Das f³ – freiraum für fotografie in Berlin widmet dem britischen Fotografen Martin Parr eine Ausstellung mit frühen Schwarz-Weiß-Arbeiten. „Martin Parr. Early Works“ ist vom 13. September bis 30. November 2025 in der neuen Adresse des Hauses in der Prinzessinnenstraße 30 in Berlin-Kreuzberg zu sehen. Die Eröffnung findet am 12. September ab 19 Uhr statt, der Eintritt ist frei.
Mit den Early Works (frühen Arbeiten) im f³ in Berlin rückt die Ausstellung eine bislang weniger bekannte Phase im Werk des bekannten MAGNUM-Fotografen in den Fokus. Gezeigt werden 75 Aufnahmen aus den 1970er und frühen 1980er Jahren, die den charakteristischen Blick Parrs bereits erkennen lassen – geprägt von subtiler Ironie, genauer Beobachtung und einem Gespür für das Absurde im Alltag.
Die Schwarz-Weiß-Fotografien dokumentieren soziale Rituale und lokale Kultur im ländlichen Großbritannien: Vogelbeobachter im heimischen Surrey, Pilger in Irland, Dorffeste, Fußballspiele oder Urlaubsszenen in Schottland. Auch wenn diese Arbeiten formal noch weit von seinen späteren, stark farbigen Bildserien entfernt sind, ist die visuelle Handschrift deutlich: Parrs dokumentarischer Stil changiert zwischen Distanz und Nähe, Humor und Sozialkritik.
Im Mittelpunkt stehen weniger spektakuläre Ereignisse als vielmehr das scheinbar Banale, das durch Überzeichnung und Kontrast in den Fokus rückt. Parrs Bilder zeigen dabei nicht nur Gesellschaft – sie hinterfragen sie. Seine frühe Arbeit regt zur Auseinandersetzung mit kollektiven Verhaltensmustern an und führt vor Augen, wie vertraute Szenen in ein neues Licht gerückt werden können.
Die Ausstellung „Martin Parr. Early Works“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Fotografie Forum Frankfurt, dessen künstlerische Leiterin Celina Lunsford die Eröffnung in Berlin begleiten wird.
Weitere Informationen: www.fhochdrei.org
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