Das Smartphone ist für viele Reisende die wichtigste Kamera. Eine Umfrage von Vergleich.org zeigt zudem, dass ein großer Teil der Urlaubsbilder nach der Reise digital gespeichert bleibt und nur vergleichsweise selten ausgedruckt wird.
Smartphone ist für 75 Prozent die Urlaubskamera
Für Urlaubsfotos greifen die meisten Befragten zum Smartphone. In einer von Vergleich.org beauftragten Umfrage mit 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland gaben 75 Prozent an, ihre Aufnahmen auf Reisen mit der Smartphone-Kamera zu machen.
Klassische Digitalkameras und Kompaktkameras kommen demnach auf einen Anteil von 8 Prozent. Spiegelreflex- und Systemkameras werden von 6 Prozent der Befragten genutzt. Andere Kameratypen spielen laut den Ergebnissen eine deutlich kleinere Rolle.
Sofortbildkameras sowie Action-Cams kommen jeweils auf 2 Prozent. Unterwasserkameras, analoge Kameras, Drohnen und spezielle Kinderkameras erreichen jeweils 1 Prozent. Damit ist das ohnehin mitgeführte Smartphone für einen Großteil der Befragten auch das bevorzugte Aufnahmegerät auf Reisen.
Ein möglicher Grund dafür liegt in der einfachen Verfügbarkeit: Smartphones sind meist griffbereit und können große Mengen an Fotos speichern. Die Begrenzung durch einen Film oder wenige Aufnahmen auf einer Speicherkarte spielt bei der alltäglichen Smartphone-Fotografie kaum noch eine Rolle.
Viele Bilder bleiben nach der Reise digital
Die Umfrage hat auch untersucht, was nach dem Urlaub mit den entstandenen Fotos passiert. 31 Prozent der Befragten lassen ihre Aufnahmen demnach überwiegend auf dem Smartphone. Jeweils 17 Prozent speichern ihre Bilder in einer Cloud oder sichern sie auf Festplatten, Speicherkarten beziehungsweise anderen Datenträgern.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass die digitale Archivierung für viele Befragte der Normalfall ist. Eine gezielte Auswahl der Aufnahmen findet dagegen seltener statt. Lediglich 10 Prozent gaben an, doppelte oder misslungene Fotos nach dem Urlaub auszusortieren.
Dadurch können mit der Zeit umfangreiche Bildersammlungen entstehen. Ob und wie häufig die gespeicherten Aufnahmen später noch angesehen werden, wurde in den vorliegenden Umfrageergebnissen allerdings nicht erfasst.
Fotobücher und Abzüge sind weniger verbreitet
Der Druck von Urlaubsfotos spielt den Ergebnissen zufolge eine kleinere Rolle. 6 Prozent der Befragten erstellen nach einer Reise ein Fotobuch, während 5 Prozent einzelne Bilder als Abzüge bestellen.
Nur jeweils 1 Prozent gestaltet ein klassisches Fotoalbum oder Reisetagebuch beziehungsweise druckt einzelne Aufnahmen selbst mit einem Fotodrucker aus. Auch das Einrahmen oder Aufhängen von Urlaubsbildern ist laut Umfrage wenig verbreitet.
Grundsätzlich besteht dennoch Interesse an gedruckten Erinnerungen. 23 Prozent der Befragten gaben an, gerne Fotobücher oder Alben zu erstellen. 19 Prozent nutzen Ausdrucke unter anderem zum Verschenken oder Aufhängen, während 15 Prozent gedruckte Fotos im Alltag ansehen möchten.
Auf der anderen Seite nannten 19 Prozent die digitale Speicherung als Grund dafür, auf Ausdrucke zu verzichten. 13 Prozent empfinden den damit verbundenen Aufwand als zu hoch. Weitere 6 Prozent geben an, das Drucken beziehungsweise die Erstellung eines Albums nach der Reise häufig zu vergessen.
Mobile Fotodrucker als Alternative zum Fotolabor
Wer einzelne Smartphone-Fotos auf Papier bringen möchte, kann dafür neben klassischen Fotodiensten auch mobile Fotodrucker verwenden. Solche Geräte übertragen Bilder vom Smartphone und erstellen daraus kleine Ausdrucke. Sie lassen sich beispielsweise nutzen, um ein Reisetagebuch bereits unterwegs mit Fotos zu ergänzen.
Eine weitere Möglichkeit sind Sofortbildkameras. Im Unterschied zum Smartphone entsteht dabei unmittelbar nach der Aufnahme ein physisches Bild. In der Umfrage spielen solche Kameras mit einem Nutzungsanteil von 2 Prozent allerdings nur eine Nebenrolle.
Ob mobile Fotodrucker oder Sofortbildkameras tatsächlich dazu führen, dass Nutzer mehr Urlaubsbilder ausdrucken, lässt sich aus den vorliegenden Umfrageergebnissen nicht ableiten.
Digitale Speicherung bleibt vorherrschend
Insgesamt zeigen die Ergebnisse eine klare Verschiebung zur digitalen Urlaubsfotografie. Das Smartphone übernimmt bei drei Vierteln der Befragten die Rolle der Kamera, während viele Aufnahmen anschließend auf dem Gerät, in der Cloud oder auf anderen Speichermedien verbleiben.
Gedruckte Fotos sind damit zwar nicht verschwunden, werden nach einer Reise aber von einer vergleichsweise kleinen Gruppe angefertigt. Fotobücher erreichen in der Umfrage 6 Prozent, einzelne Abzüge 5 Prozent.
Die Daten stammen aus einer von Vergleich.org mit MakeOpinion durchgeführten Umfrage vom 15. Juli 2026. Befragt wurden 500 Personen aus Deutschland im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.
Bild: VGL/KI-generiert
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