Der Prix PICTO de la Photographie de Mode geht 2026 in seine 28. Runde. Die Auszeichnung für junge Fotografen wird erneut im Palais Galliera in Paris verliehen. Aus mehr als 140 internationalen Bewerbungen wählte die Jury vier Preisträger in unterschiedlichen Kategorien aus.
Die Ausgabe 2026 des Prix PICTO de la Photographie de Mode steht im Zeichen mehrerer Jubiläen. Nach Angaben der PICTO Foundation fällt die 28. Verleihung mit dem zehnjährigen Bestehen des Stiftungsfonds zusammen. Zudem wird 2026 das 200-jährige Jubiläum der Fotografie begangen.
Der Preis wurde 1998 ins Leben gerufen und soll junge Fotografen beim Einstieg in die professionelle Laufbahn unterstützen. Seit 2017 findet die Veranstaltung im Palais Galliera, dem Modemuseum der Stadt Paris, statt. Die dort präsentierten Arbeiten können anschließend Teil der öffentlichen Sammlung des Museums werden.
Mehr als 140 Bewerbungen aus aller Welt
Laut den Veranstaltern gingen in diesem Jahr über 140 internationale Bewerbungen ein. Ein Auswahlkomitee aus Vertretern der PICTO Foundation, des Labors JANVIER, des Palais Galliera und von Demi Studio nominierte daraus 19 Finalisten.
Den Vorsitz der Jury übernahm die französische Fotokünstlerin Valérie Belin. Zu den Jurymitgliedern gehörten unter anderem Fotograf Paolo Roversi, Vertreter von Leica, Magnum Photos, le19M sowie frühere Preisträger.
Grand Prix geht an Marie Blampain
Den Grand Prix PICTO de la Photographie de Mode erhielt Marie Blampain. Die in Neukaledonien geborene und heute in Mexiko lebende Fotografin wurde für ihre Serie Fortuitous Witness ausgezeichnet.
Die Arbeit beschäftigt sich mit alltäglichen Momenten und Erinnerungen. Blampain inszeniert scheinbar gewöhnliche Situationen und verzichtet bewusst auf eine eindeutige Identifikation der dargestellten Personen. Dadurch soll Raum für individuelle Interpretationen entstehen.
Preis für Kunsthandwerk-Fotografie an Cassandre Lafon
Die Auszeichnung für Kunsthandwerk-Fotografie von le19M ging an Cassandre Lafon. Die in Paris arbeitende Filmemacherin und Fotografin überzeugte die Jury mit ihrer Serie La Chapelle.
Für das Projekt dokumentierte sie zwischen 2023 und 2025 Szenen auf einer Metrostation in ihrem Wohnviertel. Die Serie verbindet dokumentarische Aufnahmen mit inszenierten Bildern und untersucht das Verhältnis von Mode, Kleidung und Alltag.
Filippo-Roversi-Preis für Jérémie Monnier
Jérémie Monnier erhielt den Filippo-Roversi-Preis für seine Serie Teenage Portraits. Der Fotograf porträtiert Jugendliche einer Schule im normannischen Breteuil-sur-Iton.
Die Arbeit verbindet Einzelporträts mit Aufnahmen des schulischen Umfelds. Dabei stehen Fragen nach Identität, sozialem Umfeld und den Gemeinsamkeiten jugendlicher Lebenswelten im Mittelpunkt.
LGA Management / JANVIER Award für Ode
Der LGA Management / JANVIER Award ging an die brasilianische Künstlerin Ode. Ihre Serie CARRANCA greift Elemente afrobrasilianischer Spiritualität, Erinnerungskultur und Identitätsfragen auf.
Das Projekt orientiert sich an traditionellen Carranca-Figuren, die in Brasilien als Schutzsymbole gelten. Die Fotografien verbinden laut der Künstlerin afro-surrealistische Bildwelten mit Bezügen zu Yoruba-Traditionen und zeitgenössischen Fragen der Selbstrepräsentation.
Preisgelder und Förderungen
Die vier Auszeichnungen sind mit unterschiedlichen Förderleistungen verbunden. Dazu zählen unter anderem Kameraausrüstung von Leica, Produktionszuschüsse, fotografische Aufträge, Mentoring-Programme sowie Portfolio-Beratungen. Zudem werden von jedem Preisträger zwei signierte Arbeiten in die Sammlung des Palais Galliera aufgenommen.
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