Das Atelier für Architekturfotografie des Fotografen Hans Georg Esch in Hennef-Stadt Blankenberg ist mit der „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ geehrt worden. Entworfen wurde das Gebäude vom Büro Nebel Pössl Architekten. Die Preisverleihung fand am 9. Februar 2026 in Düsseldorf statt.
Die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ wird alle fünf Jahre vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vergeben. Pro Auszeichnungsperiode werden 25 Projekte prämiert, über die Auswahl entscheidet eine unabhängige Jury.
HGEsch Photography & Film hat das neue Atelier für Architekturfotografie im Jahr 2024 bezogen. Nebel Pössl Architekten wurden mit der Gestaltung und Umsetzung des Neubaus beauftragt und meisterten die Herausforderung, das Ateliergebäude in die bestehende Dorfstruktur einzufügen und dabei das Thema Fotokunst aufzugreifen. Dies wurde nun von der Jury der „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ gewürdigt.
Einbindung in historisches Umfeld
Laut Jury fügt sich der Neubau harmonisch in das historische Ensemble von Stadt Blankenberg ein, das von Fachwerkhäusern und Bruchsteinbauten geprägt ist. Demnach knüpft die Materialwahl mit regionaler Grauwacke und Eichenholz sowie die Dachform an die ortstypische Bauweise an.
Das Gebäudevolumen entwickle sich hangabwärts in drei Stufen und passe sich so der Topografie an. Diese Staffelung setze sich auch im Inneren fort und soll so unterschiedliche Raumbezüge ermöglichen. Eine großflächige Öffnung an der unteren Stirnseite stellt laut Jury eine visuelle Verbindung zur umgebenden Landschaft her. Das Atelier werde dadurch selbst Teil des fotografischen Arbeitsprozesses und soll gezielte Blickbezüge in die Umgebung erlauben.

Die Glasfassade eröffnet den Blick in die Natur. Bild: HGEsch
Nachhaltigkeitskonzept und Nutzungsperspektive
Das Gebäude basiert auf einer monolithischen Bauweise aus Dämmziegelmauerwerk mit Bruchsteinverblendung. Diese Konstruktion sei auf Langlebigkeit und einen sparsamen Ressourceneinsatz ausgelegt.
Für die Energieversorgung kommen Geothermie mit Wärmepumpe, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaikanlage zum Einsatz. Ergänzt wird das Konzept durch eine Regenwasserzisterne mit einem Volumen von 15.000 Litern und eine Dachbegrünung zur Unterstützung der Wasserbewirtschaftung. Zudem sei eine spätere Umnutzung als Wohnhaus vorgesehen, was die langfristige Flexibilität des Gebäudes erhöht.
Ausstellung in Düsseldorf
Die ausgezeichneten Projekte werden vom 3. März bis 17. April 2026 in der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf) ausgestellt. Begleitend erscheint eine Dokumentation mit ausführlichen Projektinformationen.
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