Eigentlich sind es bei uns die Redakteure, die neue Kameras in die Hand bekommen und ausprobieren. Bei der OM System Tough TG-7 haben wir es diesmal etwas anders gemacht: Thea, die siebenjährige Tochter unserer Redakteurin durfte ran an die Kamera und rein ins Wasser.

Die recht klein ausfallende Kompaktkamera OM System Tough TG-7 ist wasserdicht, stoßfest und damit wie gemacht für Kinderhände. Also haben wir sie kurzerhand in den Urlaub an die Ostsee genommen. Der Testaufbau war denkbar einfach: Thea bekommt die Kamera. Und wir schauen, was passiert. Einfach mal machen lassen. Das war zumindest der Plan.

Ein etwas anderer Testaufbau

Während sich unsere Technik-Redakteure bei einer neuen Kamera erst einmal durch Einstellungen und Menüs arbeiten und verschiedene Aufnahmemodi ausprobieren, war Thea deutlich pragmatischer: Kamera an. Los geht’s. Und so füllte sich die Speicherkarte mit Dingen, an denen wir vermutlich vorbeigelaufen wären. Große Steine am Wasser, kleine Steine im Sand, Mama und Papa am Strand, eben all das, was aus Sicht einer Siebenjährigen offenbar fotografiert werden muss. Und genau das machte den Test für mich interessant. Thea dachte nicht groß über Einstellungen, Bildaufbau oder das perfekte Motiv nach. Sie nahm die Kamera und fotografierte intuitiv einfach drauflos.

Steine am Strand im Meer.

Zahlreiche Steine am Strand, dahinter das Meer. Die Welt durch die Augen unserer kleinen Fotografin. Fotos. Thea Meyer

Der eigentliche Grund, warum die TG-7 mit an die Ostsee durfte, war natürlich ihre Wasserdichtigkeit. Wir wollten mit ihr auch unter Wasser fotografieren. Theoretisch jedenfalls. Praktisch hatten wir in unserem Urlaub ziemlich viel Ostsee und ziemlich wenig Badewetter. Grauer Himmel, Wind und eher Hoodie als Badeanzug. Nicht unbedingt die Bedingungen, bei denen man morgens aufsteht und denkt: Heute gehen wir baden.

Der Stein ist gesunken - die Blubberblasen beweisen es!

Der Stein ist gesunken – die Blubberblasen beweisen es! Foto: Thea Meyer

 

Aber an einem Tag musste es sein. Zunächst ging es nur ein paar Schritte ins Wasser. Und Thea probierte aus, was mit der Kamera unter der Wasseroberfläche passiert. Kamera eintauchen, Foto machen, wieder rausholen und auf dem Display schauen, was dabei herausgekommen ist. Und dann hatte Papa eine seiner tollen Ideen: „Ich werfe einen Stein ins Wasser und du fotografierst, wie er unter Wasser ankommt.“

Ein einfacher Plan

Also stand Thea mit der TG-7 in der Ostsee, hielt die Kamera unter die Wasseroberfläche und Papa ließ einen Stein ins Wasser fallen. Ihre Aufgabe: im richtigen Moment abdrücken und den Stein unter Wasser erwischen. In der Praxis war das dann doch schwieriger als gedacht. Man muss erst einmal abschätzen, wo der Stein überhaupt landet, mit der Kamera unter Wasser ungefähr in die richtige Richtung zielen und dann auch noch im richtigen Moment den Auslöser drücken. Also haben wir es noch einmal probiert. Und noch einmal.

Stein ins Wasser, Foto machen, Kamera wieder hoch und gemeinsam schauen, ob wir dieses Mal etwas erwischt haben. Das perfekte Foto eines durchs Wasser sinkenden Steins ist dabei nicht entstanden. Dafür hatten wir unseren Spaß und Thea konnte ausprobieren, was man mit einer Kamera machen kann, die Wasser nicht nur aushält, sondern genau dafür gebaut wurde.

Irgendwann reichte es dann aber nicht mehr, nur die Kamera unter Wasser zu halten. Neoprenanzug an, Taucherbrille auf, Schnorchel rein. Diesmal ging Thea einfach selbst hinterher. Und spätestens in diesem Moment war auch der Titel für diesen Text klar.

Thea taucht ab

Mit pinker Taucherbrille, Schnorchel und Victory-Zeichen ging es unter die Wasseroberfläche. Kein Pool, kein türkisblaues Mittelmeer, keine Korallen und keine bunten Fische. Ostsee eben. Aber genau dafür hatten wir die TG-7 schließlich dabei.

Für einen ausführlichen Unterwassertest war dieser eine Tag natürlich zu wenig. Dafür hätte das Wetter während unseres Urlaubs etwas besser mitspielen müssen. Aber die Kamera hat an diesem Tag genau das gemacht, was sie sollte: Sie durfte mit ins Wasser, ohne zusätzliches Gehäuse und ohne dass wir uns groß Gedanken darüber machen mussten.

Thea Meyer

Selbstporträt Thea Meyer

Wir fotografieren im Alltag sehr viel mit dem Smartphone. Die Kamera darin ist gut, wir haben es sowieso dabei und für die meisten Situationen reicht das völlig. Nur hätten wir das Smartphone der siebenjährigen Tochter nicht zum Schnorcheln in der Ostsee mitgegeben. Die TG-7 schon.

Eine Kamera, die man aus der Hand geben kann

Und vielleicht ist das für uns nach diesem Urlaub sogar das stärkste Argument für diese Kamera. Wir mussten nicht ständig danebenstehen und sagen: „Vorsicht mit der Kamera.“ Sand war okay. Wasser war okay. Kinderhände waren sowieso okay. Thea konnte einfach fotografieren.

Dabei sind nicht unbedingt die technisch perfekten Urlaubsbilder entstanden. Dafür aber ihre Bilder: Steine, Sand, Mama und Papa, ein ziemlich albernes Porträt. Und schließlich eine Siebenjährige mit pinker Taucherbrille unter Wasser, die ein Victory-Zeichen in die Kamera hält. Thea ist abgetaucht. Die TG-7 auch. Beide sind wieder aufgetaucht. Test bestanden.

Wasser an der Ostsee

Viel Salzwasser? Kein Problem bei einer Kamera, die das Salzwasser nicht fürchtet. Foto: Thea Meyer

 

Steine an der Ostsee

Eine kleine Steinformation im Sand – wir wären wohl vorbeigegangen. Foto: Thea Meyer

 

Naheinstellgrenze unter Wasser ausprobiert? Check. Foto: Thea Meyer

Naheinstellgrenze unter Wasser ausprobiert? Check. Foto: Thea Meyer