrigen Staub, den sie bis dahin angesetzt haben werden, kaum noch zu reinigen sein.
Zumal alle Liebe und Hege dem S-System als dem Ego-Spielzeug des Ego-Aktionärs zufließen wird. Wenn Leica schon die M produktseitig nicht richtig pflegt, dann können wir uns schon vorstellen, was sie mit dem Fremdkörper R "anfangen" werden.

Alpha 900

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 14:14
Gast schrieb:

Ich würde sagen, Canon sind die Einzigen, die eine 21MPx-Kamera im Markt haben. Übrigens seit einem Jahr. Vapourware Nikon D3x und Sony Alpha900 sind noch nicht erhältlich.

Das stimmt so nicht. Eine D3X hat Nikon noch nicht vorgestellt, aber die Sony Alpha 900 ist bereits im Handel. Und beim Kunden.

Mal ’ne Frage…

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:51

Du hast tatsächlich eine Leica? Deine aggressive Reaktion mit den vielen Fehlern – «Zu Späht !!» etc. – ist doch etwas daneben. Es gehört nunmal dazu, dass auch Erwartungen enttäuscht werden. Das ist aber kein Grund, durchzudrehen. Denn es ist ja nur eine Kamera – wenn auch eine Leica. :D

Mutiger Schritt!

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Dienstag, 23. September 2008 - 09:12

Nachdem, was durchgesickert ist, ist der AF nicht das Gelbe vom Ei, aber das macht nichts, als eine Sportkamera ist es nicht gedacht . Und die Gehäuse werden auch hier nicht von Dauer sein, dafür geht die Entwicklung noch zu schnell.

Ein sympatischer Beitrag zur digitalen Fotografie. Ähnlich wie bei Olympus geht endlich jemand mal konsequent ran (wenn auch auf einem ganz anderen Preis und Qualitätsniveau). Die Objektive sollten auch für 100 MPixel gut sein, und damit wird es auf Dauer wohl eng für Hasselblad und Co. (Was man so von Hassi-Fuji-Krempel hört, ganz zu schweigen von den anderen ...)

Ich bin sonst eher kritisch bei Leica (M8 und R-Digiback waren ja wohl eher ein schlechter Witz), aber das klingt sehr gut und auf die Zukunft gedacht.

OhWeh

Nachdem, was durchgesickert

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 09:48
OhWeh schrieb:

Nachdem, was durchgesickert ist. ist der AF nicht das Gelbe.....

So ein Quatsch. Du saugst Dir Irgendeinen [XXXXXX] aus den Fingern, postest ihn und glaubst ihn wahrscheinlich hinterher selber. [XXXXX]

---------------
Fäkalausdruck und Beschimpfung gelöscht. Die Redaktion.

AF nur aus einem Kreuzsensor...

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Dienstag, 23. September 2008 - 11:25

...das bezeichne ich nicht als das gelbe vom Ei.

Komisch, da schreibt man einen positiven Kommentar und irgendwelche Kinder drehen wegen eines(1!) Satzes durch.

Nachtrag: wenn ich das Verklausulierte auf der Leica-Homepage richtig deute, gibt es Ultraschall-Objektive (oder etwas adäquates).

OhWeh

Ich frage was...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:40

...va. die Canon KB-VF-Fotografen mit Ihren vielen Kreuzsensoren machen, wenn die so und so meistens auf f4, f5.6 oder f8 abblenden müsse. Bei f4 hat man nur den den mittleren Kreuzsensor zur Verfügung und bei f5.6 bietet der mittlere Kreuzsensor nur noch Längsensor-Funktionalität an.

Beim Etwas mit der Teigrolle breitgequetschte Leica S-Format im Vergleich zum KB-VF arbeitet man ja bereits Richtung Mittelformat. Hier wird man wesentlich öfters abblenden um Schärfentiefe zu erhalten. Dh. Warum soll Leica ein Multi-Kreuzsensor-AF-System entwickeln, wenn man die meiste Zeit so und so nur den mittleren Kreuzsensor übrig hätte.

Je kleiner der Bildkreis umso mehr Kreuzsensoren und va. Funktionalität pro Sensorfeld macht Sinn, vgl. E-3 mit 11 Sensorfelder die eigentlich 22 Kreuzsensoren bzw. 44 Längssensoren darstellt. Man arbeitet hier wesentlich öfters mit offener Blende.

Leica könnte ggf. den mittleren Sensor bi-axial ausführen aber Nikon hat ja bewiesen, dass man Lichtempfindlichkeit des AFs auch anders hin bekommt.

Schau mer mal...arbeiten wir damit einmal meine ich.

Realitätsfremder Amateur?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 22:45
Gast schrieb:

...va. die Canon KB-VF-Fotografen mit Ihren vielen Kreuzsensoren machen, wenn die so und so meistens auf f4, f5.6 oder f8 abblenden müsse. Bei f4 hat man nur den den mittleren Kreuzsensor zur Verfügung und bei f5.6 bietet der mittlere Kreuzsensor nur noch Längsensor-Funktionalität an.

Äh.. seit wann hält man die Abblendtaste beim Autofokussieren gedrückt?
Erst denken, dann schreiben. Bitte.

Nachführ AF!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 01:55

Alles Fotografen die sich wundern warum der AF soweit bei einer Belichtungsreihe nachführend eingesetzt der AF unsicher ist/wird.
Desweiteren wird der Kreuzsensoren-Verlust gerade bei den für KB-VF erhältlichen vergleichsweise lichtschwachen Sportoptiken deutlich.
Es gibt für KB-VF kein 2.8/180-500 und auch kein 2.8/600.
Bei zunehmenden Bildkreis nimmt die nominale Brennweite zu und die Objektive Richtung Mittelformat werden lichtschwächer.
ZB. entspricht was die Schärfentiefe anbelangt ein Leica S mit f2.5 bei KB-VF eben f2. Leica könnte natürlich auch ein Objektiv mit Anfangsöffnung f2 bauen was man bzgl. kreativer Schärfentiefe garnicht unbedingt benötigt. Ein 3.5/120 entspricht einem KB-Film Objektiv mit 2.8/~100. Bei f3.5 fallen jedoch schon einige Kreuzsensoren zum Opfer. Warum also sollte Leica ein Multi-Cross-Sensor-AF-System entwickeln. Lieber einen hochempfindlichen zentralen Kreuzsensor und dezentrale Längesensoren die später als Kreuzsensoren Ihre Funktion verlieren.

Umso kurzer die Framerate umso kürzer die AF-Messzeit. Um die Framerate zu verbessern. Wer exakt aussagen kann ob seine Kamera bei f2.8 mit allen Kreuzsensoren perfekt nachführen kann möge dies nicht nur schreiben sondern auch beweisen. Alles Kameras haben Schwierigkeiten bei der AF-Nachführung und sind sogar mit Fehlfokusierungs-Raten bis zu 10% behaftet. Der Single-Shot bei f2.8 sitzt hingegen öfter exakt.

AF ohne Offenblendmessung???

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 00:45

... wird jetzt neuerdings beim Fokussieren wieder abgeblendet?

Partner?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 09:15

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leica die Entwicklung eines vollständig neuen Systems alleine stemmt. Fraglich ist auch, ob man AF-Optiken in Solms fertigen kann. Wird vielleicht in Kürze das Parallelprodukt eines "Entwicklungspartners" vorgestellt?
Nichtsdestotrotz sieht das Produkt sehr interessant aus. Es definiert jedenfalls ein neues Marktsegment, jetzt bleibt allerdings noch abzuwarten, ob wirklich viele Profis darauf gewartet haben. Man darf nicht vergessen, dass sich Leica jetzt jahrzehntelang im "Edel-Amateur"-Markt bewegt hat, mal sehen, ob sie den Rücksprung ins Profilager schaffen.
Ausserdem: Es dauert noch fast ein Jahr bis zur Markteinführung, wer weiss, wie der Markt bis dorthin ausschaut. Trotz der detaillierten Angaben kann das auch ein Versuchsballon sein, den die Investoren vor der endgültigen Entscheidung starten lassen.

100% Leica-Entwicklung

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:15

…hat Leica gestern noch einmal klargestellt. Einzig der Imaging-Prozessor wurde in Zusammenarbeit mit Fujitsu entwickelt. Und wieso sollte Leica keine AF-Objektive produzieren können? AF ist eine Leica-Erfindung!

Was ist bei Leica heute noch 100%ig?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:13
Gast schrieb:

AF ist eine Leica-Erfindung!

Genau, und da nach Leica-Ansicht die Kunden selbst scharfstellen können, hat man das Patent verkauft und die Welt hat nie wieder etwas von "Autofokus" gehört. Wir stellen alle noch von Hand scharf und die Erde ist eine Scheibe.

Die Entwicklungsingenieure von damals dürften in Rente sein. Und wie man die Konkurrenz überholt, wird Leica heute erst mal zeigen müssen.

Immerhin...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 18:22

...scheinen heute Menschen bei Leica an den Hebeln zu sein, die bitter daran nagen, dass ihre Vorgänger so arrogant waren - sich aber dadurch nicht entmutigen lassen und den Versuch unternehmen, die Marke endlich im 21. Jahrhundert verankern zu können. Eine an und für sich löbliche Sache. Wie es dann kommt, werden wir ja sehen.

Bitternis auf beiden Seiten

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 18:46

Als von Leica über viele Jahre hinweg enttäuschter und abgekanzelter Kunde wünsche ich allen Kompetenz-, Erfahrungs- und Innovationsträgern dieser Firma die beste nur mögliche Zukunft und das denkbar fähigste Management.

€ 30'000

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 10:06

So viel wird die Leica ganz bestimmt nicht kosten. Obschon Leica den endgültigen Preis nicht kommuniziert, waren gestern ca. € 20'000 für ein mögliches Kit mit dem 70mm herumgeboten worden. Das ist zwar immer noch nicht «günstig» in den Ohren eines Hobbyknipsers, aber es ist auch eine Profikamera und sie richtet sich hauptsächlich an Fashion- und Werbefotografen z.B. wie Michel Comte – der ja so oder so bekennender Leica-Anwender ist – und seine etwas weniger prominenten Kollegen. Und wer hier anfängt zu nörgeln: Ja, es gibt tatsächlich einen Markt für solche Kameras, und vor allem gibt es genug Auftraggeber, die sich gute Qualität etwas kosten lassen. Sonst wäre Hasselblad und der Rest schon längst weg vom Markt.

Ist es das, was wir wollten?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 10:28

Ein System zu Mittelformatpreisen, das keine Modularität der Kamera bietet? Das bedeutet also, bei jedem Fortschritt in der Sensor- oder Prozessortechnologie müssen wir gleich ein neues Kameragehäuse kaufen, statt einfach das Rückteil auszuwechseln. Oder vielleicht Leicas durchgebrannter Upgradezertikats-(Preis)-Politik folgen.

Der Phase One-Deal als Beispiel, wird uns deren Sensoren dann wohl erst in der S3 präsentieren, wenn überhaupt. Also erneut X0.000 Euro, da ja eine komplette Kamera gekauft werden soll.
Wobei die anfänglichen 37 MPx im Vergleich zu Konkurrenzprodukten derselben Preiskategorie nun nicht so sehr umwerfend sind.

Drei Kamerasysteme (S, R, M) aus einer kleinen Firma heißt wohl auch völligen Verzicht auf das Testen von Prototypen. Wer sollte das Pensum sonst bewältigen? So halbwegs funktionieren wird dann also erst die S2.2. Ob mit oder ohne zusätzlichen Infrarotfiltern werden wir sehen.
Und bis die S2 dann verfügbar wird, könnten japanische Hersteller schon die gleiche prestigeträchtige Maßzahl in ihren KB-Gehäusen bieten. Mit ebenfalls neuen, optimierten Objektiven und noch höherer Geschwindigkeit.

Für den anvisierten "Profi" rechnet sich eine Anschaffung in dieser Größenordnung am ehesten, wenn er den Sensor als wechselbares Rückteil sowohl an der Mittelformatkamera, als auch an der Großformatkamera nutzen kann. Die Möglichkeiten der Fachkamera wird aber auch das abgebildete Leica-(Tilt?)-Shift-Objektiv nicht gleichwertig ersetzen können. Wenn der Profi dann aber für irgendeine Anwendung doch wieder auf die Fachkamera zurückgreifen muß, hat er in die Leica S2 schlechter investiert, als in irgendein System mit Wechselrückteil.
Was nützt uns eine waldorftaugliche Bedienung, wenn das einfache Primat der maximalen Systemflexibilität ignoriert wird?

Natürlich wird es spannend werden, "endlich" dem Wettkampf der beiden Mythenmarken Leica gegen Hasselblad beizuwohnen.
Aber bringt das uns Profis wirklich weiter?
Eine M mit Vollformatsensor hätte vermutlich mehr und schneller Freunde gefunden.

Scheichkamera

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 10:30

Nicht für Profis, sondern für Ölscheichs.

Gast schrieb: Nicht für

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:26
Gast schrieb:

Nicht für Profis, sondern für Ölscheichs.

Ich habe mal eine Doku über Scheichs gesehen (sie fotografierten ihre Falken und ihre sündhaft teuren Rennkamele), die hatten alle eine Nikon.

Blödsinn!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:40

In der Fashionfotografie und im Advertising ist eine Hasslblad o.ä. ein Muss. Ansonsten bist Du kein «serious photographer». Das hat mit Scheichs nicht das Geringste zu tun. Denn gefragt ist Qualität und höchstmögliche Auflösung. Das Budget ist schon da. Und die Fotografen in dem Bereich kannst Du echt nicht mit den Knechten vergleichen, die für die Redaktion des Lokalanzeigers die Pressekonferenz des FC Hinterscheuren e.V. fotografisch festhalten müssen.

Blödsinn, Mark II

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:35

Wenn die Bildqualität stimmt, ist den Kunden die Marke der Kamera sowas von egal. Und da führen viele Wege zum Ziel.

Fashion im TV

Eingetragen von
FabianHaas
(Liebhaber)
am Dienstag, 23. September 2008 - 19:44
Gast schrieb:

In der Fashionfotografie und im Advertising ist eine Hasslblad o.ä. ein Muss. Ansonsten bist Du kein «serious photographer». Das hat mit Scheichs nicht das Geringste zu tun.

Jup isso (ist so) einfach mal Fashion TV im Satellitenfernsehen oder Internet anschauen. Viel Hasselblad/Mamiya alle Digital aber wenige scheichs.

Bildquaitaet kann ich nix zu sagen, da nie selber Datei auf der festen Platte gehabt, der grosse Sucher ist aber prima, noch ne M645Super im Schrank...

Fabian Haas
http://www.fabianhaas.de, http://www.earwigs-online.de
Nairobi, Kenia

Was für ein frustrierter Haufen hier…

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 11:31

Sorry, aber da wird ein faszinierendes neues Kamerasystem vorgestellt (egal von welcher Marke) und hier wird zum größten Teil wieder nur genörgelt, gemutmasst und geunkt. Und fast alle wissen es mal wieder besser. Gestern noch hätte keiner so etwas von Leica erwartet und heute ist schon wieder alles schlecht. Und ja: ich muss es ja nicht lesen aber ich hatte mir ein paar Einblicke versprochen…

Erklär

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:01

uns mal, was an dieser Kamera für den Profi "faszinierend" ist.

Zielgruppe

Eingetragen von
Ogando
(Neuankömmling)
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:32

Wo ist für dieses geschlossene Newcomerprodukt wirklich die Zielgruppe?

Profis verfügen über geschlossene KB-Systemeinheiten mit passendem Optikpark in entsprechender Bandbreite. Dann verfügen sie oft über offen an verschiedene Digi-Mittelformatsysteme adaptierbare Kamerasysteme. Sie legen Wert darauf, dass gerade die Großbild- und Mittelformatsysteme eben offen an kommende Digitalbacks adaptierbar sind (auch wenn Leica bei der M8 bereit war den Sensor oder Teile davon zukunftsfähig in bestehenden Kameras zu renovieren, wenn die technische Innovation es erfordert). Für Mamiya war die geschlossen gebaute Version der Mittelformatkamera strategisch eine Bauchlandung. Die offen adaptierbare Version der Mittelformatkamera machte das Rennen bei Mamiya, ebenso bei Hasselblad. Wie glaubt Leica nun mit dieser "Insellösung" eines geschlossenen MF-Kamerasystems in einem kleinen gesättigten Special-Interest-Markt gewinnen zu können, dessen technisch und mechanisch ausgereiften Geräte bereits weitgehend allen Komfort bieten? Warum sollte man eine Hasselblad, Mamiya, Canon (jetzt bereits mit Zeiss-Optiken bestückbar, das war clever) verkaufen, um eine Leica zu kaufen? Wo liegt tatsächlich der (ungedeckte) Bedarf der professionellen Zielgruppe und der klassischen Leicakunden?

Hasselblad

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 14:19
Ogando schrieb:

Sie legen Wert darauf, dass gerade die Großbild- und Mittelformatsysteme eben offen an kommende Digitalbacks adaptierbar sind (auch wenn Leica bei der M8 bereit war den Sensor oder Teile davon zukunftsfähig in bestehenden Kameras zu renovieren, wenn die technische Innovation es erfordert). Für Mamiya war die geschlossen gebaute Version der Mittelformatkamera strategisch eine Bauchlandung. Die offen adaptierbare Version der Mittelformatkamera machte das Rennen bei Mamiya, ebenso bei Hasselblad.

Wobei, was Sie beschreiben, für das Hasselbladsystem schon lange nicht mehr zutrifft. So offen ist das System schon längst nicht mehr. Zu jedem Back kaufen Sie eine neue Kamera, untereinander austauschbar sind die Backs nicht (sagt Hasselblad), nicht mal ein Film-Rückteil kriegen Sie hinter eine H3D.

Kein Filmrückteil möglich auf der H3

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:12

Natürlich. Denn würde man mit Film fotografieren, wäre sofort klar, wie desaströs die HC-Linsen von Hasselblad sind. Da wird kameraintern massiv korrigiert und nachbearbeitet. Genau diesen Ansatz verfolgt Leica nicht. Alleine das ist schon ein Grund zur Freude.

Hasselblad-Objektive und Film

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:05
Gast schrieb:

Natürlich. Denn würde man mit Film fotografieren, wäre sofort klar, wie desaströs die HC-Linsen von Hasselblad sind.

Das kann der Grund nicht sein. Sonst würde man keine H2F anbieten.
Hasselblad wird es eher darauf angelegt haben, mit jedem Back eine Kamera mitzuverkaufen. Bei den Preisen der Backs fallen die der Kamera ja auch nicht so heftig ins Gewicht...

Kamera offensichtlich nicht verstanden

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 12:34

Irgendwie scheinen die Knipser hier die Zielgruppe dieser Kamera nicht zu verstehen.

Dies ist KEINE Amateurkamera, die das DMR ablöst, sondern sie ist für Studioprofis gedacht. Ziel von Leica ist es, damit die digitalisierten Fujis oder Hasselblads aus den Studios zu verdrängen. Eine durchaus einleuchtende Strategie von Leica, da wohl auch eine R10 nicht mit Canon, Nikon, Sony und Co. mithalten werden kann. (Propheten-Modus aus.) Eine R10 für den Massenmarkt (sofern man bei den üblichen Leica-Preisen von Produkten für den Massenmarkt sprechen kann) könnte von der Entwicklung der S2 profitieren. Ansonsten dürften sich jedoch kaum Gemeinsamkeiten finden.

Zielgruppe die zweite

Eingetragen von
Ogando
(Neuankömmling)
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:39

Seitdem digitale MF-Kameras weniger über den Lichtschacht als vielmehr relativ unhandlich mit Prismensucher bedient werden, ist natürlich eine Kamera zu begrüßen, die das Handling einer wirklich kleinbildähnlichen Bedienung liefert (z.B. im für das Mittelformat seeehr unhandlichen Telebereich - Naheinstellung, Brennweitengewicht etc.), aber auch hinsichtlich einer zügigen Datenverarbeitungsgeschwindigkeit, nicht zu vergessen eine wirklich gute Bildqualität bei 800 ASA (besser als bei einer inzwischen zu sehr aufgedonnerten Canon MKIII). Die Achillesverse einer Profikamera ist der globale Service, wonach eine Kamera so gut ist wie ihr Service. Da wünsche ich bodenständig ehrlich Leica viel Glück, auch zum Mut zum Risiko - und hoffentlich hat Leica auch weiterhin Produkte impetto um die angestammte Kundschaft nicht völlig zu verlieren, auch wenn das inzwischen oftmals Liebhaber sind und immer seltener Profis (die Masse der Kunden macht Stückzahlen).

Ogando schrieb: ...Die

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 13:58
Ogando schrieb:

...Die Achillesverse einer Profikamera ist der globale Service, wonach eine Kamera so gut ist wie ihr Service. Da wünsche ich bodenständig ehrlich Leica viel Glück, auch zum Mut zum Risiko - und hoffentlich hat Leica auch weiterhin Produkte impetto um die angestammte Kundschaft nicht völlig zu verlieren, auch wenn das inzwischen oftmals Liebhaber sind und immer seltener Profis (die Masse der Kunden macht Stückzahlen).

Das Profi-System-Kunden-Support Konzept von Leica für die Leica S2 würde jemand der sich damit auskennt als

Quite Simple

bezeichnen.

Hauptstandbein der Kooperation mit PhaseOne ist im Kunden-Support zusammenzuarbeiten. Dh. der Leica S2 Kunden der ersten Stunden erhält Support auf Niveau von PhaseOne.

Daran braucht sich erstmal keiner messen er kann es vergessen sich daran zu messen.

Woher die Info? Ganz einfach im Internet recherchieren und z.B. dieses Filmchen anschauen und ZUHÖREN.

http://www.s.leica-camera.com/ank-ndigung

Kein Marketing-Blabla. Leica meint es so ernst wie Panasonic und Olympus bei mFT. Der Markt hat danach gefragt und man hat kunden-orientiert entwickelt und dabei die Zukunft der Fotografie entwickelt.
Leica S und Leica R wird was die Objetive anbelangt und die Bildqualität erstmal in den nächsten Jahren nicht zu schlagen sein.
µFT ist zusammen im traditionellen D-SLR-Bereich der Ausweg aus der Ideenlosigkeit der Marktführer und Cloner. µFT ist für den kleinen Geldbeutel die Zukunft der Fotografie und Leica R und Leica S die Zukunft der Premium-Fotografie. Zwar mehr Premium als Canon jemals mit seiner Technologie erreichen würde aber Premium im Sinne, dass es ein Profi-System ist das im Anbetracht es Invests mehr Output liefert.

Ein bisschen dick aufgetragen...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:53
Ogando schrieb:

Leica S und Leica R wird was die Objetive anbelangt und die Bildqualität erstmal in den nächsten Jahren nicht zu schlagen sein.

Sorry, aber hier scheint der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein. Egal, ob Canon, Nikon oder Zeiss - sie alle haben Objektive, die es qualitativ mit Leica-Optiken aufnehmen können. Dazu kommt, dass es bei den genannten Firmen zahlreiche Objektive gibt, die bei Leica gar nicht erhältlich sind.
In puncto digitales "Überformat" dürften derzeit eher die absolut hervorragenden Digitalobjektive von Schneider kaum zu schlagen sein. Die wenigen, gerade vorgestellten S-Klasse-objektive von Leica müssen erst mal nachweisen, dass sie es mit dem Besten des Marktes aufnehmen können. (Allerdings würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Leica-Objektiven absolut jedes S-Objektiv oder auch die neuen M-Objektive unbesehen kaufen. In dieser Liga muss man nicht erst irgendwelche eigenen "Tests" durchführen.)

Gast schrieb: Ogando

Eingetragen von
Ogando
(Neuankömmling)
am Dienstag, 23. September 2008 - 19:46
Gast schrieb:
Ogando schrieb:

Leica S und Leica R wird was die Objetive anbelangt und die Bildqualität erstmal in den nächsten Jahren nicht zu schlagen sein.

Sorry, aber hier scheint der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein. Egal, ob Canon, Nikon oder Zeiss - sie alle haben Objektive, die es qualitativ mit Leica-Optiken aufnehmen können. Dazu kommt, dass es bei den genannten Firmen zahlreiche Objektive gibt, die bei Leica gar nicht erhältlich sind.
In puncto digitales "Überformat" dürften derzeit eher die absolut hervorragenden Digitalobjektive von Schneider kaum zu schlagen sein. Die wenigen, gerade vorgestellten S-Klasse-objektive von Leica müssen erst mal nachweisen, dass sie es mit dem Besten des Marktes aufnehmen können. (Allerdings würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Leica-Objektiven absolut jedes S-Objektiv oder auch die neuen M-Objektive unbesehen kaufen. In dieser Liga muss man nicht erst irgendwelche eigenen "Tests" durchführen.)

Nee, nee werter Kollege, im Eifer der Debatte in der Zitatzuweisung verrutscht. Der Gedanke war nicht von mir und das Zitat auch nicht. Wie du schon sinngemäß sagst: die Welt der Fotografie hat mehr als eine einzige einfache Wahrheit. ;-)

Og

"dieses Filmchen anschauen und ZUHÖREN"

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:22

Die Leica-Produktmanagerin sagt in dem Video, die Leica S2 sei die Kamera, mit der keiner von "uns" gerechnet habe.
Was muß ich mir den darunter jetzt vorstellen?

Das habe ich mich, schmunzelnd, auch gefragt

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Dienstag, 23. September 2008 - 17:25

Alle drei blicken auch ein bißchen seltsam in die zwei Kameras.

OhWeh

Gaaanz einfach

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 19:03

Diese Kamera ist basierend auf der Zusammenarbeit mit Profis entstanden. Funktional bietet Sie alles and was die Profis forderten. Die von Leica erarbeiteten Lösungen haben eine Kamera ergeben die es so bisher noch nicht gab und Leica sich aus der Situation als Entwickler und Hersteller diese Kamera anstatt glorifiziert wie Canon mit Schwafelsoße "Zukunft der Fotografie" eben ganz einfach sagt, daß man selbst überrascht ist was am Ende dabei rauskam.
Man kann als Außenstehender die Leica S2 als Überraschung bezeichnen und eine echte Revolution im Bereich der D-SLRs mit Gehäusegroße einer Nikon D700.
Die Objektive kann man NICHT mit den KB-Film-Bajonett-Objektiven vergleichen. Auch die Größe bei gleicher nominaler Brennweite nicht. So wie diese Objektive wirken sind die streng nahezu telezantrisch und auf hohem Niveau korrigiert. Aufgrund des langen Auflagemaßes kann sich Leica auch Abweichungen von der Telezentrie-Formel erlauben. Das S-System ist basierend auf der S2 und den dazu paßenden Objektiven ein 100% digitales D-SLR-System was Nikon gerade mit neuen AF-S G Objektiven aufbaut und Canon immer noch nicht angepackt hat.
Dieses System stellt ab 1Q/2009 die Referenz auf dem Markt dar. Und das bis auf weiteres, weil Nikon, Canon und Co. sich beim Sensor völlig vergallopiert haben.

digital, analog und vor allem hybrid

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 21:57
Gast schrieb:

Diese Kamera ist basierend auf der Zusammenarbeit mit Profis entstanden. [...] Die von Leica erarbeiteten Lösungen haben eine Kamera ergeben [...], daß man selbst überrascht ist was am Ende dabei rauskam.

Nun werden auch Leica-Fans zugeben müssen, daß die Firma in den letzten Jahren, vielleicht Jahrzehnten, keine Ahnung mehr davon hatte, was Profis brauchen oder wollen.

Insofern spricht die folgende Aussage schon von ziemlicher Hybris, und DIE kennen wir von Leica nun wirklich zur Genüge:

Gast schrieb:

Dieses System stellt ab 1Q/2009 die Referenz auf dem Markt dar. Und das bis auf weiteres, weil Nikon, Canon und Co. sich beim Sensor völlig vergallopiert haben.

Leica M

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 01:36

Bleibt das vollmechanische System mit teilelektronsichem Objektiv-Deckel oder eben der weiterhin produzierten und verkauften Leica M7 sowie Leica MP.
Leica S ist eine konsequente Entwicklung im Vergleich zu dem Abgekupfere von Nikon, Canon und Co. was die Vollelektronik von Olympus E-System anbelangt. Nikon AF-S G kann man NICHT mehr auf einer Nikon FM3A nutzen. Es fehlt der mechanische Eingriff zur Blendeneinstellung.
Leica S ist ein konsequentes Profi-Tools anstatt billiggesparte Objektive die schon alleine deshalb nicht die kompromißlose Bildqualität liefern können, weil auch an der Glasqualität sowie Korrektur der mittlerweile nahezu telezentrischen Rechnung gespart wird.
Leica S bietet alle Elektronik-Features in einer Preisklasse an die es eben ermöglicht die Elektronik-Funktionen auch mit einer hohen Zuverlässigkeit und Komponenten-Lebendauer anbieten zu können.
Was mit Leica R passiert wird man sehen. Es ist anzunehmen, daß es hier mit mechanischen Eingriff auf den Blendenring so bleibt. Sicherlich kommt ein AF und Leica ist wenigsten so ehrlich und wirbt nicht 40+ Sensorfeldern von denen zu 90% der Motive, weil abgeblendet gearbeitet wird so und so nur der mittlere Kreuzsensor als Längsensor übrig bleibt.
Daß die meisten Fotografen Hilfsstützen wie 3D-Color-Matrix-Messung, Multi-Point-AF, etc. benötigen sagt ja nur eines aus, daß die meisten Fotografen nicht fotografieren können.
Es ist so logisch wie sonstwas, daß ein System, welches soweit wie erforderlich von Elektronik-Kram befreits ist auf Bildqualität optimiert ist. Optische Bildstabilisierung könnte bei Leica dann eine Lösung sein, wenn man erkennt, daß man alte Objektive nur bis nom. 300mm durch Sensor-Shift stabilisieren kann und quasi sowas wie Leica-own VR Action anbieten möchte. Dh. Vibrationen bedingt durch Helikopter und andere Fortbewegungsmittel im Objektiv detektieren und kompensieren möchte. Ansonsten sehe ich keine Chancen, daß man bei Leica mit einer zusätzlichen Linsen-Gruppe die eigentlich nicht erforderlich ist die Abbildungsleistung des Objektives schmälert.
Wenn Sie als Profi mit einer Leica nichts anfangen können, dann können Sie nicht fotografieren.
Den Fehler den viele machen ist, daß man Kameras ohne AF, etc. als Dampflok mit Kohlebefeuerung betrachtet und Nikon D3 und Co. als TGV Transatlantique.
Es ist bezüglich dem was das Bild macht und das Bild bestimmt aber eben so, daß gerade zB. neue Objektive von Canon diese Dampfloks sind während Leica bei seinen neuen Objektive neuste Rechnungen und eine der modernsten Asphärentechnologien einsetzt.
Betrachten wir es so. Man kann eben mit modernster Technologie an einer Mars-Mission scheitern oder man packt das mit der modernsten Raketentechnik an und beläßt bei dem was ausreicht um zum Mars zu kommen es einer erfahrenen Missions-Mannschaft anstatt einem Super-Rechner-Bordsystem das va. eines sehr gut beherrscht. Den Systemabsturz.
Einer billigen unerfahrenen Mannschaft kann man natürlich nur mit einem Super-Rechner-System auf die Reise schicken und so ist es eben auch in der Fotografie. Nur die wenigsten können fotografieren und deshalb gibt es Vollelektronik obwohl eine vollmechanische Kamera samt vollmechanischen Objektiven genauso gute bzw. sogar bessere Bilder macht.
Eine Leica M sollte man nur jemanden geben der weiß wie man einen Meßsucher nutzt. Eine Leica R sollte nur der in die Hände bekommen der auch noch das manuelle Fokusieren mit oder ohne Schnittbild-Mattscheibe beherrscht. Eine Leica S hat alles was die Zielkundschaft gewünscht hat. Dasselbe was heutige digital Mittelformat-Systeme auch können aber eben schneller, kompakter und vom Workflow flexibler und performanter. Lösungen für Leica S werden auch in Leica R etabliert aber sicherlich nicht um sich soweit von Leica M zu entfernen wie Leica S.
An was könnte das liegen?
Vollmechanik ist von längerer Dauer als Vollelektronik. Eine Leica M Ausrüstung soll auch noch nach 40 Jahren noch voll funktionstauglich sein. Bei Leica R gilt das für die Objektive, während man bei Leica S die Bildqualität durch den letzten Stand der Technik sowie die Schnelligkeit des Systems nicht durch den letzten Stand der Technik sondern den überlegenen, wegweisenden Stand der Technik sichert.
Der Leica R Fotograf ist genauso wie der Leica M Fotograf ein anderer Typ als der Leica S Fotograf. Für GEO kann man mit allen Leicas passende Bilder machen aber ratzfatz ist der Anspruch für Leica S. Eine schnellere Kamera als digitales Mittelformat bisher. Das schmeißt man alles über Bord was man dazu nicht benötigt.
Bei Leica R geht es gemäßigter zu. Weniger Bildinformation im Vergleich zu Leica S bedeutet jedoch beim Spitzenmodell mit einem Ableger des Leica Majestro-Prozessors eine höhere Framerate. Nachdem der Majestro-Prozessor aktuell das schnellste Teil ist was es auf dem Markt gibt dürfte eine Sony A900 bei ebenfalls 24MPx wie eine Leica R10 rechts blaß aussehen genauso wie eine Nikon D3x oder Canon 1Ds Mk III.
Die D-SLRs der Japaner bis auf die 100%-Luftfeuchtigkeits-Anforderung der Nikon D3/D3x ist kein Hexenwerk. Leica hat eben investiert und ist mit seiner hochkompetenten Mannschaft kompromißlos an ein neues Produkt samt neuer Technologien rangegangen.
Das Ergebnis die Leica S2 hat definitiv bei Nikon und Canon zu schweren Erdbeben geführt. Wie groß der Schaden ist wird sich heraustellen. Da die Verkaufszahlen einer Nikon D3 wie Canon EOS 1Ds Mk III vergleichsweise niedrig sind wäre der Schaden nicht groß. Die Niederlage jedoch ist bereits herb!

Leica M!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 12:28

Der Kommentar klingt so konfus und die Beschimpfung, der Andere könne nicht Fotografieren, so laut, daß ich fast glauben möchte, die Stimme käme aus dem Hause Leica.

Mit dem Vorwurf des nicht Fotografieren Könnens kann ich leben, solange meine Kunden und Galeristen das nicht bemerken. ;-)

Was mich aber enttäuscht, ist die Aussage, manuelles Fokussieren sei ein Qualitätsmerkmal. Ich fokussiere nämlich manuell und am liebsten mit der M. Leica aber läßt mich und viele, viele Gleichgesinnte noch immer auf die digitale Vollformat-M warten und warten und warten. Und obwohl ich die R nicht benutze, beobachte ich doch, daß man deren Anhänger noch viel sträflicher vernachlässigt.

Stattdessen aber bringt man ein - um bei Ihrem Beispiel der Marsmission zu bleiben, etwas hochtrabend, wie mir scheint - Raumschiff hervor, nach dem niemand gefragt hat, von dem keiner so richtig weiß, wohin es denn im Markt fliegen soll, und das, wie manches andere Marsprojekt, nicht nur nach Rechtfertigung, sondern auch nach Kunden sucht.
Mir persönlich scheint es schon ein Weile her zu sein, daß ein Astronaut ein Leica in eine Raumfähre geschmuggelt hat, weil er nur damit so brilliante Bilder machen konnte. Oder Moment, war das vielleicht eine Hasseblad? Na ist auch egal, aus Ihrer Sicht konnte der wahrscheinlich ohnehin nicht fotografieren.

Zitat:

Eine Leica M Ausrüstung soll auch noch nach 40 Jahren noch voll funktionstauglich sein.

Das muß sie auch, weil es immer noch keinen würdigen digitalen Nachfolger gibt, der eine Neuanschaffung lohnt.
Vielleicht sollte man nicht so sehr nach den Sternen schielen, sondern seinen eigenen Laden aufräumen?

echt?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 27. September 2008 - 17:36

Ich kann Beiträge nur aufgrund von Fakten beurteilen, die der jeweilige Schreiber in die Welt gesetzt hat.

Der Leica S2 Fan, der hier herumtobt, schreibt sehr viel. Seine Äußerungen machen mich (zumindest) in zwei konkreten Punkten stutzig.

Der erste ist seine Meinung zur Lichtempfindlichkeit von AF-Sensorarrays. Zitat: „Sicherlich kommt ein AF und Leica ist wenigsten so ehrlich und wirbt nicht 40+ Sensorfeldern von denen zu 90% der Motive, weil abgeblendet gearbeitet wird so und so nur der mittlere Kreuzsensor als Längsensor übrig bleibt.“ Diese Aussage belegt, daß der Schreiber offenbar keine Ahnung von der Wirklichkeit hat. Aus Canon-Sicht ist es so, daß der AF natürlich im Offenblenden-Modus arbeitet. D.h.: für Optiken mit Lichtstärken offener bzw. gleich 1:2,8 arbeiten 19 Sensoren als Kreuzsensoren und weitere 26 Sensoren werden als horizontal empfindliche Sensoren genutzt. Bei Offenblende 1:4 schränkt sich die Empfindlichkeit auf einen zentralen Kreuzsensor plus 18+26 horizontal empfindlichen Sensoren ein. Bei Offenblende 1:5,6 arbeiten alle 45 Sensoren nur horizontal empfindlich. Bei Optiken mit Offenblende 1:8 ist nur mehr der Zentralsensor horizontal empfindlich. Nicht nur deswegen ist bei Canon von 14 bis 400 alles in 1:2,8 oder offener verfügbar.

Die zweite Sache ist seine Art, die deutsche Sprache zu schreiben. Mir drängt sich die Vermutung auf, daß sich seine Sachkenntnis bezüglich Photographie etwa auf dem selben Niveau bewegt, wie seine Geläufigkeit die deutsch Sprache zu schreiben.

Achillesferse

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:29
Ogando schrieb:

Die Achillesverse einer Profikamera ist der globale Service, wonach eine Kamera so gut ist wie ihr Service.

Ogando hat, wie meistens, Recht. Der wahre Luxus der S2 wird darin bestehen, den vermutlich einen Servicetechniker, den Leica für diese Kamera haben wird, für ein Modeshooting auf den Malediven buchen zu können, damit die Bilderstrecke auch zuverlässig und termingerecht abgeschlossen werden kann.

Modeshooting auf den Malediven

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:15

Ist aber schon ein ziemliches Klischeebild, und trifft vielleicht beim Otto-Katalog zu. Meistens ist die Location eine pariser, mailänder oder londoner Altbauwohnung. Alternativ eine Dachzinne oder ein stillgelegtes Industrieareal. Wenn es dann unbedingt die Ferne sein muss, sind im Moment grade bzw. nach wie vor Shanghai und Tokyo in.

klaro

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 14:35

Ausgerechnet im Studio will ich mich hinter Horizontalsucherchen knieen und verticke dafür meine HIII mit jetzt 39 und künftig 50 MPx.
Aber wir hier sind ja alle Knipser...

(Spott aus)

Die S2 ist die...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:35

...Zweit-Kamera von Studio-Fotografen.
Die S2 wird (auch) Outdoor genutzt. Deshalb auch der Staub- und Nässe-Schutz beim Gehäuse.

1, 2, 3. Du redst Dir was herbei.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 15:59

Als Zweitkamera benutze ich persönlich ein Modell, das die Objektive der Erstkamera verwenden kann. Allerdings lebe ich auch von der Fotografie und betreibe das nicht nur als Liebhaberei.

S2 als "Zweitkamera", ts ts ts, was da wohl Herr Kaufmann zu sagen wird.

Blubber, blubber, schwafel, schwafel

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 18:50

Erst-Gehäuse, Zweit-Gehäuse + Objektive des Studio-Fotografen der mit digitalem Mittelformat beruflich arbeitet.

Zweit-Kamera quasi die Kamera welche dieser Studio-Fotograf privat nutzt wäre eine Leica S2. Man kann auch davon sprechen, daß ein Studio-Fotograf privat eine andere Kamera nutzt und diese mag er natürlich auch outdoor nutzen.
Wenn ein Profi als Erstgehäuse ein Gehäuse hat, welches nicht geschützt ist was macht ein Zweitgehäuse das geschützt/abgedichtet ist für einen Sinn?
Sie können va. eines sehr gut blubbern und schwatzen aber bein ganzheitlichen denken bricht bei Ihnen im Hirn die Systemleistung ein.

Mir scheint,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 20:03

bei Dir bricht die Hirnleistung schon ein ganzes Stück vor dem Blubbern und Schwatzen ein.

So exotisch ist das nun wirklich nicht

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 16:57
Gast schrieb:

Ausgerechnet im Studio will ich mich hinter Horizontalsucherchen knieen und verticke dafür meine HIII mit jetzt 39 und künftig 50 MPx.
Aber wir hier sind ja alle Knipser...

(Spott aus)

Komisch. Viele Studiofotografen und auch Portrait- und Modefotografen vor Ort nutzen klaglos Prismensucher, seitdem sie sich von ihren 6x6-Hassis getrennt haben, um mit den handlichen 4,5x6-Mamiyas, -Hasselblads oder Contax-SLR erst mit Film, und heute mit digitalem Rückteil zu arbeiten. Auf diese Anwender zielt das Leica-Angebot.

Vom Zielen auf Anwender

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 17:53
Gast schrieb:

Komisch. Viele Studiofotografen und auch Portrait- und Modefotografen vor Ort nutzen klaglos Prismensucher,... heute mit digitalem Rückteil...

Ja, weil sie digital wieder ins Hochformat drehen können müssen, anders als beim 6x6-Format. Da lobe ich mir die Hy6, bei der sich einfach das Rückteil drehen läßt. Und wenn der starre Body zum Lösen der Aufgabe nicht mehr ausreicht, macht man mit demselben Rückteil an der Sinar weiter, gerne auch mit den Schneider und Rodenstock Digitalobjektiven. DAS nenne ich System.

Von dem "klaglos" hört man übrigens auch anderes. "Fluchend" träfe es wohl besser.

S2

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 19:36

Komisch das so viele deutsche Optik Hersteller überlebt haben. Womit könnte das wohl zu tun haben? Mit der ach so tollen Qualität der asiatischen Objektive.

Die S 2 verbindet die Funktionalität einer SLR mit der Bildqualtät einer MF.

In der Fotografie insbesondere seit dieser unsäglichen Digitalisierung, werden grundsätzlich zwei Faktoren unterschätzt, erstens die Objektive und zweitens was noch wesentlich entscheidender ist, dass Licht. So kommt es vor, das Bilder von Compact Knipsen besser sind als die vom 20000 Euro Equipment eines Profifotografen nur weil das Licht gepasst hat.

Die S2 ist wesentlich universaler als die Hasselblad oder die sonstige MF Klitschen. Erstens gehe ich mal davon aus, dass das Ding bei Iso 400 auch noch brauchbare Fotos abliefert und dazu wird es viel schneller sein. Ferner kann damit auch mal nach draußen herumlaufen ohne gleich einen Lastesel zu beschäftigen.

Das sind schon einige Vorteile, würde ich mal denken.

Leica hat mal wieder nicht die eierlegende Wollmilchsau

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Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 00:13
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Komisch. Viele Studiofotografen und auch Portrait- und Modefotografen vor Ort nutzen klaglos Prismensucher,... heute mit digitalem Rückteil...

Ja, weil sie digital wieder ins Hochformat drehen können müssen, anders als beim 6x6-Format. Da lobe ich mir die Hy6, bei der sich einfach das Rückteil drehen läßt. Und wenn der starre Body zum Lösen der Aufgabe nicht mehr ausreicht, macht man mit demselben Rückteil an der Sinar weiter, gerne auch mit den Schneider und Rodenstock Digitalobjektiven. DAS nenne ich System.

Von dem "klaglos" hört man übrigens auch anderes. "Fluchend" träfe es wohl besser.

Verstehe! Sie haben mit der Hy6 als einer der Wenigen den Stein der Weisen gefunden. Weil man ja als Studiofotograf unbedingt mit dem Lichtschacht arbeiten muss und die Drehung der ganzen Kamera ins Hochformat ein ach so großer Act (für Sie) ist. Ich hoffe, möglichst viele Ihrer Profikollegen lesen Ihre weisen Worte hier, sehen den eigenen Irrtum ein und trennen sich möglichst rasch von ihren digitalisierten Rechteckformat-Hassis und -Mamiyas. Denn damit lässt es sich ja wirklich nicht arbeiten - ebensowenig wie mit einer Leica S2. Tja, hätten mal die Leica-Ingenieure vor ihrer Fehlentscheidung nur Sie um Rat gefragt...

Mal eine ganz andere Sichtweise

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Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 18:33

Die zwei für den Markt wesentlichen Konkurrenten sind zur Zeit die Hasselblad H3DII und die Canon 1Ds-Serie.

Auf Anhieb einer H3DII Paroli zu bieten ist von den eigenen Erfahrungswerten her nicht drin. Vor allem, da eine entsprechende Gefolgschaft fehlt. Da ist Phase One im Gespann mit Mamiya eindeutig im Vorteil gegenüber Leica.

Andererseits kann man im KB-Bereich der Integrationsdichte von Canon nicht wirklich etwas entgegensetzen. Die haben einen erstklassigen, für die KB-Kundschaft ausgezeichnet funktionierenden Sensor, und beim Autofokus wird Canon mit Leica nicht lange fackeln. Außerdem würde im direkten KB-Vergleich vielleicht auch sichtbar, daß Canon inzwischen einige Schätzchen im Objektivrepertoire hat, die Leica-Objektive auf einmal ganz normal erscheinen lassen würden. Und wem das nicht reichen sollte, der würde eher bei Zeiss nachkaufen.

Deshalb muß für Leica eine komplett neue Objektivserie her. Nicht nur, weil die angestammte Kundschaft inzwischen im Durchschnitt so alt ist, daß sie eben nicht mehr eindeutig manuell eindeutig scharfstellen kann, und deshalb Autofokus vielleicht doch, ...manchmal..., nützlich wäre. Sondern auch, weil die alten, im Gebrauchtmarkt massenhaft verfügbaren Objektive das Geschäft mit den Neuen empfindlich beeinträchtigen würden. Obwohl die Alten vielleicht gar nicht mehr so dolle wären, siehe oben.

Also kreiert man flux ein Zwischenformat, nicht Hasselblad, nicht Canon, sondern irgendwo dazwischen. Warum die Canon-Nutzer für den geringen Formatvorteil aufrücken sollten, bleibt unklar. Und daß die Hasselblad-Fotografen eher von größeren als von kleineren Sensoren träumen, wird ausgeblendet.

Wenn man also an keinem Tisch so richtig mitreden kann, setzt man sich einfach zwischen alle Stühle und hofft, die Anderen dächten, man gehöre zum gerade gegenüberstehenden Tisch.
Aber findet man so Freunde, pardon, Kunden?

Design und innere Werte

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Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 22:28

Also die vorgestellten inneren Werte der S2 sind Top! Die Objektive wohl vorraussichtlich Spitzenklasse. Ich bin ohnehin begeisterter Leicanutzer und habe immer noch meine R7 im Gebrauch, wenn auch "nur" noch Privat. Und ich fieberte auf eine Neuerscheinung.

Das Design, und das ist mir als Profi sehr wichtig, da ich mich mit meinem Werkzeug indentifizieren will, ist alles andere als gelungen. Wenn schon S2 dann sollte diese sich an dem high end design der S1 Orientieren. Natürlich soll sie eine völlig andere Entwicklung darstellen, doch ich meine mit Orientieren mehr den Professionellen Stil. SLR-design und Booster (dürfte auch fest verbunden sein, da es ohnehin keine Reisekamera wird) sind eine tolle Sache in diesem Segment, aber bitte mit etwas mehr geradliniger Führung der Linien und nicht irgendetwas zusammengebasteltes. So sieht sie für mich aus. Die R8 und R9 war ja schon an der Grenze, da sie zu gedrungen wirkte. (Das hätten sie einfach durch einen abgesetzteren Spiegelkasten lösen können, also etwas höher). Möcht mal wissen wo die Ihre Designer herholen? Womöglich nicht aus Deutschland. Design Made in Bangladesch beim Tempelgestalter vielleicht? Na hoffentlich wird`s noch bis Sommer 2009!

Was soll diese Polemik?

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Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 23:51

Das ist typisch deutsches Design: Reduziert, klar und ohne Schnickschnack. Seit ich die S2 gesehen habe, sieht selbst die EOS 5D Mk II wie billige Massenware aus. Plötzlich stechen mir Spalten und Schrauben ins Auge, die ich bis anhin übersehen haben muss. Ein vergleichbares Erlebnis hatte ich vor einem Jahr, als ich erstmals live das iPhone sah und in der Hand hatte, und seither alle Handies nur noch hässlich finde.

Aber gut, ich bin ja auch einer von denen, die vom Design der Leica R8 begeistert sind. Nicht nur vom Aussehen und von der Haptik, sondern allen voran von der Ergonomie: Keine SLR liegt mir so gut in der Hand wie eine Leica R8/R9. Die Japaner scheinen etwas kleinere Hände zu haben, anders kann ich mir nicht erklären, weshalb ich mit keinem japanischen Fabrikat wirklich zurecht komme.

Abgesehen davon, so weit ich weiss, ist seit der R8 ein Berliner Designprofessor für die Formgebung der Leicas zuständig. Also nix Bangladesch. Aber die «ambitionierten» Leica-Knipser sind ja bekanntlich sehr konservative Klientel, ohne Sinn für wirklich geschmackvolles Design. Schlimmer als Mercedes-Fahrer. Ich jedenfalls kann Leica für das sehr gelungene Design nur gratulieren.

"Typisch deutsches Design" - Was für ein herrlicher Unsinn!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 00:30
Gast schrieb:

Das ist typisch deutsches Design: Reduziert, klar und ohne Schnickschnack. Seit ich die S2 gesehen habe, sieht selbst die EOS 5D Mk II wie billige Massenware aus. Plötzlich stechen mir Spalten und Schrauben ins Auge, die ich bis anhin übersehen haben muss. Ein vergleichbares Erlebnis hatte ich vor einem Jahr, als ich erstmals live das iPhone sah und in der Hand hatte, und seither alle Handies nur noch hässlich finde.

Aber gut, ich bin ja auch einer von denen, die vom Design der Leica R8 begeistert sind. Nicht nur vom Aussehen und von der Haptik, sondern allen voran von der Ergonomie: Keine SLR liegt mir so gut in der Hand wie eine Leica R8/R9. Die Japaner scheinen etwas kleinere Hände zu haben, anders kann ich mir nicht erklären, weshalb ich mit keinem japanischen Fabrikat wirklich zurecht komme.

Abgesehen davon, so weit ich weiss, ist seit der R8 ein Berliner Designprofessor für die Formgebung der Leicas zuständig. Also nix Bangladesch. Aber die «ambitionierten» Leica-Knipser sind ja bekanntlich sehr konservative Klientel, ohne Sinn für wirklich geschmackvolles Design. Schlimmer als Mercedes-Fahrer. Ich jedenfalls kann Leica für das sehr gelungene Design nur gratulieren.

Über das Design der S2 lässt sich ebenso streiten wie über das Design der R8. Hier den allwissenden, dicken Design-und-Ergonomie-Willi raushängen zu lassen, ist einfach nur lächerlich.
Mir fallen auf Anhieb nicht nur drei SLR ein, die auch nach vier Stunden Shooting noch erheblich besser und ermüdungsfreier in der Hand liegen als dieses fette Brikett R8 für Grobmotoriker-Hände. Nicht umsonst ist die Gehäuseform von R8 und R9 selbst unter Leica-Fans so umstritten. Im Canon- oder Nikon-Forum habe ich noch nie so lange und kontrovers geführte Design-Debatten über ihr jweiliges Flaggschiff gelesen wie seinerzeit im Leica-Forum zur R8/9...

Grobmotoriker-Hände

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 13:40

Danke für die diskrete Beleidigung! Aber ich habe nunmal Klavierspiel gelernt, und da geht sehr viel über Motorik. Immerhin kommen mir dort meine grossen Finger auch zugute – genau so wie beim Handball. Fehlt nur noch, dass Du Männer mit Schuhgrösse 45 demnächst als Tollpatschen bezeichnest. Design ist Geschmacksache, und zu streiten lohnt sich darüber nicht. Aber Leute, die unqualifizierte Beiträge wie den von mir kritisierten Bangladesh-Post veröffentlichen, müssen ihrerseits gewärtigen lassen, dass ihre Ansicht kaum auf Zustimmung stösst.

Wen wundert's

Bild von Hitzkopf
Eingetragen von
Hitzkopf
(Liebhaber)
am Mittwoch, 24. September 2008 - 11:42
Gast schrieb:

Ein vergleichbares Erlebnis hatte ich vor einem Jahr, als ich erstmals live das iPhone sah und in der Hand hatte, und seither alle Handies nur noch hässlich finde.

Diese Aussage erklärt so Manches. Wer das iPhone schön findet, der findet natürlich auch die S2 schön... Da haben wir ja gleich eine Horde Möchtegerne-Ästheten, die mit einem iPhone, MacBook und einer Leica S2 (vermutlich noch in einer Billingham- oder Crumpler-Tasche eingepackt) bewaffnet durch die Gegend herumstolzieren, wenn sie mal nicht in ihrem Audi TT sitzen...

Ach, welche Vorurteile…

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 13:32

…aber ich muss Dich enttäuschen: Meine Tasche ist von Bally, das ist eine schweizer Traditionsmarke. Und dem TT fehlt das gewisse Etwas und überhaupt: Ich hasse Autos. Die Bezeichnung als Möchtegernästhet muss ich mir nicht gefallen lassen: Ich bin als Architekt von Berufes wegen Gestalter.

Aber...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 14:07

...das muß ja nicht gleichzeitig bedeuten, daß mal von Gestaltung Ahnung hat.

Architekten

Bild von Hitzkopf
Eingetragen von
Hitzkopf
(Liebhaber)
am Mittwoch, 24. September 2008 - 14:19
Gast schrieb:

Die Bezeichnung als Möchtegernästhet muss ich mir nicht gefallen lassen: Ich bin als Architekt von Berufes wegen Gestalter.

Architekten (mein Vater war übrigens auch einer) haben den guten Geschmack bzw. den Sinn für Ästhetik nicht für sich gepachtet. Aber belassens wir es mal dabei, dass Geschmäcker verschieden sind...

Frage:

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 21:07

Hat sich Iwan >DingDongDilli< Böres ein neues Pseudonym zugelegt? Der "Stil" könnte jedenfalls von ihm sein, und das Pseudonym passt auch. Mal sehen, ob "Hitzkopf" in nächster Zeit ähnlich ausfällig wird wie Herr Böres. Wundern würde es mich jedenfalls nicht.

Wenn die Trauben zu hoch liegen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 24. September 2008 - 16:05

Die vielen Füchse meckern hier in diesem unglaublich gehässigen Ton doch nur deswegen rum, weil die Trauben einfach viel zu hoch liegen. Ich bin aber schon erstaunt, wie gut alle über eine Kamera bescheid wissen, die noch gar nicht erhältlich ist. Ich war jedenfalls auf der Photokina, und allein der fabelhafte Sucher ist die 20000 Euro wert. Die Bedienung ist allererste Sahne und das Design ist ein Genuss; ein richtiger Schmeichler für alle Sinne. Das ist nicht unerheblich, wenn man so ein Teil den halben Tag lang in der Hand hat. Von der Grösse her liegt die S2 im Bereich der D700, vom Gewicht her etwa auch. Der Autofokus ist auch abgeblendet sehr fix und ebenso sehr präzis. Für einen Prototypen ist die S2 schon wirklich sehr ausgereift.

By the way: ich fahre keinen Audi TT und habe auch keine Crumplertasche. Der Mac ist nunmal der Standard in der Fotografie. Mir ist es nur recht. Wer damit Probleme hat, ist selber schuld. Aber aufgrund eines Autos oder eine Tasche oder eines Computers auf einen Charakter schliessen zu wollen, ist schon sehr lachhaft.

Das ist

Eingetragen von
Gast
am Montag, 29. September 2008 - 13:52

"Aber aufgrund eines Autos oder eine Tasche oder eines Computers auf einen Charakter schliessen zu wollen, ist schon sehr lachhaft."

das Haupthobby der meisten Kommentatoren hier. Zeige mir deine Kamera und ich weiß wer du bist. Oder anders herum: ich zeige dir meine Kamera und du darfst keine Zweifel haben, dass ich der große Riesegroß-Profi, der Super-Könner bin.

Deshalb wollen alle auch eine möglichst große Kamera, weil die halt nun mal auffälliger ist, als sonne kleine "Popelkamera". Ob das irgend einen effektiven Sinn macht, spielt dabei keine Rolle.

Dass die S2 für sich eine neue Klasse begründet hat, steht außer Zweifel. Dass sie trotz MF-Sensor (ist er ja nicht wirklich, sondern nur größer als KB-VF) in ein kompaktes Gehäuse passt, ist der Tatsache zu verdanken, dass die Kamera konsequent um den Sensor herum gebaut wurde und nicht den Ansprüchen eines ehemaligen MF-Equipments folgen muss. Darüber hinaus wäre es schön gewesen, wenn die Kamera gleich noch eine deutlich konsequentere Digitalisierung erfahren hätte. Aber, das ist der doch eher konservativen Klientel wohl geschuldet.

Aber sonst ist diese Kamera in dem Preissegment schon eine sehr runde Sache. Dass sie darüber hinaus auch noch ästhetischen Ansprüchen genügt, ist eine schöne Dreingabe, die den Anspruch der Benutzer noch zusätzlich unterstreicht. Und sie ist aufgrund der ausreichenden Aulösungsreserven über einen langen Zeitraum zukunftsfähig.