Die Sony World Photography Awards haben die Finalistinnen und Finalisten der Professional Competition 2026 bekannt gegeben. Insgesamt stehen 30 Projekte im Finale, weitere Fotografinnen und Fotografen wurden für die Shortlist nominiert. Die Gewinner der Kategorien und der Titel „Photographer of the Year“ sollen am 16. April in London bekannt gegeben werden.

Nach Angaben der Veranstalter wurden für den diesjährigen Wettbewerb mehr als 430.000 Bilder aus über 200 Ländern und Regionen eingereicht. Die Professional Competition richtet sich an Fotografen, die mit zusammenhängenden Serien arbeiten und gesellschaftliche, kulturelle oder dokumentarische Themen aufgreifen.

Aus den 30 Finalistinnen und Finalisten sollen zehn Kategoriesieger hervorgehen. Die Kategorien umfassen Architektur und Design, Kreativ, Dokumentation, Umwelt, Landschaft, Perspektiven, Porträt, Sport, Stillleben sowie Wildlife und Natur. Aus den Gewinnern der einzelnen Kategorien wird anschließend der Titel „Photographer of the Year“ vergeben.

Die Jury der Professional Competition 2026 wird von der Kuratorin Monica Allende geleitet. Weitere Mitglieder sind unter anderem der Kurator Daniel Brena, Fotografieexpertin Yumi Goto, „Aperture“-Chefredakteur Zack Hatfield, Dikan Center-Gründer Paul Ninson sowie Kuratorin und Künstlerin Bindi Vora.

Neben der Professional Competition sollen auch die Gesamtsieger der Wettbewerbe „Student“, „Youth“ und „Open“ am 16. April bekannt gegeben werden.

Bild: © Andreas Secci, Germany, Finalist, Professional Competition, Landscape, Sony World Photography Awards 2026

Pressemitteilung Sony:

 

Sony World Photography Awards: Finalist*innen und Shortlists der Professional Competition stehen fest

  • Die Sony World Photography Awards geben die Finalist*innen und Shortlists der Professional Competition 2026 bekannt.
  • Der Photographer of the Year wird am 16. April bei einer renommierten Galaveranstaltung in London gekürt.
  • Die diesjährige Ausstellung ist vom 17. April bis zum 4. Mai 2026 im Somerset House in London zu sehen.
 

Berlin, 3. März 2026. Die Sony World Photography Awards geben heute die 30 Finalist*innen und die Shortlist von über 65 Fotograf*innen der Professional Competition 2026 bekannt: eine beeindruckende Darlegung visueller Erzählkunst, die die Grenzen der zeitgenössischen Fotografie erweitert. Die Professional Competition, die seit fast zwei Jahrzehnten fotografische Spitzenleistungen würdigt, zeichnet Fotograf*innen aus, deren mutige Werke handwerkliches Können mit narrativer Vision verbinden.

Bei den diesjährigen Wettbewerben wurden über 430.000 Bilder aus mehr als 200 Ländern und Gebieten eingereicht.

Die zehn Kategoriesieger*innen werden aus den 30 Finalist*innen ausgewählt und am 16. April im Rahmen einer besonderen Zeremonie in London bekannt gegeben. Der oder die Gewinner*in des renommierten Titels „Photographer of the Year“ wird aus den Kategoriesieger*innen ausgewählt und am selben Abend gekürt. Zudem erhält der oder die Gewinner*in ein Preisgeld über 25.000 US-Dollar, ein Sony Digital Imaging-Equipment sowie die Möglichkeit, seine oder ihre Arbeiten im nächsten Jahr in einer Einzelausstellung in London zu präsentieren. Die Gewinner*innen und Finalist*innen werden außerdem nach London zu „Insights“ eingeladen. An diesem Tag können sie an individuell abgestimmten Sessions mit führenden Persönlichkeiten der Branche teilnehmen und erhalten fachliche Ratschläge, wie sie ihre Plattform weiter ausbauen können.

Eine Auswahl der Werke der Finalist*innen und nominierten Fotograf*innen wird zunächst im Rahmen der Ausstellung „Sony World Photography Awards 2026“ vom 17. April bis 4. Mai 2026 im Somerset House in London und anschließend an weiteren Orten zu sehen sein.

Monica Allende, Vorsitzende der Jury, kommentiert im Namen der Jury, sagt:

 

„Die Werke der Finalist*innen und Nominierten der Professional Competition der Sony World Photography Awards 2026 zeigen eine bemerkenswerte Weiterentwicklung des Handwerks und des Engagements für die Fotografie als ausdrucksstarkes Medium des Geschichtenerzählens. Bei der Bewertung der vielen Serien war ich tief beeindruckt von der Würdigung der menschlichen Erfahrung, der Liebe, der Güte und der stillen Widerstandsfähigkeit, die in komplexe und oft herausfordernde Realitäten eingebettet sind. Viele der eindrucksvollsten Bilder konzentrierten sich auf intime Momente und kleine Heldentaten und offenbarten die beständige Kraft und den Geist, die im Alltag zu finden sind.“

 

Die drei Finalist*innenprojekte in jeder Kategorie des Sony World Photography Awards 2026 Professional sind:

 Architektur und Design
Everyday Structures von André Tezza (Brasilien) beleuchtet die schlichte Architektur von Lebensmittelgeschäften in der Nachbarschaft im Süden Brasiliens. In Homes of Haor dokumentiert Joy Saha (Bangladesch) die traditionelle Architektur der Haor-Region in Bangladesch, in der Häuser auf erhöhten Hügeln gebaut sind, die während des Monsuns zu Inseln werden. Chen Liangs (Festlandchina) Serie erkundet die Wachtürme in Jiangmen in der chinesischen Provinz Guangdong, eine einzigartige Mischung aus chinesischen und internationalen Architektureinflüssen.
 
Kreativ

The Black Album von Pablo Ramos (Mexiko) setzt sich mit den Verschwundenen Mexikos auseinander. Aus Archivfotos herausgeschnittene Silhouetten verwandeln die ursprünglichen Bilder in ein eindringliches kollektives Porträt der Abwesenheit. In The Palm, On Piru zeigt Ben Brooks (Vereinigtes Königreich) die spirituellen Verbindungen und Gemeinschaftsidentitäten von Rapper*innen aus South Los Angeles. In Bilha, Stories of My Sisters nutzt die Fotografin Citlali Fabian (Mexiko) eine Mischung aus Porträts und digitalen Illustrationen, um die Geschichten inspirierender Frauen aus Südmexiko zum Leben zu erwecken. Dafür arbeitet sie mit Aktivist*innen und Künstler*innen aus indigenen Gemeinschaften der Region zusammen.

Dokumentationsprojekte

Santiago Mesa (Kolumbien) begleitet in Under the Shadow of Coca Bauern, deren Lebensunterhalt von dieser illegalen Wirtschaft abhängt, sowie eine bewaffnete Gruppe, die den Kokainhandel in Kolumbien kontrolliert. In Sixteen and a Half: Eight Months in a Juvenile Prison dokumentiert Alexandre Bagdassarian (Frankreich) den Alltag von Häftlingen in einem französischen Jugendgefängnis. Colin Delfosses (Belgien) Serie Restitution untersucht die Reise afrikanischer Masken zwischen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Belgien. Sie zeigt sie von ihrer ursprünglichen Verwendung bis zu ihrer Ausstellung in Museen, und beleuchtet dabei Fragen rund um die Restitution.

Umwelt

Shane Hynans (Irland) Serie Beneath | Beofhód („Leben unter der Grasnarbe“ auf Irisch) erinnert an die ursprüngliche Bedeutung von Mooren in der keltischen Tradition und das Zusammenspiel von kulturellen und ökologischen Erfordernissen. Matteo Trevisans (Italien) Jinê Land: Where Women Keep the Earth Alive dokumentiert den von Frauen geführten ökologischen und sozialen Wiederaufbau in Rojava, Syrien, wo Gemeinschaften in einer experimentellen Vision für die Zukunft zusammenkommen. In Notes on How to Build a Forest untersucht Isadora Romero (Ecuador) Wälder als kulturelle Territorien, die im Laufe der Zeit von verschiedenen menschlichen und nicht-menschlichen Gruppen bewohnt und geprägt wurden.

Landschaft

Dafna Talmors (Vereinigtes Königreich) Constructed Landscapes stammen aus dem persönlichen Archiv der Fotografin und verwenden handgedruckte und collagierte Farbnegative, die zu abstrakten Landschaftsdarstellungen umgestaltet wurden. Andreas Seccis (Deutschland) Serie präsentiert abstrakte Landschaften, die aus Luftaufnahmen von Austernfarmen an der französischen Küste der Normandie und der Bretagne entstanden sind. Michael Blann (Vereinigtes Königreich) nutzt Fotopolymer-Radierungen, um ikonische europäische Bergstraßen darzustellen.

Perspektiven

Living Photographs von Hayate Kurisu (Japan) dokumentiert die Erfahrungen des Fotografen und seiner Frau, nachdem sie ihr Kind durch eine Totgeburt verloren hatten sowie die Tage vor der Einäscherung als Familie. In Fredrik Lerneryds (Schweden) Country Music in Kenya hält der Fotograf das International Cowboy Day Festival in Nairobi fest, ein wichtiges Ereignis für Country-Musik-Fans in Kenia. Seungho Kim (Republik Korea) richtet in Sunny Side Up: A Portrait of the Most Average K-Parenting Today die Kamera auf seine eigene Familie und hält das fröhliche Chaos seines Haushalts fest, in dem Eltern, Hund und Baby aufeinandertreffen.

Portrait

Federico Borella (Italien) dokumentiert die Koryo-saram-Gemeinschaft in Usbekistan, in der eine neue von der „K-Wave“ beeinflusste Generation, ihre koreanische Identität annimmt. Jean-Marc Caimis & Valentina Piccinnis (Italien) The Faithful zeigt Porträts von Menschenmengen, die sich zwischen dem Tod des einen Papstes und der Wahl seines Nachfolgers auf dem Petersplatz im Vatikan versammelten: es ist eine Pilgerreise, die Züge einer Fan-Bewegung annahm. Marisa Reicherts (Deutschland) Serie be:longing dokumentiert das Leben älterer muslimischer Transgender-Personen in Yogyakarta, Java, Indonesien, wo sie vor der Herausforderung stehen, ihren Glauben, ihre Identität und die Erwartungen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.

Sport

Die Serie von Todd Antony (Neuseeland) widmet sich mit Buzkashi (wörtlich „Ziegenziehen“ auf Persisch), dem alten, kraftvollen Nationalsport Tadschikistans. In It’s a Dog’s Life nahm Rob Van Thienen (Belgien) an Windhund-Trainingseinheiten teil und schuf eine dynamische Bilderserie von Hunden in voller Aktion, die einem künstlichen Hasen auf einer Rennbahn hinterherjagen. Morgan Otagburuagus (Nigeria) Beneath the Bridge dokumentiert ein provisorisches Fitnessstudio in Lagos, Nigeria, in dem Amateurboxer*innen fernab vom Glanz professioneller Boxringe trainieren.

Stillleben

The Bronte Pistachio von Daniele Vita (Italien) ist eine Langzeitstudie über die Pistazien aus Sizilien, die einzeln fotografiert wurden, um ihre einzigartigen Eigenschaften aus nächster Nähe einzufangen. Experiments in Stillness von Gargi Sharma (Indien) untersucht den Dialog zwischen dem Objekt und dem Betrachter und lässt Raum für vielfältige Interpretationen und Momente der Stille. Talking Without Speaking von Vilma Taubo (Norwegen) ist eine Fotoserie von Alltagsgegenständen, die zu Symbolen des Protests geworden sind.

Wildlife und Natur

Wolfgang Duerrs (Deutschland) Serie WILD wurde mit einer über Bewegungssensoren ausgelösten Kamera aufgenommen, die Wildtiere in schwarz‑weiß und in voller Aktion festhält. Anita Pouchard Serra (Argentinien) dokumentiert in ihrer Serie den Konflikt zwischen den Capybaras der Nachbarschaft und den Bewohner*innen einer privaten Wohnsiedlung in Buenos Aires, Argentinien. Will Burrard-Lucas (Vereinigtes Königreich) Crossing Point zeigt Wildtiere im Maasai Mara National Reserve in Kenia; eine ferngesteuerte Kamerafalle, die ursprünglich zur Beobachtung der bedrohten Spitzmaulnashörner installiert wurde, offenbarte schließlich eine beeindruckende Vielfalt an Tieren, die sich am bewaldeten Flussübergang versammelt hatten.

Die Jury der Professional Competition 2026 setzt sich zusammen aus:

  • Monica Allende, unabhängige Kuratorin und Fotografieberaterin, Vorsitzende der Jury
  • Daniel Brena, Direktor, Centro de las Artes de San Agustín, Mexiko
  • Yumi Goto, unabhängige Kuratorin, Redakteurin, Forscherin und Verlegerin, Japan
  • Zack Hatfield, Chefredakteur, Aperture Magazine, USA
  • Paul Ninson, Gründer und Geschäftsführer, Dikan Center, Ghana
  • Bindi Vora, Künstlerin und leitende Kuratorin, Autograph, Großbritannien

Die Gesamtsieger der Kategorien „Student“, „Youth“, „Open“ und „Professional“ der Sony World Photography Awards 2026 werden am 16. April 2026 bekannt gegeben. Weitere Informationen zu den bevorstehenden Bekanntgaben und Gewinner*innen sowie die vollständige Übersicht der Finalist*innen und Shortlists der einzelnen Kategorien finden Sie hier.