Wie verändert sich Stuttgart, und welche Spuren hinterlassen Geschichte, Architektur und Alltag im Stadtbild? Die Ausstellung „19 Positionen künstlerischer Fotografie – Kesselbilder“ nähert sich diesen Fragen aus den Perspektiven von 19 Fotografinnen und Fotografen.
Stuttgart vereint historische Bauten, moderne Architektur, Industrie, Weinberge und weitläufige Grünflächen auf engem Raum. Dese Vielfalt steht im Mittelpunkt der Ausstellung „19 Positionen künstlerischer Fotografie – Kesselbilder“, die vom 15. August bis 5. September 2026 in der Fotogalerie Norbert Nieser zu sehen ist. Die Vernissage findet am Samstag, 15. August 2026, statt.
19 Fotografinnen und Fotografen setzen sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichen Facetten der Landeshauptstadt auseinander. Im Fokus stehen unter anderem Stadtentwicklung, Mobilität, Street Photography, Industriekultur sowie das Spannungsfeld zwischen Natur und Bebauung. Das Projekt soll Stuttgart dabei nicht ausschließlich dokumentieren. Vielmehr setzen sich die Beteiligten mit Veränderungen des Stadtraums sowie mit dem Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Dafür nutzen sie unter anderem Spiegelungen, Überlagerungen und ungewöhnliche Perspektiven.
Die Ausstellung zeigt Stuttgart nicht als einheitliches Stadtbild, sondern als Ort des Wandels mit vielfältigen Gegensätzen und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Beteiligt sind Peter Uhlemann, Dennis Scheck, Sigrid Birker-Groß, Tanja Hübner, Markus Sattler, Eva Kühl, Martin Bertsche, Elke Rietzler, Zoi Georgalidou, Jörg Seeger, Eva Krüger, Tobias Mundel, Frank Thomas Schick, Armin Eugster, Manuel Gomez Grande, Sandra Veit, Sabine Heppert, Susanne Nieser und Martina Zander-Recha.
Pressemitteilung Galerie Norbert Nieser:
19 Positionen künstlerischer Fotografie
Kesselbilder
- Ausstellungsdauer 15. August bis 5. September 2026
- Vernissage Samstag, 15. August 2026
Wie lässt sich eine Stadt fotografisch erfassen, die sich permanent verändert und zugleich ihre Geschichte bewahrt. Die Ausstellung “19 Positionen künstlerischer Fotografie – Kesselbilder” widmet sich dieser Frage und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf Stuttgart. Entstanden ist ein gemeinsames Projekt, das weit über eine dokumentarische Bestandsaufnahme hinausgeht. Die Ausstellung versteht sich als künstlerische Auseinandersetzung mit einer Stadt, deren Identität von Gegensätzen, Wandel und einer außergewöhnlichen topografischen Lage geprägt ist. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Gegensätze und Spannungsfelder, die Stuttgart prägen. Historische Bauwerke begegnen zeitgenössischer Architektur, urbane Verdichtung trifft auf Parks, Weinberge und begrünte Stadträume. Durch gezielte Bildkompositionen,
Spiegelungen, Überlagerungen und ungewöhnliche Blickachsen entstehen Fotografien, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Dialog treten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dynamik des städtischen Lebens. Straßenbahnen, Autos, Fahrräder, E-Scooter und Menschen in Bewegung erzählen von Geschwindigkeit, Rhythmus und Veränderung. Langzeitbelichtungen, serielle Arbeiten und Momentaufnahmen machen die permanente Bewegung der Stadt sichtbar und verdichten sie zu einer visuellen Erzählung über Zeit und Urbanität. Die Ausstellung widmet sich zugleich dem Menschen als zentralem Bestandteil des Stadtraums. In der Street Photography entstehen Beobachtungen des Alltags – Begegnungen, kurze Augenblicke des Innehaltens und soziale Interaktionen. Die Vielfalt der Stadtgesellschaft wird ebenso sichtbar wie ihre unterschiedlichen kulturellen Prägungen und Lebensrealitäten.
Ausgangspunkt des Projekts war die gemeinsame Idee, Stuttgart nicht aus einer einzelnen Perspektive zu betrachten, sondern unterschiedliche
künstlerische Handschriften miteinander zu verbinden. Jeder der neunzehn Beteiligten bringt seine eigene Bildsprache, seine individuellen Erfahrungen
und seinen persönlichen Blick auf den urbanen Raum ein. Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Charakter der Ausstellung aus: Aus den einzelnen
Positionen entsteht ein vielstimmiges Gesamtbild, das die Stadt als lebendigen Organismus begreift und ihre unterschiedlichen Facetten sichtbar werden lässt.
Ergänzt werden diese Blickwinkel durch Arbeiten zur Industriekultur und zum Strukturwandel. Historische Produktionsstätten, moderne Industrieanlagen sowie Orte des Umbruchs dokumentieren den kontinuierlichen Wandel der Stadt.
Auch die Nacht bildet einen eigenständigen Bildraum innerhalb der Ausstellung. Künstliches Licht, Neonreklamen, Schaufenster und beleuchtete Straßenzüge erzeugen atmosphärische Szenen zwischen dokumentarischer Beobachtung und künstlerischer Verdichtung. Hinzu kommen Fotografien kultureller Spuren im öffentlichen Raum – Street Art, urbane Typografie, Plakate und alltägliche Zeichen einer vielfältigen Stadtkultur. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Transformation Stuttgarts. Baustellen, Kräne und neu entstehende Quartiere stehen für eine Stadt im Wandel und machen das Prozesshafte urbaner Entwicklung sichtbar. Gleichzeitig thematisieren die Arbeiten das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Urbanität: Verkehrsachsen treffen auf Weinberge, Industrie auf Grünräume, spontane Vegetation auf Betonlandschaften.
Die Ausstellung vereint neunzehn eigenständige fotografische Positionen zu einem vielstimmigen Gesamtbild. Unterschiedliche künstlerische Ansätze, Techniken und Themen ergänzen sich zu einem eindrucksvollen Panorama, das Stuttgart in seiner Komplexität, Widersprüchlichkeit und besonderen
Atmosphäre erfahrbar macht.
19 Positionen künstlerischer Fotografie – Kesselbilder lädt dazu ein, die Stadt mit neuen Augen zu sehen – als lebendigen Organismus, der sich ständig verändert und dessen Identität sich aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen speist.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Peter Uhlemann, Dennis Scheck, Sigrid Birker-Groß, Tanja Hübner, Markus Sattler, Eva Kühl, Martin Bertsche, Elke Rietzler, Zoi Georgalidou, Jörg Seeger, Eva Krüger, Tobias Mundel, Frank Thomas Schick, Armin Eugster, Manuel Gomez Grande, Sandra Veit, Sabine Heppert, Susanne Nieser und Martina Zander-Recha.
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