Beim Summer Light Festival 2025: PhotoScala vor Ort – und mittendrin statt nur dabei. Wolfgang Heinen, Herausgeber der PhotoPresse, war in Bad Honnef unterwegs und berichtet begeistert von drei intensiven Tagen voller Workshops, Bildkunst, Networking und sommerlichem Spirit. Warum das bpp-Event erneut Maßstäbe gesetzt hat – und warum sich das Festival als Herzstück der deutschsprachigen Portraitfotografie etabliert hat.
Vom 29. Juni bis 1. Juli 2025 verwandelte sich Bad Honnef erneut in das Zentrum der professionellen Portraitfotografie. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Nationen, hochkarätige Referenten sowie starke Industriepartner machten das bpp Summer Light Festival zum lebendigen Branchentreff mit echtem Mehrwert.
Workshops, Vorträge, Netzwerkpflege – alles unter dem Motto: „Hands on – Learning by Doing“. „Man spürt sofort, dass hier nicht nur Wissen vermittelt wird – es wird erlebt“, so Wolfgang Heinen. „Kein passives Zuhören, sondern Anpacken, Ausprobieren, Nachfragen – und das in einem Umfeld, das von echter Kollegialität geprägt ist.“
Praxisnah, hochkarätig, kollegial: Die Workshops
Die Kulisse: das Gelände der „Blauen Sau“ – kreativ, urban, perfekt für lebendige Fotografie. Zehn renommierte Referentinnen und Referenten – darunter Sascha Hüttenhain, Robert Maschke, Elena Peters, Martin Krystynek, Andreas Jorns und weitere – gaben ihr Wissen weiter und luden zur kreativen Auseinandersetzung ein.
Die Workshop-Themen waren breit gefächert:
– moderne Hochzeitsfotografie
– lebendige Peoplefotografie in der Werbung
– Akt- und Beautyfotografie
– Videografie und Employer Branding
Dabei lag der Fokus immer auf der Praxis.
Technikpartner mit Mehrwert
Canon, Sony, Sigma, Profoto, Wacom, Briese – viele der großen Namen waren mit an Bord. Sie stellten nicht nur Equipment zur Verfügung, sondern standen mit Experten für Fragen zur Seite. Besonders beliebt: die Möglichkeit, direkt mit den neuesten Kameras und Lichtsystemen zu arbeiten – praxisnah, direkt im Workshop.
Die Präsenz starker Technikpartner war kein Selbstzweck. Statt reiner Produktpräsentation bot das Festival Gelegenheit zur intensiven Anwendung moderner Technik. Neuheiten wurden ausprobiert, Setups optimiert, mit Expert:innen diskutiert. Der direkte Draht zwischen Fotografen und Markenvertretern sorgte für einen Austausch auf Augenhöhe.
Persönlich und emotional: Der Auftritt von Ivan Weiss
Ein Höhepunkt des Festivals war der Live-Auftritt des britischen Portraitfotografen Ivan Weiss, der mit einer inspirierenden Keynote und einer anschließenden Live-Session Einblick in seine Arbeitsweise gab. Schritt für Schritt zeigte er, wie aus Konzept, Lichtführung und Kommunikation mit dem Model ein ausdrucksstarkes Portrait entsteht.
Seine Präsentation war für viele Teilnehmende ein Augenöffner, weil sie technische Präzision mit emotionaler Tiefe verband – ein starker Impulsgeber für die eigene fotografische Arbeit.
Netzwerken in Flip-Flops: Barbecue Night und Award Gala
Das Festival war aber nicht nur fachlich ein Erfolg – auch auf persönlicher Ebene überzeugte das Format. Die sommerliche Barbecue Night brachte bei lockerer Musik, Flip-Flops und kühlen Getränken neue und alte Bekannte zusammen. Und: Die neuen bpp-Geschäftsführer Sebastian Weissmann und Caleb Ridgeway stellten sich der Community vor – während Wolfgang Kornfeld, langjähriger Geschäftsführer, verabschiedet wurde.
Der krönende Abschluss: Die feierliche bpp Summer Award Night im LILO. Bei Sekt, Musik und Lichtshow wurden die besten Arbeiten des Jahres ausgezeichnet – darunter auch die Gewinner der IPQ-Zertifikationen, des Young Photo Awards und des bpp Photo Contests 2025.
Christiane Gundlach: bpp Photographer of the Year 2025

bpp Gold Award Kategorie Couples. Foto: Christiane Gundlach
Ein besonderer Höhepunkt der Award Night war die Ehrung von Christiane Gundlach zur bpp Photographer of the Year 2025. Ihre eingereichten Arbeiten überzeugten in gleich zwei Kategorien: „Couples – Kontraste“ und „Portrait ohne Gesicht“.
Gundlachs Bildsprache wurde von der Jury als poetisch, klar und emotional tief empfunden. Auch wenn sie ihre Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen konnte, wurde ihr Erfolg gebührend gefeiert – ein starkes Signal für kreative Vielfalt im Portraitbereich.
Im Diskurs: Die Zukunft der Portraitfotografie
Eines der zentralen Themen des Festivals war der Blick nach vorn. In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zur Zukunft der Portraitfotografie diskutierte auch PhotoScala-Autor Wolfgang Heinen mit Branchenkolleg:innen wie Ines Thomsen, Stefanie Blochwitz, Thomas B. Jones, Peter Meulmann und bpp-Geschäftsführer Caleb Ridgeway.
Diskutiert wurden die Herausforderungen durch KI, die Veränderung des Kundenverhaltens und die Zukunft handwerklicher Fotografie im digitalen Zeitalter. Einigkeit herrschte darüber, dass die emotionale und künstlerische Tiefe des fotografischen Blicks unersetzbar bleibt. Ein Satz aus der Runde brachte es auf den Punkt:
„Wer nur Bilder macht, wird ersetzt – wer berührt, bleibt.“
Fazit: Austausch auf Augenhöhe
Für Wolfgang Heinen steht fest:
„Das Summer Light Festival ist eines der besten Formate, die es derzeit für professionelle Porträtfotografen im deutschsprachigen Raum gibt. Nahbar, inspirierend, praxisorientiert – und dabei menschlich.“
Auch wir von PhotoScala sagen: Danke, bpp – für ein Format, das wirklich lebt. Wer nächstes Jahr die Gelegenheit hat, dabei zu sein, sollte sie nutzen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es direkt beim Veranstalter: www.bpp.photography
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