Frische Führung im BGL: Thomas Mehls übernimmt den Vorsitz des Bundesverbandes der Fotogroßlaboratorien und will den Verband europäisch aufstellen. Derweil strafft Arri seine Strukturen – zwei bayerische Standorte werden geschlossen. Und bei der Leitz Photographica Auction sorgt eine besondere Kamera für Schlagzeilen: Eine analoge Leica, einst für Papst Franziskus gefertigt, erzielt einen Rekordpreis von 6,5 Millionen Euro. Die wichtigsten Branchentrends der Woche – kuratiert von Wolfgang Heinen, Herausgeber von PHOTO PRESSE, DigitalPHOTO und PhotoKlassik.
Imaging Business News KW48/25
BGL: Thomas Mehls zum Vorstandsvorsitzenden gewählt
Führen den BGL: Hannes Schwarz, Marlene Hackl, Michael Grütering, Thomas Mehls (Vorsitzender), Monika Sommerfeld und Marc Heinze
Auf der BGL Mitgliederversammlung am 21. November in München wurde Thomas Mehls (Cewe Group) einstimmig zum Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes der Fotogroßlaboratorien (BGL) gewählt. Der Vorstand wird ergänzt durch Monika Sommerfeld (Allcop), Marlene Hackl (Happyfoto), Hannes Schwarz (Ifolor) und Marc Heinze (Thiele Schulfotografie). Die Geschäftsführung liegt – seit vielen Jahren erfolgreich – in der Hand von Michael Grütering. Die aktuellen Themen des Labor-Verbandes: Kosten und Aufwand der europäischen Regularien (vor allem das Lieferketten-Nachverfolgungsgesetz), die Sorgen um die Preisstabilität von Bildprodukten und die immer weitere Zuspitzung der Produktionszeiträume vor Weihnachten. Die wichtigste Aufgabe des Vorstandes wird es aber sein, den BGL in den kommenden Monaten und Jahren zu internationalisieren, also einen europäischen Verband der Bilddienstleister zu initiieren und zu formen.
Arri schließt Standorte
Angekündigt wurden die Schritte bereits im Juni, nun wird die Schließung des Arri-Produktionsstandorts in Stephanskirchen und des erst 2022 eröffneten Logistikstandorts in Brannenburg zum Jahresende vollzogen. Betroffen sind rund 150 Mitarbeiter, von denen rund ein Drittel eine Tätigkeit in der Münchner Zentrale angeboten werden könne. „Wie viele andere Unternehmen der Branche befindet sich auch Arri derzeit in einem Transformationsprozess, um sich strukturell an die nachhaltigen Veränderungen der Marktanforderungen anzupassen. Im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung gilt es, Kosten zu senken, sowohl bei Sach- als auch Personalkosten“, heißt es dazu von Arri.
https://the-spot-mediafilm.com/news/kinonews/arri-setzt-schliessungen-zum-jahresende-um/
Papst-Leica für 6,5 Millionen Euro versteigert
Zu einem Preis von 6,5 Millionen Euro ist eine analoge Leica-Kamera am 22.11. bei der Leitz Photographica Auction in Wien versteigert worden. Bei der Kamera handelt es sich um ein Sondermodell, das für den mittlerweile verstorbenen Papst Franziskus mit der besonderen Seriennummer 5 000 000 gefertigt wurde. Die Kamera ist Silber verchromt, weiß beledert und auf der Rückseite mit dem Motto von Papst Franziskus „Miserando atque eligendo“ („Aus Barmherzigkeit erwählt“) versehen. In Wien wurde das minutenlange Bieterduell, das wie üblich der aus dem TV bekannte Auktionator Wolfgang Pauritsch leitete, am Telefon entschieden. Die „Papst“-Leica ist die zweitteuerste Leica, die jemals versteigert wurde. Der Erlös geht wohltätigen Zwecken zu.
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