Die Kameraauslieferungen geraten erneut ins Stocken: Die aktuellen CIPA-Zahlen für Mai 2026 zeigen Rückgänge in sämtlichen Produktkategorien und unterstreichen den Bedarf an preiswerteren Modellen für breitere Zielgruppen. Gleichzeitig sorgt Meta mit dem neuen Bildgenerator Muse Image für massive Kritik, weil öffentliche Instagram-Fotos standardmäßig als Grundlage für KI-generierte Inhalte genutzt werden können. Eine neue US-Studie von Rise Above Research wiederum sieht großes Interesse daran, künstliche Intelligenz für kreative Anwendungen im Fotodruck einzusetzen.
Die wichtigsten Imaging Business News der KW 29/26 – kuratiert von Wolfgang Heinen, Herausgeber von PHOTO PRESSE und DigitalPHOTO.
Imaging Business News KW 29/26:
CIPA: Schleppende Kamera-Produktion
Laut den Zahlen der Camera and Imaging Products Association (CIPA) für Mai 2026 – den aktuellsten verfügbaren Daten – sind die Auslieferungen in allen Kategorien leicht zurückgegangen, darunter Kompaktkameras, spiegellose Kameras und DSLRs. Die gesamten Kameraauslieferungen im Mai beliefen sich auf lediglich 79 Prozent der Vormonatszahlen, was einer Gesamtzahl von 751.208 ausgelieferten Kameras entspricht.
Zwar sind monatliche Rückgänge bei den Auslieferungen von Kameras für sich genommen kein Grund zur Beunruhigung, doch ist der aktuelle Bericht bereits der zweite im Jahr 2026, in dem die Zahlen unter das Niveau von 2025 gefallen sind. Insgesamt liegen die aktuellen Zahlen nur geringfügig über denen des Vergleichszeitraums im Jahr 2024, in dem 743.244 Kameras ausgeliefert wurden. Quintessenz: Es hilft nichts, die Hersteller müssen preiswertere Modelle für breitere Einstiegs-Zielgruppen auf den Markt bringen.
Meta: Viele “Not amused” über Muse Image
Mit Muse Image bringt Meta erstmals einen eigenen Bildgenerator in den Markt. Die Software steht kostenlos in der Meta-AI-App zur Verfügung und wird schrittweise auch in die anderen Meta-Universen Instagram Stories sowie WhatsApp integriert. Neben klassischen Text-zu-Bild-Funktionen gestattet Muse natürlich auch das nachträgliche Bearbeiten vorhandener Fotos wie “störende Personen entfernen”, “Hintergründe austauschen” oder “neue Motive auf Basis einer Textbeschreibung erzeugen”. Ausserdem kündigte das Unternehmen an, bereits an einem KI-Videogenerator namens Muse Video zu werkeln, wie das US-Magazin “TechCrunch” berichtet. Weltweite Kritik kommt aber – zu Recht – hierüber: Muse erlaubt es, öffentliche Instagram-Fotos anderer Nutzer als Grundlage für eigene neue KI-Bilder zu verwenden. Es genügt, eine Person mit einem öffentlichen Profil zu markieren. Man kann diese Nutzung zwar deaktivieren, standardmäßig ist sie jedoch aktiviert. Unsere Meinung: In Sachen Bildrechten brechen derzeit alle Dämme.
Rise Above Research: Großes Interesse am Einsatz von KI für mehr Kreativität beim Fotodruck

Laut der neuesten Studie zum Thema Fotodruck von Rise Above Research ist ein beträchtlicher Anteil der US-Verbraucher daran interessiert, KI für mehr Kreativität beim Fotodruck zu nutzen. Insgesamt gaben 38 % der Befragten in der „Rise Above Research 2026 US Photo Printing Study“ an, dass sie entweder „interessiert“ oder „sehr interessiert“ daran sind, KI für kreative Zwecke beim Fotodruck und bei anderen kreativen Projekten einzusetzen. Das Interesse war in der Altersgruppe von 18 bis 54 Jahren durchweg hoch, was zeigt, dass der Einsatz von KI beim Fotodruck ein breites Spektrum der Bevölkerung anspricht. Unsere Meinung: Es kommt allerdings sehr stark darauf an, wen man bei solchen Umfragen anspricht, sonst ist die Aussage derselben eher dünn.
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