Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. (Götz v. Berlichingen)

— Johann Wolfgang von Goethe

Am 24.5.

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BENUTZERANMELDUNG

Li-Ion-Akkus mit zehnfacher Laufzeit

Einem Forscherteam der Universität Stanford ist es nach eigenen Angaben gelungen, durch „revolutionäre Forschungsergebnisse“ die Grundlagen für deutlich höhere Kapazitäten bei Lithium-Ionen-Akkus zu legen. Die Laufzeit könnte so verzehnfacht werden:

Silizium in Form von Nanodrähten als Anoden-Material für wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus kann für rund zehnmal so lange Batterielaufzeiten wie bisher sorgen. Das hat ein Forscherteam der Universität Stanford rund um Yi Cui, Assisstenzprofessor für Material Sciences and Engineering, gemeldet.

Cui spricht von einer revolutionären Entwicklung und betont die praktischen Anwendungsmöglichkeiten verbesserter Lithium-Ionen-Akkus. Als Beispiel dient ein Laptop-Computer, der derzeit eine Batterielaufzeit von zwei Stunden hat. Mit einem Akku, der die neue Entwicklung nutzt, seien 20 Stunden Batteriebetrieb vorstellbar. Das wäre etwa für interkontinentale Geschäftsreisen ein großer Vorteil. Cui vertritt die Ansicht, dass die Kapazitätserweiterung der Lithium-Ionen-Akkus diese auch für Elektroautos oder als Zwischenspeicher für Solarenergie attraktiv machen könne.

Grundsätzlich wird die Ladekapazität von Lithium-Ionen-Akkus dadurch begrenzt, wie viel Lithium die Anode des Akkus beim Aufladen aufnehmen kann. Derzeit kommt als Material meist Kohlenstoff zum Einsatz. Cuis Team zufolge hat Silizium eine deutlich höhere Aufnahme-Kapazität. Allerdings dehne sich Silizium bei der Lithium-Aufnahme um rund einen Faktor vier aus, um beim Entladen des Akkus wieder zu schrumpfen. Dieses Expandieren und Schrumpfen im Ladezyklus hat bei Versuchen etwa mit Silizium in Dünnfilm-Verarbeitung schnell zu Pulverisierung und damit Kapazitätsverlust geführt. Dieses Problem habe Cuis Team jetzt durch eine Verarbeitung des Siliziums in Form von Nanodrähten gelöst, diese blieben im Lade-Entlade-Zyklus stabil.

Ein Beitrag mit den genauen Forschungsergebnissen von Cui, seiner Mitarbeiterin Candace Chan und fünf weiteren Forschern wurde am 16. Dezember bei Nature Nanotechnology unter dem Titel „High-performance lithium battery anodes using silicon nanowires“ veröffentlicht.

(pressetext / Thomas Pichler)

Wow

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Gast
am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 13:04

Schöne neue Welt! Das ultradünne MacBook Air könnte mit so einer Batterie dann 50 Stunden laufen, in Fotokameras steckt man dann ne 16 oder 32 GB-Karte und läßt das Ladegerät zuhause, wenns in den Urlaub geht.

Man denke auch an den Umweltschutz, wenn man sich neun Ladezyklen ersparen kann und ein Heimcomputer gerade mal alle 2 Wochen an die Steckdose kommt.

Wetten, da kommen gleich wieder AA-Akku-Verfechter und sagen, die wären so schön praktisch, weil man überall Batterien kaufen kann... lol. Zwei Kilo Batterien gegen einen winzigen Akku.

Wenn nur die Hälfte davon stimmt...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 14:19

und die Technik bezahlbar bleibt ist das ein phänomenaler Durchbruch!

Elekroautos mit relativ leichten Batterien, und Reichweiten wie ein Benziner, Solarstrom aus Fotovoltaik kann für Nachtstrom effizient gepeichert werden (ohne den Umweg über Wasserstoff) usw. pp.

Das Ende für Atomkraft und Verbrennungsmotoren?

Na hoffentlich!... (-:

wohl kaum...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 19:47

Die verbreiteten Solarzellen tragen wohl kaum dazu bei, Atomkraftwerke zu sparen. Solange es heute gängige Halbleiter sind, ist zu deren Herstellung immer noch ein vielfaches dessen notwendig, was sie in ihrer Lebenszeit wieder abgeben. Sie tragen also eher zur Auslastung anderer Kraftwerke bei.

Nur sehr spezielle Verfahren (z.B. stark gebündeltes Licht bei entsprechender Kühlung der Solarzelle) oder zum Beispiel Sterlingmotoren in Parabolspiegelen, welche Generatoren antreiben haben einen Wirkungsgrad, welcher ihre allgemeine Verwendung unter Umweltaspekten vertretbar (bzw. unverzichtbar) erscheinen läßt.

Normale Photovoltaikanlagen sind bestenfalls dort sinnvoll, wo man dadurch zum Beispiel eine Kilometerlange Zuleitung (und somit deren energieaufwändige Herstellung und Verlegung) einsparen kann. Also praktisch nur an Stellen, welche noch keinen Netzanschluß und keinen hohen Energiebedarf haben (Kleingeräte an Autobahnen, Almhütten...). Sonst ist jede neue davon (leider) im Endeffekt nur eine zusätzliche Umweltbelastung...

Bessere Akkus sind natürlich trotzdem wichtig, solange man nicht sowieso direkt vor Ort vorhandene Energien nutzen kann. Sobald man aber zum Beispiel Körperwärme für den zuverlässigen Betrieb der Kamera umwandeln und nutzen könnte, natürlich nur noch für unbemannte (Überwachungs-)Kameras...
Dann muß man vor der Fotosafari nur genug essen...

"13 Halbwahrheiten zur heimischen Solarstrom-Nutzung..."

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 21:48

http://www.sfv.de/infos/soinf41.htm

"Das war einmal.
Nach einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft gemeinsam mit dem Öko-Institut Freiburg im Auftrag der Hamburger Electricitätswerke liefern PV-Anlagen inzwischen sogar im nördlichen Hamburg etwa das >> 7-fache << der aufgewendeten Herstellungsenergie - einschließlich der Energie für die Herstellung der Systemkomponenten - zurück."

"Das erreichbare Potenzial ist sehr hoch: Trotz der scheinbar ungünstigen Bedingungen in Deutschland genügten theoretisch etwa 2 Prozent der Gesamtfläche des Landes, um mit heute verfügbarer Technik in der Jahressumme die gleiche elektrische Energie zu ernten, die Deutschland insgesamt pro Jahr benötigt. Der Einwand, die Fläche in Mitteleuropa würde für einen wesentlichen Anteil von Photovoltaik zur Energieversorgung nicht ausreichen, ist somit nicht haltbar. Zudem kann die nötige Fläche ohne Neuversiegelung über die Nutzung bisher bebauter Flächen (vor allem Dächer) erreicht werden."

http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik

Halbwahrheiten

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. November 2010 - 20:48

Gut, daß es jemanden gibt, der die Fakten in Wikipedia nachprüft...

Manchmal lohnt sich der dekonstruktivistische Ansatz doch:
Wenn jemand etwas behauptet, dann frag zunächst einmal, welches Interesse derjenige an seiner Version der "Wahrheit" hat.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft und das Öko-Institut Freiburg haben hier das Ergebnis geliefert, das der zahlende Auftraggeber gerne hören wollte, und das außerdem in ihre eigene Politik paßt.

Nach meiner Kenntnis hat Photovoltaik noch immer eine negative Energiebilanz. Meine Informationen habe ich von einem Wissenschaftler, der in einer Firma arbeitet, die Solaranlagen herstellt - er hat mir dies also gegen seine eigenen persönlichen Vorteile aus freundschaftlicher Ehrlichkeit gesagt.

Wahrheit

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 10. November 2010 - 00:58
Gast schrieb:

Wenn jemand etwas behauptet, dann frag zunächst einmal, welches Interesse derjenige an seiner Version der "Wahrheit" hat.

Und? Welches Interesse verfolgen Sie mit Ihrer Version der „Wahrheit“?