Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen widmet der Fotografin Anja Niedringhaus eine umfassende Ausstellung. Gezeigt werden Arbeiten aus Krisengebieten, Sportfotografien und Porträts. Die Schau läuft vom 10. Mai bis zum 13. September 2026.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Aufnahmen, die Anja Niedringhaus in Konflikt- und Krisengebieten wie Afghanistan, Irak oder auf dem Balkan gemacht hat. Die Pulitzer-Preisträgerin dokumentierte laut Veranstalter vor allem das Leben von Soldaten und Zivilisten an der Front. Ihre Fotografien zeigen neben militärischen Auseinandersetzungen auch Alltagsszenen und persönliche Momente.
Die Fotografin arbeitete häufig in unmittelbarer Nähe zu bewaffneten Konflikten und war dort oft als einzige Frau unter den Pressefotografen unterwegs. Nach Angaben der LUDWIGGALERIE sei ihr Anliegen gewesen, auf humanitäre Situationen aufmerksam zu machen.
Neben den bekannten Kriegsfotografien präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus dem Sportbereich. Niedringhaus fotografierte unter anderem Leichtathletik-Wettbewerbe, Olympische Spiele und Tennis-Turniere in Wimbledon. Darüber hinaus widmet sich die Schau ihren Porträtaufnahmen. Die Ausstellung soll damit verschiedene Facetten ihres fotografischen Werks beleuchten.
Anja Niedringhaus arbeitete zuletzt für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). 2014 kam sie während eines Einsatzes in Afghanistan bei einem Attentat ums Leben.
Die LUDWIGGALERIE bietet während der Laufzeit öffentliche Führungen sowie mehrere Kuratorinnenführungen mit Dr. Christine Vogt an. Parallel sind im Kleinen Schloss weitere Ausstellungen regionaler Kunst zu sehen.
Die Ausstellung „Anja Niedringhaus – An vorderster Front“ ist vom 10. Mai bis 13. September 2026 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zu sehen. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Ein Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen kostet 19 Euro.
Pressemitteilung LUDWIGGALERIE:
Anja Niedringhaus – An vorderster Front
Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin, Porträtistin
10. Mai bis 13. September 2026
Der Schwerpunkt im fotografischen Werk der „Bilderkriegerin“ Anja Niedringhaus liegt in den einfühlsamen Bildern, die sie in Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan, Irak oder dem Balkan aufgenommen hat. An vorderster Front, meist als einzige Frau, beobachtet sie vor allem die menschlichen Regungen sowohl der Soldaten als auch der Zivilbevölkerung.
Aufklärung ist ihr ein zentrales Anliegen, das sich in dem immer wieder zitierten Motto ihres Handelns „Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“ widerspiegelt. Neben den kämpferischen Auseinandersetzungen und den oft tödlichen Konsequenzen daraus dokumentiert sie parallel dazu die Lebensfreude zum Beispiel die der Kinder oder das Modebewusstsein der afghanischen Frauen beim Kauf einer Burka. Ihr Talent, in einzelnen Fotos komplexe Geschichten zu erzählen, wird in all diesen Aufnahmen deutlich.
Weniger bekannt, doch nicht weniger herausragend sind ihre Fotografien im Bereich des Sports. Vor allem Leichtathletik und Tennis gehören zu ihren bevorzugten Disziplinen. So dokumentiert sie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele und ist fast zwanzig Jahre lang in Wimbledon vor Ort mit dabei. Ein weiterer Bereich präsentiert Anja Niedringhaus als große Porträtistin.
Am 4. April 2014 fällt Anja Niedringhaus einem Attentat zum Opfer, als sie im Auftrag der amerikanischen Associated Press (AP) als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs ist. Sie hinterlässt ein umfangreiches und vielschichtiges Werk, das in dieser Ausstellung der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen in seinen Schwerpunkten sowohl in Schwarz-Weiß als auch in intensiven Farbfotografien vorgestellt wird.
Mit über 250 Aufnahmen zeichnet die Schau das vielschichtige Werk der Fotografin nach; ergänzt durch persönliche Gegenstände wie ihren Blauhelm oder ihre Schutzweste.
Die Ausstellung wird gefördert vom Freundeskreis der LUDWIGGALERIE. Kulturpartner ist WDR 3.
Im Kleinen Schloss ist bis zum 31. Mai 2026 der Arbeitskreis Oberhausener Künstler mit VON HIER 2026 zu Gast; ab dem 14. Juni bis zum 4. Oktober ist die Ausstellung Von Adamas bis Zauberlehrling. Kunst in Oberhausen – fotografiert von Rainer Schlautmann zu sehen.
Nähere Informationen zu dem die Ausstellungen begleitenden museumspädagogischen Angeboten und zu den Rahmenprogrammen gibt es unter www.ludwiggalerie.de.
Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eins der einundzwanzig RuhrKunstMuseen.
Nähere Informationen zur Ausstellung
- Pressegespräch: Donnerstag, 7. Mai 2026, 11:00 Uhr
- Ausstellungseröffnung: Samstag, 9. Mai 2026, 19:00 Uhr
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11:00–18:00 Uhr; Mo geschlossen; feiertags geöffnet
- Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 6,00 €
- Weitere Informationen: unter www.ludwiggalerie.de
- Kombiticket mit dem Gasometer Oberhausen: 19,00 €
- Öffentliche Führungen: jeden Sonn- und Feiertag um 11:30 Uhr
- Kuratorinnenführungen mit Dr. Christine Vogt:
- Sonntag, 17.05.2026, 15:00 Uhr; Int. Museumstag
- Sonntag, 14.06.2026, 15:00 Uhr
- Sonntag, 05.07.2026, 15:00 Uhr
- Sonntag, 30.08.2026, 15:00 Uhr
- Publikation: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
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