Mit dem LOBA Women Grant 2026 schafft Leica erstmals eine eigene Projektförderung, die sich ausschließlich an Fotografinnen richtet. Die neue Kategorie ergänzt den renommierten Leica Oskar Barnack Award (LOBA) um ein drittes Förderformat und soll weltweit für mehr Sichtbarkeit weiblicher Positionen in der Fotografie sorgen.
Der Grant unterstützt professionell arbeitende Fotografinnen ab 21 Jahren dabei, ein neues oder laufendes Projekt umzusetzen. Eine Besonderheit: Im Gegensatz zu den bisherigen LOBA-Kategorien erfolgt die Teilnahme nicht über Nominierungen, sondern ausschließlich über freie Einreichungen mit Projektskizze. Die LOBA-Jury wählt anschließend eine Kandidatin aus, deren Serie bis zur nächsten LOBA-Runde fertiggestellt und erstmals öffentlich präsentiert wird.
Der LOBA Women Grant ist mit 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält die ausgewählte Fotografin eine Leica Q-Kamera sowie fachliche Begleitung während der Projektphase. Inhaltlich orientiert sich der Grant an den LOBA-Richtlinien und rückt Themen in den Fokus, die das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt reflektieren – von gesellschaftlichen bis ökologischen Fragestellungen. Auch Projekte mit hoffnungsvollen Perspektiven und dokumentierten Lösungsansätzen sind ausdrücklich erwünscht.
Die Bewerbungsphase läuft vom 11. Februar bis 15. März 2026. Die erste prämierte Serie wird im Oktober 2027 in Wetzlar und anschließend in weiteren Leica Galerien sowie auf internationalen Fotofestivals gezeigt.
Pressemitteilung Leica:
Leica Camera AG startet eine neue Projektförderung: der LOBA Women Grant wird 2026 erstmals ausgeschrieben
Im Rahmen des Leica Oskar Barnack Awards (LOBA) richtet sich die neue Kategorie zur Projektförderung explizit an Fotografinnen
Mit der substanziellen Förderung des LOBA Women Grants erhalten Fotografinnen die Möglichkeit, eine neue Projektidee und Bildserie zu realisieren, die dann im Kontext des LOBA vorgestellt wird. Somit wird es unter dem Dach des Leica Oskar Barnack Awards zukünftig nicht nur eine Auszeichnung in der Hauptkategorie und eine Newcomer-Förderung geben, sondern als zusätzliche Position auch den LOBA Women Grant. Im Unterschied zu den bestehenden Kategorien wird mit dieser neuen Förderung eine Projektidee ausgewählt, die im jeweils folgenden Jahr im Rahmen des LOBA ihre erste Präsentation erhält. Dieser neue Aspekt der Fotografieförderung ist ein weiterer Programmpunkt des Leica Jubiläums 2025: Im gesamten Verlauf des Jahres wird unter dem Motto „100 Jahre Leica: Zeugin eines Jahrhunderts“ das Jubiläum der ersten in Serie gefertigten Leica I gefeiert.
Mit den Erfahrungen des bisherigen Leica Women Foto Awards, der 2019 von Leica Camera USA ins Leben gerufen wurde, stellt sich der neue LOBA Women Grant ab diesem Jahr noch globaler auf. Weltweit werden Fotografinnen ermutigt, ihre Projekte in die Öffentlichkeit zu bringen. In Anerkennung des anhaltenden Ungleichgewichts zwischen den Geschlechtern im Bereich der Fotografie wird mit dem LOBA Women Grant auf internationaler Ebene für Anerkennung und Sichtbarkeit von Fotografinnen gesorgt.
Der LOBA Women Grant richtet sich an professionell arbeitende Fotografinnen ab einem Alter von 21 Jahren. Anders als bei den beiden bestehenden LOBA-Auszeichnungen gibt es derzeit keine Vorschlagsauswahl durch Nominierende, sondern der Wettbewerb wird durch freie Einreichungen der Bewerberinnen mit einer aussagekräftigen Projektskizze bestimmt. Die Fotografinnen können sich mit einem neuen Vorhaben oder einem bereits laufenden Projekt bewerben. Nach der Einreichungsphase wählt die jeweilige, jedes Jahr wechselnde LOBA-Jury die Kandidatin aus und ermöglicht die Fertigstellung bis zur nächsten LOBA-Runde im folgenden Jahr. Die Serie des LOBA Women Grant wird dann Teil der LOBA-Shortlist sein. Dotiert ist der LOBA-Women Grant mit 10.000 Euro, zusätzlich erhält die ausgewählte Bewerberin eine Leica Q-Kamera und wird während der Umsetzungs- und Produktionszeit fachlich begleitet.
Die thematische Fokussierung ist offen, steht allerdings im Kontext der LOBA-Richtlinien, bei denen fotografische Serien ausgezeichnet werden, die die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch und Umwelt in all ihren komplexen Facetten aufgreifen. „Neben der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, ökologischen oder politischen Herausforderungen möchten wir Fotografinnen dazu ermutigen, insbesondere auch Projekte einzureichen, die hoffnungsvolle Perspektiven aufzeigen, inspirierende Lösungsansätze dokumentieren oder Wege des Wandels sichtbar machen. Serien, die Mut machen und positive Veränderungen beleuchten, sind ein ebenso wichtiger Teil des Diskurses und herzlich willkommen“, sagt Karin Rehn-Kaufmann, die als Art Director und Generalbevollmächtigte der Leica Galerien International auch den LOBA leitet.
Die Bewerbungsphase für den ersten LOBA Women Grant beginnt am 11. Februar und endet am 15. März 2026. Die genauen Anforderungen, Fristen und Bedingungen für die Bewerbung sind hier zu finden: www.leica-oskar-barnack-award.
Im Rahmen der LOBA-Auszeichnungen wird die Serie der ersten Gewinnerin im Oktober 2027 in Wetzlar präsentiert werden und nachfolgend auch in weiteren Leica Galerien und auf Fotofestivals zu sehen sein.
100 Jahre Leica: Zeugin eines Jahrhunderts
Die Leica Camera AG zelebriert im Jahr 2025 das 100-jährige Jubiläum der Leica I. Sie wurde 1925 erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse der Öffentlichkeit vorgestellt und übertraf als erste in Serie gefertigte Kleinbildkamera alle Erwartungen. Dank ihres kompakten und handlichen Formats eröffnete sie völlig neue fotografische Einsatzmöglichkeiten. Unter dem Motto „100 Jahre Leica: Zeugin eines Jahrhunderts“ feiert die Leica Camera AG rund um den Globus 100 Jahre kontinuierliche Kameraproduktion und die Kamera, die die Welt der Fotografie revolutionierte. Auf internationalen Veranstaltungen der Leica Länderorganisationen in den Metropolen Dubai, Mailand, New York, Shanghai und Tokio werden verteilt über das gesamte Jahr kulturelle Projekte und außergewöhnliche Produkt-Sondereditionen präsentiert. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die Jubiläumswoche am Unternehmensstandort in Wetzlar im Juni. Hinzu kommen hochkarätige Ausstellungen im weltweiten Netzwerk der Leica Galerien mit Werken herausragender Fotografinnen und Fotografen.
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