In der Leica Galerie München läuft aktuell die Ausstellung „Powerful“ des Fotografen J. Konrad Schmidt. Gezeigt werden unterschiedliche fotografische Ansätze zum Thema Weiblichkeit. Die Schau vereint Modeästhetik, Porträts bekannter Persönlichkeiten und analoge Serien.
Die Leica Galerie München präsentiert vom 17. April bis 18. Juli 2026 die Ausstellung „Powerful“ des Berliner Fotografen J. Konrad Schmidt. Die Präsentation ist entlang dreier farblich gestalteter Bereiche aufgebaut, die unterschiedliche fotografische Ansätze zusammenführen.
Ein erster Teil widmet sich einer klassischen, modeorientierten Bildsprache. Die Arbeiten sollen sich durch eine klare Inszenierung und reduzierte Gestaltung auszeichnen. Der Fokus liege dabei auf Ausdruck und Haltung der porträtierten Personen.
Ein weiterer Abschnitt zeigt Porträts aus dem Projekt „Frauen100“, das in Kooperation mit einer Berliner Kommunikationsagentur entstanden ist. Nach Angaben der Initiatoren umfasst die Serie 100 Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Politik, Medien, Sport und Kultur. Das Projekt versteht sich als Plattform für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit.
Mit der Werkreihe „HÔTEL NOIR“ ergänzt Schmidt die Ausstellung um eine dritte Perspektive. Diese Serie entstand laut Künstler über einen Zeitraum von mehr als 16 Jahren auf Reisen in internationalen Metropolen. Die Fotografien wurden analog auf Schwarz-Weiß-Mittelformatfilm aufgenommen.
Die Bildsprache soll bewusst reduziert sein und mit Licht und Schatten arbeiten. Ziel sei es, intime Momente sichtbar zu machen, ohne eine stark inszenierte Wirkung zu erzeugen. Grundlage dafür sei ein langfristiges Vertrauensverhältnis zu den porträtierten Frauen.
Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Frauen aus unterschiedlichen Lebenskontexten. Dazu zählen unter anderem Künstlerinnen, Medizinerinnen und Aktivistinnen. Einige Porträts greifen auch Themen auf, die im fotografischen Diskurs selten dargestellt werden, etwa körperliche Einschränkungen oder chronische Erkrankungen.
Die Ausstellung wird in der Leica Galerie München in der Maffeistraße gezeigt. Die Öffnungszeiten liegen werktags zwischen 10 und 19 Uhr sowie samstags bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: https://leica-camera.com/de-DE/event/powerful-j-konrad-schmidt
Pressemitteilung Leica Camera:
Powerful | J. Konrad Schmidt
Die Leica Galerie München präsentiert vom 17. April bis 18. Juli 2026 eine Ausstellung über Inszenierung, Stärke und die vielschichtigen Bilder der Frau
Wetzlar, 07. April 2026. Die Leica Galerie München zeigt vom 17. April bis 18. Juli 2026 die Ausstellung „Powerful“ des Berliner Fotografen J. Konrad Schmidt. Entlang von drei farblich definierten Galeriewänden entfaltet sich eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Weiblichkeit – zwischen klassischer Eleganz, öffentlicher Präsenz und analoger, filmisch geprägter Bildsprache.
Den Auftakt bildet eine Werkgruppe, die sich einer klassischen, modischen Ästhetik widmet. Zeitlosigkeit, Souveränität und Haltung prägen diese Arbeiten. Schmidt inszeniert seine Protagonistinnen mit klarer formaler Präzision und lenkt den Blick bewusst auf Qualität und Ausdruck jenseits kurzlebiger Trends.
Die zweite Perspektive richtet den Fokus auf Frauen des öffentlichen Lebens. Das Projekt „Frauen100“ in Zusammenarbeit mit der Agentur „hell & karrer Communications“ aus Berlin zeigt Porträts von 100 Persönlichkeiten aus Politik, Film, Sport, Medien, Industrie und Mode – von Politprominenz über Hollywoodstars bis hin zu internationalen Topmodels. Die Initiative ist die führende Plattform für strukturelle Gleichberechtigung in Deutschland.
Mit der Serie „HÔTEL NOIR“ erweitert sich die Ausstellung um eine dritte, bewusst kontrastierende Ebene. Über einen Zeitraum von mehr als 16 Jahren und auf Reisen von Tokyo bis London, von Venedig bis Los Angeles entstand ein Werkkomplex, der konsequent analog auf Schwarz-WeißMittelformatfilm realisiert wurde.
Die Arbeiten sind geprägt von einer reduzierten, präzisen Bildsprache und einem sensiblen Umgang mit Licht und Schatten. In dieser konzentrierten Ästhetik entstehen Fotografien von großer Intensität, die Intimität sichtbar machen, ohne inszeniert zu wirken. Grundlage dafür ist ein über Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis zu den porträtierten Frauen. Die Arbeiten entstanden stets in Kooperation mit den Protagonistinnen und zeigen vor allem das Privatleben der Frauen.
Im Zentrum stehen Persönlichkeiten unterschiedlichster Lebensrealitäten – darunter Diplomatinnen, Ärztinnen, Künstlerinnen oder Aktivistinnen –, die sich bewusst dafür entscheiden, auch ihre sinnliche Identität sichtbar zu machen. Gleichzeitig erweitert Schmidt die Serie um Perspektiven, die im fotografischen Diskurs selten präsent sind.
So porträtierte er unter anderem in Los Angeles die Künstlerin und Futuristin Viktoria Modesta, eine Ikone vieler amputierter Frauen, sowie in Berlin die zweifache Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel, die seit ihrem Unfall 2018 im Rollstuhl lebt. Weitere Protagonistinnen zeigen sich mit Endometriose-Narben oder im Umgang mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes.
Die Ausstellung „Powerful“ verdichtet diese unterschiedlichen Perspektiven zu einem klar kuratierten Gesamtbild. Die drei farblich gefassten Galeriewände strukturieren nicht nur den Raum, sondern auch den Blick: auf Weiblichkeit als ästhetisches Ideal, als Ausdruck von Stärke und als intime, selbstbestimmte Realität.
„Augenhöhe, Respekt und Verständnis fangen mit Zuhören an. Sehen reicht nicht.” – J. Konrad Schmidt
Schmidt, geboren 1984 in Suhl, studierte Fotodesign an der LAZI Akademie in Esslingen und zählt heute zu den international ausgezeichneten Fotografen im Bereich Mode-, Porträt- und Automobilfotografie. Seine Arbeiten wurden vielfach prämiert, unter anderem mit den AOP Photography Awards in London sowie dem Deutschen Fotobuchpreis in Gold für „HÔTEL NOIR“.
Die Ausstellung „Powerful | J. Konrad Schmidt“ ist vom 17. April bis 18. Juli 2026 in der Leica Galerie München, Maffeistraße 4, 80333 München zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die ausgestellten Arbeiten sind in limitierter Auflage erhältlich.
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