Die Imaging-Branche startet mit wichtigen Impulsen in den Frühling: Der Deutsche Fotorat hat seine Broschüre „Wege in den Beruf Fotografie“ aktualisiert und liefert damit wertvolle Orientierung für den fotografischen Nachwuchs. Zugleich wächst die L-Mount-Allianz mit Freefly weiter und unterstreicht die strategische Bedeutung offener Systempartnerschaften im Kameramarkt. Darüber hinaus rückt das Symposium „Caring for Photography“ im Museum Folkwang die Zukunft kuratorischer und fotografischer Praxis in den Fokus.

Die wichtigsten Imaging Business News der KW 17/26 – kuratiert von Wolfgang Heinen, Herausgeber von PHOTO PRESSE, DigitalPHOTO und PhotoKlassik.

Imaging Business News KW 17/26:

Aktualisierte Broschüre „Wege in den Beruf Fotografie“ 

Das ist die wohl wichtigste Lektüre für alle, die Fotografie beruflich machen wollen: Der Leitfaden “Wege in den Beruf Fotografie” wurde erstmals 2025 von der Arbeitsgruppe Bildung im Deutschen Fotorat vorgestellt und ist jetzt aktualisiert worden. Er soll all jenen, die den Einstieg in die fotografische Berufswelt suchen, eine verlässliche, übersichtliche und umfassende Grundlage zur Entscheidungsfindung an die Hand geben. Denn die Wege in die Fotografie sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie gehen: Vom klassischen Handwerksberuf über Hochschulstudiengänge bis hin zu privaten Bildungseinrichtungen – die berufliche Ausbildung in der Fotografie bietet viele Facetten.

Diese Broschüre versammelt nahezu alle offiziellen Zugangswege zur professionellen Fotografie in Deutschland. Sie zeigt auf, welche Qualifikationen erforderlich sind, wo man studieren oder eine Ausbildung beginnen kann, welche Kosten zu erwarten sind und welche Schwerpunkte die jeweiligen Angebote setzen. So hilft sie, individuelle Interessen mit passenden Bildungswegen in Einklang zu bringen – sei es in künstlerischer, technischer oder journalistischer Ausrichtung.

Die Broschüre kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

Download Broschüre 03-2026 

L-Mount-Allianz wächst weiter

Mit Freefly begrüßt die L-Mount-Allianz ihr mittlerweile elftes Mitglied seit der öffentlichen Vorstellung des L-Mount-Standards auf der photokina 2018. Die Allianz besteht aus den Gründungsmitgliedern Leica Camera AG, Sigma und Panasonic sowie Ernst Leitz Wetzlar GmbH, DJI, Astrodesign, Samyang Optics, Blackmagic Design, Sirui und Viltrox. Die Partnerschaft ermöglicht es Freefly, Produkte mit dem L-Bajonett zu entwickeln.

Ziel der Leica Camera AG bei der Entwicklung des L-Bajonetts war es, Kunden ein zukunftsweisendes, flexibles, robustes und präzises Anschlusssystem zu bieten, das höchsten Ansprüchen an die Fotografie gerecht wird. Seit der Einführung wurde das L-Bajonett sowohl von Leica als auch seinen strategischen Partnern weiterentwickelt. Dies brachte erhebliche Verbesserungen und eine neue und ausgefeiltere L-Bajonett-Technologie hervor. Seither wächst das Angebot an Kameras und Objektiven aller bestehenden und neuen Allianzpartner stetig und umfasst derzeit ein Portfolio aus über 20 Kameras und mehr als 134 Objektiven. Alle Objektive, die für die verschiedenen Systeme der L-Mount-Allianz hergestellt werden, lassen sich ohne Adapter oder Funktionseinschränkungen mit allen Kameras verwenden – einer der zahlreichen Vorteile des einheitlichen Bajonetts.

Caring for Photography: Symposium am 24. und 25. April in Essen

Am Freitag, den 24. April und Samstag, den 25. April 2026 findet das Symposium „Caring for Photography. Fürsorge in kuratorischer und fotografischer Praxis“ im Museum Folkwang in Essen statt. Veranstaltet wird es vom aktuellen Jahrgang des Stipendienprogramms der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Nationale und internationale Kuratoren, Künstler, Vermittler und Forscher sind eingeladen, um über kuratorische Fürsorge als gelebte Praxis zu sprechen. Mit „Caring for Photography“ widmet sich die zweitägige Veranstaltung einem Begriff, der zunehmend in den Fokus musealer und gesellschaftlicher Diskussionen rückt. 

Ausgehend von den Bedeutungen des lateinischen curare, (pflegen, sorgen, sich kümmern) eröffnet das Symposium unterschiedliche Perspektiven auf das Kuratieren von Fotografie. Der Begriff umfasst sowohl klassische Museums- und Ausstellungspraktiken als auch deren kritische Reflexion. Es geht um Fragen wie: Wie lassen sich Infrastrukturen und Arbeitsweisen nachhaltig fürsorglicher gestalten? Welche Rolle kann Fürsorge in der Museumsarbeit mit Fotografie spielen, in Programmen, Vermittlungsangeboten und im Umgang mit Besuchern, Mitwirkenden und Mitarbeitenden? 

symposium@caringforphotography.de