Viele Lehren sind wie eine Fensterscheibe. Durch sie sehen wir die Wahrheit, aber sie trennt uns von der Wirklichkeit.

— Khalil Gibran

BENUTZERANMELDUNG

Fujifilm: Filme werden teurer

Ab April 2014 will die japanische Fujifilm Corporation die Preise für Farbnegativ-, Farbdia- und Schwarzweißfilme deutlich anheben. Begründet wird das mit der nachlassenden Nachfrage und den steigenden Produktionskosten:

Wie Fujifilm dieser Tage meldete, sollen die Filmpreise ab April 2014 weltweit erneut deutlich angehoben werden, nachdem bereits vor rund zwei Jahren, zum Mai 2012, eine ähnliche Preiserhöhung anstand. Die Preiserhöhung werde auf jeden Fall im zweistelligen Prozentbereich liegen, so Fujifilm, wie hoch genau, das hänge von den Produkten, Märkten und Regionen ab.

Fujifilm begründet das mit der nachlassenden Nachfrage und den steigenden Produktionskosten. Öl und Energie würden immer teurer. Das könne man nicht mehr abfedern und sei gezwungen, diese Kosten einzukalkulieren. Um das „photo imaging business*“ zu erhalten, habe man sich zu den Preiserhöhungen entschlossen.

Betroffen sind alle fotografischen Filmmaterialien: Farbnegativ-, Farbdia- und Schwarzweißfilme, und auch die Einwegkameras „QuickSnap“.

Allerdings, und das freut die analoge Fraktion dann doch, sagt Fujifilm in der Meldung auch, dass man sich den fotografischen Produkten nach wie vor verpflichtet fühle („Fujifilm remains committed to photographic products despite its price change.“).

(thoMas)
 
 
(* Soweit wir das aus den Geschäftsberichten herauslesen können, beschreibt Fujifilm mit dem Begriff „photo imaging business“ den gesamten Analogbereich: Filme und Papiere.)
 

Fuji Film

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 21. Dezember 2013 - 14:57

Na ja, immer noch besser, als die Produktion ganz einzustellen. So kann ich wenigstens auch später noch meine Analog-Kameras einsetzen. Auch muss ich mir dann keine Sorgen über mangeldes Filmmaterial machen.

Die Folgen sind absehbar:

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 21. Dezember 2013 - 15:22

Die Nachfrage wird noch weiter sinken, die Ölpreise eher nicht, und auf Dauer wird sich das „photo imaging business" dann auch nicht mehr halten lassen.

strong Gastkommentar

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Samstag, 21. Dezember 2013 - 20:18

Wo wir noch
bei schwindendem Grün
die Sprüche für
das Heraustreten ins Licht
zusammen sammeln

jagen sie nur
ditch-it-all natives
Ureinwohner der Verblödung
denen man das Licht elektrisch vorkaut
mit verpixeltem Blick vorrüber.

Plaubel schrieb: Wo wir

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 00:16
Plaubel schrieb:

Wo wir noch
bei schwindendem Grün
die Sprüche für
das Heraustreten ins Licht
zusammen sammeln

jagen sie nur
ditch-it-all natives
Ureinwohner der Verblödung
denen man das Licht elektrisch vorkaut
mit verpixeltem Blick vorrüber.

zu viel Glühwein bei der Weihnachtsfeier?

game over, ha ha ha!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 21. Dezember 2013 - 23:55

und der Letzte macht dann das Licht aus.

Lang lebe die chemikalienfreie Photonenzählung!

Ok

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 08:50

Aber chemiekalienfrei ???

Naja,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 10:59

bei uns kommt der Strom auch aus der Steckdose....

game over, ha ha ha

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 13:18
Gast schrieb:

und der Letzte macht dann das Licht aus.

Lang lebe die chemikalienfreie Photonenzählung!

Und was hast du dann davon? Oder nur Schadenfreude? Armseelig.

Ok,...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 00:41

...das war eine Frage der Zeit. Dass sich Fuji verpflichtet fühlt.....bla, bla, bla,....., ist natürlich in dem Zusammenhang nettes Marketing-Sprech. Wenn irgendwann die Zahlen nicht mehr stimmen, wird das Zeugs eingestampft (siehe Kodachrome!). Bis dahin erhöht der Konzern sukzessive die Preise. So ist das in der Marktwirtschaft.

Ich bin kein Analog-Basher. Habe selbst Jahrzehnte so fotografiert, Mittelformat um die halbe Welt geschleppt. Aber die Realitäten sind einfach wie sie sind. Es ist vielleicht 10 Jahre her, als die wenigen noch aktiven 8mm-Filmer für 1 Rolle Kodachrome 50 Euro hinblättern mußten - und für die Entwicklung nochmal so viel. In diese Richtung entwickelt sich letztlich auch die Analog-Fotografie. Es war in den letzten Jahren ein wohlgepfelgter Wünschraum - und ist es bei den Analog-Fanboys noch (!) -, dass die Analogfotografie als kuschelige Nische die nächsten 500 Jahre überlebt. Ich gebe ihr noch 10 Jahre, vielleicht 15...

Die Daguerriotypie galt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 09:25

Die Daguerriotypie galt schon 1860, ca. 20 Jahre nach ihrer Erfindung, als obsolet -und es gibt sie immer noch (=180 Jahre). Im Gegenteil, es stürzt heute Menschen in moralische Verwirrung, etwas, dass ein ähnliches Bild in digitaler Version gar nicht könnte http://theonlinephotographer.blogspot.com/2006/09/moral-confusion.html

Die Fotografie auf Film hat noch locker 100 Jahre vor sich. Namen wie Fuji oder Kodak sind dafür ganz und gar nicht erforderlich.

Aber: Konvertiten wünschen sich immer den Untergang ihrer alten Religion. Spuren verwischen und so...
Überhaupt muss es die Digitalknipser wahnsinnig schmerzen, dass es die Fotografie, also die echte, die auf Silberhalogenid, immer noch gibt. Ja, die stete Gegenwart des Originals macht die Belanglosigkeit der schlechten Kopie so furchtbar deutlich.

Digital knipsen kann jeder trainierte Affe, und das weiss auch jeder.

Moralische Verwirrung?

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 12:26

Weils aussieht, wie aus einer Instagramm-App ...?

Die echte Fotografie

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 13:14
Gast schrieb:

Die Daguerriotypie galt schon 1860, ca. 20 Jahre nach ihrer Erfindung, als obsolet -und es gibt sie immer noch (=180 Jahre). Im Gegenteil, es stürzt heute Menschen in moralische Verwirrung, etwas, dass ein ähnliches Bild in digitaler Version gar nicht könnte http://theonlinephotographer.blogspot.com/2006/09/moral-confusion.html

Die Fotografie auf Film hat noch locker 100 Jahre vor sich. Namen wie Fuji oder Kodak sind dafür ganz und gar nicht erforderlich.

Aber: Konvertiten wünschen sich immer den Untergang ihrer alten Religion. Spuren verwischen und so...
Überhaupt muss es die Digitalknipser wahnsinnig schmerzen, dass es die Fotografie, also die echte, die auf Silberhalogenid, immer noch gibt. Ja, die stete Gegenwart des Originals macht die Belanglosigkeit der schlechten Kopie so furchtbar deutlich.

Digital knipsen kann jeder trainierte Affe, und das weiss auch jeder.

Wie Kodak schon vor Dekaden sagte:
"you push the button we do the rest".Waren das die "echten" Affen?

Nicht schwatzen, sondern

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 13:14

Nicht schwatzen, sondern kaufen. Film (über)lebt nur durch tragfähige Umsätze.

Gast schrieb: Digital

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 14:06
Gast schrieb:

Digital knipsen kann jeder trainierte Affe, und das weiss auch jeder.

das ist für mich genau das Schöne dran. ;-)

Endlich kann ich Lichtbildner sein, statt als Chemikalienpanscher und halber Optiker dilettieren zu müssen. Sehe vor, bei und nach der Aufnahme sofort, was Sache ist. Kann unmittelbar reagieren, korrigieren, experimentieren. Statt in Tabellen nachsehen, messen, raten und warten, warten, warten zu müssen. Befreit vom überkommenen Ballast des lichtsensitiven Substrats kann ich sehen, mir mein Bild der Welt machen, es gestalten und quer über den Globus augenblicklich mit anderen teilen - wenn ich will. Geräte und Technik sind endlich auf das leicht tragbare Minimum reduziert, der Spass am Hobby maximiert, die alten Zöpfe radikal abgeschnitten.

Die Analogies können von mir aus Ihre Köpfe unter ein schwarzes Aufnahmetuch stecken und den guten alten Zeiten nachweinen, als die Aufnahme und Produktion eines "Photos" noch "wahren Experten und Künstlern" (wie ihnen) vorbehalten war. Ich dagegen freue mich über die Ermächtigung für Krethi und Plethi jederzeit ohne viel finanziellen Aufwand und ohne großes Trara ganz einfach Photonen in Elektronen umwandeln zu können und dürfen. Basisdemokratie im visuellen Bereich! Bild-Erschaffung von unten. Ende der Hofbildstellen und Hofberichterstattung der Mächtigen. Handyfotos von den Barrikaden der Revolution, YouTube Vilme aus verbotenen Zonen, Amateurbilder von den nackten Kaisern. Alle Macht der digitalen Lichtbildnerei! :-)

sehr schön

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 31. Dezember 2013 - 13:37
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Digital knipsen kann jeder trainierte Affe, und das weiss auch jeder.

das ist für mich genau das Schöne dran. ;-)

Endlich kann ich Lichtbildner sein, statt als Chemikalienpanscher und halber Optiker dilettieren zu müssen. Sehe vor, bei und nach der Aufnahme sofort, was Sache ist. Kann unmittelbar reagieren, korrigieren, experimentieren. Statt in Tabellen nachsehen, messen, raten und warten, warten, warten zu müssen. Befreit vom überkommenen Ballast des lichtsensitiven Substrats kann ich sehen, mir mein Bild der Welt machen, es gestalten und quer über den Globus augenblicklich mit anderen teilen - wenn ich will. Geräte und Technik sind endlich auf das leicht tragbare Minimum reduziert, der Spass am Hobby maximiert, die alten Zöpfe radikal abgeschnitten.

Die Analogies können von mir aus Ihre Köpfe unter ein schwarzes Aufnahmetuch stecken und den guten alten Zeiten nachweinen, als die Aufnahme und Produktion eines "Photos" noch "wahren Experten und Künstlern" (wie ihnen) vorbehalten war. Ich dagegen freue mich über die Ermächtigung für Krethi und Plethi jederzeit ohne viel finanziellen Aufwand und ohne großes Trara ganz einfach Photonen in Elektronen umwandeln zu können und dürfen. Basisdemokratie im visuellen Bereich! Bild-Erschaffung von unten. Ende der Hofbildstellen und Hofberichterstattung der Mächtigen. Handyfotos von den Barrikaden der Revolution, YouTube Vilme aus verbotenen Zonen, Amateurbilder von den nackten Kaisern. Alle Macht der digitalen Lichtbildnerei! :-)

geschrieben, aber ich finde beides sehr spannend. Es ist eifach wunderbar einen Abzug in der Schale sich entwickeln sehen und es ist wunderbar ein Foto direkt aus der Kamera und die Welt zu schicken. Also entspannt euch, jeder kann machen was er will und das ist gut so!!

Beste Grüße und einen guten Rutsch ins analoge und digitale 1014

Gast schrieb: Aber:

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 15:10
Gast schrieb:

Aber: Konvertiten wünschen sich immer den Untergang ihrer alten Religion. Spuren verwischen und so...
Überhaupt muss es die Digitalknipser wahnsinnig schmerzen, dass es die Fotografie, also die echte, die auf Silberhalogenid, immer noch gibt. Ja, die stete Gegenwart des Originals macht die Belanglosigkeit der schlechten Kopie so furchtbar deutlich.

Sorry, aber das ist ausgemachter Unfug! Die Diskussionen Analog vs. Digital wurden mal vor 10 Jahren geführt (in der Hauptsache aber auch nur in Fotoforen, mit oft wenig Bezug zur Realität). Inzwischen ist das Thema nun wirklich "gegessen".

Kein Mensch will irgend jemanden sein Hobby madig machen. Es geht um die wirtschaftlichen Fakten: Der Verkauf und die Entwicklung analogen Materials ist weiter im Sinkflug. Dass Hersteller mit Preissteigerungen gegensteuern, ist nur natürlich (wenn auch nicht wünschenswert). Diese Entwicklung wird aber nicht unendlich weitergehen. Irgendwann ist die "kritische (Minimal-)Masse" erreicht, bei der die Hersteller kein Geld mehr verdienen. Spätestens dann ist Schluß mit lustig.

Wann genau dieser Zeitpunkt gekommen sein wird, ist - zugegeben - reine Spekulation. Aber der Übergang von Analog zu Digital ging rasanter, als man es je für möglich gehalten hätte. Vor 15 Jahren haben alle über Digital gelächelt. Noch nach dem Jahr 2000 verkündete der damalig Chef von Leica, dass der Digital-Spuk bald vorbei sein und man sich wieder auf die wahren Fotowerte besinnen würde. Heute, kaum 10 Jahre später, gibt es außer der Nikon F6 für knapp 2000 Euro und ein paar Mittelformat-Exoten keine vernünftige filmbasiete Kamera mehr zu kaufen, und die Preise für Filmmaterial haben sich verdopplet und verdreifacht. Man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen, wie der Stand nach den nächsten 15 Jahren sein wird.

Keine vernünftige

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 26. Januar 2014 - 12:56

Keine vernünftige Filmkamera mehr? Naja, neu hergestellt werden nur noch ganz wenige (Handarbeit, vllt. auch maschinell). Aber gebraucht gibts bei eBay (falls Sie davon schonmal was gehört haben) viele sehr gute.

Nostalgische Schönfärberei...

Eingetragen von
aesthet
(Stammgast)
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 23:39
Gast schrieb:

Digital knipsen kann jeder trainierte Affe, und das weiss auch jeder.

Die Knipsaffen gab es auch schon zu analogen Zeiten. Es wurden nur nicht -vermutlich aus Kostengründen- so viele Bilder produziert, die Filme vergammelten in den Kameras. Nicht selten wurde ein Film pro Jahr verschossen und sorgte für Überraschungen nach der Entwicklung "Oh schau mal, da lebte Onkel Helmut noch!".
Aber das war doch auch Geknipse, kaum zu ertragen, legendär sind doch die anstrengenden Diaabende, die man sich auch mit dem gereichten schlechten Weinbrand aus der Spiegelbar kaum schön trinken konnte.

Mancher erinnert sich auch noch an die Motivation der Kamerahersteller Ende der 70er, Autofokus als Technologie einzuführen. Hauptgrund für Ausschuss in den Entwicklungsanstalten waren unscharfe Motive, das sollte sich ändern, um der Kundschaft ein größeres Erfolgserlebnis zu bieten und damit den Markt insgesamt zu beleben. Also, auch damals viel Mist dabei.

Dass sich die Fotografie kontinuierlich von einer Geheimwissenschaft für wenige Begüterte zu einem Ausdrucksmittel und Hobby für viele entwickelt, tut ihr gut....mit oder ohne analogen Film.

P.S.: Und auch wenn ich mir immer vornehme, meine Mittelformatkamera mal wieder zu nutzen, ich tue es doch nicht. Und so geht's wahrscheinlich fast allen.

Zitat: Ja, die stete

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 08:58
Zitat:

Ja, die stete Gegenwart des Originals macht die Belanglosigkeit der schlechten Kopie so furchtbar deutlich.

Das ist genau der Punkt. Schnell noch die Bequemlichkeit schön reden und über die gestiegenen Kosten das Mäntelchen des Schweigens breiten. Nur nichts davon wissen wollen welche Katastrophe das digitale Geknipse für die Umwelt ist. Die Haltbarkeit der Bilder konsequent schönreden. Auf keinen Fall hinsehen oder Vergleichen. Wenn Bilder schärfer sind als das menschliche Auge sie sieht - einfach rumlabern, Bilder seien immer schon eine Abstraktion. Wenn feine Dichte,- und Tonwertübergänge fehlen - einfach erzählen es habe so ausgesehen.

Sorry, ich schätze die PS-Klientel, also die 50+ mit Fotoweste, haben eigentlich nur einen Grund sich Digital schön zu reden: Ihre tiefsitzende Angst abgehängt zu werden.
Tja, und das werden sie aber gerade.
Was sie nicht so richtig mitbekommen haben ist, dass, wie bei ihrem heissgeliebten Auto auch, sich keiner in meinem Alter (<30) für ihren Technikquatsch interessiert. Warum sinken denn wohl die Verkaufszahlen der Digitalkameras, wenn das alles so toll ist? Warum gibt es diese absurde Preispolitik-siehe Schnäppchen-Artikel hier?
Digger, wenn Analog am Ende ist dann ist es Digital aber auch sowas von...

Krokodilstränen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 06:04

Nun ja, wer hat denn auch daran geglaubt, dass es anders kommen würde?
Der Profit-Gag war, eine Leiche wiederzubeleben und dazu das entsprechende Marketing einzusetzen.
Und ich quittiere es somit mit einem höhnischen Lachen, wenn hier Fujifilm sich "fotografischen Produkten nach wie vor verpflichtet fühle."

Es gibt da draußen nur eins: Krieg um jeden Cent. Und die Wahrheit stirbt in jedem Krieg bekanntlich zuerst.
Wer also bei solchen Marketing-Sprüchen wie dem von Fuji feuchte Augen bekommt, muss wohl den Schuss immer noch nicht gehört haben oder ein unbelehrbarer Liebhaber sein.

So bleibt alles, wie es ist: Leute, die fotografisch tätig sind, passen sich den Gegebenheiten der Zeit an und machen ihren Job. Der Rest spinnt sich einen zurecht. Warum nicht. Wenn's Geld bringt? (Wem auch immer.)

Gut Licht!

Keine Überraschung!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 10:34

Damit war ja nun zu rechnen. Es kommt wie es kommen muss: Wenn die Nachfrage sinkt, hat das zwangsläufig Auswirkungen auf das Angebot. Fuji selber wäre es anders vermutlich lieber. Ich wage mal die Prognose, dass es in 10 oder 15 Jahren aus dem Hause Fuji gar keine Filme für die klassische Fotografie mehr geben wird. Kleine Spezialanbieter, die für Enthusiasten produzieren, haben in ihrer Nische sicherlich noch länger Chancen, sich zu halten. Großindustriell lohnt sich die Produktion dann aber nicht mehr.

Jedes Ding hat seine Zeit und jede Zeit hat irgendwann ihr Ende...

Gast schrieb: Jedes Ding

Bild von Plaubel
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Plaubel
(Ehrengast)
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 13:58
Gast schrieb:

Jedes Ding hat seine Zeit

...und die des digitalen Bildes ist sehr kurz.

Und die des digitalen Fotografen noch viel kürzer: In Österreich gibt es jetzt den Begriff Berufsfotografen nicht mehr. Denn, so fand ein Gericht, im Gegensatz zum analogen Bild, dass Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt, kann JEDER digitale Bilder herstellen. Also kann es folgerichtig auch kein Beruf mehr sein. Herzlichen Glückwunsch!
http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/0/9/8/CH0003/CMS13873636...

Lieber Plaubel

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 09:43

Die Digitalfotografie mag ja an Vielem Schuld sein, aber an den Zuständen in der österreichischen Fotografenlandschaft nicht. Höchstens insofern, als mit dem Aufstieg der Digitalfotografie, der Abstieg einer selbstgerechten, in wesentlichen Belangen völlig unfähigen Fotografeninnung einher ging.

Dazu eine kleine (persönliche) Geschichte: Es mag vor etwa 10 Jahren und einem Tag gewesen sein, als uns freien Mitarbeitern der Tagespresse, das Schreiben einer regional bedeutsamen Zeitung erreichte, in dem uns die Honorare einseitig um bis zu 40% gekürzt wurden (mit der Begründung, dass die Gestehungskosten der Digitalfotografie um so viel "billiger" seien - zu einer Zeit, wo sich alle Berufsfotografen (!) gerade mit sehr teurem Digitalequipment eingedeckt hatten). Eine Vorgehensweise, die der offiziellen Zwangsvertretung der Fotografen keinerlei Reaktion zu entlocken vermochte (allenfalls den Hardlinern dort, Genugtuung gegenüber dem immer schon freien Gewerbe der Pressefotografen). Darauf hin habe ich Verfassungsklage gegen die Innung, genauer, gegen die Zwangsmitgliedschaft dort, eingebracht. Diese Klage blieb, im wörtlichen Sinne, unentschieden - was ich zum Anlass nahm, meinen Gewerbeschein zurück zu legen, und seither als freier Journalist, inzwischen auch als "neuer Selbständiger" tätig zu sein. Ohne jemals wieder von den Kakaniern behelligt zu werden ...

Was ich damit ausdrücken möchte: Der Istzustand der Fotografie als Beruf spiegelt mehr "österreichische Zustände" (Schäuble nannte das unlängst, in anderem Zusammenhang, tu felix Austria - sic), als es jener Realität Rechnung trägt, die der Fotografie immer schon (auch ganz analog schon) zu Grunde gelegen ist: Vielleicht mehr als andere Berufe, ist die Fotografie in den Augen vieler Protagonisten eine Form der Berufung, als dass sie zu politischen Spielchen einer kafkaesken Schattenregierung in einem harmlosen Alpenländchen taugt.

Die Digitalfotografie mag die Sitten verdorben, auch den Geschmack und die Zahlungswilligkeit deutlich gedrückt haben. Dass es überhaupt so weit kommen hat können, haben sich die Hüter des "Heiligen Grals" Berufsfotografie aber ganz alleine zuzuschreiben. Und somit auch den Umstand, dass es inzwischen Einem gelungen ist, auch ganz offiziell über das Kuckucksnest zu fliegen ...

Lieber chris h, es ist aber

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Plaubel
(Ehrengast)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 10:36

Lieber chris h, es ist aber schon ein Zeichen einer Entwicklung. Erst wurden Autorenrechte missachtet [man versuche mal in Druckerzeugnissen - von online-Medien ganz zu schweigen- den Namen des Fotografen zu finden, dessen Bild einen interessiert], dann die Fotografen selbst. Mag es noch spezifisch österreichische Wendungen geben, der Tenor ist, man hat mit der digitalen Technik den Respekt vor dem Bild und vor den Bildermachern verloren.

Als Ende 2001 die FAZ ihre legendäre Tiefdruckbeilage [mit großformatig schwarz-weißen Bildern von Barbara Klemm, Wolfgang Haut sowie Chargesheimer, Robert Häusser, Thomas Höpker, Barbara Klemm, Robert Lebeck, Otto Steinert, Liselotte Strelow] weglassen, und auch gleich auf Farbbilder umstellen wollte, gab es unter zahlreichen Fotografen, Künstlern, Literaten einen Aufschrei der Empörung. Offenbar waren vielen die Bilder und ihre Präsentation wichtig. Ich selbst habe, noch als Schüler, Samstags die FAZ gekauft um die Bilder von Barbara Klemm zu sehen.

Libération hat den Lesern vor kurzem mal gezeigt, wie eine Zeitung ohne Bilder aussehen würde: http://www.bjp-online.com/2013/11/french-newspaper-removes-all-images-in...

Die sogenannte 'Demokratisierung' des Mediums, genauer, seine Entprofessionalisierung, hat die Diskurshöhe gesenkt und den Überblick vernebelt. Was wir brauchen, sind gute, kuratierte Seiten wie die von David Alan Harvey: http://www.burnmagazine.org/
Kompetenz die auswählt statt beliebiger Masse. Dann klappt's auch digital.

Die digitale Technik

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chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:23

war und ist ein guter Vorwand für alle möglichen "Kapitalisten", im Sinne der Gewinnmaximierung zu wirtschaften. Besonders deswegen kommen sie auch nicht wieder, die analogen Zeiten, mit ihren - zu Recht oder Unrecht - professionalisierten Anspruchsberechtigten. Stattdessen sollten wir die daraus resultierende Vielfalt - im schlechteren Fall, Beliebigkeit - als Chance begreifen, unsere Sinne zu schärfen, anstatt sie der Anspruchslosigkeit anheim zu geben, also jener Niveaulosigkeit zu verfallen, der auf Seiten der Gewinnmaximierer fleissig das Wort geredet wird.

Ich hab' mich - hier und anderswo - stets zur Digitalfotografie bekannt, weil ich ihre Qualitäten schätze; ohne der Blauäugigkeit zu verfallen, dass dies ein "automatisches" Resultat dieser Art von Fotografie wäre. Stattdessen hat mich das Geschehen rund um den digitalen Hype - der, wie Du richtig bemerkst, ja längst nicht allein die Fotografie, sondern alle Medien umfasst - meine Intentionen verstärkt, Wert und Wertschöpfung grundlegend neu zu definieren, und damit Bestrebungen hinsichtlich eines allgemeinen Basiseinkommens od. dgl. nachdrücklich(er) zu unterfüttern.

Solange Arbeits- und Schaffenskraft einer kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen sind, wird es immer wieder Leute geben, die die daraus resultierenden Daseinskämpfe zu ihren Gunsten zu lenken vermögen; auch oder gerade auch, um Qualitätsmaßstäbe aller Art (Inhalte, Einkommen, Standing) nach unten zu nivellieren. Einzig eine Entkoppelung aus dieser Logik heraus, könnte wieder Qualität im weitesten Sinn in unser Dasein, in die Abläufe und Zugänge auch kreativen Schaffens bringen. Dazu werden wir uns, wohl oder übel, nicht zuletzt der digitalen Medien bedienen müssen. Die Alternative wäre vielleicht ein Fortschritt hinsichtlich einer wie immer gearteten "Professionalsierung", aber gewiss auch ein gesellschaftspolitischer Rückschritt. Weil, die Zeit ist ein in die Zukunft gerichteter Pfeil, ganz stupid ... ;-)

Berühren lohnt sich

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Plaubel
(Ehrengast)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 12:10
Zitat:

Ich hab' mich - hier und anderswo - stets zur Digitalfotografie bekannt, weil ich ihre Qualitäten schätze

Fotografien sind aber Objekte. Man muss sie anfassen um sie zu begreifen. Zum Beispiel in Form einer Zeitung.
Tastempfindungen und kognitive Leistungen sind nämlich aufs engste miteinander verbunden.

Dass Tastwahrnehmungen Auswirkungen auf den Denkinhalt haben, zeigte Joshua Ackermann vom MIT in Cambridge 2010 [Ackermann, J. et. al.: Incidental Haptic Sensations Influence Social Judgements and Decisions. In Science, 2010; 328:1712-1715]. In einem fiktiven Bewerbungsgespräch schätzten Probanden, die zwei Kilo schwere Klemmbretter in den Händen hielten, potentielle Job-Interessenten als höher qualifiziert ein. Darüber hinaus schrieben sie den Bewerbern größeres Interesse zu als die Vergleichsprobanden, die ihr Urteil mit einem leichten Klemmbrett in den Händen fällten. Das Gewicht der Klemmbretter hatte ihre Einschätzung offenbar beeinflusst und auch den Bewerbern mehr Gewicht verliehen.

In einer zweiten Testreihe mussten Probanden erst puzzeln und anschließend ein niedergeschriebenes Gespräch zweier Personen lesen. Eine Gruppe bekam dabei ein Puzzle mit glatten Einzelteilen, die andere mit Sandpapier umwickelte. Und auch hier wirkte sich die Tastempfindung auf die Bewertung aus. Die Teilnehmer, die das raue Puzzle gespielt hatten, beurteilten die anschließend gelesene Textpassage als eher schwierig – entsprechend der Beschaffenheit des Puzzles.

Der Teufel [Al Pacino] in 'The Devil's Advocate': "Anschauen, -- aber nicht anfassen"

Man sieht nur

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 12:38

mit dem Herzen gut ... ein alter Überflieger. ;-)

Ansonsten sieht eh Jeder, was er sehen will.

Rührend

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 13:48

Aber Millionen Bild-"Leser" können nicht irren ... 8-)

Bilder

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 13:54

schau ich in der Tat "nur" an ... ist mehr eine geistige Schau, als eine sinnstiftende Streichelkommunikation mit meinen Ahnen. 8-)

Kein Beruf.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 14:27
Plaubel schrieb:

In Österreich gibt es jetzt den Begriff Berufsfotografen nicht mehr.

Vielleicht noch ein paar erklärende Sätze in verkürzter Form für grenzferne Bewohner von Anrainerstaaten:

In Österreich kann nicht einfach jedermann eine Apotheke eröffnen. Der Betrieb von niedergelassenen Apotheken ist dem ausgebildeten Pharmazeuten vorbehalten, sowie dem niedergelassenen praktischen Arzt, welcher für die Versorgung seiner Patienten eine "Ärztliche Hausapotheke" führen darf. Doch selbst letztere ist an einen Gebietsschutz gebunden, welcher sicher stellt, dass z. B. in ländlichen Gebieten um jede Apotheke eine Bannmeile von bisher 5km, neuerdings 10km, einzuhalten ist, innerhalb welcher keine zweite Apotheke zugelassen wird. In Ballungsräumen gelten andere Regelungen.

Diese Zugangsbeschränkungen sind im Detail nicht umumstritten, es ist aber prinzipiell einsichtig, dass ein Apotheker eine angemessene Ausbildung benötigt. Immerhin bereitet er nach ärztlichen Vorgaben hochwirksame Arzneien zu und ist Ansprechpartner des Patienten bei der Auswahl rezeptfreier Medizinprodukte.

Was hat das jetzt mit den Berufsfotografen zu tun?

Sehr viel. Die Berufsfotografenlobby hat es in Österreich - fern jeglicher europäischer und internationaler Normen und Trends - geschafft, für niedergelassene Fotografen einen vergleichbaren Zugangsschutz zu etablieren. Im Gegensatz zu einer ganzen Reihe anderer Gewerbe, bei welchen der Zugang in den letzten Jahren deutlich liberalisiert wurde, war der Zugang zum "Gewerbe Handwerk des Berufsfotografen (ohne Einschränkung)" an den von der Fotografeninnung vorgegebenen Ausbildungsweg gebunden. Die Möglichkeiten außerhalb dieses geschützten Biotops mit Fotografie Geld zu verdienen, waren massiv eingeschränkt. Die Gralshüter haben ihr Lehen eher im Sinne einer Grundversorgung mit fotografischen Dienstleistungen und der Einkommenssicherung eingetragener Mitglieder verwaltet.

Was hat das jetzt mit dem vorliegenden Gerichtsurteil zu tun?

Vorstöße, das Aussterben der Dinosaurier zu beschleunigen, hat es immer wieder gegeben. Letztlich ist das Meiste abgeprallt und die Masse der ausgesperrten Möchtegerneinsteiger musste immer wieder mit einem trotzigen "irgendwann wird eh die EU das Ganze kippen" ins Taschentuch beissen.

Im gegenständlichen Fall versuchte der Klageführer gegenüber der Gewerbebehörde durch ein Gutachten zu belegen, dass er über die im Zeitalter der digitalen Fotografie erforderlichen Kenntnisse zur Ausübung der angestrebten Profession verfüge:

"In diesem Gutachten wird im Wesentlichen ausgeführt, dass der Beschwerdeführer über die Kenntnisse und Fähigkeiten, die ein Berufsfotograf erbringen müsse, um erfolgreich tätig sein zu können, verfüge. Daher sei nach Ansicht des Sachverständigen seine individuelle Befähigung vorhanden."

Soweit ich damals die Diskussion verfolgt habe, war auch eine Argumentationslinie, dass nach dem Abgang der chemisch basierten Fotografie das Hantieren mit gesundheitsschädlichen Laborchemikalien megaout sei und es daher keinen Grund mehr gäbe, den Beruf des Fotografen wie den des Apothekers, des Sprengmeisters oder des Chemielaboranten zu behandeln.

Die Behörde sah das anders, da die geltende Gewerbeordnung Befähigungsnachweise verlangte, die der Antragsteller nicht vorlegen konnte. Es blieb daher - vereinfacht gesagt - nur der Weg, den Stier nicht am Schwanz, sondern an den Hörnern zu packen und die Gewerbeordnung selbst anzufechten.

Der Verfassungsgerichtshof hat im Sinne der klagenden Partei zu Recht erkannt, dass die Gewerbeordnung in der bis dato bestehenden Fassung für 'n Arsch sei und hat diese gekippt. In Folge musste der Zugang zum Beruf des Fotografen - welchen es sehr wohl weiterhin gibt - neu geregelt werden. Wer seinen Meisterbrief machen möchte, kann dies weiterhin tun. Alternativ dazu gibt es eine Reihe von zusätzlichen Ausbildungswegen, sowie z. B. den Praxisweg über mehrjährig nachgewiesene Tätigkeit als Pressefotograf. Nicht dass mit der neuen Regelung jetzt alle Sonne und Wonnenschein wären, sie wurde aber doch als wesentlicher Erfolg bei der Liberalisierung des K. & K. Hoftrommeldepots "Fotografengewerbe" gefeiert.

Klar dass die Dinosaurier den Kometen nicht gerade mit Applaus begrüßt haben. Aus welchem Grund auch immer will in Österreich jeder Depp Hochzeiten fotografieren. In jenem Marktsegment wurden tausende neue Gewerbeanmeldungen voraus gesagt, welche den ohnehin von geizigen Brautvätern ausgebluteten Markt völlig kannibalisieren würden. Schau mer mal. Bis jetzt sind in österreichischen Städten noch nicht die Bürgersteige von verdorrten Fotografenskeletten übersät. Kann aber noch kommen. Die neue Gewerbeordnung ist ja noch nicht sooo lange in Kraft.

Geizige Brautväter

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 19:51

Ganz im Gegenteil, wurden doch inzwischen auf Hochzeiten schon hoch organisierte Fotografen- und Film-Teams gesichtet, um das multimediale Festhalten dieses ewigen Moments (der im groben Schnitt etwa 5 Jahre lang währt) um fünfstellige Eurobeträge wohlfeil zu bieten.

Wohlfeil.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 20:46
chris h schrieb:

Ganz im Gegenteil, wurden doch inzwischen auf Hochzeiten schon hoch organisierte Fotografen- und Film-Teams gesichtet, um das multimediale Festhalten dieses ewigen Moments (der im groben Schnitt etwa 5 Jahre lang währt) um fünfstellige Eurobeträge wohlfeil zu bieten.

Ich kenne die Typen und ich war auf Hochzeiten geladen, wo sie ihr ganzes Repertoire ausgepackt haben. Der Onkel war als wohlhabender Unternehmer ein spendabler Brautvater und hat sich die Verehelichung seiner Töchter einiges kosten lassen. Nur beim Schiff für die Hochzeitsgesellschaft war er sparsam. Da hat er sein eigenes genommen. Zugegeben, das hat allerdings auch Platz für gut 500 Passagiere. Übrigens fährt er auch einen Mercedes 600. Damit ist er als Brautvater für die Auftraggeberschaft der Hochzeitsfotografen ungefähr so typisch wie seine Zwölfzylinderkarosse für das durchschnittliche Fahrzeugaufkommen auf einem Supermarktparkplatz.

Eine gute Bekannte von mir - ausgebildete Fotografin, die durfte das ganz offiziell - hat mir da ein anderes Lied gesungen. Brautväter, denen für Kleid und Musikkapelle und Pferdekutsche und Festtafel und sonstigen Kitsch nichts zu teuer war, wurden plötzlich einsilbig, wenn es um die Arbeit der Fotografin ging. Es ging um ein Honorar, sowie um einen Preis pro nachbestelltem Abzug. Digital war damals noch nicht. Beim Preis der Abzüge sprang der Kunde auf und warf ins Treffen, wieviel ein 10x15 Automatenbildchen im Drogeriemarkt kosten würde. An dieser Stelle hat sie die Verhandlungen abgebrochen und dem Sparmeister empfohlen, doch mal im Drogeriemarkt zu fragen, ob die die Hochzeit seiner Tochter fotografieren würden.

Im übrigen kann ich auf einschlägige Internetforen verweisen, welche sich mit Fotografie beschäftigen. Da melden sich ständig irgendwelche Leute, die für die Hochzeit ein ganzes Schloss gemietet haben und jetzt meinen, in einem Fotoforum müsste sich doch Leute finden lassen, die für "all you can drink" und einen Gratisrohling das Ganze auf CD bannen möchten.

Gast schrieb: Eine gute

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 26. Januar 2014 - 13:16
Gast schrieb:

Eine gute Bekannte von mir - ausgebildete Fotografin, die durfte das ganz offiziell - hat mir da ein anderes Lied gesungen. Brautväter, denen für Kleid und Musikkapelle und Pferdekutsche und Festtafel und sonstigen Kitsch nichts zu teuer war, wurden plötzlich einsilbig, wenn es um die Arbeit der Fotografin ging. Es ging um ein Honorar, sowie um einen Preis pro nachbestelltem Abzug. Digital war damals noch nicht. Beim Preis der Abzüge sprang der Kunde auf und warf ins Treffen, wieviel ein 10x15 Automatenbildchen im Drogeriemarkt kosten würde. An dieser Stelle hat sie die Verhandlungen abgebrochen und dem Sparmeister empfohlen, doch mal im Drogeriemarkt zu fragen, ob die die Hochzeit seiner Tochter fotografieren würden.

Ja, das kenne ich auch. In dem Labor, wo ich gearbeitet hatte, kam mindestens einmal am Tag solch ein Kunde rein. "Wie, 39 Cent für ein Bild?! Bei Rossmann krieg ich das aber für 2 Cent!"

Christian, bist Du's?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Dezember 2013 - 11:43

Christian, bist Du's? Der Schreibstil liest sich so vertraut.

Auf jeden Fall besten Dank für diesen unerwarteten Blick über die Grenze.

Ich bin hier

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chris h
(Inventar)
am Dienstag, 24. Dezember 2013 - 14:41

seit dem Sommer ganz offiziell. Hab' etwas weiter oben meinen Senf zum Thema beigesteuert ...
Gruß und eine frohe Weihnacht zurück, wohin auch immer.

Nein, nicht chris h.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Dezember 2013 - 09:11
chris h schrieb:

seit dem Sommer ganz offiziell. Hab' etwas weiter oben meinen Senf zum Thema beigesteuert ...
Gruß und eine frohe Weihnacht zurück, wohin auch immer.

Ich wünsche frohe Weihnachten gehabt zu haben. Gemeint war aber ein anderer Christian, der als Gast schrieb. Sonst wäre die Frage auch irgendwie überflüssig gewesen ...

Kein Problem

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Freitag, 27. Dezember 2013 - 23:28

Wurde nur im heurigen Jahr mehrfach kontaktiert, ob ich denn nicht wieder irgendwo schreiben würde - und bis zum Sommer hatte ich das hartnäckig verneint. Und bei dem Thema hier fühlte ich mich (auch) irgendwie angesprochen ... ;-)

Duck and cover.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Dezember 2013 - 17:06
Gast schrieb:

Christian, bist Du's?

Ja, ich bin 's wenn du mich meinst und nicht Chris H., welcher glaube ich der Chris H. ist, der mal 500 Euro beim Millionärsspiel gewonnen hat. Soviele prominente Vertreter dieses Kürzels haben wir ja hierzulande nicht.

Ich bin aber anonym hier und es ist wäre schon peinlich genug, wenn ich mich jetzt wirklich verraten hätte. Man möchte ja nicht so gerne, dass Leute welche einen kennen, erfahren dass man sich ausgerechnet in so einem Forum rum treibt.

Ich

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Mittwoch, 25. Dezember 2013 - 12:16
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Christian, bist Du's?

Ja, ich bin 's wenn du mich meinst und nicht Chris H., welcher glaube ich der Chris H. ist, der mal 500 Euro beim Millionärsspiel gewonnen hat. Soviele prominente Vertreter dieses Kürzels haben wir ja hierzulande nicht.

Ich bin aber anonym hier und es ist wäre schon peinlich genug, wenn ich mich jetzt wirklich verraten hätte. Man möchte ja nicht so gerne, dass Leute welche einen kennen, erfahren dass man sich ausgerechnet in so einem Forum rum treibt.

spiele nicht. :-)

Besser so.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. Dezember 2013 - 22:06
chris h schrieb:

Ich spiele nicht. :-)

Sorry, dann gibt es doch mehr Chris H. als ich dachte ...

Vermutlich

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Donnerstag, 26. Dezember 2013 - 10:13

Aber ich bin identisch mit dem chris h aus dem "verlorenen" Forum, der schon höchst einschlägige Erfahrungen mit Mopsing (mobbenden Hunden, die den Schwanz einziehen, wenn man sie scharf anschnauzt), und verleumderisch agierenden Administratoren besitzt.

Möpse.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. Dezember 2013 - 13:52
chris h schrieb:

... Forum, ... einschlägige Erfahrungen mit Mopsing ... verleumderisch agierenden Administratoren ...

Habe jetzt mal versucht, eine Liste der Foren zu erstellen, auf welche diese Beschreibung passt. Mist. Zuwenig Speicher. Muss nach den Feiertagen mal hochrüsten.

Eigentlich

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Dezember 2013 - 09:25

müßten Sie sich nur an den Lusern orientieren ... 8-)

Das Loser-Forum ist die

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Dezember 2013 - 10:43

Das Loser-Forum ist die Benchmark

Habe es gerade gelesen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Dezember 2013 - 08:35

Stimmt. Andreas' Broterwerbsforum kann schwerlich unterboten werden. Bis hin zur Verleumdung. Wie gehabt. Der ändert sich nie.

Luser

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Dezember 2013 - 23:21

what else. Tiefer geht's nimmer.

Gast schrieb: what else.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Dezember 2013 - 16:21
Gast schrieb:

what else. Tiefer geht's nimmer.

Doch - hier. Hatte mit der Frage oben versucht, eine alten Fotofreund zu finden (Christian, der nicht "chris h" ist) und das geht unter in off-topic Kommentaren, die sich an Dämlichkeit überbieten.

Es war nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. Dezember 2013 - 13:53

die Anfrage, sondern die Antwort darauf ...

Gast schrieb: die Anfrage,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Januar 2014 - 20:00
Gast schrieb:

die Anfrage, sondern die Antwort darauf ...

Ganz toll. Es hatte sich der richtige Christian gemeldet, nur ist das leider im Deppenspam untergegangen.

Der

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Januar 2014 - 10:34

richtige Christian, so er's denn war, hat den Deppenspam (sic!) erst verursacht - weil er sich ganz "deppert" geoutet hat.

Gast schrieb: richtige

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Januar 2014 - 20:03
Gast schrieb:

richtige Christian, so er's denn war

Nein, nicht chris h.

Heißt das

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. Dezember 2013 - 14:12

im Luser-Forum nich "Duck und wech" ... passend zum Administrationsstil? 8-)

Gast schrieb: Ich bin aber

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. Dezember 2013 - 10:42
Gast schrieb:

Ich bin aber anonym hier und es ist wäre schon peinlich genug, wenn ich mich jetzt wirklich verraten hätte. Man möchte ja nicht so gerne, dass Leute welche einen kennen, erfahren dass man sich ausgerechnet in so einem Forum rum treibt.

Kann ich nachvollziehen, aber pssst... von mir erfährt niemand was.

Beste Grüße,
Volker

Nachtrag für's Archiv.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 10. Januar 2014 - 15:09
Ich schrieb:

Vielleicht noch ein paar erklärende Sätze in verkürzter Form ...

Das war jetzt ganz eindeutig zu verkürzt. Kommt davon, wenn man über Dinge referiert, die man nur flüchtig am Rande mitverfolgt hat.

Die wesentliche Ergänzung ist, dass das Urteil des Verfassungsgerichtshofes erst nach der von mir beschriebenen Liberalisierung der Gewerbeordnung gefällt wurde. In dieser Liberalisierung wurden die bisherigen Restriktionen wesentlich gelockert. Mit dem zitierten Urteil sind aber auch diese Beschränkungen gefallen. Das heisst, es gibt den Beruf des Fotografen in Österreich nach wie vor, aber es ist ein freies Gewerbe, welches jedermann/jedefrau formlos und ohne Vorlage von Befähigungsnachweisen anmelden kann.

Christian ohne H.

Privilegien pflegen flüchtig zu sein!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 21:04
Plaubel schrieb:
Gast schrieb:

Jedes Ding hat seine Zeit

Und die des digitalen Fotografen noch viel kürzer: In Österreich gibt es jetzt den Begriff Berufsfotografen nicht mehr. Denn, so fand ein Gericht, im Gegensatz zum analogen Bild, dass Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt, kann JEDER digitale Bilder herstellen. Also kann es folgerichtig auch kein Beruf mehr sein. Herzlichen Glückwunsch!
http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/0/9/8/CH0003/CMS1387363675073/g_49-2013_berufsfotografen_entscheidung.pdf

Berufsständische Privilegienreiterei führt früher oder später immer ins Abseits. Die Erfindung des Buchdrucks hat unzählige klösterliche Kopistenwerkstätten arbeitslos gemacht und das Wissens- und Wahrheitsmonopol der Kirche gebrochen. Auf lange Sicht haben aber zweifellos die Vorteile überwogen...

Stimmt so nicht

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Dezember 2013 - 15:55
Plaubel schrieb:
Gast schrieb:

Jedes Ding hat seine Zeit

...Also kann es folgerichtig auch kein Beruf mehr sein.
http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/0/9/8/CH0003/CMS1387363675073/g_49-2013_berufsfotografen_entscheidung.pdf

Genau das steht da nicht! Da steht nur, dass jeder (auch ohne entsprechende Ausbildung) sich als solcher betätigen und bezeichnen kann. Es war übrigens auch schon in analogen Zeiten gängige Praxis, dass sich viele "Photokünstler"ohne jegliche Ausbildung als Fotograf bezeichnet und manche damit sogar ihren Lebensuterhalt bestritten haben. Daunter nicht wenige, die inzwischen weltbekannt sind. Also nix neues. Nur ein Aufbrechen der alten Handwerks-Stände. Ist in anderen Berufe übrigens nicht andes.

Fuji wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 16:37

ganz aus der Fotografie zurückziehen. Im Konzern liegt der Umsatztanteil heute schon unter 10%. Die nächste Generation des Managements wird schon in wenigen Jahren in der Fotografie kein sinnvolles Geschäftsfeld mehr sehen. Auch die Digitalfotografie hat ihren Zenit schon überschritten. Die Datenbestände auf den Festplatten verschwinden schon jetzt zunehmend ins Nirwana.

Ist noch alles da, wenn auch...

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Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 17:15

...teilweise farbstichig......!

Nirvana

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 17:27

Die Gefahr, dass digitale Bilder im Nirvana landen, dürfte kaum größer sein, als dass analoge Bestände in Schachteln und Kellern verstauben oder verschimmeln. Jene Bilder, die es Wert sind über die Zeiten bewahrt zu werden, fanden und finden, gestern wie heute, ihren Weg in jene Ausgabemedien, deren Sinn und Zweck den eigentlichen eines Bildarchivs erfüllen: Alben und (Foto)Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Prints und Drucke. Und der Rest war und ist (mediales) Schweigen.

Wenn Sie sich da nur mal nicht irren

Bild von Shitop
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Shitop
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 08:11

Zeitungen nutzen heute Bilder von fotolia. Zeitschriften geben kaum noch Geld für Bilder aus. Und Papierarchive werden aufgelöst. Welche Bilder es wert sind, aufbewahrt zu werden, kann erst die Nachwelt entscheiden. Die wird die Datenbestände jedoch nicht mehr lesen können.

Es waren immer

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 09:01

die aktuellen, die "bedeutsamen" Bilder, die die Zeiten überdauerten. Daran ändert auch der unbedarfte Zugang zu Bildmaterialien, der heute vielerorts gepflogen wird, nicht viel. Allenfalls ist es heute eher ein Zuviel als ein Zuwenig, das an künftige Generationen überliefert wird - ohne Einrechnung der in (auf) Massen gespeicherten Digitalbestände.

Bedeutsam sind nur die Bilder

Bild von Shitop
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Shitop
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:40

der herrschenden Klasse. In der jüngsten Vergangenheit konnten bedutsame Bilder noch als Dachbodenfunde auftauchen. Digital wird es keine Dachbodenfunde mehr geben.

Du unterschätzt

Bild von chris h
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chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 14:01

die Wertigkeit von Fotobüchern. Dachbodenfunde haben ein hohes Nostalgiepotenzial, zum (besseren) Verständnis der Vergangenheit tragen sie wenig bei. Und schau ich mir an, wie mäßig fruchtbar die Gräuel der deutsch-österreichischen Geschichte ohne Zeitzeugenschaft zu reüssieren vermögen, häng ich auch meine Hoffnung auf dauerhafte "Bildbeweise" eher tief. Von der Fülle des Grauens im Nahen Ostens, beispielsweise, vermag selbst die Fülle vorhandenen Bildmaterials auch aktuell kaum noch zu zeugen.

Shitop schrieb: ganz aus

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 22:31
Shitop schrieb:

ganz aus der Fotografie zurückziehen. Im Konzern liegt der Umsatztanteil heute schon unter 10%. Die nächste Generation des Managements wird schon in wenigen Jahren in der Fotografie kein sinnvolles Geschäftsfeld mehr sehen. Auch die Digitalfotografie hat ihren Zenit schon überschritten. Die Datenbestände auf den Festplatten verschwinden schon jetzt zunehmend ins Nirwana.

"Auch die Digitalfotografie hat ihren Zenit schon überschritten."

Ach, und was kommt dann? - Fotografieren wir bald nicht mehr?

Gut Licht!

Shitop schrieb: gDie

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 01:20
Shitop schrieb:

gDie Datenbestände auf den Festplatten verschwinden schon jetzt zunehmend ins Nirwana.

Na und? Hören Sie sich mal im Bekanntenkreis um, wie gnadelos Kisten mit Dias weggeworfen werden, weil Opa endlich tot ist.

Nichts ist für die Ewigkeit!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 07:54
Shitop schrieb:

Auch die Digitalfotografie hat ihren Zenit schon überschritten. Die Datenbestände auf den Festplatten verschwinden schon jetzt zunehmend ins Nirwana.

Nichts ist für die Ewigkeit! Weder digital noch chemisch erstellte Bilder. Alterung und letztlich das Verschwinden vollziehen sich etwas anders. Das Ergebnis ist gleich. Zum Glück! Was soll die Menschheit mit all dem Zeug, das analog oder digital von "Berufsfotografen" oder Amateuren im Laufe der letzten Jahrzehnte auf Bildern gebannt worden ist? Einige Fotos, die es wirklich verdienen, werden die Zeiten überdauern. Die anderen nicht.

Wer die Gesschichte nicht mehr kennt oder ignoriert

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:42

ist gezwungen zu Wiederholen. Für Europa und speziell für Deutschland bedeutet das nichts Gutes.

Die alten Kulturen und Religionen

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chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:51

formulierten einst wohl nicht ganz zu Unrecht Bilderver- und gebote. Was man verstehen kann, wenn man - aktuell mehr denn je - mit ansieht, wie mit Bildern, nicht zuletzt deren Interpretationen, Politik gemacht, Menschen gelenkt werden (können).
Deswegen mein Ansinnen, mit dem Thema Bild und allfälligem Bildverlust doch gelassener umzugehen, und Bilder allein nach ihrem (tatsächlichen) Inhalt, ihrer (gelungenen) Gestaltung zu beurteilen. Nicht danach, welche (Fehl)Schlüsse künftigen Generationen damit (nicht mehr) vermittelt werden könnten ... ;-)

???

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 20:53
Shitop schrieb:

ist gezwungen zu Wiederholen. Für Europa und speziell für Deutschland bedeutet das nichts Gutes.

Und wenn man nicht mehr weiter weiß... dann dreht man die Diskussion in eine vollkommen absurde Richtung. Man kann reden oder etwas sagen - letzteres ist in Ihrem Beitrag nicht der Fall!
Tut mir leid, Ihr Kommentar ist einfach nur pseudo-intelektueller Nonsens! Darin sind einige in diesem Land allerdings ziemlich gut.

Zeitgeist...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 16:17

Es ist wie mit dem Oldtimer fahren, die ausgelösten Gefühle sind ausschlaggebend. Wirklich brauchen tut man weder die wunderschönen Oldtimer noch die erlesenen Altfotogeräte. Ich möchte nicht Stunden mit der Film/Bildentwicklung in der Dunkelkammer verbringen. Von der Chemie Entsorgung einmal abgesehen sind die nostalgischen Dämpfe sicher nicht Gesundheitsfördernd.

Aber so wie der Altautobesitzer Additive für sein Benzin kaufen kann sollte es weiterhin Filme für Sammler und Enthusiasten von Fotoapparaten geben. Die Kosten dafür sind sicher nicht hinderlich. Wichtig ist dabei eher das Gefühl welches sich bei der Erstellung eines Bildes einstellt. Dafür hat sich der Aufwand dann doch gelohnt.

Übrigens kommt Beruf von Berufung. Wer sich weiterhin Fotograf nennt wird sich als solcher wohl berufen fühlen, egal ob es das Handwerk noch gibt. Schlimmer finde ich eher das sich mangelndes Grundwissen über das "malen mit Licht" in den automatisch erzeugten digitalen Bildern vermehrt ausdrückt. Gelernt ist gelernt gilt heute nur noch wenig. Der Pfusch hat sich in fast jedem Beruf durchgesetzt. Hauptsache billig. Daran ist momentan „noch“ nichts zu ändern. Aber verpfuschte Hochzeitsbilder, falsch gestutzt Obstbäume oder schlecht ausgeführter Trockenbau werden dem Könner auf Dauer in die Hände spielen.

Was mich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 22:22

zur altbewährten Formel führt: Zeit minus Geist ist gleich Zeitgeist ... 8-)

Fotos dienen heute nur noch der aktuellen Kommunikation

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 08:07

und sind vergleichbar mit SMS. Ob Hochzeitsbilder verpfuscht sind oder nicht, wenn schon die Hochzeit Pfusch war, interessiert das auch nicht mehr.

Hochzeitsbildern

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 09:29

kann man eine gewisse Ironie nicht absprechen. Spiegelt sich darin doch auch oft ein höchst fragwürdiger Zugang zum Thema Ehe. Ein Zugang, dem die Fotografie gerne willfährig folgt ... ;-)

Die romantische Ehe-Vorstellung

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:48

ist historisch gesehen noch ziemlich jung und beileibe nicht weltweit verbreitet. In Südostasien gibt es noch heute Gruppen, da haben die Einzelpersonen keinen Familien-Namen. Verwandt ist nur wer die gleiche Mutter hat. Der Vater ist in diesen Gesellschaften nicht präsent.

Pfusch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 11:30
Shitop schrieb:

und sind vergleichbar mit SMS. Ob Hochzeitsbilder verpfuscht sind oder nicht, wenn schon die Hochzeit Pfusch war, interessiert das auch nicht mehr.

Warum sollte es Hochzeitsbildern besser als den Hochzeitern ergehen? Eine Scheidungsrate von 40 bis 50 Prozent ist doch inzwischen ganz normal ... 8-)

Marketing-Lügen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 20:05

Allerdings, und das freut die analoge Fraktion dann doch, sagt Fujifilm in der Meldung auch, dass man sich den fotografischen Produkten nach wie vor verpflichtet fühle („Fujifilm remains committed to photographic products despite its price change.“).

Ist schon klar, so lange man damit Geld verdient, "fühlt man sich verpflichtet". Leider muss man dazu die Preise erhöhen. Klasse Logik... :)

Digitalkameras ...

Bild von Sekundogenitur
Eingetragen von
Sekundogenitur
(Hausfreund)
am Sonntag, 22. Dezember 2013 - 23:33

werden jetzt auch teurer (Nikon D3x: EUR 389.900,00):

http://www.amazon.de/Nikon-SLR-Digitalkamera-Megapixel-Vollformatsensor-Gehäuse/dp/B001MIYM12/ref=aag_m_pw_dp?ie=UTF8&m=A3OZSJLY4T2GCP

...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 09:26

Gruss an die digitalen Lemminge, Euer Weg, der ist es!

Gast schrieb: Gruss an die

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Dezember 2013 - 19:20
Gast schrieb:

Gruss an die digitalen Lemminge, Euer Weg, der ist es!

Ne, ist klar. Film wurde und wird natürlich nur von echten Künstlern und Individualisten verwendet. Nie von "Lemmingen".

Was sind

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 31. Dezember 2013 - 13:40

Lemminge?

Ne, ist klar. Film wurde und wird natürlich nur von echten Künstlern und Individualisten verwendet. Nie von "Lemmingen".[/quote]

Lemminge

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 31. Dezember 2013 - 20:17

sind eine aussterbende Tierart. Es eint sie der Zug zur Klippe.

Lemminge.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. Dezember 2013 - 10:02
Gast schrieb:

Gruss an die digitalen Lemminge, Euer Weg, der ist es!

Ich kann schon das Meer sehen! Da vorne. Ein Meer aus Neofin!

Frohes neues Jahr, Liebe

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Dezember 2013 - 12:25

Frohes neues Jahr, Liebe Freunde !

Warum gibt es eigentlich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Dezember 2013 - 09:29

Warum gibt es eigentlich noch Fahrräder? Auto ist doch viel schneller und bequemer!

Weil

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 31. Dezember 2013 - 13:39

es Autos bald nicht mehr geben wird!!!

Rückfahrkamera.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Januar 2014 - 15:12
Gast schrieb:

Weil es Autos bald nicht mehr geben wird!!!

Stimmt. Die ersten spiegellosen Autos von Jaguar wurden schon auf heimischen Straßen gesichtet.

Willkommen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Januar 2014 - 17:38

am künftig größten Schrotthaufen der Geschichte.