Der Fotogipfel Oberstdorf ist nach fünf Veranstaltungstagen zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Abenteuer“ standen Ausstellungen, Workshops und Vorträge im Mittelpunkt. Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehrere tausend Menschen das Festival in den Allgäuer Alpen.
Fünf Tage Fotografie in den Allgäuer Alpen
Mit dem Fotogipfel Oberstdorf ist am 21. Juni 2026 die 14. Ausgabe des Festivals zu Ende gegangen. Unter dem Jahresthema „Abenteuer“ verwandelte sich der Ort für fünf Tage in einen Treffpunkt für Fotografie, Kultur und Kreativschaffende. Auf dem Programm standen Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Diskussionsrunden und Konzerte.
Insgesamt präsentierte das Festival mehr als 300 Fotografien in 14 Ausstellungen an acht Standorten. Ein Teil der Ausstellungen soll auch nach dem offiziellen Festivalende weiterhin zugänglich bleiben.
Hohe Nachfrage bei Workshops
Großes Interesse verzeichneten erneut die Workshop-Angebote. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 700 Personen an den insgesamt 70 Kursen teil. Die Auslastung habe bei etwa 95 Prozent gelegen. Die Berglandschaft rund um Oberstdorf diente dabei als Kulisse für zahlreiche Praxisangebote und Fotowalks.
Bereits zum Auftakt kamen Gäste aus Fotografie, Kultur, Tourismus und Wirtschaft bei einem Pressetermin und einem anschließenden Treffen zusammen. Die offizielle Eröffnung übernahmen die politische Schirmfrau Claudia Roth sowie die künstlerische Schirmfrau Esther Horvath gemeinsam mit den Organisatoren.
Erstes interdisziplinäres Ausstellungsprojekt
Neu im Festivalprogramm war eine Zusammenarbeit verschiedener Kunstformen. So entstand eine gemeinsame Ausstellung der Schriftstellerin Ronja von Rönne sowie der Fotografen Joachim Baldauf und Esther Haase. Das Projekt sollte zeigen, wie sich Literatur und Fotografie miteinander verbinden lassen.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch einen Paneltalk, bei dem die Beteiligten über ihre Arbeit und kreative Prozesse sprachen.
Ausstellung auf dem Nebelhorn
Zu den zentralen Programmpunkten gehörte die Ausstellung „Abenteuer – Im Herzen des Eises“ auf dem Nebelhorn. Auf 2.224 Metern Höhe zeigte Esther Horvath Fotografien, die sich mit dem Leben und Arbeiten in eisigen Regionen beschäftigen.
Die großformatigen Aufnahmen waren inmitten der Allgäuer Alpen zu sehen und griffen das diesjährige Festivalthema aus unterschiedlichen Perspektiven auf.
Vorträge, Fotowalks und Produkttests
Das Rahmenprogramm umfasste Vorträge, Seminare, Bildbesprechungen und Diskussionsveranstaltungen. Zu den Programmpunkten zählten unter anderem Beiträge von Ulla Lohmann, Aaron Moser, Klaus Wohlmann und Micha Pawlitzki.
Zusätzlich konnten Besucherinnen und Besucher an interaktiven Angeboten teilnehmen sowie Produkte verschiedener Hersteller testen. Musikalische Programmpunkte regionaler Künstlerinnen und Künstler ergänzten das Festivalangebot.
Auszeichnungen für Fotografien
Traditionell wurden auch 2026 mehrere Preise vergeben. Im Wettbewerb des Deutschen Verbands für Fotografie (DVF) zum Thema „Abenteuer“ wurden die 40 besten eingereichten Arbeiten ausgezeichnet und in einer eigenen Ausstellung präsentiert.
Darüber hinaus ehrte die Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) die Gewinner ihrer Naturfoto-Safari. Die ausgezeichneten Fotografien wurden während des Festivals vorgestellt.
Spendenaktion zum Festivalabschluss
Zum Abschluss des Fotogipfels fand die Finissage in der Villa Jauss statt. Dort blickten die Veranstalter gemeinsam mit Gästen auf die vergangenen Tage zurück.
Im Rahmen einer Druckwerkstatt konnten Besucher während des Festivals gegen eine freiwillige Spende Fotografien ausdrucken lassen. Der Erlös ging an den Oberstdorfer Verein „Schaut hin!“, der sich für Kinder- und Opferhilfe engagiert.
Ausblick auf 2027
Für die kommende Ausgabe kündigte der künstlerische Leiter Christian Popkes weitere interdisziplinäre Projekte sowie einen Fotomarkt an. Der nächste Fotogipfel Oberstdorf soll vom 16. bis 20. Juni 2027 stattfinden. Als neues Thema wurde „Sehnsucht“ vorgestellt.
Bild: Ausstellung „RAW ADVENTURE – Zwischen Instinkt und Expedition“ der GDT. © Tourismus Oberstdorf/René Zieger
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