Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Art After Work“ zeigt die LAUDA FabrikGalerie ab dem 6. August und bis zum 23. September 2025 eine neue Ausstellung mit Werken von Sabine Dehnel. Die Schau mit dem Titel „Wie gemalt“ präsentiert unter anderem Arbeiten aus den Serien „Vasen“ und „Stars“ und ist bis zum 23. September 2025 in Lauda-Königshofen zu sehen. Die Eröffnung beginnt um 17:00 Uhr und ist öffentlich zugänglich, allerdings nur mit vorheriger Anmeldung.
Die 1971 geborene und in Berlin lebende Künstlerin Sabine Dehnel arbeitet an der Schnittstelle von Malerei und Fotografie. In ihren konzeptuellen Werkserien überträgt sie ornamentale Muster und Erinnerungen auf die Körper ihrer Modelle oder kombiniert Augenmotive mit wissenschaftlichen Verweisen auf das sogenannte „Bauchhirn“. Ihre Arbeiten sind international ausgestellt und Teil renommierter Sammlungen wie dem Museum Frieder Burda oder dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen.
Die Ausstellung „Sabine Dehnel in Lauda“ ist Teil des 30-jährigen Jubiläumsprogramms der LAUDA FabrikGalerie. Interessierte können die Werke von Montag bis Freitag nach Voranmeldung besichtigen. Weitere Informationen und Kontakt zur Anmeldung finden sich unter www.lauda-fabrikgalerie.de.
Pressemitteilung:
›WIE GEMALT‹ ALS KREATIVE BILDWELTEN:
Erinnerung und Fiktion: LAUDA FabrikGalerie präsentiert Berliner Künstlerin Sabine Dehnel
Im dreißigsten Jubiläumsjahr steht in der FabrikGalerie der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG der nächste Höhepunkt der beliebten Reihe ›Art After Work‹ bevor: Am 6. August 2025 um 17:00 Uhr wird die vierte Ausstellung des Jahres feierlich eröffnet. Die renommierte Berliner Künstlerin Sabine Dehnel präsentiert unter dem Titel ›Wie gemalt‹ einen Einblick in ihr kreatives Schaffen mit Werken aus den Serien ›Vasen‹ und ›Stars‹.
Sabine Dehnel, 1971 in Ludwigshafen am Rhein geboren, entwickelte bereits während ihres Studiums der Bildenden Kunst und Philosophie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ihre charakteristische Position an der Schnittstelle von Malerei und Fotografie. Nach ihrer Ernennung zur Meisterschülerin setzte sie ihre Ausbildung von 2000 bis 2001 am renommierten Otis College of Fine Arts and Design in Los Angeles fort und erwarb dort den Master of Fine Arts.
Die künstlerische Laufbahn der heute in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerin ist geprägt von zahlreichen Auszeichnungen und internationalen Stipendien. Bereits im Jahr 2002 erhielt sie den SCA-Art-Preis in Wien und Mannheim, 2005 den Förderpreis des Weldekunstpreises für Fotografie. Bedeutende Stipendien führten sie nach Mallorca, auf die Nordseeinsel Föhr und in das französische Pougues-les-Eaux.
Über die Kunst von Dehnel
Dehnels Werk bewegt sich konzeptuell zwischen den Medien und entwickelt dabei eine einzigartige Bildsprache. Ausgehend von fotografischen Vorlagen – oft Urlaubsschnappschüsse aus ihrer Kindheit – entstehen zunächst Gemälde, die anschließend in aufwendigen Inszenierungen wieder in die Fotografie zurückgeführt werden. »Jede Ähnlichkeit ist frei erfunden«, so der programmatische Titel einer ihrer Werkgruppen, der das zentrale Anliegen der Künstlerin verdeutlicht: Es geht nicht um realistische Nachahmung, sondern um Fiktion.
In der Serie ›Vasen‹ untersucht Dehnel die Beziehung zwischen menschlichem Körper und Ornament. Als Ausgangspunkt dienen Vintage-Badeanzüge der 1970er Jahre, deren florale Muster sie als Malerei auf die Haut ihrer Modelle überträgt. »Ich wollte eigentlich nie etwas anderes als Menschen malen«, erklärt die Künstlerin diesen konzeptuellen Ansatz. Die Arbeiten thematisieren dabei nicht nur nostalgische Erinnerungen, sondern hinterfragen grundsätzlich, welche Muster sich in unsere Körper und unser Bewusstsein einschreiben.
Die Serie ›Stars‹ führt diese Reflexion über Identität und menschliches Bewusstsein weiter. Personen unterschiedlichen Alters und verschiedener Ethnien sind mit Theaterschminke bemalt und halten vor der Körpermitte jeweils einen Fotoabzug ihrer eigenen Augen. Dehnel bezieht sich dabei auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse über das »Bauchhirn« und schafft abstrakte, aquarellartig anmutende Aufnahmen durch mehrfache Abfotografierung der Augendetails.
Dehnels Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden, der Columbus Art Foundation in Ravensburg oder dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen. Ihre internationale Präsenz dokumentieren Einzelausstellungen von Los Angeles bis Paris, von Kopenhagen bis Albuquerque. 2011 war sie Gründungsmitglied der LSD Galerie in Berlin, wo sie bis 2014 als Gesellschafterin aktiv war.
Weitere Informationen zur Ausstellung
Die LAUDA FabrikGalerie bietet mit der Ausstellung »Wie gemalt« die Gelegenheit, das vielschichtige Œuvre einer der interessantesten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation kennenzulernen. Dehnels konzeptuelle Arbeitsweise verbindet kunsthistorische Reflexion mit zeitgenössischen Fragestellungen zu Identität, Erinnerung und medialer Konstruktion von Wirklichkeit.
Die Ausstellungseröffnung am 6. August 2025 ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, wir freuen uns über zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Anzahl der Teilnehmenden an der Eröffnung aus Platzgründen begrenzt ist, daher bitten wir um vorherige Anmeldung.
›Wie Gemalt‹
Ausstellung mit Werken von Sabine Dehnel in der LAUDA FabrikGalerie
Ausstellungsdauer: 6. August bis 23. September 2025
Öffnungszeiten nach Voranmeldung:
Mo bis Do: 9:00 bis 16:00 Uhr
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