Mit Franz Gertsch. Blow-Up widmen zwei Schweizer Museen dem Künstler eine gemeinsame Retrospektive. Die Ausstellung umfasst Werke aus rund sechs Jahrzehnten und wurde in Zusammenarbeit mit dem Louisiana Museum of Modern Art entwickelt.

Franz Gertsch (1930–2022) zählt zu den prägenden Schweizer Künstlern des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Bekannt wurde er insbesondere durch seine fotorealistischen Gemälde und großformatigen Holzschnitte. Die Ausstellung Franz Gertsch. Blow-Up soll einen Überblick über rund sechs Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens geben.

Die Schau wurde vom Louisiana Museum of Modern Art gemeinsam mit dem Künstler und seiner Familie entwickelt. Nach ihrer Station in den Deichtorhallen Hamburg wird sie nun in einer zweiteiligen Fassung in der Schweiz präsentiert.

Ausstellung auf zwei Standorte verteilt

Der erste Teil der Retrospektive Franz Gertsch. Blow Up (Part I) ist vom 14. August 2026 bis 17. Januar 2027 im Kunstmuseum Bern zu sehen. Der zweite Teil Franz Gertsch. Blow Up (Part II) folgt vom 19. September 2026 bis 28. Februar 2027 im Museum Franz Gertsch in Burgdorf.

Nach Angaben der Veranstalter sollen beide Ausstellungsteile zusammen einen umfassenden Einblick in das Werk des Künstlers vermitteln.

Zwischen Fotorealismus und Holzschnitt

Gertschs Arbeiten bewegen sich zwischen detailreicher Darstellung und monumentalen Formaten. Seine Werke greifen häufig Motive aus den Bereichen Mensch und Natur auf. Sie zeichnen sich durch fotografische Präzision, großformatige Inszenierungen und eine intensive Bildwirkung aus.

Bild: Franz Gertsch – Luciano I, 1976; Acryl auf ungrundierter Baumwolle, 198 × 298 cm; Privatbesitz © Franz Gertsch AG