Mit der Ausstellung „bau1haus – die Moderne von Essen bis Asmara!“ präsentiert die Stiftung Zollverein seit dem 10. Mai 2026 rund 300 Fotografien des Berliner Fotografen Jean Molitor. Die Schau ist bis zum 2. August 2026 in der Bunkerebene der Mischanlage auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zu sehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der internationalen Architekturmoderne und zeigt Bauwerke aus verschiedenen Regionen der Welt. Laut Stiftung Zollverein reicht das Spektrum der Motive von Nordrhein-Westfalen über Europa und Amerika bis nach Indien und Eritrea. Die Fotografien sollen dokumentarische Ansätze mit künstlerischer Bildsprache verbinden und auch gefährdete Gebäude sichtbar machen.

Industriekultur als Ausstellungsort

Die Mischanlage der Kokerei Zollverein dient dabei nicht nur als Präsentationsfläche. Die Industriearchitektur soll bewusst Teil der Inszenierung sein. Die Ausstellung thematisiert den Austausch zwischen Industriekultur und moderner Architektur.

Die Stiftung verweist zudem auf zwei Jubiläen: 25 Jahre UNESCO-Welterbe Zollverein sowie 50 Jahre fotografisches Arbeiten von Jean Molitor. Der Fotograf beschäftigt sich seit 2009 mit dem Projekt „bau1haus“ und dokumentiert Architektur der Moderne auf mehreren Kontinenten.

Begleitprogramm mit Führungen und Workshops

Zur Ausstellung gehört ein umfangreiches Rahmenprogramm. Besucherinnen und Besucher können unter anderem an offenen Führungen, Workshops und Familienangeboten teilnehmen. Geplant sind außerdem Veranstaltungen mit Jean Molitor und der Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss, die das Projekt seit mehreren Jahren wissenschaftlich begleitet.

Am 7. Juni 2026 soll zudem der Katalog „Bauhaus in Nordrhein-Westfalen“ erscheinen. Ergänzend sind offene Gestaltungsangebote innerhalb der Ausstellung vorgesehen.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 14 bis 20 Uhr geöffnet, samstags, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Am 27. Juni 2026 gelten verlängerte Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Vom 9. bis 12. Juli 2026 bleibt die Ausstellung geschlossen.

Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip „Pay what you want“ zwischen 3 und 5 Euro.

Bild: Die Mischanlage der Kokerei, Thomas Willemsen, Stiftung Zollverein