Mit der Nikon Z5IIC bringt Nikon eine neue spiegellose Systemkamera mit Vollformatsensor auf den Markt. Das Modell richtet sich unter anderem an Nutzer, die von Smartphones oder Kameras mit kleineren Sensoren auf das Vollformat wechseln wollen. Nikon setzt dabei auf eine Touchscreen-Bedienung und verschiedene Automatikfunktionen.

Im Inneren arbeitet ein FX-CMOS-Sensor mit einer effektiven Auflösung von 24,5 Megapixeln. Für die Bildverarbeitung ist der EXPEED-7-Prozessor zuständig. Bei Fotos reicht der reguläre ISO-Bereich von ISO 100 bis 64.000 und lässt sich auf Werte entsprechend ISO 50 bis 204.800 erweitern.

Nikon verspricht insbesondere bei wenig Licht eine hohe Detailwiedergabe und eine wirksame Rauschunterdrückung. Wie sich die Z5IIC dabei in der Praxis schlägt, muss ein Test zeigen.

Bildstabilisator soll bis zu 7,5 Blendenstufen ausgleichen

Für Aufnahmen aus der Hand besitzt die Nikon Z5IIC einen kamerainternen Bildstabilisator. Nach Angaben des Herstellers erreicht die Stabilisierung unter den entsprechenden CIPA-Testbedingungen eine Kompensationsleistung von bis zu 7,5 Blendenstufen.

Hinzu kommt der sogenannte Fokusmessfeld-VR. Die Stabilisierung soll dabei auf den Bereich des aktuell gewählten Fokusmessfeldes abgestimmt werden. Das dürfte vor allem dann interessant sein, wenn sich das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte befindet.

Der Verschluss ermöglicht Belichtungszeiten von 1/8.000 Sekunde bis 30 Sekunden. Im manuellen Modus lässt sich die maximale Belichtungszeit auf 900 Sekunden erweitern.

Autofokus erkennt jetzt auch Fische

Das hybride Autofokussystem kombiniert Phasen- und Kontrasterkennung. Die Motiverkennung kann Menschen, Haustiere, Vögel und Fahrzeuge unterscheiden. Bei der Z5IIC ergänzt Nikon die Erkennung zudem um Fische.

Laut Hersteller arbeitet der Autofokus unter bestimmten Bedingungen bis zu einer Empfindlichkeit von -10 LW. Dieser Wert gilt allerdings für AF-S mit zentralem Einzelfeld, ISO 100 und einem Objektiv mit Lichtstärke f/1.2.

Für bewegte Motive bietet die Kamera verschiedene Serienbildmodi. Je nach Einstellungen und Dateiformat sind mit dem mechanischen beziehungsweise elektronischen Verschluss unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich. Im Modus C30 erreicht die Z5IIC laut Datenblatt bis zu 30 Bilder pro Sekunde. Bei bestimmten Serienaufnahmen mit anderen Qualitätsstufen als NEF (RAW) beziehungsweise NEF (RAW) + sind bis zu 14 oder 15 Bilder pro Sekunde vorgesehen.

4K-Aufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde

Auch Videoaufnahmen gehören zum Funktionsumfang. Die Nikon Z5IIC zeichnet 4K-UHD-Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf, wobei 4K/60p im DX-Format zur Verfügung steht. In Full HD sind Bildraten von bis zu 120p möglich.

Als Videoformate unterstützt die Kamera unter anderem N-RAW mit 12 Bit sowie H.265/HEVC und H.264/AVC. Für Tonaufnahmen steht ein integriertes Stereomikrofon zur Verfügung. Externe Mikrofone lassen sich ebenfalls anschließen, zudem gibt es einen separaten 3,5-mm-Audioausgang.

Über HDMI Typ D kann die Kamera mit externen Geräten verbunden werden. Hinzu kommt ein USB-C-Anschluss mit SuperSpeed-USB.

Dreh- und schwenkbarer Touchscreen

Auf der Rückseite sitzt ein 8 cm großer TFT-LCD mit Touch-Bedienung und rund 1,04 Millionen Bildpunkten. Der Monitor lässt sich drehen und neigen, wodurch beispielsweise Aufnahmen aus Bodennähe oder Selbstaufnahmen erleichtert werden.

Für Nutzer, die Einstellungen nicht vollständig manuell vornehmen möchten, integriert Nikon 15 Motivprogramme. Diese passen verschiedene Aufnahmeparameter an das ausgewählte Motiv beziehungsweise die jeweilige Aufnahmesituation an.

Zusätzlich unterstützt die Z5IIC Bildrezepte aus der Nikon Imaging Cloud. Rezepte von Nikon, RED und weiteren Nikon Creators sollen direkt auf die Kamera übertragen werden können. Ein Filmkörnungs-Effekt simuliert auf Wunsch eine analoge Bildästhetik und lässt sich mit den Bildrezepten kombinieren.

Ein SD-Kartenplatz und Magnesiumrahmen

Die Z5IIC besitzt einen einzelnen Steckplatz für SD-Speicherkarten. Als Objektivanschluss dient das Nikon Z-Bajonett. Neben NIKKOR-Z-Objektiven können über einen entsprechenden Adapter auch kompatible NIKKOR-Objektive mit F-Bajonett eingesetzt werden.

Das Gehäuse misst rund 134 × 80,5 × 72 mm. Ohne Akku, Speicherkarte und weiteres Zubehör wiegt es etwa 538 g, betriebsbereit mit Akku und Speicherkarte sind es rund 620 g.

Nikon verwendet einen Rahmen aus Magnesiumlegierung. Abdichtungen sollen das Gehäuse gegen Staub und Feuchtigkeit schützen, wobei der Hersteller ausdrücklich keine vollständige Staub- und Tropfwasserresistenz unter allen Bedingungen garantiert.

Für die Stromversorgung ist ein Lithium-Ionen-Akku vom Typ EN-EL15c vorgesehen. Auch die älteren Varianten EN-EL15b und EN-EL15a sind kompatibel, laut Nikon kann damit jedoch die Zahl der Aufnahmen pro Akkuladung geringer ausfallen.

Nikon Z5IIC kommt in Schwarz und Silber ab 1.549 Euro

Die Nikon Z5IIC soll voraussichtlich Mitte Oktober 2026 in Schwarz und Silber erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Kameragehäuse beträgt 1.549 Euro.

Nikon bietet außerdem mehrere Kits an. Mit dem NIKKOR Z 24-50mm f/4-6.3 kostet die Z5IIC 1.849 Euro, mit dem Z 24-105mm f/4-7.1 sind es 1.899 Euro. Für das Kit mit Z 24-70mm f/4 nennt Nikon 2.149 Euro. Die Kombination mit dem Z 24-200mm f/4-6.3 VR kostet 2.349 Euro.