Die Sony World Photography Awards haben die Gewinnerinnen und Gewinner für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden Beiträge in mehreren Wettbewerben sowie ein Gesamtpreis. Die Ausstellung startet Mitte April in London.

Gesamtsiegerin kommt aus Mexiko

Bei den Sony World Photography Awards 2026 ist Citlali Fabián als „Photographer of the Year“ ausgezeichnet worden. Laut Veranstalter erhielt sie den Preis für ihre Serie „Bilha, Stories of my Sisters“. Die Fotografin, die aus einer indigenen Gemeinschaft in Mexiko stammt und in London lebt, beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Identität, Migration und Gemeinschaft.

Die prämierte Serie verbindet fotografische Porträts mit digitalen Illustrationen. Die Motive zeigen Frauen aus indigenen Gemeinschaften in Oaxaca und thematisieren deren Lebenswege sowie gesellschaftliches Engagement. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit den porträtierten Personen.

Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar verbunden. Zudem soll Fabián Kameraausrüstung von Sony erhalten und die Möglichkeit bekommen, 2027 eine eigene Ausstellung im Rahmen des Wettbewerbs zu präsentieren.

Weitere Gewinner in mehreren Kategorien

Neben dem Hauptpreis wurden auch die Sieger der vier Wettbewerbe Professional, Open, Student und Youth geehrt. Insgesamt wählte eine Fachjury zehn Gewinnerprojekte im Professional-Wettbewerb aus, unter denen die Gesamtgewinnerin gekürt wurde.

Zu den ausgezeichneten Arbeiten zählen unter anderem Projekte aus den Bereichen Architektur, Umwelt, Porträt und Sport. Die Gewinner zeichnen sich durch unterschiedliche Erzählansätze und technische Umsetzung aus.

Gewinner der Kategorie “Professional”

ARCHITEKTUR & DESIGN

  • Gewinner: Joy Saha (Bangladesch) für „Homes of Haor“
  • Finalist*innen: 2. Platz André Tezza (Brasilien); 3. Platz Chen Liang (Festlandchina)

KREATIV

  • Gewinnerin: Citlali Fabián (Mexiko) für „Bilha, Stories of My Sisters“
  • Finalist*innen: 2. Platz Pablo Ramos (Mexiko); 3. Platz Ben Brooks (Vereinigtes Königreich)

DOKUMENTATIONSPROJEKTE

  • Gewinner: Santiago Mesa (Kolumbien) für „Under the Shadow of Coca“
  • Finalist*innen: 2. Platz Colin Delfosse (Belgien); 3. Platz Alexandre Bagdassarian (Frankreich)

UMWELT

  • Gewinnerin: Isadora Romero (Ecuador) für „Notes on How to Build a Forest“
  • Finalist*innen: 2. Platz Matteo Trevisan (Italien); 3. Platz Shane Hynan (Irland)

LANDSCHAFT

  1. Gewinnerin: Dafna Talmor (Vereinigtes Königreich) für „Constructed Landscapes“
  2. Finalist*innen: 2. Platz Andreas Secci (Deutschland), 3. Platz Michael Blann (Vereinigtes Königreich)

PERSPEKTIVEN

  • Gewinner: Seungho Kim (Republik Korea) für „Sunny Side Up: Ein Porträt der durchschnittlichsten K-Erziehung von heute“
  • Finalist*innen: 2. Platz Hayate Kurisu (Japan); 3. Platz Fredrik Lerneryd (Schweden)

PORTRAIT

  • Gewinner*in: Jean-Marc Caimi & Valentina Piccinni (Italien) für „The Faithful“
  • Finalist*innen: 2. Platz Marisa Reichert (Deutschland); 3. Platz Federico Borella (Italien)

SPORT

  • Gewinner: Todd Antony (Neuseeland) für „Buzkashi“
  • Finalist*innen: 2. Platz Morgan Otagburuagu (Nigeria); 3. Platz Rob Van Thienen (Belgien)

STILLLEBEN

  • Gewinnerin: Vilma Taubo (Norwegen) für „Talking Without Speaking“
  • Finalist*innen: 2. Platz Gargi Sharma (Indien); 3. Platz Daniele Vita (Italien)

WILDLIFE & NATUR

  • Gewinner: Will Burrard-Lucas (Vereinigtes Königreich) für „Crossing Point“
  • Finalist*innen: 2. Platz Anita Pouchard Serra (Argentinien); 3. Platz Wolfgang Duerr (Deutschland)

Gewinner der Kategorien “Open”, “Student” und “Youth”

Im Open-Wettbewerb wurde Elle Leontiev zur „Open Photographer of the Year“ gekürt. Ihr Bild zeigt einen Vulkanologen auf der Insel Tanna in Vanuatu. Sie erhält ein Preisgeld von 5.000 US-Dollar sowie Kameraausrüstung.

Der Titel „Student Photographer of the Year“ ging an Jubair Ahmed Arnob aus Bangladesch. Seine Serie dokumentiert Veränderungen im städtischen Raum von Dhaka. Im Jugendwettbewerb wurde der 16-jährige Philip Kangas aus Schweden ausgezeichnet.

Ehrung für Joel Meyerowitz

Zusätzlich wurde der Fotograf Joel Meyerowitz für sein Lebenswerk gewürdigt. Er erhält den Preis für den „Outstanding Contribution to Photography“. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine langjährige Auseinandersetzung mit Alltagsbeobachtungen und Bildkomposition aus.

Eine Auswahl seiner Werke wird im Rahmen der Ausstellung gezeigt, darunter auch ältere Serien sowie neue Videoarbeiten.

Ausstellung in London gestartet

Die Ausstellung zu den Sony World Photography Awards 2026 findet vom 17. April bis zum 4. Mai im Somerset House in London statt. Dort werden laut Veranstalter mehr als 300 Fotografien sowie weitere digitale Arbeiten präsentiert.

Insgesamt wurden nach Angaben der Organisatoren über 430.000 Bilder aus mehr als 200 Ländern und Regionen eingereicht. Der Wettbewerb gehört damit zu den größeren internationalen Fotowettbewerben.

Bild: Citlali Fabián, Mexico, Photographer Of The Year, Professional Competition, Creative, Sony World Photography Awards 2026