World Press Photo hat die Gewinner des Wettbewerbs 2026 bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden Fotojournalisten und Dokumentarfotografen aus aller Welt. Die prämierten Arbeiten bilden zentrale Themen der Gegenwart ab.
Tausende Einsendungen aus über 140 Ländern
Nach Angaben der Organisation sind insgesamt 57.376 Fotos von 3.747 Fotografen aus 141 Ländern eingereicht worden. Die ausgezeichneten Arbeiten spiegelten unterschiedliche Perspektiven wider und griffen sowohl stark beachtete Ereignisse als auch weniger sichtbare Geschichten auf. Thematisch reichten die Beiträge von Konflikten und Krisen bis hin zu gesellschaftlicher Resilienz und kulturellen Traditionen.
Jury betont Bedeutung unabhängiger Berichterstattung
Kira Pollack, Vorsitzende der globalen Jury 2026, wird mit den Worten zitiert, dass die ausgezeichneten Fotografen einen Beitrag zur Dokumentation zentraler Entwicklungen geleistet hätten. Die Bilder sollen laut Jury dazu anregen, gesellschaftliche Realitäten bewusster wahrzunehmen.
Auch die Auswahl selbst sei laut World Press Photo durch eine unabhängige Jury erfolgt. Diese habe die Arbeiten in einem mehrstufigen Verfahren geprüft und dabei sowohl technische Qualität als auch inhaltliche Relevanz berücksichtigt. Ziel sei es gewesen, unterschiedliche Regionen, Perspektiven und visuelle Stile abzubilden.
„Foto des Jahres“ folgt im April
Der Gewinner des Titels „World Press Photo of the Year“ soll am 23. April 2026 bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe ist im Rahmen der Eröffnung der Hauptausstellung in Amsterdam geplant und soll parallel online stattfinden. Für die Auszeichnung kommen alle prämierten Fotografen des Wettbewerbs infrage.
Wanderausstellung in über 60 Städten
Die ausgezeichneten Arbeiten sollen im Anschluss weltweit gezeigt werden. Geplant ist eine Wanderausstellung mit Stationen in mehr als 60 Städten, darunter Berlin, Jakarta, Mexiko-Stadt, Montréal, Rio de Janeiro, Rom, Sydney und Taipeh.
World-Press-Photo-Direktorin Joumana El Zein Khoury hebt hervor, dass unabhängiger Journalismus angesichts globaler Krisen und zunehmender Desinformation an Bedeutung gewinne. Die prämierten Arbeiten sollen als visuelle Dokumente ihrer Zeit verstanden werden und Fragen zu Wahrheit und Vertrauen in Medien aufwerfen.
Alle ausgezeichneten Arbeiten können auf der Webseite von World Press Photo angesehen werden.
Bild: William Keo – Extramuros; World Press Photo Contest 2026 – Europe – Long-Term Projects
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