Mit “Spirits and Spaces” veröffentlicht Roger Ballen erstmals eine Monografie, die ausschließlich seiner Farbfotografie gewidmet ist. Die Bildwelten, die daraus entstehen, sind vertraut düster, rätselhaft und tiefenpsychologisch aufgeladen

Seit fünf Jahrzehnten erforscht der international renommierte Fotograf Roger Ballen die Schattenbereiche der menschlichen Psyche – jene Grenzregionen, in denen Innen- und Außenwelt ineinander übergehen. Mit seinem neuen Fotobuch “Spirits and Spaces” legt Ballen nun die erste umfassende Publikation seiner Farbfotografie vor. Eine Zäsur in seinem Werk, denn Ballens bisherige Bildsprache war fest mit Schwarz-Weiß verknüpft. Die Farbe, so schreibt er im begleitenden Essay, habe seinen Bildern „Ätherizität und Komplexität“ hinzugefügt und die psychologischen Räume seiner Szenarien erweitert.

Wie kam es zum Wechsel zur Farbe?

Den Impuls dazu gab 2016 eine Leica SL-Kamera, mit der Ballen begann, die Potenziale von Farbe zu erforschen: Licht, Tiefe, Textur und Form erscheinen in Spirits and Spaces wie neu vermessen. Die rund 100 Fotografien führen die Betrachter in jene typisch Balleneske Welt der grotesken Figuren, geisterhaften Arrangements, Tierwesen und Art-Brut-Zeichnungen – jedoch in einem ungewohnten tonalen Kosmos, der die Szenerien noch intensiver und zugleich unwirklicher wirken lässt. Produziert wurden die neuen Arbeiten gemeinsam mit Ballens künstlerischer Leiterin Marguerite Rossouw in einem bewusst klaustrophobisch gestalteten Raum aus abgenutzten Holzpaneelen und reduzierter Beleuchtung. 

 

Buchcover

Buchcover “Spirits and Spaces” von Roger Ballen

“Spirits and Spaces”

Verlag: Thames & Hudson

Hardcover

91 Fotografien auf 144 Seiten

ISBN-10: 0500028923 | ISBN-13: 9780500028926

Preis: EUR 49 | $ 60 | ₤ 40

www.rogerballen.com