Die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zeigen eine Auswahl des Leica Oskar Barnack Award 2025. Präsentiert werden Siegerarbeiten und weitere nominierte Serien. Die Ausstellung gibt Einblicke in aktuelle Themen der Fotografie.

Die Reiss-Engelhorn-Museen zeigen vom 14. April bis 14. Juni 2026 die Ausstellung „Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award“. Die Präsentation entsteht in Kooperation mit ZEPHYR – Raum für Fotografie und Leica Camera AG und ist im Atrium der rem-Stiftungsmuseen zu sehen. Im Fokus stehen rund 50 Fotografien aus dem renommierten Wettbewerb, darunter die prämierten Serien des Jahres 2025 sowie ausgewählte Finalistenarbeiten, die sich mit Themen wie Migration, Identität und Klimawandel auseinandersetzen.

Ausgezeichnet wurden Alejandro Cegarra in der Hauptkategorie mit seiner Serie „The Two Walls“ über das Leben an der Grenze zwischen Mexiko und den USA sowie Serghei Duve als Newcomer. Seine Arbeit „Bright Memory“ verbindet persönliche Familiengeschichte mit politischen Fragen rund um Transnistrien. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke weiterer internationaler Fotografen, die globale Krisen und gesellschaftliche Entwicklungen beleuchten.

Zum Auftakt am 14. April um 18 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Serghei Duve statt, bei dem er Einblicke in seine Arbeit gibt. Der Eintritt kostet 10 Euro. Weitere Informationen: www.rem-mannheim.de

Pressemitteilung Reiss-Engelhorn-Museen:

Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen

14.4. – 14.6.2026
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
rem-Stiftungsmuseen C4,12

Der Leica Oskar Barnack Award (LOBA) zählt zu den international renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Fotografie und blickt auf eine 45-jährige Geschichte zurück. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr setzen ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen und die Leica Camera AG ihre Kooperation fort. Die Schau „Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen“ ist vom 14. April bis 14. Juni 2026 im Atrium der rem-Stiftungsmuseen in C4,12 zu sehen.

Die Ausstellung präsentiert die beiden Gewinnerbeiträge des LOBA 2025 sowie ausgewählte Positionen aus der Shortlist. Rund 50 Arbeiten zeigen in bewegenden Motiven gesellschaftlich relevante Themen und Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Dabei sind die persönliche Anteilnahme und der Wunsch, den Menschen hinter den Statistiken und Schlagzeilen eine Stimme zu geben, ein wesentlicher Bestandteil der fotografischen Verantwortung und emphatischen Stellungnahme der Fotografinnen und Fotografen.

In der Hauptkategorie erhielt den Award Alejandro Cegarra. Der aus Venezuela stammende und in Mexiko lebende Fotograf (*1989) widmet sich in seiner Schwarz-Weiß-Serie „The Two Walls“ den unmenschlichen Bedingungen im mexikanischen Grenzgebiet zu den USA. In der Kategorie „Newcomer“ (bis 30 Jahren) setzte sich Serghei Duve mit seiner Serie „Bright Memory“ durch. In den persönlichen Aufnahmen beschreibt der in der Republik Moldawien geborene deutsche Fotograf (*1999) die engen Verbindungen seiner Familie zur alten Heimat Transnistrien, einem international nicht anerkannten und nur von Russland gestützten Gebiet.

Außerdem sind in der Ausstellung Bilder von Arlette Bashizi, Lynsey Addario, Xiangjie Peng und Gideon Mendel zu sehen. Ihre für den LOBA 2025 nominierten Serien dokumentieren und reflektieren zentrale Herausforderungen unserer Gegenwart – von den Folgen des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo über das Schicksal eines an Krebs erkrankten Mädchens in der Ukraine und die wachsende Freiheit der queeren Community in China bis hin zur weltweiten Häufung verheerender Überschwemmungskatastrophen infolge der globalen Klimakrise.

Künstlergespräch am 14. April

Zum Auftakt der Ausstellung begrüßen die Reiss-Engelhorn-Museen am Dienstag, den 14. April um 18 Uhr den LOBA 2025-Gewinner in der Kategorie „Newcomer“. Im Gespräch mit ZEPHYR-Leiterin Stephanie Herrmann gewährt Fotograf Serghei Duve einen spannenden Einblick in seine Arbeit. Er wurde 1999 in Chișinău, Moldawien geboren. Seine Eltern zogen mit der Familie nach Deutschland, als er ein Jahr alt war. Er besuchte deutsche Kindergärten und Schulen, während er in einem russischen Haushalt aufwuchs und mit seinen Eltern Russisch sprach. In der Serie „Bright Memory“ wird aus einer persönlichen Spurensuche eine Erzählung über komplexere Zusammenhänge mit politischer Brisanz. Es geht um Identität und Herkunft, Alltag und Politik. Die Veranstaltung findet in den rem-Stiftungsmuseen in C4,12 statt. Der Eintritt beträgt 10 Euro.