Fujifilm konnte im Geschäftsjahr 2007/2008 bei annähernd gleich­blei­bendem Umsatz den Gewinn erheblich steigern. Der Netto­ertrag stieg um gut 200 Prozent auf 104 Mrd. Yen (661 Mio Euro). Das gute Ergebnis erwirt­schaftete Fujifilm in den Bereichen „Infor­mation Solutions“ und „Document Solutions“ – der Bereich „Imaging Solutions“ hingegen, zu dem auch Digital­ka­meras gehören, ist weit weniger erfolg­reich, soll aber wieder profi­tabel sein bzw. werden:

Presse­meldung von Fujifilm:

Fujifilm Jahres­ab­schluss: Deutliche Ertrags­stei­gerung, Diver­si­fi­zierung in neue Geschäfts­felder

Neuori­en­tierung und Konzern­umbau zeigen Wirkung

29.04.2008

Die Fujifilm Holdings hat den konso­li­dierten Jahres­ab­schluss für das am 31. März 2008 abgelaufene Finanzjahr veröf­fent­licht. Die Ergeb­nisse zeigen, dass die struk­tu­rellen Reformen in den Jahren 2006 und 2007 Erfolg hatten, eine Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen und die Profi­ta­bi­lität deutlich verbessert haben. Auf weltweiter Basis wurde ein Umsatz von 18,02 Milli­arden Euro (2846,8 Mrd. Yen) erzielt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 2,3%. Als opera­tiver Gewinn werden 1,31 Milli­arden Euro (207,3 Mrd. Yen) ausge­wiesen, was einem Anstieg um 83,4% entspricht, der Gewinn vor Steuern beläuft sich auf 1,262 Milli­arden Euro (199,3 Mrd. Yen) und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 93%. Als Netto­ertrag werden 661 Millionen Euro (104 Mrd. Yen) ausge­wiesen, ein Anstieg zum Vorjahr um 203,2%.

Besonders erfolg­reich verlief die Entwicklung im Bereich Infor­mation Solutions (Medical Systems, Life Science, Grafische Systeme, u.a.) der mit einem Anteil von 38,9% zum Gesamt­umsatz beiträgt. Für den Umsatz­an­stieg von 8% in diesem Segment ist insbe­sondere die starke Nachfrage nach medizi­ni­schen Systemen (Synapse PACS und Digitale Mammo­graphie) verant­wortlich. Ebenfalls starkes Wachstum wies der Bereich CTP Druck­platten, sowie Beschich­tungen für Flach­bild­schirme und Fotomodule für Mobil­te­lefone aus. Der Bereich Document Solutions (Bürokom­mu­ni­kation und Dokumen­ten­ver­waltung) wuchs um 3,5 % und weitete den Anteil am Gesamt auf 41,9 % aus. Zum Angebot in diesem Segment gehören Digitale Druck­systeme, Laser­drucker, On- Demand-Publi­shing, Dokumen­ten­ver­waltung und Software. Der Bereich Imaging Solutions (Kameras, Speicher­karten, Bilder­service, Papier und Film) weist einen Umsatz­rückgang von 9,6% aus und hat nun einen Anteil am Gesamt­umsatz von 19,2%. Die stark verrin­gerte Nachfrage nach fotogra­fi­schem Film konnte nur teilweise kompen­siert werden durch den Anstieg bei Papier und anderen Produkten. Auf Basis der nun abgeschlos­senen Restruk­tu­rie­rungs­maß­nahmen arbeitet auch dieser Bereich wieder profi­tabel.

Im Rahmen der Mittel­fris­t­planung betreibt Fujifilm eine offensive Kapital- und Inves­ti­ti­ons­po­litik in wachs­tums­starke Bereiche. Hierzu werden gezielt Ressourcen bereit­ge­stellt, Allianzen und Übernahmen gefördert, sowie hohe Inves­ti­tionen in Forschung und Entwicklung vorge­nommen. Die Ausgaben für die Forschung stiegen im Berichtsjahr um 6% auf 1,18 Milli­arden Euro (187,5 Milli­arden Yen) an, dies entspricht einem Anteil von 6,6% am Umsatz, und damit dem langjäh­rigen Durch­schnitt der Forschungs­aus­gaben im Unter­nehmen. Als strate­gische Wachs­tums­be­reiche gelten: Medizin­technik und Life Science, grafische Systeme, hoch funktionale Materialien (LCD Beschich­tungen, Halbleiter, Tinten für Inkjet Printer), sowie optische Systeme und Dokumen­ten­ver­waltung.

Für das laufende Finanzjahr (31. März 2009) wird eine Umsatz­stei­gerung um 1,9% Prozent prognos­ti­ziert, ein Anstieg des opera­tiven Gewinns um 1,3% und des Ertrags vor Steuern um 5,3%.

Bei der Umrechnung der Daten für das Ende März 2008 beendete Finanzjahr wurde ein Kurs von 158 Yen zu 1 Euro zugrunde gelegt.

Weitere Infor­mation: www.fujifilmholdings.com/en/investors/index.html
 

(thoMas)