Die Galerie Bene Taschen in Köln zeigt Arbeiten des Fotografen Rudi Meisel. Die Ausstellung „Vor meinen Augen“ versammelt Fotografien aus mehreren Jahrzehnten. Im Mittelpunkt stehen Alltagsbeobachtungen aus Ost- und Westdeutschland.

Die Galerie Bene Taschen präsentiert mit „Vor meinen Augen“ erstmals eine Einzelausstellung des deutschen Fotografen Rudi Meisel. Die Schau läuft vom 14. März bis zum 9. Mai 2026 in Köln. Gezeigt werden Fotografien, die einen Blick auf das Leben in Deutschland über mehrere Jahrzehnte hinweg geben sollen.

Im Mittelpunkt stehen Aufnahmen von Menschen in alltäglichen Situationen. Die Bilder zeigen Szenen aus Ost- und Westdeutschland – etwa Wartende an Bahnsteigen, Gespräche auf Gehwegen oder Momentaufnahmen aus öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Freizeitmomente wie Besuche auf der Kirmes oder kurze Pausen an Raststätten sind Teil der Serie.

Rudi Meisel, geboren 1949 in Wilhelmshaven, studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule in Essen. Er gehört zu den Mitgründern der Fotoagentur VISUM und arbeitete unter anderem für Magazine wie Der Spiegel, ZEITmagazin, Stern und art.

Meisel gehörte zu den wenigen Fotografen aus der Bundesrepublik, die auch in der DDR fotografierten. Seine Arbeiten gelten daher als fotografische Dokumente eines geteilten Deutschlands.

Bild: Rudi Meisel – Schönhauser Allee, Dimitroffstraße (nach 1990 Danziger Straße), Prenzlauer Berg, Berlin, DDR, 1984

Pressemitteilung Galerie Bene Taschen:

 

Rudi Meisel – Vor meinen Augen

Eröffnung: Samstag, 14. März 2026, 14.00 – 19.00 Uhr
Laufzeit: 14. März 2026 – 9. Mai 2026
Ort: Galerie Bene Taschen, Lindenstraße 19, 50674 Köln

Galerie Bene Taschen freut sich, den deutschen Fotografen Rudi Meisel (1949, Wilhelmshaven) mit der
Einzelausstellung Vor meinen Augen im Galerieprogramm erstmalig zu präsentieren. Seine Arbeiten aus den letzten
sechs Jahrzehnten zeigen Menschen und das Leben in Deutschland – mit Einblicken in Alltagssituationen im Osten wie
auch im Westen.

Meisel studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule in Essen. Er ist Mitgründer der Fotoagentur VISUM.
Er arbeitete für Pressezeitungen und Magazine wie u. a. Der Spiegel, ZEITmagazin, Stern und art. Im Austausch mit dem
Architekten Norman Foster, dokumentierte Meisel die Umbauphase und Geschichte des Reichstagsgebäudes.

Tätig als einer der wenigen Fotografen, die in der DDR aus der BRD fotografierten, stehen seine Arbeiten als Zeitzeugen
eines geteilten Deutschlands. „Beim Fotografieren bin ich nur Auge“ – sein Werk bringt dadurch nicht nur die
wirtschaftlichen und sozialen Themen der damaligen Gesellschaft hervor, sondern auch persönliche Einblicke in einem
historischen Zeitalter. Die Werkreihe Landsleute 1977 – 1987: Two Germanys dokumentierte über elf Jahre hinweg
den Alltag der Menschen aus Ost- und Westdeutschland und schuf damit ein umfangreiches bildjournalistisches Archiv.
2015 wurde die Serie als Einzelausstellung im C/O Berlin gezeigt, begleitet von der Veröffentlichung der gleichnamigen
Publikation. Meisel zeigt Personen aller Altersgruppen in verschiedenen Umgebungen: von Warten am Gleis, Stehen in
überfüllten Bahnen, Gespräche auf Gehwegen, Einsteigen ins Fahrgeschäft der Kirmes, bis hin zum Verweilen auf der
Autoraststätte.

Er dokumentierte in Autorast 1971 Szenen auf den Rastplätzen entlang der A3 bei Köln. Die Werke zeigen Menschen,
die ihre Fahrt für kurze Zeit unterbrechen, sei es zum Essen, Rauchen, Tanken oder Spielen. In den
Schwarzweißaufnahmen werden die anonymen Durchgangsorte zu Momentaufnahmen alltäglicher,
zeitübergreifender Bedürfnisse.

Rudi Meisel wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kunstpreis Literatur Fotografie, dem Kodak-Fotobuchpreis
sowie zweimal während seinem Studium mit dem Deutschen Jugendfotopreis. Seine Arbeiten wurden international
präsentiert, darunter in Institutionen wie dem Museum Folkwang in Essen, im Rahmen der Phototriennale Hamburg,
sowie in Goethe-Instituten weltweit. Seine Werke sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, u. a. die
Deichtorhallen Hamburg, das Deutsche Historische Museum, Berlin, das Haus der Geschichte, Bonn, das
Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst, Cottbus, sowie das Museum Folkwang und Ruhr Museum,
Essen. Heute lebt er in Berlin und unterrichtet Fotografie an verschiedenen Universitäten.

Kontakt für Informationen über die Galerie und die Kunstwerke:
Galerie Bene Taschen, Lindenstraße 19, 50674 Köln
Tel: +49 (0)221/3976 7482 l E-Mail: info@benetaschen.com
Web: www.benetaschen.com l Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag, 13.00 – 18.00 Uhr,
Samstag, 11.00 – 16.00 Uhr und nach Vereinbarung