Hy6 – die moderne Mittel­for­mat­kamera mit Digital­option – haben wir bereits vorge­stellt: Als Sinar Hy6. Und eine Leaf Hy6 ward auch gesichtet. Wie denn nun? Hier das Original inklusive einer Klärung der Verhältnisse:

Die Hy6 ist eine komplette Neuent­wicklung von Franke & Heidecke auf Basis der Rolleiflex-6000-Serie. An ihr können dementsprechend alle Objektive dieser Serie – beginnend mit denen der SLX – benutzt werden. Es wird zudem eine neue Objek­tivreihe geben, optisch optimiert für die Digital­fo­to­grafie, mechanisch abgespeckt um Bedien­elemente (Einstellringe), die jetzt in die Kamera integriert und damit am Objektiv unnötig sind.

Die verschiedenen Varianten erklären sich so: Ursprünglich sollte die Rolleiflex Hy6 mit Digital­rückteil von Sinar vorge­stellt werden; das ist jetzt die Sinar Hy6; wobei Sinar aber gerade von Leica gekauft wurde und vermeldet, dass Jenoptik sich künftig um die Hy6 kümmern wird. Leaf wiederum bekundete auf der photokina Interesse, und so gibt es jetzt auch eine Hy6 mit Leaf-Schriftzug.

Franke & Heidecke könne sich durchaus vorstellen, diese Kamera auch an andere Hersteller zu liefern, die dann eben ihren Schriftzug eingraviert bekommen, so Geschäfts­führer Hans Hartje. Das mache auch durchaus Sinn, denn der Kunde sieht dann sofort, dass die Kombi­nation aus Kamera und Digital­rückteil aus einer Hand kommt bzw. vom Hersteller getestet wurde. Ein Hersteller hätte zudem die Möglichkeit, die Verwendung bestimmter Digital­rückteile – etwa die der Konkurrenz – zu unter­binden, indem er die Kommu­ni­kation Kamera – Rückteil nur für die eigenen Modelle freischaltet.

Wie dem auch sei, eine Hy6 kommt immer aus Braun­schweig von Franke & Heidecke. Und deshalb gibt es die Rolleiflex Hy6 als das Original, und zwar laut Marke­ting­leiter Dietmar Kanzer definitiv ab April 2007. Der Preis steht noch nicht fest, wird sich aber, so Dietmar Kanzer, an der Konkurrenz (sprich: Hasselblad) orien­tieren. Womit wir in einem Preis­bereich von um die 5000 Euro liegen.

Auf der photokina ist der Prototyp zu sehen; an der Farbge­staltung wird augen­blicklich noch gefeilt – die Bedien­elemente werden definitiv farblich etwas anders angelegt.

Hier noch die Rollei-Infor­ma­tionen zur Hy6:

Made in Germany by Franke & Heidecke

Spitze in beiden Welten: Analog und digital

Rolleiflex Hy6

Die neue Rolleiflex Hy6 – Synergie aus Univer­salität und hochklassiger Technologie

Fotogra­fieren heißt „Gestalten mit Licht“. Die Frage, ob Film oder elektro­nischer Sensor ist für die Gestal­tungsfrage unbedeutend. Entscheidend ist das Ergebnis.

Die digitale Bildauf­zeichnung ist in der profes­sio­nellen Fotografie zwingend geworden. Die digitalen Techniken erlauben es dem Fotografen schneller und sicherer zu hervor­ra­genden Ausar­bei­tungen und Wiedergaben in Druck­schriften zu gelangen.

Für die neue Rolleiflex Hy6 wurde der rasanten Entwicklung neuester Digital-Rückteile Rechnung getragen. Die Rolleiflex Hy6 erfüllt die hohen Voraus­set­zungen, die Digital-Rückteile an die Kamera stellen:
• absolute Erschüt­te­rungs­freiheit durch linear­mo­tor­ge­steuerte Verschluss­la­mellen.
• integrierter RGB-Sensor für automa­tischen Weißab­gleich.

Für den Anwender ergibt sich daraus eine hohe Inves­ti­ti­ons­si­cherheit der kamera­seitigen Hardware.

Das „Sinarback eMotion75“ z. B. besticht besonders durch seine kompakten Abmes­sungen und sein geringes Gewicht von nur 600 g. Darüber hinaus ist es einfach und intuitiv zu bedienen und überzeugt durch Schnel­ligkeit – innerhalb von 2 Sek. nach dem Einschalten ist das Gerät bereits betriebs­bereit. Auch die Menüführung ist praxis­gerecht konzipiert, so dass sich der Fotograf voll auf sein Motiv konzen­trieren kann, ohne sich mit umständ­lichen Bedie­nungs­ab­läufen abmühen zu müssen.

Die Auflösung des 48 x 36 mm großen Rückteil­sensors liefert dem Fotografen 6668 x 4992 Bildpunkte und bietet eine Farbtiefe von 16 Bit pro Farbe. So sind spätere Farbkor­rekturen möglich, ohne dass Lücken im Histogramm auftreten. Die Empfind­lichkeit des CCD- Sensors, der einen Dynamik­umfang von 12 Blenden­stufen aufweist, kann von ISO 50 bis 400 einge­stellt werden. Die Aufnah­me­ge­schwin­digkeit liegt bei max. 1,5 Sek. bzw. 40 Bildern pro Minute bei digitalem Rückteil.

Leistungs­merkmale, die überzeugen
• Messin­strument inklusive
• Im Kamera­körper integrierte TTL-Belich­tungs­messung. Nur bei dieser Lösung bleibt die Messung mit allen Sucherauf­sätzen und Objek­tiv­vor­sätzen voll erhalten.
• Drei Methoden der Belich­tungs­messung: mitten­betonte Mehrzo­nen­messung, Spot und Multi-Spot.
• Wahl zwischen Zeit-, Blenden- und Programm­au­tomatik, sowie einer manuellen Nachführ­be­lich­tungs­messung.
• Messcha­rak­te­ristik bleibt unabhängig von Sucheroder Einstell­schei­ben­wechsel erhalten.
• Moderne TTL-Blitz­licht­messung in der Filmebene.
• RGB-Scanner für Weißab­gleich . Der hohe Quali­täts­an­spruch der digitalen Bildauf­zeichnung bedingt ein ebensolches Kamera-System. Die Rolleiflex Hy6 erfüllt alle Voraus­set­zungen dafür. Die Kombi­nation aus Mittel­for­mat­kamera und Hochleis­tungs­rückteil ist die ideale Aufnah­me­einheit für alle Fotografen, die auf höchste Mobilität setzen, ganz gleich, ob im Studio oder „on location“.
• Elektronisch gesteuerter Zentral­ver­schluss mit blitz­syn­chro­ni­sierten Zeiten von 1/1000 bis 30 Sekunden.
• Hochwertige Direct-Drive-Linear­motoren steuern Blende und Verschluss in 1/3 Stufen präzise an.
• Bei PQS-Objektiven liefern Verschluss­la­mellen aus Karbon­fasern in Verbindung mit Neodym-Hochleis­tungs­ma­gneten in den Linear­motoren bis zu 1/1000 s Belich­tungszeit.
• Weiter­ver­wendung sämtlicher Wechsel­ob­jektive des Rolleiflex 6000-Systems ohne Adapter seit 1974.
• Im Filmmagazin einge­bauter motorischer Filmtransport für Einzel­auf­nahmen und Serie mit einmaligen 1,5 Bildern pro Sekunde.
• Bei Serien­auf­nahmen wird die Belichtung zwischen den einzelnen Aufnahmen automatisch überprüft und ggf. korrigiert.
• Selbst bei Einzel­auf­nahmen zahlt sich der Motor aus: nichts stört die Konzen­tration des Fotografen, kein Handgriff zwischendurch, keine Stand­punk­tän­derung oder ungewollter Bildaus­schnitt. Die Kamera liegt stets ruhig in der Hand.

Technische Daten Rolleiflex Hy6 (vorläufig)

Kameratyp: Einäugige Spiegel­re­flex­kamera mit automa­tischer Mehrfach-Belich­tungs­steuerung, variabler Messcha­rak­te­ristik, TTL-Blitz­au­tomatik (SCA 3000), motorischem Filmtransport über Filmmagazin.
AF-Funktion: AF-Kreuz-Sensor (Mehrfeld). Integrierter Rotlicht-Gitter­pro­jektor für AF-Messung bei schlechten Licht­ver­hält­nissen. Verwendung von älteren 6000-Objektiven mit Fokus­in­di­kation möglich
Aufnah­me­formate auf Film: 6 x 6 cm und 4,5 x 6 cm
Filmsorten: 120er und 220er Rollfilm für 16 bzw. 32 Aufnahmen 4,5 x 6 cm (6 x 6 cm in Vorbe­reitung)
Filmemp­find­lichkeit: ISO 25/15° bis 6400/39° in Drittel­stufen; an Wechsel­magazin einstellbar
Verschluss: Elektronisch gesteuerter Zentral­ver­schluss von 1/1000 (PQS-Objektive) bis 30 Sekunden und B
Belich­tungs­messung: 1. Mitten­betonte Mehrzo­nen­messung; 2. Spotmessung über Fotodiode in Bildmitte (ca. 1 % der Filmbild­fläche); 3. Multi-Spot-Messung durch Messen
und Speicherung von bis zu fünf Einzel­werten; 4. Automa­tische Fremd­licht­kom­pen­sation bei Messung und Auslösung; 5. Integrierter RGB-Sensor für automa­tischen Weißab­gleich bei Digital­fo­to­grafie
Belich­tungs­funk­tionen:
1. Blenden­au­tomatik mit Zeitvorwahl; 2. Zeitau­tomatik mit Blenden­vorwahl; 3. Programm­au­tomatik mit Kurzzeit-Priorität; 4. Manuelle Nachführ­messung in Drittel­stufen
Messbe­reiche: 1. Belich­tungs­messung LW 0 bis LW 19 bei ISO 100/21°, f2,8/80 mm; 2. AF-Bereich LW 1 bis LW 19 bei ISO 100/21°, f2,8/80 mm; 3. TTL-Blitz 25 – 1600 ISO
Messwert­speicher: Arbeitet bei allen Automa­tik­Pro­grammen, speichert Zeit und Blende (Lichtwert)
Belich­tungs­kor­rektur: 1. Von –42/3 bis +2 LW in Drittel­stufen manuell einstellbar; 2. Über Belich­tungs­rei­hen­au­tomatik (S±Pos.) (mit 1/3 LW o. 2/3 LW Abstufung)
Blitz­au­tomatik: TTL-Blitz­licht­steuerung in der Filmebene. Anzeige von Blitz­be­reit­schaft und Belich­tungs­kon­trolle im Sucher. Automa­tische Blitz­zu­schaltung mit Metz-System­blitzen bei geringem Umgebungslicht möglich, additive Blitz­auf­hellung
TTL-Studio-Vorblitz-Belich­tungs­messung: In Verbindung mit Studio­b­litz­anlagen
Blitz­syn­chro­ni­sation: Bei allen Verschluss­zeiten von 1/1000 bis 30 Sekunden, Blitzschuh mit Synchron­mit­ten­kontakt und Kontakten für System­blitz­geräte der Fa. Metz. SCA-Schnitt­stelle über Adapter SCA 3562
Mehrfach­be­lichtung: 1. Über entkup­pelbaren Filmtransport bei Schal­ter­stellung ME an der Kamera und konstanter Bildkon­trolle im Sucher; 2. Über elektro­nische Trans­port­un­ter­drückung ohne Bildkon­trolle z. B. für Digital­rückteile
Reflex­spiegel: Voraus­lösbarer und direkt angetriebener Rückschwing­spiegel mit teildurch­lässiger Vielfach­be­schichtung, Eingriffs­mög­lichkeit auch nach Voraus­lösung
Suchersystem: Serien­mäßiger Faltlicht­schacht mit heraus­klappbarer Lupe, auswech­selbar gegen 90° High-Eyepoint Fernrohr­sucher, wechselbare Einstell­scheiben. Super-Helle High-D-Screen-Einstell­scheibe im Liefer­umfang enthalten
Sucherinfor­mation: Beleuchtete LC-Sucheranzeige für Fokus­sier­zustand, Verschlusszeit und Blende (mit Drittel­stufen-Anzeige), Belich­tungs­ab­gleich bei manueller Nachführ­messung, Belich­tungs­kor­rektur, Spot-/ Multi-Spot, Blitz­be­reit­schaft, Blitz­be­lich­tungs­kon­trolle, Filmemp­find­lichkeit, Sonder­funk­tionen, Bildzähler, Hoch- oder Querformat bei 4,5 x 6 cm, Akkukon­trolle.
Filmtransport: Automatisch durch im Magazin integrierten Hochleis­tungsmotor, Einzel- und Serien­schaltung mit bis zu 1,5 B/s. Filmvor­spul­au­tomatik mit Transport bis Bild 1, automa­tische Filmauf­s­pulung nach Belichtung des letzten Bildes
Energie­ver­sorgung: Über Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akku 7,2 V
Handgriff: In drei Stufen rastbar (für Licht­schacht bzw. 90o-Sucherbetrieb), Leder-Handschlaufe abnehmbar
Wechsel­ma­gazine: Magazin 4560 mit integriertem Laminar-Rollo, Bildzählwerk, Eingabe der Filmemp­find­lichkeit, Filmsor­ten­anzeige und vorladbarem Filmeinsatz.
Digital­rückteile: Wählbare Sonder­funk­tionen und Grund­ein­stel­lungen
Über Menüfunktion: 1. Blitz­syn­chron­zeitpunkt; 2. Vorblitz-Messung; 3. Selbst­auslöser; 4. Leiselauf an/aus; 5. Trans­port­un­ter­drückung an/aus; 6. Mitten­be­tonung der Belich­tungs­messung an/aus; 8. AF-Feldwahl; 9. Belich­tungs­rei­hen­au­tomatik, in Stufen wählbar, ±1/3 / ±2/3 LW; 10. Bildzäh­ler­anzeige
Anschlüsse: 1. 8-poliger verschraubbarer Universal-Stecker­an­schluss für elektrischen Kabel­auslöser und weitere elektro­nische Zusatz­geräte; 2. Schnitt­stelle zu Digital­rück­teilen und PC (MasterWare); 3. USB-Buchse
PC-Anbindung: Indivi­duelle Program­mierung und Steuerung sämtlicher Kamera­funk­tionen mit der Software „MasterWare“ (optional) für Windows möglich. PC-Anschluss an 8-poligen Universal-Stecker­an­schluss der Kamera
Stativ-Schnell­kupplung: Mit 1/4 und 3/8-Zoll-Stativgewinde
Abmes­sungen, Gewicht: 1. Ohne Objektiv, ohne Magazin: 157 x 112 x 78 mm; 2. Ohne Objektiv: 900 g, Kpl. mit Standard-Objektiv 2,8/80 mm und Magazin 4560: 1700 g

Technische Änderungen vorbe­halten.

(thoMas)