Die Ausstellung „Menschenbilder | Zeitgeschichte. Der Fotograf Joachim Giesel“ präsentiert Arbeiten des Fotografen Joachim Giesel, der seit den 1960er-Jahren politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen in Deutschland dokumentiert. Gezeigt werden Dokumentationen, Serien, Porträts und Reportagefotografien aus unterschiedlichen Epochen der Bundesrepublik.
Dabei steht stets der Mensch im Mittelpunkt der Aufnahmen. Die Fotografien reichen von Bildern des Staatsbesuchs von Queen Elizabeth II. in Hannover im Jahr 1965 bis zu Aufnahmen der Trauerfeier für Benno Ohnesorg 1967. Auch Sport-, Kultur- und Gesellschaftsmotive gehören zum Werk des Fotografen.
Porträts aus Politik, Kultur und Sport
Zu den gezeigten Arbeiten zählen Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Udo Jürgens, Max Frisch, Doris Dörrie, Louis Armstrong oder Rudolf Augstein. Zudem dokumentierte Giesel gesellschaftliche Gegensätze zwischen urbanem Alltag, Arbeitswelt und Subkulturen.
Die Ausstellung ordnet Giesels Werk in die Tradition dokumentarischer Fotografie ein. Seine Bilder sollen Einblicke in die westdeutsche Gesellschaft zwischen Nachkriegszeit und Gegenwart ermöglichen.
Engagement für die Fotografie
Neben seiner Arbeit als Fotograf engagierte sich Joachim Giesel auch als Kurator, Lehrer und Publizist für die Fotografie in Deutschland. 1972 gründete er gemeinsam mit weiteren Fotografen die spectrum Photogalerie in Hannover, die zu den frühen Fotogalerien Europas zählt.
Seit 2022 wird das Werk des Fotografen wissenschaftlich im Joachim Giesel Archiv aufgearbeitet. Die aktuelle Retrospektive entstand unter Leitung von Rickie Lynne Giesel und Prof. Martin Schieder in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Leipzig. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag.
Führungen und Rahmenprogramm
Die Ausstellung läuft vom 14. Mai bis 14. Juni 2026. Öffentliche Führungen finden donnerstags bis sonntags jeweils um 11 und 18 Uhr statt. Zudem ist Joachim Giesel samstags zwischen 15 und 17 Uhr persönlich vor Ort.
Am 4. Juni ist ein Künstlergespräch mit Joachim Giesel geplant. Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 5. Juni bleibt die Galerie von 18 bis 23 Uhr geöffnet. Geplant sind mehrere Führungen sowie ein Meet-and-Greet mit dem Fotografen.
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