Im Vorfeld der Olympischen Spiele präsentieren die großen Hersteller traditionell ihr Top-Modell. Und zwar durchaus einige Monate bevor das große Sportereignis startet – schließlich sollen zunächst die Agenturen überzeugt und dann die Fotografen vertraut gemacht werden mit dem neuen Boliden.
Canon EOS-1D X Mark III – das ist neu
- Völlig neu entwickelter Bildsensor mit 20,1 Megapixel
- Komplett neues AF-System mit 191 wählbaren AF-Feldern im DSLR-Modus
- Signifikant verbesserter Live-View-AF mit Fokusnachführung bei 20 Bilder/Sekunde
- AI basiertes AF-Tracking (im Sucher- und im Live-View-Modus) inklusive Gesichts- und Kopferkennung.
- Innovativer Smart Controller zur schnellen Wahl des Fokusfelds
- Serienbilder mit 16 fps im Sucher-Modus und 20 fps im Live-View-Modus. Pufferspeicher für mehr als 1000 Fotos.
- Doppelter Schacht für zwei CFexpress-Speicherkarten
- Ganzes Maßnahmenbündel für bessere Bildqualität: sehr hochauflösender Tiefpassfilter, Bildprozessor mit Schwerpunkt auf hoher Schärfe, HEIF-Option für Daten mit gesteigertem Dynamikumfang.
- Video mit 4K 60p (bei voller Sensorbreite); 5,5K-Video inklusive RAW-Aufnahme auf interne Speicherkarte
- Komplette Kamera (nicht nur Verschluss) auf eine Haltbarkeit von 500.000 Aufnahmen getestet
- Preis (UVP) 7299 Euro
Dieses Jahr hat Canon mit der EOS-1D X Mark III die Nase vorn, in der zweiten Januarwoche wurde das neue Flaggschiff vorgestellt. Ab Februar soll die Kamera erhältlich sein. Doch Nikon wird in Kürze mit der D6 nachziehen, angekündigt ist sie bereits. Kurz vor Weihnachten hat mir Canon die EOS-1D X Mark III für ein paar Stunden in die Hand gedrückt. Dabei habe ich so ganz nebenbei erfahren, dass nicht nur Sport-, Wildlife- und Action-Fotografen eine hohe Serienbildfrequenz benötigen.
Warum Spiegelreflex?
Canon hält mit der EOS-1D X Mark III am Spiegelreflex-Konzept fest. Dabei haben Spiegellose gerade auch in der Sport- und Action-Fotografie einen unbestreitbaren Vorteil: Sie liefern Serienbildraten, die theoretisch nur von der Auslesegeschwindigkeit des Sensors begrenzt werden. So kommt zum Beispiel die Alpha 9 von Sony mühelos auf 20 Bilder/Sekunde – bei voller Auflösung von 24 Megapixel und AE-/AF-Nachführung wohlgemerkt!
Bei einer Spiegelreflexkamera wie der EOS-1D X Mark III begrenzt dagegen der hin- und her schwingende Spiegel die Serienbildfrequenz. Mehr als 12 Bilder/Sekunde sind mit der klassischen Spiegelreflextechnik laut Canon nicht drin. Dennoch bietet die DSLR EOS-1D X Mark III einen unschätzbaren Vorteil: ein schier unerschöpfliches Angebot an passenden EF-Objektiven.
Hinzu kommt: Absolut verzögerungsfrei arbeitet kein elektronischer Sucher. Ein EVF hängt der Wirklichkeit immer etwas nach, und sei es nur ein Wimpernschlag. Bei sehr langen Bildreihen, wie sie mit der EOS-1D X Mark III möglich sind, besteht da die Gefahr, dass das Motiv aus dem Sucher auswandert.
Die bisherige Grenze von 12 Bilder/Sekunde für eine DSLR lässt die EOS-1D X Mark III hinter sich – sie bringt es auf 16 Bilder/Sekunde, inklusive AE- und AF-Nachführung. Damit das möglich wird, hat Canon für sein Flaggschiff einen völlig neuen Antrieb für den Hauptspiegel konstruiert. Er klappt den Spiegel nicht nur zur Aufnahme hoch (und setzt zum Zurückschwingen auf Federkraft), sondern holt ihn aktiv auch wieder zurück.
Beim Fotografieren merkt man übrigens nichts von dem innovativen Spiegelantrieb: Die EOS-1D X Mark III arbeitet angenehm leise, der Spiegelschlag ist stark gedämpft – und das alles mit einer rasenden Geschwindigkeit. Falls 16 Bilder/Sekunde einmal nicht ausreichen sollten: die EOS-1D X Mark III kann auch schneller, im Live-View-Modus schafft sie 20 Bilder/Sekunde bei voller Auflösung sowie mit Belichtungs- und Fokusnachführung. Übrigens: Auch im Live-View-Modus bildet die EOS-1D X Mark III die Belichtungszeit auf Wunsch mit einem mechanischen Verschluss. Probleme mit Rolling Shutter sind also nicht zu erwarten.
Geschwindigkeit ist nicht alles
Bildfolgen von 20 fps und mehr sind längst nicht nur High-End-Kameras vorbehalten. Die EOS-1D X Mark III kann allerdings deutlich mehr, als nur den Auslöser mit sehr hoher Frequenz rattern zu lassen. So bietet sie etwa eine praktisch grenzenlose Pufferkapazität. Canon gibt die Anzahl der Aufnahmen bei höchster Bildrate schlicht mit „mehr als 1000“ an. Selbst wenn der Fotograf den Auslöser fast eine Minute lang durchdrückt, bricht die Serienbildrate nicht ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob in RAW oder in JPEG aufgezeichnet wird. Und noch einen Punkt betont Canon: Die EOS-1D X Mark III leert ihren Puffer völlig unmerklich im Hintergrund, selbst beim Zugriff auf die Speicherkarte(n) bleibt die Kamera voll bedienbar und einsatzbereit.
Möglich wird diese Höchstleistung durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Einen großen Teil zur irrwitzigen Speichergeschwindigkeit tragen die CFexpress-Karten bei, für die es gleich zwei Steckplätze in der EOS-1D X Mark III gibt. Jede Karte erreicht theoretisch eine Datentransferrate von 1,97 GB/sec. Canon geht übrigens davon aus, dass CFexpress der künftige Standard wird, XQD-Karten unterstützt die EOS-1D X Mark III nicht.
Ein hoher Datendurchsatz alleine macht jedoch noch keine schnelle Kamera. Die Bilddaten wollen ja auch noch bearbeitet werden. Darum kümmert sich in der EOS-1D X Mark III der neue Prozessor DIGIC X. Seine kontinuierliche Verarbeitungsgeschwindigkeit ist laut Canon 380mal höher als die der doppelten DIGIC 6+ in der EOS-1D X Mark II. Und bei der reinen Bildbearbeitung ist ein einzelner DIGIC X gut dreimal schneller als die beiden DIGIC 6+ der Vorgängerin. Und ganz nebenbei ist er auch noch für Gesichts- und Kopferkennung sowie die Motivverfolgung für den Autofokus zuständig. Canon hat übrigens bereits durchblicken lassen, dass der DIGIC X nicht exklusiv für die EOS-1D X Mark III entwickelt wurde, der Prozessor wird wohl auch in weitere Modelle einziehen.
Autofokus
In Sachen Autofokus lässt die EOS-1D X Mark III ebenfalls die bisherigen Grenzen hinter sich. Vor allem (aber nicht nur) im Live-View-Modus. Ich habe beim Fokussieren und Verfolgen keinen Unterschied zwischen Live-View- und Suchermodus wahrnehmen können. Im Live-View-Modus fokussiert die EOS-1D X Mark III derart schnell, wie ich es bislang nur von einer guten DSLR kannte. Und im Suchermodus steht die Motiv-Verfolgung dem Tracking im Live-Modus in nichts nach. Nicht umsonst spricht Canon bei der EOS-1D X Mark III von einer Hybrid-Kamera, die Vorteile von Spiegelreflex- und spiegelloser Kamera vereinigt, dabei jedoch die Nachteile des jeweiligen Systems vermeidet.
Für die eindrucksvolle Leistung im Suchermodus zeichnet ein völlig neu entwickeltes, digitales AF-Modul verantwortlich. Es besteht nicht mehr aus klassischen Phasenvergleichssensoren, gemessen wird die Entfernung vielmehr digital mit einem Pixel-Array. Dessen Dichte ist 28 Mal höher als beim AF-Modul der EOS-1D X Mark II. Zudem wird nicht mehr zwischen Kreuz- und Liniensensoren unterschieden – der Autofokus der EOS-1D X Mark III hat mit gleichmäßig strukturierten Objekten keine Schwierigkeiten.
Das AF-Modul der EOS-1D X Mark III liefert eine derartige Datenfülle, dass Canon ihm einen separaten DIGIC 8 Prozessor spendiert hat. Er verarbeitet zusätzlich die Daten des 400.000-Pixel-Belichtungsmessers – über die Canon nebenbei Gesichts- und Kopferkennung im Suchermodus realisiert.
Welche Datenmenge das AF-System der EOS-1D X Mark III bewegt, bleibt dem Fotografen weitgehend verborgen. Nach außen präsentiert es mit einer Matrix von 191 AF-Punkten. Sie decken ungefähr denselben Bereich ab, wie bei der Vorgängerin. Fotografen, die weiter am Bildrand scharf stellen wollen, empfiehlt Canon den Live-View-Modus.
So eindrucksvoll die Leistung der EOS-1D X Mark III mit dem neuen AF-Modul im Sucher-Modus ist – die Performance im Live-View-Modus hat mich noch mehr beeindruckt. Canons neues Top-Modell ist nicht nur die erste Kamera der 1er-Serie, die „Servo AF“ bei Live View beherrscht; sie führt die Schärfe sogar noch bei 20 Bilder/Sekunde exakt nach. Dabei deckt der Sensor-basierte Autofokus die komplette Bildbreite und 90 Prozent der Bildhöhe ab.
Der Live-View-AF kennt 3869 Positionen, die sich einzeln ansteuern lassen. Genauer lässt sich derzeit wohl bei keiner anderen Kamera festlegen, auf welche Motivpartie scharf gestellt werden soll. Natürlich gibt es auch beim Live-View-AF Gesichts- und Kopf- und sogar Augenerkennung. Die Kopferkennung ist völlig neu, aber gerade für Sport- und Actionfotografen interessant. Schließlich soll ja auch ein Skifahrer oder Fußballer, der sich mit dem Rücken zum Fotografen von der Kamera fortbewegt, scharf aufgenommen werden.
Überhaupt hat Canon sehr viel Energie und Hirnschmalz darauf verwendet, das AF-Tracking (Motivverfolgung) mit der EOS-1D X Mark III auf die nächste Stufe zu heben. Unter anderem wurde das AF mit Tausenden Bildbeispielen trainiert, um in jeder Situation blitzschnell richtig zu reagieren. Darüber hinaus bietet es derart viele Einstellmöglichkeiten, die vermutliche eine eigene Bedienungsanleitung füllen können.
Technische Basis für das automatische Scharfstellen im Live-View-Modus ist der „Dual Pixel CMOS AF“. Ein Bildpunkt auf dem Sensor wird bei diesem Verfahren durch zwei Fotodioden erfasst. Über den Abstand der beiden Fotodioden lässt sich per Phasenvergleich die Fokusebene ermitteln. Das Verfahren kommt mit relativ wenig Licht aus, die EOS-1D X Mark III kann im Live-View-Modus mit Objektiven bis zu Blende F11 (wie dem EF 800mm f/5.6L IS mit EF 2x III Tele Extender) scharf stellen.
Die EOS-1D X Mark III dürfte die erste DSLR überhaupt sein, bei der der Autofokus im Live-View-Modus die Grenzen des klassischen Phasen-AF im Suchermodus sprengt. Canon hat zudem dafür gesorgt, dass sich beide AF-Systeme so konsistent wie möglich konfigurieren lassen. Kurzum: Ob Spiegelreflex oder Spiegel spielt bei der EOS-1D X Mark III Sachen Autofokus keine Rolle mehr – sie vereint das Beste aus beiden Welten.
Video und Netzwerk
Mit der EOS-1D X Mark III konnte ich leider nur für wenige Stunden fotografieren. Zwei für die Profi-Kamera essentielle Aspekte mussten dabei auf der Strecke bleiben: Video- und Netzwerkfähigkeiten. Dabei erweitert Canons neues Flaggschiff gerade auch hier die Grenzen.
Bei Video-Aufnahmen kann die EOS-1D X Mark III stets die gesamte Sensorbreite auslesen. Daraus ergibt sich eine maximal Video-Auflösung von 5,5K (5472 x 2886 Pixel) bei einer Bildwiederholrate von bis zu 60p. Ebenfalls wichtig: Der Bildwinkel des eingesetzten Objektivs wird nicht beschnitten, selbst bei extrem hoher Auflösung nicht. Zudem beherrscht die Kamera die Aufzeichnung von RAW-Video und zwar auf die internen Speicherkarten. Alternativ zeichnet sie im sehr hochwertig Format YCbCr 4:2:2 mit 10-bit auf.
Insbesondere für Sport-Fotografen sind die Netzwerkfähigkeiten einer Kamera sehr bedeutend. Vielfach werden die Aufnahmen direkt zur Agentur oder in Bildredaktion hochgeladen. Zudem soll sich die Kamera zuverlässig fernsteuern lassen, etwa als Hintertor-Kamera.
Bei der EOS-1D X Mark III hat Canon ein 2,4 GHz WLAN integriert, Bluetooth und Ethernet sind ebenfalls an Bord. Das schnellere und modernere 5-GHz-WLAN gibt es mit dem externen WLAN-Transmitter WFT-E9 (ca. 740 Euro). Mit ihm ausgestattet spannt die Kamera sogar zwei Netzwerke gleichzeitig auf – etwa eines zur Bildübertragung und das andere zur Fernsteuerung. In absehbarer Zeit wird Canon für die EOS-1D X Mark III Raw Cloud Processing anbieten. Der Dienst entwickelt hochgeladene RAW-Dateien auf KI-Basis.
Sensor und Bildqualität
20,1 Megapixel löst der Kleinbildsensor der EOS-1D X Mark III auf – genauso viel wie der Bildwandler der Vorgängerin. Canon betont jedoch, dass trotz der praktisch identischen Auflösung der Bildsensor der EOS-1D X Mark III komplett neu entwickelt wurde. Dabei standen drei Forderungen im Lastenheft: Geringeres Rauschen, gesteigerte Empfindlichkeit und höhere Auslesegeschwindigkeit.
Eng verknüpft mit diesen Entwicklungszielen ist die moderate Auflösung, die der eine oder andere Fotograf vielleicht als zu niedrig ansehen mag. Aber: 5472 x 3648 Pixel ergeben bei einer Ausgabeauflösung von 300 ppi gut 46 x 30 cm – etwas mehr als DIN A3 (respektive eine klassische Magazin-Doppelseite). Spielraum für einen Bildausschnitt bleibt dem Layouter allerdings wenig.
Bei 20,1 Megapixel auf einem Kleinbildsensor ergibt sich ein relativ großer Pixelpitch von 6,6 µm. In Verbindung mit der verbesserten Verdrahtung und dem leistungsfähigen Bildprozessor traut Canon der EOS-1D X Mark III standardmäßig einen Empfindlichkeitsbereich von ISO 100–102,400 zu. Falls erforderlich, lässt sich die ISO-Zahl in drei Stufen auf ISO 204.800, ISO 409.600 und fast schon grenzenlose ISO 819.200 hoch setzen. Laut Canon entsprechen die Verbesserungen etwa +1 EV im Vergleich zur EOS-1D X Mark II.
Für eine möglichst scharfe und detailreiche Abbildung sorgt Canon bei der EOS-1D X Mark III mit einem völlig neu entwickelten Low-Pass-Filter. Er spaltet das Licht für eine Sensorzelle nicht nur wie üblich viermal auf, sondern zerlegt es in 16 „Strahlen“. Das ergibt auf der einen Seite eine höhere Auflösung, unterdrückt andererseits wirksam Moiré. Laut Canon werden Moiré-Effekte gegenüber übliche Tiefpassfilter auf ein Viertel reduziert, ohne die Auflösung zu mindern.
Mit der EOS-1D X Mark III muss man nicht zwingend in RAW aufzeichnen, um Bilddateien mit einem größeren Dynamikumfang zu erhalten. Canon bietet bei ihr erstmals HEIF als Option. Das High Efficiency Image Format ist verwandt mit JPEG, speichert jedoch mit einer Wortbreite von 10 Bit (statt 8 Bit bei JPEG). Das bringt vor allem besser durchgezeichnete Lichter. Allerdings sind spezielle HDR-Displays nötig, um diese Vorteile auch sichtbar zu machen. Zudem gibt es bislang wenige Programme, die HEIF verarbeiten können (Canons Digital Photo Professional (DPP) kann es natürlich). Noch ist HEIF ein ziemlich exotisches Format. Canon geht jedoch davon aus, dass es sich in Kürze durchsetzen wird und auf Sicht JPEG ablösen könnte.
Body und Handling
Wer schon mit den Vorgängermodellen fotografiert hat, dem wird auch die EOS-1D X Mark III sofort vertraut vorkommen. An der Form des riesigen, massiven Gehäuses mit seinem integriertem Hochformatgriff hat Canon kaum etwas geändert. Es liegt trotz seines Gewichts von 1440 Gramm hervorragend in der Hand. Und doch hat Canon mit zwei entscheidenden Kleinigkeiten für ein nochmals verbessertes Handling gesorgt.
Da sind zum einen die Tasten auf dem Kamerarücken, die sich jetzt beleuchten lassen. Keine große Sache, aber in schummriger Umgebung doch sehr angenehm.
Und dann gibt es da den neuen Smart Controller, ein in die AF-ON-Taste integriertes Touch-Feld. Er dient zur Positionierung des Fokuspunktes auf die gewünschte Motivpartie. Mir hat es diese Idee sofort angetan, die Bedienung ist wirklich intuitiv. Nicht zu vergleichen mit dem Rumgewische auf einem Touch-Display. Denn beim Smart Controller sind nur kleine Bewegungen nötig, um das Fokusfeld zu verlagern. Dabei reagiert er trotz seiner kleinen aktiven Fläche feinfühlig genug. Vor allem aber, und das dürfte der größte Vorteil für viele Action-Fotografen sein, kann der Daumen dort bleiben, wo er sowieso die ganze Zeit ist: auf der AF-ON-Taste. Canon verspricht übrigens, dass der Smart Controller auch mit Handschuhen funktioniert.
Mein Fazit
Kein Zweifel: Mit der EOS-1D X Mark III sprengt Canon Grenzen, die Grenzen der klassischen DSLR-Kameras. Denn ihr hat Canon auch alles Gute einer Spiegellosen transplantiert. Und das ist für mich derart gut gelungen, dass Canon sein neues Top-Modell mit Fug und Recht als Hybridkamera bezeichnen darf. Insbesondere wie schnell die Kamera im Live-View-Modus scharf stellt, welch geradezu atemberaubende Serienbildraten sie schafft, das hat mich fasziniert. Aber auch, welchen Aufwand Canon betreibt, damit die DSLR-Seite der EOS-1D X Mark III mithalten kann.
Hinzu kommen wahre High-End-Features wie 5,5K RAW-Video auf interner CFexpress-Karte, Netzwerkfähigkeiten, die Maßstäbe setzen, ein rasend schneller DIGIC X Prozessor etc. pp. Und doch macht die EOS-1D X Mark III nicht (für jeden) alles perfekt: Bei der Sensorauflösung knausert sie etwas. Das wird zwar die anvisierte Zielgruppe der Sport-, Action- und Wildlife-Fotografen weniger stören, anspruchsvolle Landschafts-, Architektur- oder Studiofotografen vielleicht schon. Enttäuscht sein könnte auch der eine oder andere, der sich einen integrierten Bildstabilisator erhofft hat.
Mit ihrem Preis von rund 7300 Euro richtet sich die EOS-1D X Mark III klar an Berufsfotografen, Bildredaktionen und Agenturen. Ein Preis, den diese Zielgruppe sicherlich akzeptieren wird. Doch es gibt auch Hoffnung für den Foto-Amateur und den Hobby-Fotografen: Canon wird sicherlich die eine oder andere Innovation der EOS-1D X Mark III mit der Zeit in günstigeren Modellen anbieten. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was da noch kommen wird – denn mir haben die wenigen Stunden mit der EOS-1D X Mark III nahezu grenzenloses Vergnügen bereitet.
In der ursprünglichen Fassung des Beitrags hatten wir das Gewicht der betriebsbereiten Kamera falsch angeben. Außerdem hat Canon den Dual Pixel CMOS AF bereits vor der EOS-1D X Mark III in seinem Top-Modell eingesetzt.
PRO
- innovatives Kamerakonzept, das Vorteile von SLR und Spiegellose vereint
- extrem schnell (Prozessor, Speicher-Interface, Autofokus, Bildrate)
- überragende Video-Fähigkeiten
- Smart Controller setzt Maßstäbe bei der AF-Feld-Positionierung
CONTRA
-
kein Bildstabilisator
-
20,2 Megapixel Auflösung kann nicht allen Ansprüchen gerecht werden
Technische Daten: Canon EOS-1D X Mark III
BILDSENSOR | |
Typ | CMOS-Sensor (36 x 24 mm) |
Pixel effektiv | Ca. 20,1 MP |
Pixel gesamt | Ca. 21,4 MP |
Seitenverhältnis | 3:2 |
Tiefpassfilter | Integriert/inkl. selbstreinigender Sensoreinheit |
Farbfilter | RGB-Primärfarben |
BILDPROZESSOR | |
Typ | DIGIC X |
OBJEKTIV | |
Objektivanschluss | EF Objektive (ausgenommen EF-S und EF-M Objektive) |
Brennweite | Kein Brennweitenumrechnungsfaktor, da Vollformat |
SLR FOKUSSIERUNG | |
Typ | TTL-CT-SIR, Erkennung der Phasendifferenzen per speziellem AF-Sensor |
AF-System/-Messfelder | 191-Punkt-System – 155 1:4 Kreuzsensoren inkl. 1 Dual-Kreuzsensoren bei 1:2,8 1 Die Anzahl der Kreuzsensoren ist abhängig vom Objektiv. |
AF-Arbeitsbereich | LW -4 bis 21 (20 °C, ISO 100) |
AF-Funktionen | One-Shot AI Focus |
AF-Messfeldwahl | Automatische Wahl: 191-Punkt-AF (inkl. AF mit Gesichtserkennung und AF mit Augenerkennung) Manuell: Einzelfeld-AF (alle Felder, 61, 15, 9 Felder oder oder nur Kreuzsensoren wählbar) Manuell: Spot-AF Manuell: AF-Messfelderweiterung auf 4 Felder (nach oben, unten, links, rechts) Manuell: AF-Messfelderweiterung umliegende 8 Felder Manuell: Zonen-AF Manuell: Große Zone AF AF-Messfelder lassen sich für Hochformat- und Querformataufnahmen separat auswählen |
AF-Messfeldanzeige | Einblendung im Sucher und Anzeige auf dem LCD |
AF-Messwertspeicherung | Durch Drücken des Auslösers bis zur Hälfte oder der AF-ON Taste im Modus One-Shot AF. |
AF-Hilfslicht | Über ein spezielles Speedlite (optional erhältlich) |
Manuelle Scharfstellung | Über Objektiv einstellbar |
AF-Feinabstimmung | Manuell: ±20 Stufen Abstimmung bei allen Objektiven um denselben Wert Individuelle Abstimmung für bis zu 20 Objektive Abstimmung nach Objektiv-Seriennummer |
BELICHTUNGSREGELUNG | |
Messverfahren | 400.000 Pixel RGB+IR Messsensor; 384-Zonen-Messsystem. (1) Mehrfeldmessung (mit beliebigem AF-Messfeld verknüpfbar) (2) Selektivmessung (ca. 6,2 % des zentralen Bildfeldes (3) Spotmessung: zentrale Spotmessung (ca. 1,5 % des zentralen Bildfeldes) AF-verknüpfte Spotmessung Multi-Spotmessung (4) Mittenbetonte Integralmessung |
Messbereich | LW 0-20 (bei 23°C mit 50 mm f/1.4 Objektiv, ISO 100); LW -3-20 im Live View und Movie-Modus |
AE-Speicherung | Automatisch: in One Shot AF mit Mehrfeldmessung nach Abschluss der Entfernungseinstellung Manuell: über die AE Lock-Taste in allen Modi |
Belichtungskorrektur | ±5 LW in halben oder Drittelstufen (kombinierbar mit AEB). |
Belichtungsreihen (AEB) | 2, 3, 5 oder 7 Aufnahmen; ±3 Blenden in halben oder Drittelstufen |
Anti-Flacker-Aufnahmen | Ja. Flacker-Erkennung bei einer Frequenz von 100 Hz oder 120 Hz. Dabei kann die maximale Geschwindigkeit für Reihenaufnahmen abnehmen. |
ISO-Empfindlichkeit | Fotos: 100-102.400 (in Drittelstufen); ISO kann auf L: 50 oder H1: 204.800, H2: 409.600, H3: 819.200 erweitert werden (in der Individualfunktionen auswählbar) |
VERSCHLUSS | |
Typ | In allen Geschwindigkeiten elektronisch gesteuerter, vertikaler Schlitzverschluss Sensor elektronischer Verschluss |
Verschlusszeiten | 30-1/8.000 Sek. (Drittelstufen), Langzeitbelichtung |
Auslöser | Elektromagnetischer Softauslöser |
WEISSABGLEICH | |
Typ | Automatischer Weißabgleich über Bildsensor |
Einstellungen | Automatischer Weißabgleich (Priorität Umgebung/Priorität Weiß), Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Weißes Leuchtstofflicht, Blitz, Custom, Farbtemperatur Weißabgleichkorrektur: 1. Blau/Bernstein ±9 2. Magenta/Grün ±9. |
Weißabgleichreihen | ±3 Stufen in ganzen Stufen 3, 2, 5 oder 7 Aufnahmen pro Auslösung. Methode Blau/Bernstein bzw. Magenta/Grün |
SUCHER | |
Sucher | Dachkantprisma |
Bildfeldabdeckung (vertikal/horizontal) | Ca. 100 % |
Vergrößerung | 0,76-fach |
Austrittspupille | 20 mm |
Dioptrienausgleich | -3 bis +1 dpt |
Mattscheibe | Feststehend |
Spiegel | Teilverspiegelter Schnellrücklaufspiegel |
Sucheranzeige | AF-Daten: Einzelfeld-/Spot-AF, AF-Felder, AF-Bereich, AF-Status Schärfeindikator, AF-Modus, AF-Bereich-Auswahlmodus, AF-Speicherung Belichtungsdaten: Verschlusszeit, Blende, ISO-Empfindlichkeit (wird immer angezeigt), AE-Speicherung, Belichtungskorrektur, Blitzbelichtung, Spot-Messfeld, Fehlbelichtungswarnung, AEB-Messmethode, Aufnahmemodus, Zeit Blitzdaten: Blitzbereitschaft, FP-Kurzzeitsynchronisation, FE-Blitzspeicherung, Blitzbelichtungskorrektur, Rote-Augen-Reduzierung. Bildinformationen: Karteninformationen, Pufferspeicher (2-stellige Anzeige), Tonwert Priorität (D+) Informationen zur Bildkomposition: Ausschnittsbereich, Seitenverhältnis, Gitternetz, Elektronische Wasserwaage Sonstige Informationen: Akkuinformationen, Warnsymbol, Flacker-Erkennung, Betriebsart, Weißabgleich, JPEG-/RAW-Anzeige |
Schärfentiefe-Kontrolle | Ja |
Okularverschluss | Integriert |
LC-DISPLAY | |
Monitor | 8,01 cm (3,2 Zoll) TFT, ca. 2,1 Millionen Bildpunkte |
Bildfeldabdeckung | Ca. 100 % |
Betrachtungswinkel (horizontal/vertikal) | Ca. 170° |
Beschichtung | Entspiegelung; Solid Structure |
Helligkeit | Automatisch: über Sensor zur Ermittlung des Umgebungslichts // Manuell: einstellbar in 7 Stufen // 4 einstellbare Farbtöne |
Display-Optionen | (1) Schnelleinstellungsbildschirm (2) Kameraeinstellungen (3) Elektronische 3D-Wasserwaage (4) Custom Schnelleinstellungsbildschirm |
EXTERNE BLITZGERÄTE | |
Modi | E-TTL II Blitzautomatik, manueller Blitz |
Blitzsynchronzeit | 1/250 Sek. |
Blitzbelichtungskorrektur | ±3 LW in Drittelstufen mit Canon EX-Speedlites |
Blitzbelichtungsreihen | Ja, über kompatiblen externen Blitz |
Blitzbelichtungsspeicherung | Ja |
Blitzschuh/Kabelkontakt | Ja/ja |
Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang | Ja |
Kompatibilität mit externen Blitzgeräten | E-TTL II mit EX Speedlites, kabelloses Multi-Flash-System |
Steuerung externer Blitzgeräte | Über Kameramenü |
AUFNAHME | |
Modi | Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manuell, Custom (3 Einstellungen) |
Bildstile | Automatik, Standard, Porträt, Landschaft, Neutral, Natürlich, Monochrom, Details, Benutzerdefiniert (3 Einstellungen) |
Farbraum | sRGB und Adobe RGB |
Bildbearbeitung | Klarheit (8 Stufen) Tonwert Priorität (2 Einstellungen) Automatische Belichtungsoptimierung (4 Einstellungen) Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung Rauschreduzierung bei Aufnahmen mit hoher ISO-Empfindlichkeit (4 Einstellungen) //Objektivkorrektur: - Korrektur von Objektiv-Vignettierung (Fotos und Videos) - Chromatische Aberrationskorrektur (Fotos und Videos) - Verzeichnungskorrektur (während oder nach der Fotoaufnahme) - Beugungskorrektur (Fotos und Videos) - Digital Lens Optimizer (während oder nach der Fotoaufnahme) Größenanpassung auf M1, M2 oder S 3 RAW-Bildverarbeitung – nur bei Bildwiedergabe Bildzuschnitt/Bilddrehung (3:2, 16:9, 4:3, 1:1, 2:3, 9:16, 3:4 Verhältnis) Mehrfachbelichtung |
Betriebsart | Einzelbild, Reihenaufnahmen L, Reihenaufnahmen H, Selbstauslöser/Fernauslösung (2 s, 10 s), Leise Einzelaufnahme, Leise Reihenaufnahmen |
Reihenaufnahmen | Max. Ca. 16 B/s Max. 20 B/s im Live View Modus mit festgestelltem Spiegel und AF/AE-Nachführung (die Geschwindigkeit wird für eine unbegrenzte Anzahl JPEGs oder mehr als 1.000 RAWs beibehalten) |
LIVE-VIEW-MODUS | |
Typ | Elektronischer Sucher über Bildsensor |
Bildfeldabdeckung | Ca. 100 % (horizontal und vertikal) |
Bildrate | Für Fotos 29,97 B/s / für Videos 59,94 B/s / 29,97 B/s (NTSC) 50,00 B/s / 25,00 B/s (PAL) |
Scharfstellung | Manuell (5-fache oder 10-fache Lupenfunktion im gesamten Displaybereich) Autofokus: Dual Pixel CMOS AF (Gesicht + Nachführung) Spot AF 1-Punkt-AF Erweiterter AF-Bereich: Erweiterter AF-Bereich: Umgebende Felder Zonen-AF Große Zone AF: Vertikal Große Zone AF: Horizontal |
Metering | Mehrfeldmessung in Echtzeit über den Bildsensor (384 Zonen) Selektivmessung (ca. 5,8% der Livebildansicht) Spotmessung (ca. 2,9% der Livebildansicht) Mittenbetonte Integralmessung Aktive Messzeit kann geändert werden |
Display-Optionen | Gitternetz-Einblendung (3 Formate), Basis-Aufnahmeinformationen, detaillierte Aufnahmeinformationen, Histogramm, elektronische Wasserwaage |
DATEITYP | |
Fotos | JPEG: 10 Kompressionsoptionen HEIF: 10 Kompressionsoptionen (10 Bit 4:2:2 BT2100) RAW: RAW, CRAW Exif 2.31 und DCF-Format 2.0 kompatibel Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1 kompatibel |
Gleichzeitige Aufnahmen in RAW und JPEG | Ja, beliebige Kombination aus RAW + JPEG/HEIF, unterschiedliche Formate auf unterschiedliche Speicherkarten |
Bildgröße | JPEG/HEIF: (L) 5.472 x 3.648, (M1) 4.368 x 2.912, (M2) 3.648 x 2.432, (S) 2.736 x 1.824 HEIF: 5.472 x 3.648 RAW: (RAW / C-RAW) 5.472 x 3.648 |
Ordner | Neue Ordner können manuell erstellt und ausgewählt werden |
Dateinummerierung | (1) Fortlaufend (2) Automatische Rückstellung (3) Manuelle Rückstellung |
EOS MOVIE | |
Videoformat | RAW: CRM 12 Bit; Audio: Linear PCM MP 4 Video: 4K (8 Bit MPEG4 AVC/H.264, 10 Bit MPEG4/HEVC mit Canon Log), Full HD - MPEG4 AVC / H.264, Audio: Linear PCM MP4 Video: Full HD IPB Light – MPEG4 AVC/H.264, Audio: AAC |
Video-Bildformate | 4K RAW (5.496 x 2.904) – (23,98, 24, 25, 29,97, 50, 59,94 B/s) 4K DCI (17:9) – 4.096 x 2.160 (23,98, 24, 25, 29,97, 50, 59,94 B/s) Intra oder Inter Frame 4K UHD (16:9) – 3.840 x 2.160 (23,98, 25, 29,97, 50, 59,94 B/s) Intra oder Inter Frame 4K DCI Zuschnitt (17:9) – 4.096 x 2.160 (23,98, 24, 25, 29,97, 50, 59,94 B/s) Intra oder Inter Frame Full HD (16:9) – 1.920 x 1.080 (23,98, 24, 25, 29,97, 50, 59,94 B/s) Intra oder Inter Frame plus IPB Light |
Simultane Aufzeichnung | Ja: RAW auf Karte in Slot 1, Proxy (MP4) auf Karte in Slot 2 |
Farbsampling (interne Aufzeichnung) | 4K - YCbCr4:2:2 (8 Bit) // Full HD/HD - YCbCr4:2:0 (8 Bit) |
Canon Log | Ja, Log 1 |
Videolänge | 4K und Full HD – maximal 29 Min. 59 Sek. (ausgenommen High Frame Rate Movie). Kein 4 GB Dateilimit mit exFAT CF Speicherkarte. |
High Frame Rate Movie | MOV Video: Full HD – 1.920 x 1.080 mit 100 B/s oder 119,9 B/s // Aufgenommen als Zeitlupe mit 1/4 Geschwindigkeit // Maximale Aufnahmezeit für Einzelszenen: bis zu 7 Min. 29 Sek. |
4K-Einzelbildextraktion | Möglichkeit zur Extrahierung von 8,3 Megapixel JPEG-Einzelbildern aus 4K-Videos |
Bitrate / Mbps | 5,5K RAW: (50/59,94p) ca. 2.600 Mbps; (30/25/24/23,98p) ca. 1.800 Mbps Canon Log Aus (H264 MP4) 4K DCI (50/59,94p): ALL-I ca. 940 Mbps, IPB ca. 230 Mbps 4K DCI (29,97p/25,00p/24,00p/23,98p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 120 Mbps 4K DCI Zuschnitt (50/59,94p): ALL-I ca. 940 Mbps, IPB ca. 230 Mbps 4K DCI Zuschnitt (29,97p/25p/24,00p/23,98p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 120 Mbps 4K UHD (50/59,94p): ALL-I ca. 940 Mbps, IPB ca. 230 Mbps 4K UHD (29,97p/25p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 120 Mbps Full HD (119,90p/100p): ALL-I: ca. 360 Mbps Full HD (59,94p/50,00p): ALL-I ca. 180 Mbps Full HD (59,94p/50,00p): IPB ca. 60 Mbps Full HD (29,97p/25p): ALL-I: ca. 90 Mbps Full HD (29,97p/25p): IPB: ca. 30 Mbps Full HD (29,97p/25p): IPB Light: ca. 12 Mbps Canon Log Ein (H265 MP4) 4K DCI (50/59,94p): ALL-I ca. 1.000 Mbps, IPB ca. 340 Mbps 4K DCI (29,97p/25,00p/24,00p/23,98p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 170 Mbps 4K DCI Zuschnitt (50/59,94p): ALL-I ca. 1.000 Mbps, IPB ca. 340 Mbps 4K DCI Zuschnitt (29,97p/25p/24,00p/23,98p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 170 Mbps 4K UHD (50/59,94p): ALL-I ca. 1.000 Mbps, IPB ca. 340 Mbps 4K UHD (29,97p/25p): ALL-I ca. 470 Mbps, IPB ca. 170 Mbps Full HD (119,90p/100p): ALL-I: ca. 470 Mbps Full HD (59,94p/50,00p): ALL-I ca. 170 Mbps Full HD (59,94p/50,00p): IPB ca. 90 Mbps Full HD (29,97p/25p): ALL-I: ca. 135 Mbps Full HD (29,97p/25p): IPB: ca. 45 Mbps Full HD (29,97p/25p): IPB Light: ca. 18 Mbps |
Mikrofon | Internes Stereo-Mikrofon (48 kHz, 16 Bit x 2 Kanäle) |
HDMI-Display | Nur externer Monitor, externer Monitor ohne Darstellung der Aufnahmeinformationen oder gleichzeitige Darstellung auf externem Monitor und auf der Kamera |
HDMI-Ausgang | 4K und Full HD Aufnahme, unkomprimiert YCbCr 4:2:0, 8 Bit BT709, oder YCbCr 4:2:2, 10 Bit BT2020 mit Canon Log; Tonausgabe via HDMI ist ebenfalls möglich |
Scharfstellung | Dual Pixel CMOS AF mit Gesichtserkennung und Nachführ-AF, Movie Servo AF manuelle Fokussierung |
ISO | 100-25.600 (in Drittelstufen); ISO kann auf H1: 51.200, H2: 102.400, H3: 204.800 erweitert werden (in den Individualfunktionen auswählbar) |
Movie Digital IS | Ja, Bildbereich bei Aktivierung: um 10 % reduziert |
SONSTIGE FUNKTIONEN | |
GPS | Integriert – Längengrad, Breitengrad, Höhe, UTZ Weltzeit • GPS Satelliten (USA) • GLONASS Satelliten (Russland) • Quasi-Zenith Satellite Michibiki (Japan) |
Benutzerdefinierte Funktionen | 38 Custom-Funktionen |
Metadaten-Tag | Autor, Copyright, Bildbewertung (0-5 Sterne) GPS, Bewertung, IPTC (registriert mit EOS Utility/ browserbasierte Fernbedienung) |
Display-/Tasten-Beleuchtung | Ja/ja |
Staub-/Spritzwasserschutz | Ja |
Tonmemo: | Ja |
Intelligenter Orientierungssensor | Ja |
Histogramm-Anzeige | Helligkeit: ja // RGB: ja |
Lupenfunktion bei Wiedergabe | 1,5- bis 10-fach |
Wiedergabeformate | (1) Einzelbild mit Aufnahmedaten (2 Stufen) (2) Einzelbild (3) 4 Miniaturbilder (4) 9 Miniaturbilder (5) 36 Miniaturbilder (6) 100 Miniaturbilder (7) Bildsprung (8) Video-Bearbeitung (9) RAW-Verarbeitung (10) Bewertung |
Bilder löschen/schützen | Löschschutz für jeweils ein Bild, Ordner oder Speicherkarte |
Bild löschen | Einzelbild, ausgewählter Ordner, ausgewählte Karte oder alle ungeschützten Bilder |
Selbstauslöser | 2 oder 10 Sekunden Vorlaufzeit |
Menükategorien | (1) Aufnahme 1-4 (für Foto/Video separat) (2) AF 1-5 (3) Netzwerk 1 (4) Wiedergabe 1-3 (5) Setup 1-5 (6) Individualfunktionen 1-9 (7) My Menu (1-5 User wählbar) |
Menüsprachen | Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Portugiesisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Griechisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Rumänisch, Ukrainisch, Türkisch, Arabisch, Thailändisch, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (Standard), Koreanisch, Indonesisch, Malaysisch und Japanisch. |
Firmware-Aktualisierung | Update durch Benutzer möglich. (Kamera, Objektiv, WFT, Externes Speedlite) |
Gehäusematerial | Magnesiumlegierung |
SCHNITTSTELLEN | |
Computer | USB 3.1 Gen 2 (PTP) |
WLAN | WLAN (IEEE802.11b/g/n) (nur 2,4 GHz), mit Bluetooth-Unterstützung5. Unterstütze Funktionen - EOS Utility, Smartphone, Web-Upload |
Sonstiges | HDMI (Mini), Externes Mikrofon (Stereo-Miniklinke) Kopfhöreranschluss, RJ-45, N3 Fernauslöseranschluss, Flash PC-Anschluss |
SPEICHERKARTE | |
Typ | CFexpress 1.0 Typ B |
UNTERSTÜTZTE BETRIEBSSYSTEME | |
PC | Windows 8.1 und Windows 10 (Tablet-Modus wird nicht unterstützt) |
Mac OS | macOS 10.14 (Mojave), macOS 10.13 (High Sierra), macOS 10.12 (Sierra), Mac OS X 10.11 (El Capitan) |
SOFTWARE | |
Sonstiges | EOS Utility 3, Picture Style Editor, WFT Utility, Camera Connect App (iOS/Android) |
Bildveränderung | Digital Photo Professional 4, Digital Photo Professional Express für iPad (RAW-Bildverarbeitung), |
STROMVERSORGUNG | |
Akkus | Akku LP-E19, LP-E4N (Akku LP-E19 im Lieferumfang) |
Akkureichweite | Mit Sucher (bis zu) 2.850 (bei 20°C) // Mit Sucher (bis zu) 2.360 (bei 0°C) // Im Live View Modus (bis zu) 610 (bei 20°C) // Im Live View Modus (bis zu) 530 (bei 0°C) // 4K-Videoaufnahme: ca. 2 Std. 20 Min. (bei 20°C) (Movie Servo AF deaktiviert) |
Prüfung der Akku-/Batterieladung | Automatische Darstellung in 6 Stufen |
Stromsparmodus | automatische Abschaltung nach 1, 2, 4, 8, 15 oder 30 Minuten |
Netzteil | Netzadapter AC-E19 / DR-E19 |
ZUBEHÖR | |
Objektive | Alle EF-Objektive (ausgenommen EF-S-Objektive) |
Externe Blitzgeräte | Canon Speedlites (90EX, 220EX, 270EX, 270EX II, 320EX, 380EX, 420EX, 430EX, 430EX II, 430EX III, 470EX AI, 550EX, 580EX, 580EX II, 600EX-RT, 600EX, 600EX-II RT, EL 100, Macro-Ring-Lite MR-14EX, Macro-Ring-Lite, MR-14EX II, Macro Twin Lite MT-24EX, Speedlite Transmitter ST-E2, Speedlite Transmitter ST-E3-RT) |
Fernauslöser | Fernsteuerung mit N3-Anschluss und Speedlite 600EX-II-RT |
Stromversorgung und Akkuladegeräte | Akku LP-E19, Akku LP-E4N, Akkuladegerät LC-E19, Netzadapter AC-E19 / DR-E19 |
Sonstiges | Wireless File Transmitter WFT-E9, Augenmuschel Eg, Augenkorrekturlinse der Eg-Serie mit Gummirahmen Eg, Antibeschlag-Okular Eg, Winkelsucher C, Handschlaufe E1/E2 |
Danke für den tollen Praxisbericht! Sicher ist die neue Kamera technisch eine Spitzenkamera, aber ohne Klappdisplay (habe ich schon bei meiner 5DMkII sehr vermisst) und ohne Bildstabilisierung ist mir das nicht mehr zeitgemäß !
Gottseidank, muss ich diese neue Kameras nicht bezahlen, noch ihre Größe und Gewicht, neben ein paar Objektiven mit mir herumschleppen! Dazu wünsche ich viele Spaß, mit meinem Rücken aber nicht!
Zitat:
»Die 20,1 Megapixel der EOS-1D X Mark III reichen, um eine Magazin-Doppelseite zu füllen.«
Das vergessen die meisten Knipser. Für eine A3-Seite reichen 4.960×3.508 px @300 dpi = 17.4 MP vollkommen aus. Warum viele Knipser die Kameras mit 61 MP so toll finden, erschliesst sich mir nicht, zumal die meisten nicht einmal mehr Drucke von den Fotos anfertigen.
Das vergessen nicht nur Knipser.
Auch Grafiker und Redakteure. Ich erinnere mich gerne an den Grafiker, der dpi und Pixelzahl nicht unterscheiden konnte und dem (damals) 8 MPix zu wenig waren- für ein Foto, das dann in Passbildgröße in seiner Broschüre erschien. Allerdings war kurz darauf seine Firma auch pleite, das Honorar: gone with the wind. Oder die Redakteurin, die (vor wenigen Tagen erst) meinte, sie brauche unbedingt die volle Auflösung (was da an Daten durch die Leitung muss!) – für einen Dreispalter im Zeitungsdruck (auch wenn der inzwischen sehr gut ist)!
Auf einer Website eines Fotografen habe ich letztens gelesen, dass er die Fotos seiner D4 mangels Megapixeln oft nicht mehr an Agenturen verkaufen kann. Ichwusste gar nicht, dass diese Kamera keine ausreichend guten Fotos ermöglicht.
Mir erschließt sich das schon. Da haben Smartphones 30, 40 MP und meine sündhaft teure Systemkamera gerade mal 20 oder 24??? Geht doch gar nicht. Vor dieser Schmach und Schande bewahren uns Sony & Co. doch gerne. Ansonsten bieten viele Megapixel speziell Sport- und Tierfotografen (gut, das sind dann keine Knipser) halt auch viel Spielraum fürs Reinzoomen.
Das kommt halt auf den Einsatzzweck an – bei Wildlife wo man nicht komponieren kann, ist die Möglichkeit zu croppen sehr hilfreich und anschließend noch genug Fleisch für einen großen Ausdruck zu haben.
Das ist genau der Punkt, vor dem ich warne! Große Pixelanzahl ergibt große Crop-Reserve? Klar, wenn dabei die Schärfentiefe nicht vor die Hunde geht – und das tut sie gerne! Man schneide mal ein ursprünglich 60 MP großes Bild auf 6 MP herunter (ist ja immer noch gut genug für A 4-Ausdruck). Was kommt raus trotz Superduper-Kamera mit First-Class-Objektiv?
Müssen wir raten oder beantworten Sie Ihre Frage selbst?
Was dabei rauskommt hängt vom Rückvergrößerungsgrad ab und damit von der Vergrößerung etwaiger Bildfehler. .
Die Schärfentiefe hängt im Wesentlichen von Blende und Abbildungsmaßstab (auf dem Aufnahmemedium) während der Aufnahme ab. Daran ändert sich nachträglich nichts.
Die Ausgabegröße ändert sich und damit die Betrachtungsgröße. Einfach mal selbst testen…
guenter_w am 16.01.2020 18:27 um 18:27
Die Ausgabegröße ändert sich und damit die Betrachtungsgröße. Einfach mal selbst testen…
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Die absolute Vergößerung (der vollständigen Aufnahme ebenso wie eines Ausschnitts) führt je nach Betrachtungsabstand zu einem mehr oder weniger sichtbaren Qualitätsverlust, aber nicht zu einer nachträglichen Veränderung der Schärfentiefe (falls Sie das mit Ihrer Formulierung meinten, die Schärfentiefe gehe vor die Hunde. Allenfalls die allgemeine „Schärfe“ kann vor die Hunde gehen).