In der LAUDA FabrikGalerie startet im April eine neue Ausstellung der Reihe „Art After Work“. Gezeigt werden Arbeiten der Berliner Künstlerin Edith Hultzsch. Im Fokus steht ihr Umgang mit Bewegung und flüchtigen Momenten.
Die LAUDA FabrikGalerie zeigt ab dem 8. April 2026 Werke der Künstlerin Edith Hultzsch unter dem Titel „Kairos“. Laut Veranstalter ist die Präsentation Teil der Reihe „Art After Work“ im Jubiläumsjahr des Unternehmens. Der Titel bezieht sich auf den griechischen Begriff für den günstigen Augenblick und soll zugleich das zentrale Motiv im Werk Hultzschs beschreiben.
Zur Eröffnung soll Dr. Günter Hultzsch, Großneffe der Künstlerin und Nachlassverwalter, anwesend sein.
Arbeiten aus unmittelbarer Beobachtung
Edith Hultzsch hat ihren künstlerischen Fokus auf die Darstellung von Bewegung gelegt. Ihre Motive umfassen unter anderem Sportler, Tänzer und Szenen aus dem Stierkampf. Die Arbeiten sind häufig direkt vor Ort entstanden – etwa in Sportstätten oder Tanzsälen – und nicht im Atelier nachbearbeitet worden.
Hultzsch selbst hat ihren Ansatz damit beschrieben, flüchtige Momente zeichnerisch festzuhalten. Besonders Tuschpinselzeichnungen sollen dabei schnelle Bewegungen auf reduzierte Formen verdichten.
Ausbildung und internationale Präsenz
Die 1908 in Berlin geborene Künstlerin studierte von 1930 bis 1932 an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg bei Emil Orlik und Hans Meid. Die Institution gilt als eine dem Bauhaus verwandte Kunsthochschule.
Hultzsch war Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, dem auch Käthe Kollwitz angehörte. Ihr Werk wurde in verschiedenen Ländern ausgestellt, darunter in Europa und Argentinien. 1981 hat sie zudem als erste nichtspanische Künstlerin einen Plakatwettbewerb zur Fiesta Sanfermin in Pamplona gewonnen.
Kunst am Bau und Studienreisen
Neben Zeichnungen und Malerei realisierte Hultzsch auch Projekte im Bereich Kunst am Bau. Dazu zählen Glas- und Betonglasfenster, Mosaike sowie Brunnenanlagen, unter anderem für öffentliche Auftraggeber in Deutschland.
Studienreisen führten sie in den Vorderen Orient sowie nach Südfrankreich, Spanien und Portugal. Diese Aufenthalte sollen insbesondere ihre Motive rund um Tiere und Bewegung geprägt haben.
Überblick über das Gesamtwerk
Die Ausstellung in der LAUDA FabrikGalerie soll einen breiten Querschnitt durch das Werk der Künstlerin bieten. Besucher erhalten damit laut Veranstalter einen Einblick in unterschiedliche Werkphasen und Techniken.
Die Ausstellung „Edith Hultzsch – Kairos“ läuft vom 8. April bis 27. Mai 2026.
Öffnungszeiten sind nach Voranmeldung: Montag bis Donnerstag von 9 bis 14 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr.
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